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E_1938_Zeitung_Nr.071

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II Automobil-Revue —.

II Automobil-Revue —. N° 71 DRulHofe ©chatten 9?ieic fauc&en nnfer in bämmcrnbe ^to^f Xlnb traben ba$ crfcr)nfc 3$erft nid;f oollbrad)f. 3t)nen nur fjalb enf&filH... 6ie fferben mif fcfcicftfafoet&tiHfen klugen Unb 3ttfernben ßänben. Sie Sippen faugen Qfoffproffenb im lefjfen

ßas taaiaatische £e&m det JiCtnscfiausnieCetiu JUputa £oy Myrna Loy ist zum Film gekommen, ohne dass sie selbst eigentlich recht wusste, wie. Und wie schaffte sie es? Ja, das ist eine lange romantische Geschichte, eigentlich ein Roman. Und das erste Kapitel dieses Romans fängt ganz unromantisch an. In Montana, einer Kleinstadt in USA, wurde Myrna Loy auf einem Bauerngut an einem gewöhnlichen Tage, 2. August, geboren. Es nahm niemand weiter davon Notiz, als vielleicht die Mama, der Papa und die diversen Onkel und Tanten. Und die einzige Zeitung, in deren Spalten das wichtige Ereignis vermerkt war, hatte sich den Platz in der Rubrik «Familienanzeiger» bezahlen lassen. Das bekümmerte jedoch niemand, denn vorläufig war Myrna ein kleines Durchschnittsmädchen, das, als es grösser wurde, täglich zur Schule ging, im Sommer eine Menge Sommersprossen und im übrigen mehr Aehnlichkeit mit einem Strassenjungen als mit einer gesitteten Bürgerstochter hatte. Eines Tages — dem Chronisten ist nicht bekannt warum — zog die Familie Williams nach Kalifornien. Myrna, die den Namen Loy erst viel später angenommen hatte, war nun alt genug, um sich einen Beruf auszusuchen. Da sie zu nichts Besonderem Lust, dafür aber eine ausgesprochene zeichnerische Begabung hatte, entschloss sie sich, die Kunstschule in Los Angeles zu besuchen und Bildhauerin zu werden. Hier aber beginnt das zweite Kapitel, sowie die versprochene Romantik. Myrna Loy liess sich einmal bei einem bekannten Photographen aufnehmen. Die Bilder gelangen so gut, dass der Meister des Objektives sie in einem Schaukasten ausstellte. Man mag es nun Zufall, Fügung oder «Schicksal» nennen — jedenfalls ereignete es sich, dass Rgdolfo Valentino, der seinerzeit meistgeliebte und populärste Künstler Amerikas, gerade an dieser Auslage vorbeiging, dass das ausgestellte Bild Myrna Loys seine Blicke magisch anzog, und dass er stracks zum Photographen hineinging und sich nach dem Namen der interessanten jungen Dame erkundigte. Zwei Tage später hatte Myrna Loy die Kunstschule verlassen und probte im Filmatelier an ihrer ersten Filmrolle. Der Erfolg bewies, dass Valentino nicht nur ein bezaubernder Schauspieler, sondern auch ein ausgezeichneter Talentjäger war. Myrna Williams verwandelte sich in den Filmstar Myrna Loy. Der erste Filmrolle folgten unzählige andere, die ihr alle Erfolg brachten und nur einen einzigen Nachteil hatten: sie musste sich ihnen zuliebe nämlich je nach Manuskriptvorschrift in eine Indierin, Zigeunerin, Malaiin, Chinesin, Araberin verwandein, durfte also niemals sich selbst spielen. Man hielt sie eben für einen typisch östlich-geheimnisvollen Vamp, und Myrna unternahm nichts, um diese Ansicht zu ändern. Sie war ein wenig Fatalistin geworden — vielleicht hatten die vielen orientalischen Rollen abgefärbt «nd wartete, bis das Schicksal eigenhändig eingriff. Und das tat es nunmehr im dritten Kapitel des lebensromans der Myrna Loy. Nachdem ihr erster Vertrag abgelaufen war, bekam sie ein verlockendes Angebot von einer anderen Gesellschaft, nämlich der Metro-Goldwyn-Mayer. Sie nahm an und hatte nun genau das gefunden, was sie sich schon lange gewünscht hatte.