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E_1938_Zeitung_Nr.061

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Automobil-Revue — 61

Automobil-Revue — 61 die inländische Arbeitslosigkeit gewirkt! Wir müssen unseren Kolonien dankbar sein, dass sie die alte Schweizertradition der tüchtigen und ehrlichen Arbeit auch in den schwersten Zeiten hochhalten; wenn sie sie aufgäben, so wäre auch mit der Rückkehr normalerer Zeiten ein Wiedererobern der alten Stellungen des Schweizerarbeiters aller Schichten im Ausland fast ausgeschlossen. Und wo stünde unsere Ausfuhrwirtschaft ohne das der Schweizerarbeit im Ausland selbst geschaffene Vertrauen? Der Schweizer, der im Ausland etwas kann, wirbt damit auch für das schweizerische Ausfuhrprodukt. Wir besitzen keine offiziellen Handelsagenturen im Ausland; es ist alte und bewährte Ueberlieferung, dass der Schweizer Kaufmann im Ausland selber die unserer Volkswirtschaft'notwendigen Beziehungen schafft, unterhält und ausbaut. Alle diese, unserer Wirtschaft unentbehrlichen Dienste leistet der Auslandschweizer ohne viel Aufhebens, ohne viel Lohn, einfach aus Treue zur Heimat. War es nicht auch Treue zur Heimat, die beim Aufflackern des Weltbrandes im Jahre 1914 25000 Auslandschweizer unter die Fahnen geführt hat? Wie mancher hat Beruf und Stellung im Ausland aufgegeben, um sich für den Schutz seines Vaterlandes einzusetzen! Er war bereit, sein Leben herzugeben für die Schweiz, für ein Land, das er vielleicht bisher noch nicht einmal mit eigenen Augen gesehen hatte, dessen Sprache er vielleicht nicht kannte, dessen Landschaft ihm noch nicht vertraut war. Es muss doch etwas mehr hinter der Heimatliebe des Auslandschweizers stecken, als bloss die rührselige Erinnerung an das schöne Land der Jugend; denn wie mancher, der die Schweiz noch nie betreten hat, hält doch mit einer Ueberzeugungstreue an seinem Schweizerbürgerrecht fest, die manchen Inlandschweizer beschämen könnte. Wie mancher, der vielleicht nur die Rekrutenschule in seiner alten Heimat gemacht hat, würde auch heute wieder herbeieilen und alles einsetzen, um das Vaterland vor dem Unheil eines Krieges zu schützen! Die militärischen Behörden unseres Landes rechnen mit dem Wehrwillen unserer Auslandschweizer. Einer kleinen Armee wie der unsrigen können 25000 Mann mehr oder weniger nicht gleichgültig sein. Auch die Ersatzpflichtsteuer, die von den vom persönlichen Militärdienst befreiten Auslandschweizern geleistet wird, bedeutet immer noch eine Leistung an die alte Heimat, mit der unsere Kantone rechnen; wenn immer wieder nach einer Reform der Auslandschweizer-Militärsteuer gerufen wird, so geschieht das nicht, weil man überhaupt nichts mehr leisten will, um Schweizerbürger bleiben zu können, sondern weil diese Taxe und ihre Erhebung den besondern Verhältnissen angepasst werden müssen, in' denen die Schweizer im Ausland leben. Unser Land geht schweren Zeiten entgegen. Wilde Stürme fahren um das Schweizerhaus und drinnen ist man längst erwacht und beunruhigt. Der Aufbruch neuer Geister rings um uns her kann uns nicht gleichgültig lassen. Er darf uns aber auch nicht vergessen machen, dass die Schweiz immer dann in ihre tiefsten Demütigungen