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E_1938_Zeitung_Nr.058

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 19. JULI 1938 — N° 58 Angebotene Fahrzeuge Voitures Offerte* N° | Marke — Marque. I CjL 22476 22477 2247S 22479 22480 22481 22482 22483 22484 22485 22486 22487 22488 22489 22490 22491 22492 22493 22494 22495 22496 22497 Mercedes-Benz Ford Ford Mercedes-Benz 2001g Ford Mercedes-Benz £00 Mercedes Mercedes Kompr. Wanderet B. M. W. Terraplane neu Bnick Mercedes-Benz S30 Dodge Alla Romeo Mercedes-Benz 290 Lincoln-Zephir Chevrolet Chevrolet Chrysler-Plymouth Studebaker Packtud 22498 Anhänger 22499 Fiat 22500 Oakland 22501 Chevrolet 22502 Delage !!• W Baujahr Annie eonstron. Plätze od.Tragkraft Flaces on etarne Stile Personenwagen Ober Fr. 5000.— Voitures de tourisme de plus de frs 5000.— 6 1« 1935 8 11 1937 8 12 1938 6 10 1936 8 11 1938 6 10 1935 6 15 1935 8 20 1934 6 11,49 1936 6 10 1937 14 1937 8 21 1937 6 12 1937 6 14 1937 8 13 1934 6 15 1936 12 21 1937 6 18 1938 6 18 1938 6 16,8 1937 8 21 1936 8 27 1937 4 6 1929 6 16 1930 4 14 1927 4 11 1927 Carroaeerie Cabriolet Umousine Cabriolet Limousine Limousine Cabriolet A Limousine Cabriolet Pullimousine Limousine Limousine Limousine Limousine Limousine Course Limousine Limousine Imperial Sedan Sedan Cabriolet Langenthai Cabriolet Coupe Lastwagen — Camions Brücke Kastenwagen Brückenwagen Brücke Camionette 4/5 P. 4/5 P. 2/4 P. 4/5 P. 4/5 P. 2/3 P. 6/7 P. 5 P. 6 P. 5 P. 5 P. 4/5 P. 5 P. 4/5 P. 2 P. 4/5 P. 4/5 P. 6/8 P. 6/8 P. 4/5 P. 5 P. 5 P, Basel Grenchen Fribourg Zürich Grenchen Zürich Solothurn Solothurn Zürich Zürich Seon Bern Zürich Bern Montreux Zürich Grenchen St. Margrethen St. Margrethen Bern Zürich Zürich I T Bern 500 kg. Basel 600 kg Bern 1,5 T. Biel 800 kg. Renens Standort Domicüe Preis Prix 5200 5500 5500 5500 5600 6000 6000 6200 6200 6400 6500 6800 6800 7200 8000 8000 8500 8600 8700 9000 9000 10 000 300 350 450 500 500 Angebotene Fahrzeuge No 22503 22504 22505 22506 22507 22508 22509 22510 22511 22512 22512 a 22513 22514 22515 22516 22517 22518 22519 22521 22522 22523 22524 22525 22526 22527 22529 22530 22531 22532 22533 22534 22535 Voitures offenes Marke — Marque I Cjl. Peugeot Peugeot Citroen De Soto Chevrolet Berllet Unlc Ford Chevrolet Renanlt Plymouth Ford Citroen Ford Graham Ford Ford Martin Ford Opel Chevrolet Chevrolet Studebaker Saurer Chevrolet Ford Saurer Ford Ford Saurer Berna Saurer HP Baujahr Annie de constract. 15,03 1924 5,7 1930 7,84 1928 14,6 1929 10 1930 28 1920 14 1927 6 1934 14,21 1928 16 1928 14,6 1934 11 1929 8 1933 17 1931 15,9 1930 17 1931 17 1931 22 1930 17 1930 7 1937 17 1933 14 1930 29,52 1929 27 1924 16 1931 17 1932 27 1928 18 1935 17 1932 36 1930 35 1929 35 1928 Carrossene Hotelomnibus Kastenwagen Ladebrücke Lastwagen mit Brücke Lastwagen Basculant Brücke Kastenwagen Olfene Brücke geschlossen Lieferwagen Camionette Camionette Lieferwagen Camionette Lieferwagen Ladebrücke offen Lastwagen Lieferwagen Schweizer vergrössert Lieferwagen Fourgonnette Car Alpin Saurer Kipper Lastwagen 3-Seiten-Kipper Lastwagen 3-Seiten-Kipper Kipper Wirz Kipper auswechselbar Saurer Kippwagen Plätze od.Tragkraft Flaces DD ebarge utils 12 Pl— 400 kg 800 kg 4/600 kg 2 T. 5-6 T. 2 T. IT. 1500 kg 14 Pl. 2/600 kg 800 kg 500 kg 600 kg 600 kg 800 kg 2% T. 2 T. 800 kg 400 kg 750 kg 1500 kg. 10 Pl. 3% T. 2'/ 2 T. 2500 kg 2 T. 2500 kg 2,5 T. 4-5 T. 5 T. 5-6 T. Standort Domicue Interlaken Menziken Madiswil St. Gallen Frauenfeld Rolle Bern Wilderswil Teufen/App. Bern St. Gallen Geneve Muri/Bern Zell-Luz. Kerzers Oberentfelden Unterseen Oberentfelden Gossau Zürich Aarau Bulle Basel Schönenberg/Zch. Zürich Murl Basel Bern Muri/Bern Fluelen Moutier Luzern Preis Prix 500 600 750 750 800 950 950 1000 1200 1200 1400 1500 1550 1600 1700 1800 1900 1900 2500 2500 2600 2700 2800 3000 3300 3800 4500 4500 4800 6000 7500 8000 Neu oder gebraucht? — das ist die Frage, die nicht selten ein zukünftiger Wagenbesitzer beantwortet haben möchte. Ihre Beantwortung fällt durchaus nicht leicht, hängt sie doch in jedem Einzelfalle ganz von den persönlichen Verhältnissen des Fragestellers, von seinen Wünschen, Bedürfnissen — und von seinen finanziellen Möglichkeiten ab. Da sind in erster Linie mal die voraussichtlichen festen Jahresausgaben auszurechnen, die Beträge