- sie durfte sich selbst spielen. Die braune Schminke der Orientalin wanderte in einen Winkel, und statt dessen beschäftigte sich Myrna angelegentlich damit, ihre hübsche dunkelgefärbte Singstimme auszubilden. Und dann kamen ihre ersten Glanzrollen. Wir nennen nur «Dr. Fergusons schwierigster Fall», «Strafsache Prentice», «Eifersucht», «König der Frauen» (Der grosse Ziegfeld), «Lustige Sünder», «Und sowas nennt sich Detektiv», «Feuer über Irland», «Blutige Perlen», «Grosse Liebe». Aber auch das private Lebensschicksal der Künstlerin gleicht noch immer einem Roman. Wer die Hollywooder Atmosphäre kennt, weiss was es heisst, wenn es Myrna gelang, trotz sorgfältiger «Bewachung» durch die amerikanische Presse, ganz im Geheimen zu heiraten. Es war wirklich eine der grossen Ueberraschungen für das Publikum, als Myrna nun schon zum zweiten Male ihren Namen ändert und als Myrna Hornblow in den Hafen der Ehe segelte. Dass sie Herrn Artur Hornblow, einen bekannten Film-Produzenten, geheiratet hat, war ein schwerer Schlag für die unzähligen Bewunderer der Künstlerin, die sich in Amerika zu Clubs zusammengeschlossen hatten. Diese Verehrer-Vereine hiessen meistens «Wir-wollen-Myrna-Loy-heiraten-Club» und gaben so der öffentlichen Meinung Amerikas Ausdruck, die in dieser Künstlerin tatsächlich ihr Ideal einer Ehefrau gefunden hat. Die Eifersucht währte jedoch nicht ewig. Zu Beginn des Jahres 1938 ist Myrna Loy bei einer Wahl, an der sjch etwa 30 Millionen amerikanischer Zeitungsleser beteiligten, zur «Königin des Films» gekrönt worden. Und das ist wohl der beste Beweis ihrer stets wachsenden Beliebtheit. Photo M-G-M. Mickey Mouse erhält ein eigenes Atelier In Hollywood wurde soeben mit den Vorarbeiten für die Errichtung eines Studios begonnen, das Walt Disney, der geistige Vater der Mickey Mouse, zu erbauen beabsichtigt. Das Atelier wird mit ganz einzigartigen Vorrichtungen ausgestattet sein, die zur Herstellung von Trickfilmen erstmalig Verwendung finden sollen. Die bei der Produktion des «Schneewittchen»-Films gesammelten Erfahrungen dienen dazu als Grundlage; jedoch werden die dort verwendeten Anlagen in höchstem Masse vervollkommnet, so dass beispielsweise die komplizierte Rahmenapparatur, die es ermöglicht, gleichzeitig auf.vier verschiedenen Ebenen Bewegungen durchzuführen, in Zukunft statt von fünf nur noch von zwei Mann bedient werden muss. Auch für die «Geräuschkulisse», für die bisher verhältnismässig primitive Mittel herhalten mussten, werden systematische Tonmischapparate eingebaut, die wohl den meisten zu erwartenden Geräuschen gerecht werden dürften. Mücken in der Kamera Eine schwedische Filmexpedii^Dn, die soeben aus Lappland zurückgekehrt ist, berichtet von einer Reihe unerwarteter Schwierigkeiten, mit denen sie dort zu kämpfen hatte. Insbesondere machten ihr die ungeheuren Mückenschwärme zu schaffen; es kam mehr als einmal vor, dass die Aufnahmen unter- oder gar abgebrochen werden mussten, weil sich derartige Mengen von toten Mücken in der Kamera ansammelten, dass der Apparat einfach zu funktionieren aufhörte. 5000 Soldaten aus dem 18. Jahrhundert Für den 2. Teil des Films «Peter der Grosse» wurden 5000 Komparsen in Original-Uniformen aus dem russisch-schwedischen Krieg gesteckt; sie werden in diesen Tagen in der Nähe von Odessa eine gewaltige Schlacht auszufechten haben. Auf einer Werft in Odessa befinden sich zwei grosse Fregatten im Bau, die nach Originalplänen aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut und ausgerüstet werden. Sie sollen zusammen mit zwanzig anderen stilechten, aber kleineren Schiffen auf dem Schwarzen Meer eine Seeschlacht durchführen. JM dec Schweiz h&ium Luzerner Saison. Im alten Luzerner Rathais am Kommarkt ist bis 1. September eine internationale Musikausstellung mit wertvollen musikgeschichtlichen Dokumenten