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E_1938_Zeitung_Nr.069

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•u Automobil-Revue —

•u Automobil-Revue — N° 69 geselle, war froh, in einer belanglosen Angelegenheit auf die Nationalbank geschickt zu werden. So war Zwinggi nun allein im Schalterraum. Er zog einen kleinen Metallspiegel hervor und bürstete seine lichten Haare zurecht, als plötzlich die Tür aufging. Er hatte Mühe, nicht laut herauszulachen, als ein dunkelgekleideter Mann, der Ben Clipper sein musste, mit furchtbar bösem Gesicht hereinkam und ein Papier aus der Tasche zog. Er vergass zu grüssen, was ihm einen Verweis durch Eaton eintrug, der unter der Tür stand und scharf beobachtete. Sonst wickelte sich alles genau so ab, wie Eaton vorgesehen hatte. Als Clipper die Kassenschranktüre aufzog und Zwinggi sich umwenden wollte, rief Eaton rügend: « Bitte ganz ruhig, Herr Verwalter! » Als Clipper den Raum nach wenigen Minuten verlassen hatte, liess Zwinggi die müden Arme sinken und drehte sich um. Er war aÜein, Ob er wohl gut gespielt hatte? Er wartete noch ein paar Minuten, und als Eaton nicht zurückkehrte, rannte er verwundert an den Eingang. Noch bevor er öffnen konnte, wurde die Tür heftig aufgestossen, und Zwinggi stand zwei Polizeimännern gegenüber. Zwischen ihren breiten Körpern hindurch sah er Direktor Eaton neben Clipper mit erhobenen Händen in einem Wagen sitzen, beide ungewöhnlich blass und angstvoll auf die Pistolenmündungen starrend, die zwei Geheimpolizisten auf sie richteten. Zwinggi war zuerst sehr belustigt über das Missverständnis, dem die Polizei zum Opfer gefallen war, dann ärgerte er sich masslos über die obrigkeitliche Ungeschicklichkeit und bekundete seine Missstimmung in zynischen Worten. Als er aber auf der gegenüberliegenden Strassenseite ein paar Herren erblickte, unter denen sich auch Bankier Steiner und Polizeihauptmann Keller befanden, wurde Zwinggi plötzlich still und nachdenklich. Er fühlte ein beissendes Krabbeln über seinen Rücken laufen, als der Alte langsam über die Strasse auf ihn zukam. Wenn er sich bis zu diesem Augenblick noch unklar gewesen war, auf welcher Seite das Missverständnis lag, so wurden diese Zweifel rasch vertrieben, als Steiner ihn mit einem frostigen « Dummkopf » begrüsste. Bernhard Shaw. «Was glauben Sie, Mister Shaw, was für eina Frau soll ich heiraten?» fragte ein massig begabter Schriftsteller. «Heiraten Sie eine mit viel Verstand» riet Shaw, «am besten eine, die Verstand für zwei hat.». * • * Einer der berüchtigtsten Wucherer war vom Schlag gerührt worden. Als die Nachricht unter seiner Kundschaft bekannt wurde, bemerkte einer der von ihm Geschröpften: «Also hat ihn doch noch etwas zu rühren vermocht.» «Kannst du mir erklären, Hänschen, was das bedeutet: «Die Fehler der Väter rächen sich an den Kindern?» - «Ja! Wenn Papa mir die Schulaufgaben macht, kriege ich die Schläge.» Das Pflaster. «Neulich habe ich bei Ihnen ein Pflaster gekauft, damit ich meinen Hexenschuss loswerde.» «Jawohl, mein Herr, ich erinnere mich. Hat es geholfen? Und womit kann* ich Ihnen, jetzt dienen?» «Jetzt möchte ich Was haben, damit ich das Pflaster loswerde.» * * ! Beim GrirAagsenschneiden., In einer Gesellschaft werden .allerlei Spiele gemacht. So solider den ersten Preis^-erhalten, der das hässlichste Gesicht schneiden kann..Jeder gibt sich die grösste Mühe, eine schreckliche Grimasse zu ziehen. Zuletzt geht der Preisrichter zu;einer Dame, die.inVäer* Ecke sitzt, und verkündet; dass sie den Preis gewonnen habe. >' «Erlauben Sie!» springt diese entrüstet auf, «ich habe ja gar nicht mitgespielt!» Um der bewährten Findigkeit der Polizei keinen unverdienten Kranz