für Steuern, Versicherung, Zins und Amortisation, die wir zu leisten hätten, ob nun viel oder wenig gefahren wird. Sie hätten vielleicht erwartet, dass der Anschaffungspreis das wichtigste Kriterium sei. Mit nichten ! Es gibt heute auf dem Markt grosse Luxuswagen, die geradezu um einen Pfifferling erhältlich sind, nur weil ihre Unterhaltskosten, trotz des fast vollständigen Wegfalls der Amortisation, so hoch ausfallen, dass solche Fahrzeuge schwer verkäuflich sind. Wir kennen Besitzer, die derartige « Kanonen » gut und gern zu einem Bruchteil der jährlichen Betriebskosten abgeben würden, wenn sie nur könnten. Es ist daher offenlichtlich diese Seite der finanziellen Angelegenheiten, die den Ausschlag gibt. Neben den erwähnten Kostenfaktonen ist weiter der Garagefrage einige Aufmerksamkeit zuzuwenden. Verfügen wir über eigene Unterstellräume, die uns nichts kosten, dann ä la bonheur. Andernfalls entstehen uns hier zusätzliche feste Kosten, die den Betrieb verteuern. Zeigt die eigene Garage bescheidene Dimensionen, müssen wir uns bei der Wahl des Wagens danach richten. Es empfiehlt sich daher, erst das Mass zu nehmen! Unter den laufenden Ausgaben, die von der zurückgelegten Strecke abhängen, fallen an erster Stelle die Kosten für Brennstoff» Oer und Reifen ins Gewicht. Eine rohe Schätzung des Brennstoffverbrauchs ergibt sich aus dem Wagengewicht Denn auf je 100 kg rechnet man im allgemeinen mit etwa einem Liter Benzin pro 100 km. Ein Wagen von 1000 kg müsste demnach etwa 10 1 pro 100 km verbrauchen. Die Kosten für das Schmieröl machen beim normalen Motorzustand höchstens 10 bis 15 % der Benzinkosten aus, und für den Reifenverbrauch ergeben sie sich aus der Annahme, dass eine Garnitur etwa 30000 km aushält. Lassen sich die obigen Ausgaben mit einiger Sicherheit vorausbestimmen, trifft dies für die Reparatur-, Revisions- und Ersatzteilkosten nicht zu. Dieser Posten wird in unserem Budget einen beträchtlichen Raum einnehmen (sie können beispielsweise gleich hoch ausfallen wie die Brennstoffkosten), sofern wir nicht einen ganz gut erhaltenen und vielleicht gar mit Garantie abgegebenen, durchrevidierten Wagen kaufen. Leider lässt sich nichts Genaues über ihre Höhe voraussagen, da sie von der bisherigen Behandlung des Fahrzeuges, seiner Fahrleistung und eventuell durchgemachten Unfällen stark abhängig sind. Für die Wagenpflege brauchen wir keinen hohen Betrag einzusetzen, wenn wir das Waschen und Schmieren selbst besorgen. Es bleiben uns dann einzig die Ausgaben für Polierund Chassis-Schmiermittel zu bestreiten. Immerhin wollen wir nicht vergessen, dass die guten Vorsätze manchmal in der Folge dahinschmelzen wie Butter an der Sonne. Schon mancher Wagenbesitzer hat sich fest vorgenommen, diese Arbeiten, komme was wolle, selbst zu erledigen und ist dann trotzdem nach den ersten zwei Monaten zum Waschen und Abschmieren in die Garage gefahren. Um Ihnen einen Anhaltspunkt über die Berechnung der voraussichtlichen jährlichen Mindestbetriebskosten zu geben, mögen nachstehende Berechnungsbeispiele dienen, die weder die Kosten für Abschreibung und Zinsverlust auf das investierte Kapital noch die Ausgaben für Garage, Waschen und Schmieren einschliessen. Erstere kommen in jedem Falle noch dazu. Ihre Höhe richtet sich nach dem Preis, den wir nach einem, zwei usw. Jahren beim Verkauf des Wagens noch, erzielen. 6 PS 10 PS 20 PS Steuer 170.—> 250.— 450.— Haftpflicht 200.— 225.— 265.— 800 1 Benzin ä* 45 Rp. (12001) (18001) für 10 000 km 360.—* 540.— 810.—, Oel 40.—i 60.—* 90.— Reifen 60.— 90.—< 120.— Rep. u. Anschaffungen 200.—' 300.— 300.— Totalkosten pro Jahr hei einer Fahrleist. von 10000 km (ohne Amortisation, Garage und Pflege) 1030.-^ 1465.— 2035.