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E_1938_Zeitung_Nr.066

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10 Adelboden Sporthotel

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Qnand Geschichte des Grossen Preises der Schweiz für Automobile. 1931 Die Bremgartenrundstreoke erlebt die erste motorsportliohe Veranstaltung: Anlässlich der «Hyspa» wird auf der noch unausgebauten Strasse mit grossem Erfolg der Grosse Preis der Schweiz für Motorräder ausgetragen. 1933 Ein wagemutiges Initiativkomitee, worin der Automobilclub der Schweiz und seine Sektion Bern die treibenden Kräfte sind, ruft zur Gründung der Rundstreckenaktiengesellschaft auf. 1934 Gründung der Rundstreckenaktiengesellschaft in Bern. In weniger als fünf Monaten muss die Rennstrecke mitsamt den dazugehörigen Installationen rstellt sein. Kostenaufwand: mehr als 1 Million Franken. Der AGS, als einzig zuständige und anerkannte Instanz für die Regelung des Automobilsportes in der Schweiz, erteilt der Sektion Bern des A.C.S. das alleinige Recht zur Abhaltung des Grossen Preises der Schweiz für Automobile für eine Reihe von Jahren. Der I. Grosse Preis der Schweiz steht im Zeichen der sich erstmals durchsetzenden deutschen Rennwagenkonstruktion. Auto-Union belegt mit Stuck und Momberger die beiden ersten Plätze und stellt den ersten Rundenrekord auf. Im Prolog zum Grand Prix beweist der Engländer Seaman auf MG die Renntüchtigkeit der englischen Maschinen. V. Grossen Preis der. Schweiz für Automobile Sonntag, den 21. August 1938. 1. Strassenabsperrungen. Sonntag, den 21. Aug., ist die Rennstrecke von 05.00 bis ca. 18.00 Uhr für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr polizeilich gesperrt. 2. Verkehrsumleitung. Der durchgehende Verkehr Richtung Westschweiz und Wohlen wird umgeleitet: a) Richtung Frauenkappelen (Westschweiz) durch die Effinger-, Köniz-, Weissenstein-, Freiburg-, Bern-, Brünnen-, Abend- und Murtenstrasse und umgekehrt; b) Richtung Wohlen durch die Halenstrasse via Halenbrücke oder Neubrückstrasse via Neubrücke und umgekehrt 3. Parkplätze. Für die in Motorfahrzeugen eintreffenden Rennfahrer sind besondere Parkplätze errichtet worden. Alle Parkplätze liegen in der ^ähe der Rennstrecke; die Zufahrt zu denselben ist durch Wegweisertafeln markiert. Lage der Parkplätze siehe Bekanntmachungen auf Seiten 23 des Programms. 4. Benatzung der Parkplätze nach Anfahrtsrichtungen: Parkplatz 1, Strassenkreuz Bethlehem: für Fahrzeuge aus Richtung Murten, Neuenburg (Waadt und Genf). Parkplatz 2, Schloßstrasse: für Fahrzeuge aus Richtung Fribourg und solche aus Richtung Thun/ Luzern. Parkplatz 3, Güterbahnhof Weyermannshaus: für Fahrzeuge aus Richtung Burgdorf, Ölten, Zürich (Ostschweiz). Parkplatz 4, Neufeld-Bremgartenstrasse-Halenstr.: für Fahrzeuge aus Richtung Biel, Jura, Basel und Ostschweiz. Parkplatz 6, Hinterkappelen: für Besucher des Sektors Eymatt. Die Besucher der Tribünen Murtenstrasse parkieren ohne Rücksicht auf ihre Anfahrtsrichtung auf den Parkplätzen 2 oder 3. — Die öffentlichen Parkplätze in der Stadt Bern können von den Rennbesuchern ebenfalls benützt werden; die dort abgestellten Fahrzeuge sind jedoch nicht gegen Beschädigung und Diebstahl versichert 5. Zu- und Wegfahrten (durch Strassenaffichen gekennzeichnet): Znfahrtea? Parkplatz 1: von Frauenkappelen her via Murtenstrasse. Parkplatz 2: von Bümpliz her via Freiburf- und Schloßstrasse; TOHThun/Luzern her via Buudeegasio, Effjnge»tx*&M« . Parkplatz Jfc vom Bahnhof Her via