hinabgesunken ist, wenn sie blind das Fremde nächahmte und den Geist vergass, der ewig über ihr schwebt: den Geist des freien Mannes, der über die Unterschiede von Rasse, Sprache und Konfession hinweg seinem Bundesbruder die Hand reichte, um über alle Sonderinteressen hinaus das Staatsideal der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu erstreben. Heute ist die Zeit gekommen, wo wir Inlandschweizer mit ganz besonders grossem Gewinn über unsere Landesgrenzen hinausschauen, um in unseren Schweizerkolonien zu lernen, wie man sich tapfer und erfolgreich wehrt gegen die Gedanken einer uns fremden und unseren Idealen feindlichen Welt, und wie man als Schweizer — sei man nun gross oder klein, schwarz oder blond, flink oder langsam — nur als Schweizer zusammenhalten kann. Das ist die wertvollste Gabe, die Schweizer im Ausland uns schenken können: die durch eigenes Vorbild bekräftigte Mahnung: Seid einig, einig, einig! Unsere Wirtschaft kann die Auslandschweizer nicht entbehren. Unser Geistesleben wäre arm ohne die Bereicherung, die von ihnen aus den grossen Kulturzentren zurückströmt ins Land. Unser militärischer Grenzschutz kann sie nicht missen; die moralische Landesverteidigung hat in ihnen ihre wertvollsten Aufklärungsposten. Es wird auch die Zeit kommen — vielleicht ist sie schon sehr nahe, — da die geistige Wiedergeburt unseres Volkes auf einem alle Schweizer eingehenden Wege Tatsache werden wird; dann nämlich, wenn wir alle auf die Stimme und das Beispiel der Auslandschweizer achten. So viele Werte machen die Bedeutung des Auslandschweizertums für die Heimat aus. An uns ist es, alles zu tun, um das erhalten zu helfen, was In der Heimat Wir sind ohne festes Ziel gewandert, abseits von den vielgegangenen Pfaden, zarte Frühlingsblumen als Geleite, warm schien die Sonne, herb und kräftig roch die Erde, harzig die Bäume des Waldes. Wir kamen höher, Schnee lag auf unserem Weg, mühsamer kamen wir vorwärts, erkämpften so Schritt um Schritt. Endlich! Vor uns im leuchtenden Weiss eine Lichtung; im Schütze mächtiger Tannen stand eine Alphütte, rings im Umkreis Berge, auf deren Häuptern die untergehende Nicht zu vergessen ist auch, welche Bedeutung der Auslandschweizer auf dem Gebiete der Verkehrswerbung Sonne den Schnee blutrot färbte. strahlte über allem der Himmel. für die Schweiz hat und immer mehr bekommt. Ueber die Welt zerstreut befinden sich Einzelne, Vereine, ganze Kolonien, die als Glieder eines grossen Verteilungssystems ständig Werbematerial an die interessierten Ausländer vermitteln. Tiefblau Mit Tannästen haben wir in der Hütte das Lager gerichtet, geschäftig Holz zusammengetragen, zwischen zwei grossen Steinen ein Feuer angezündet. Es wurde schon merklich kühler. Der Tee schmeckte gut, trotz dem Beigeschmack von Hplz, Asche und Tannadeln. Plötzlich wird die Dämmerung zur Nacht, die Bäume erscheinen grau, die gegenüberliegenden Berge steiler; riesenhafte Flecken, dunkle Schatten ziehen sich zur Tiefe. Unheimliches, geheimnisvolles Rauschen ist in der dünnen Luft, wie Meeresbrausen und leichter Wellengang, unerschütterlich fest erscheint das gigantische Gestein und doch, auch hier Wandlung und Vergehen, nur länger bemessene