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E_1938_Zeitung_Nr.061

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Q AUTOMOBIL-REVUE

Q AUTOMOBIL-REVUE FREITAG. 29. JTTLI 1938 61 Weltgeschichtlich berühmte Städte und Denkmäler als Zeugen ruhmooller Üergangenheit erroecken immer roieder die Verwunderung der SHillionen oon^Reisenden, die alljährlichOtalien besuchen. ^Kennen Sie auch die einzigartige ßandschaft ^mbriens? Rom, Florenz, Bologna, Venedig, Mailand, Neapel, Pisa, Siena, Perugia sodann sind ötädte, die jeder gebildete SJHensch besucht haben muss. !Kaufen Sie Schecks und Kreditbriefe in Reise- Lire mit bedeutender CKursersparnis; Hotel- und Benzinbons, Eisenbahnermässigungen oon 50 bis 70% Auskünfte durch: EN1T

N° 61 «- TTOBITAG, 29. JTJLI 1638 AUTOMOBIL-REVUE 9 Polarisiertes Licht und Blendproblem Ist die Losung des Blendproblems durch polarisiertes Licht heute mehr als eine Illusion? Auf die Frage, welche Gebiete des Ailtomoöilbaues noch am weitesten von einer befriedigenden Lösung entfernt seien, antwortete kürzlich ein Konstrukteur von Weltruf ohne einen Augenblick der Ueberlegung: Das Blendproblem, das Fahren im Nebel und das Stufengetriebe. Zwei von den drei genannten Problemen liegen also auf optischem Gebiet, was die Erfahrung bestätigt, dass sich gerade die Optik befriedigenden, technischen Lösungen gegenüber mitunter noch recht widerhaarig verhält. Verfolgt man die einschlägigen Zeitungsmeldungen der vergangenen Monate, so könnte man fast zu dem Schluss gelangen, dass die Beseitigung des Blendproblems durch die praktische Erzeugung des polarisierten Lichtes (E. H. Land, im Jahre 1933) nur mehr eine Frage der technischen Durchführung und mehr oder minder kurzer Zeit sei. Tatsächlich zeigen sich aber hier Schwierigkeiten, welche die Erreichung dieses Zieles in absehbarer Zeit ernstlich in Frage stellen. Obwohl über die Natur des polarisierten Lichts schon viel geschrieben wurde, sei dessen Wesen in allgemeinverständlicher Form nochmals kurz erklärt: Würde man mehrere Violinsaiten durch enge Schlitze führen, so könnten nur jene davon einen Ton erzeugen, deren Schwingungsebenen den Schlitzen gleichgerichtet wären, während die quer dazu schwingenden « abgebremst» würden. Aehnlich verhält es sich mit dem polarisierten Licht. Aus einem Scheinwerfer mit polarisierendem Filter dringen nur jene Strahlen, deren Schwingungen in bestimmten, parallelen Ebenen liegen. Blickt man nun gegen diesen Scheinwerfer durch eine Windschutzscheibe oder eine Brille, deren Polarisationsachse zu jener des Scheinwerfers senkrecht steht, so wird dessen Licht völlig « ausgelöscht». Man hätte also bloss sämtliche Motorfahrzeugscheinwerfer mit Polarisationsfiltern zu versehen und die Wagen mit Windschutzscheiben oder die Fahrer mit Brillen auszustatten, deren Polarisationsachse um 90° gedreht ist, um das blendende Scheinwerferlicht für den Entgegenkommenden zum Verschwinden zu bringen. Da diffuse Reflektion von der — trockenen! — Strasse und den umliegenden Gegenständen die Polarisation wieder in «Unordnung» bringt, bleiben diese Objekte zum Unterschied von den geradeaus strahlenden Scheinwerfern sichtbar. Wie sieht die Angelegenheit nun vom Standpunkt der technischen Durchführbarkeit aus? Ein Polarisationsfilter von idealer Durchsichtigkeit Hesse noch immer nicht mehr als 46 % des von der Lichtquelle gespendeten Lichtes nach aussen dringen, da die Polarisation selbst 50 % verschlingt und weitere 8 % schon vorher beim Auftreffen auf den Filter durch Reflexion verloren gehen. Den gleichen « Nutzeffekt» von 46 % finden wir auch bei der polarisierenden Brille oder Windschutzscheibe, — immer eine praktisch bisher aber nicht erreichte, ideale Durchsichtigkeit vorausgesetzt! Da nun das vom Scheinwerfer ausgesandte polarisierte Licht, im Werte von 46 % der Glühbirnen-Leistung beim Auftreffen auf diffusreflektierende Gegenstände von letzteren als normales Licht zurückgeworfen, vom Filter der Windschutzscheibe aber wieder nur 46 % durchgelassen wird, würden selbst unter den theoretisch günstigsten Voraussetzungen bloss 21 % der Lichtquelle für die Beleuchtung der Strasse und ihrer Umgebung verbleiben. Praktisch sieht aber die Sacht mit Rücksicht auf die keineswegs hundertprozentige Lichtdurchlässigkeit des Filtermaterials und sers eine Verstärkung der Glühbirnen auf nahezu den achtfachen Wert stattfinden. Derzeit beträgt ihre Normalleistung 35 Watt. Diese müsste daher auf 280 Watt erhöht werden, was bei 12 Volt einer Stromstärke von mehr als 23 Ampere entspricht. Da die Erzeugung solcher