Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.070

E_1938_Zeitung_Nr.070

Dass auch die deutschen

Dass auch die deutschen Firmen Sachsenberg AG. in Dessau und Graf & Stift in Wien an der Entwicklung eines Motors arbeiten, wie wir ihn in Nr. 48 der «Automobil-Revue» dieses Jahres beschrieben. Es handelt sich dabei um einen ventillosen Sternmotor, dessen Zylinderstern entgegen der Kurbelwelle mit geringerer Drehzahl umläuft. Die Patente dazu sollen von Sklenar stammen. Von der jüngsten deutschen Kunstgummisorte, die nach einer Meldung der AAZ «Perduren SP» heisst und zum Unterschied vom normalen Buna-Gummi nicht aus Kohle und Kalk, sondern aus Kohle, Salz und Schwefel hergestellt wird. Es handelt sich hiebei um eine benzin- und flieste Qualität, die sich als wässrige weisse Paste, mit Füll- und Farbstoffen gemischt, auch zur Erzeugung von wetterund wasserfesten Gummierungen von Stofien, Jute oder Papier eignet. Dass der italienisch-mandschurisch-japanische Handelsvertrag der Firma Fiat einen jährlichen Import von Automobilen nach Japan und Mandschukuo im Betrage von rund 5 Millionen Schweizerfranken zusichert. Stellen defekt oder nicht genügend zusamtnengeklemmt, weil vielleicht die Zylinderkopfschrauben nicht richtig festgezogen wurden, so kann Wasser nach aussen oder ins Motorinnere dringen. Recht perfide Streiche kann uns mitunter auch ein Riss im Zylinderblock oder Kopf spielen, der ebenfalls Wasser in den Motor gelangen lässt. Denn solche Risse sind oft recht schwer erkennbar. Sie entstehen entweder infolge lokaler Ueberhitzung und plötzlicher Abkühlung oder wegen anderweitig verursachter übermässiger Spannungen im Guss. So bildeten sich schon nach dem Einpressen von Ventilsitzringen Risse in der dort durch das Anfräsen einer Versenkung geschwächten Gusswand. Da der Ring die Wandung verdeckt, lässt sich in solchen Fällen nirgends ein Riss finden, und föt £iefe>cun& Motorkippern Anhängern Seilwinden Lastwinden Wegen Abreise ist wunderschönes Tüscher-Cabriolet BUICK 1937, öplätzig, 4 Fenster, wenig gefahren, spottbillig zu verkaufen 131 Die Wassermäntel von Zylinderblock und -köpf stehen miteinander durch die Zylinderkopfdichtung hindurch in Verbindung. Eine defekte Zylinderkopfdichtung kann daher je nach Lage der Wasserpumpe zum Eintritt von Luft ins Kühlsystem oder zum Austritt von Leckwasser führen. A und B = Kühlwasserkanäle im Motorblock. 14 PS, Modell 1937, de luxe, wie neu, prächtiger, geräumiger Wagen, sofort ab Lager. Preis auf Anfr. unter Chiffre 16452 an die Automobil-Revue, Bern. 22pl., mit auswechselbarer Ladebrücke 2X t, nur 34000 km gefahren, neuwertig, zufolge Betriebsumstellung preiswert Anfragen unter Chiffre Anfragen an Garage Huber, Reinach 6. Tel. 14. Z 6255 an die Automo-bil- Revue, Bureau Zürich. Schutz dem Polster! Ein Auto'PoIster halt nur selten 41« Lebensdauer eines Wagens durch. Darum sind Polsterüberzüffe — voo der Hand des Fachmanns anf epasst — anertässfich. Wir haben uns in der Anfertigung solcher spezialisiert, pas&en sie in kurzer Frist stt und berechnen nur massige Preise» Verlangen Sie doch einmal unverbind* lirti Offsrtc. MÜLLER 'S) MARTI Aurosartierei, Eigerplatt die Störung sieht recht « geheimnisvoll » aus. Das Auslaufen von Brennstoff kann ein© sehr ernste Angelegenheit sein. Eine in der Nähe des parkierten Wagens weggeworfene Zigarette und schon steht er in Flammen. Am häufigsten wird das Tropfen hier durch mangelhaftes Arbeiten des Nadelventils im Schwimmergehäuse des Vergasers verursacht. Bei Steigstrom- oder Horizontalvergasern kann dann das Benzin aus der Ansaugöffnung der Vergasers auslaufen, bei Fallstromvergasern fliesst es manchmal aus einer Ablauföffnung im Ansaugrohr ab. Schon ein lächerliches, kleines Körnchen zwischen Nadelkonus und Nadelsitz kann zu dieser Störung führen (reinigen !). Verfügt der Wagen über einen Fallbenzinbehälter, so besteht die Möglichkeit, DODGE Sedan Günstige Occasion! PULLMAN-CAR DIESEL zu verkaufen Auto-Occasionen AUTOMOBIL-REVUE \ \ \ Entwicklung von Heckmotorwagen in USA? Anfragen unter Chiffre 1 MERCEDES, Typ Nür-burg, 23 PS, Limous., Revue, Bureau Zürich. 