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E_1938_Zeitung_Nr.052

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o AUTOMOBIL-REVUE 28.

o AUTOMOBIL-REVUE 28. Witt TO3S *-=> N° 52 f ard baut dieses Jahr zwei verschiedene Serien «V-8 Wagen Warum ? - Einmal, um dem berechtigten Verlangen der Ford-Enthusiasten nach .ihrem" verbesserten Ford V-8 STANDARD Stattgeben zu können, dann, um den Wünschen (enei Automobilisten zu entsprechen. die einen noch moderner gestalteten Wagen verlangen. Ihretwegen wurde das Ford V.8 LUXUSMODELL geschaffen. Wir verweisen besonders darauf, dass die Wagen der beiden Serien - STANDARD- und LUXUSMODELLE - nach Wunsch mit dem einen oder andern V-8 Motor geliefert werden können = mit dem in der Leistungsfähigkeit unübertroffenen 18 PS oder dem in- Bezug auf Wirtschaftlichkeit einzigdastehenden 12 PS Motor. * Fr. 6.IS0... AARATJ: BADEN: BASEL: BERN: BIEL: BURGDORF: CHÜR: GLARUS: FRAUENFELD: LANGENTHAL: LUZERN: NEUHAUSEN: NIEDERÜZWIL: OI.TEN: RAPPERSWIL: ST. GALLEN: SCHWYZ : SOLOTHURN: SURSEE: THUN: WINTERTHUR: ZÜRICH: Zu verkaufen 1 MERGEDES-Gabriotet Typ 370, 18 PS, 6 Zyl., m. 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„ Automobil-Revue " BERN, Dienstag, 28. Juni 1938 Heue UldqUchheUeii: Als die ersten Anfragen nach Mietwagen an die Garagen ergingen, da rieben sich die meisten Prinzipale vergnügt die •Hände. Hier schien sich endlich wieder einmal eine jener allzu seltenen Gelegenheiten aufzutun, die sicher, mühelos und ohne viele Bisiken einen hübschen Betrag abwerfen dürften. In jeder Garage staniden schliesslich unbenutzt ein, zwei oder drei Wagen, die in fahrtechnischer Hinsicht allen Vorschriften Genüge taten und nur geringe Spesen verursachten. Was konnte es da Einfacheres geben, als sie jede Woche ein paarmal gegen eine Entschädigung von Fr. 20—, 30— oder mehr auszuleihen? Allfällige Keparaturen würden eine willkommene Füllarbeit für die stille Zeit ergeben; Benzin und Oel würden sowieso durch den Fahrer bezahlt und natürlich vor Antritt der Fahrt eingefüllt. So schien sich das Mietwagengeschäft zu •einem recht lukrativen und « gefreuten » zu entwickeln. Die Kehrseite. Kaum waren jedoch die ersten paar Fahrten absolviert und die Wagen wieder »n ihren Standort zurückgelangt, so tauchten schon diverse Schwierigkeiten auf: Die Konkurrenz roch Lunte und versuchte das Geschäft dadurch an sich zu riehen, dass sie an Stelle der fünf- oder sechsjährigen Wagen solche neueren Datums zur Verfügung stellte; denn welcher Gelegenheitsfahrer zöge es nicht vor, sich in einen neuzeitlicheren Wagen zu setzen? Die Massnahme war durchaus richtig, wie es sich übrigens nachher auch in der Praxis erwies: Dem Vermieter blieb nichts anderes übrig, als einige günstige, noch nicht veraltete Wagen hereinzunehmen. Das verlangte aber sogleich die Investierung eines grösseren Betrages, was automatisch höhere Zinsen, grössere Abschreibungen und andere vermehrte Spesen verursachte. Dagegen war an eine Erhöhung der Mietgebühr nicht zu denken. Um dennoch auf die Eechnung zu kommen, musste darnach getrachtet werden, die Wagen häufiger als bis anhin auszumieten. Doch auch hier war die Lösung schneller erdacht als durchgeführt; denn während die Mietwagen die ganze Woche hindurch sozusagen unbenutzt in der Garage standen, wären sie über das