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E_1938_Zeitung_Nr.054

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 5. JtJI/I «33 — N° 54 Die Gtanmei* ^Nrc^hi*^n Jetzt beginnt die Zeit der Alpenf atoten! In diesen Tagen werden die letzten Alpenpässe für den Verkehr geöffnet. Damit ergibt sich wieder die Möglichkeit, grössere Alpenfahrten zu unternehmen. Für Alpenfahrten gibt es keinen besseren Behelf als den Automobilführer durch die Alpen Gerade für die Projektierung einer Alpenfahrt benötigen Sie genaue und zuverlässige Angaben über die einzelnen Strassenzüge. Ist die Strasse schmal und sandig, ist sie übermässig steil, dauert die Steigung lang oder ist sie von flacheren Stücken unterbrochen, kann man die Strasse leicht befahren oder ist besondere Geschicklichkeit erforderlich? Noch mehr aber: ist die Fahrt lohnend oder fährt man besser auf einer Parallelsträsse? Soll man durchwegs auf der Hauptstrasse fahren oder muss man auf Nebenstrassen abzweigen, um die hervorragendsten landschaftlichen Schönheiten zu sehen? Alle diese Fragen beantwortet unser „Automobilführer durch die Alpen" mit grösster Genauigkeit. Wenn Sie diesen Führer zu Rate ziehen, kann es Ihnen nicht passieren, dass man Ihnen nach der Reise sagt, Sie seien nichtsahnend knapp an den landschaftlich schönsten Punkten vorbeigefahren! Neben dem Textteil der sich in vier Hauptstücke - Deutschland, Italien, Schweiz und Frankreich - gliedert, Einzelbeschreibungen sämtlicher Paßstrassen, Schilderungen aller einzelnen Gegenden, zahlreiche Routenvorschläge und vor allem 150 Bilder wiedergibt, die die Alpenstrassen zeigen, enthält unser „Alpenführer" einen Kartenteil mit deutlichen, auf den neusten Stand gebrachten Karten von Wien bis Lyon und vom Bodensee bis Marseille und der Riviera. Nach diesen Karten können Sie Ihre Fahrt nicht nur projektieren, sie sind im Maßstab 1:500.000 so genau ausgeführt, dass Sie nach denselben auch wirklich fahren können. - Ausserdem finden Sie in diesem handlichen Band ein Ortsregister in dem sämtliche wichtigeren Orte des gesamten Alpengebietes beschrieben sind, so dass Sie nicht noch andere, gesonderte Reisehandbücher mitschleppen, nachschlagen oder studieren müssen. Neben den Sehenswürdigkeiten finden Sie im Ortsregister auch Hotels verzeichnet, die dem Automobilisten empfohlen werden können. Infolge dieser ausserordentlichen Reichhaltigkeit des Text-, Bildund Kartenmaterials kann man mit Recht sagen: Keine genussreiche Alpenfahrt ohne den ..Automobilführer durch die Alpen"! Preis Fr. 8.—, in jeder grösseren Buchhandl. erhältl., wo nicht, beim VERLAG HALLWAG BERN Das Kleine Eand des heiligen Fridolin beherbergt seit jeher einen Menschenschlag, der sich wieder und wieder durch besondere Initiative und Unternehmungslust auszeichnete. Man erlaube uns, nur an die Pionierarbeit der Glarner auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung zu erinnern. Während im Verlaufe der ersten Industrialisierungsperiode in den andern Ständen, vom Ausland gar nicht zu sprechen, von Frauen und Kindern eigentliche Frondienste geleistet werden mussten, führten sie die ersten Schutz.bestimmungen ein, d. h. sie nahmen den Kampf für menschenwürdige Bedingungen der Frauenarbeit und das^ Verbot der Kinderarbeit auf. Kein Wunder, wenn dieser selbe Weitblick und diese nämliche Tatkraft dieses im Banne der Berge lebenden kleinen Volkes später dann auch auf dem Gebiete des neuzeitlichen Verkehrs Werke ermöglichte, die sich neben denen anderer -Kantone wohl sehen lassen dürfen. Tatkräftig baute man dort während des letzten Jahrzehnts das Strassennetz aus. Neben verkehrspolitischen Erwägungen waren vor allem Momente der Arbeitsbeschaffung mitbestimmend. Heute sind im Kanton Glarus infolge der rückläufigen Konjunktur neuerdings eine hohe Quote Arbeitsloser zu finden. Man möchte die Leute lieber beschäftigen, als unproduktive Unterstützungen