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E_1938_Zeitung_Nr.061

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AUTOMOBIL-REVUE FBEITAG,

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BERN, Freitag, 29. Juli 1938 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 61 hen des Schweizervolkes auch freudig zugreif/ wo es gilt, sie in ihrem Vorpostenkampf kräftig unterstützen. Eine Schweizerin, die ihr Leben in N Entbehrung im rauchigen Industriebezirli Nachbarlandes zugebracht hatte, kannte ihrem Totenbette keinen höheren Wunsch, als ihren Zürichsee noch einmal zu sehen; da ihr das nicht vergönnt sein sollte, begnügte sie sich damit, einem zufällig hergereisten Inlandschweizer in die Augen zu schauen, Augen, die — wie sie sich dachte — für sie noch einmal das geliebte heimatliche Gestade erblicken würden. — Ein junger Schweizer aus Südamerika, der als Bürger seines zweiten Heimatstaates dort seinen Militärdienst geleistet hatte, setzte seine Ehre darein, auch im alten Vaterland seine Bürgerpflicht als Wehrmann zu erfüllen; als er aus der Rekrutenschule entlassen wurde, machte er sich mit einem Kistchen voll Zur Bundesfeier. Fhotopxeia nicht, unser Urteil über ein fremdes Land wird immer weitgehend bestimmt durch die Eindrücke, die von Angehörigen dieses Landes bei uns hinterlassen werden. Nicht anders ergeht es der Schweiz im Ausland. Jeder Auslandschweizer ist unser Gesandter. Was er Gutes leistet, das wird die günstigen Ansichten über unser Land bestärken; was er Uebles tut, das schadet dem Ansehen unseres Landes. Das Produkt aller durch unsere Landsleute vermittelten guten und schlechten Mei- Was läuten die Glocken so weihevoll schon, aufjubelnd rings in der Runde? Was leuchten die Feuer dort auf den Höh'n in abendlich dämmernder Stunde? Und horch! Nun singt ein Männerchor, in Wogen schwillt sein Lied empor, erzählend von alten Tagen, vom Kämpfen und Siegen und Wagen. Die Feier, sie gilt dem Vaterland, dem Gedenken an einstige Stunde, wo Herzen, erfüllt von innerem Brand, sich fanden im ewigen Bunde, wo Mannesmut und Mannesrat sich kraftvoll entschlossen zu hoher Tat, mit innigem Gottvertrauen das Haus der Freiheit zu bauen. t>*r iiston mt$tt unö die $rfmaf Von uralt vergangener Sommernacht gibt uns die Feier Kunde, und ein Lied des Dankes erklingt mit Macht aus der Glocken und Männer Munde, und ein Wort der Mahnung: Was der Ahn' in heiligem Hoffen einst getan, das Vermächtnis der Väter, der alten, in Ehren stets hochzuhalten. Don Cechocf €, £ern Emil Hügli. Eine alte Sage erzählt, dass das wilde Bergland der Waldstätte in grauer Vorzeit besiedelt worden sei von Leuten, die aus dem hohen Norden ausgewandert waren, wo in grosser Not und Teuerung ihre Landsgemeinde beschlossen hatte, «dass je der zehnte Bürger nach dem Los der Väter Land verlasse». Das gleiche Schicksal, das einen Zehntel jenes sagenhaften Volkes auf die Wanderschaft nach unserem heutigen Vaterlande trieb, hat nicht aufgehört, über unserem Volke unerbittlich weiter zu walten. Heute lebt jeder zehnte Schweizerbürger im Ausland. Ein voller Zehntel unserer Landskraft ist ausgezogen, um in fremden Gegenden Brot und Glück zu suchen, die das Land der Väter nicht bieten konnte. Diese hohe Zahl schweizerischer Auswanderer erweckt allein schon unser Interesse für die Auslandschweizerfrage. Die Zahl allein aber könnte niemals Grund genug sein, um dem Auslandschweizertum seine hervorragende nationale Bedeutung zu verleihen. Was sollten uns einige, tausend missratene, entfremdete oder gar landesverratensche Existenzen im Ausland kümmern? Welcher Schweizer wollte sich selbst um Hunderttausende von Mitbürgern in aller Welt interessieren, wenn diese nichts anderes wären, als der gerne vermisste Abschaum unseres Volkes? Man muss schon wissen, dass unser Auslandschweizertum nicht bloss aus Schweizern in grosser Zahl besteht, sondern auch aus Schweizern von höchstem Wert. Und aus Schweizern von zähester, auf allen Leidenswegen bewährter Heimattreue. Man muss wissen, dass unsere Landsleute, die heute oft unter allerschwierigsten Verhältnissen im Auslande der Versuchung standhalten, ihr angeborenes Schweizertum zu verleugnen, zu unseren nützlichsten, treuesten und kraftvollsten Volksgenossen zählen. Dann wird man nicht nur Interesse nehmen an der Auslandschweizerfrage, so wie man etwa an der Frage der wohnörtlichen Armenunterstützung Interesse bekundet, sondern man wird sich an den Erfolgen unserer Landsleute im Ausland mitfreuen, in ihren Nöten mitleiden und in Erkenntnis ihrer Wichtigkeit für das Gedei- Erde auf den Rückweg über den Ozean, zu seinem alten Vater, dessen Wunsch es war, auf ein bisschen Heimaterde sein Haupt betten zu können, wenn er im fremden Lande begraben werden sollte. — Ein schweizerischer Professor opferte Ruhm und Gehalt im Ausland, weil er dort nur unter Verzicht auf sein Schweizerbürgerrecht weiter hätte lehren können. Die stärksten Empfindungen der Heimatliebe erfuhr Gottfried Keller im Ausland, und er dichtete unser innigstes Vaterlandslied: O mein Heimatland, o mein Vaterland, wie so innig feurig lieb ich dich! — Es muss etwas Richtiges sein an den Worten jenes Schweizers aus Südamerika, der sagte: «Die Vaterlandsliebe wächst im Quadrat der Entfernung von der Heimat.» Wer zählt alle Beweise heimatlicher Gesinnung auf? Wer singt das Lied vom treuen Schweizer im Ausland? Der Fremde, der zu uns kommt, ist für uns vor allem einmal der Angehörige seines Landes. Ob wir es wollen oder nicht, ob es gerecht sei oder nungen über die Schweiz nennt man auch etwa unsern moralischen Kredit. Länder, in denen wir besonders hervorragende Schweizerkolonien besitzen, gewähren uns diesen Kredit fast unbeschränkt. Zur überwiegenden Mehrzahl sind die Auslandschweizer bekannt und geschätzt wegen ihrer Ehrlichkeit und Tüchtigkeit. Vertrauenswürdigkeit und hochstehende Qualitätsarbeit auf jedem Tätigkeitsgebiet, zeichnen den Schweizer in der ganzen Welt aus. Diesen Eigenschaften verdanken wir das Ansehen, das unsere Landsleute im Ausland geniessen. Der moralische Kredit wirkt sich nicht nur für die Auslandschweizer selber aus. Solange «Schweizer sein» schon zum vornherein eine Empfehlung bedeutet, solange können junge Leute aus der Schweiz auswandern, Sprachen lernen, ihren Horizont in grösseren Verhältnissen weiten, sich weiterbilden und den inländischen Arbeitsmarkt entlasten. Wie schwer haben wenige Jahre, in denen die Auswanderunng stets ab, die Rückwanderung dagegen stets zugenommen hat, auf