6257 an die Automobil- 6-7pl., mit ciel ouvert u. gr. Koffer, Fr. 1200.—. 1 HORCH-Cabriolet, 8 Zylinder, 15 PS, 1934^35, 4-5-PL, mit sep. Koffer, wenig gef., Fr. 4500.—. 1 BUICK, 1931, 8 Zyl., 23 PS, Limousine, 4—5- plätzig, Fr. 800.—. 1 BUICK, 1938, 8 Zyl., 21 PS, Limous., 5pl., 3000 km gefahren, mit grossem Einschlag. Müller & Co., Buick-Vertretung, Lurern, Haldenstrasse 23. Tel. 2 22 44. D.K.W. Meisterklasse, Mod. 1937, wie neu, günstig, gegen Kassa sofort abzugeben. Offerten unter Chiffre 7031 an die (70 Automobil-Revut, Bern. In den Vereinigten Staaten arbeiten verschiedene Firmen in aller Stille und Heimlichkeit am Problem des Heckmotorwagens, was allerdings noch lange nicht heissen will, dass sie schon sehr bald derartig© Fahrzeuge herausbringen werden. Denn eine solch grundsätzliche und plötzliche Umstellunz würde bei einem Produktionsapparat wie dem amerikanischen Unsummen verschlingen. Trotzdem ist es interessant, zu verfolgen, wie man sich « über dem grossen Teich > des Problems annimmt. Dem Vernehmen nach sollen schon vor längerer Zeit verschiedene amerikanische Firmen marktgängige, europäische Heckmotorwagen bis in alle Einzelheiten studiert haben, um sich genau darüber zu vergewissern, was auf diesem Gebiet bisher existiert. Daneben hört man dann und wann von Patentanmeldungen amerikanischer Autofabriken, die sich mit Heckmotorwagen befassen. Besonders Ford hat deswegen schon wiederholt zu Gerüchten über die bevorstehende Einführung eines Modells mit hintenliegendem Motor Anlass gegeben. Unsere beiden Abbildungen zeigen einige Details aus der amerikanischen Patentschrift Nr. 2123 005, worin die Firma Ford eine neue Anordnung von Heckmotor und Kraftübertragung geschützt wird. Der Grundgedanke der Erfindung besteht dass grössere Mengen von Brennstoff sich in dieser Weise « verabschieden ». Als weitere Stellen, wo manchmal Brennstoff austritt, nennen wir die verschiedenen Rohranschlüsse, insbesondere diejenigen der flexiblen Verbindungen, welche die Schwingungen des Motors aufzunehmen haben. Dabei lässt sich dies am warmen und eventuell gar -laufenden Motor nicht immer erkennen, weil das austretende Benzin im heissen Propellerluftstrom augenblicklich verdampft und sich keine nassen Stellen bilden. Nachziehen der Rohrverschraubungen und Einbau neuer Auch bei der Wasserpumpe kann Wasser auslaufen, wenn entweder vergessen wurde die Schmierbüchse (2) mit Fett zu versorgen oder die" Stopfbüchse nicht richtig, Dichtungen bzw. Einschleifen von Verbindungsteilen schaffen hier Abhilfe. nachgezogen ist bzw. ihre Packung ersetzt werden sollte. FÜR HOTELS Ich verkaufe meine EUROPAER- LIMOUSINE erster Marke, Fünfplätzer, Sechszylinder, 2 Reserveräder. Steuer und Versicherung pro 1938 bezahlt. Der Wagen ist erst 30000 km gefahren, wurde sorgfältig gepflegt und eignet sich sehr gut für einen Hotelbetrieb. Offerten unt. Chiffre 16450 an die Automobil - Revue, Bern- HANSA Limousine, 6 PS, Modell 36, Zustand wie neu. Akkumulatorsäure kann aus zwei Gründen ausfliessen : Einmal weil eine oder mehrere Batteriezellen defekt geworden sind, zweitens weil Gea.-Vtotr. & d, Schweiz: i. Schnyder, St. Nlklausstr. Lager: Basel, Genf, Zürich neue, aller Marken und Sorten, neugummierte und 1750 ccm, Kompressor, Occasionspneus, kaufen Spider, 2-P1., vollständig Sie zu konkurrenzlosen neuer Motor, erst 350 kmPreisen beim gefahren, Stundengeschw. Pneuhaus NICK, BOron 175 km. Versich. 1938 be-(Luz)reits bez. Preis 3300 Fr. Tel. 56.627. Offerten unter Chiffre 7026 an die (70 Automobil-Revue, Bern. Bequeme Zahlunrskonditionen Badenerstrasse 527 Telephon 70.777 6 7-Plätzer, 1935, 15 PS, mit Separation, 40000 km gefahren 1938, Master-Touring, Sedan, 15 PS, 10000 km gefahren 12450 SOLOTHURN Garage Weissenstein Tel. 21.442 Wiederum neue Fordpatente für Heckmotor-Anordnung. Weltrekorde! Zu verkaufen wegen Krankheit Alfa Romeo Günstige Gelegenheit 5-7-P1. Occasionswagen FIAT-STOEWERBZyl.