ausbezahlen und war, vom alten Unternehmungsgeist beseelt, deshalb auch rasch für die Erstellung einer neuen Strasse mit dem Bündnerland zu begeistern. Wer weiss, wie die Talschaften dieses Kantons Sackgassen gleich enden und überlegt, dass sdhliesslich auch der Klausen ja nur vier oder höchstens fünf Monate des Jahres fahrbar ist, der begreift, was das Projekt einer ganzjährig fahrbaren Strasse — führt sie nun durchs Sernftal oder via Lmthal-Kistenstöckli — für die Ansässigen bedeutet. Von dieser bessern Verbindung mit der übrigen Schweiz erwarten sie eine Verkehrszunahme, ein Einströmen neuen, pulsierenden Lebens in ihre Täler und nicht zuletzt Arbeit und Verdienst Doch eben, auf der andern Seite der Tödi-, Vorab- und Sardonakette haben die lieben Miteidgenossen auch einen harten Kopf. Das hat sich im Verlaufe der Verhandlungen um die Walenseetalstrasse mit aller wünschbaren Deutlichkeit erwiesen. Die bündnerische Metropole im Schatten des Calanda hätte natürlich am liebsten auch weiterhin den aus dem Norden einströmenden Strassenvefkehr kontrolliert. Doch nadh einigem Sträuben und Schimpfen bequemte man sich endlich doch und biss in den sauren Apfel, d. h. man hob sozusagen ein Gegenprojekt auf den Schild. Hie Segnes — hie Panixer, hörte man seit einigen Monaten landauf und landab. Am 24. Juni letzthin sind nun die Streitgenossen gemeinsam in die Bundesstadt gezogen; Mutter Helvetia sollte ein salomonisches Urteil sprechen; diesem hätte man sich gebeugt, vielleicht noch ein wenig gemurrt, aber jedenfalls die Streitaxt begraben und mit Hilfe von Bundesbatzen freundeidgenössisch ein Werk von nicht nur beidseitigem, sondern allgemeinem Interesse begonnen. Doch es sollte anders kommen, denn anlässlidh dieser Konferenz wog am schwersten nicht das Wort des Departements des Innern, sondern dasjenige unserer Generalstabsabteilung. Und ehe man recht wusste wie, sassen sowohl die Glarner wie die S« tenbau Zum Ausbau der Knonauerstrasse von Cham bis Zürcher Grenze. In der Sitzung des zugsrischen Kanfonprates vom letzten Donnerstag wurden nähere Einzelheiten über den projektierten Ausbau der Knonauerstrasse von Cham bis an die Zürcher Kantonsgrenze bekannt. Die Modernisierung dieses 3,950 km langen Strassenstückes, das schon heute von durchschnittlich 170 Motorfahrzeugen und etwa 150 Fahrrädern pro Tag befahren wird und damit nahe an die Frequenz der Strasse Zürich-Sihltal-Zug- Luzern heranreicht, erfolgt in erster Linie mit Rücksicht auf den während der Landesausstellung und des Eidg. Schützenfestes 1939 zu erwartenden, ausserordentlich starken Verkehr zwischen Zürich und Luzern, wobei die Knonauerstrasse zur Entlastung der Sihltalroute dienen soll. Von der heutigen 4J4m betragenden Breite wird sie auf 9/4 m ausgebaut, und zwar sollen die Arbeiten bereits im Spätsommer oder Herbst ihren Anfang nehmen, damit das "Werk auf das Frühjahr 1939 hin fertig Bündner mit ~ wie man neute zn sagen pflegt — wallenden Barten am Verhandlungstisch. Dass die Generalstabsabteilung bei der Projektierung neuer Strassenverbindungen im Interesse der Landesverteidigung ein gewichtiges Wort in die Waagschale zu werfen hat, wusste man, hatte man ja selbst wieder und wieder gefordert. Dass in diesem Fall einer Verbindung Glarus-Vorderrheintal sich aber der Generalstabschef samt seinem zweiten Untersabschef, Oberst Frick, auf den Standpunkt stellen würde: weder Segnes noch Panixer, vielleicht Kistenpass, aber lieber noch gerade eine Bahnlinie von Sedurn nach Göschenen, Gurtnellen oder Amsteg, kam etwas unerwartet. Die Interessen der Landesverteidigung in allen Ehren, doch solche Projekte gehen entschieden etwas zu weit. Jahrelang war in allen Dingen der Wehrbereitschaft Schmalhans Küchenmeister; heute noch wird in passenden und unpassenden Fällen immer wieder betont: kriegswirtschaftliche Ueberlegungea allein dürfen nicht entscheidend sein, d. tu nicht