Wochenende nicht nur ein-, sondern oft zwei- oder sogar dreimal zu vermieten gewesen. Diese Umstände verunmöglichten eine merkliche Vermehrung der Betriebstage und zehrten mit erschreckender Gefrässigkeit an dem mit so viel Hoffnung erwarteten hübschen Nettoverdienst. Mein lieber Sohn! Kürzlich habe ich meine «Propaganda- Schublade» wieder einmal geleert, jene Schublade, in der ich alle Werbebriefe sammle, die meine Bekannten — und sogar bisweilen ich selbst — von anderen Automobil-Vertretungen weisst, prüfe ich sie von Zeit zu Zeit, in der Erwartung, für meine eigene Propaganda diese oder jene Anregung zu erhalten. Ich muss zwar sagen, dass sich auch diesmal, wie schon früher, wieder nicht viel Ueberzeugendes vorgefunden hat. Die meisten Episteln zeigten eigentlich eher, wie die Sache nicht gemacht werden sollte. Es ist unglaublich, welch schmutzige Es wäre falsch, zu glauben, das Mietwagengeschäft erfordere weniger Weitsicht, Planung und Kontrolle als irgendein anderes. Der Geschäftsrhythmus unserer Zeit sorgt von selbst dafür, dass solche genial-einfache Einnahmequellen auf die Dauer nicht ungestört sprudeln können. Im Gegenteil: Je einfacher und erfolgsicherer ein Geschäft aussieht, desto mehr sollte es von oben und unten überprüft werden, bevor Arbeit und Geld so weit angewendet werden, dass ein Zurücktreten grosse Opfer mit sich bringt. Dennoch dürfen wir diesem neuen Tätigkeitsgebiet die Erfolgsmöglichkeiten nicht abstreiten. Die Tatsache, dass es von vielen Firmen seit Jahren regelmässig gepflegt wird, beweist seine Lebensfähigkeit, falls angemessene Mittel und Wege gefunden werden. Bevor wir aber auf diese Möglichkeiten näher eingehen, ist es notwendig, sich über die finanzielle Basis und Tragweite in prinzipieller Hinsicht Rechenschaft abzulegen. Das erfolgt am besten in der Weise, dass wir an typischen Fällen untersuchen, wie Einnahmen und Ausgaben sich zueinander stellen. Nehmen wir an, ein Garagist halte sich für Mietzwecke drei 4/5-Plätzer-Wagen,' wovon der erste 8-PS-, der zweite 13-PS-, und der dritte 19-PS-Motoren aufweisen. Im weiteren sei angenommen, dass die Wagen Fr. 5500.—, 6000 und 7000 gekostet hätten und — wir wollen eine sehr starke Beanspruchung dieser Mietwagen voraussetzen — pro Jahr und Wagen mit Die erste umfasst solche Posten, deren Höhe ungeachtet der Benützung konstant bleibt, d. h. die in keiner direkten Beziehung stehen zu den jährlichen Betriebstagen und gefahrenen Kilometern. Zur zweiten Kategorie zählen alle jene Aufwendungen, die sich mehr oder weniger nach der Fahrdistanz richten. Unter Voraussetzung einer jährlichen Fahrdistanz von ca. 25 000 km (was etwa 180 Betriebstagen entsprechen dürfte) gestaltet sich das Bild wie folgt: Pneus 200.— 250.— 300.— Schmierung, Reparaturen, Expertisen, Provision 300.— 350.— 400.— Verluste u. Verschiedenes 300.— 350.— 400.— Total veränderliche Kosten 800.— 950.— 1100.— Total feste Kosten 3350.— 4000.— 4650.