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E_1938_Zeitung_Nr.068

E_1938_Zeitung_Nr.068

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trifft Anatalten, «ich Huf zn attackieren, «o daat unser Landemann nunmehr von drei ERA eingeechloseen iat Ohne »ich besonders anstrengen zu müssen, hängen Mays und Lord Howe einstwellen noch brüderlich vei^dnt, ihre Gegner glatt und t schmerzlos » ab und fahren ein Rennen sozusagen ganz für .sich. In der 4 Bunde hat es der Draufgänger Rolt geschafft und Hug hinter sich verwiesen, womit nun gleich drei ERA den Tanz anführen. Stand nach der 5. Runde: 1 Mar« (E.R.A.) 16:56,5 2. Lord Howe (E.R.A.) 16:59,5 8. Rolt (E.R.A.) 17:48,7 4. Hug (Maserati) 17:58,5 5. Bianco (Maserati) 18:11,5 In diesem Moment sind Pollock und Plate bereite überrundet. Immer näher pirscht sich der Italiener Bianco aa Hug heran. Bei 7 Runden ist der Abstand zwischen den beiden auf 4 Sekunden zusammengeschmolzen. Und siehe da, der Anbiederungsversuch gelingt, denn in der 8. Runde ist Hug vom Italiener «glücklich > geschnappt worden und damit in 5. Position abgestiegen, nachdem er sich anfänglich drei Runden lang ale Dritter behauptet hatte. Er scheint es gar nicht besonders eilig su haben und hei dem geringen Widerstand, den er der Attacke Biancos entgegensetzt, drängt sich die Vermutung auf, es sei ihm lediglich daran gelegen, eich für den Endlauf zu klassieren. In der 8. Runde hält Teagno an der Boxe und rutscht dadurch von der 7. in 8. Position zurück. Uebrigens ist bis jetzt noch nicht ein einziger Ausfall zu vermelden, sehr im Gegensatz zum ersten Vorlauf. Vorne tut eich nicht« Neues, es sei denn, dass Mays und Lord Howe ihre Position noch weiter festigen und von Runde zu Runde' eine grössere Distanz «wischen sich und ihre Rivalen legen. Stand nach der 10. Runde: 1. Mays (E.R.A.) 2. Lord Howe (E.R.A.) 3. Rolt (E.RJL) 4. Bianoo (Maserati) 5. Hug (Maserati) 83:29,5 33:45,1 35:13,4 35:46,8 36:08,1 Der Schweizer Hug (Maserati) triumphiert im Endlauf. Das Reglement zum «Preis von Bern» sieht vor, dass mindestens 50 Prozent der in den Vorläufen klassierten Fahrer in den Endlauf gelangen. Doch besteht die Möglichkeit, diese zu erhöhen, falls die Auescheidungsläufe zahlreiche Ausfälle mit sich bringen. Da insgesamt 9 Piloten (Sommer und Emilio Villoresi auf Alfa Romeo, Barbieri, Baruffi, Ruggeri, Minetti, Lanza, Kessler und Blancpain auf Maserati) forfait erklärt hatten und im ersten Vorlauf 4, im zweiten 1 Konkurrent ausgeschieden •waren, qualifizierte die Rennleitung alle 7 im ersten Vorlauf klassierten und sämtliche im Schlussklassement des zweiten Vorlaufes figurierenden Fahrer mit Ausnahme von Enrico Plate für das Finale. Bircher verzichtet schliesslich auf den Start und Ghersi, der bereits im Startfeld Platz genommen hatte, schiebt seinen Maserati im letzten Moment aus der Bahn. Demnach sieht die Startaufstellung wie folgt aus: Phantastisch, diese uhrwerKsgleiche Regelmässigkeit eines Mays, der das Heft sicher in. den Händen hält, wobei sich die Ueberrundungen sozusagen am laufenden Band ereignen, hat