vor wirtschaftliche Erfordernisse überhaupt gesetzt werden. Vor nicht allzu langer Zeit beschäftigte das Schicksal der Furka- Oberalpbahn, ein seinerzeit vor allem aus strategischen Gründen geforderter Bau, weite Kreise der Oeffentlichkeit; und nun soll tatsächlich eine neue derartige Verbindung gebaut werden, über deren Schicksal man sich doch zum vornherein klar sein muss. Irgend etwas an dieser Sache bleibt unverständlich, man mag sie betrachten von welcher Seit© man auch wolle! Der Glarner Landrat beschäftigte sich nun kürzlich eingehend mit der Strassenverbindung Glarus-Graulbünden, wie sich die Probleme nach erwähnter Berner Konferenz für. den Stand Glarus präsentieren. Wie wir bereits in einer der letzten Nummern berichteten, erklärten die Bündher, sich in erster Linie für die Segnesstrasse zu interessieren, eventuell aber auch einer Panixerpaßstrasse zustimmen zu können, nicht aber einer Untertunnelung des Kistenstöckli, sondern in diesem Falle eher einer Bahnverbindung vom Vorderrhein ins Reusstal den Vorzug zu geben. Die lieben Miteidgenossen aus dem Kanton Tessin erklärten demgegenüber, in erster Linie für eine Kistenstrasse Interesse zu haben, eventuell auch einer Panixerstrasse beipflichten zu können, hingegen ein Bahn- Projekt aber in aller Entschiedenheit ablehnen zu müssen. Alle diese mit der Strassenverbindung Glarus-ßündnerland zusammenhängenden Fragen wurden eingehend in der Landratsitzung behandelt, wobei sich vornehmlich der seinerzeitige Gotthardkommandant, Herr Oberst Jenni-Weber, der ausgezeichnete Kenner der geographischen Verhältnisse des Gotthardgebietes, mit wohldurchdachten Argumenten für eine Kistenstrasse einsetzte. Nach seiner Auffassung müsse Glarus seine Anstrengungen sowohl auf den Kisten wie auf den Pragel konzentrieren. Am Schluss der Landratsitzung wurde folgende Resolution angenommen: «Der Landrat des Kantons Glarus unterstützt den Regierungsrat in der Frage einer direkten Strassenverbindung Glarus-Graufaiinden und spricht die Erwartung aus, dass auch der Kanton Graubünden für diese Strassenverbindung, die für die ganze Ost-, Süd- und Nordschweiz Ton ausschlaggebender wirtschaftlicher, verkehrpolitischer und militärischer Bedeutung ist, eintreten wird. Der Regierungsrat wird beauftragt, die Verhandlungen mit den Bundesbehörden und den Regierungen der Kantone Graubünden und Tessin sofort weiterzuführen^ Kommission für die Arbeitsbeschaffungsvorlage bestellt Wiewohl sie auf der Traktandenliste der Junisession der eidg. Räte figurierte, ist die Vorlage über den Ausbau der Landesverteidigung und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, wie wir voraus- dasteht. Deshalb konnte sich denn auch der Rat nicht dazu verstehen, mit der Inangriffnahme sagten, nicht zur Behandlung gekommen, aus dem zuzuwarten, bis der Bund einen Entscheid in der einfachen Grunde, weil die Kommissionen dafür SubTentionsfrage getroffen hat. In der Diskussion wurde übrigens jener Projekt-Variante das Wort geredet, welche für die Fahrzeuge eine Fahrbahn Ton 6,5 m Breite, daneben einen ca. 2 m breiten Radfahrerstreifen und einen Fussgängerweg von ca. 60 cm vorsieht, WDhei zur Abtrennung von eigentlicher Fahrbahn und Radfahrweg eine Grünhecke erstellt werden soll. - Ohne Diskussion zu den einzelnen Artikeln stimmte der Rat der Vortage in erster Lesung zu my. und erklärte sie für dringlich, womit sie der Volksabstimmung entzogen wird. Für die Vornahme der gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Lesung tritt das Parlament am 14. Juli zu einer weiteren Sitzung zusammen. Autostrasse Amsterdam-Den Haag. Am 25. Juni wurde die grosse Autostrasse Amsterdam-Den Haag feierlich in Betrieb genommen. Der Eröffnung wohnten auch die schweizerischen Delegierten des VIII. Internationalen Strassen- Kongresses bei. Die Distanz zwischen den beiden Städten lässt sich nunmehr im Automobil in ca. 40 Minuten zurücklegen. AKTUELLES noch nicht ernannt waren. Erst kürzlich hat man das nachgeholt: die nationalrätliche Kommission, deren Vorsitz Dr. Wetter (Zürich) führt, tritt am 22. August zur Behandlung des Entwurfs zusammen, dessen besondere Tragweite für uns darin liegt, dass er 35 Millionen für den Ausbau der Alpenstrassen, namentlich für die Schaffung einer Verbindung zwischen Glarus und Graubünden vorsieht und Tier Millionen für die Förderung des Fremdenverkehrs bereitstellt