— Woraus folgt, dass... Eine etwas eingehendere Analyse der vorstehenden Aufstellung lässt nun sofort einige Schlüsse zu, die für den Betrieb des Mietwagengeschäftes von ausserordentlichem Interesse sind: Das Garagengewerbe hat während der letzten Jahre einen neuen Geschäftszweig entstehen und wachsen sehen : Das Vermieten von Automobilen an Selbstfahrer für stunden- oder tageweise Benützung. Der Park, der heute in der ganzen Schweiz für diesen Zweig zur Verfügung steht, umfasst bereits viele hundert Wagen und stellt damit eine Kapitalanlage von einigen Millionen Schweizerfranken dar. Es dürfte sich deshalb lohnen, den Betrieb des Mietwagengeschäfts einmal von der prinzipiellen Seite her zu erörtern. und unappetitliche Zirkulare hie und da an die Kundschaft versandt werden — Erzeugnisse eines gleichgültig gepflegten und ebenso gleichgültig bedienten Vervielfältigungsapparates. Wenn mir solche «Werbesachen » vor die Augen kommen, dann muss ich mich immer wieder fragen, welche Gedanken sich die Absender von ihrer Kundschaft überhaupt machen und ob sie wirklich die Ueberzeugung hegen, auf diese liederliche Weise den Verkauf auch nur im geringsten fördern zu können. Sie überlegen dabei wohl so wenig, wie wenn sie mir, einem eingefleischten Ham- die Anschaffung eines Ajax erhalten. Wie Duraon-Vertreter, im Tausch gegen unseren zehnjährigen Abschleppwagen offerieren. Weisst Du, Viiioliiiiiillcr an seinen Sohn Wir vermieten an Selbstfahrer Personenwagen Neueste Modelle bekanntester Marken, 2- bis Soll und Haben. 180 Betriebstagen gerechnet werden kantf. Die Mietraten für die drei Kategorien seien die folgenden: 8 PS Fr. 25—, 13 PS Fr. 30.—, 19 PS Fr. 35 pro Tag. Die Bruttoerträgnisse der einzelnen Wagen betragen infolgedessen pro Jahr: 8 PS 13 PS 19 PS Fr. 4500.— Fr. 5400 Fr. 6300.— Die Aufwendungen, welche das Ausmieten von Wagen mit sich bringt, lassen sich in zwei getrennte Kategorien unterteilen. wieso so etwas überhaupt möglich ist? Weil irgendeine Tippmamsell den globalen Auftrag erhält, an alle Besitzer von mindestens sechs- oder siebenjährigen Wagen ein Zirkularschreiben zu versenden, und die Aufgabe dann routinemässig erledigt wird. Daneben gibt es aber auch noch andere a) Feste Kosten: 8 PS 13 PS 19 PS Amortisation SSYs% 1500.— 1800.— 2100.— Zinsen, Verwaltungsspesen eto. 700.— 800.— 900.— Steuern, Fahrbewilligungen, Versicherungen etc. 900.— 1100.— 1300.— Garage 250.— 300.— 350.— Total feste Kosten 3350.— 4000.— 4650.— b) Veränderliche Kosten: Gesamtauslagen 4150.— 4950.— 5750.— 1. Die Spesen, welche mit dem Unterhalt eines Mietwagenparks verbunden sind, stellen sich bedeutend höher, als dies eine nur oberflächliche Betrachtung erkennen Hesse. Selbst bei einer verhältnismässig starken Frequenz bleibt dem Geschäftsinhaber kaum etwelcher Verdienst übrig. 2. Die festen Auslagen, d. h. jene, die gemacht werden müssen, ob die Wagen während eines Jahres 30 oder interessante Fälle, die nicht minder lehrreich sind. Da ist einer, der in der Schlagzeile von Kuhglocken plaudert, sie als typische Merkmale der wiederbegonnenen Fahrsaison anführt und daran anschliessend die Anschaffung eines neuen Wagens für die Frühjahrs, und Sommerfahrten empfiehlt. Ich befürchte aber sehr, dass der grösste Teil der Empfänger schon grundsätzlich für ' Kuhglocken keinerlei Interesse hat und nicht einmal bis zur zweiten Zeile liest, die ihn auf den Gedanken bringen sollte, auf den es eigentlich ankommt. Machen alle diese Leute im Grund vor ihren Kunden nichts anderes als ein paar Kapriolen, zum Zweck, ihre Aufmerksamkeit zu erwecken? Dass solche Methoden zum Misserfolg führen und führen müssen, weil ihr Auftreten (auch im Brief) herzlich wenig mit der Interessensphäre der Kundschaft zu tun hat, liegt eigentlich auf der Hand. Wieder eine andere Kategorie Werbebeflissener sieht das Heil in einer möglichst individuell gefärbten Ausdrucksweise. So 300 Tage in Miete stehen, bilden s die Hauptsache, während die veränderlichen Spesen maximal 5 Rp. pro gefahrenen Kilometer betragen. 