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E_1938_Zeitung_Nr.055

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?Stfw«aMHK.«»nvea | B Neue Zeichen für farbenblinde Fahrer. Farbenblindheit hat immer sohon die Verkehrsbehörden beschäftigt, weil diese Störung des Farbsinnes durchaus nicht zu den Seltenheiten zählt, etwa •£% aller Männer sind rotgrünblind, dagegen nur etwa 0,4% der Frauen. Farben erscheinen dem Rotgrünblinden, der häufigsten Farbsinnstörung, ähnlich wie einem Normalsichtigen bei beginnender Dunkelheit Beim Autoverkehr baut sich das optische Signalsystem großenteils auf Farbehunterschieden auf. Farbenblinde lernen es, einen Teil der färben an den verschiedenen Helligkeitsgraden zu unterscheiden. Während der Normalsichtige den grössten Helligkeitsgrad im Gelb erblickt, erkennt sie der Farbenblinde im Grün. Ein farbenblinder Chauffeur wurde einmal gefragt, ob es für ihn . nicht schwer sei, rote und grüne Verkehrszeichen zu unterscheiden, worauf er antwortete: «Nein, gar nicht, denn da wo ich fahre, sind die grünen Lichter ja immer blau!> Pia Zusammensetzung der Lichter und Farben ist oft sehr verschieden und so mag tatsächlich jenen grünen Signalen ein Ton beigemischt gewesen seit), der sie den Chauffeur als «blau» sehen Hess. Aber bei anderen grünen Lichtern mag ein solches unbewusstes Hilfsmittel fehlen, so dass der Chauffeur dann allenfalls nicht imstande ist, das Signal als grün oder rot zu erkennen. Aus diesem (gründe fügt der amerikanische Staat Maryland den farbigen Signallichtern im Strassenverkehr noch eigene Zeichen bei, welche dein farbenblinden Fahrer das Leben erleichtern sollen. In der Mitte des roten Lichts erscheint ein dunkler, •waagrechter Stab,.Leuchtet das Grün auf, so .steht der Stab senkrecht^ und schaltet das, Signal auf gelb um, dann steht der Stab schräg von links oben nach rechts unten. Der nichtfarbenblinde Fahrer wird dieses Zeichen gar nicht beachten, er sieht es kaum, da ihm mit dem Aufblinken des roten oder grünen Lichtes gedient ist, den farbenblinden dagegen erweist es unbestreitbar einen Dienst. Die Behörden von Maryland hoffen, damit einen weiteren. Beitrag zur Vermeidung von Autounfällen geleistet zu haben. Australien im Kampf gegen den Verkehrsunfall. Itn- Rahmen seines Feldzuges gegen den Verkehrsunfall hat Australien an unübersichtlichen Kurven ein schwarzes Mittelfeld auf die Fahrbahn malen lassen, das unter keinen Umständen befahren werden darf. Inskünftig sollen zudem Seitenstrassen nicht mehr rechtwinklig einmünden, vielmehr wird man sie in scharfem Bogen in die Hauptstrassen einführen, so dass der Fahrer gezwungen ist, beim Einbiegen sein Tempo stark zu massigen. ^usland Die Ausstattung des deutschen Volkswagens. Soeben werden Einzelheiten über die Ausrüstung des neuen deutschen Volkswagens bekannt. Er erhält Vierganggetriebe und ist mit einem Reserverad, zwei Scheibenwischern, mitgeliefertem Koffer. Fussabblendung und Kupplungsschema in Leuchtfarben am Armaturenbrett ausgestattet. Entgegen anders lautenden Nachrichten steht es noch nicht fest, wann die neue Fabrik die erste Serie fertiger Wagen wird abliefern können, da bei Beginn von Bauarbeiten von einem derartigen Umfang niemals ein auf Wochen genau festgelegter Termin für die Fertigstellung angegeben werden kann. Jedoch verfügt der Konstrukteur, Dr. Porsche, über eine