N° 54 — ODIENSTAG, 5. JULI 1938 AUTOMOBIL-REVUE 11 Letzte Sportnachrichten Zürcher Auto-Gymkhana. Am 3. Juli gaben sich 37 Teilnehmer dieses Wettbewerbes Rendez-vous auf dem Areal der Bierbrauerei A. Hürlimann A.-G., das den grossen Vorteil hatte, dass die 8 Aufgaben, die jeweils nach den Dimensionen jedes Wagens umgestellt wurden, ziemlich weit auseinandergehalten werden konnten, so dass es dazwischen auch «etwas» zu fahren trab. Es war eine richtige Fahrgymkhana, bei der man nicht auf dem gleichen Fleck herumlaborieren musste, sondern in den «Zwischenetappen» richtig auf Zeit fahren konnte. Ja, selbst ein «Bergrennen en miniature» hinauf in einer schmissigen S-Kurve auf die Höhe des Sihlberges fehlte nicht Es ist heute schwer, den schweizerischen Fahrern an derartigen Prüfungen mit völlig neuartigen Aufgaben aufzuwarten. Die Zürcher hecken aber jeweils doch noch solche «Nouveautes» aus, die diesmal in einem englischen Anfahren von zwei Hindernissen und in einem perfiden Tastversuch auf einer festen Rampe bestanden. Dazu kamen noch folgende sechs Aufgaben: Slalomdurchfahrt durch drei enge Tore in Rückwärtsfahrt, Wenden auf schmaler Strasse, Einfahrt in eine äusserst knapp bemessene Garage, Reaktionsprüfung bei doppelter Durchfahrt, Rückwärtsfahrt um ein Kegelfeld, Parkieren sswischen zwei längs der Fahrbahn aufgestellten Wagen. Die Resultate der erstplacierten Amateure und Experten dürfen als vorzüglich angesprochen werden. Eine interessante Einlage folgte am Schlüsse der Veranstaltung: Die 17 Chauffeure der Bierbrauerei A. Hürlimann A.-G., starteten — man staune — auf Lastwagen zur Gymkhana, Wenn ,auch die Hindernisse entsprechend umgestellt worden waren, so zeigte es sich doch, dass auch das «poids-lourd» mit seinen neuesten Modellen soche Schwergewicht-Gymkhanas sehr wohl bestreiten kann. Es war wirklich allerhand, was da von diesen Berufsfahrern vorgezeigt wurde. Mit solchen schweren Kolossen um die Hindernisse und Chikanen herumzumanöverieren, bedarf schon mehr als eine sichere Hand. Nachstehend die Resultate: I. Amateure: Gestartet 19, angekommen 16 I. Dietrich H., Zürich, 432 Punkte; 2. Dold K. D., Herrliber*, 442 P.; 3. Schaerer W., Zürich, 448 P.; 4. Stirnemann E., Zürich, 491 P.; 5. Schwär F., Erlenbach, 517 P. ; 6. Müller A., Zürich, 520 P.; 7. Baggenstos A., Erlenbach, 532 P.; 8. Rhvner A. R., Zollikon, 555 P.; 9. Lenzin P., Zürich, 560 P-; 10. Fiedler K., Zürich, 566 P.; 11. Schenk F., Zürich 570 P.; 12. Welter H., Zürich. 648. II. Damen: Gestartet 4, angekommen 4. — 1. Rütschi R., Frl., Zürich, 564 P.; 2. Jester M., Frl., Winterthur, 856 P.; 3. Hofmann G., Frl., Zürich, 996 Punkte. III. Experten: Gestartet 14. angekommen 14. •— 1. Bolli M., Zürich, 303 P.; 2. Campolongo E„ Zürich 400 P.; 3. Brechbühler A., Adliswil, 402 P.; 4. Gübelin H., Zürich, 428 P.; 5. Ruff H., Zürich, 440 P.; 6. Schober E., Zürich, 442 P.; 7. »attner A., Zürich, 457 P.; 8. Fiedler M., Zollikerberg, 464 P.; 9. Zimmermann M., Zürich, 484 P.; 10. Bosshardt A., Zürich, 512 P. V Stimmt was nicht beim bernischen Auto- & mobilexnertenbureau ? Erklärung der Regierung zu Gerüchten Ober angebliche Unterschlagungen. Der bernische Regierungsrat veröffentlicht folgende Erklärung : In der Presse und unter der Bevölkerung zirkulieren Gerüchte über angebliche Unterschlagungen auf dem kantonalen Automobil-Expertenbüro, die von der Polizeidirektion vertuscht werden sollen. Zu diesen