Bubenbergplatz, Laupen- und Murtenstrasse (zeitweilig via Freiburgstrasse). Parkplatz 4: von Zollikofen her via Wildpark-, Neubrück- und Bremgartenstrasse. Wegfahrten: Parkplatz 1: Murtenstrasse, Frauenkappelen oder Bethlehem-, Freiburgstrasse. Parkplatz 2: Richtung Fribourg via Holligen-, Weissensteinstrasse. — Richtung Thun/Luzern via Effingerstrasse - Bundesgasse; bei starkem Andrang zeitweilig via Effinger-, Ziegler-, Schwarztor-, Sulgeneck-, Marzilistrasse, Dalmazibrücke, Schwellenmatt-, Marienstrasse und Burgernziel. Parkplatz 3: Fabrik-, Länggass-, Mittel-, Wildpark-, Tiefenaustrasse. Parkplatz 4: Halenstrasse, Haienbrücke, Herrenschwanden, Kirchlindach, Oberlindach, Zollikofen. 6. Verbote. Das Verstellen der Zufahrtsstrassen sowie der Umgebung der Rennstrecke mit Fahrzeugen aller Art ist verboten. Das Parkieren ist nur auf den vorgesehenen Strassen und Plätzen gestattet 7. Verkehrsregeln. Es ist die Pflicht jedes Mofahrzeugbesitzers, sich grösster Fahrdisziplin zu befleissen. Im Stadtgebiet ist jegliches Ueberholen von Motorfahrzeugen von 17.30 bis 19.00 Uhr verboten. — Fussgänger haben Trottoirs und Fussgängerstreifen zu benützen. Führer von langsamer fahrenden Vehikeln wie Radfahrer, Fuhrleute usw. sind gehalten, die äusserste rechte Strassenseite einzunehmen. 8. Lärmvermeidung. In Bern wird wenig gehupt Undisziplinierte Rufzeichen bei vorübergehenden Verkehrsstauungen werden geahndet. 9. Den Anordnungen und Weisungen der Polizei, der Rennleitung und anderen Organen des Ordnungsdienstes ist strikte Folge zu leisten. Landwirtschaftliche Kulturen und Anlagen sind dem besonderen Schütze des Publikums empfohlen. Das Erklettern der Alleebäume sowie das Beschädigen der 1935 II. Grosser Preis der Schweiz für Automobile. Die Mercedesfahrer sind unschlagbar. Caracciola und Fagiolj kommen auf den beiden ersten Plätzen ein. Ein neuer Rundenrekord Von 159,416 St./km Absperrvorrichtungen sind verboten. Das Liegenlassen von Flaschen, Büchsen und Papier ist zu wird Caracciola gutgeschrieben. Das Vorrennen zum Grand Prix hat grössere Ausmasse angenommen vermeiden. und wieder ist es Seaman, der auf ERA vor dem Hunde sind an der Leine zu führen. prinzlichen Pseudonym « B. Bira » als Erster die Das Anbringen von Sitzvorrichtungen an bestehende Umzäumungen sowie das Besteigen von Ziellinie quert und für die 1,5-Liter-Klasse einen neuen Rekord aufstellt. Der «Preis vom Bremgarten» Dächern ist verboten. wird als Rennen der schweizerischen Nachwuchsfahrer den internationalen Konkurrenzen angeglie- Lebensgefahr verbunden und auch dort verboten, 10. Das Uebersteigen der Absperrhecken ist mit dert. Die Generalversammlung der AIAGR in Paris wo sie aus Sicherheitsgründen von der Piste weiter stimmt dem Verlangen der Delegierten des ACS unter Führung von Dr. Mende um Aufnahme des Ber- Für Unfälle, die aus Missachtung dieser Vor- entfernt sind. ner Hauptrennens in die Reihe der gesetzten Grands schrift entstehen, wird jede Haftpflicht abgelehnt. Prix zu. Der städt. Polizeidirektor: Freimüller. 