neugeschaffene, kleinere Herstellungsstätte bei Stuttgart, aus der bereits etwa in einem Jahr die ersten 20,000 Wagen zum Verkauf gelangen sollen. >&u*stfellun^«n Eine Internat. Verkehrsausstellung in Köln. Durch die Beschlüsse des Int. Ausstellungsbürös in Paris ist die Stadt Köln für das Jahr 1940 mit der Durchführung einer Int. Verkehrsausstelluhg beauftragt worden, deren Dauer die Zeitspanne vom Mai bis Oktober umfassen soll. Vorgesehen ist eine Gliederung der Ausstellung in neun Gruppen, welche alle Gebiete des Verkehrs und der damit zusammenhängenden Probleme zur Darstellung bringen. Im einzelnen behandeln diese Unterabteilungen folgende Themen: Gruppe I: allgemeine Bedeutung des Verkehrs in seiner geschichtlichen Entwicklung; Gruppe II: Strassenverkehr; Gruppe III: Schienenverkehr; Gruppe IV- Eisenbahnverkehr; Gruppe V: Binnenschiffahrts- und Hafenverkehr; Gruppe VI: nationale und internationale Zusammenarbeit zwischen Landverkehr. Luft- und Wasserverkehr; Gruppe VII: Nachrichtenübermittlung; Gruppe VIII: Berufsbildung, Gesetzgebung, Verkehrsrecht, Verkehrs^ Wissenschaft; Gruppe IX: Fremdenverkehr AUTOMOBIL-REVUE FREITAG; 8. JULI 1 1938 — N°55 IUUMB dem i-e«e», 0hm Verantwortlichkeit der Redaktion. Zu den Bildern auf der Titelseite unserer letzten Nummerschreibt uns ein Leser: «Hoffentlich werden die interessanten Aufnahmen auch von unseren Baudirektoren beachtet. Sie können dabei feststellen, dass der einzige Wandel, den dieses Strassenstück innert 30 Jahren durchgemacht hat, der staubfreie Belag ist. An Breite hat die StrasSe trotz des enormen Verkehrs nicht gewonnen, wohl aber ist sie mit einem Tramgeleise versehen worden, was heute entschieden keinen Fortschritt bedeutet. Die Strasse hat also hier nach meinem Dafürhalten mit der Entwicklung des Automobils nicht Schritt gehalten, wie es leider in unserem Lande noch vielfach der Fall ist.» Der CCTI tagt In der Schweiz. (Fortsetzung von Seite 2.) Ein Stuck Folkioristik auf dem Rigi. In strahlendem Glanz, als hätte er sich besonders für die Kongressteilnehmer herausgeputzt, lag der Vierwaldstättersee, als am Nachmittag die «Stadt Luzern» festlich beflaggt vom Quai dampfte, Vitznau .entgegen. Dort wurde auf die Bigibahn hinübergewechselt; je höher sie klomm, desto grandioser weitete sich der Blick und auf Rigi-Kulm empfing die Gesellschaft ein Panorama von seltener Klarheit und Grosse. Nach dem Ehrenwein stand die Bahn wieder bereit, um die begeisterte Schar nach Kaltbad hinunterzubringen, wo ihr die SVZ mit einem Stück folkloristischer Schweiz aufwartete. 22 hübsche Trachtenmädchen au« den Urkantonen erregten am laufenden Band Entzücken, eine Ländlerkapelle dudelte ihre lüpfigen Weisen, ein Jodlerduett erntete mächtigen Applaus und sogar der Urner Fahnenschwinger fehlte nicht. Bei solchen «stimmungsförderriden» Einlagen war im Nu ein richtiggehendes, heiteres «Alpfest» im Gang, mit allem, was dazugehört. Und als es ein neckischer Zufall fügte, dass eich zu gleicher Zeit Bundesrat Obrecht mit der ständerätlichen Finanz-Kommission auf den Rigihöhen aufhielt, da liefen-es sich weder der Herr Wirtschaftsminister noch die Herren Ständeräte nehmen, ©in Tänzchen zu wagen und nach verrichteter Arbeit mitzutun bei froher Geselligkeit. Floss die Debatte beim-nächsten Geschäft, der von einem Delegierten Frankreichs angeschnittenen Frage