zu winden, muss icK noch jenen Teil meines Berichtes nachholeni der sich unterdessen anderswo abgespielt hatte. Ungefähr zur' gleichen Zeit, als Direktor^ Eaton mit Zwinggi verhandelte, war auf dem Polizeikommando ein junger Mensch erschienen, der den ergötzten Polizisten eine unglaubwürdige Geschichte zum besten gab. Er behauptete, ein Ausländer, der sich Direktor Eaton nenne, habe ihn für eine Filmaufnahme anstellen wollen. Die Sache sei ihm aber sonderbar vorgekommen, weil immer nur von einer Szene gesprochen wurde, in der die Bankfiliale Grossmünster ausgeplündert werden sollte. Der junge Mann, ein stellenloser Bankbuchhalter, beharrte steif auf seiner Vermutung, dass an dieser geheimnisvollen Filmaufnahme nicht alles sauber sei. Die Polizei setzte sich schliesslich — mehr dem jungen Mann zu Gefallen — mit der Bankdirektion in Verbindung, die der geplanten Filmszene mehr Beachtung schenkte und die sofortige, aber unauffällige Ueberwachung der Agentur verlangte. Sowohl Eaton wie Clipper waren Hochstapler, die von der ausländischen Polizei heiss verlangt wurden. Clipper trug über fünfzigtausend Franken auf sich, als er verhaftet wurde; das war ungefähr der Betrag, den Zwinggi in der Kasse hatte. Eatons Spezialfach war der Heiratsschwindel; er verstand vom Film so wenig wie Zwinggi. . v Zwinggi kam mit einem blauen Auge davon. Er wurde zwar fristlos entlassen, erhielt aber den Lohn für ein halbes Jahr ausbezahlt, um ihm den Spott zu erleichtern, den er wohl oder übel ertragen musste. Der stellenlose Bankbuchhalter, der die Anzeige erstattet hatte, arbeitete bald darauf auf der Filiale Grossmünster. Und Zwinggi, Zwinggi reist bald mit Wäsche, bald mit Arzneibüchern oder auf Versicherungen. Er macht den Eindruck, schlecht und recht durchzukommen und sich mit seinem Schicksal ausgesöhnt zu haben. Nur wenn er durch irgendwelche Personen oder Umstände an den Film erinnert wird, verliert er für einen Augenblick sein inneres Gleichgewicht. mit? Eine Widmung. Bei der Beerdigung von Austin Chamberlain zog der Kranz der Taxi-Chauffeure die besondere Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich. Folgende Widmung war nämlich darauf zu lesen: , «Zum Andenken an den Fahrgast, der immer ein freundliches Wort für die Chauffeure hatte.» «Sind Sie nun bald fertig? wir trollen namhch mit der Arbeit anfangend • Schotten und Trinkgelder. in'Aberdeen sollte ein Verein zur Abschaffung' der Trinkgelder gegründet werden. Als die Ver- Lammelten aber hörten, dass ein Jahresbeitrag von einem Schilling erhoben werden sollte, gingen sie brummend auseinander. «Da zahlen wir lieber weiter Trinkgelder wie bisher», sagten sie untereinander. * . * Amerikanisch. Definition eines erfolgreichen amerikanischen Geschäftsmannes: Ein Mann, der mehr verdient, als seine Frau ausgeben kann. Definition einer erfolgreichen amerikanischen Frau: Eine Frau, die es fertig bringt, dass ein solcher Mann sie heiratet, Autofahrer- Latein. «Wenn ich» - sagt der eine Herrenfahrer, ~ «Auto fahre, so geht das so schnell, dass ich die Kilometersteine nur wie eine zusammenhängende Mauer sehe.» - «Damit können Sie mir nicht imponieren», antwortet der andere Herrenfahrer: «Wenn ich in meinem neuen Wagen im Autodrom, fahre, so geht das so schnell rundherum, dass ich meine Nummer von hinten lesen kann.» Schlagfertigkeit. Der zwanzigjährige Börne war in einen Kreis diskutierender Herren geraten, unter denen ein älterer Herr geradezu himmelschreiende Ansichten zum besten gab. Börne widersprach und wurde von dem Herrn mit den Worten angefahren: «Schweigen Sie, junger Mann! In Ihren Jahren war ich noch ein Esel!» - worauf Börne lakonisch erwiderte: «Da haben Sie sich