— Hiemit ist uns die erste Grenze nach oben hin gesteckt. Die zweite liegt im Preis, den wir für das Fahrzeug auszulegen gewillt sind. Verfügen wir zu diesem Zweck über 2500 Franken oder mehr, so steht uns der Ankauf eines neuen Fahrzeugs offen. Rechnen wir mit einem geringeren Preis, so kommt nur der Kauf eines gebrauchten Autos in Frage. Verfügen wir weder über grosse technische Kenntnisse noch über eine längere Erfahrung am Lenkrad, so wenden wir uns in diesem Falle am besten einer guterhaltenen Occasion zu, z. B. einer solchen mit durchrevidiertem Motor. Da der Wagen seinen grössten Wertverlust, der bekanntlich im ersten Betriebsjahr eintritt, bereits erlitten hat, brauchen wir uns über eine gelegentlich eingefangene Schramme oder einen Kratzer in der Lackierung keine grauen Haare wachsen zu lassen. Der Aerger ist jedenfalls kleiner als bei einem blitzneuen Wagen. Anderseits hat natürlich auch der neue Wagen als erstes Fahrzeug eine Reihe von Vorzügen. Vor allem können wir uns darauf verlassen, dass keinerlei grössere Reparaturarbeiten an ihm vorgenommen werden müssen, was uns für die höhere AmortisationsQuote des ersten Jahres einigermassen entschädigt Und dann ist es eben nicht jedermanns Sache, einen alten Wagen zu fahren. Für viele Leute ist dieser Gedanke genau so undenkbar wie der Ankauf eines getragenen Anzugs an Stelle eines neuen. Das hängt eben von der persönlichen Einstellung ab. Genau so gut gibt es auch wieder Fahrer, die ihren Wagen fast alljährlich zu wechseln wünschen und, um der ersten grossen, einmaligen Abschreibung zu entgehen, dauernd gebrauchte Fahrzeuge kaufen. Ihnen liegt der Wechsel, das Handeln und in gewissem Sinne auch das Riskieren im Blut. Nachdem wir uns über die grundsätzlichen Punkte, wie « neu oder gebraucht», Steuer- PS etc., entschieden haben, sind bei der engern Wahl noch einige weitere Einzelheiten zu berücksichtigen. Einmal werden wir uns am besten einer Marke zuwenden, die auch bei uns bekannt ist und über eine gute Verteilungsorganisation verfügt, so dass Ersatzteile auch älterer Typen leicht und rasch erhältlich sind. Die Geräumigkeit des Wageninnern und des Kofferraumes spielt weiter eine Rolle. Es gibt auch bei den Kleinautos von nur 6 PS solche, die im Innern erstaunlich viel Platz bieten. Und dann ist da das Dilemna « offen oder geschlossen » zu' lösen. Als Alljahrfahrzeuge bieten sowohl die Limousine als auch das Cabriolet ihre Vorteile. Wer dauernd sehr grosse Strecken fährt, fast die Hälfte seines Lebens im Wagen zubringt, wird meist eine Limousine vorziehen, vielleicht eine solche mit Sonnendach, das den Genuss von sommerlichen Fahrten noch erhöht. Innenlenker sind heute weitaus in der Mehrzahl und gewöhnlich später auch am leichtesten wieder verkäuflich. Dagegen ist der spätere Verkauf von Sportwagen und andern etwas aus der Reihe des Ueblichen fallenden Fahrzeugmodellen gelegentlich mit Schwierigkeiten verbunden, was allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt, sofern wir beabsichtigen, den Wagen längere Zeit zu behalten und « aufzubrauchen >, ; i -b- Wagen aus zweiter Hand für den Anfänger. Der technische Redaktor der englischen Zeitschrift «The Motor» befasst sich in einem kürzlich erschienenen Artikel mit dem Problem «Gebrauchter Wagen und Auto- Baby ». Er kommt darin zum Schluss, dass es für Anfänger empfehlenswert sei, die ersten Wochen vor Inbetriebnahme des neuen Wagens einen alten zu steuern, der dann nach Ablauf dieser Zeit wieder verkauft werden kann. Damit sol er richtig schalten, parkieren und manövrieren lernen. Passiert dann gelegentlich mal ein kleines Malheur, so ist das weiter nicht schlimm. Wie sehr würde sich dagegen der neue Wagenlbesitzer ärgern, wenn ihm ein Missgeschick mit seinem blitzblanken, eben im Einfahren begriffenen Fahrzeug zustossen würde. Pur den vorliegenden Zweck eignet sich am besten ein Wagen, der sich wenigstens mechanisch noch in einwandfreiem Zustand befindet Wenn da und dort der Lack schon Flecken zeigt und die Verchromung schon etwas matt geworden ist, so schadet dies weiter nichts, sofern es nicht als äusseres Zeichen einer Vernachlässigung werden muss. Dagegen ist gewertet wichtig, dass sich Lenkung und Bremsen in tadellosem Zustand befinden. Denn wenn die Gelenke des Lenkmechanismus zuviel Spiel besitzen, so hält es schwer, sich das richtige Gefühl für das Fahren anzueignen. Der LenkeinscMag muss allzu oft korrigiert werden und vielleicht tritt auch bei einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit das gefürchtete Flattern der Vorderräder ein, das einen Anfänger leicht in Verlegenheit bringen könnte. Ebenso uneriässlich ist es anderseits, dass die Bremsen gut und gleichmässig ziehen, da sonst durch das Zusammenwirken von nassen Strassen, schiefziehenden Bremsen und Unerfahrenheit am Steuer leicht Unheil entstehen kann. Weiter sollte darauf geachtet werden, dass die Kupplung