er doch bei Beginn des letzten Drittels bereits fünf seiner Gegner je eine Runde abgeknöpft. Dabei stellt er mit S Min. 14,9 Sek. (134,537 km/St.) eine neue Rundenbestzeit für diesen Vorlauf auf. Lord Howe, der ihm anfänglich Gesellschaft leistete, muss es in Kauf nehmen, dass sich sein Stallgenosse immer deutlicher vt>n ihm 'verabschiedet und mit tfliegenden Fahnen> dem Sieg entgegeneilt In den hinteren Rängen setzt es bis zum Schluss keine Veränderungen mehr, denn die Lage hat sich schon seit der 10. Runde stabilisiert. So klingt denn der zweite Vorlauf in einem dreifachen E.R.A.-Sieg aus, wobei zu bemerken wäre, dass die Zeit des Erstklassierten Mays um rund VA Min. besser ist als jene von Pieteoh. der den ersten Vorlauf an sich gebracht Und das, ohne dass der Engländer seinen Wagen voll ausgefahren hat, wozu ja auch gar keine Veranlassung vorlag, sintemalen ihm von nirgends her eine Gefahr drohte. Taktisch klappte es mit der Regie dieses zweiten Ausscheidungsrennens erheblich besser als im ersten Vorlauf; man hütete sich offenbar, gewitzigt durch die Episoden bei jenem, seinem Temperament die Zügel schiessen zu lassen. Nur einer bleibt hier auf der Strecke: Uboldi, der in der 11. Runde aus unbekannten Gründen von der Bildfläche verschwändet RESULTATE 14 Runden (101,920 km/St): 1. Mays (E.R.A.) 46:30,0 (Stundenmittel 131,509 km/St.) 2. Lord Hc-we (E.R.A.) 47:03,1 3. Rolt (E.R.A ) 49:18.6 4. Bianco (Maserati) 49:46,2 5. Hug (Maserati) 46:47,2 13 Runden 6. de Teffe (Maserati) 47:38,0 13 » 7. Hansen (Maserati) 49:03,1 13 » 8. Teagno (Maserati) 49:12,9 13 » 9. Pollock (E,R.A.) 49:29,4 13 > 10. Plate E. (Maserati) 49,08,4 12 * Pietsch Howe Mays Maserati E.R.A. E.R.A. Rolt Bianco E.R.A. Maserati Wilson Hug de Teffi E.R.A. Maserati Maserati Hanson Teagno AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 23. AUGUST 1«S8 — N° 6 8 Maserati Maserati gen, was tatsächlich in ihm steckt Bleibt, abgesehen davon, dass Wakefield den Maseratifahrer Herkuleyns PoVock Waknfleld Teagno an 8. Stelle verwiesen hat, im Hinterfeld M.G. E.R.A. E.R.A. Plate einstweilen alles beim alten, so fordert der heisse Tal bot Kampf um Zeit und Platz in der Spitzengruppe bereits das erste Opfer, Pietsch, der Sieger im ersten Aussqheidungslauf, streckt in der Eymatt un- Der Start erfolgt mit ein paar Minuten Verspätung und ist von einem Sensationellen begleitet ten wegen eines nicht näher umschriebenen Motorschadens die Waffen. Demzufolge finden wir Während Pietsch vor Bianco und Howe die Füh?~ rang übernimmt und das Feld den Spitzenreitern geschlossen nachjagt, kommen zwei Howe wieder auf dem zweiten Platz, allerdings Engländer nicht vom Fleck: der E.R.A.