aus fünf Jahrhunderten zu sehen und vor der Hofkirche finden bis 11. September jeden Mittwoch-, Samstag- und Sonntagabend Freilichtaufführungen des «Passionsspieles» statt. Das Kapellenfest zu Saas-Fee. Das Walliser Volk ist reich an alten Sitten und Bräuchen, die es nie preisgeben würde. Die karge Scholle ist ihm heilig; aber heiliger noch ist ihm der Glaube der Väter. Am 8. September 1938 feiern die Saasei bei der Kapelle zur Hohen Stiege ihr Kapellenfest, ein grosser Feiertag für das Tal schon seit Jahrhunderten Ḋas Glockenspiel des alten Küsters zittert durch die tiefklare Bergluft des Herbsttages. Vom Dorfe steigt das Volk in bunten Gruppen zur Gnadenstätte hinunter: Männer im groben Bergkittel, Kinder, Frauen in ihrer schweren, reichen Tracht. Und auch aus dem Tale pilgert die betende Menge stundenweit herauf. Die Kapelle wird übervoll und auch draussen steht zu Hunderten das gläubige Volk, um des Predigers Wort zu lauschen und nach dem Gottesdienst in malerischem Zuge mit Kreuz und Fahne die heilige Stätte zu umwallen. Trachten-Chilbi auf Haxderknlxn. Auf dem Härder, dem schönen, mit der Bergbahn erreichbaren Aussichtsberg bei Interlaken, findet auch dies Jahr wieder eine fröhliche Trachtenchilbi statt, und zwar Sonntag, den 4. September. Kommende Ereignisse | (Aenderungen vorbehalten) Aaxau: Bis 10. Sept.: Kunstausstellung (Sekt. Aarau der Gesellschaft Schweiz Maler, Bildhauer und Architekten;. Basel! 3. Sept.: Golfwettspiel: Prix du Capitaine. 3./4. Sept.: Nationale Kunstflug-Meisterschaften. 4. Sept.: Kant. Musiktag der baselstädt. Musücrereina (Mustermesse, Halle II). Belltnzona: 3.-2S. Sept.: IL Schweiz. Ausstellung für zeitgemSssa Kirchenkunst. 4. und 11. Sept.: Jugendfest mit grossem Umzug, Engelberg: 8. Sept.: Kleinkaliber-Match. Genf: 4. Sept.: Segelregatta. 4. Sept.: Golfwettspiel: Coupe lackmann. S.-12. Sept.: Tennisturnier (Parc des Eaui-Vives). Grindelwald: 4.-10. Sept.: Tennisturnier für Gäste und Einheimische. Xnterlakens 4. und 11. Sept.: Teil-Freilichtaufführung bei jeder Witterung. Beginn 13.30 Uhr. Lausanne: Bis 12. Sept.: Grosse Internat. Golfwettspiele. Le Locle: 3./4. Sept.: «Feria locloise» und Volksfest. Irazem: Bis 11. Sept.: Passionsspiele vor der Hofkirche. Bis 2. Okt.: Kunst- und Kongresshaus: Gemäldeausstellung: Felix Vallotton. Montreux: 5.-11. Sept.: Internat. Tennisturnier. Bad Ragaz: 3.-4. Sept.: Davoser Golfwettspiele. Rapperswil: 3./4. Sept.: Automobürennen. Saas-Fee: 8. Sept.: Kapellenfest zur Hohen Stiege. St. Gallen: Bis 18. Sept.: Gartenbau-Ausstellung (GASGA). Weggis: 2. Sept.: Seerundfahrt mit Extradampfer. 5. Sept.: Tailing-Party vom Strandbad aus. Zürich: Sept. 1938 bis Juni 1939: Spielzeit des Stadttheaters und des Schauspielhauses. Bis 17. Sept.: Kunstgewerbemuseum: Ausstellungen: «Neues Zürcher Kunsthandwerk» und «Das Bauernhaus im Kanton Zürich». 3./4. Sept.: Nationale Zuverlässigkeitsfahrt von Zürich aus (ACS). 3. Sept.: Offene Herbst-Segelregatte Zürichhorn-Meilen. 4. ev. 11. Sept.: Sihlhölzli: Stadt. Spiel- und Stafettentag. 4. Sept.: Internaüones Pferderennen (Totalisator). 4. Sept.: Junioren-ljeichtathleükmeister~chaften. COLMAR Cafe Restaurant Central bn gegenüber Kapp atz (Parking). Bestbekannte Küche. - Reel e Weine. - Urquell Pilsen. Tag ich Kunst erkonzert Hotel linden Sie allen Komfort, erstklassig geptlegte Küche zu bescheidenen Preisen. - Grosser Gesellschaftssaal für 300 Gedecke Garagen an Hotel. Tel. 2118. Bes. Jmil« fohnei. Herr Gastwirt! Terminus, Colmar Der Autler wird gerne bei Ihnen einkehren, wenn Sie ihn in seinem Fachblatt dazu einladen. Das Vertrauenshaus der Automobilisten BERN, Neoeniasse 41. THUN, Bälliz 42. BUREDORF, Rütschelengasse B •flnd*rVSi^i^li!i!'