leicht und weich einrückt und sich alle Gänge normal schalten lassen. Darüber jedoch, ob es von Vorteil sei, wenn das zu kaufende, gebrauchte Fahrzeug über ein synchronisiertes Getriebe verfügt, gehen die Meinungen stark auseinander. Zugegeben, dass das Auto-Baby sich im Schalten eines synchronisierten Getriebes, wenigstens bezüglich der beiden obera Gänge rascher Oecasions Allgemeine Mitteilungen. Die gelbe Liste erscheint in der Regel alle Monate einmal. Aufnahmen von Occasionsfahrzeugen erfolgen kostenfrei auf Grund des von der Administration gratis erhältlichen Anmelde-Formulares. Eine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben wird nicht übernommen, auch werden Auskünfte über ausgeschriebene Fahrzeuge von der Administration nicht erteilt, dagegen werden sämtliche Anfragen an die Fahrzeugverkäufer kostenlos weitergeleitet. Die Kontroll-Nummer ist bei jeder Anfrage deutlich anzugeben und für jedes Fahrzeug eine besondere Eingabe zu machen. Die Besitzer der Fahrzeuge sind gebeten, die auf Grund dieser Veröffentlichung verkauften Fahrzeuge zwecks Streichung in der gelben Liste sofort abzumelden. auskennt Aber — liegt darin überhaupt ein Vorteil ? Wäre es nicht besser, man würde auf einem Wagen mit nicht synchronisiertem Getriebe erst mal das Schalten aus dem ff lernen, um dann beim neuen Fahrzeug als freudige Ueberraschung zu erleben, dass es mit dieser Manipulation viel, viel leichter geht ? Wie gesagt — die Meinungen über diesen Punkt sind stark geteilt. Das Beleuchtungssystem, dfe Winker und der Scheibenwischer sind vor dem Kauf des Wagens zu kontrollieren. Zeigt es sich, dass beispielsweise die Scheinwerfer nicht richtig eingestellt sind und daher andere Fahrer geblendet werden, so sollte unbedingt sofort nach dem Kauf und vor der ersten nächtlichen Fahrt durch einen Fachmann Abhilfe geschaffen werden. Weiter empfehlen wir, sich vor dem Kauf zu vergewissern, ob der Motor auch kalt (vor dem Anlassen abfühlen) leicht anspringt. Denn ein Anfänger ist noch nicht in all den Künsten erfahren, die normalerweise einen « widerspenstigen » Motor zum Leben erwecken. Nach dem Kauf des Wagens sollte sorgfältig darauf geachtet werden. ob Abgase in den Wagen dringen. Man merkt dies am ehesten an Kopfweh oder Ermattung bereits nach kürzerer Fahrt. Im allgemeinen wird der Anfänger eher geneigt sein, dies auf die seelische Anspannung während der Fahrt zurückzuführen, obwohl es sich in Wirklichkeit um eine leichte, durch Abgase hervorgerufene Kohlenmonoxydvergiftung handelt. Abhilfe wird durch Anziehen der Schrauben von Auspuffstutzen und Rohr, durch Einbau neuer Dichtungen, durch Abdichtung des Innenraums vom Motorraum und ähnliche Massnahmen geschaffen. Auch empfiehlt es sich, den Wagen auf einem Hochheber mal darauf zu inspizieren, ob am Aufpuffsystem irgendwo Abgas austritt. Sofern die Reifenprofile ganz abgefahren sind, bleibt nur der Ersatz als einzige Möglichkeit offen. Dies ist mit einer Ausgabe von 200—300 Fr. verknüpft und sollte beim Kauf des Wagens schon in Betracht gezogen werden. Denn bei schlechten Reifen nützen die besten Bremsen nichts. Sind anderseits die Laufdecken noch nicht ganz abgefahren, so sei dringend geraten, sie zu sommern, d. h. feine Rillen in Längs- oder Querrichtung einschneiden zu lassen, wodurch sich wieder ein guter Gleitschutz ergibt. Erfüllt der Wagen die obgenannten Bedingungen, so eignet er sich als Lernfahrzeug. Um bei der Wahl keinen Fehler zu machen, ersuchen wir einen zuverlässigen und in derartigen Dingen erfahrenen Freund um Beratung beim Kauf oder wir erstehen uns gerade einen überholten und mit Garantie abgegebenen Wagen. -fw-

N° 58 --> DIENSTAG 1 , W. '.TTTLT 1988 Tourismus 161,013 fremde Motorfahrzeuge bis Ende Juni in die Schweiz eingereist. Nach den Erhebungen der eidg. Oberzolldirektion haben im ersten Halbjahr 1938 insgesamt 161.013 ausländische Motorfahrzeuge unsere Grenzen passiert. Zerlegt man diesen Strom in seine Komponenten, so ergibt sich dabei folgendes Bild: SSs i; Prov. Eintrittskarte — 1.033 — 16.778 — 17.811 Freipass 899 105 449 6.490 264 8.207 Triptyk 211 313 681 3.768 304 5.277 Grenzpassierschein — 226 337 8.872 9 9.444 Kontronschein ' 22 83 •— — — 105 Juni 1.132 1.760 1.467 35.903 577 40.844 Januar 472 539 207 14.588 881 16.687 Februar 485 575 