-Fahrer Rolt und der Maserati-Mann Hansen, deren Bemühungen, die Motoren zum Knallen zu bringen, immer wieder von Misserfolg gekrönt sind. Da die gestarteten Konkurreenten im nächsten Augenblick schon über die Murtenstrasse donnern werden, schieben die beiden Pechvögel ihre Boliden zu den Boxen, unternehmen weitere « Aufmunterungsversuche», die endlich das gewünschte Ergebnis zeitigen nachdem sie eine Runde verloren haben und die sich auf der Piste tummelnde, illustre Gesellschaft in der Reihenfolge Mays, Ho-we, Pietsch, Bianco, Hug, de Teffe, Teagno, Wakefield, Wilson, Pollock, Plate und Herkuleyns über die Tribünengerade gebraust ist. Im Rückwärtsgang schwirrt Rolt den Boxen entlang gegen das Zeitnehmerhaus, um von dort aus sein Rennen zu starten. Allein, die internationalen Reglemente bestimmen, dass der Fahrer unter allen Umständen die Startlinie zu passieren hat Es ist deshalb begreiflich, wenn die Absichten Rolts bei Rennleiter Huber auf Widerstand stossen. Das Publikum, in Unkenntnis der geltenden Vorschriften., sieht im Vorgehen des Rennleiters, der den Konkurrenten am Start vor dem Zeitnehmerhaus verhindern will, eine Schikane gegenüber dem Fahrer und im Nu ist ein fürchterliches Pfeifkonzert im Gange, das an Intensität noch zunimmt, wie Rolt niehtsdestotrotz loshaut und in vehementem Tempo unsern Blicken entschwindet. Nach Ahlauf einiger Runden wird durch den Lautsprecher bekanntgegeben, dass der Start Rolts reglementsgemäso erfolgt sei, wozu wir noch bemerken möchten, dass die Sportkommission aus rein sportlichen Erwägungen heraus von einer Disqualifikation des Fahrers abgesehen hat und es somit ihrem noblen Entgegenkommen zu verdanken ist, wenn der Engländer im Rennen verbleiben konnte; denn tatsächlich hat Rolt den internationalen Sportgesetzen gegenüber, die nun einmal formell sind, zuwider Behandelt. Um zum Renn verlauf zurückzukommen: auch Hanson ist mittlerweile von der Bildfläche verschwunden, kehrt jedoch schon aus der ersten Runde nicht zurück. Das Rennen verläuft vom Start weg spannungsgeladen und keine Runde vergeht, dass nicht mehr oder weniger gröesere- Positionsveränderungen zu registrieren sind. Hat Mays die Startrunde in 3:23,3 = 128,976 km/St. erledigt und lag Lord Howe noch dicht hinter ihm, so fällt nun der zweite Stallfahrer der English Racing Automobiles Ltd. immer mehr zurück und muss in der 3. Runde dem forsch fahrenden Pietsch Platz machen. Nun sucht sich sogar Bianco bei Howe anzubiedern, während weiter zurück de Teffe dem Schweizer Hug das Leben «sauer» macht Aber nicht für lange. Denn immer mehr zeigt es sich, dass Hug dank seines taktisch klugen Rennens im zweiten Vorlauf — wo er den 5. Platz belegte — über wertvolle Kraftreserven verfügt, die ihm nun» mehr gestatten, mächtig aufzudrehen und zu zei- schon mit 65 Sekunden Rückstand auf May» tra« im 3. und 4. Rang ziehen kampfeslustig Bianco und Hug einher. Stand nach der 5. Runde: 1. MayB (E.R.A.) 16:01,8 2. Lord Howe (E.R.A.) 17:07,7 3. Bianco (Maserati) 17:17,8 4. Hug (Maserati) 17:24,4 5. de Teffe (Maserati) 17:40,8 Der mit ca. 2 Runden Rückstand gestartete Engländer Rolt fährt ein bestechende«, ausgezeichnetes Rennen und hat sich bereits in die Sohwanzgruppa hineingebohrt; wenigstens bildet nun Herkuleyns die rote Laterne. Wakefield beginnt allmählich ebenfalls warm zu werden und landet einen geglückten Angriff auf den Maseratifahrer de Teffe, der damit auf den 6. Platz zurückfällt. Vorne beginnts nun brenzlig zu werden: von wegen