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E_1938_Zeitung_Nr.068

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AUTOMOBIL-REVUE

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68 DIENSTAG, 23. AUGUST 1938 AUTOMOBIL-REVUE Hans Gübelin, Zürich f Der Automobilsport, der ihn uns verband, hat ihn uns jäh entrissen. Am 10. Dezember 1896 wurde Hans Giibelin in Zürich geboren und nach dem frühen Verlust seiner Eltern von einer Tante erzogen. Schon im frühen Knabenalter zog ihn alles unwiderstehlich an, was von nah oder fern mit dem Automobil zusammenhing, und als einer der Nachbarn, ein bekannter Zahnarzt in Zürich, sich eines dieser damals seltenen Vehikel zulegte, erbat er sich als besondere Gunst, die Reinigung und Wartung übernehmen zu dürfen, den Wagen aus seiner Garage heraus und herein zu fahren. Schon nach kurzer Zeit brachte er es zur völligen Vertrautheit mit der Handhabung dieser merkwürdigen Maschine, die doch zu jenen Zeiten noch in den Kinderschuhen der Entwicklung stand. Nicht ganz mit Unrecht kann man also sagen, dass Hans Gübelin einer unserer ältesten praktischen Automobilfahrer gewesen ist (man vergesse nicht, dass er damals im « Hauptberuf» noch die Schulbank besetzte). Wie eng diese Verbundenheit mit dem Automobil war, kann man an der Schilderung eines seiner Jugendfreunde erkennen, der erzählte, dass er imstande war, im geschlossenen Zimmer, lediglich nach dem Motorengeräusch eines vorüberfahrenden Wagens, dessen Marke richtig zu Der Zürcher Hans Gübelin, einer der bekanntesten Schweiz. Renn- und Zuverlässigkeitsfahrer, de* nach Abschluss des Rennens um den « Preis vom Bremgartcn» mit seinem B.M.W, einem tragischen Unfall zum Opfer fiel. nennen, ohne ihn gesehen zu haben. Kein Wunder, dass sein glühendster Herzenswunsch der Besitz eines Motorrades war, den er sich als Jüngling von 17 oder 18 Jahren erfüllen durfte. (Das Fahrrad interessiere ihn nicht, meinte er, das sei zu langsam.) Nach dem Austritt aus der Schule absolvierte er eine Lehrzeit als Feinmechaniker und vervollkommnete seine Ausbildung in den Werken von Secheron und Landis & Gyr. Aber auch während dieser Zeit verliess ihn nie der Gedanke an das Automobil. Es beherrschte seinen ganzen Sinn und es dauerte auch nicht lange, so sagte er seinem Handwerk Adieu, um als Chauffeur in einem bekannten Zürcher Taxiunternehmen einzutreten. Jetzt erst fühlte er sich in seinem Element, jetzt gehörte er ganz dein Automobil. Der mit dem Drang nach vorwärts behaftete junge Mann blieb natürlich ni-cht lange in untergeordneter Stellung, bald sehen wir ihn dem Wagenpark einer Grossfirma als Chefmechaniker vorstehen und schliesslich trat er in gleicher Eigenschaft in die soeben neugegründete Generalvertretung der Chrysler-Wagen ein. Dieser Marke blieb er treu, als sie nachher von der « Amag » übernommen wurde und sie hat ihm unzählige Siege auf allen schweizerischen Rennstrecken zu danken. Auf ihr errang er auch die Automobilmeisterschaft des. Jahres 1933 der Tourenwagenklasse, 2 Jahre vorher schon brach er den Rekord im Bergrennen Rheineck - Walzenhausen. Hans Gübelins heiteres, umgängliches Wesen und sein gerader, unbestechlicher Charakter verschafften ihm viele Freunde und bewirkten, dass ihn, seine Firma zum Aussendienst hinüberwechseln Hess, in dem er beachtenswerte Ergebnisse verzeichnen durfte. Damit kam vor