198 15.912 791 17.961 März 755 926 256 21.714 695 24.346 Awil 1.009 1.047 378 29.556 4SI 32.441 Mai 1080 850 553 25.671 580 28.734 Total 4.933 5.697 3.059 143.349 3.975 161.013 Unter den einzelnen Monaten entfällt bisher das stärkste Kontingent auf den Juni, der, mit Ausnahme der Lastwagen, in sämtlichen Kategorien mit neuen Höchstziffern aufwartet. Besondere Beachtung verdient übrigens der Umstand, dass die Zahl der [Einreisen von Monat zu Monat angewachsen ist, sowohl was,den Grenzverkehr als auch was den eigentlichen Tourismus anbelangt (abgesehen allerdings von den Motorrädern und den Personenwagen, die im Mai einen erheblichen Rückgane zu verzeichnen hatten). Wenn wir von einem Vergleich der 1983er Zahlen mit jenen des Vorjahres Abstand nehmen, so deshalb, weil ein solcher angesichts der auf Anfang 1938 eingetretenen Aenderung des Zählmodus nicht mehr angängig ist. AKTUELLES Italienischer AutomobiHstenbesuch. Am 13. Juli Jraf eine rund 60 Personen zählende Reisegesellschaft des Beale Automobile-Club d'Italia, Sektion Reggio Emilia, in Zürich zur Stadtbesichtigung und Mittagsrast ein. Leider musste die Hinfahrt von Andermatt, wo am Vortage genächtigt •wurde, des schlechten "Wetters -wegen in der Waise geändert werden, dass an Stelle der Fahrt über Furka und Grimsel der direkte Weg via Göschenen- Altdorf trat. Die Sektion Zürich des A.C.S. offerierte den italienischen Clubkollegen im « Zunfthaus Ziminerleuten > einen Aperitif sowie Geschenke in Form von Schokolade und Zigaretten. Dea Willkomm des A. C. S. entbot Herr Präsident M. Gassmann, den Graf Vittorio Palazzi, Präsident des R.A.C.I., Reggio Emilio, erwiderte. Der italienische Generalkonsul Gemelli redete der Vertiefung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern das Wort und hob die landschaftlichen Schönheiten der Schweiz und deren vorzügliche touristische Organisationen hervor. Die Weiterfahrt führte die italienischen Gäste am Nachmittag nach Bregens. Der Zusammenkunft in Zürich wohnte auch Herr Stadtrat Hefti bei. V Einen begrüssenswerten Schritt zur Verminderung der Verkehrsunfälle hat kürzlich das st. gallische Polizeidepartement unternommen. Es richtete nämlich an die Gemeinderäte, Sohulbehörden, Zivilstandsämter und Polizeiorgane ein Kreisschreiben, -worin es die Sitte verurteilt, den Kindern bei Hochzeiten und andern Vergnügungen aus den Fahrzeugen heraus Esswaren und Geld zuzuwerfen. Die Mahnung verdient auch andernorts umso eher Beachtung und Nachachtung, als die Jugend bei ihrer Unachtsamkeit und Sorglosigkeit im Strassenverkehr, die fast wöchentlich ihre Opfer fordert, durch das Werfen von «Feuersteinen» und kleinen Münzen von Hochzeitsgefährten aus einer Gefahr ausf esetzt wird, die sich ohne weiteres beseitigen Hesse, wenn es gelänge, mit dieser unzeitgemäss gewordenen Sitte aufzuräumen. Wogegen auch jene, die es angeht, vernünftigerweise nichts einzuwenden haben sollten, denn selbst ein glimpflich abgelaufener Verkehrsunfall wirft immer einen Schatten auf eine Hochzeit oder andere Festlichkeiten. Im nämlichen Kreis schreiben werden die Ortspolizeibehörden ermächtigt, einem anderen gefährlichen «Sport», dem Trottinetfahren auf öffentlichen Strassen und Plätzen durch Erlass von Verboten zu Leibe zu rücken. LASTWAGEN FORD, VA—3 T„ Mod. 1931, 4 Zyl., 17 PS, mit 4,50 m langer Brücke, geschlossener Führerkabine. OHEVROLET, Itf T, 6 Zyl, 16 PS, fMchl Führerkabine. INTERNATIONAL, TJ4 1 T, 4 ZYL, 14 PS, geschl. Führerkabine. FORD- und CHEVROLET-UefertiTitKwagan, 10—17 PS, ca. 600 kg Tragkraft Brükkenlänge 2.20—2.40 m, geschl. Führerkabinen, in neuwertigem Zustand. Vorteilhafte Preise und Konditionen. JEAN NAEF, Auto-Service, LANGENTHAL. s«# Endgültige Eröffnung einer Fremdenverkehrsstrasse im savoyischen Nachbargebiet der Schweiz. Vor ungefähr Jahresfrist wurde hier die Einweihung der neuen Bergstrasse gemeldet, die den berühmten savoyischen Badeort Aix-les-Bains auf direktem Wege mit dem Hochplateau des Monl Revard verbindet. Es hat sich in der Folge gezeigt, dass der Jubel über diese wichtige Fremdenverkehrsroute, die später noch bedeutende weitere Anschlüsse erhalten soll, etwas verfrüht war; denn der vergangene Winter mit seinen Frösten und der raschen Schneeschmelze hat das geschaffene Werk nicht nur durch Geländerutsche teilweise