Hug nämlich, der immer mehr zu grosser Form aufläuft, sich an Bianco heranpirscht, in der 8. Runde an ihm vorbeigeht und ihn buchstäblich stehen lässt, um dann abermals eine Runde darauf eine Attacke auf den durch Motorunregelmäesigkeitea sichtlich behinderten Lord Howe zu reiten. Und auch sie gelingt, denn zur Freude aller befindet sich der Schweizer mit rund anderthalb Minuten Rückstand auf Raymond 'Mays auf dem zweiten Platz. Stand nach der 10. Runde: 1. Mays (E.R.A.) 31:53,5 2. Hug (Maserati) 33:32,6 3. Lord Howe (E.R.A.) 33:58,6 4. Bianco (Maserati) 34.05,5 5. Wakefield (E.R.A.) 34:39,8 Und nun ereignet sich die Sensation im besteii Sinne des Wortes. Mays wird nach der 11. Runda vergeblich erwartet. Sekunde um Sekunde verstreicht, mehr als eine Minute ist um und es kann kein Zweifel mehr darüber bestehen, dass ihn irgendwo und in irgendwelcher Form das Schick-, sal erreicht hat. Jetzt muss er kommen, unser Landsmann und wirklich, was in Bern an einem, internationalen Rennen noch nie zu sehen war; hier wird es Tatsache: ein Schweizer führt! Führt, nachdem er sich Position um Position er* kämpft und erobert und sich mit Erfolg zur Spitze durchgerungen hat. Ueberflüssig zu sagen, dass von den Tribünen herunter ein •wahrer Beifallsturm rauscht, wie Hug mit seinem weiss-roten Maserati in Führung liegend vorüberrast. Und dann kommt die Meldung, dass Mays, der Sieger im zweiten Vorlauf, der in der 7. Runde mit 3 :07,5 = 139,552 km/ St. die schnellste Runde fuhr, die heute ein Kleinwagen erreichte, mit Kompressorbruch nach der! Eymattkurve festgefahren sei. Wie gesagt: Hug ist Spitzenreiter mit einem Vorsprang von 43 Sekunden auf Lord Howe, an dessen ERA immer wieder Fehlzündungen zu konstatieren sind. Und so verwundert es denn eigentlich nicht weiter, dass Howe auch der Attacke Biancos nicht gewachsen ist. Der Engländer Rolt hat inzwischen auch Plate passiert, der an seinem altvaterischen Talbot in der 12. Runde Kerzen wechselt. Und nun geht's in raschem Tempo dem Ende entgegen. Hug, der Runde um Runde von den MaseratinMechanikem signalisiert wird, fährt nach dem zweiten Drittel de« Rennens zu einem kurzen Halt an die Boxe, um sich die Brille aufzusetzen, zumal es wieder in Strömen heruntergiesst. Bei dieser Gelegenheit ist Unter diesem Stern fahren Sie a I Typ 170 V 9 Steuer-PS ab Fr. 6,900.— Typ 170 B 9 Steuer-PS ab Fr. 7,300.— Typ 230 11,35 Steuer-PS ab Fr. 9,900.— Typ 320 16,33 Steuer-PS ab Fr. 17,600.— Typen 500 und 540 Kompressor Die Erfahrungen des Rennwagenbans In Konstruktion und Materialauswahl werden laufend ausgewertet für den Bau der Mercedes-Benz Touren- u. Sportwagen MERCEDES • BENZ - AUTOMOBIL A.-G Zürich Badenerstxasse 119 Basel Aeschengrabea 29 Bern Weissenbühlweg 40 Lausanne Chemin de« Mouettes 2 Genf Rne des Päquis 35 Vertreter: Aigle: F. Lanz / Bellinzona: Motta & Biffoni / Biel: Grand Garage Walther & Ryser / Einsiedeln: Stefan Waldvogel / Flüelen: Hermann Sigrist / Frauenfeld: Talbach-Garage / Guggithal/Zug: Conrad Keiser / Langenthai (Bern): Walter Iff / Locarno: Motta & Biffoni / Lugano: Descagni- Ferrari / Luzern: J. Ottiger, Palace-Garage / Neuenburg: Roger Lambelet, Garage Apollo / Ölten: Frey & von Feibert, Ringgarage / Reiden: Gebr. Zimmerli / Samen (Obwalden): Clemens Sidler / Schaffhausen: F. Hübscher, Rheingarage / Schwyz: Walter Kündig / Solothurn: Schnetz & Co., Central-Garage / St. Gallen: A. Germann, Langgasse 2 / St. Moritz: Cattaneo / Thun: de Berti / Winterthur: Meier & Kunz, Kreuzgarage.