etwa 2 Jahren endlich auch der Augenblick, wo er sich einen eigenen Sportswagen anschaffen konnte, mit dem er die Reihe seiner sportlichen Erfolge fortsetzte; Im Jahre 1937 errang er den Titel eines Zürcher Automobilmeisters in der Kat. Experten. Beim Militär bekleidete Gübelin den Rang eines Wachtmeister» im Motorwagendienst. Das Automobil, dem er sich verschrieben hatte, hat ihn nun ganz behalten. An seiner Bahre trauern neben der ganzen schweizerischen Sportgemeinde, die einen ihrer Besten begräbt, seine Braut, zwei Brüder und die heute 78jährige Greisin, die ihn einst erzog. Wir verneigen uns vor ihrem Schmerz mit dem Ausdruck tiefer Anteilnahme; auch wir werden den Freund schmerzlich missen. b-r. NB. Der Trauergottesdienst für Hans Gübelin finde» Mittwoch den 24. August, nachmittags 2 Uhr, im Neumünster, Zürich, statt. Letzte Sportnachrichten Ein Maloja-Rennen? Wie wir vernehmen, hat die Nationale Sportkommission in ihrer Sitzung vom vergangenen Freitag in Bern beschlossen, die Sektion Graubünden des A.C.S. mit der Organisation einer Bergprüfungsfahrt auf der Maloyastrasse zu beauftragen. Als Datum hierfür ist der 24. September in Aussicht genommen. Uebernimrat die Sektion Graubünden die Sache, so ist damit Ersatz für die abgesagte Bergprüfungsfahrt Develier-Les Rangiers geschaffen, und gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit zur vollständigen Durchführung der Schweiz. Automobilmeisterschaft 1938, in deren Ausschreibung zwei Bergrennen figuriert hatten, wovon bis heute indessen bloss das ostschweizerische Bergderby Rheineck-Walzenhausen zum Austrag gelangt ist. Technische Beobachtungen am Grand Das schlechte Wetter hat den Fahrern übel mitgespielt. Schon in der Klasse der 1500er zeigen sich bei vielen Wagen heftige Aussetzer und unregelmässiger Motorlauf. Sind's die Kerzen oder sonst ein Teil des Zündsystems, das lieber im Trockenen arbeitet? Oder ist da und dort Wasser in den Vergaser eingedrungen? Schwer zu eruieren in den wenigen, kostbaren Sekunden, die der Fahrer opfern darf für diesen Zweck. Bira, der als Regenspezialist gilt, muss des Regens wegen schon im Vorlauf ausscheiden. Sogar die deutschen Grand-Prix-Bc-liden bleiben von derartigen Störungen nicht verschont. Kautz muss mehrmal« an die Boxen fuhren, um die obern beiden Vergaser kontrollieren, zu lassen. Nützt alles nichts. Schliesslich muss er in der Eymatt aufgeben. Bei Lang, v Brauchitsch, Müller, Nuvolari, Teagno wird das Uebel an den Kerzen gesucht, teilweise neue Kerzen eingesetzt. Brauchitschs Wagen zeigt im Leerlauf während des ganzen Rennens am Ende des linken Auspuffrohrs dauernd eine ca. 30 cm lange blau-und-rote Flamme, die ganz ruhig brennt und nicht nur als kurzer, knallender Blitz erscheint wie bei den andern. Ein anderes Kapitel bei solchen Regenfahrten sind die Brillen und Schutzschirme. Welchem von beiden gilt die Wahl? Die Erfahrungen und ergo auch die Ansichten über das Zweckmässigste scheinen weit zu divergieren. Die Mehrzahl zieht die Schinne vor. Auf der andern Seite hat jedoch die Brille noch so kompetente Verfechter wie Meister Caracciola. Schützt sicher hesser vor dem «Tränengas> in den Abgasen der diesjährigen Mercedes- Boliden. War ein Bild zu sehen wie die Photographen auseinanderstoben als die Wagen hinter den Boxen vor dem Grand Prix ein wenig warmlaufen mussten. Fast wie beim