aber gut konserviert!» Kein Kleidungsstück gibt es, das reizvoller und zugleich unentbehrlicher ist, als der Seidenstrumpf. Schöne Beine, schlank und schimmernd, vom hauchdünnen Gewebe umschlossen, sind beinahe Merkmal unserer Zeit. Nicht immer war der Strumpf so wichtig. Im Mittelalter liebte man lange Gewänder; je länger, desto vornehmer, war die Parole. Selbst die Fußspitzen sehen zu lassen, war für die Dame unglaublich unanständig. Auch erforderte die lange, schmale, reizvoll gegürtete • Silhouette, die damals modern war und eine fast unwirkliche Schlankheit verlieh, den langen Faltenwurf... ' So kam es auf Sohönheit der Strümpfe kaum an, und die Antike kannte überhaupt keinen Strumpf, nur kostbare, zu jeder Tageszeit anders parfümierte Sandalen. So trug man denn zunächst, als das kältere nordische Klima ein wärmeres Kleidungsstück für die Beine nötig machte, plumpe, genähte Strümpfe, die manchmal um die Wade durch Schnürbänder gehalten wurden. ^Unbedingt notwendig wurden hübschere Strümpfe erst durch die Mode der kurzen, spanischen Hosen. Und um jene Zeit ist die Trikotwirkerei in Spanien aufgekommen. Da wurde plötzlich ein übertriebenes Gewicht auf die Schönheit der Beine gelegt und eine kolossale Verschwendung mit den ganz knapp anliegenden Strumpfhosen getrieben... allerdings nur von den Herren.der Schöpfung; die Damen konnten weiter ihre plumpen Stoffstrümpfe unter den kostbaren weiten Röcken verbergen. Diese Strümpfe, für die lange Zeit Spanien fast ein Monopol besass, bis Mailand, Venedig, Bologna, Neapel damit Handel trieben, kosteten Unsummen. Aus einer Rechnung des Herzogs von Württemberg aus dem 16. Jahrhundert sehen wir, ^dass ein Paar-mehr als 500 Mark kosteten. Dabei war es für den Edelmann .unumgänglich nötig, zuf seiner modischen Hose solche zu besitzen, und war er galant, so Hess er sie erst acht bis zehn Tage von der Dame seines Herzens tragen, auf welche Art diese also auch zu Seidenstrümpfen, wenn auch nur zu geborgten, kam, Die teure Herstellung mit der Hand oder mit unvollkommenen Werkzeugen lässt es begreiflich erscheinen, dass man nach einer Erfindung suchte zur verbilligten und leichteren Erzeugung. Dennoch verdankte man diese Erfindung der Legende nach nicht Gier nach Geld oder Ruhm, sondern der Liebe. Von William Lee nämlich, dem Erfinder des mechanischen Wirkstuhls, wird erzählt, er sei mit einem jungen Mädchen verlobt gewesen, das immer, wenn er zu -Besuch kam, strickte und ihm deshalb nicht so viel Aufmerksamkeit schenken konnte, als ihm lieb gewesen wäre. Um sie von dieser Arbeit abzuhalten, habe er dann den Wirkstuhl erfunden. Eine zweite Version widerspricht dem, meint, Verliebte besässen keine so ruhige Ueberlegung und berichtet, Lee habe als Prediger zu Calverton ein so armseliges Einkommen gehabt, dass seine Frau, die er sehr liebte, durch Stricken mitverdienen musste. Lee konnte es nicht mitansehen, wie sie sich neben der Hausarbeit MuriBern Hotel Sternen Zäziwil i. E. an der Thuastrasse ^jeidenstrünipfe plagte. Er beobachtete genau die Bewegungen der Finger beim Stricken und konstruierte danach seinen Wirkstuhl. Das alte Wappen der Londoner Wirkergilde zeigt tatsächlich zu beiden Seiten des Stuhls einen Prediger und eine strickende Frau. Aber wie es auch gewesen sei: Lee hatte kein Glück mit seiner Erfindung. Die Handwerker verfolgten ihn, da sie fürchteten, durch die Maschine um ihr Brot zu kommen. Und aus der Eitelkeit der Königin Elisabeth erwuchs eine weitere Schwierigkeit. Sie trug selbst nämlich sehr gern schwarze Seidenstrümpfe, die ihr ihre Seidenhändlerin, Frau Montague, aus Spanien besorgte, und da wäre es ihr gar nicht lieb gewesen, wenn durch Verbilligung auch ihre