internationaler Verelnheiflichunn der Signale för den Wasserwanderer, wobei die Flussmarkierung des Verbandes Schweiz. Faltbootfahrer eine brauchbare Vorlage 1 'liefern könnte, gemächlich dä- Hin, so ereiferten:sich die Gemüter schon erheblich mehr, als Polen im Namen der Association des Grandes Organisations Touristiques ein Lanze zugunsten der Einführung internationaler Hefte für Deviseneintragungen bracht Bedenken"über Bedenken tauchten auf, denn — so hiess es — die Regierungen würden, in diesem, GeWete doch nach ei- 'genem Gutdünken. ..handeln und sich eine. Einmischung'"¥erbitten. ''Anstatt den' Pass durch' "Hinzufügung neuer Seiten noch dicker und unhandlicher zu gestalten, müsse man danach trachten, ihn ganz zum Verschwinden zu bringen. Uebrigens hat der CTI ja voriges Jahr eine Resolution in eben dieser Sache gefasst, welche den heute geäusserten Wünschen entgegenkommt und eine Mittellösung verkörpert, zu der man sich auch heute noch ruhig bekennen darf. Braucht es also etwas Neues? Nein, erklärte der Kongress und zog damit den Schlussstrich unter eine Auseinandersetzung, die sich zeitweilig in ausgesprochen lebhaften Bahnen bewegte. Sucht man für die Beratungen des Donnerstags eine gemeinsame Formel, dann lassen sie eich fast durchwegs auf den einen und nämlichen Nenner bringen: dass der räumlichen Weite der Fremdenverkehrsprobleme die politische und wirtschaftliche Enge'4er getroffenen Lösungen gegenübersteht Mit Genugtuung nahm der Rat Kenntnis von dem an der diplomatischen Zollkonferenz 1937 in Paris genehmigten Konventionsentwurf, der dem Fremdenverkehr einzelne Zollerleichterungen bringt. Folgte eine Orientierung über den gegenwärtigen Stand der transafrikanischen Strassenfrage. die auf einer Spezialkoiiferenz im Herbst näher behandelt werden soll. Ein von der Alliance internationale de l'Hotellerie vorgebrachtes Projekt für die Regefunfl der Sommerferien im Sinne der Vermeidung einer Zusammenballung auf die Monate Juli und August fand grundsätzliche Zustimmung, ebenso wie der Vorschlag nach Behandlung weiterer Anliegen der internationalen Hotellerie zur Beseitigung der Verkehrshindernisse. Der Vorstand wird alle diese Probleme, wozu auch das Verbot des Kapitalexportes gehört, soweit es den Touristenverkehr erschwert, weiter verfolgen. Von einer Einladung, der deutschen Delegation, die Tagung von 1940 in Köln abzuhalten, wo gleichzeitig eine int. Verkehrsaus- Stellung stattfindet (siehe unsere Meldung darüber an anderer Stelle. Bed.) nahm die Versammlung Vormerk. Damit war die Traktandenlisfe erschöpft und der Vorsitzende, Comte de Hedekerke, erneuerte in charmanten Worten den Dank des Kongresses an die Schweiz für ihre Gastlichkeit, an die Verkehrszentrale für die vorbildliche Organisation und wand dem zurücktretenden Regierungsvertreter unseres Landes, Herrn Dr. Rothmund, ein Kränzchen der, Anerkennung für seine wertvolle Mitarbeit, während Dr. Henneberg, der Präsident des TCS, den Dank an die Teilnehmer zurückgab und seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, dass es uns vergönnt gewesen, die Versammlung auf schweizerischem Boden beherbergen zu dürfen. Der Nachmittag sah die Gäste unterwegs über den Brünig naoh Meiringen und der Aareschlueht und am Abend bezog man "Quartier in Interlaken. Für heute Freitag stehen besondere Genüsse bevor: lässt sich die eine Gruppe der