Zwiebelschneiden — es blieb kein Auge trocken! Von weitem riecht das Zeug ganz angenehm. Wie Schuhwichse sagen die einen und andere empfinden'e wieder mehr wie Bodenwichse oder Lack. Irgendwer behauptet, der «Sprengstoff», den die Mercedes-Motoren dies Jahr eingeflösst bekommen, enthalte Nitrobenzol. Daher der Geruch. A propos Abfederung. Rolt auf E.R.A. hat doch wirklich ein schneidiges Rennen gefahren nach seinem Pech beim Start. Die Topsäonsstab-Ahfederung der Vorderräder an den letztjährigen Auto-Union-Boliden. Man beachte die Anordnung der Reibungsstossdämpfer. Im Vorjahr ist auch Era zu dieser Lösung übergegangen. Zur Lüttich-Rom-Lüttich-Fahrt sind letzten Mittwochabend 102 Konkurrenten auf 51 Fahrzeugen gestartet. Sie erreichten mit Ausnahme von Decker auf DKW die Kontrolle Luxemburg strafpunktfrei. Auf dem Weg nach Nancy ereigneten sich einige auf Lausbubenstreiche zurückzuführende Zwischenfälle, indem bei Ucrange fast sämtliche Wagen durch Pneupannen aufgehalten wurden. Der Salmson des Franzosen de Dommartin und der Lancia der Belgier Gouvion/Thirion beispielsweise blieben mit je 4 platten Reifen liegen, wobei der Schaden von kleinen, mit rund 30 Nägeln «ausgestatteten» Plaketten herstammte. In Dl- Jon fehlten Graf Orssich/Sauerwein auf Imperia, die, wie man nachträglich erfuhr, aus den vorstehend erwähnten Gründen aufgegeben haben. Infolge Motorschadens fielen zwischen Dijon und Lyon die Holländer Baronin van Tuyll / Voetelink auf M. G. aus. In Chamblry traf Vicorote de Bissy auf Fiat mit mehreren Minuten Verspätung ein. Bei der Kpntrolle in Turin, die bei enormer Hitze passiert wurde, brach am Bugatti des Belgiers Trasenster eine Feder, ein Schaden, der in Rekordzeit behoben werden konnte. Die Ueberquerung des Apennin hatte für zahlreiche Konkurrenten Strafpunkte zur Folge, und in Rom lagen von 51 gestarteten Fahrzeugen 41 noch im Wettbewerb, wovon 31 ohne Strafpunkte. Frau Bahr verzichtete 15 Kilometer nach Rom auf die Weiterfahrt, und bis Perugia blieben weitere Konkurrenten auf der Strecke. Der Auto-Union-Wagen von Momberger/ Graf Sandizell fiel in Forli wegen eines Tankdefektes aus, und in Ferrara wurde auch die Aufgabe von de la Motte Rouge auf Citroen registriert. Die Höhenfahrt nach Corlina d'Ampezzo forderte neue Opfer: von Guilleaume / Kramer auf Imperia und Carriere / Levegh auf Talbot taten nicht mehr mit. Ab Bozen waren sämtliche Teilnehmer an diesem Strassenderby mit Strafpunkten belegt, wobei Trasenster auf Bugatti und Kramer auf Auto-Union mit je 4 Minuten nach offiziösen Meldungen am besten weggekommen sind. Von den Equipen lag einzig noch H a n o m a g mit Häberle/Glöckler, von Hanstein/Bund und Rühricht/Lübering vollzählig im Treffen. Soweit der Verlauf in kurzen Zügen bis Bozen, wie er uns von der Rennleitung bis Redaktionsschluss bekanntgegeben wird. Schweizerische Rundschau Belästigung ausländischer Autotouristen in der Schweiz, Die warnenden Stimmen in der Presse sowie beim Schweizerischen Fremdenverkehrsverband und bei der schweizerischen Verkehrszentrale unternommenen Schritte haben nun den erfreulichen Erfolg gehabt, dass sich das eidg. Departement des Innern Kam ganz frisch am Ziele an. — Seine Leistung ist um so höher zu werten als sein Wagen im Gegensatz zu einigen seiner Markengefährten noch über die starre Vorderachse verfügt, wie sie bei E. R. A. bis