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E_1938_Zeitung_Nr.054

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DTEWSTAG, 5. JTOT T93S ~ NO K± Aktuelle Bildberichte Der Stromlinien-Rennwagen der Auto-Union, mit dem Müller im Training zum G. P. von Frankreich stürzte, wobei er, entgegen den ersten Nachrichten, nur leicht verletzt wurde. Von Brauchitsch, auf Mercedes-Benz, der nachmalige Sieger im Grossen Preis von Prankreich, bei einem Boxenhalt -während des Trainings. Das IV. Schweiz. Auto-Ski-Meeting am Rhonegletscher, arrangiert vom A.CS., war wiederum ein grosser sportlicher Erfolg. Unser Bild zeigt die beiden Kombinations-Sieger Gritli Schaad-Willy ; Bürgin. Eystons verbesserter Ueberrennwagen. Der «Thunde rbolt» des Captain G. E. T. Eyston, mit dem dieser im Laufe der kommenden Wochen den absoluten. Weltrekord brechen will. überall. gebührt TEXACO der Vorzug des Automobilisten. TEXACO-Qualität is führend auf der ganzen Welt Auf allen Gebieten : Im Automobil- und, Flugwesen, in der Marine, in der Industrie geniessen Texaco-Oele und Fette den unbestrittenen Ruf qualitativer Ueberlegenheit Dieser Erfolg beruht auf der vorbildlichen, mächtigen Organisation der The Texas Company» die ihre eigenen Oelquellen ihre eigenen Raffinerien und eigenen Verkaufsstellen besitzt. Nicht eine einzige Minute entgeht die Fabrikation der peinlichsten Kontrolle. TEXACO marschiert immer an der Spitze technischen Fortschrittes und befriedigt alle noch so hohen Anforderungen der Verbraucher. TEXACO leistet mehr, gibt Ihnen grössere Sicherheit und ist wirtschaftlicher. Allein TEXACO A. G. BASEL konzessionierte Gesellschaft der Texaco-Produfete hergesfell» durch The Texas Company U. S. A.

54 DIENSTAG, 5. JTJLI 1938 ÄUTOMOBIL-REVUE IV. Schweizerisches Auto-Ski-Meeting am Rhonegletscher Diese am letzten Samstag und Sonntag ausgetragene Kombinations-Konkurrenz zwischen sommerlichem und winterlichem Sport brachte einige außerordentlich bemerkenswerte automobilistische Neuerungen. Ueber den neuen Veranstaltungstyp der grossen Gletschersternfahrt sind die Leser der «A.-R.» ja orientiert. In der ersten praktischen Durchführung hätte zwar diese Sternfahrt ebensogut « Schnee-Rallye » heissen können, waren doch die Pässe am Samstag bis auf die Höhe des Urserentales tief verschneit Das bedeutete für die Konkurrenten eine ganz ausserordentliche Erschwerung, denn 10 Stunden auf glitschigen Bergstrassen herumzuturnen ist keine Kleinigkeit Keiner der Fahrer wird diese überaus strapaziöse Tour leicht vergessen — und es spricht Bände für die hervorragende Qualität der Konkurrenten, dass die Fahrt ohne den geringsten Unfall und sogar ohne die kleinste Kotflügelverstauchung zu Ende ging. Wie bekannt, starteten die Konkurrenten vormittags 9 Uhr an irgendeinem Punkt in irgendeiner Ortschaft der Schweiz. Das Ziel Gletsch war bis 19 Uhr auf freigewähltem Parcours zu erreichen, wobei die Fahrt an Hand von Poststempeln nachzuweisen war. Für die Wertung war die Addition der zurückgelegten Strecke und der überwundenen Höhendifferenz (letztere mit 30 multipliziert) ausschlaggebend. Ein Beispiel für die Strecken, welche bei diesem automobilistischen Biesenslalom zurückgelegt wurden: Der Tagesaieger Hans Stich (Chaux-de-Fonds) begann mit seinem Fiat Balilla in Meiringen, traversierte die in tiefem Neuschnee liegende Passstrecke Grimsel. Furka lind Gotthard, machte in Faido kehrt, erklomm den GotthaTd von neuem, fügte nach der Abfahrt durchs Urnerland eine doppelte Traversierung des Klausen an, erreichte über Goldan, Luzern und Brünig den ursprünglichen Ausgangspunkt Meiringen und pirschte sich neuerdinga, diesmal in stürmischem Schneetreiben, über die Grimsel nach Gletsch. Dabei bewältigte er eine Totaldistanz von 434 km und überwand