Damen hätten Seidenstrümpfe tragen können. Sie wollte allein schön sein, die andern sollten ihre plumpen Tuchstrümpfe weiter tragen. Und Lee bekam das zu spüren. So ging er nach Frankreich, wo Heirich IV. gerade die Seidenzucht und Seidenfabrikation förderte und damit einen Grundstein zum Reichtum Frankreichs legte. Er überliess sogar einen Teil seiner Lustgärten für Maulbeerplantagen und erhob jeden in den Adelstand, der durch 12 Jahre erfolgreich Seidenzucht betrieben hatte. Dennoch sollte der unglückliche Erfinder auch hier nicht zur Ruhe kommen. Denn als er endlich die Protektion .des Königs besass und die ersten Strümpfe seiner Erfindung der Königin Maria von Medici überreichen durfte, erregte er damit den Unwillen der Hofdamen. Deren Vorrechte war es nämlich bisher gewesen, der Königin die wollenen Strümpfe, die sie zu tragen pflegte, zu stricken, und sie empfanden es als empörende Zurücksetzung, jetzt um diesen Dienst zu kommen. So trennten sie in der Nacht heimlich die neuen Seidenstrümpfe auf, um zu beweisen, wie betrügerisch und schlecht die neue Maschine arbeite. Zu Lees Glück wurde die Intrigue aufgedeckt und bald besass er eine grosse Manufaktur. Aber nach dem Tod seines königlichen Beschützers begannen die Verfolgungen aufs neue. Und während der geniale Erfinder im Elend starb, wurden durch seine Erfindung die Seidenstrümpfe immer verbreiteter, freilich immer noch ein ausserordentlicher Luxusartikel, den er ja bis weit in unsere Zeit geblieben ist. Während Heinrich II. von Frankreich das erste Paar im Lande besessen und als etwas Erstaunliches auf der Hochzeit seiner Schwester vorgeführt hatte, während noch zur Zeit Heinrichs III. eine Edelfrau diese Mode als zu üppig überhaupt ablehnte, während 1583 in Magdeburg Seidenstrümpfe amtlich verboten wurden und noch Johann von Brandenburg seinem Rat Berthold von Mandersloh Vorwürfe machte, als er ihm in solchen erblickte: «Ei, ei, Bertholde, ich habe auch Seidenstrümpfe, aber ich trage sie nur Sonntags!» trug 30 Jahre später jede deutsche Amtmannsfrau Seidenstrümpfe, so berichtet es Volz. Freilich dürfte dieser Bericht übertrieben gewesen sein, denn tatsächlich ist es erst unseren Tagen vorbehalten geblieben, dass die tadellose, seidene Umhüllung des Beins wirklich selbstverständlich geworden ist. bekannt durch seine vorzügliche Küche, an der Bern-Thun-Strasse gelegen, 5 km von Bern. Offene und geschlossene Veranden. Zimmer mit fliess. Wasser. 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N°69 - >M> Das formschöne Gerät Es werden sich wohl selten Fremde, wie übrigens auch nur einzelne Einheimische dazu aufraffen, bei Kunsthandwerkern anzuklopfen, um sich deren Arbeit anzusehen. Was diese produzieren, erscheint von Zeit zu Zeit auf Ausstellungen oder sie bringen ihre Erzeugnisse zu einzelnen Wiederverkäufern, beispielsweise zu der Spindel, die sich mit der Vermittlung handwerklicher Produkte von gutem Niveau als Hauptaufgabe befasst. Es fehlt immer noch an genügend reichhaltigen und zufriedenstellenden Artikeln, die für einige Franken erhältlich, als Reiseandenken mitgenommen werden können. Mit Spannung sehen wir dem Resultat des kürzlich zu Ende gegangenen Reiseandenken-Wettbewerbes entgegen. Aber wir wissen, dass manche, die zur Zeit im Zürcher Kunstgewerbemuseum ausstellen, sich dort beteiligt haben. Es wird nicht nur die Teilnehmer der beiden, diesen Monat in Zürich abgehaltenen, internationalen Kongresse der Physiologen und Historiker interessieren, was das Zürcher Kunsthandwerk hervorbringt. Auch andere Fremde und hoffentlich recht viele Schweizer werden das Gewerbemuseum besuchen, das für gute Ausstellungen sich einen Namen gemacht hat. Unter