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E_1938_Zeitung_Nr.055

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Automobil-Revue — 55

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Eine bekannte amerikanische Modekünstlerin, •Dolly Tree, deren ungewöhnlich geschmackvollen Entwürfe ausschliesslich den Stars der Metro-Goldwyn-Mayer gewidmet sind, hat kürzlich in einem Interview mit einem führenden Modeblatt als die elegantesten Frauen Hollywoods folgende Künstlerinnen genannt: Norma Shearer, die es versteht, jedes Kleid, jedes Kostüm in unnachahmlicher Art zu tragen,- Joan Crawford, deren vollkommene Gestalt die künhnsten und bizarrsten Entwürfe selbstverständlich erscheinen lässt; Myrna Lay, die vollendete Dame, die eine gewählte Einfachheit bevorzugt; Rosalind Rüssel, der ideale Sporttyp, und schliesslich Maureen O'Sullivan, deren pikanter Reiz jede Frau wünschen lässt, ihre Kleidung ebenso graziös tragen zu können. Hören wir nun, was eine dieser vielbeneideten Schönen über die Mode des kommenden Sommers sagt. Rosalind Rüssel, der Star des neuen Metro- Gpldwyn-Mayer-Films «Eine tolle Geschichte», gibt mit sicherem Instinkt einige Tips, die für jede Dame von Interesse sind. «Die Hauptsache ist es, freundliche und weibliche Motive zu wählen. Leuchtende Farben, bunte, an Dirndlmuster erinnernde Kombinationen, Rüschen und Falten I Die Rücke werden etwas weiter, aber die Hauptsache bleibt die Bluse! Die Zusammenstellung von Rock und Bluse wird den Gipfel der heurigen Mode bilden, nicht nur für vormittags und nachmittags, sondern auch für den Abend, ohne Jäckchen, ganz unverhüllte und aufrichtige Blusen. Die Taille wird enger und rückt etwas über Gürtelhöhe — nur für ganz Schlanke natürlich — darüber fällt die Bluse weit und duftig, mit reichen verzierten Aermeln. Die Schultern werden immer noch ein wenig betont, um Taille und Hüfte schmaler erscheinen zu lassen. An manchen Blusen wird man Täschchen mit zierlichen Monogrammen im Bauernstil sehen. Kleine, flache Hütchen mit flatternden Schleierenden werden diesen Anzug vervollständigen, ähnlich wie ihn unsere Grossmütter in den neunziger Jahren trugen. Marineblau und Weiss wird die beliebteste Farbenzusammenstellung sein, mit kleinen abstechenden Farbeffekten, sei es nun ein Tüchlein, ein paar Knöpfe, Tressen oder Borten. Und dann die Gürtel — nicht zu sagen, was alles zu ihrer Ausschmückung verwendet wird. Abstechende Farbeffekte sind das mindeste, aber man sieht auch kleine Glöckchen, bizarr geformte Knöpfe, sogar Blumen. Sehr viel Aufmerksamkeit wird man dem bequemen Laufschuh und dem Sportschuh widmen. Nicht nur leichte Sandaletten, sondern sogar geflochtene Schuhe in bunter Zusammenstellung in der Art der Mokassins werden bevorzugt sein. Die Abendschuhe hingegen rücken enger an den Knöchel, sehr knapp über dem Spann gearbeitet, und erzeugen dadurch eine elegante Beinlinie. Wenig Blumen an den Abendkleidern, dafür grosser auffallender Schmuck. Weisse Abendmäntel