zerstört sondern auch die Gefahr von Steinstürzen aus dem vielfach sehr verwitterten Gestein wesentlich erhöht. Neue bedeutende Arbeiten waren dadurch nötig geworden, für die erst die erforderlichen Kredite abgewartet werden mussten. Nun sind diese in letzter Zeit derart gefördert worden, dass die Strasse jetzt endgültig dem Verkehr übergeben werden konnte. Sie überwindet, bei einer mittleren Steigung von etwa 8 Prozent, auf einer Strecke von weniger als 20 Kilometer einen Höhenunterschied von 1300 Meter und gestattet heute schon, sei es von Aix-les- Bains, sei es von Chambe'ry aus, eine reizvolle Rundfahrt über den Mont Revard. Gleichzeitig aber bildet sie auch das wesentlichste Teilstück der «Route des Cimes et des Laos », zu der, nach der Fertigstellung der den Saleve auf seiner ganzen Länge überquerenden Strasse, nur noch die Verbindungsstrecke vom Gipfel des heute schon von Annecy aus mit dem Automobil zu erreichenden Semnoz (1700 Meter) zu der neuen Revardstrasse fehlt, über dessen Traversierung man sich, wie es heisst, bisher noch nicht einigen konnte. Es geht offenbar in Frankreich wie anderswo: dass der Widerstrelt lokaler Inifressen die Verwirklichung von Projekten hindert odep verzögert, die dem Fremdenverkehr der ganzen Gegend zugute käme. b. Landwirtschaftsprotektion and Treftstoflverteuerung In Frankreich. Wie vorauszusehen war, sind den zugunsten 8er neuen Kraftspritprojekte der französischen Regierung eingeführten Zollerhöhungen weitere Preissteigerungen auf dem Fusse gefolgt Mit Wirkung vom 2. Juli ist der Preis für Leichtbenzin um 20 FT. je hl, für Schwerbenzin um 23 Fr. und für Gaeöl um 2.51 Fr. je hl erhöht worden, während Autoöle um 12 Fr. versteuert wurden. Das spontane Echo, das dieser neuen Belastung 3er Treibstoffverbraucher zugunsten der Landwirtschaftssubventionierung in der französischen Oeffentlichkeit folgte, lässt keinen Zweifel darüber, auf welchen gefährlichen Abweg sich die Regierung mit ihren neuen Plänen begeben hat. TJ. a. wird die Bildung einer «Grossorganisation der Strassenbenützer» gefordert, die sich gegen alle weiteren Versuche der Regierung wenden soll, den Autoverkehr noch länger für die Zwecke der Landwirtschaft zu missbrauchen und (Methoden fortzuführen, die bereits «den Charakter von Dauermasenahmen angenommen haben und nur einen Anreiz wir Ueberproduktion bieten können, weil sie Ausnahmebehelfe zur Regel machen». Nicht nur der Automobilismus, sondern auch alle mit ihm verknüpften Industrien und Gewerbezweige, nicht zuletxt aber der Staat selbst eeien das Opfer dieser «Politik der Lahmleguno und Erstickung». Es entbehrt nicht des Grotesken, dasa sich in diesen Tagen die französische Alkohol-Monopolverwaltung selbst durch den Präsidenten ihres Direktionskomitees, Edouard Barthe, im Journal du Commerce zum Wort meldete, um «ich gegen den Vorwurf zu verwahren, dass die Monapolverwaltung von sich aus an der Durchführunr der Massnahmen zur Hebung der Treibspritzerzeugung irgend ein finanzielles Interesse haben könnte. Das Gegenteil sei der Fall, denn die geplante Erweiterung der französischen Alkoholgewinnung bringe dem Monopol nicht den mindesten Nutzen, sondern erfordere vielmehr einen Gesamtaufwand, der weit über die zu erwartenden Einnahmen aus dem Alkoholabsatz hinausginge. Zahlen beweisen, und die Zahlen von Barthe sin'd in der Tat recht illustrativ. Da zur Produktion von 1 hl Alkohol 3 dz Weizen erforderlich seien, würden zur Gewinnung von 700000 hl rund 2,1 iMill. dz benötigt, die eine Ausgabe von 210 Mill. Fr. bedingen. Die Fabrikationskosten würden sich auf insgesamt 84 Mill. Fr. stellen, während der zusätzliche Aufwand für Dehydrierung und die sonstigen noch nötigen Manipulationen sich auf 31 Mill. Fr. beläuft. Dieser Gesamtausgabe von 325 Mill. Fr. würde bei dem heutigen Alkohol-Abgabepreis von 186 Fr, per hl nur eine Gesamteinnahme von 130 Mill. Fr. gegenüberstehen, somit ein Defizit von 195 Mill. Fr. verbleiben, das durch den Zuschusa des Weizenamte von 70 Mill. nur zum kleinste Teil tedeckt werden könnte. Mindestens 125 Mill. Fr. müssten also vom Autoverkehr auf dem Wege über die Benzinstenern beigetragen werden, um wenigstens den Fehlbetrag aus der Weizenbrennerei zu decken. Allerdings sei dieser keineswegs der einzige Minusposten des Alkoholregimes, Praga- Limousine 8 PS, Modell 1936/37, tadelloser Zust, nur 28 000 km gefahren, Fr. 2700.