Teilnehmer von Interlaken aus zum Jungfraujoch emportragen, so bringt die Lötschbergbahn die andere nach Brig, von wo aus über Zermatt das Tagesziel GornergTat erreicht wird. Der Abend führt beide Gruppen wieder in Montreux zusammen; am Samstag besehliesst ein Besuch des Schlosses Chillon und ein Mittagessen in Caux, wobei Bundesrat Pilet-Golaz dje Grüsse der Landesregierung überbringen wird, den Kongress. * '" ' - ••''• . fUrniiipflrilur'Hitßr 1(1/45 PS Ist ein mittelstarker Wagen von .ganz hervorragender Leistungsfähigkeit bei geringem Verbrauch. Alle seine überzeugenden Eigenschaften, wie grosso Fahrsicherheit,.Federung und vollendete Strassenlage, behagliche Geräumigkeit machen ihn zum Wagen des anspruchsvollen Fahrers. Gebirgs- und autobahnfest. Formschöne, geräumige Karosserien in gediegener Ausstattung: Limousinen, Cabriolets, Sport-Cabriolets. Grosse Kofferräume! Langer Radstand, kleiner Wendekreis. Weitere Modelle: Junior-Trumpf, 5/25 PS Super-Trumpf, 8/38 PS 6 Zyl., 2,5 1, 13/58 PS Preise ab Fr. 4950.— Besuchen Sie bitte unverbindlich unsere AUSSTELLUNG Theaterstrasse 12 ün AirniMriRiiF ZÜRICH Pflanzschulstr.9,TeU2.733 b. Corso Delahaye gewinnt das 24-Stundenrennen von Le Mans 1. Delahaye Chaboud, Tremoulet 2. Delahaye Serraud, Giraud-Cabantow 4. Delahaye Villeneuve, Biolay Nach den glänzenden Resultaten von Delahaye in den Grossen Preisen von Pau, Cork und Antwerpen, stellt er seine Ueberlegenheit neuerdings durch den prächtigen Erfolg im 24-Stundenrennen von Le Mans unter Beweis. Diese Dauerprüfung - die schwierigste ihrer Art • erfordert von Fahrer und Wagen vollen Einsatz und stellt höchste Anforderungen bezüglich Geschwindigkeit Lenkbarkeit Strassenhaltung und Widerstandsfähigkeit Dieser dreifache Sieg, den Delahaye unter 135 Konkurrenten errungen hat, ist umso bezeichnender, als sämtliche 3 Wagen Privateigentum sind und diese Prüfung ohne jegliche Spezialvorbereitung absolvierten. Gas-Rückstau im Auspuff topf bedeutet: Benzinverschwendung, Vergiftungsgefahr für die Wagen in sassen, Leistungsverlust, MotorQberhitzung, Ventilbrüche, Vergaserbrände. dämpft ohne Ruckstau Er garantiert deshalb: Bestmögliche Ausnutzung des Brennstoffes. 10—20 % Brennstoffersparnis. H&chste Motorleistung. Höchste Schonung des Motors. Zunahme der Bergsteigfähigkeit, des Beschleunigungsvermögens und der Maximalgeschwindigkeit. Ausschluss der Giftgase aus dem Passagierraum. Beseitigung von Kühlungsstörungen. Erste Referenzen von Grossfirmen, Verla hgen Sie unverbindlich Prospekt durch die Vacuum-Schalldämpfer A.G. ZÜRICH Caspwta~ SchcMdämt4etf Innerschweiz u. Luzern: Gloor & Co.. Hirschengr. 39, Luzern der Auspuffgase. 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W> 55 — FREITAG. 8. JULI 1933 AÜTOMOBÜL-REVÜE Camping am mexikanischen Pazifik «Besuchet Acapulco, das Paradies am Pazifik.» Mit Riesenlettern steht es in Prospekten, auf Plakaten in Mexikos Touristenzentren und in den Auslagefenstern der Reisebureaus von Mexikos Hauptstadt. Doch als ich vorsichtshalber noch das Auskunftsamt des Mexikanischen Automobil- Verbandes befrage, scheint plötzlich das Paradies in einem etwas weniger himmlischen Licht. «Die Strasse ist augenblicklich im Bau, wir raten ihnen dringend ab, ihren Wagen zu benützen>, das ist die schlichte, aber inhaltsschwere Antwort. Ich lasse mich zwar nicht abschrecken, sondern