Zeit. Wir sitzen am Feuer. Die Männer erzählen aus dem Soldatenleben, wie sie bei der Grenzbesetzung in bitterkalten Nächten Wache stunden, mit gewissem Stolz erwähnen sie auch die vielen Hunderte von Diensttagen, heilige Pflicht gegen das Vaterland. Wie eng man mit ihm verbunden ist, fühlten wir so recht in dieser Umgebung. Von einett tBetqfeste im Saaueuland Am dritten Sonntag im Juli findet auf dem Stalden, am vierten Sonntag im Juli auf dem Röschberg zwischen, Gsteig und dem Col du Pillon, am 3h Juli auf Wispillen und auf Platte und am ersten Sonntag im August auf dem Hornberg ein Bergfest statt. Alle diese Alpen liegen nahe bei Gstaad, dem grossen Sommer- und Winterkurort an der Linie Montreux- Berner Oberland. Der Bauer, der sein Vieh zur Sommerung auf die Alp gibt, selber aber im Tale unten bleibt, empfindet das Bedürfnis, am Sonntag nach seinen Tieren zu sehen. Aus diesen Alpbesuchen entwickelten sich die prächtigen Alpfeste, die an bestimmten Sonntagen Talleute und Hirten vereinigen. Schon einige Tage vorher werden die Vorbereitungen getroffen: hier wird gebacken und dort schöpfen die Sennen den dicksten Rahm ab, der am «Dorfet» als saure Nidel mit Zucker und Zimt aufgetragen wird. Am frühen Sonntagmorgen schon ziehen festlich geschmückte Gruppen den Berg hinan. Oben hat der Tageswirt einen Tanzboden aufgeschlagen und für die Gäste hält er den besten Waadtländer und Walliser Wein bereit. Bald lockt der Klang von Harmonika, Violine, Bassgeige und Klarinette die jungen Burschen und Mädchen zum Tanz. Den Höhepunkt erreicht das Fest am Nachmittag, wenn ein im höchsten Sonntagsstaat prangender Senn die blumengeschmückte «Meisterkuh» auf den Tanzplatz führt, die Musikanten aufspielen und sich der muntere Reigen der Paare um das starke Leittier dreht. Der eigentümliche alte Kuhreigen — eine Weise ohne Worte — wird von der ganzen Gesellschaft gesungen. Und nun hält die jauchzende Fröhlichkeit an, bis die letzten Gäste im Dunkel der Nacht wieder talwärts ziehen, svz. StAuuag.- und Aelpletfest aal OUaüJCul Das Schwing- und Aelplerfest auf Rigi-Kulm, das von der Sennengesellschaft Arth und vom Schwingerverband am Rigi am 31. Juli veranstaltet wird, und zu dem auch Fahnenschwinger, Steinstosser und Alphornbläser geladen sind, wird sich hier zum stark besuchten Bergfest entfalten können. Beerst die stete Erneuerung dieser Werte ermöglicht: das Gefühl der Heimatverbundenheit. Wenn heute für die Auslandschweizer noch nicht genug getan wird mit aller Fürsorge, mit Arbeitsbeschaffung für Rückwanderer, mit Ferienversorgung für Kinder, mit staatsbürgerlichem Unterricht, mit Zeitungs-, Vortrags- und Bücherdiensten für die Vereine, mit staatsvertraglichem Arbeiterschutz und wirtschaftlichem Kampf zur Erhaltung der Stellungen im Ausland, dann ist es der Sinn des Auslandschweizerwerkes, am Ausbau dieser Leistungen mitzuhelfen; vor allem aber will es das geistige Band zwischen dem Ausgewanderten und seiner alten Heimat immer enger gestalten. Aus: «Unsere Schweizer Heimat». Ein Buch für Landsleute im Ausland, herausgegeben von der Neuen Helvetischen Gesellschaft und der Auslandschweizer-Komission. Abdruck mit Erlaubnis des Verfasserg Dr. Gerhart