eine Höhendifferenz von 17 240 m. Es schickt sich, an dieser Stelle den fertigen Vater der Schneesternfahrtformel, unsern Kollegen Dr. Moser, vom cAuto», «u seiner originellen Idee zu beglückwünschen. Uebrigens hat er die jjrosse Sternfahrt als einziger im «Sologang» erledigt. Die Zuverlässiokeitsfahrt. eine gesonderte Konkurrenz, welche jedoch von den Sternfahrern im Rahmen der grossen Gletacherfahrt mit absolviert werden konnte, verlangte — ausser der Einhaltung einer vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit — die Entdeckung von fünf Verkehrszeichen, welche den gesetzlichen Vorschriften klar zuwiderliefen, z. B. blauer Wegweiser für eine Strasse ohne Vortrittsrecht. Vortrittssignal innerorts, falsche Kreuzungszeichen, den gesetzlichen Vorschriften widersprechende Beschränkungen für Gewicht und Breite usw. Die Fahrer nahmen diese Aufgabe ausserordentlich ernst, ja nötigenfalls ging man sogar mit Skistöcken und Handschuhen hinter die verschneiten Signale, mit dem Erfolg", dass auch unter den von den Strassenbehörden für den Dauergebrauch aufgestellten Zeichen etliche ermittelt wurden, die in wesentlichen Punkten nicht richtig sind. Die Skikonkurrenz, em einfacher, aber ausserordentlich schneller Abfahrtsslalom bei sehr günstigen Schneeverhältnissen, welche die Veranstalter dem Neuschnee verdankten, brachte in winterlicher Landschaft erstklassigen Skisport und. einen neuen Sieg des Slalom-Weltmeisters Rominger, der den ehemaligen schweizerischen Skimeister Willy Bernhard um zwei Sekunden schlug. Im anschliessenden Teil des Programms: Ski-Chilbi auf Belvedere und Preisverteilung im Hotel Rhonegletscher, kam wieder, wie beim Ball am Vorabend, die Kameradschaft zwischen Autlern und Skifahrern ausgiebig zum Wort. Es war ein Fest, wie es nur hoch oben, in den Bergen denkbar ist. Ein besonderes Kränzchen gehört Frau Büchi- Beutner (Bern) gewunden, die als einzige Dame an der grossen Sternfahrt startete und sich dabei tapfer über die respektable Strecke von 450 km durchschlug. Resultate. Grosse Gletschersternfahrt. Klasse unter 1500 ccm: 1. Hans Stich (Chauxde-Fonds) auf Fiat 960,5 Punkte (Tagesbestleistung mit 434 km Distanz und 17 240 m Höhendifferenz); 2. Frl. K. Reinshagen (Brig) auf Fiat 816,5 Punkte. Klasse Ober 1500 ccm: 1. Henri Sauthier (Martigny) auf Citroen 934 P.; 2. Peter Lareida (St. Moritz) auf Opel 877 P.; 3. Theodor Langen (Zernez) auf Chevrolet 819 P.; 4. H. Helbling (Rapperswil auf Chrysler 814,7 P.; 6. Dr. H. Siegrist (Luzern) auf Steyr 783 P. Zuverlässigkeitsfahrt von Andermatt, Meiringen oder Brig nach Gletsch. 1. H. Helbling (Rapperswil) auf Chrysler 0 Strafpunkt; 2. Willy^Bürgin (Meilen) auf X. 1 Strafpunkt; 3. Dr. E. Moser (Bern) auf Vauxhall 1 Strafpunkt. Abfahrts-Sklrennen auf dem Gratschlucht- Gletscher. Eliteklasse: 1. Rudolf Rominger (StMoritz) 1:08; 2. Willy Bernath (Chaux-de-Fonds) 1:10; 3. Arnold Glatthard (Scheidegg) 1:14; 4. Willy Bürgin (Meilen) 1:17; 5. A. Schlatter (Murren) 1:22, — 'Allgemeine Klasse: 1. Karl Weber (Zürich) 1:20; 2. Anton Escher (Brig) 1:27; 3. Karl Jost (Reckingen) 1:30. Damen: 1. Margrit Schaad (Zürich) 1:29,2; 2. Doris Küpper (Zürich) 2:06. Kombination Auto-Ski. Herren: 1. Willy Bernath (Chaux-de-Fonds) 569 Punkte; 2. Willy Bürgin (Meilen) 556 P.; 3. Anton Escher (Brig) 507 P. Paare: 1. W. Bürgin-M. Sohaad 762 P.; 2. H. Weissbrod-D. Küpper 410 P.. Hans Ruesch zieht sich vom Rennsport zurück. Der Zürcher Hans Ruesch teilt uns mit, dass er beabsichtige, der Arena des Auto- Rennsportes Valet zu sagen, wenn nicht für immer, so doch mindestens für das laufende Jahr. Damit verbabschiedet sich einer der erfolgreichsten Schweizerfahrer vom aktiven Sport, um sich einem andern Tätigkeitsgebiet zuzuwenden. Während 6 Jahren stand Ruesoh im Feuer der