Glühbirnen auf besondere Schwierigkeiten stösst, müsste die Spannung zwecks Herabsetzung der Stromstärke mindestens verdoppelt werden, was nicht mehr und nicht weniger als eine völlige Neukonstruktion aller bisher in Automobilen verwendeten elektrischen Anlagen bedeuten würde. Ferner würden derartige Scheinwerfer zur Ueberhitzung neigen, da die Polarisatoren ja nur die Hälfte der Lichtstrahlen durchlassen. Es müssten aber wohl eigene Kühlvorrichtungen dafür vorgesehen werden. Aber auch abgesehen von diesen Fragen der technischen Durchführbarkeit, sind die rein praktischen Auswirkungen einer allgemeinen Verwendung des polarisierten Lichtes noch keineswegs geklärt. Zunächst tritt eine Ausschaltung des Blendeffektes nur ein, wenn die Achsen von Scheinwerfer und Windschutzscheibe genau senkrecht stehen. Dies wäre aber schon bei Begegnung auf stark gesattelter Strasse ebensowenig der Fall wie bei seitlichem Schwingen des Wagenkörpers auf den Federn. Beides könnte zu unerwarteten, unregelmässigen und darum doppelt gefährlichen Blenderscheinungen führen, ebenso eine unabsichtliche Kopfbewegung bei Verwendung einer polarisierenden Brille. Das gleiche könnte bei Begegnung in Kurven eintreten. Ferner wäre denkbar, dass nasser Asphalt oder irgend eine Wasserfläche, die das Licht nicht diffus reflektieren, je nach Beleuchtungsund Sichtwinkel entweder blenden oder — verschwinden! Dass im übrigen die nur unter grundlegender Aenderung aller Motorfahrzeuglichtanlagen mögliche Einführung des polarisierten Lichtes zur Vermeidung eines allgemeinen Blendchaos « schlagartig » erfolgen müsste, lässt die Verwirklichung doppelt problematisch erscheinen. Die technische Forschung — die darum wohl auch das Gebiet des polarisierten Lichtes keinesfalls aufgeben soll — hat schon manche Probleme gemeistert, die früher einmal unlösbar schienen. Die hier beleuchtete Aufgabe aber wird wohl in der angedeuteten Weise kaum so rasch zum Ziele führen. V.E.de St. Von den Rezepten für die Rennbrennstoffe von Mercedes und Alfa-Romeo, die in einem interessanten Artikel in der « Motor-Kritik » angegeben werden. Mercedes verwendete danach im abgelaufenen Jahr eine Mischung von 60 % Methanol, 10 % Aethanol, 22 % Benzol, 5 % Petroläther und 3 % Rizinusöl. Der Treibstoff der Alfas dagegen bestand aus 34,5 % Methanol, 49,5 % Aethanol, 0,5 % Denaturlerungsmittel, 0,5—3 % Wasser und einem Rest von 12—15 % von nicht näher bezeichneter Zusammensetzung. Natürlich sind diese Brennstoffe den Motoren streng angepasst und lassen sich nicht auf andere Fälle ohne weiteres erfolgreich anwenden. Den erfahrenen Brennstoff-Chemikern bleibt es vorbehalten, für alle Umstände und Motoren jeweils gerade das richtige Gemisch zusammenzubrauen. Dass nach einer Meldung der AAZ der Amerikaner Howard Hughes, der Rekordmann des Welt - Rundflugs schon als 16- jähriger Junge seine technische Begabung verriet, indem er damals ein Automobil konstruierte, das auch als Boot auf dem Wasser zu fahren vermochte. Die japanische Automobil-Industrie habe dagegen Protest eingelegt, dass die « Ge~ sellschaft zur Erschliessung Mandschukuos » eigene Automobilfabriken in Mandschukuo mit nichtjapanischem Kapital zu gründen beabsichtige. Die englische Automobilfirma Crosley, die sich bisher besonders mit dem Bau von Lastwagen befasste, beabsichtige in nächster Zeit einen Volkswagen mit zwei Sitzplätzen auf den Markt zu bringen. Er soll vorerst in einer Serie von 25,000 Stück herausgebracht werden und sein Preis soll sich auf weniger als 1000 Fr. belaufen. Wir geben diese aus italienischen Quellen stammende Meldung mit allem Vorbehalt wieder. Dass in letzter Zeit in Amerika von Gaunern eine grössere Zahl von Aktien verkauft wurden, die auf inwischen reorganisierte Automobilfirmen lauteten und daher wertlos waren. „Ein Qualitäts-Oel zu einem angemessenen Preis!" Selbst ein kostspieligeres Oel kann Ihnen nicht mehr Gegenwerf an Qualität bieten als das "BP" long life Motor Oil. Dieses Spitzenprodukt modernster Raffinationstechnik besitzt ein Maximum an Schmierkraft und ist dank seiner grossen Oxydationsfestigkeit überaus „langlebig". Auto -Abbruch Ankauf von alten und verunfallten Personen- und Lastwagen Qrösstes OccaslonsersatzteiIlager von Über 200 verschied. Marken MOTOREN, ACHSEN etc. Standiges Lager von guten Personen- und Lastwagen V.TOGNAZZO, ZÜR1CH-HÖNGG Am dessen 49 Tel. 67.299 Commerciale Mercedes 13 PS mit Hintertüre, 5 PL, normale Nutzlast 600 kg. In garantiert tadellosem Zustande, nach vollständiger Revision. 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