sind der neueste Schrei — aus Wolle nämlich. Sie brauchen sich neben ihren gleichfarbigen Hermelinvorgängen nicht zu schämen. Strümpfe werden genau in der Hautfarbe gewählt, wenn Sie also leicht abbrennen, nehmen Sie vorsichtshalber gleich dunklere Töne. Und vor allem lassen Sie Ihre Haut nicht zu sehr von der Sonne gerben, nicht wegen der Strumpffarbe, sondern weil der Teint dadurch leicht etwas Lederartiges bekommt, was nicht gerade vorteilhaft ist.» «Ich glaube», fügt Rosalind Rüssel noch hinzu, «eine grössere Anzahl von Kleidern werden sich die meisten Frauen nicht kaufen können.» Sie scheint doch eine Hellseherin zu sein. Schönheit luiecwiwsdti Ein interessanter Versuch eines Warenhauses in New-York. In Amerika besteht der Brauch, der sich späterhin in der ganzen Welt verbreitete, dass man, wenn nur irgendwie möglich, hübsche Frauen als Verkäuferinnen engagiert. Eines der kolossalen Warenhäuser New-Yorks hat mit dieser Sitte gebrochen und gibt seit kurzem nur Arbeit Verkäuferinnen, die sich durchaus nicht durch Schönheit auszeichnen. Das ist — die Hauptbedingung, die den Kandidatinnen gestellt wird bei der Bewerbung einer Stelle... Je weniger hübsch eine Frau ist, desto mehr «Chancen» hat sie, eine Stelle in diesem «Universal-Magazin» zu bekommen. Den hässlichen, missgestalteten Frauen wird sogar eine Prämie ausgezahlt!... — Die Kaufläden mit hübschen Verkäuferinnen sind hauptsächlich auf männliche Kundschaft berechnet ... erklärte der Direktor des Warenhauses. In meiner Abteilung für Herrenwäsche und Krawatten sind die Verkäuferinnen eine hübscher als die andere. Aber der grösste Teil unserer Kundschaft besteht doch aus Damen. Die langjährige Erfahrung hat uns gelehrt, dass unschöne Frauen nicht gern Warenhäuser besuchen, wo ihre äusserlichen Schönheitsfehler besonders bemerkbar sind im Vergleich und in Gegenwart von hübschen Verkäuferinnen. Solche Frauen hüten sich, auf alle Fälle, in Gesellschaft ihrer Männer im Warenhaus zu erscheinen. — Unsere Firma hat eine ganz neue und umfangreiche Art von Käuferinnen entdeckt, welche jetzt, buchstäblich, zu uns hereinströmte. Die Gegenwart einer Verkäuferin, wo die Kundin sich im Vergleich mit ihr fast als Schönheit befrachten könnte, hat auch noch eine andere wichtige Bedeutung. Unsere Kundinnen werden froher und besserer Stimmung beim Eintritt ins Warenhaus und, wie allbekannt — trägt die gute Stimmung viel zum Einkauf bei... Unser Versuch hat sich glänzend bewährt! R.B. * * Sich selber schmerzlos machen. Auf einer Ausstellung modemer Zahnarztgeräte in New York wurde ein neuer Apparat vorgeführt, der es dem Patienten ermöglichen soll, selber für die Schmerzlosigkeit der Behandlung zu sorgen. In die Nasenlöcher werden zwei Röhrchen eingeführt, die mit einem Zylinder in Verbindung stehen, der ein harmloses schmerzstillendes Gas enthält. Mit Hilfe eines Gummiballes, den er in der Hand hält, kann der Patient sich selbst soviel Gas zuführen, bis er keinen Schmerz mehr verspürt. cpr.

