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E_1938_Zeitung_Nr.060

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6 AUTOMOBIL-REVUE Format

6 AUTOMOBIL-REVUE Format 18x22 PREIS franko eingeschrieben FFr. 40.— Verlag: Vturo Victor Lefevre & M. Baron 1, Av. F£Hx-Faure, Paris (IS) Tel. Vauglrard 43-24 Postcheck-Konto: Paris 25 848 (32. Jahrgang) 1938 Der Katalog der Kataloge (Führer für Autokäufer) ist erschienen Preise und Charakteristiken aller Marken (Tourenwagen, Nutzfahrzeuge und sämtliche Zubehöre). Charakteristiken und Chassis-Nummern von Tourenwagen und Nutzfahrzeugen ab 1938 Vollständige Erklärung der Citroen-Modelle 7 und 11 mit Vorderradantrieb unter Beigabe von Tafeln sämtlicher Bestandteil« in der Reihenfolge ihrer Montage. Strassenverkehrsvorschriften und Ergänzungen. Nützliche Auskünfte: Requisitionen, Versicherungstarif für Paris und Umgebung. Verkehrsschilder nach Daten und Departementen geordnet. Adressen der wichtigsten Automobil-Lieferanten. Karosserie Dietrich Aktiengesellschaft Güterstr./Delsbergerallee 50 Telephon 26.851 DIENSTAG, 26. JULI 1938 -> N° 60 amssf/f/e in der neuen Werkstätte Nauenstrasse 43—45 SPEZIAL- SERVICE W. Garbani Söhne & Co. P.Kupferschmid Ritzi & Wagner, Tel. Nr. Garage Kasinoplatz 37.ZZZ m Greyerzstrasse 80 Telephon 22.417 ' Erlachstrasse 7 ^Teleph. 23.695 LIESTAL Konrad Peter A.-G., Gasstrasse 72.606 LUZERN Erwin Hahn, Moosstraße 2 a Für Fahrten in die 22.141 25.S80 SOLOTHURN Werkhof-Garage AG., Werkhofstr. 15 21.848 SCHAFFHAUSEN E. Rampinelli 100 ALPEN BURGDORF LUZERN Fr. Born Amrein&lmbach Malergeschäft und Autolackiererei. Schriftenmalerei. Schlagfeste Emaillierungen im Ofen Vonmattstr. 28 n. 30 Telephon 25.500 A. Wehle Dörflistrasse 4 In Ganzleinen Fr. 8.- Telephon 68.081 OERLIKON- ZÜRICH SIRNACH Telephon 680 P. Widmer Autospritzwerk Telephon 65.188 HORQEN LUZERN ST. GALLEN Gebr. Keller Stockerstrasse 19 Telephon 924.622 Auto-Spxitzerei Bosch & Müller Zurichstrasse 22 Telephon 25.868 Fachmännische Arbeiten Müller & Häne Bogenstrasse 9 a Telephon 45.75 Auto-Spritzlackier- Werkstätte E. Huber Aarestrasse-Speditionsweg Telephon 13.78 empfehlen wir unseren Alpenführer WAUWIL Karosseriewerke J.Wartmann Telephon 56.431 HLE N/Arg. A. Graf Tel. 61.409 mit Spezialkarten aus dem ganzen Alpengebiet, von Wien bis nach Nizza Th. Waibel Tösstalstrasse 29b Telephon 22.758 WiNTERTHUR ZÜRICH Bianco & Bindnagel Dufourstr. 60 Telephon 47.469 Er enthält: 50 Kartenblätter, 6farbig, 1:500,000 150 prächtige Strassen- und Passbilder, 300 Seiten Orts- und Passbeschreibungen, Tabellen aller Alpenpässe der Schweiz, von Italien, Deutschland und Frankreich mit Angabe über Befahrbarkeit, Steigung in %, Oeffhung etc. Für Fahrten in die Schweizer Berge, zum Grossglockner, in die Dolomiten oder in die französischen Alpen ist dieser Spezialführer der wertvollste und zuverlässigste Berater VERLAG HALLWAG BERN Gebr. Bosshart 2 Alfr.-Escherstr.76-78 Tel. 38.871 Auto- Spritzwerk Jean Hottinger Badenerstrasse 294 Telephon 33.204 Jos. Widmer Gasometerstrasse 9 Telephon 39.335 Badenerstr.531 Autospritzwerk ZÜRICH 9 Tel. 34.225 ZÜRICH Schriften, Monogramme etc. Bringen Sie Ihren Wagen direkfr zu uns! Es ist Ihr Vorteil! Verlac, Druck und Cliches: HALLWAG A.-G, Bern, Für wirkungsvolle Inserate: Hallwag-Cliches I