nationalen und internationalen Motorenschlachten und nicht weniger als 26 Siege bilden das Fazit dieser Garriere, die 1932 ihren Anfang nahm. Als 19jäihriger debütierte der Zürcher damals auf MO beim Klausenrennen, wo er m der Gruppe Sportwagen 1100 ccm obenaufschwang. Später wechselte er die Marke und bestritt seine Rennen während 2VT. Jahren auf Maserati, den er 1936 gegen einen Alfa Romeo umtauschte. Den letzten Sieg, der zugleich den Abschluss seiner Laufbahn bilden sollte, landete er im vorigen Herbst bei der englischen Bergmeisterschaft in Brooklands. Ausser den zahlreichen Erfolgen* die sein € goldenes Buch > zieren — wir geben es nachstehend in extenso wieder — holte er sich auch Rekordlorbeeren, gelang es ihm doch 1933 und 1934 in MontMiery den absoluten Weltrekord über den stehenden Kilometer zu Fall zu bringen. Was Ruesch jetzt zu tun gedenkt ? Einstweilen wird er zur Feder greifen und als Mitarbeiter an englischen Zeitungen wirken, doch hegt er nicht die Absicht, sich ausschliesslich dem Journalismus zu verschreiben. Palmares. Erste Preise. G. P. von Domngton 1936 (beste Tageszeit) G. P. von Bukarest 1837 (beste Tageszeit) G. P. des Frontieres 1937 (beste Tageszeit) British Mountain Championship 1937 (beste Tageszeit) Rundstreckenrennen Elaintarhanajo (Finnld.) 1937 (beste Tageszeit) Rundstreckenrennen Bremgarten 1936 (beste Tageszeit) Rundstreckenrennen Bremgarten 1937 (beste Tageszeit) Rundstreckenrennen Coupe de Titesse 1937, Prankreich (beste Tageszeit) Rundstreckenrennen Titisee 1934 (beste Tageszeit) Rundstreckenrennen Eibsee 1934 (beste Tageszeit) Rennen von Gyon 1936 (beste Tageszeit) Kilometerrennene von Gyon 1936 (beste Tageszeit) 500 Meter Flieg. Start Nizza 1934 (beste Tageszeit) Bergrennen Grand Saconnex 1935 (beste Tageszeit) Bergrennen Lapize 1936 (beste Tageszeit) Bergrennen Gometz - Le-Ghatel 1933. Franke: Tageszeit) Bergrennen Hannashatar 1936, Ungarn (besteTageszeit) Bergrennen Rheinecfc-Walzenhansen 1934 (beeto Tageszeit) Bergrennen Rheineck - "Walzenhausen 1937 (beste Tageszeit) Bergrennen Kesselberg 1935 (Kategorie) Bergrennen Jaunpass 1932 (Kategorie) Bergrennen Klausen 1932 (Kategorie) Bergrennen Rheineck - Walzenhausen 1932 (Kategorie) Bergrennen Rheineck - Walzenhaosen 1933 (Kategorie) Bergrennen Gaisberg 1933, Oesterreieh (Kategorie) Bergrennen Semmering 1933, Oesterreieh (Kategorie). Zweite Preise. Eifel-Rnfidstreckenrennen 1835 (1500 ccm) Bergrennen Montreux-Caux 1934 (zweitbeste Tageszeit) Bergrennen Develier-Les Rangiere 1036 feireitbeste Tageszeit). Dritte Preis«. G.P. von Norwegen 1935, Oslo (drittbeste Tageszeit) G. P. von Albi 1936 (drittbeste Tageszeit) Rundstreckenrennen Ton Mailand 1937 (drittbeste Tageszeit) Criterium Roma 1933 (drittbeste Tageszeit) Coppa Acerbo 1936 (1500 ccm) Masaryk-Ring 1933 (1500 cwn). Grosser Adler-Erfolg im schweren 24-Stunden-Rennen in Le Mans ADLER gewinnt den Rudge Withworth-Pokal fahxung Von 42 gestarteten Wagen beendeten nur 15 das Rennen. ADLER startete mit 2 Wagen und beide Wagen beendeten dieses schwere 24-Stunden-Rennen SIEGREICH. Ein neuer Beweis für Zuverlässigkeit und überlegene Material-Qualität der Marke ADLER. Gefahrener Stunden- Durchschnitt annähernd 120 km. Generalvertretung: G*iwr>l'Dlx«Ml(m Vencnin-Sarriee: A.-C. für d, Verkauf d_ XXiFA-ROMEO-Antcmobile Lugano, Viale Cassaiate s' Tel.24.235. Schlagenhanf Ä.-G., Zürich, Verkaufslokal: Löwenstr. 19, Tel. 72.878. Gaiage und Service: Winteithuxerstrasse 297, Telephon 68.130. Firn« Sehen, Ben, Monbijoustrasse 10, Telephon 29.443. Eiabllssementf Cfc,Sinn S.A., Lausanne, avenue d'Echallena 3-4, Telephon 27,444. Service für Genfs Garage Umberto Marcneii, Rue da Vaache 17, Telephon 22.50" iiR AUTOMOBILE 7IIRICH Pflanzschulstr. 9 — Tel. 7 Ausstellung: Theaterstrasse 12