packe Zelt und Campinggerät, meine Begleiterin und einige Konserven nebst Mineralflaschen in den \Vagen, hänge für alle Fälle -noch meine Beiwagenmaschine an, und los geht es wieder einmal auf die Ungewisse Wanderschaft. Die ersten £0 Kilometer bis Cuernavaca, der alten Cortezresidenz, kenne ich zwar schon von einem anderen Ausflug her von ihrer besten Seite. Mit vielen hundert Kurven windet sich, wenige Minuten nach Verlassen der letzten schmutzigen Vororte, die asphaltierte Hauptstrasse die kahlen Höhen der Sierra Nevada hinan und eröffnet eine halbe Stunde lang Blicke von erhabener Grossartigkeit Ober das weite Texocotal, den Seen, die weissen Dächer und Häuser der Halbmillionenstadt. Wenige Minuten später nimmt uns bereits das ewige Dunkel eines tausendjährigen Urwaldes auf, der unter dem Namen «Desierto de los Leones» vielleicht das romantischste Ausflugsziel der Hauptstadt bildet. Diesmal haben wir zwar keine Zeit für die Fresken und Prunkräume des Cortezpalastes von Cuernavaca oder die, verfallenen «hängenden» Gärten. Mit Gewalt gelingt es mir ohnedies nur, einen längeren Aufenthalt in der Cortezstadt zu umgehen und die Dutzende zudringlicher Mexikanerjungen abzuschütteln, die sich bereits am Ortseingang auf Trittbretter und Kotschützer schwingen, mich um Cinquos anbetteln oder ihre Führer- und Aufpasserdienste anbieten. Auf der freien Strasse nach dem Süden zeugen schwere Innenlenker und Coupes mit Nummerntafeln aller amerikanischer Staaten von der Jankee-Invasion, die sich über das nördliche Mexiko ergiesst. Ueber besondere Verwöhnung braucht man sich zwar nicht zu beklagen: Benzinstationen fehlen fast vollkommen und ihre Funktionen übernehmen kleine Jungen, die mit Kannen und Benzinkanistern am Strassenrand auf Käufer für Betriebsstoff oder Wasser warten. Doch gerade als ich nach weiteren 180 Kilometer darüber nachzudenken beginne, den nächsten dieser schmutzigen Dreikäsehoche ein kleines Trinkgeld verdienen zu las- Am Strand von Acapulco. dem Paradies am Pazifik. Drei kleine Negerlein,,sind, eifrig um.;ine „. ,, bemüht «Annehmlichkeiten» der Fahrt über die kilometerlangen Baustellen. sen, zwängt sich unser Wagen auch schon durch die kaum drei Meter breiten Gässchen von Taxco, dem Eldorado der Maler Amerikas. Eine zünftige Portion Lenkrad-Akrobatik gehört hier immerhin dazu, um zwischen den engen Mauern, darin einem noch Esel und Lastträger in die Quere kommen, die scharfen Ecken zu nehmen oder auf dem vierzigprozentigen Steilstück nicht abzurutschen. Um aber den unendlichen Charm dieses Erdenwinkels, der bald an Perugia, bald an Amalfi erinnert, auch nur teilweise erfassen zu können, ist ein Nachmittag zu wenig. Ueberdies hat sich gerade heute eine amerikanische Reisegesellschaft des Ortes bemächtigt, so dass wir etliche Stunden unserer kärglich bemessenen- Zeit opfern müssen, um ein notdürftiges Quartier aufzutreiben. Dann, am nächsten Morgen, wenige Minuten nach einem etwas hastigen, Aufbruch, ist die Strassenherrlichkeit auch wirklich zu Ende; aus ist der Asphalt. Dafür aber beginnt ein Leidensweg über Scnotterkämme und Löcher, Steine und Gräben. Mit Getöse knallen die Steine gegen das Differential. Eine dichte Staubwolke hüllt uns ein. Zehn Meilen, zwanzig Meilen dauert diese Herrlichkeit, deren Reize noch dadurch erhöht werden, dass die Brücken durch Abwesenheit glänzen. Zwei