Gerüchten stellen wir vorläufig folgendes fest: Seit einiger Zeit bestehen Differenzen zwischen der Rechnungsführung der kantonalen Polizeidirektion und dem kantonalen Automobil-Expertenbüro, welche u. a. auch Verrechnungsfragen betreffen, die schon früher die Behörden beschäftigten und jeweilen nach den Anträgen der Polizeidirektion ent- Der Heuet ist im Gang. Duftende Fuder beleben die Strasse, aber sie sind mitunter derart breit geladen, dass die Sicht auf den entgegenkommenden Verkehr fast völlig verdeckt bleibt. Heisst es da schon beim Kreuzen mächtig aufpassen — Sie wissen doch, was für ein Gefühl es beispielsweise ist, wenn plötzlich ein Radfahrer hinter dem Fuhrwerk hervorbiegt! — so hat es mit dem Vorfahren erst recht seine ganz besondere Bewandtnis. Nur immer mit der -Vorsicht, nicht drängeln und nichts erzwingen wollen ! 2tusl«ain«l Deutscher Volkswagen in 6 Jahren amortisierbar. In der Wohenrate von 6 RM, welche die Käufer des deutschen Volkswagens zu entrichten haben, sind nach den Angaben des Leiters der Arbeitsfront nicht nur die Abzahlung, sondern auch dje Versicherung, die Garage und die Kosten für die vierteljährliche Ueberholung eingeschlossen. Die eigentliche Wochenrate beläuft sich nur auf 2,90 RM., was einer Amortisationsdauer von 6 Jahren entspricht Berücksichtigt man die konstruktive Reife des Wagens und steMt man ansserdem die Kaskoversicherung sowie den Ueberwachungsdienst bezüglich der technischen Instandhaltung des Fahrzeuges in Rechnung, dann dürfte die Amortisation innert des erwähnten Zeitraumes tatsächlich im Bereich des Möglichen liegen. Hauptversamlung der Auto-Union AG. Entsprechend den Anträgen des Verwaltungsrates hat die Hauptversammlung der Auto-Union in Chemnitz die Dividende für das Geschäftsjahr 1937 auf 6% festgesetzt Für das laufende Jahr präsentieren sich die Aussichten im ganzen günstig, erreicht doch der Auftragsbestand einen solchen Umfang, dass die Lieferfristen nicht eingehalten werden können. Der Export verzeichnet gegenüber dem selben Zeitraum 1637 eine wertmässige Steigerung um 60%. V«s»l««»l»»«i»«»Kt6U Autowerbung — ein sehr wichtiger Bestandteil der Verkehrspropaganda. Der kürzlich erschienene Jahresbericht der Verkehrskommissioo Luzern widmet u. a. auch dem Autotourismus ein Kapitel, das einen aufschlussreichen Einblick in die ebenso vielfältigen wie umfassenden Werbemethodeu gewährt, deren man sich in Luzern bediente — und erfolgreich bediente, wie die Statistik lehrt — um das Kontingent der Autogäste zu steigern. «Von Jahr zu Jahr» — lesen wir da —' «vermehrte sich unsere Tätigkeit auf autotouristischem Gebiete. Die Autowerbung bildete demnach einen sehr wichtigen Bestandteil unserer gesamten Werbung für Luzern und die Zentralschweiz. Wir haben in verschiedenen Automobilzeitechriften und Glubbüchern inseriert und die Automobil-Sekretariate der grossen in- und ausländischen Clubs lieber dieses Thema sprach letzten Freitag an der ETH im Rahmen der Kolloquien über Flugwesen Oberingenieur Paul Jaray, der bekannte Verfechter für eine vernunftgemässe, den Forderungen der Aerodynamik angepasste Autotnobilkarosserie. Einer unserer ZüTdher Mitarbeiter schreibt uns darüber: Jaray, der bereits 1921 als Oberingenieur und Chef der Projektenabtei- •lung des «Luftschiffbau Zeppelin > seine ersten Patente für eine Stromlinienkarosserie anmeldete, hat seit 17 Jahren unablässig an. der aerodynamischen Verbesserung der Karosserien gearbeitet Schon als Konstrukteur von Zeppelinluftschiffen war es sein Bestreben, erösstmögliche Wirtschaftlichkeit zu erreichen, was er durch Verringerung des Luftwiderstandes zu erzielen versuchte. Auf die gleiche Weise beim Automobil vorzugehen, lag um so näher, als Messungen gezeigt hatten, dass der Rollwiderstand eines Wagens im Verhältnis zum Luftwiderstand nur gering ist So entstand die bekannte, nach Jaray benannte Karosseriefown, deren Bauelemente