N° 68 — DIENSTAG, 23. AUGUST 1938 AUTOMOBIL-REVUE der bisherige Minutenvorsprun* auf Bianco auf 30 Sekunden zusammengeschmolzen, aber es besteht keine Gefahr, dass der Siesr verloren gehen könnte, denn erstens sind nur noch 7 Runden zu fahren und zweitens hat der Maserati immer noch einen gesunden Ton und infolge des klugen Haushaltens von Hug genügende Kraftreserven. In der 18. Runde zischt Wakefield an Lord Howe vorbei und im übrigen bleibt einzig noch zu erwähnen, dass Plate, nachdem er den Vorlauf und auch die erste Hälfte des Finale mit seinem Talhpt sehr gut überstanden hat, von der 16. Runde an nicht mehr gesehen wird. Orkanartig braust es von den Tribünen hernieder, wie Hug als überlegener Sieger, als souveräner Fahrer, über die Ziellinie echiesst und damjt den V. Preis von Bern zu einem Schweizer Erfolg gestaltet. Erstmals, seit im Bremgartenwald draussen internationale Automobil-Hennen zum Austrag kommen, •wird die Schweizerfahne am Mast hochgezoten, Hüg, der über das ganze Gesicht strahlt, wird der Siegerkranz umgehängt, die Nationalhymne ertönt und umjubelt von allen begibt sich unser Mann nach seinem bisher schönsten Sieg nochmals auf die Strecke, um mit seinem 4-Zyl.-Maseraü die Ehrenrunde abzufahren. 21 Runden (152,880 km) 1 HUG. SCHWEIZ (Maserati) 2. Blnco (Maserati) 3. Wakefield (ERA) 4. Lord Howe (ERA) 5. de Teffe (Maserati) 6. Wilson (ERA) 7. Teagno (Maserati) 8. Pollock (ERA) 9. Rolt (ERA) 10, Herkuleyns (MG) Schnellste Runde- 139,552 km/St. 1:10:00,5 (131,024 21 21 21 21 20 20 20 19 16 1:11:40,8 1:11:41,8 1:12:00,8 1:13:00,6 1:10:37,0 1:11:20,1 1:12:57,8 1:11:29,3 1:12:50,3 Mayt (ERA) km/St.) Runden Runden Runden Runden Rundin Runden Runden Runden Rundtn In 3: 07,5 = Die Klassensieger: Walther (Bugatti), Blancpain (Maserati), de Montfort (Bugatti), Häffner (Fiat), Scheibler (Bugatti) und Kaiser (Opel) Todessturz des Zürchers Hans Gübelin. Samstag nachmittag 4 Uhr. Die drohenden Wolken, die eben noch über den «Bremer» hinwegfegten und etwas kühlenden Regen brachten, sind zerstoben. Der Himmel macht ein freundlicheres Gesicht, und wie die 23 Teilnehmer am «Preis vom Bremgarten» mit ihren Fahrzeugen die Startplätze einnehmen, ist die Piste glücklicherweise maustrocken. Das Feld präsentiert sich wie folgt: Walther Christen dl Graffenrled Bugatti Maserati Maserati Mandlrola Breehbuhler Maserati Bugatti Blrcher Hahn Bugatti Bugatti Schiumarinl Blancpain Lincoln-Zephyr Maserati GDbelin Noverraz de Montfort B.M.W. B.M.W. Bugatü Campolongo Riesen Hanomag B.M.W HSffner Jaeger Fiat M.G. « Aryll» Scheibler Graham Bugatti Stich Kaiser Portmann Fiat Baliila Opel Ford Dattner Weber Fiat Baliila Lancia Aprilia Forfait