-NASH FORD - PLYMOUTH TITAN, ZÜRICH 9 ZU VERKAUFEN: BEDFORD 4-Tonnen-Lastwagen, 1936, revidiert MERCEDES CHEVROLET Das stabilisierte Mineralöl der ADLER 1934/35, 8 PS, in sehr gutem Zustand KUPFERSCHMID & Co. PNEUS Zu verkaufen wegen Nichtgebrauch CHRYSLER PLYMOUTH 10,13 PS, 6 Zyl., 4-P1., sehr schöner, Tassig. Wagen, in ganz prima Zust., preiswert zu verkaufen. Franz Klaiber, Sternackerstrasse 1, SLGalUn. Tel. 25.222. « leichte Konstrukt. BB6LD mit direkter Einspritzung, wegen Betriebsumstellung preiswert zu verkaufen. Anfragen unter Chiffre Z6816 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. darin, das Gewicht von Motor und Antrieb möglichst gleichmässig zu beiden Seiten der Wagenmitte zu verteilen. Der als Antriebsaggregat dienende V-8-Motor ist an die rechte Seite des Differentialgehäuses angeflanscht, das Getriebe dagegen links. Ganz links aussen am Getriebe, also in beträchtlichem Abstand vom Motor ist das Schwungrad, die EinscheibenkuppJung, sowie eine elektrische Maschine angeordnet, die sowohl als Anlasser wie als Dynamo wirkt. Ihre zusätzlichen Schwungmassen erlauben, das Schwungrad selbst verhältnismässig klein zu halten. Eine durch das Innere der hohlen Getriebehauptwelle geführte Antriebswelle verbindet das Schwungrad mit der Kurbelwelle des Motors. Das Getriebe besitzt drei Gänge, deren oberste beide synchronisiert sind. Vom Differential aus erfolgt der Antrieb über Gelenkwellen an die Hinterräder. Die Gelenke sind so beschaffen, dass die Wellen mit absolut konstanter Drehzahl angetrieben werden. Um die Winkelausschläge der Gelenkwellen bei der Durchfederung möglichst gering zu halten, bestehen die beiden Differential-Kegelräder mit dem innern Teil des Gelenks aus einem Stück, so dass die Gelenkwellen ziemlich lang gemacht werden können. der Akkumulator zum < Überkochen > neigt. Da die Säure alles zerfrisst, dessen sie habhaft wird, tnuss auch der zweitgenannte Schaden sofort behoben werden. Wasser und Säure lassen sich leicht daran unterscheiden, dass letztere sofort Schaum bildet, wenn sie auf den zementierten Garageboden fällt, da die Säure aus dem Kalk Gase austreibt. Das Ueberkochen der Batterie rührt davon her, dass sie von der Dynamo auch noch Strom erhält, wenn ihre Ladung längst vollendet ist Hiebei tritt an den Akkumulatorplatten eine heftige Gasentwicklung ein, wodurch Säure herausgedrängt wird. Die Störung ist auf ein Versagen des automatischen Schalters zu führen, der Batterie und Lichtmaschine trennen soll, sobald die Ladung beendet ist. Er muss alsdann von einem Spezialisten repariert werden. in Elsenbeton, zerlegbar, ab Fabrik mit Türen, von Fr. 775.- an Auf Wunsch bequeme TEILZAHLUNG Innert 5 Jahren. Prospekte and Preise fertig montiert. 4türig, 17 PS, Mod. 1934, zu sehr vorteilhaften Bedingungen ein gröss. Postern Limousine, schwarz, erst Schneeketten 16 500 km gefahren. Offerten unter Chiffre 7017 an die (70 erstklassiger Qualität — Interessenten wenden sieb unter Chiffre Z 6258 an die (70,711 Automobil-Revue. Bureau Zürich. Automobil-Revue, Bern. OCCASION STEYR- Cabriolet * Günstige OCCASION ! 57«—6-Tonn«n- Lastwagen SAURER Diesel w 30. AUGUST 1938 — N° 70 Chtifdet Orlglnaltelle sind vorteilhafter Uttxr 100000 Teile am Krerastr. 4/lrtomwl Telephon 4.18.20 Billige Auto-Garagen Garage-Bau G.HUNZIKER & CO., INS (Bern) Zu verkaufen BeSoto Sedan Deluxe fabrikneu, mit voller Fabrikgarantie, elegante Linien, erstklassige Fahreigenschaften, unter 10 PS, weit unter Verkaufspreis abzugeben. Offerten unter Chiffre Z6826 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Dodge-Cabriolet Langenthai Typ 1938, 18 PS, 4 Türen, in Ia. Zustand, sofort vorteilhaft abzugeben. 13313 Gebr. Marti, Eigerplatz, Bern.