aus einem Tragflügelausschnitt als Grundkörper und einem halben Luftschiffkörper als Aufbau besteht Einleitend gab Jaray eine generelle Uebersicht über die Versuche an verschiedenen Karosserieformen. Die ersten Versuche reichen auf das Jahr 1922 zurück und be- legelmässäg mit Propagandamaterial beliefert. Gemeinsam mit der Schweiz. Verkehrszentrale haben wir eine Kollektivwerbung in wichtigen ausländischen Fechfolättern durchgeführt Mit der Broschüre «Luzern, das Autozentrum der Schweiz» bedienten wir unzählige Auskunftsstellen und verteilten eie in unserm Bureau an durchreisende Automobilisten. Die von uns vor zwei Jahren eingeführte Automobilstatistik vermittelte uns auch pro 1937 ein übersichtliches Bild des autotouristlschen Verkehrs in Luzern, sowohl über das Kontingent der Autogäste als auch über die Logiernächte. Leider weist die Automobilstatistik noch einige Lücken auf, weil sich bei den Hotels zweiter Kkusse nur ca. 20 Betriebe, d. h. ungefähr die Hälfte, zur Einreichung ihrer Angaben entschliessen konnten, währenddem bei den Erstklasshäusern nur ein Betrieb fehlt.» An diese einleitenden Bemenkungen schliesst sich ein aus dem seinerzeit von unserem Blatte veröffentlichten Artikel über die Lnzerner Autostatistik, deren Bilanz sich dahin resümieren lässt, dass die Leuchtenstadt im vergamgienen Jahr 21 % mehr Wagen und 28 % mehr Autogäste bei sich empfing, ein Aufschwung, der allerdings ausschliesslich den Ausländern zu danken ist, währenddem die Frequenzkürv© für die Schweizer Automobilisten eine absteigende Richtung etaschlug. Troüeybos findet in Luzern keine Gegennebe. Die Vortag© über die Emföhirmg des Trolleybu»- betriebes aul der Linie Allmend—Lido hat, in der Abstimmung einen ungnädigen Souverän gefunden, wurde sie doch mit 6473 gegen 3210 Stimmen verworfen, währenddem der Grosse Stadtrat sich seinerzeit mit allen gegen zwei Stimmen für den Uebergang auf die neue Betriebsart ausgesprochen hatte. Das negative Resultat der Volksbefragung geht wohl mit darauf zurück, dass in letzter Stunde von gegnerischer Seite ein gross Flugblatt verbreitet worden war. aufgemachtes Formen, und so schaffen die Rennwagen ebenfalls unbemerkbar Fortschritte. treffen Windkanaluntersuchungen, die in Friedrichshafen an Jaray- und Standard-Karosseriemodellen durchgeführt wurden. Es eigte sich, dass damals schon die ersten Entwürfe der Jaray-Erfindung einen Luftwiderstandsbeiwert besassen, der nur rund inen Drittel des Wertes üblicher Normalkarosserien betrug. Nun wurden einige Chassis mit Jaraykarosserien versehen und mit diesen Wagen weitere Auslaufversuche und Brennstoffmessungen durchgeführt Die Erebnisse dieser Untersuchungen waren überraschend. Vergleichsmessungen mit gleichen schieden worden sind. Um eine endgültige Abklärung der Streitfragen herbeizuführen, gab am hassis, wovon das eine Standard-, das andere stromlinienmässig karossiert war, zeig- 38. Mai die Polizeidirektion schriftlich Auftrag, eine amtliche Untersuchung durchzuführen. Die amt-teliche Prüfung war also eingeleitet, bevor am ebenso verbesserte sich die Beschleunigung Brennstoffeinsparungen von 15—45 %, 23. Juni die erste Meldung über diese Angelegenheit in der Presse erschien. Von einer Vertuschung und die Höchstgeschwindigkeit 1934 wurden diese Versuche durch äusserst präzise durch die Polizeidirektion kann also nicht gesprochen werden. Messungen von Ingenieur Brüderlin ergänzt. In der Sitzung des Regierungsrates vom Freitag, Zu dieser Zeit herrschte bei Laien noch viel- dem 1. Juli, orientierte der kantonale Polizeidirektor die Regierung zum zweitenmal über den Stand der Untersuchung. Sobald diese beendigt ist und die Regierung daraus die nötigen Schlüsse gezogen hat, soll die Oeffentlichkeit durch die Presse über das Ergebnis orientiert werden. ach die Auffassung, dass die Stromlinie ökonomisch erst bei mehr als 100 km/St, der tandardkarosserie überlegen