voi zwei Jahren üblich war. Die Fabrikmaschine unter Lord Howe dagegen besitzt die Torsions?tab-Vorderradabfederung System Porsche, die sich bereits bei Auto-Union bewährte (siehe Bild), mit dem auf die Achse des zweiten Parallellenkers aufgesetzten Reibungsstossdämpfer. Bei Teagnos Maserati-Grand-Prix-Wagen sieht das j Ding ein wenig andere aus, zwar auch die vom gleichen, deutschen Konstrukteur entwickelten Torsionsstäbe (oder finden sich in dem Gehäuse auf Verdrehung beanspruchte Schraubenfedern?), jedoch die Reibungsstossdämpfer auf ihren vorstehenden Enden, ausserhalb des Federungshebels sitzend. Hierin unterscheidet sich somit die Maserati-Federung von der der ehemaligen Auto- Union-Boliden. E.R.A. probiert noch ein paar andere Kleinigkeiten aus. So verfügt Mays Wagen an der Vorderrad- Abfederung, die im übrigen dieselben Baumerkmale aufweist wie die des Fahrzeugs von Lord Howe, über hydraulische an Stelle der Reibungsstossdämpfer. Die starre Hinterachse besitzt in beiden Fällen hydraulische De-Ram - Scherenstossdämpfer. Die Strassenlage der deutschen Wagen und mit ihr der Fahrstil der Piloten haben sich seit dem Vorjahr weiterhin verbessert. Das dauernde nervöse «Fuchteln» mit dem Lenkrad, das voriges Jahr ausser Caratsch die meisten Fahrer übten, hat aufgehört. Sie sitzen so ruhig in ihren Polstern und ihre Fahrzeuge liegen so glänzend auf der Strasse, dass man tatsächlich den Eindruck hat, als ob das Fahren darin für erstklassige Könner trotz der hohen Geschwindigkeiten ungefährlicher sei als in den Wasren der kleineren Klassen. Zweimaliges Zurückschalten vor der Kiesgrube. Das erste Mal vielleicht 400 und das zweite Mal 200 m vor dem Austritt aus dem Wald. An den zeitlichen Abständen des explosiven Zwischengas- Gehrumms merkt man Techt deutlich den Unterschied im vorgelegten Fahrtempo. Manche Fahrer schalten zum Bremsen gar schon 600 m vor der Kurve zurück, was natürlich den Fahrdurchschnitt entsprechend drückt. Taruffis 8-Zylinder-Alfa-Motor erinnert äussetlich in manchem an die bestechend schönen Formen der normalen Alfa-Motoren. Zwei Rootsgebläse sind liegend hintereinander links am Motorblock angebracht, und jedes erhält sein Gemisch von eine» eigenen Vergaser. Die Abfederung der Hinterräder geschieht durch eine hinter der Hinterachse in gleicher Höhe mit ihr angebrachte Querfeder. Auf der Achse eitftt aüssen in Fahrrichtung ein kurzer, zweiarmiger Hebel, dessen eines Ende vorn am Rahmen angelenkt ist, während sich das andere von unten auf das Federende stützt. < Die doppelt wirkenden, hydraulischen Stoßdämpfer der Mercedes-Wagen scheinen über eine Vorrichtung zur Regulierung der Dämpfungswirkung zu verfügen. Wenigstens sieht das Ding, das unten an ihrem Doppelzylinder sitzt, so aus. der äusserst unangenehmen Angelegenheit der Belästigung deutscher Automobilisten in der Schweiz angenommen hat. Und zwar soll nun von behördlicher Seite eine Aktion bei allen Schulbehörden der Schweiz unternommen werden, damit diese die Schuljugend zu anständigem, korrektem Verhalten gegenüber den ausländischen Automobilisten, gleichgültig aus welchem Land© sie kommen, arthält resp. erzieht Es ist erfreulich, dass nun die verschiedenen Kritiken doch zu diesem positiven Erfolg geführt haben/An der Lehrerschaft liegt es nun, energisch durchzugreifen und der heranwachsenden Jugend die Pflichten eines