Schüren, Sekretär des Auslandschweizerwerkes, Bern, dessen umsichtige und unermüdliche Tätigkeit zum Nutzen einer grossen Sache am 1. Au«, gust besonders gewürdigt sei. Die Dunkelheit klärt sich, von den Bergzacken kommt das Licht, der Mond erscheint, steigt langsam höher und höher, schön und märchenhaft. Schlafen können wir nicht, in der Hütte ist es viel zu kalt. Wir sitzen um das wärmende Feuer, schwer duften die Tannen, wir schweigen und horchen. Klar zeichnet sich Licht und Schatten. Immer grösser machen wir das Feuer, die Steine sind heiss, schiefern von der Hitze. Wir sitzen und horchen. Da plötzlich hebt aus der Tiefe ein grosses Rauschen an, wie Wasserfälle und eilende Bäche, es ist das Tönen von strömendem Regen, es sind wie ferne Sirenen, denn um uns ist Stille, und viel Glanz liegt über den Höhen. Man atmet tief. Vergessen ist die drückende Last des Alltags, gross und erhaben, ohne Zeit und Stunde erscheint uns das Leben, irgendwie fühlt man sich dem Göttlichen näher. Diese Nacht ist seltsam beglückend, es ist ein traumhaftes Erfassen, Wissen um etwas ^Grosses. Tief ist der Blick in die Ewigkeit gefallen. Wir haben erkannt, welch grosse Gnade es ist, Mensch zu sein, aber auch erfasst, dass eine grosse Verantwortung auf uns liegt, dass unser Leben nur ein Lehen ist. Nur langsam wird es im Osten heller, um uns erwacht das Leben. Die ersten Strahlen der Sonne erscheinen über den hohen Bergesgipfeln; voll Andacht ist unser Staunen, bald ist wieder helles Licht und Wärme um uns. Klar ist unser Blick. Tief atmen wir die reine, frische Luft. Und solch schlaflose Nacht, ist sie nicht auch Labsal.für die Seele, ist sie nicht köstlicher Gewinn? F.A.St. B e r g f e s t e n sitzt doch der Rigi noch den Vorzug, dass er durch zwei Bergbahnen, die Arth-Rigibahn und die Vitznau- Rigibahn, mit dem Tal und mit den Städten verbunden ist. TREFF|RPIAN 'i'/r< ä-'Fr; lOOOOÖ.- i : '.'Y'i Fr.jv500ÖO:- ; V. V;'ö Fr,: 30000"-; •> Fr. * 10 000.- * Nur für Scnenkaufor (Dez Am 14. (eventuel 21.) August wird das Brtinig- Schwingfest abgehalten, organisiert vom Schwingerverband Ob- und Nidwaiden und der Schwingersektion Hasliberg. Es ist ein historisches Volksfest, das Jahr für Jahr, gewöhnlich im August, gefeiert wird; seit über hundert Jahren kann es nachgewiesen werden. Ursprünglich beteiligten sich daran nur Oberhasler und Kämpen von Lungern, allmählich aber wuchs die Zahl der Schwinger: Brienzer, Interlakner, Simmentaler und Frutigtaler fingen an, daran teilzunehmen, und bald trafen sich die Schwinger aus ganz Ob- und Nidwaiden und dem Kanton Luzern auf dem Brünig zum Hosenlupf. So ist das Fest ganz «interkantonal» geworden; heute nehmen so viele eidgenössische und kantonale Kranzschwinger teil, dass das Fest im ganzen Schweizerlande bekannt und berühmt geworden ist. Der Schwingplatz hat früher öfters gewechselt; jetzt ist aber eine schön ansteigende Arena gebaut worden, eine der schönsten Schwingerstätten der ganzen Schweiz. Alphornblasen, Jodeln, Fahnenschwingen, Musik und Trachtengruppen bilden einen würdigen bunten Rahmen um das Ganze. cpr. Kommende Ereignisse | Xdalbodant 4. Aug.: Flobert- und Piitolenmateh. Altdorf! 