erklärt haben bei den Sportwagen bis 1500 cem Dr. Dold auf B.M.W., H. Trümpy und H.K. v. Tscharner auf M.G., bei den Sportwagen RESULTATE Preis vom Bremgarten über 1500 cem W. Allmendinger und U. Dehnue auf Alfa Romeo, bei den kleinen Rennwagen Geser 0. auf Maserati und bei den «Grossen» Mabellini auf Bugatti. Rennleiter Huber ruft die Piloten im Schwärm zu sich, um ihnen die letzten Instruktionen zu erteilen, dann werden die Motoren angeworfen, und wie sich die Startfahne senkt, ereignet sich auch schon die erste Pensation: Der Maserati des Favoriten von Graffenrled streikt und bequemt sich erst nach 59sekundiger Verspätung, zu krachen und zu donnern. Inzwischen ist die Meute in der Reihenfolge Christen, Mandirola, de Montfort und Breehbuhler in der Eymatt vorbeigesaust, doch wie sie erstmals an der massig besetzten Tribüne vorüberjagt, hat sich Walther zwischen Mandirola und Breehbuhler geschoben, während Montfort an 5. Stelle zurückgefallen ist. Um gleich bei den Rennwagen Kategorie über 1500 cem zu verweilen: Bis zur 5. Runde befinden sich Christen und Mandirola in Front, wobei sie mit Verzweiflung um die Spitzenposition kämpfen, wogegen sich Walther mit de Monfort herumschlägt. In der 6. Runde aber stürmt de Graffenried mit seinem anfänglich so störrischen Maserati an die Spitzenreiter heran und erscheint am Leaderbord, um sich sofort deutlich zu distanzieren. Von der 6. Runde weg scheint sich nichts mehr zu ändern, zumal sieh Walther auf dem 4. Platz vor de Montfort, der übrigens einen Sportwagen fährt, eingenistet hat. Aber am Schlüsse der ominösen 13. Runde tut sich allerhand: Christen, auf dem Ehrenplatz liegend, fährt an die Boxe, um — wenn wir deutlich sehen — die Brille zu wechseln, giesst es doch seit der 11. Runde wiederum wie aus Kübeln herunter. Dadurch gehen ihm nicht weniger als 4 Ränge verloren. Doch sind die Ueberraschungen noch nicht alle: der Lautsprecher meldet, dass de Graffenried als erwarteter Sieger bei Posten 8 (nach der Eymatt) aufgegeben habe. Wer wird als Erster die Ziellinie überfahren? Es ist der Berner Walther auf Bugatti, der quasi im Endspurt Mandirola auf den 2. Platz verweist. Von der Tribüne aus glaubt man bei Start und Ziel eine gewisse Verwirrung feststellen zu können, jagen doch sowohl Walther wie Mandirola vorüber, ohne abgewunken zu werden. Christen trudelt zu seiner Boxe, besinnt sich eines andern und begibt sich, obwohl er das Rennen beendet hat, nochmals auf die Strecke! In dieser Konfusion geschieht es, dass auch einige weitere Konkurrenten die überflüssige 15. Runde in Angriff nehmen, unter andern auch ein paar Fahrzeuge der schweren Sportwagenkategorie. Schon huscht Walther heran, von den Tribünenbesuchern mit einer Ovation bedacht, und kurze Zeit später passiert Gübelia auf B.M.W. das Zeitnehmerhaus. Und nun ereignet sich das Unfassliche, unendlich Tragische: Gübelin überholt den ebenfalls in die Kurve einbiegenden Kaiser auf Opel, gerät dabei zu weit nach links, kommt ins Schleudern, schlägt mit dem Heck an die Holzpalissade vor der Tribüne, der Fahrer will korrigieren, saust