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E_1938_Zeitung_Nr.065

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE raterocG.'i^ Xrfffns? ¥938 65 (MOSSEli PREISDER SCHWEIZ BERN • 20./21. August • BERN Preis vom Bremgarten 100 km Samstag, 20. August, 16.15 Uhr: Nationales Rennen für Touren-« Sport- und Rennwagen Sonntag, 21. August, Preis von Bern Europas bedeutendstes Rennen der 1,5-Liter-KIasse, mit den Spezialisten cB. Bira», Lord Howe, Mays, Piefsch am Start. 10.00 Uhr: 1. Vorlauf über 100 km 11.00 Uhr: 2. Vorlauf über 100 km 13.15 Uhr: Endlauf über 150 km V. GROSSER PREIS DER SCHWEIZ Qualifikationstauf für die Europameisterschaft Am Start die Kanonen des Automobilrennsportes wie: Brauchitsch, Caracciola, lang, Nuvolari, Stuck. - 15.00 Uhr: Start Distanz 360 km Verblümter Vorverkauf beim Rennsekretariat, BERN, Waisenhausplatz 2 (Telephon 23.814) Totalisator • Stark verbilligte ExtrazUge • Die Rennen finden bei jeder Witterung statt. 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Potpourri » J0/9 ••> Von Bernhard Diebold leute aus ihrem praktischen und wenig sentimentalen Wesen heraus reden, wenn sie ihr Geschäft vertreten oder sich auf den Barstühlen räkeln, als wären sie internationale Gents, deren Herkunft man oft eher aus Brasilien, Marseille oder Chicago vermutet als aus Zürich-Wiedikon oder Wädenswil am Seel Schaut die Reklamen unserer Tagesblätter, wie sie raffiniert rufen und locken mit un- ie Schweiz ist ein altes Land. Urväterliche Traditionen vermittelten allüberall die EI e mentarkenntnisse über Helvetias Vergangenheit. Jeglicher in der Welt weiss, vom Cowboy bis zu den Eunuchen des Harems von Bananistan, dass ein gewisser Teil einen österreichischen Hofrat erschoss und dass ein gewisser Winkelried für alle Zukunft € der Freiheit eine Gasse » machte. Männiglich ist bekannt, dass die Schweizer Truppen von jeher Felsblöcke und Baumstämme auf jeweils anrückende Feinde herunterrollten, dass sie beim Papst gegen den Kaiser, und beim Kaiser gegen den Papst im Solde standen, und auf den fremden Schlachtfeldern durch Jodeln ihr übermächtiges Heimweh zu ersticken suchten. Worauf sie seit der Niederlage von Marignano — die durch Hodlers Gewaltsfresko weltberühmter wurde als der Sieg von Morgarten (was prinzipiell gegen die bildende Kunst spricht!) — in ihre Berge zurückkehrten und jeder Dritte ein Hotel gründete, jeder Zweite Oberkellner wurde, und jeder Erste in diesem Unternehmen sich als Portier betätigte. Daher stammt offenbar die Anschauung des Grafen Keyserling über das Schweizervolk der Portiers. Die Gegner des Grafen betonen im Gegenteil, dass wir immer noch ein « Volk der Hirten » seien, was der schweizerische Radiosender durch unaufhörliche Jodlerquartette zu erhärten sucht, weil Hirten bekanntlich mehr jodeln als hüten. Lange Zeit sah Europa, namentlich seit Jean- Jacques Rousseaus Entdeckung der « Natur >, die Schweizer als gewaltige Naturmenschen, die ausser dem Jodeln sich höchstens noch mit Melken betätigten, um der Käse-Union das Grundmaterial zu liefern. Der Schweizer musste jahrhundertelang nur in der Karikatur oder Idealisierung eines hemdsärmeligen Bauern in der ausländischen Literatur und Kunst paradieren; die Hellebarde in der Rechten und das Kartenspiel in der Linken. Zwischen ihnen sass, vor einem Doppelliter Roten, der Bundesrat Forrer mit seinem grauen Schlapphut, womit er die ausländischen Diplomaten grüsste. Ländlich-sittlich hatte er zu sein, der Schweizer. Er hatte vor Gesundheit zu strotzen gleich der ewigen Gewalt seiner Gebirge. Die bewegte Geologie des Landes wurde im Mythus bis auf die Städte ausgedehnt. Leipziger Studenten, die in Zürich studieren wollten, stiegen am Hauptbahnhof mit Gletscherseil und Bergstock hernieder zum Asphalt der Bahnhofstrasse und suchten durch trübe Zwickergläser hindurch die Gletscherspalten auf dem Trottoir. Denn dass der Tödigletscher einstmals das ganze Zürichseetal erfüllt hat und die dazu gehörigen Moränen heute noch die Basis städtischer Anlagen bilden, ist und bleibt Tatsache. Seit dem Aufkommen der Wochenschau im Kino ist die Mär vom Zürcher < Mer de glace » (Eismeer) stark zurückgegangen. Auch heute glaubt kein Wiener mehr, wie es noch vor dreissig Jahren der Schreiber dieses in der ehemaligen Kaiserstadt erlebt hat, dass in der ganzen Schweiz französisch gesprochen werde, schon wegen dem Napoleon. Aber der Napoleon ist wirklich schon lange tot, und man spricht (mit Ausnahme einiger englisch redender allerfeinster Bridge-Clubs) seitdem schon wieder schwyzerdütsch, das von gewissen Heimatenthusiasten zur Weltsprache erhoben werden möchte, wozu es sich übrigens wegen einiger kräftiger Flüche zur Auffrischung der Diplomatensprache besonders eignen würde. Aber bis in diese geheimen Aspirationen der Sprachschweizer ist der Auusländer noch nicht eingedrungen, sondern