70 DIENSTAG, 30. AUGUST 133*. AUTOMOBIL-REVUE Letzfe Sporfnachridifen Jetzt hat es Eyston geschafft! Neuer Weltrekord mit 555,549 km/Std. Am vergangenen Samstag macht© sich auf dem Bett des ausgetrockneten Salzsees im 'Staate Utah (USA) der Engländer Eyston mit seinem Ueberrennwagen « Blitzstrahl » neuerdings daran, seinem eigenen, auf 502,436 km/St, stehenden absoluten Weltrekord zu Leibe zu rücken, nachdem er schon bei einem Versuch am letzten Mittwoch die Grenze der 560 km/St, gestreift hatte, aber durch das Aussetzen der elektrischen Chronometerapparate um die Früchte seines Erfolges gebracht worden war. Diesmal klappte die Geschichte und die Weltbestleistung für Automobile tat einen beträchtlichen Sprung nach oben, wurde sie doch um mehr als 50 km höhergeschraubt. Die genauen Zeiten wurden wie folgt ermittelt : t km mit fliegendem Start: Hinfahrt Süd-Nordrichtung 6,45 Sek. = 588,124 km/Std.; Rückfahrt Nord-Südrichtuncc 6,50 Sek. = 553,844 km/Std., mittlere Zeit 6,48 Sek. = 555,549 km/St. 1 Meile mit fliegendem Start: Hinfahrt Süd - Nordrichtung 10,36 Sek. = 559,219 km/Std., Rückfahrt Nord-Südrichtung 10,48 Sek. =552,314 km/Std.; mittlere Zeit 10,42 Sek.= 556,0 km/St. Woher der Geschwindlgkeifsgewinn beim «Blitzstrahl » ? Wachstehend einige technische Einzelheiten über die an Eystons Wagen seit den letzten Versuchen durchgeführten Abänderungen. Um den Luftwideretand zu verringern, ist die Form der Karosserie noch weiter verfeinert worden. Man hat das Heck schlanker auslaufen lassen, wodurch sich die Gesamtlänge des Wagens um einen Meter, auf elf Meter, vergrösserte. Alle vorstehenden Teile, wie Kopfschutz, Auspuffrohre usw. haben eine noch Mndgerechtere Verkleidung erhalten. Weiter hat man den Wagen so abgeändert, dass sich die Karosserie vorn um zwei Winkelgrade senkte, wodurch sich der Luftwiderstand weiter verminderte. Die Gasamtlinienführung der Karosserie wurde so •weitgehend verbessert, dass sich ihr Luftwiderstands-Koeffizient von 0.125 auf 0.09. also um ungefähr 3O°/o senkte. Danehen wurde die Motorleistung durch Anbiu von Kompressoren erhöht Und beträgt jetzt 4600 PS. Da die Versuchsstrecke in 20O0 Meter Höhe liegt und die grosse Hitze sich weiter ungünstig auswirkte, gingen Eyston bisher ungefähr 20 Prozent der Motorleistung verloren. Dies wurde nun durch die besagten Ladegebläse der Motoren wieder ausgeglichen. Auf Grund dieser Verbesserungen berechnete man eine Höchstgeschwindigkeit des Wagens von 555—660 km/St., die Eyston auch tatsächlich erreichte. Ehrenlegion für Eyston. Auf Veranlassung des Automobilclubs Ton Frankreich hat der Minister für Auswärtige Angelegenheiten den Engländer George Eyston, der mit 502,100 km/St Inhaber des absoluten Geschwindigkeitsrekordes für Automobile ist, zum Ritter der Ehrenlegion ernannt IN ENGLAND Die 200 Meilen von Brooklands die am letzten Samstag teilweise auf der eigentlichen »Rennbahn, teilweise auf der Strassenpiste des englischen Autodroms zum Austrag gelangten, "wurden eine Beute des auch bei uns nicht unbekannten ERA-Fahrers Waiefield. Bis zur 41. Runde hatte zwar Bira, der diesmal einen 1K -Liter-Maserati fuhr, das Kommando inne, gefolgt von Rolt und Dobson, beide auf ERA. In diesem Augenblick jedoch musste der Siamesenprinz seine Boxe aufsuchen und Wakefield, der inzwischen mächtig in Schwung gekommen war, entriss ihm die Führung. Mays, Cotton und andere hatten in dieser Phase des Rennens bereits aufgegeben. Die 78. Runde sah dann auch Wakefield, der eise hervorragende Partie lieferte, zum Tanken an den Verpflegungsstand gehen, doch gestattete ihm sein Vorsprung auf Bira, trotzdem in Front zu bleiben und seinen schärfsten