dem Titel «Neues Zürcher Kunsthandwerk» hat Direktor Alfred Altherr eine vielseitige Ausstellung neuer Erzeugnisse zustande gebracht, die sich dank einer geschickten Darbietung verlockend ausnehmen. Es zeigt sich aus dem ganzen, wie viele Kräfte verfügbar sind, unter denen sich auch eine Reihe junger Leute befindet, die sich um die Durchbildung von Gebrauchsgerät — als einer immer neuen Aufgabe — bemühen. Das heute in und um Zürich blühende Kunsthandwerk ist vielseitig. Es befasst sich mit der Herstellung guter Möbel, von denen einige Kastentypen, sowie bequeme Tische und Sitzmöbel in der Ausstellung stehen. Gerade auf diesem Gebiet ist noch vieles zu tun, tollen die Voraussetzungen angenehmen modernen Wohnens noch besser erfüllt werden. Noch herrscht vielfach das schwerfällige Mobiliar, das viel zu viel Raum will und die Zimmer oft unbehaglich macht. Jn Vitrinen und frei aufgestellt sehen wir vielerlei sorgsam gearbeitetes Kleingerät. Es ist eine Freude, die malerische Wirkung der unter sich so verschiedenen Werkstoffe festzustellen. Wie goldig schimmern handgehämmerte Messingschalen, matt wirkt sich sowohl das formgedrückte Most aus solchen Krügen mundet fein. wie nach altem Herkommen gegossene Zinn aus. Es verbreiten Silbergeräte und einzelne silberne Schmuckstücke ihren weichen Schimmer. Kostbare Juwelierarbeit entfaltet sich an Ringen. Auffallend vielseitig ist die Keramik bekannter Manufakturen vertreten. Wie wohltuend sind ihre so abwechslungsreichen, allen erdenklichen Zwecken entsprechenden Formen, seien es nun Vasen, seien es Schalen, Dosen, Deckelschüsseln oder Platten; immer kommt ihre Gestalt aus der Verwendung des Stücks aus der Eigenart des Materials heraus. Wie kraftvolle Form besitzen doch diese bräunlichroten Klinkervasen mit ihrer neuen Verzierung. Wie viel feine Abstufungen erleben die Glasurfarben anderer Stücke; welch lebhafte Phantasie verhalf so manchem Krug, Blumengefäss oder den reizvollen Deckelgeschirren zu frischen Verzierungen geometrischer oder gegenstandlicher Art. Und überall bleiben die Linien im Bereich der aus Ton gebildeten Gestalt. Bei den Textilien Überrascht uns deren abwechslungsreiche Behandlung. Die Weberinnen gliedern die Flächen ihrer Wandbehänge, Tischtücher, Möbelstoffe und anderer Textilien mit dem ganzen Reichtum an Bindungseffekten, woran die Technik der Handweberei so unerschöpflich ist. Sie ist bald einfach, bald lässt sie komplizierte Webvorgänge ahnen. Sie reicht bis zur Wirkerei und Gobelintechnik. Sie lebt durch Farbenkombinationen auf und holt aus naturfarbigem Leinengarn wieder andere Effekte heraus. Tüll wird als Decke bestickt, doch vom Schönsten sind neue Kurbelarbeiten mit pflanzlichen und Tiermotiven in strenger Zeichnung und Anordnung. Hinter Glas haben sich geschmackvoll gebundene Bücher zurückgezogen. Wertvolle, mit Illustrationen versehene Bücher, wie auch freie Graphik, die als Wandschmuck geignet ist, bereichern diese Schau. Sie wird vervollständigt durch Photographien, die im Figürlichen wie im Landschaftlichen ganz ungewohnte Naturausschnirte voll Ausdruck festgehalten haben. An den Wänden dieser graphischen Abteilung redet eine Reihe Plakate aus den letzten Jahren eine kräftige, sehr farbige Sprache und erfreuen uns durch ihre originelle Ausdrucksform für die verschiedensten Themata. Hegen fiel in der leisten Xlad)t Spat am tthenb, na$ bem bumpfen Cagcsbrüten, IeuÄteten plöfelidj blenbenbc Sli^e am unl?dlfdjtt>cr rcrfjatujcnen ^tmmcl auf ttnö 5er Iamjcrfefjntc Hegen fiel • • • €rfl Iantjfam unb bei>äc$tt tromtnclnb auf bas 2>adj, tann fingen^ im ICennel unb lärmte gegen Me £enfterf$etben. Unb idj glaubte Me €r£>e 3U frören, t»ie fte Me fcargeboine