touristischen Reiselandes, die allzu sehr in Vergessenheit geraten waren, wieder etwas einzuimpfen. ^ Die Protag liquidiert. Als vor zwei Jahren die «Aschag», die Vereinigung für Automolbilistenschutz (1) eine unrühmliche Liquidation mit Konkurs über sich ergehen lassen musste. glaubte man, dass es dieser Pröbelein um das gute Geld der Automobilisten, Hoteliers und Garagiere wieder einmal genug sei. Es ist schon damals viel gutes Geld verloren gegangen! Aber weit gefehlt! Denn schon kurze Zeit nachher wurde teilweise von den gleichen Initianten ein neues Kind, die «Protag», ebenfalls mit dem Zweck des Schutzes der «armen» Automobilisten aus der Taufe gehoben. Obwohl die Automobilistenverbände dem Neugeborenen kein langes Leben prophezeiten und es an Warnungen nicht fehlen lieesen, gab es doch wieder welche, die anscheinend noch nicht genug verloren hatten und den Drang in eich fühlten, ihr gutes Geld für einen bedeutend weniger guten Zweck loszuwerden. Auch hier wiederum fehlte es nicht an «optimistischen» Hoteliers, die die Protag untenstützten. Nun iet auch dieser Traum wieder aus, der Täufling hat, ein Opfer jener Schwäche, die ihm schon bei der Geburt anhaftete, sang- und klanglos das Zeitliche gesegnet. Das Betreibungfiamt Zürich teilte Ende Juli mit, daas über die «Protag» der Konkur« verhängt, das« er aber '— und da* ist ein äusserst bitteres Ende — mangek Aktiven nach drei Tagen wieder eingestellt worden sei. Die Trau- G«n.-Vertr. ernden sind einmal mehr die übertölpelten Automobilisten, Hoteliers und Garagiers, die allen Warnungen zum Trotz, ihr Geld nutzlos geopfert huttn« während eich die Herren Verwaltungsräte unbehelligt aus der Affäre ziehen, um vielleicht wieder mit einer neuen Auflage der «Aschag» und «Protag» ihr Glüok zu versuchen. Die Dummen sterben nicht ausl V Sekiion Graubdnden, Die auf den 3. und 4. September nach Waldhaus-Flims einberufene Generalversammlung wird sich neben den statutarischen Geschäften auch mit aktuellen Tagesproblemen beschäftigen, worunter die Benzinpreififrafe und die Angelegenheiten des Strassenbau« und des Zufahrtsstrassenprogramms nach Graubünden Im Vordergrund stehen. Einen wichtigen Entscheid gilt, es auch im Gebiet der sportlichen Betätigung der Sektion zu fällen, hat sie sich doch darüber auszusprechen, ob sie für 1939 oder 1940 ein Automobilrennen übernehmen wolle. Wie wir hören, soll nämlich ein Rennen auf der Malojastrasse Cöplant sein. Wiederum verbindet sich mit der Generalversammlung eine Zuverlässigkeitsfahrt um den von Dr. H. Kunz gestifteten Wanderbecher. Doch umfasst das Programm daneben auch noch eine Gymkhana. Dem Sieger aus der Kombination dieser beiden Veranstaltungen winkt der Wanderbecher « Oberstlt. Demmer». Den Abschlug» der Versammlung bildet am zweiten Tag ein geselliger Anlass. 2ku* *. c. s. dem L^SEC Von Läutwerken bei Niveaukreuzungen, von Fussgängern und vom Türknallen. Vor einiger Zeit passierte es mir. obwohl ich sonst ein versichtiger Fahrer bin, dass ich mich mit meinem Wagea mitten auf einem mehrgeleisigen Bahnübergang befand, dessen Barrieren sich in eben diesem Moment senkten, so dass mich dal unheimliche Gefühl beschlich, in einer Falle geschnappt zu werden. Das bei diesem Vorgang in Betrieb gesetzte Läutewerk hatte ich tatsächlich nicht gehört, ein Umstand, der mir sofort zum Bewusstsein brachte, wie altmodisch