Widersacher bis zum Passieren der Ziellinie noch Weiter zu distanzieren. Resultate: 1. Wakefield (ERA), Stundenmittel 114,190 km; 2. Bira (Maserati); 3. Lord Howe (ERA). Zur Untersuchung des Unfalls Hans Gübelins. Die stadtbernische Polizei teilt mit: Die Sioherheits- und Kriminalpolizei der Stadt Bern führt über den am 20. August 1938 erfolgten tödlichen Unfall des Rennfahrers Hans Gübelin, Mechaniker und Vertreter in Zürich, eine Untersuchung durch. Um die Entstehung und Weiterverbreitung unzutreffender Gerüchte zu verhindern, wird über das bisherige Ergebnis der polizeilichen Untersuchung folgendes bekanntgegeben: 1. Die Vorbereitung der verschiedenen Rennen (Preis vom Bremgarten, Preis von Bern und Grosger Preis der Schweiz) ist durch das Organisationskomitee und die Rennleitung auch dieses Jahr in sehr gewissenhafter Art und Weise besorgt worden. 2. Gübelin beteiligte eich am cPreis Tora Bremgarten >, und zwar in der Kategorie «Sportwagen über 1500 ccm>. Das Rennen ging über 14 Runden. Wenn der Sieger einer Kategorie seine 14 Runden zurückgelegt hatte, wurde das Rennen für die übrigen Teilnehmer derselben Kategorie abgestoppt, d. h. sie wurden aus dem Rennen genommen. Für jede Kategorie wurde zu diesem Zwecke ein besonderes Zeichen vereinbart. Dieses Zeichen, gross und gut sichtbar, wurde an auffälliger Stelle neben der Rennpiste aufgestellt. 3. Den Rennfahrern wurde die Bedeutung der Zeichen vor dem Rennen durch den Rennleiter, im Schweizerische Autontobilmeisterschaft 1938 Stand nach dem Preis vom Bremgarten (20. August) Beisein des Zentralpräsidenten des Automobil-Clubs der Schweiz, genau erklärt Auf die Frage eines Mitkonkurrenten an Gübelin, ob er über die Zeichen im klaren sei, antwortete dieser mit Ja. Kurz nachher erfolgte der Start 4. Gübelin hat 15 Runden gefahren; das wurde durch die Chronometrasre ° ; nwandfrei festgestellt. Die genaue Zeit jeder omner gefahrenen Runden ist elektrisch registriert worden. Der Unfall ereignete sich kurz nach Passieren der Ziellinie nach der 15. Runde; ob Gübelin im Sinne hatte, noch weiterzufahren oder nachher anzuhalten, kann niemand mehr feststellen. Zum Fahren einer 16. Runde war jedoch nicht der geringste Grund vorhanden. Auch steht fest, dass, als Gühelin zum Abschluss der 14. Runde als Zweiter über die Ziellinie fuhr, für seine Kategorie das Rennen beendigt und das bezügliche Signal aufgestellt war. Der unmittelbar vor Gübelin fahrende Sieger der gleichen Kategorie hat dann auch dieses Zeichen beachtet und sich dementsprechend verhalten. Ein direkt nach Gübelin (gleiche Kategorie) die Ziellinie passierender Fahrer fuhr, wie übrigens auch die meisten anderen, aus Gründen der Sicherheit (Ausnützung der Maximalgeschwindigkeit bis über die Ziellinie; Gefahr beim Abbremsen wegen der nassen Fahrbahn, infolgedessen Bremsung bis über die Boxen hinaus; usw.) absichtlich eine 15. Runde, um nachher mit reduzierter Geschwindigkeit und sicher vor die Boxen fahren zu können. Es ist anzunehmen, dass Gübelin seine 15. Runde aus dem gleichen Grunde gefahren hat. 5. Ueber die Ursachen des Unfalles bestehen zur Zeit bloss Vermutungen, eine genaue Abklärung wird im übrigen kaum möglich sein. Festgestellt ist jedoch die Tatsache, dass kurz vor dem Unfall (15. Runde Gübelins) drei Wagen nach links rückwärts gestaffelt die Fahrbahn in der ganzen Breite beanspruchten. Gübelin fuhr zu äusserst links und überholte aus unerfindlichen Gründen, da ja das Rennen für ihn beendigt war, unmittelbar nach Passieren der Ziellinie den mittleren der drei Wagen, der nicht in seiner Kategorie konkurrierte: Kurz darauf, nach der Rechtskurve gegenüber dem Zeitnehmerhaus, erfolgte der Anprall am Gleitschutz vor der Ehrentribüne. Man hatte das Gefühl, dass der Wagen Gübelins durch die Geschwindigkeit «aus der Fahrbahn getragen wurde». 