Dutzend Umfahrungen pro Kilometer sind jetzt durchaus etwas Normales. Mit ihnen erscheinen die ersten Arbeiter, die von nun an die Trasse in einen wahren Ameisenhaufen verwandeln. Hunderte und Tausende von braunen Indios und Mestizen, untermischt von westindischen Negern und schlitzäugigen Japanern sind hier mit Hacke, Schaufel und Schubkarren eifrig tätig. Schwere Bagger schütten Dämme auf, gelbe Raupenschlepper ^ziehen PflQge, amerikanische. Riesenwalzen zermalmen'..mit.JautejTi.brachen unter ihren gewal-, tigen Betonzylindern Stein und Fels. Fast so wie in den Staaten, höchstens noch etwas lauter geht es hier zu. Nach mühseligen Stunden nimmt die holperige Fahrt ein Ende und was sich vor uns hinzieht, ist ein zwar schmaler und staubiger, aber nichtsdestoweniger fahrbarer Karrenweg. Er erholt sich später sogar zu einer Art Sanastrasse, die in schlangenhaften Windungen einem märchenhaft romantischen Ganyon roter, von kerzengeraden Kakteen flankierter Felsen folgt. Verschwunden sind auch die Arbeiter und ihre elenden Strohhütten, die verwahrlosten Bettelkinder und braunen, halbnackten Weiber, die im Schmutz der Strasse ihre Wäsche reinigen. Noch bleiben aber mehr als 180 Kilometer von den 470 der Strecke Mexiko—Acapulco für sieben Stunden Tageslicht. Dreissig Kilometer Stundenmittel ist wohl nichts auf Asphaltstrassen, ja in den Staaten würde ein solches Tempo jeden Verkehrspolizisten mächtig in Harnisch bringen, weil es den Verkehrsfluss stört. Aber hier... So senkt sich schon die Nacht herab, wie sich vor uns der letzte Gebirgszug teilt und plötzlich weit, unendlich weit vor uns der tiefblaue Pazifik liegt. Ein schmaler, weisser Sandstreifen trennt ihn vom Grün der Küstenebene. Zur Linken dehnt 1 sich um eine halbkreisförmige Bucht die Hafenstadt, an beiden Seiten von weit ins Meer hinausspringenden Landzungen und vorgelagerten Inseln» eingeschlossen. Oeberall aber schieben sich die Berge und Hügelketten bis nah ans Ufer, die Hafenstadt wie eine Perle beschützend. Acapulco, gestern noch ein vergessenes Fischerdorf, heute möglicherweise der wichtigste Hafen des Landes am Pazifik, und morgen — so Gott will und endlich einmal das Sumpffieber bezwungen ist — vielleicht bereits der erste Badeort Mexikos und gleichzeitig Mittelamerikds. (Schluss folat) fcrttj, Gerüstet sein, gut gerästet sein! Schöne Ferientage sollten auf alle Fälle frei von Störungen sein, welche die mit viel Sorgfalt und Mühe aufgestellten Pläne über den Haufen werfen. Um gewisse Risiken schon von Anfang an auszuschalten, sollten Sie sich rechtzeitig von der maximalen Leistungsfähigkeit Ihres Motors überzeugen, wobei er selbstredend nicht übermässig viel Brennstoff benötigen darf. Verlangen Sie deshalb einmal vergleichshalber die Montage eines In allen Teilen revidiert, mit einer neuen, einzigartigen Karte, die dem Automobilisten auf einen Blick zeigt, welches Tempo auf den verschiedenen Strecken unseres Strassennetzes möglich ist Preis der Ausgabe «Schweiz und Grenzgebiete» Fr. 8.—. Preis der Ausgabe «Schweiz» . . . . . . .Fr. 6.—. In jeder Buchhandlung erhältlich. VERLAG HALLWAG - BERN A b t e i l u n g für A u t o t o u r i s t i k -Vergasers mit Starter, Düsensystem-20. Sie werden dann denjenigen Vergaser wählen, der Ihnen die meisten Vorteile bietet. Montage in jeder Garage. GENERALAGENTUR FÜR DIE SCHWEIZ.' HENRI BACHMANN