N" 55 — Automobil-Revu& 15 LENZERHEIDE „Schweizerhof" T.C.S. Ä.C.S. Feinbürgerliches Familien- und Passantenhotel. Ganz» jährig offen. Direkt an der Autostrasse Chur-Engadin. Neue Bündnerstube. Restauration. Sommersaison Juni— September. Garagen. Telephon 72.81. F. Brenn, Propr. Mein Pickel rastet. — Blick vom Mittaghorn auf Surettagruppe. (Photo Wetfler, Thal) Das Rätoromanische Ä Unsere vierte Landessprache. — Als Schriftsprache älter als Schriftdeutsch.— Eine alte Kultur stellt ihre Lebensfähigkeit unter Beweis. — Wir entdecken das romanische Rätien. Unter Rätoromanisch versteht man die im Fnaul (500 000 Seelen), Südtirol (25000) und Graubünden (40000) gesprochene Sprache, eine direkte Weiterbildung des in diese Gebiete durch die Römer eingeführten Lateins. Diese Schwestersprache des Französischen, Italienischen, Spanischen, Portugiesischen, Katalanischen und Rumänischen gelangt infolge der geographischen und staatlichen Zersplitterung nicht , zu einer schriftsprachlichen Einheit. Vielmehr entwickelten sich, wie in den ersten Jahrhunderten fast jedes europäischen Schrifttums, verschiedene rätoromanische Schriftsprachen, die aber ihr Eigenleben zäh, zum Teil bis auf den heutigen Tag, bewahrten. Von den drei obgenannten Gruppen weist das Friaul schon im 14. Jahrhundert eine vom nahen Venezianischen scharf unterschiedene Schriftsprache auf, die fast zwei Jahrhunderte lang im Geschäftsleben ausgiebigen Gebrauch fand und seit dem 16. Jahrhundert auch einer ganz ansehnlichen Literatur zum Ausdruck verhalf. Seit dem 18. Jahrhundert treten auch in der südtirolischen oder zentralladinischen Gruppe Versuche schriftlicher Festlegung poetischer Erzeugnisse der einzelnen Talmundarten auf, ohne dass man von einer eigentlichen Schriftsprache reden könnte. Graubünden kennt eine rätoromanische Schriftsprache seit dem 16. Jahrhundert in der zur Schriftsprache erhobenen Mundart des Engadins, in seiner ober- und einer unterengadinischen Variante. Ihr schliesst sich seit dem 17. Jahrhundert eine selbständige Schriftsprache des rätoromanischen Rheingebietes an, das Surselvische, mit einer oberhalbsteinischen Variante. Die Rätoromanen Graubündens nennen ihre Sprache «Romanisch» (rumantsch, romonsch) und bezeichnen mit «Ladinisch» die Schriftsprache und die Mundarten des Engadins, während man in Italien darunter Rätoromanisch im allgemeinen versteht. Während in Italien das Rätoromanische dazu verurteilt scheint, allmählich im Italienischen aufzugehen, ist es in Graubünden amtlich anerkannte Staatssprache neben dem Deutschen und Italienischen. Neuerdings haben die Rätoromanen Graubündens das Begehren gestellt, dass ihre Sprache als vierte Landessprache anerkannt werde, allerdings mit der Einschränkung, dass als offizielle Sprachen, wie bis anhin, nur das Deutsche, das Französische und das Italienische zu gelten hätten. Dieses Begehren hat bereits die begeisterte Zustimmung der Bundesbehörden gefunden, und das Schweizervolk hat vor einigen Monaten auf dem Wege der Abstimmung über einen entsprechenden Verfassungsartikel bewiesen, dass es gewillt ist, das Romanische als vierte Landessprache zu achten und zu ehren. Das älteste rätoromanische Sprachdenkmal ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende kurze Uebersetzung aus dem Lateinischen, die wohl in einem heute schon längst verdeutschten Teile Rätiens, etwa dem st. gallischen Rheintal, entstanden sein dürfte. Die eigentliche rätoromanische Literatur beginnt im 16. Jahrhundert, als die Sprache bereits durch das Deutsche auf die bündnerischen Alpentäler zurückgedrängt worden war, die es heute noch beherrscht, auf das Vorder- und Hinterrheintal, Oberhalbstein und Albulatal (mit Ausnahme der deutschen Walserkolonien in Obersaxen, Safien, Vals, Rheinwald, Avers und Mutten) und dem kompakten Gebiet des Engadins mit dem Münstertal. Der