6. Die polizeiliche Untersuchung zur Erforschung der Unfallursache ist noch nicht abgeschlossen. Mit aller Sicherheit steht jedoch fest, dass weder das Organisationskomitee noch die Rennleitung an diesem bedauerlichen Ereignis irgend eine Schuld trifft. Anders lautende Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Sicherheits- und Kriminalpolizei Bern. Die Verlängerung der Route des Col de l'lseran nach Norden. Die grundsätzliche Bedeutung des bereits in Angriff genommenen französischen Projektes einer Automobilstrasse über den Col du Bonhomme, als Verlängerung der Verbindung über den Iseranpass und damit der « Route des Grandes Alpes » von Nizza nach St. Gervais und Chamonix, also bis ins Mont- Blane-Gebiet hinein, ist hier schon früher gewürdigt worden. Aber erst an Ort und Stelle vermag man sich ein richtiges Bild davon zu machen, dass es sich nicht nur um die Fortführung einer einzigen Bergroute handelt, sondern um den Ausbau eines ganzen Systems von Pässen, die, einmal fertiggestellt, für die Schweiz in deren unmittelbarer südwestlicher Nachbarschaft eine neue gefährliche Konkurrenz bilden werden, wenn es uns bis dahin nicht gelingt, durch die Herstellung eines brauchbaren Ueberganges in das Wallis uns wenigstens einen Teil des betreffenden Verkehrsstromes zu sichern. Von diesem ganzen neuen französischen Bergstrassennetz bestehen heute schon beträchtliche Teilstücke. So führt eine zirka 16 km lange, für Automobile fahrbare Strasse bereits von Bourg- St-Maurice, wo die Iseran-Route ausmündet, über Bonneval-les-Bains nach Les Chapieux am Fusse des nördlich gelegenen Col du Bonhomme (2664 m). Da aber die französischen Militärbehörden eine direkte Ueberschreitung dieses Passes in der Richtung des Tales von St-Gervais nicht gestatten, wird die neue Strasse zunächst westlich auf den G o 1 du Cormet de Roselend (1922 m) heraufgeführt, wo heute, nur in einigen Kilometern Luftdistanz von Les Chapieux, bereits ein fertiges Strassenstück mitten auf der Alp aufhört: dex Zugang von „,„, . _ ... Sehne*. Stllnd«- aeichlcklich- Rhelnrak- Pro!» ni Wonnoit SeKtlon Rtllyt fahrt kiltifrQIuni WHzenb. Bremnrttn Fahrer Amatenre: Nikiaus Paul Wabern Bern 1 1 4 - 1 — Schäfer Erich Bern Bern — 4 1 1 — Dold Kurt, Dr. Herrliherg Zürich — 2 2 1 — Gautschi Hans-Rolf Bern Bern 2 — 3 1 —> Dietrich Hans Zürich. Zürich — 3 5 2 — «Zupp» Zürich Zürich '•— 5 6 0 — Experten: Stich Hans __ Chaux-de-iF. Mont.Neuch. 1 6 3 1 1 . Scheibler August Laupen Bern 2 3 6 1 1 Portmann Hans Basel Basel 4 0 2 2 2 Campolongo Emilio Zürich Zürich 5 7 4 1 0 Troesch M.A.C Zürich Zürich 3 4 9 3 — Weber Hans Suhr T.C.S. — 2 8 4 0 Dattner Alfred Zürich Zürich — 5 7 2 2 Santschy Willy Chaux-de-iF. Mont.Neuch. — 1 5 4 — Zimmermann Martin Zürich Zürich — 0 1 3 — Die goldene A.C. S. -M edaille. (Rennwagen-Kategorie.) Blancpain Bernard Fnbourg Fribourg 1 II Christen Max Zürich Zürich 1 1 Brechbühler Alfred Adliswil Zürich 2 2 Die vorstehend publizierten Zwischenresultate haben nur orientierenden Charakter. Ausland Albertville, Beaufort und Roselend. Das Trasse der Emporführung der künftigen Strasse vom Cormet de Roselend zum Col du Bonhomme bzw. den etwas südlicher und tiefer gelegenen Col de la Croix du Bonhomme (2476 m) scheint zur Stunde noch nicht genau festzustehen. Sicher ist nur das eine, dass es nicht das des gegenwärtigen Saumtierpfades über den Col de la Sauce (2306 m) und die Crete de Gittes zur Schutzhütte sein wird, sondern vielmehr eine weiter westlich ausgreifende