1936 Der m. Grosse Preis steht Im Zeichen klarer TTeberlegenheit der Auto-Union-Wagen. Ihr junger, Eintrittspreise und Platzverhältnisse. inzwischen tragisch verunglückter Spitzenfahrer Rosemeyer wird vor Varzl Erster und drückt den Die Abschrankung längs der Aussenseite der neuen Rundenrekord auf 169,632 St./km. Der « Preis, Rennstrecke ist allen Stehplatzbesuchern zugänglich. Die aufnahmefähigsten und schönstgelegenen von Bern » fällt zum dritten Male an den Engländer Seaman, diesmal auf Delage. Stehplätze befinden sich im westlichen Sektor der Rundstrecke, insbesondere im Abschnitt Dienstgeleise - von Roll - Bethlehem - Kiesgrube - Jorden- 1937 letztes Rennen nach der Hochstgewiehtsformel. Eymatt. Der beste Zugang zu den westlich der Das Mercedesteam setzt sich wieder durch und Ehrentribüne Murtenstrasse gelegenen Stehplätzen nimmt für die vorjährige Schlappe einwandfreie Revanche. Mit Caracciola, Lang und von Brauchifsch strasse (Endpunkt des Omnibus-Zubringerdienstes) besteht von Bethlehem oder von der Steigerhubel- telegen sie gleich die ersten drei Plätze. Der «Preis her. In der Regel befinden sich die Stehplätze an von Bern» wird in zwei Vorläufe und einen Endlauf gegliedert IM« Neuerung bewährt sich güäntenstrasse - Kiesgrube bestehen auf der Innenseite der Aussenseite der Piste; nur im Abschnitt Mürzend. Sieger wird der Engländer Dobson auf spezielle Steh-Rampen. E.R.A. vor seinen Markengefährten Mays und «B. Bira». Die neuartige Austragungsweise hat dem Der besondere Zubringerdienst des Stadtomnibus Bern bedient die Eymatt, den dankbarsten Rennen der 1,5-Liter-Klasse viele neue Freunde gewonnen. Punkt der Rennstrecke, und die Tribünen an der Murtenstrasse. Dia Forsthauskurve und die östliche Murtenstrasse werden am besten mit der Städt Strassenbahn Linie 1 erreicht. — Sämtliche Verkehrsregelung vom Stadtomnibus ausgeführten Kurse verkehren ab Bahnhof (Seite Bubenbergplatz) von 7.30 Uhr am an nach Bedarf und nach Schluss des Rennens in der Gegenrichtung. Fahrpreise: Bahnhof - Steigerhubelstrasse (Nähe Tribünen) 30 Rp., und Bahnhof- Eymatt 60 Rp. Für Sitzplätze Ist ausreichend vorgesorgt Die grosse Ehrentribüne bietet Raum für rund 4500 Personen. Weitere 2500 Besucher können auf den zusätzlichen Tribünen (Startkurventribüne, Alleetribüne und Zieltribüne) placiert werden. Sämtliche Installationen sind um die Ehrentribüne gruppiert Training: Donnerstag, den 18. August, 13.30—18.00 Uhr: Stehplätze: Erwachsene Fr. 1.15, Kinder Fr.—.50. Zuschläge für Tribüne: Erwachsene Fr. 1.15, Kinder Fr. —.50. Freitag, den 19. August, 13.30—18.00 Uhr: Stehplätze: Erwachsene Fr. 1.60, Kinder Fr. —.50. Zuschläge für Tribüne: Erwachsene Fr. 1.60, Kinder Fr. —.50. Zieltribüne: Erwachsene Fr. 1.15, Kinder Fr. •—.50. i Samstag, den 20. August, Training von 13.30—15.45 Uhr, anschl. «Preis vom Bremgarten»: Nationales Rundstreckenrennen für Touren-, Sportund Rennwagen: Stehplätze: Erwachsene Fr. 2.30, Kinder Fr. —.50. Zuschläge für Tribüne: Erwachsene Fr. 2.90, Kinder Fr. —.50. Hauptrennen vom Sonntag, den 21. August: Stehplätze: Erwachsene Fr. 3. 50; Militär Fr. 2.30; Kinder von 10 bis 15 Jahren Fr. 2.30. Preisvergünstigungen für Stehplatzbesucher: Erwachsene im Vorverkauf Fr. 3. —; Gesellschaften: pro 10 zahlende Eintritte 2 Freikarten; Kinder unter 10 Jahren in Begleitung Erwachsener frei. Zuschläge für numerierte Sitzplätze: a) Ehrentribüne Murtenstrasse, gedeckt: Logen (5 Personen) pro Platz Fr. 25.20; Logen- Bantruette Fr. 22.—; Sperrsitz Fr. 19.20; I. Platz Fr. 15.20; II. Platz Fr. 11.20; Promenoir, ungedeckt, Fr. 13.20. «., b) Startkurventribüne, ungedeckt, Fr. 12.—. c) Alleetribüne Murtenstrasse, ungedeckt, Block A: Fr. 10.—; Block B: Fr. 8.—; Block C Fr. 6.55. d) Zieltribüne, Block A, 1.—3. Reihe: Fr. 8.—)*; 4.-6. Reihe: Fr. 6.65*); Block B: 5.50*); Stehrampen: Fr. 3.50*). *) Nur an der Tageskasse erhältlich. Sämtliche Sitzplätze sind numeriert. — Preisvergünstigungen für A.C.S.-Mitglieder im Vorver- gen. Eintritt gulUs. Eintrittspreise.