31. Juli bis II. Sept.: Tellspiele: Aufführungen jeden Sontag. limi 2. Aug.: Blitzturnier um den Kurrereini-Preis. 3.-7. Aug.: Internat. Tennisturnier um die Meisterschaften von Arosa. BaMll 1. Aug.: Fussball-Freundschaftsspiel der Nationalligai F. C. Basel — Chaux-de-Fonds, Sportplatz Landhof, 17.30 Uhr. Butuforgi 31. Juli bis 7. Aug.: Trachtenfest, Aelplerchilbi, Schwingfett. Brunseni 1. Aug.: Bundesfeier auf dem Dorfplatz. Höhenfeuer und Beleuchtung d. «Rüüi», der Treib und des Schülertteines, sowie der Tellskapelle. Braunwald: 28. bis 8. Aug.: Nationales Segelfluglager. Quunpiiyi 2.-8. Aug.: Tennisturnier (Coupes Alpine undFlorissant). 6. Aug.: Nachtfest (Piscine). Daros: 1.-14. Aug.: Davoser Schwimmfest. Engelberg: 8. Aug.: Waldfest auf Gerschnialp. Gxindelwaldi 31. Juli: Schwing- und Aelplerfest auf der Grossen Scheidegg. 1.-6. Aug.: Gäste-Tennisturnier. Kanderstegi 31. Juli: Gastempredigt (Bergpredigt). Lausanne; 31. Aug.: Gehen: Schweiz. Meisterschaft (60 km). Loearnoi 4./B. Aug.: Aufführungen des italienischen Wander« theaters «Caro 4i Tespi». Luerni Bis Ende August: Internat, musikalische Festwochen. 1.—18. Aug.: Ballett-Revue (Kursaal). MurrenI 1.-7. Aug.: Tennisturnier. Menhausem 1. Aug.: Bundesfeier-Rheinfall-Beleuchtung. Bad Ragmai 1. Aug.: Freilichtaufführung auf dem Rathausplatz, Szenen aus Schillers Teil. Las Hassest 3.-8. Aug. Coupe Plumon. fi. Moritzl 1.-8. Aug.: Suvretta Tennisturnier (Meisterschaft v. Graubunden). Tereyi 31. Juli: Schwimmen: Schweiz. Meisterschaft um die • Genfersee-Ueberquerung. ZerrHarti 8. Aug.: ReligiSses Volksfest: «Maria zum Schnee». Zuzieht Bis 17. Sept.: Kunstgewerbemuseum: Ausstellungen: «Neues Zürcher-Kunsthandwerk», «Das Bauernhaus im Kanton Zürich». SO. Juli bis 7. Aug.: Albisgütli: Eidg. Eeinkaliber- Schtttzenfest. Allerhöchste Eisenbahn! nicht verpassen dürfen ZBcütüq*Schwinget Bis einschliesslich 31. Juli' erh'a|ten Sie zu jederbestellten 10-Los-Serie ein elftes Los gratis. Jede Serie bietet also — ausser einem sicheren Treffer — 10 weitere Chance Sofort — und'nicht erst später — sollten Sie sich also mit einigen Freunden oder Kollegen vet- • binden, um eine so günstige Seva-Serie zu' erstehen, um so mehr, als ausserdem nach wie vorXjede von einer «Serien-Karte» begleitet ist, die an der Ziehung von Fr. 25000.-, 15000.- und 10000.- teilnimmt. Ziehung im August .Ein weiterer Grund, um jetzt zu handeln — denn, wer weiss, vielleicht werden Sie den nötigen. Betrag später nicht mehr so'gut ent-" behren können. Verpassen Sie ja nicht den «Anschluss», der Ihnen Reichtum und Glück bringen kann) • .- . , 1 Los Fr. 10.- (eine l.O-Los-Sorie Fr. 100.-) plus 40 Cts. Porto auf Postcheck III 1OO26 — Adresse: Seva-Lotterie, Genfergasse 15, Bern (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr). Lose auch bei den bernischen Banken, sowie Privqtbahnstationen'erhältlich. '•