N° 60 II. Blatt BERN, 26. Juli 1938 Um die Abnützung der Zylinder und Kolben Spricht man irgendwo von der Generalüberholung eines Motors, so verbindet man heute damit schon ganz von selbst zunächst die Vorstellung eines Ausschleifens oder Ausbüchsens der Zylinder und einer Erneuerung der Kolben. In der Vorkriegszeit, da diese noch aus Gusseisen hergestellt, die Tourenzahlen und Drücke bescheiden waren, standen zahlreiche andere Störungsursachen im Vordergrund. Heute aber läuft die überwiegende Mehrzahl richtig gepflegter und gefahrener Motoren, von Kleinigkeiten abgesehen, so lange klaglos, bis eines Tages irgend eine ungewohnte Erscheinung — meist ist es ein rapides Ansteigen des Oelverbrauchs, zuweilen auch deutliches Nachlassen der Elastizität des Motors oder seiner Allgemeinleistung — darauf hinweist, dass die Kolben infolge fortgeschrittener Abnützung im Zylinderblock zu « läuten » beginnen. Die bedeutenden Unterschiede in der Laufzeit bis zum Eintritt dieser Verschleisserscheinungen — manche Motoren weisen noch nach 100,000 km eine beachtlich gute Verfassung auf, während andere schon nach 15,000 km abnormale «Luft» zeigen — haben die Ursachen dieser Art von Abnützung wiederholt in den Vordergrund der technischen Forschungen gerückt. Die Gründe für den Materialverlust an Kolben und Zylinderwänden sind zweifacher Natur. Und zwar handelt es sich einerseits um die selbstverständliche Abnützung durch Reibung, anderseits durch Korrosion, eine Erscheinung, der man erst in den letzten Jahren ein entsprechendes Augenmerk zugewandt hat. Was den reinen Reibungsverschleiss betrifft, so haben die Beobachtungen erstens ergeben, dass dieser bei richtiger Sohiuierung und Fehlen von Fremdkörpern mit mehr oder minder deutlich schmirgelnder Wirkung geringer ist, als man allgemein anzunehmen geneigt war und zweitens, dass die Abnützung in der Pleuelstangenebene, also der Richtung der grössten Drücke, kaum deutlicher akzentuiert war, als an andern Stellen der Zylinderbohrung. Ueberhaupt war diesbezüglich eine Gesetzmässigkeit kaum warzunehmen, was die Annahme nahelegt, dass die Ausdehnungsverhältnisse der in ihrem Aufbau recht unterschiedlichen und komplizierten Zylinderblöcke einerseits und die im spätem erläuterten, aus schwer feststellbaren Gründen an der einen oder andern Stelle wirksamer werdenden Korrosionserscheinungen an der Ungleiehmässigkeit der Zylinderabnützung mitbeteiligt sind. Auch Ueberbeanspruchung in der ersten Zeit des Betriebes durch grobes, unsachgemässes Einfahren kann an den Zylinderwänden lokale Schädigungen verursachen, deren Spuren sich im weiteren Betrieb nicht mehr verwischen. Daneben können wie angedeutet Oelmangel, schmirgelnd wirkende Fremdkörper und im äussersten Fall Uberhitzung übermässige Reibungsabnützung hervorrufen. Die erstgenannte Ursache erhöhten Verschleisses muss nicht unbedingt durch versäumtes Oelnachfüllen oder Verlegung einer Leitung hervorgerufen werden, vielmehr ist Oelmangel an den Zylinderwänden eine beim Start insbesondere des kalten Motors nach längerer Betriebspause immer wiederkehrende und für vorzeitige Abnützung weitgehend verantwortliche Erscheinung. Tatsächlich ist die Schmierung der Zylinder bis zum Eintritt der normalen Oelzirkulation je nach Temperatur, Viskosität des Oels und Bauart des Motors meist mehr oder minder unzureichend. Von diesem Gesichtspunkt aus wäre die Verwendung s«hr dünnflüssiger Oele geboten, welche nach Ingangsetzung des Motors raschmöglichst an alle Verschleißstellen und nicht zuletzt auch an die Zylinderwände