Linienführung, die sich gegen den Col du Bonhomme emporzieht und, ohne diesen zu überqueren, die ganze Bergkette des Mont Roselette und der Aiguille de Roselette säumend, zum Col du Joly (2000 Chamonix HColdußonhomme •^•ColdelaCroixdu ßo/r/iomme Les Chapieux Meter) hinübertraversieit, wo erst der Abstieg in das Tal von St-Gervais erfolgt. Auf diese Weise wird eine Strasse entstehen, die während vieler Kilometer sich immer auf einer Höhe von über 2000 Meter bewegt. Es bedarf nur noch eines kurzen Teilstückes, um dann diese Route mit der gegenwärtigen Fahrstrasse in Beziehung zu bringen, womit die Verbindung zwischen Beaufort und Albertville einerseits und dem Cdl des Saisies (1635 m) hergestellt sein wird. Hier ist die Strasse bis zu knapp 1 km unter der Passhöhe und auf der nördlichen Seite bis zu Wt km vollendet, so dass im ganzen nur noch 2 km fehlen, deren Bau im Laufe dieses Sommers zum Abschluss gelangen wird. Damit ist der Uebergang nach Flumet bzw. zum Col des Aravis geschaffen. Im Zusammenhang mit dem Col du Bonhomme soll aber noch ein vierter Bergpass jener Gegend ausgebaut werden: der Col du Cormet d'Ar§- c h e s (2107 m). Von diesem besteht ebenfalls bereite auf der Südseite ein über 10 km langes Stück und von Beaufort aus ein solches von ähnlicher Ausdehnung. Man sieht also, es handelt sich hier nicht um Projekte, die auf dem Papier stehen, sondern die zum Teil schon viel weiter gediehen sind als allgemein angenommen wird. Für dieses Jahr sind die Kredite vor allem für den Ausbau der bereits bestehenden Teilstücke bewilligt worden, während von 1939 an die eigentliche Strasse, der Col du Bonhomme, in Angriff genommen werden soll. b. Umschwung auf dem amerikanischen Automarkt in Sicht? Nach dem Bekanntwerden der Juli-Ergebnisse, deren Merkmale eine Besserung des Absatzes neuer und eine beträchtliche Verminderung der Stocks an gebrauchten Wagen bilden, hat in der amerikanischen Automobilindustrie wieder eine etwas zuversichtlichere Stimmung Einzug gehalten. Allerdings macht sich jetzt als Folge der Produktionsdrosselung, bei der die Erzeugung neuer Wagen gerade noch mit der stark gesunkenen Nachfrage Schritt hielt, eine gewisse Verknappung der Lagerbestände bemerkbar. Trotzdem bleibt man optimistisch und rechnet für das letzte Vierteljahr mit einem Anziehen des Geschäfts, bedingt durch den guten Ausfall seits. Den grössten Auftrieb während des Monats Juli verzeichnete einer der «Unabhängigen > mit einer Verkaufsziffer, die um 22 Prozent über jener des vorhergehenden Monats lag. Chevrolet steigerte seine Juli- Verkäufe, ganz entgegen dem normalen Verlauf der Saisontendenzen, um 11 Prozent. Erdöl in Ungarn. Im südwestlichen Ungarn sind in letzter Zeit planmässige Erdölbohrungen durchgeführt worden, wobei man bei Szentadorjan auf eine mächtige Schicht stiess, die eine Tagesausbeute von nahezu 250 t ergibt. Offenbar handelt es sich dabei um ein für europäische Verhältnisse recht ergiebiges Oelfeld. Zusammen mit den bisher schon erschlossenen Bohrungen liefert die neue Quelle eine Tagesausbeute von rund 400 t. Bereits ist auch die Absicht aufgetaucht, eine Rohrleitung nach Budapest, dem Haupt-Raffineriezentrum des Landes, zu legen. TOURISTIK Benzingiltscheine in Italien. Mit heutigem Tage wird die Abgabe yon Benzingutscheinen Serie A aufgehoben (d. h. ron Gutscheinen, die bis jetzt zum Preise von Lire 18.50 und für einen Aufenthalt von 5 bis 15 Tagen verkauft wurden). Inhaber von Hotelgutscheinen können nunmehr Benzingutscheine Serie B (die bis jetzt zum Preise von L. 13.60 per 10 Lt. für einen Aufenthalt von 16 bis max. 90 Tagen verkauft wurden) zum Preise von Lire 12.80 per 10 