sei, aber gerade diese Versuche zeigten, wie sehr diese Meinung zu Unrecht bestand. Unterdessen griff Amerika die «Streamline » auf, stempelte sie zu einer neuen Errungenschaft des Automobilbaues — und doch war diese Streamline nichts anderes als eine Pseudostromlinie. Man glaubte, durch dem Auge gefällige Formen die Luft in ihrer Bahn beeinflussen zu können. In Europa wurde unterdessen unablässig weitergearbeitet. Unzählige Vergleichsmessungen zwischen Jaray- und Kastenwagen wurden durchgeführt, so von Daimler-Benz, TH Stuttgart, Gsell u. a, letzte IVIeldun^efl Automobil und Aerodynamik Einen Hauptgrund dafür, dass sich die Stromlinienkarosserie noch nicht weiter durchgesetzt hat bildet wohl ihre äussere Form. Die ersten Ausführungen waren plump, denn hier fehlte es an der gegenseitigen Anpassung zwischen Karosserie und Fahrgestell. Dieses Bild änderte sich Jedoch sofort als die Niederrahmen allgemein Eingang im Automobilbao fanden. Nun erst wurde es möglich, die ganze Breite des Wagens bis über die Räder auszunützen. Damit war auch das Raumproblem mit einem Schlag gelöst. Koffern und Ersatzräder, in die Karosserie eingebaut, sind vor Regen und Verschmutzung geschützt Die vollkommen glatte Wagemmterseite, eine unbedingte Forderung der Aerodynamik, abgerundete Kanten und glatte Aussentiaut mit versenkten Fensterscheiben, Winkern usw. gestatten leichte Reinigung, um so mehr, als sich durch geordnete Luftabführung längs der Karosserie beinahe keine Kotablagerungen bemerkbar machen. Die letzten Ausführungen von Jaraykarosserien auf BMW, Adler, Maybach und Tatra-Chassis zeigen eine sehr elegante Form, eine Annäherung an die heutigen iRennwagen ist unverkennbar. Gerade hier liegt ein Wert des Rennwagens, in der Schulung des Laienauges für neue Im weitern kam Jaray noch auf die Frage der Lüftung zu sprechen. Die übliche Anordnung der Automobilkühler ist technisch schwer verständlich, wird er doch in den vollen Fahrtwind gesetzt und wirkt so geradezu als eine Wand, an der die Luftmassen abprallen. Beim Jaraywagen finden wir nur eine kleine Oeffnung am Staupunkt des untern Teilkörpers. Es ist die Eintrittsöffnung einer Düse, an deren weiterem Ende der Kühler liegt, ein Prinzip, wie man es bereits überall im Flugzugbau findet Ebenso glücklich ist die Belüftung des Innenraumes gelöst Hier ist ebenfalls am Staupunkt des Windschutzes eine kleine Lüftungsklappe angebracht, die den Innenraum unter geringem Ueberdruck hält. Dadurch wird das Eindringen von Staub, Gasen und Dämpfen vermieden. Anders bei gewissen Normalkarosserien, worin manchmal auch bei geöffneten Fenstern ein Unterdruck herrscht, der die Abgase und Benzindämpfe von den Stellen höheren Druckes geradezu hereinsaugt. Durch das Oeffnen der Seitenfenster erhöht sich der Luftwiderstand zudem um ungefähr 20%. Angesichts dieser und weiterer kleinerer Vorteile des Jaray-Wagens ist es zu wünschen, dass sich die zuständigen Kreise noch stärker mit dieser Erfindung befassen. Dass dieses Interesse massgebender Stellen noch sehr zu wünschen übrig lässt, stellte auch Prof. Wiesinger, der bekannte Erfinder des Sohienenzepo, in der anschliessenden Diskussion fest Benzin-Verkaufs- und -Gestehungspreis. Die letzte Benzinpreisermässigung auf £2 Rappen pro Liter hat die Gestaltung des Gestehungspreises dieses so lebenswichtigen Betriebsstoffes wieder etwas mehr in den Vordergrund treten lassen. Der Bundesrat hat in seiner Vernehmlassung besonders darauf hingewiesen, dass es sich bei dieser letzten Benzinpreisherabsetzung nur um eine provisorische Massnahme handle und dass, soweit die Reduktion des Einstandspreises diesen Tanksäulenpreis nicht ermöglicht, vorläufig der Ausgleichsfonds herhalten soll, den Preis von 42 Rappen zu halten bis, ja bis dieser erschöpft ist und wieder zu einer Preiserhöhung Zuflucht genommen werden muss. Es ist eigentlich sonderbar, dass der in erster Linie