N« 61 15 sjn gfllt©ll Wander- und >~ßerg schuhen Wohin wir Immer ins Schweizerland sehen, lockt irgendein Berg, eine schöne Höhe. Oft dringt die Herrlichkeit fast zum Fenster herein. Je nach der Beleuchtung scheinen uns die Berge fern oder zum Greifen nah. Kühle und Sonnenstrahlen, Schatten hoher Tannen und glückliches Sein auf hellen Bergwiesen ziehen uns an. Wir fühlen den Kräftiger Hochtourenschuh Bally Alpin aus Waterproof mit schwerem Beschlag, zweifach genäht Warmen, farbigen Fels, hören im Geist die Glokken weidenden Viehs. In der Stille heben sich Murjneltiere aus dem Gestein und gleiten wieder davon. Seltene Blumen winken uns zu. Dies alles haben wir schon erlebt, und wir eilen ihm nach. Doch für jede Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur braucht es ein Werkzeug. Wollen wir wandern, steigen, klettern, so müssen wir uns mit geeignetem Schuhwerk versehen. Ist es schon ein wenig seltsam, in der Stadt mit hochgestöckelten Schühlein herumzugehen, die ursprünglich in ihrer Zerbrechlichkeit für Sänften, Wagen und Salons gedacht waren, so wirkt es schon grotesk, mit derartiger Fussbekleidung in die Natur und gar in die Bergwelt vorzudringen. Doch den Frauen zur Ehre sei es gesagt, dass es auf diesem Gebiet besser geworden ist. «Man» darf sich mit einem Trotteur zeigen, der einen vernünftigen Absatz, sogar mitunter einen herrenmässig niedrigen trägt. Der etwas höhere steht jedoch der Frau besser an, schon aus rein anatomischen Gründen. Nun existieren aber ganz typische, für die verschiedensten Wandergelegenheiten erdachte Schuhe und Stiefel. Mit einem ausgesprochenen Formsinn wurden sie in eine gefällige Gestalt gebracht und vereinen mit dieser höchste Zweckmässigkeit. Bei ihnen erleben die Füsse einmal Ferien von allen möglichen Stilisierungen. Da stehen zuerst die Laufschuhe mit und ohne Gummibesohlung bereit, die sich mit bequemer, höher gerückter Schnürung vorstellen. Diese drückt nicht mehr und vereint sich überdies mit einem Schnitt des Vorderteils, der den Zehen erweiterten Spielraum schenkt. Ein anderer hat sich in gelbes Naturkalbleder gehüllt und sich mit Reihen von Luftlöchern samt überfallender Lasche geziert, durch sie geht ein nett gebundener Nestel. Mit diesen Schuhen lässt es sich auf schönen Wegen ausgezeichnet gehen. Doch wer könnte sich grössere Wanderungen denken, ohne Stiefel zu tragen? Dafür hat die Schuhindustrie ebenfalls gesorgt und dabei der Mode Mitwirkung nicht verschmäht. «Heiter sei dein Schuhwerk» sagt sie den Frauen. Schon die Halbschuhe Hessen sich mit weissen Fäden nähen; nun kommt der leichte Stiefel daher, lässt sein weisses Vorderblatt in Lauparnaht-Umrandung erglänzen und zieht sich weisse Nestel durch schneeige Oesen, leistet sich dazu eine weisse Gummisohle. Sein neuer Kamerad hat sich einen hellen Pneurand zum rotbraunen Boxcalf oder Waterproof geleistet. Es erfreut uns durch einen neuen Schaftschnitt, der jeden sogenannten Derbydruck fernhält. Er ist leicht und lässt sich mit Modell Bally. Sehr weicher Elkleder-Wanderstiefel mit weisser Zwischensohle und gerippter Gummisohle. ebensolchem Beschlag versehen. Wer auf rauhen, steinigen Wegen oder durch Feuchtigkeit gehen will und an Hängen herumklettern mag, wer nicht gern auf jeden Schritt aufpasst, kommt ohne Beschlag nicht aus. Und dies gilt schon für Jura und Vorberge. Manche kennen den filzgesöhlten Kletterschuh nicht, der für Fels und Gestein passt und sich dort gut festhält, dem Fuss ein Greifen erlaubt. Der eigentliche Hochgebirgsschuh, als Modell Bally. Mocaesin in neuem