Strassenverkehrsunfall-Verhütungsaktion in Zürich Die Zürcher Polizei ist besser als ihr Ruf — bitte schön, ich meine die Stadtpolizei, was ich hier zur Verhütung unliebsamer Verwechslungen ausdrücklich hervorgehoben haben möchte. — Nicht nur ist die Höflichkeit des Zürchers und besonders des Zürcherpolizisten weit herum sprichwörtlich («Chönd Sie nüd aständig fahre, Sie... Sie... Sie... Sie...»), nein, jetzt wird sogar der Polizeiknüppel und das Bussenregister für eine Zeitlang im Kasten eingeschlossen und die Zürcherpolizei kommt den Verkehrssündern nicht nur höflich, sondern sogar mit humorvoller Ironie. Rase, Velofahrer, ob die Strasse breit, ob schmal, zur Preisverteilung im Kantonsspital! oder: — DIENSTAG, 16. August 1938 AUTOMOBIE-SEVÜE Verkehrsstandpünktlich zeigt sich hier die Gans als äusserst kluges Tierl Na, also! Bei der am letzten Freitag zur Orientierung einberufenen Presseversammlung teilte Herr Dr. Wiesendanger mit, dass diese und weitere Verse eigenes Fabrikat der Angehörigen des Polizeikorps seien, was wir keineswegs bezweifeln, da sie mit den Gedichten von Gottfried Keller oder Rainer Maria Rilke nur ganz entfernte Aehnlichkeit aufweisen. Sie werden, in der aus unseren Abbildungen ersichtlichen Weise illustriert, in den nächsten Tagen an den Zürcher Polizeiautomobilen angebracht und in den Hauptstrassen Zürichs dem Publikum vorgeführt. Je nach 3 Tagen werden die Plakate durch solche andern Inhaltes ersetzt, und zwar richtet sich das eine immer an die Fussgänger, das andere an die Radfahrer und das dritte an die Motorfahrer. Womit jedermann sich das heraussuchen kann, was für ihn am besten passt Hoffentlich nützt's ! Denn es heisst auch noch: Vorsicht! Die Unfälle steigen! Mehr Kameradschaft auf der Strasse zeigen! Im vergangenen Jahr sind nämlich in Zürich allein 4227 Unfälle passiert, und es ist höchste Zeit, dass dagegen energisch eingeschritten wird- An diesen Unfällen sind die Strassenbahnen mit 379, Motorfahrzeuge mit 4289, Radfahrer mit 2233 beteiligt und auch 553 Fussgänger machten sich dabei unliebsam bemerkbar (das scheinbare Missverhältnis der Zahlen erklärt sich dadurch, dass an einem Unfall 2 oder 3 Motorfahrzeuge beteiligt sein können). Bereits 1935 hat die von Herrn Dr. Wiesendanger aufgezogene Lärmbekämpfungsaktion vorzüglichen Erfolg gehabt, und wenn eine Aktion, wie die jetzt projektierte, nicht schon früher in Szene gesetzt worden ist, so unterliess man dies in der richtigen Erkenntnis, dass bei öfterer Wiederholung das Interesse des Publikums abgestumpft würde. So werden wir denn in den nächsten Tagen staunenden Blickes das ungewohnte Schauspiel geniessen, wie Zürcher Polizisten, höflich (!), das Fussgängerpublikum auf die ihm zugewiesenen Streifen verweisen, wie Radfahrer, höflich (!!), ersucht werden, hinter den haltenden Tram sich nicht durchzuschlängeln und im Gewühl nicht rechts zu überholen und wie Motorrad- und Automobilfahrer, höflich (jawohl!!!), gebeten werden, die Fussgängerstreifen zu respektieren und auch sonst keinen unerwünschten Allotria zu treiben. Zirka 150 000 Prospekte werden auf den Strassen verteilt, die diesmal nicht für irgendeine weisse Woche oder die Wahl des Herrn Bünzli, sondern