er glaubt noch an die schweizerische Schweigsamkeit, an das langsamste „Denken und Redenunserer Magistrate, gegen die > der Lastwagen-Rhythmus-'eines friesv. aW-der feine,, in sich gekehrte C. F. Meyer und der ländischen Bauern wie die Grammophonplatte eines italienischen Bassbuffos wirkt. Er hat keine Ahnung vom schweizerischen Witz unserer Zunftreden und vom Tempo der linken Opposition in der Stadtverordneten-Versammlung, so dass die Amtsstenographen seufzen müssen, welch letzteres in der optimistischen Schweiz nur noch der Heilsarmee berufsmässig überlassen wird. — Nein, man spricht immer noch vom «Volk der Hirten» und lässt sich diese unverwischbare Anschauung sowohl durch unsere Banknoten mit Hodlers Holzfäller und Mäher als durch das Jodlerquartett im Radio als durch die Ausfuhr von Schlachtvieh und die Lektüre von Jeremias Gotthelf und Ernst Zahn bestätigen. Aber... aber so stimmt es nicht genau, meine Damen und Herren. Nein, es ist ein bisschen anders. Der kleine zackige Fleck in der Mitte der europäischen Landkarte hat zwar immer noch das Aussehen eines. Zwergstaates, der sich dazu zur Hälfte über öden Stein- und Eiswüsten ausbreitet, wo ausser den Skifahrern nichts Lebendes grünen und blühen mag. Aber nach dem allweltlichen Maßstab des Wirtschaftlichen ist die Schweiz mindestens seit dem Kriege ein richtiger Großstaat geworden an Wucht seiner Industrien und Finanzgewalten. Die gebirgige Ländlichkeit des Gesamtlandes bestimmt den Charakter der Städter längst nicht mehr mit der alten Ausschliesslichkeit. Neben dem Bauernpfarrer Gotthelf und dem Seldwyler Gottfried Keller stshen ehenso repräsentativ bis ins Zynische geistreiche, Carl Spitteler, der die Götterwesen des Baslers Böcklin mit modernen Nerven versehen hat. Und ä-propos «Nerven > führen die schweizerischen Städter auch nicht mehr wie ihre Ahnen bei Murten eine Art Schiffstaue und Telegraphenkabel in ihrem Körper zur Weiterleitung empfangener Reize ins Gehirn. Nicht umsonst geniesst die psychiatrische Schule Zürichs einen besonderen Weltruf, weil die schweizerischen Nerven zum Teil ganz ausserordentlich sensibel und kompliziert geworden sind. Sei es Inzucht, sei es die alte moralische Tradition seit Zwingiis Tagen — man hat mit seinem alten Blut und Geist schon einiges auszutragen, um in die volle Harmonie mit 1938 zu kommen. Oder wie erklären Sie sich sonst die komplizierten Kompositeure wie den Le Corbusier in der Malerei? und wie den Honegger in der Musik? Vom Nerven- Lyriker Paul Klee gar nicht zu reden. Eine gewisse kleinstädtische Unbeholfenheit in Rede und Gehaben mag manchem noch anhangen, der schon seit Jahren in einem Mercedeswagen erster Güte herrlich und herrenhaft dahinsaust und dessen Töchter für die jeweiligen Tageszeiten und Nachtbeleuchtungen schon dreierlei Lippenstifte benötigen. Es mischt sich krass Uraltes und Modernstes; Uralpines mit Amerikanischem. Ja, Thornton Wilder hat es für Viele aus Amerika bestätigt, dass unser Zürich mit seinen neuen Strossen, sachlichen Gebäuden und noch sachlicheren Menschen ihn mehr als irgendeine andere Stadt Europens an seine heimatlichen United States gemahnt hat. Seht unsere vielsprachigen jungen widerstehlichen Schlagworten und den mondänsten Plakatbildnern I Erkennt an der Eleganz der Frauen, dass sich Mutter Helvetia seit dem Weltkrieg mit Erfolg nach einer neuen Damenschneiderin umgesehen hat und sich durchaus nicht nur mit Hirten und Portiers mehr einzulassen gedenkt, sondern mit « Herren », die einen Frack zu tragen wissen. Weder die Stauffacherin noch die Saaltochter mit dem Kofi complet in der Rechten repräsentiert noch gültig die moderne Helvetia. Das Auge des Schweizers ist anspruchsvoll geworden. Aus dem Land des reformatorischen Bildersturms, der die Kathedralen ihrer Kunstschätze beraubte, ist allmählich wieder ein Kunstland geworden, in dem entsetzlich viel gebaut, gemalt, gedichtet, musiziert und gar gefilmt wird. Und das alles geschieht mit der eindringlichsten erzieherischen Gebärde, die den Jüngern eines Pestalozzi wohl ansteht. Helvetia docet — sie will ihr eigenes Weistum weiterlehren und tritt dafür ein mit einer beweglichen Presse und mit den farbensprühendsten Plakaten, die zu Kunst, Konzert, Sport, Verkehr, Theater, Film und Volksversammlung in gleicher Eindringlichkeit die Seele und den Leib einladen. Was vor dem Kriege noch meist von fremdem fahrendem Volk besorgt wurde, das alles wird jetzt von Einheimischen bestritten. Das Volk der Hirten liefert sich seinen eigenen Zirkus Knie, in dem ausser den Elefanten und ein paar Riesenschlangen der letzte äownanwärter einheimische Kraft bedeuten. So ist es mit der mondänen Truppe der Trudi Schoop. So ist es mit John Knittels Romanliteratur für Herren und für Damen I So ist es mit der Haute Couture, der Hohen Schule der Damenschneiderei, die sich sogar die Mannequins