wiederum, diesmal von vorn, in die Holzwand, der Wagen überschlägt sich seitlich — tonneaugleich, kommt auf den Kopf zu stehen und rutscht auf der Strasse bis gegen die Boxen der Schweizerfahrer hinunter, den Fahrer unter sich begrabend und furchtbar verstümmelnd. Gübelin, einer der bekanntesten schweizerischen Renn- und Zuverlässigkeitsfahrer, Automobilmeister des Jahres 1933, ist auf der Stelle tot. Einen Nachruf finden unsere Leser auf Seite 15 dieser Ausgabe. Die Berner Automobilsporttage haben einen überaus tragischen Anfang genommen. Kommen wir in Kürze noch auf die Rennen der übrigen Wagenkateforien zurück. Bei den Rennwagen der 1,5-LUer-Klasse erweist sich Blanerialn (Maserati) vom Start weg als überlegen, wobei es ihm sogar gelingt, seinem einzigen Mitkonkurrenten, Bircher auf Bugatti, eine Runde abzuknöpfen. Den Reigen der schweren Sportwagen führt durchgehend der Lausanner de Montfort auf Bugatti an, der sich tapfer in die Reihen der schweren Rennwagen durchbeisst, aber schliesslich an Walther abprallt, um äusserst ehrenvoll an 8. Stelle des Gesamtklassements zu figurieren. Im übrigen finden wir drei B.M.W, mit Gubelin, Riesen und Noverraz am Start, die von der 4. Runde ab ein geschlossenes Familienrennen fahren. Während sich Gübelin mit der Zeit vorschafft und von seinen Markenkollegen deutlich trennt, um dann eine Runde nach Ueberqueren der Ziellinie — wie oben erwähnt — einem furchtbaren Zwischenfall zum Opfer zu fallen, geraten sich Riesen und Noverraz mächtig in die Haare. In der 13. Runde vermag indessen Riesen den Genfer Piloten abzuhängen und aus dem Positionsgefecht als Sieger hervorzugehen. Schiumarinl, der auf Lincoln-Zephir startete, scheidet bereits in der 1. Runde bei der Kiesgrube aus. - Im Rennen der kleinen Sportwagen sehen wir von der 2. Runde weg den Zürcher Campolongo mit einem neuen Hanomag in Front. Ihm gelingt es, seine beiden Konkurrenten, Jäger (M.G.) und Häffner (Fiat) während einigen Runden in Schach zu halten. Doch mit etlicher Verspätung kommt er aus der 9. Runde zurück und muss sich geschlagen bekennen: Er erscheint bei den Boxen und nimmt das Rennen nicht wieder auf. Womit Häffner auf Fiat als lachender Dritter den Kategoriensieg in der Tasche hat, nachdem auch Jäger vorzeitig ausgefallen ist. Einen regelmässigen Verlauf hat der Kampf der kleinen Tourenwazen genommen. Der von Kaiser gesteuerte Opel befindet sich ohne Unterbruch an der Spitze vor den beiden Fiat-Balillas mit dem Neuenburger Stich und dem Zürcher Oattner am Steuer, die mit je einer Runde Rückstand auf Kaiser durchs Ziel gehen. Der einzige gestartete Lancia Aprilia von Weber verschwand schon nach der 3. Runde von der Bildfläche. Und zum Schluss die grossen Tourenwagen deren Rennen sich sans histoire abgewickelt hat: Altmeister Scheibler und sein wackerer, altehrwürdiger Bugatti haben sich mit 8 Sekunden Vorsprung auf den letztjährigen Schweizermeister Portmann auf Ford klassiert, während «Aryll» auf einem verdichteten Graham an dritter Stelle einkam. Schlussklassement: Tourenwagen bis 1500 cem : 1. Kaiser (Opel) 1:02:02,4 14 R. (08,579 km/St) 2. Stich (Fiat Baliila) 58:43,6 13 » 3. Dattner (Fiat Balilla) . 