für Unfallverhütung durch Verkehrsdisziplin werben. Das wird uns sehr gefallen! Und um es noch einmal zu sagen, es freut uns der köstliche, lebendige Humor, der von sonstigen Polizeimethoden so wohltuend absticht und seine Wirkung gewiss nicht verfehlen wird. Hoffentlich bleibt es so! Drum Leser, denk' mit Dr. Wiesendanger, Humor macht Dich von Tag zu Jage jünger! Das reimt sich zwar nicht ganz, aber es ist auch nicht übel, und Ueb' Vorsicht, Mensch, und denk an die Familie, sonst kommst du heim als 'ne geknickte Liliel (Wobei ich ehrenrettungshalber noch erwähnen möchte, dass diese beiden Verse der Stadtpolizei nicht zur Last gelegt werden dürfen.) b-r. und Dein bkgen bleiben heil tätigst 1h dm hiMunnspleü Der Besitzer eines Traktors mit Anhänger zahlte die Steuer nicht im verlangten Betrage und erhielt keinen Kontrollschild ausgehändigt Trotzdem bediente er sich der Fahrzeuge und fuhr damit häufig vom Bahnhof Herzogenbuchsee oder der Kiesgrube Herzogenbuchsee nach Thörigen. Er wurde dafür vom Gerichtspräsidenten von Wangen und von der Strafkammer des Berner Obergerichts mit 20 Fr. Busse bestraft. Zwar bestimmt Art. 5 der Vollziehungsverordnung zum Motorfahrzeuggesetz: « Für Traktoren, deren Geschwindigkeit 20 km/St, nicht übersteigen kann und die zu Fahrten im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung eines Landwirtschaftsbetriebes verwendet werden (landwirtschaftliche Traktoren), gelten nur die unter dem Abschnitt «Verkehrsregeln» des Gesetzes und der Verordnung aufgestellten Vorschriften sowie die Strafbestimmungen für ihre Uebertretung. Diese Fahrzeuge werden damit vom Fahrzeugausweis und vom Kontrollschild befreit, doch entschieden die Berner Gerichll, diese Befreiung der Traktoren und ihrer Anhänger gelte nur unter der Bedingung, dass sie die öffentliche Strasse nur auf kurze Strecken benutzen und im übrigen auf dem Grund und Boden des Eigentümers verwendet werden; somit sei die Befreiung hier aufgehoben worden und der Fahrzeughalter habe gegen die Pflicht zur Führung von Ausweis und Kontrollschildern (Art. 23 und 25 der Vollziehungsverordnung) verstossen. Ein Kreisschreiben des eidg. Justiz- und Polizeid&partements hatte den Begriff des landwirtschaftlichen Traktors wie folgt umschrieben : « Mit einem landwirtschaftlichen Traktor können alle Fahrten ausgeführt werden, die mit der Bewirtschaftung eines Landwirtschaftsbetriebes in Zusammenhang stehen. Darunter fallen alle Fahrten, die für die Bearbeitung von Feld und Wald, die Ver- Die Autotour um die Welt abgesagt Wie sich unsere Leser erinnern werden, hatte die AIACR ein Projekt für eine Fahrt «Tund um die Welt im Auto» ausgearbeitet, wobei der Start auf kommenden November anberaumt worden war. Hat auch die Idee Beifall gefunden, so muse von der Durchführung des Planes, -wenigstens in seiner ursprünglichen Form, Umgang genommen werden, wen es sich gezeigt hat, dass bei der gegenwärtigen politischen Lage die Angehörigen gewisser Länder eine auf mehrere Monate sich erstreckende Abwesenheit nicht riskieren können. So sind denn auch eine Anzahl von Interessenten, bei denen das Projekt Anklang gefunden, wieder von ihrer Absicht zurückgetreten. Angesichts dieser