3. Eine bedeutende Verbesserung dieser Frequenz ist scheinbar nicht zu erreichen, weil sich die Benützung der Wagen aus natürlichen Gründen mehr oder weniger auf das Wochenende konzentriert. Der Mietwagenbesitzer befindet sich deshalb — wie es scheint — in einer richtigen Zwickmühle. Will er am Wagenmaterial sparen und durch das Einstellen von älteren Fahrzeugen die notwendigen Abschreibungen merklich reduzieren, so leidet darunter der Zuspruch seitens der Kunden, die auch hier bereits so verwöhnt sind, dass sie nur noch mit dem Besten vorlieb nehmen. Stellt er neuwertige Wagen zur Verfügung, so kann er dieselben nicht richtig ausnützen, weil er einen Mieter, der den Wagen für einen Sonntag haben möchte, normalerweise nicht veranlassen kann, seine Fahrt auf einen Werktag zu verschieben. ——— Der Weg ans der Sackgasse. —— Und dennoch gibt es ein Mittel, das geeignet ist, auch dem Mietwagengeschäft einen zufriedenstellenden Erfolg zu sichern, was allerdings ein schönes Stück Arbeit und Anstrengung erfordert. Jedes Dorf und jedes Stadtquartier weist eine grössere Zahl Leute auf, die hie und da mit Vorteil einen Wagen mieten würden und denen es bis heute nur an der nötigen Entschlusskraft mangelte. Eine wohlüberlegte Werbe- und Aufklärungsarbeit muss hier sehr gute Erfolge zeitigen, um so mehr, als es sich meistens um Fälle handelt, in denen die leihweise Uebernahme des Wagens an einem Wochentag in Frage kommt. Wie manchen ikleineni> Vertreter gibt es in Ihrem Einzugsgebiet, dessen Geschäftskreis die Anschaffung und den Unterhalt eines eigenen Wagens nicht erlaubt, der aber zu seinem eigenen Vorteil einmal pro Woche oder wenigstens zweimal pro Monat die abgelegeneren Kunden mit einem Wagen besuchen würdet Und zwar nicht nur, weil er dadurch seine Kunden gründlicher und planmässiger bearbeiten könnte, sondern weil ihm die so ersparte Zeit obendrein noch ermöglichen würde, seiner übrigen Kundschaft mehr Zeit zu widmen. Wie manche Automobilisten gibt es, die einen Kleinwagen besitzen Was Atlm citt&au von Wätrfaaeut zu Aeachten ist Seite 12 Tüintie IUH, die Wetkslatt Seite 13 sehr die darauf verwendete Mühe zu schätzen ist, so wenig glaube ich, dass dadurch Aussicht auf Erfolg besteht. Niemand trennt sich hemmungslos von den mehreren tausend Franken, die der Ankauf eines Wagens nun einmal erfordert und niemand lässt sich dabei mit Vorliebe durch jene beeinflussen, die eine ungewohnte Sprache sprechen. Meines Erachtens hat der Verkäufer der Dupont-Wagen mit seiner Propagandamethode einen viel besseren, wenn auch weniger" ausgefallenen Weg beschritten. Ueberzeugt, dass der Kunde durch die Zeitungsreklame bereits einigermassen mit seiner Marke vertraut wäre, sandte er Herrn Dr. A. den folgenden Brief: «Sehr geehrter Herr Doktor! Im Laufe der letzten Monate hatte ich das Vergnügen, eine ganze Anzahl Dupont-Wagen an Ihre Herren Kollegen zu liefern und konnte inzwischen vernehmen, dass sie ausnahmslos sehr befriedigt haben. Der viel beschäftigte Arzt, der eine