gelangen. Anderseits steht dem der merklich stärkere Verbrauch des dünnflüssigen Oels bei sommerlichen Temperaturen entgegen. Der Umstand, dass die Anwärmzeit des kalten Motors bis zum Eintritt der normalen Oelzirkulation die stärkste Reibungsabnützung mit sich bringt, spricht für die Verwendung eines dem Brennstoff zugesetzten und dadurch mit dem ersten Ansaughub in den Zylinder gelangenden Obenschmieröls bezw. für die Beimengung eines erstklassigen, kolloidalen Graphitpräparates als Hilfsmittel zur längeren Erhaltung der Zylinderbohrungen. Als zweite wichtigste Ursache hohen Reibungsverschleisses sei auf das Eindringen harter Fremdmaterialien zwischen die Gleitflächen hingewiesen. Mit der Verbrennungsluft durch den Vergaser angesaugter Strassenstaub, Metallabrieb von den Verschleißstellen des Motors selbst und schliesslich harte Verbrennungsrückstände des Schmieröls gehören hierher und dokumentieren die Nützlichkeit wirksamer Luftund Oelfilter. War die bisher beschriebene Art der Abnützung rein mechanischer, so ist jene durch Korrosion chemischer Natur. Bei der vollständigen Verbrennung des Brennstoffluftgemisches im Zylinder bilden sich als Verbrennungsprodukte zunächst Wasserdampf und Kohlensäure. Ist die Verbrennung durch unrichtige Gemischzusammensetzung oder kalten Motor unvollkommen, so lassen sich überdies bestimmte organische und — 60 II. Blatt BERN, 26. Juli 1938 Was die JAtslwniente sayen: Tachometer und Kilometerzähler. Beide werden meist miteinander verwechselt. Zur Klarstellung: Das Tachometer zeigt nur die Geschwindigkeit oder Motordrehzahl, nicht dagegen den jeweiligen Kilometerstand an; dafür ist, allerdings fast immer im Tachometer mitten drin, ein besonderer Zähler angeordnet. Das Tacho- . meter hat meist Voreilung», d. h. es zeigt, damit der Motor nicht von geschwindigkeitswütigen Pseudo-Automobilisten überhetzt wird, dank entsprechender Einstellung durch die Automobilfabrik ein höheres als das tatsächliche Tempo an; normalerweise beträgt die Vor eilung 5—10 %. Bei manchen Tachometern sind an den Tempozahlen, die den richtigen Moment für den jeweiligen Gangwechsel herstellen, farbige Striche angebracht. Wo diese fehlen, tut man gut daran, auszuprobieren, wann der Wagen jeweils geschaltet werden muss und danach die farbigen Striche selbst anzubringen — besonders zu empfehlen für Leute, die nicht übermässig viel Gefühl für richtges Schalten besitzen. Den richtigen Gang des Kilometerzählers kann man ab und zu sehr leicht kontrollieren, auch ohne Stoppuhr; man vergleicht seine Tätigkeit mit den Ziffern der am Strassenrand auftauchenden Kilometersteine, wobei man sich aber nicht auf eine einzige Kontrolle beschränkt, sondern sie über eine grössere Anzahl von Kilometern fortsetzt, da sich kleine Abweichungen erst auf längeren Strecken feststellen lassen. bei Vorhandensein von Schwefel im Brennstoff — schwefelige Säuren feststellen. Diese Verbrennungsprodukte greifen die Zylinderwände hauptsächlich bei gleichzeitiger Anwesenheit von Wasser in flüssiger Form an, einen Zustand also, der nur bei einer Zylinderwandtemperatur von weniger als 80 Grad in Erscheinung tritt. Auch hier fällt somit Wenn der Motor lahm wird, wenn sein Anzugsvermögen nachlässt und das kraftzerstörende Klopfen beginnt — dann fehlt ihm eines: Dynamin! Dynamin bannt das Klopfen, verdoppelt die Kraft und gibt ihm höchste Beschleunigung. 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