Schnitt aus Waterproofleder mit weisser gerillter Gummisohle. (Zeichnungen Warja Lavater.) Pamir bekannt, ist sehr kräftig, besteht aus Naturkalbleder mit Verstärkung und wird mit schwererem Beschlag versehen, -ss. „Maschenaufnehmerin* — ein neuer Beruf In Paris hat eine junge, einfallsreiche Dame einen Beruf ins Leben gerufen, der beim weiblichen Geschlecht viel Anklang finden dürfte. Die junge Dame hat ihren Geschäftsstand an eitler Strassenecke in einem verkehrsreichen Viertel der Stadt. Auf einem Schild kann man lesen, dass sich hier eine «Maschenaufnehmerin» betätigt, die gegen einen kleinen Betrag den an den Strümpfen entstandenen Schaden wieder behebt. Frauen wissen nur zu gut, wie peinlich es ist, wenn man erst auf der Strasse bemerkt, dass auf dem Strumpf, den man gerade anhat, eine Masche aufgegangen ist, das heisst, eine Masche zu «laufen» beginnt. Die junge, geschäftstüchtige Dame in Paris behebt diesen Schaden innerhalb weniger Minuten, ohne dass der Strumpf ausgezogen werden muss. Die Idee, diesen neuen Geschäftszweig zu gründen, hat sich ausgezeichnet erwiesen. Er ist so erträgnisreich, dass sich die junge Geschäftsfrau entschlossen hat, einige Filialen zu errichten. Pfeilgift sehr gefragt Zur Zeit besteht eine grosse Nachfrage nach Curare, dem Pfeilgift der südamerikanischen Indianer. Es handelt sich dabei ausnahmsweise nicht um Kriegsvorbereitungen, man hat vielmehr festgestellt, dass Curare ein wirksames Mittel gegen eine der Epilepsie verwandte Nervenerkrankung ist. Da die Indianerstämme nur einmal im Jahre eine beschränkte Menge des Giftes zu produzieren pflegen, stehen nicht ausreichende Mengen -davon zur Verfügung. Versuche, die Indianer zu einer Erhöhung ihrer Produktion zu bewegen, sind ^lehlgeschlagen. Die Indianer lieferten zwar grös- ' sere Mengen, diese waren aber von einer erheblich schwächeren Wirksamkeit, so dass angenommen werden kann, dass die Indianer einfach verdünnte Ware geliefert haben. Gesucht: Zwölf Schweizerinnen An der Landesausstellung wird die Bekleidungs- und Modeindustrie der Schweiz nicht nur durch die Vorführung von Herstellungsvorgängen und durch eine Ausstellung fertiger Erzeugnisse dargestellt. Gemäss dem Grundsatz, alle Ausstellungsgüter in ihren Anwendungsformen und möglichst lebendig zu zeigen, wird die Idee eines Modetheaters verwirklicht werden. Die Vorführungen der Mode werden in unterhaltender Weise mit kleinen Spiel- und Tanzszenen verbunden, so dass die Besucherinnen und Besucher des Modetheaters gleichzeitig einem kleinen Unterhaltungsstück und einer Modeschau beiwohnen können. Für unser Land ist ein solches Modetheater völlig neu. Um es zur Ausführung bringen zu können, müssen die nötigen Kräfte erst gesucht werden. Das Initiativkomitee für das Modetheater erlässt in Verbindung mit der Leitung der Landesausstellung eine Einladung an junge Damen von 17 bis 23 Jahren, die sich für die Mitarbeit am Modetheater eignen und interessieren. « Gesucht zwölf Schweizerinnen von natürlicher Anmut » lautet das Schlagwort, das eine möglichst grosse Zahl von jungen Töchtern einlädt, sich um den Eintritt in die Bewegungsschule des Modetheaters zu bewerben. Die zwölf jungen Töchter sollen