Sachlage hat man sich entschlossen, den ursprünglichen Plan abzuändern und zwar in dem Sinne, dass nunmehr eine französische Gruppe (der sich selbstverständlich auch andere Automobilisten anschliessen können) unter der Aegide der AIACR eine Fahrt durch Afrika und Asien unternimmt, wobei die Wahl der Route zwei verschiedene Gesichtspunkte berücksichtigt: einerseits soll die Reise touristisch besonders dankbare Gegenden berühren und sollen anderseits die dabei gemachten Erfahrungen in dem Sinne verwertet werden, dass sie der AIACR ermöglichen, die Organisation ihrer kommenden Welt-Rundfahrten zu verbessern. An sich ist also die Idee keineswegs über Bord geworfen worden. *«.« die Nochmals: TOURISTIK Beschimpfung ausländischer Automobilisten in der Schweiz. M»n schreibt ans: Ihr Leitartikel in Nr. 68 erinnert mich an ähnliche Vorkommnisse und Erfahrungen, die ich Belbst in den Jahren 1934, 1936 und 1936 gemacht habe. Ich bin Schweizerbürger und war damals Mietfahrtenunternehmer auf eigene Rechnung. Meinen Wagen hatte ich in der Schweiz eingelöst. In Deutschland wohnt ein Freund von mir, ebenfalls Schweizerbürger und Besitzer eines 9-PS-Cabriolets. Wie es mein Gewerbe mit sich brachte, musste ich oft einige Tage in Deutschland zubringen. War ich frei, so fuhr ich gegebenenfalls zu meinem Freunde, um dann, weil dieser die Paesfahrten weniger gewohnt war, das Steuer seines Wagens zu einer Schweizerreise zu fibernehmen. So bereisten also zwei Schweizer mit dem cD>-Schild ihr Vaterland. Und ich muss sagen, dass Sie mir mit Ihrem Leitartikel aus dem Herzen gesprochen haben, denn was wir beide an Anödereien und Gemeinheiten zu ertragen hatten, war alles andere als dazu angetan, bei uns Sympathien für unsere Landsleute zu erwecken. Bauern, Knechte, Velofahrer. Automobilisten usw. gaben ihrer Abneigung gegen die «Hitlerianer» auf die unflätigste • Weise Ausdruck. Vom Anspucken will ich nicht erzählen, das lässt sich ja abwaschen, aber Steine, die nach uns flogen, zertrümmerten Glas- und Blechteile. Weil der »Wagen, mit" einer deutschen Nummer versehen, vor der 'Türe- des Galthofs stand und die kleine Schweizerflagge neben dem Hakenkreu^fähnlein trug, mussten wir es erlaben, dass. als wir wieder einsteifen wollten, nicht nur beide Fähnchen weg, sondern mitunter auch die Luft aus den Pneus herausgelassen oder Zucker in den Tank geschüttet worden war und was der Flegeleien mehr sind. Ich kam dann auf die Idee, bei der Bezahlung Der Landwirtschaftstraktor im MFG. (Aas dem Bandesgericht.) arbeitung und Verwertung der landwirtschaftlichen Produkte und Zufuhr von Hilfsprodukten notwendig sind, desgleichen für Fahrten zur Ausführung von Fronarbeiten (Gemeindewerk) und zur Zu- und Abfuhr von Baumaterialien für den eigenen Betrieb. Fahrten für Genossenschaften und Flurbereinigungen smd ebenfalls inbegriffen, sofern der Traktorenbesitzer Mitglied der Genossenschaft und als solches zu derartigen Fahrten verpflichtet ist. > Der verurteilte Traktorenbesitzer berief sich in seiner Nichtigkeitsbeschwerde auf dieses Kreisschreiben, indem er ausführte, er habe mit dem Traktor Fuhren im Auftrage der landwirtschaftlichen Genossenschaft Thörigen und für Kiesfuhren für die