Liter erstehen, und zwar für einen Aufenthalt von minimal 3 bis maximal 90 Tagen. Daraus geht hervor, dass beim Kauf von Benzingutscheinen der Mindestaufenthalt von 5 Tagen auf 3 Tage herabgesetzt wird und dass für Inhaber von Hotelgutscheinen ein Einheitspreis von Lire 12.80 anstatt L. 13.60 resp. L. 18.50 per 10 Liter festgesetzt wird. Wie früher, berechtigen ein Hotelgutschein der Kategorien L, S, A und B zum Kaufe von zwei Benzingutscheinen ä je 10 Lt und ein Hotelgutschein der Kategorien C, D und E zum Kaufe von einem Benzingutschein ä 10 Lt .um demLe evltfi Fussgänger und Hupensignale. Zu der Auffassung, wie sie Herr E. F. in seiner Einsendung zu diesem Thema zum Ausdruck bringt (Nr. 68 der A.R.), möchte ich folgendes bemerken: « Es fehlte ja nur gerade noch, dass ein Fussgänger das Signal eines Autofahrers wenn möglich mit Achtungstellung beantworten soll. 'Entweder hört er die Warnung und richtet sich entsprechend ein oder er beachtet sie aus irgend einem Grunde nicht. Wenn nun letzteres der Fall ist, soll der Wagenlenker eben so fahren, dass er Herr über sein Fahrzeug bleibt und den eventuell unvorsichtig auf die Strasse tretenden Fussgänger nicht zu Schaden bringt Geschmeidigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme ist das oberste Gebot des Strassenverkehrs. Es gibt aher eben Leute, di« glauben, wenn sie in einem Auto sitzen, über ein, besonderes Recht verfügen zu können und das ist gefährlich. » E. S. A. A- C. So SEKTION SCHAFFHAUSEN. Unsere Mitglieder seien daran erinnert, dass das Jahresprogramm für den September eine 6tägige Fahrt in die Dolomiten über den Grossglockner oder als Variante eine dreitägige Vogesenfahrt vorsieht. Als Zeitpunkt dafür sind die Tage vom 24.—29. September, resp. 24., 25. und 26. Sept. in Aussicht genommen. Um die Vorbereitungen an die Hand nehmen zu können, erbitten wir bis zum 31. August die unverbindlichen Voranmeldungen mit Angabe darüber, ob Beteiligung an der Dolomiten- öder Vogesenfahrt und mit wievielen Personen. Die Tour wird so zusammengestellt, dass täglich nicht mehr als 200 km gefahren werden müssen, so dass hinreichend Zeit für den Besuch von Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten bleibt Der Vorstand: i. A. Max Bärlocher. ALUS den Verbänden CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG der Ernte einerseits und durch die behördlichen Arbeitschaffungsmassnalimen ander- Monatsversammlung: Samstag, den 3. September 1938, im Clublokal «Weisses Schloes», Luzern, 20 Uhr. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich nnd zahlreich zu erscheinen, da sehr wichtige Traktanden zu behandeln sind, so die Vorarbeiten für den auf Samstag, den 1. Oktober im Löwengarten in Aussicht genommenen Familien-» Anlass. Der Vorstand. indel u« Industvt« Nach dem Grossen Preis der Schweiz. Man schreibt uns: Von den 19 Wagen, "welche das Rennen bestritten, haben nur zwei ohne Halt und ohne Tanken ihr Pensum absolviert und dank ihrer Regelmässigkeit den 8. und 11. Rang belegt; die beides Delahaye. Wenn die Fabrik, welche die Wagen baut, die beiden Fahrzeuge an fast alle Grand Prix entsendet, dann lässt sie sich dabei einzig von der Absicht leiten, deren Widerstandsfähigkeit und Regelmässigkeit zu erproben. Delahaye ging ohne irgendwelche Aspirationen auf die ersten Plätze in den Kampf, aber trotzdem verdient seine Demonstration in Bern Beachtung, wird doch der nämliche Wagentyp vom nächsten Pariser Salon aa in den Handel gelangen, womit jeder Sport- Enthusiast in der Lage ist, sich dieses hochklassige Modell zu erwerben. Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer (MiL-Dienst). Dipl.-Ing. F. 0. Weber.