—. A. Merotto, Höfliweg 22, Zörlch 3. (58)6697 Zu verkauftn LASTWAGEN 2ku»laindl SAURER 5—9 J n event mit neuem Dieselmotor. Auskünfte unter Chiffre Z82O3 durch die Automobll-ReviM, Bur. Zürich. tiba AUTOMnt*rr_l?PVUP Präsident Barthe lehnt denn auch jede Verantwortung für die neuen Massnahmen ab, die «nichts, absolut nichts für das Monopol» an Nutzen übrig liessen. Macht man sich noch klar, welche neuen Opfer sie darüber hinaus vom Benzinhandel dem Automobil-verkehr und den Staatskassen fordern und wie problematisch noch obendrein die Hilfe ist, die der Landwirtschaft bei den niedrigen Erlösen aus den für die Spirituserzeugung abzuliefernden Mengen zuteil wird, so wird man vergeblich nach irgend einer Rechtfertigung für die jüngsten Pläne der französischen Regierung suchen. Aus dem Lese kte Ohn« Verantwortlichkeit der Redaktion. Brauchen wir Autostrassen In der Schweiz? Zu dieser Frage, die namentlich angesichts der grosszügigen Autobahnprojekte und mit der sofortigen Inangriffnahme anderer strassenbaulicher Arbeit im ehemaligen Oesterreich erhöhtes Interesse erheischt, erhalten wir folgende Zuschrift: Das Wort von der Schweiz als der (Hüterin der Pässe hat Echo und Zustimmung im In- und Ausland gefunden. Das andere von der Schweiz als der Drehscheibe Europas steht ihm gegenüber. Beide enthalten Tatsachen und werden anerkannt. Beide sind aber auch Verpflichtung. Wir wollen unsere Pässe hüten und verteidigen bis aufs letzte. Das allein genügt indessen nicht; sie müssen auch befahren werden können, und zwar sicher und bequem. Zunächst aber haben wir zu untersuchen, ob die Schweiz heute überhaupt noch die Drehscheibe ist, die wir meinen. Aus den vier grossen Nachbarn sind drei geworden und während Bich die Verbindungen der vier Staaten vorher in der Schweiz kreuzten, liegt sie heute in einem Dreieck, dessen Ecken die drei umliegenden Hauptstädte bilden Eine Beurteilung der dadurch geschaffenen Lage gelangt zum Schluss, dass die Schweiz zwar von ihrer Bedeutung als Verkehrsland etwas eingebüsst hat, dass ihr aber noch genügend geblieben ist, wenn sie diesen Besitzstand richtig pflegt und verwaltet Was ergibt sich aus dieser Feststellung, wenn man sie auf den modernen Strassenbau anwendet? Die Frage, ob Bahn oder Strasse, scheint mir überholt Es wird eben in Zukunft immer mehr beissen: Bahn und Strasse. Dabei mag es ebenfalls müsaig sein, zu untersuchen, ob eine solche Steigerung des Verkehrs überhaupt zweekmässig und vernünftj» sei, handelt es sich doch um Entwicklungen, die sich höchstens in zweckmäseige und vernünftige Bahnen leiten, aber niemals unterdrücken oder gar aufheben lassen. Niemand wird bei einem Rückblick die gewaltigen Impulse leugnen können, die unser Land von den grossen internationalen Eisenbahnlinien empfing. Aehnliche Wirkungen werden in Zukunft von den Strassen ausgehen. Und hier gilt es für unser Land, ein Werk auf dem Gebiet des Strassenbaus zu schaffen, wie es seinerzeit mit der Anlage der grossen Bahnen vollbracht wurde. Die Botschaft des Bundesrates über die Arbeitsbeschaffung echliesst n. &. auch gewisse Projekte für" Strassenneubauten in sich. Und eine ganze Reihe von Strassenbauten befinden sich zur Zeit im Gange. Kein Wort weiter darüber, dass die Kantone im letzten Dezennium eine Arbeit geleistet haben, die Anerkennung verdient Wenn man aber aus dem Auslande in die Schweiz zurückkehrt, eo stellt sich trotz alledem immer wieder eine gewisse Enttäuschung über die schweizerischen Strassen ein. Woher kann sie rühren? Es sind einige Punkte, die hier den wesentlichen Unterschied bestimmen. Ihre stärkere Einheitlichkeit und die Grosszügigkeit, die sie kennzeichnet, stehen hier obenan. Ueber Deutschlands Autobahnen ist schon viel geschrieben und berichtet worden. Im Charakteristikum liegt in der getrennten Fahrbahn und in der Art der ganzen Anlage. Frankreich besitzt in seinen grandes routes Nationales ebenfalls zeitgemässe Autostrassen, die radial von Paris aus das ganze Land durchziehen, die Ortschaften meiden und deren einheitlicher und grosszügiger Ausbau in der Hand einer Stelle zentralisiert ist Italien verfügt zwar über spezielle Autostrassen in der Pooebene. seine grossen Staatsstrassen sind jedoch als