Ansporn zur eigensprachlichen Formulierung ihrer Gefühle und Gedanken kam den Rätoromanen von der machterfüllten kulturellen und staatlichen Blütezeit ihres Landes einerseits, von der starke geistige Kämpfe auslösenden Bewegung der Reformation andererseits. Die Schriftsprache entstand mit einem politisch gefärbten Kriegsepos der «Chanzun de la guerra da Ig chaste d'Müs» des Staatsmannes Gian Travers (1527) und der Uebersetzung des Neuen Testaments des Reformators Jachiam Bifrun (1560). Ihnen folgten durch drei Jahrhunderte hindurch eine Unmenge religiöser und politischer Schriften in prosaischer und poetischer Form, unter denen einzelne Lieder kraftvoll hervorragen. Gleichzeitig drang das Rätoromanische ins Rechtsleben ein, im 19. Jahrhundert dann auch in die Schulen, während die Presse schon früher erobert worden war, zuerst in Form von politischen und chronistischen Gelegenheitsschriften, nun auch in Form von regelmässig erscheinenden Zeitungen. Gegenwärtig ist das Rätoromanische in Graubünden fast überall, wo es gesprochen wird, erste Schulsprache; es erscheinen fünf rätoromanische Zeitungen und eine Anzahl von Jahrbüchern und Kalendern. Die Literatur ist im 19. Jahrhundert über die Grenzen einer Nutzliteratur hinausgetreten und hat eine unverhältnismässig grosse Zahl lyrischer, epischer und erzählender Werke hervorgebracht; einzelne darunter, wie die Gedichte von Caderas, Tuor, Muoth, Huonder, Lansel, Fontana, Camathia u. a., die Novellen von Nay, Vonmoos, Fontana usf., von unverkennbarem, zum Teil sogar hohem künstlerischem Wert. Die letzten fünfzig Jahre brachten ein starkes Wiedererwachen des Selbsterhaltungsgefühls der Rätoromanen, das sich auf allen Gebieten des Sprach- und Kulturlebens auswirkte, nicht zuletzt auch auf die von aussen her angeregte wissenschaftliche Erforschung des Sprach- und Literaturgutes. Einem ersten Standardwerk, dem Engadinischen Wörterbuch von Pallioppi, folgten Einzelabhandlungen, Grammatiken (Velleman, Cahannes), Textsammlungen (Crestomathie von Decurtins, Annalas der Societä retorumantscha, usf.), neue Wörterbücher und vor allem das Parallelwerk zum deutschschweizerischen Idiotikon (Dicziunari rumantsch grischun), das ebenso wie das Rätische Namenbuch (Planta) und die Rätoromanische Bibliographie im Erscheinen begriffen ist. Reto R. Bezzola. Literaturnachweis: Reynold G., de: La Suisse Rhetoromane in «La Suisse une et diverse», Freiburg, 1923. Lansel P.: I retoromanci; Hoepli, Mailand, 1935. Deutsche Uebersetzung von Alt-Bundesrat Häberlin; Huber, Frauenfeld, 1936. Französische Uebersetzung von Charly Clerc; Ed. de la Baconniere, Neuchatel, 1936. Englische Uebersetzung von M.E. Maxfield; Bischofberger, Chur, 1937. Carnot M.: Im Lande der Rätoromanen, Polygr. Institut Zürich, 1934. Bezzola R. R.: Rätoromanische Kultur, In «Confoederatio Helvetica II»; Bohnenberger, Zürich, 1936. Tage der Beschaulichkeit, der Erholung und des freudigen Erlebens im blumenreichen, vom Lärm der Heerstrasse abgerückten und doch leicht erreichbaren Hochtal. 70 Hotels und Pensionen ab Fr. 6.50. Prospekte und Auskünfte durch alle Reise- und Verkehrsbüros und die Kurverwaltung Xxosa, Tel. 4SS. Arosa CELERiNA Ober-Engadin, 1724 m ü. Meer. Hotel CRESTA-KULM Davos-PIatz T. c. s. A. c. s. Davos-PIatz Mühlen an der Julierroute 1481 m ü. M. Hotel Schweizerhof T.C.S. Sport-Hotel „Krone" T. C. S. A. C. S. Tenigerbad THÜSiS 1800 in Hotel Seehof beim Bergstrandbad Das bek. Sport- u. Famüienhotel direkt oberh. des idyll. Strandbades. Renom. Küche. Gr. Garten. Autoboxen. Pens, ab Fr. 12.50. Tel. 540. X. Birkmaier. Feinbürgerliches Familienhotel mittl. Grosse in staubfreier, aussichtsreicher und ruhiger Lage. Alle Zimmer mit fl. Wasser und Privatbäder. Schöne Gesellschaftsräume. Pensionspreise von Fr. 11.50 an. 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