Beteiligte, der Motorfahrzeugbesitzer, über die Gestaltung des Gesitehungspreises von Benzin und Schweröl zum grössten Teil sehr schlecht orientiert ist. Man muss meist via Ausland, d. h- über englische Wirtschafts>- und Finanzmeldungen vernehmen, dass wieder ein« Reduktion oder Erhöhung des Weltmarktpreises eingetreten ist. Man kann sich aber fragen, ob es nicht möglich wäre, die Anpassung des Inlandsverkaufspreises bei sinkenden Weltmarktpreisen, ebenso rasch zu vollziehen, wie... wenn es sich um eine Erhöhung desselben handelt, wo der Inlandspreis mit grösster Beschleunigung dem Weltmarktpreis folgt In den monatlichen Statistiken der Eidg 1 . Zbll- Verwaltung finden sich jeweils nicht nur Angaben über die importierten Benzin- und SchweTÖlmengen, sondern es ist gleichzeitig auch der bezügliche Importwert beigefügt; zwei Angaben, die die Möglichkeit verschaffen, eich über den Gestehungspreis Rechenschaft zu geben. Greift man die Resultate vom Mai 1937 bis Mai 1938 heraus und berechnet aus Wert und Menge des Importkontingentes von Benzin den Gestehungspreis per kg, so ergibt sich aus untenstehender Tabelle, dass sich vom Mai 1937 bis Oktober 1937 der Preis pro kg immer zwischen 16,10 Rappen und 16,35 Rappen gehalten hat Der Abbröcklungsprozess am Einstandspreis setzte mit dem Monat November letzten Jahres ein, wo er erstmals auf 16,85 Rappen sank, am dann die abwärtsgleitende Kurve mit Ausnahme des Monats Februar 1938, wo er wieder von 14,95 Rappen auf 15,20 Rappen vorübergehend anstieg, stets weiter zu verfolgen. Besonders stark war dieses Abwärtsgleiten in den Monaten April und Mai (von 14,95 Rappen auf 13,80 Rappen). Innert Jahresfrist ging der Einstandspreis an der Grenze von 16,15 Rappen auf 12,80 Rappen pro kg, d. h. um 3,35 Rappen per kg zurück, wie sich denn die vorstehenden Angaben stets gewichtsmässig per Kilogramm verstehen. Demgegenüber vollzog sich der Rückgang des Tanksäulenpreises des Benzins seit dem Mai 1937 wie folgU 12. Juli 1937: 45 Rappen per Liter 6. April 1938: 44 » » » 30. April 1938: 43 * » * 17. Juni 1938: 42 > » » Jahr Monat Wert Meng« Wer! per Fr. q kg. Rp< 1937 Mai 2 733 714 169 477,53 16,15 Juni 3 331787 203 998,39 16,35 Juli 3 397 731 208 084,84 16,35 Augus? 3 360 317 208 671,26 16,10 September 2 929 723 179 255,58 16,35 Oktober 2 634009 162987,36 16,15 November 2 339407 147 681,17 15,85 Dezember 2161965 140 715,01 15,35 1938 Januar 1513 200 101207,71 14,95 Februar 1551345 102 080,87 15,20 März 2 076 556 138 941,08 14,95 April 2 403665 173 899,32 13,80 Mai 2357102 184174,95 12,80 Der Tanksäulenpreis ist somit dem Weltmarktpreis immer mit wesentlicher Verspätung nachgehinkt. Ein vermehrter Schutz der Konsumenteninteressen wäre deshalb sehr wünschenswert. V CT H APFH * 1IS PN den Yeibanden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Wir muntern unsere verehrten Aktivmitglieder auf, an der Monatsversammlung vom Donnerstag, den 7. Juli a. c, abends 20.15 Uhr, im Hotel Löwen recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Wir haben einiges Interessantes mitzuteilen, was das Erscheinen eines jeden Kollegen erfordert. Vergesst auch nicht dass es zum Wohle jedes einzelnen ist wenn ihr unaufhörlich nach neuen Vereinskameraden werbet. Es sollten noch recht viele Berufskameraden unserm politisch und konfessionell neutralem Verein angehören. Die Beitrge sind heute für jeden erschwinglich und zudem erhaltet ihr unsere sehr geschätzte und in Berufsfragen so vielgestaltige cAutomobil- Revue» gratis ins Haus geliefert. Wir erwarten vollzähligen Aufmarsch tmd hoffen auch, dass die säumigen Zahler ihrer Pflicht besser nachkommen werden. Mit Chauffeurgruss: Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Einladung BOT > Monatsversammlung, Mittwoch, den 6. Juli, abends 8/4 Uhr pünktlich, im Rest Du Pont. Wichtige Mitteilung über die Rechtsauskunftsstelle. Da dies die letzte Versammlung vor