diese Einrichtung ist. Sie erfüllt ihren Zweck nur bei langsam sich bewegenden Strassenbenützern. Dem Automobilisten wäie wohl besser gedient, wenn das Läuteoder Glockensignal in grösserer Entfernung vor der Schienenkreuzung, etwa beim Bahnübergangszeichen in Tätigkeit träte, was ich hiermit den zuständigen Behörden zur Prüfung empfehle. ZactsetzunQ des SewMetans in nächste* Hummex, Im Zusammenhang mit der Kampfaktion gegen Verkehrsunfälle möchte ich auf einen Umstand im Strassenverkehr hinweisen, den auch meine Mitfährer, welche ich darauf aufmerksam machte, bestätigen können- immer und immer wieder passiert es, dass nicht nur einzelne Kinder, sondern ganz* Gruppen, ebenso wie übrigens auch Erwachsen«, selbst von mehrmaligen Hup- und Warnsignalen nicht die geringste Notiz nehmen und den Autler damit im Zweifel lassen, ob sie ihn bemerkt haben oder ob so eine schwatzende oder spielende Kindergruppe im letzten Moment nach allen Richtungen auseinanderstiebt und womöglich in die Fahrbahn des Wagens hineinzugeraten. Der anständige Fahrer hupt nur, wenn es nötig ist. In diesem Fall kommt aber dem Warnsignal die Bedeutung eines Anrufs zu. Der Angerufen« sollte deshalb auf irgend eine Art zeigen, dass er das Signal wahrgenommen hat, insbesondere dann, wenn dieses von rückwärts kommt. Meine Beobachtungen zeigen mir, dass ich bei vielen älteren Leuten beinahe immer mit einem entsprechenden Zeichen «ich habe verstanden» rechnen kann. Auf das Herannahen des Motorgeräusches reagieren sie durch einen Blick, ein« Kopfwendung oder dergleichen. Damit zeigen sie an, dass sie das Fahrzeug wahrgenommen haben. Bei Kindern und jüngeren Leuten dagegen scheint dieses einfache Verständigungsmittel unbekannt *u sein. Hierin erblicke ich einen Mangel der Ver> kehrserziehung, an dessen Beseitignnf Eltern, Lehrer und Behörden mitwirken sollten. Ein Ding der Unmöglichkeit ist es doch wohl nicht, kleineren und grösseren Kindern beizubringen, auf Autosignale zu achten und deren Wahrnehmung durch entsprechendes Verhalten kundzutun. Feiner Wagen und feine Leute sind zwei Begriffe, die nicht immer zusammenfallen müssen, auch nicht immer beisammen sind. Schon vor etlichen SO Jahren fiel es mir auf, wie wenige meiner Mitmenschen eine Eisenbahncoupetüre richtig zu schliessen verstanden. Oft genug gab mir das Betragen in der Bahn Anhaltipunkte über Art und Charakter meiner Mitreisenden, ebenso wie auch in bezug auf deren Kinderstube. Wollte man diese Maßstäbe heute noch anlegen, dann käme wenig Erquickliches dabei heraus. Jedenfalls empfinde ich beim Automobilisten eines als abscheuliche Unsitte: das Zuknallen derWafentüren, und ich glaube nicht zu übertreiben, wenn fch behaupte, «man» sei im allgemeinen jeneift, der Umwelt durch ein möglichst schwungvolles Zuschlagen der Türen zu zeigen, dass man jetzt eben in einem Auto ein- oder ausgestiegen ist. Einen besonders kräftigen Widerhall löst solches Tun nachts auf der Strasse, aber auch bei all jentn, die solcherart aus dem Schlaf aufgeweckt werden. Ich neige zu der Ansicht, dass es ausser einzelnen Herrschaftschauffeuren wenige Herrschaften und Menschen gibt, die wissen, eine oder mehrere Autotüren mit Anstand und Rücksicht zu « handhaben ». Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyn- (Mil.-Dienit). Dlpl.-Ing. F. 0. 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