in einer Bewegungsschule während eines halben Jahres auf ihre Rollen im Modetheater vorbereitet werden, und gemäss der Vielgestaltigkeit ihrer Aufgaben werden sie vom Oktober 1938 bis April 1939 in Gymnastik, Rhythmik, Modekunde, Schönheitspflege und dergleichen Disziplinen unterrichtet. Es wird für sie ein Internat geschaffen, das unter der Leitung des Schweizerischen Verbandes Volksdienst steht. Nebst den Anforderungen an die tänzerische und schauspielerische Eignung wird von den Bewerberinnen straffe Disziplin und frohe Kameradschaft verlangt. Die Leitung dieser Bewegungsschule untersteht einem Ausschuss, dem Vertreter der massgebenden Firmen der Bekleidungs- und Modeindustrie angehören. Die Schülerinnen bezahlen ein verhältnismässig recht bescheidenes Lehrgeld und erhalten nach Beendigung der Landesausstellung ein Pauschalhonorar. Sie müssen sich für die Dauer eines Jahres verpflichten, das heisst während des ersten Halbjahres für die Teilnahme an der Bewegungsschule und für das Sommerhalbjahr 1939 für ihre Tätigkeit am Modetheater. Die Bewegungsschule wird in Zürich durchgeführt. Das Ausstellersekretariat der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich versendet auf Anfrage einen Prospekt, der über alle Einzelheiten Aufschluss gibt. Strandbad Arbon am Bodensee Die Schweiz. Landesausstellung Zürich sucht für das Modetheater [flwierien Der beliebte Ausflugspunkt der Automobilisten der Ostschweiz. Bequeme Autozufahrt von der Staatsstrasse Romanshorn- (und Amriswll) Arbon. J Grosser Parkplatz. 300 Meter Strand. Grosse Rasen- und Spielflächen. Bocciabahn. Gutgeführtes Terrassen-Restaurant mit umfassender Rundsicht auf See und Gebirge. Es empfehlen sich hoflich Die Verwaltung und der Wirf ZWO von natürlicher Anmut im Alter von 17 bis 23 Jahren, die während der Dauer der Landesausstellung an Moderevuen, Spiel- und Tanzszenen im Modetheater mitwirken. Sie werden in einem halbjährigen Ausbildungskurs, der am 1. Oktober dieses Jahres beginnt, auf ihre Tätigkeit vorbereitet (Gymnastik, Rhythmik, Tanz, Schönheitspllege). I COLMAR Caf6 Restaurant Central gegenüber Rapplatz (Parking). Bestbekannte Küche. - Reelle Weine. - Urquell Pilsen. Täglich Künstlerkonzert Im Hotel Terminus, Colxnar (mden Sie allen Komfort, erstklassig gepflegte Küche zn bescheidenen Preisen. - Grosser Geseüsehaftssaal für 300 Gedecke. Garagen im Hotel. Tel. 2118. Bes. Emil« Jona«. Herr Gastwirt! Der Autler wird gerne bei Ihnen einkehren, wenn Sie ihn in seinem Fachblatt dazu einladen. Erforderlich sind: Gewinnendes Auftreten, rhythmische Begabung, guter Ruf. Die Anmeldefrist läuft am 20. August 1938 ab. Eingehende Auskunft wird erteilt vom Aussteller-Sekretariat der Schweiz. Landesausstellung 1939 Zürich (Walcheturm), wo auch die Anmeldeformulare zu beziehen sind. Rudolf Spitzbarth, Zürich 8 vorm. F. Spltzbarth-Qrieb Feldeggstrasse 58 — Telepson 27.464 SILBERSCHMIED SPORTPREISE BESTECKE Nur der Schneider führt Aenderungen Aufbügeln sowie Ausbesserungen fachgemäss preiswert aus! •"• und Bügeln und dämpfen: Fr. Anzug 2.80 Mantel 2.80 Damenkleider, einfach 2.50 Reparieren, entdecken, chemisch reinigen, färben. 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