1:02:31,2 12 » Tourenwazen über 1500 cem : 1. Scheibler (Bugatü) 59:00.4 14 R. (103.635 km/St.) 2. Portmann (Ford) 59:08,8 14 » 3. «Aryll» (Graham) 1:00:13,9 14 » Sportwagen bis 1500 cem : 1. Häffner (Fiat) 59:23,3 12 R. (88,259 km/St.) Sportwagen aber 1500 cem : 1. de Montfort (Bugatti) 51:39,5 14 R. (118,377 km/St.) 2. Gübelin (B.M.W.) 53:17,3 14 » 3. Riesen (B.M.W.) 53:21,2 14 » 4. Noverraz (B.M.W.) 53:29,2 14 > Rennwagen bis 1500 cem: 1. Blancpain (Maserati) 53:27,3 14 R. (114,398 km/St.) 2. Bircher (Bugatti) 54:05,8 13 » Rennwagen über 1500 cem: 1. Walther (Bugatti) 51:35,8 14 R. (1118,519 km/St.) 2. Mandirola (Maserati) 51:38,5 14 » 3. Christen (Maserati) 52:58,6 14 » 4. Brechbühler (Bugatti) 52:59,0 14 » 5. Hahn (Bugatti) 54:43,2 14 » Automobiles ist nicht schwer, wenn der Käufer weiss, was er braucht. Für schweizerisches Gelände, schweizerische Strassen und schweizerischen Geschmack braucht er ein solides, lebhaftes, bergfreudiges, schnelles, sparsames und absolut strassensicheres Gebrauchsfahrzeug von gediegener Form und Ausstattung. All das findet er zu bescheidenen Preisen vereinigt im neuen Warum Schweizer-Lastwagen und Omnibusse ? Bundesrat R. Minger am 28. April 1938 im Nationalrat: „Das wichtigste Fahrzeug für die Motorisierung unserer Armee ist der Lastwagen. Was uns mit Sorge erfüllt, ist der ungenügende Bestand an militärtauglichen Lastwagen in unserem Lande. Die so notwendige weitergehende Motorisierung in unserer Armee wird davon abhängig sein, ob es uns gelingt, den Bestand militärtauglicher Wagen in unserm Lande zu erhöhen." dem unverwüstlichen Erzeugnis bester europäischer Werkmannsarbeit von alter Tradition und sprichwörtlichem Ruf. Modelle: Rekord, 4 Zyl., 8 PS ' Sturm, 6 Zyl., 11 PS Diesel-Personenwagen, 10 PS Direkte Fabrikvertretungen: Zürich: Automobil-Verkaufs-A.G., Utoquai 49. Tel. 24.102. Basel: K. Landmesser, Allschwilerplatz 9. Tel. 34.306. Bern: Blanc & Paiche, Bundesgasse 45. Tel. 22.235. Brugg: Garage A. Zulauf. Tel. 41.836. Geneve: Central-Autos, Place Metropole,' 2. Tel. 53.853. Grenchen: Garage Fischer, Bielstrasse. Tel. 85.521. Herisau: Helmut Meyer & Co., zum Brunnenhof. Tel. 51.475. Luzern: Macchi-Barmettler, Garage Royal, Maihofstr. 61. Tel. 23.051. Vierganggetriebe Schwingachse Einzelradlenkung Zentralschmierung hydraulische Vierradbremse synchronisiertes Getriebe 10 PS Diesel 11 PS Sturm Warum SAURER-Lastwagen und Omnibusse ? Saurer-Lastwagen und -Omnibusse sind ein rein schweizerisches Erzeugnis. Sie werden den topographischen Verhältnissen unseres Landes angepasst in der Schweiz konstruiert und vom Guss bis zum fertigen Wagen in den eigenen Werkstätten hergestellt. Siesipd im höchsten Grade militärtauglich. Sechs Lizenzfabriken in Frankreich, Italien, Deutschland, England, Polen und Japan bauen Saurer- Dieselmotoren und -Lastwagen für die Heeresverwaltungen. Wer Saurer-Fahrzeuge kauft, unterstützt unsere Landesverteidigung! AKTIENGESELLSCHAFT ADOLPH SAURER Arbon Basel Morges Zürich