Staatsstrasse in Thörigen benutzt, diese gelegentlichen Verwendungen ausserhalb des Landwirtschaftsbetriebes hätten ihm noch nicht den Charakter eines landwirtschaftlichen Traktors hn Sinne von Art. 5 W nehmen können und daher liege keine Widerhandhmg gegen Art. 23 und 25 W vor. Der Kassationshof des Bundesgerichts hat in seiner letzten Sitzung diese Beschwerde abgewiesen, die Busse also geschützt. Wenn im Kreisschreiben der Begriff des landwirtschaftlichen Traktors ausdehnend umschrieben wird, ist dagegen nichts einzuwenden, denn wenn das Fahrzeug im eigenen Betriebe vom Fahrzeugausweis und vom Kontrollsehild befreit ist, erscheint es naheliegend, diese Befreiung auf Genossenschaftsfahrten und Fuhren für das Gemeindewerk auszudehnen. Der Beschwerdeführer hat aber nicht behauptet, er sei als Genossenschaftsmitglied zu den Fuhren verpflichtet gewesen und er habe die Kiesfuhren an die Staatsstrasse im Gemeindewerk ausgeführt. Damit fehlen die Voraussetzungen, die ihn von den Vorschriften in Art. 23 und 2.5 W i befreit hätten. Wp. . der Zechen neben das Geld auch meinen Pass lind den Führerschein zu. legen. «Jäsoo, Dir sit Schwiizer », kan? es dann mitunter etwas erstaunt... Wie aber ist der Fall in Deutschland? Wenn ich dort mit der Schweizernummer vor einem Gasthaus vorfuhr, war man mir und meinen Gästen gegenüber stets freundlich und behilflich. Einmal passierte es, dass mir in Deutschland das Schweizerfähnlein abmontiert wurde. Ich ging der Sache nach und es stellte sich heraus, dass ein kleines Mädchen dpn Wimpel samt Stäbchen herausgeschraubt hatte. Es kriegte seine Tracht Prügel und ich mein Fähnlein wieder. Nicht aber, dass einer der Erwachsenen meine Besorgnis um mein liebes Schweizerkreua etwa belächelt hätte, wie es < zuhause » vorgekommen ist. Bei Licht betrachtet ist es nicht so sehr die heutige Jugend, welche sich solche gehässigen Beschimpfungen und Verstösse gegen Anstand und Takr erlaubt, denn «wie die Alten sungen, so pfeifen auch die Jungen» Darum halte ich die Frage der erzieherischen Einwirkung auf die Jngend noch für wichtiger, wie es in Ihrem Leitartikel zum Ausdruck kommt Ein strenges Vorgehen ist unbedingt notwendig, (soll unser Fremdenverkehr, dessen wirtschaftliche Bedeutung nicht genug hervorgehoben werden kann, nicht noch weiteren Schaden leiden. Unser Schweizervolk tut sicher seinem Ansehen keinen Abbruch, wenn jeder gegen jeden freundlich und liebenswürdig ist. G.W. Die « Schweiz. Hotel-Revue » greift in ihrer Nummer vom 8. August die bemühende Angelegenheit auf und schreibt in ihrem Leitartikel unter anderm : «Der Ausländer kommt nicht etwa nur der Gletscher, Alpen und Bergseen wegen in dl» Schweiz. Er kennt ihren Ruf als Hüterin freiheitlichen Gedankengutes und wahrer demokratische» Gesinnung. Er will sich nfcht nur körperlich erholen, sondern auch geistig ausspannen, sich hier wohl fühlen, teilhaben an der wohltuenden Ruhe dieser europäischen Friedensinsel und als Gast in jeder Hinsicht willkommen sein. Aus der Press« oder durch eigene Erfahrung werden aber die Angehörigen gewisser Staaten eine deutliche Zurückhaltung, ja sogar versteckte Feindseligkeit ihnen und ihrer Heimat gegenüber herausfühlen, und 9xMtset