Autodurohgangsrouten grossen Stiles angelegt die überall ähnliche Beschaffenheit aufweisen. Ganz im Gegensatz hiezu steht die schweizerische Strasse, die von 22 Kantonen und oft noch von soundsovielen Gemeinden erstellt worden ist. Ständig wechselt sie auf kurae Distanz Aussehen, Konstruktion, Breite und Beschaffenheit, ganz abgesehen davon, dass einzelne Abschnitte von grösster Bedeutung, wie a. B. die Strecke Zürich-Bern noch heute in gewissen Partien als schlecht angesprochen werden müssen. Wie kann da Abhilfe geschaffen werden? Zweierlei tut not: die Bundesstrasse zum einen und das eidgenössische Amt für Strassenbau zum andern. Mit Zentralismus hat das rein nichts ru tun. Vielmehr scheint es mir in der Natur der Sache zu Hegen, dass technische Aufgaben um so einwandfreier gelöst werden können, je grosszügiger man sie anpackt, wenn einmal das Beste herausgearbeitet ist Jedes grosso Werk erfordert einheitliche Leitung. Und die Verwirklichung dieser Idee bedeutete auch keinen Eingriff in der Souveränität der kantonalen Baudirektionen, deren Leistungen niemand die Anerkennung versagen wird. Wie ich Im Sommer für amerfk. Wagen Höchste Schmierkroft .Olir mjtr*/*m im ficbraucfl Verfangen Sie es In Originalkannen 4 / Liter Touristik-Bulletin des A.C.S. Alpenstrassen. Samtliche Alpenpässe der Schweiz und der angrenzenden Länder sind dem Fahrvorkehr ohne Ketten geöffnet. Strassensperren. Gotthardstrasse beim Umerloch in Andermatt täglich von 22.00—24.00 Uhr und •von 2—t Uhr morgens infolge Sprengarbeiten bis auf weiteres gesperrt. Kantonsstrasse Solothurn-Selzach wegen Bauarbeiten für ca. 3 Monate gesperrt. Umleitung über LeuzigeniArch-Grenchen. Hauptverkehrsstrasse Zürich - Uster «wischen Hegnau und Uster ab 13. Juli für ca. 3 Monate für den Durchgangsverkehr gesperrt. Verkehrsumleitung erfolgt von Hegnau über Volketswil - Gutenswil - Gschwader - Uster und umgekehrt. Zubringerdienst nach Nänikon von Uster her über Werrikon und von Hegnau her über Winikon gestattet. Strasse Neftenbach-Henggart wegen Bauarbeiten vom Dorfausgang Aesch bis Henggart noch bis ca. Ende August 1638 gesperrt Umleitung über Riedhof-Wiesenthal-Hettlingen. Seestrasse In Meilen zwischen Beugen nnd Bahnhofstrasse bis ca. September 1938 wegen Korrektionsarbeiten in Richtung Rapperswil-Zürich ge» sperrt. Oertliche Umleitung. mir die Bundess'trasse vorstelle? Als eine Verkehrsader, die unberührt von regionalpolitjychen Erwägungen, nur nach wenigen grossen Gesichtspunkten und nach reinen Zweckmässigkeitsgründen angelegt würde, den Ansohluse an die grossen Strassenzüge der umgebenden Länder herstellen und das Fahren auch in unserem Lande erleichtert Strassen also, die sich an die Autobahnen anlehnen, ohne sie zu kopieren, wobei aber Kreuzungen und Niveauübergänge vermieden und die Ortschaften nmfahren würden, Strassen erbaut nach dea Prinzipien schweizerischer Solidität und Qualität Und wozu ein eidgenössisches Strassenbauamt? Erstens zur Anlage dieser Strassen nnd zweitens zur Begutachtung der kantonalen Projekte, welch» der Bund subventioniert Und nun: welche Linien eignen sich etwa als «Bundesstrassen» im oben skizzierten Sinn? Vorweg käme hier wohl eine Route Basel—Chiasso in Betracht, sodann die West-Ost-Linie Genf— Bodensee, mit einer Abzweigung von Zürich nach dem Engadin, eventuell Sargans—Arlberg. Und schliesslich für die Westschweiz die Verbindunc Genf—Simplon—Italien oder Montblanc—Italien. Diese paar wenigen Linien genügen vollständig. Die Anschlußstrecken herzustellen, würde weiter« hin Sache der Kantone bleiben. Natürlich hätt« die Strasse, da wo gute, zweckmassig ausgebaut« TeiLstücke bereits vorhanden sind, diese zu übernehmen und nur fflr die durchgehende, einheitlich» Verbindung zu sorgen. Aber grosszügig müsste das Projekt von vornherein angepackt werden. Der Einwand, dass eine solche Strasse Ja WT dazu führen würde, dass die Automobilisten unseF Land durchrasen, ist eo wenig stiohhaltit, wi« etwa die Behauptung, es falle von den nationalen Schnellzugslinien für die Schweiz nichts ab. Nicht vergessen darf man dabei auch, dass die skizzierte Linienführung ja innerschweizerisch von grösster Bedeutung würde. W. G. Aus «lc»n Vetbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Versammlung vom 7. Juli 1938. Eine stattliche Anzahl cruAFHJAii