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E_1938_Zeitung_Nr.071

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neulich gemildert hat

neulich gemildert hat Jedenfalls legt er bei seinen Vorbereitungen durchaus keine Eile mehr an den Tag und das, obwohl uns nur «och ein Monat vom 1. Oktober trennt, dem Datum, auf welches hin nach seinen ursprünglichen Absichten das Zonenregime wieder hätte in Kraft treten sollen. Ja, einzelne Symptome lassen sich, ohne dass man den Dingen Gewalt anzutun braucht, sogar dahin ausdeuten, dass er die Angelegenheit vorläufig auf sich beruhen lassen wolle. Hat ihn also die geschlossene Opposition* über die Aussichten ihres Planes zu orientieren, einmal mit Bezug auf den Umfang der voraussichtlichen Geschäfte und ferner mit Bezug auf die Finanzierung. Offenbar meldete sich eine so grosse Zahl von Motorfahrzeugbesitzern, dass die Durchführung gesichert oder doch möglich erschien; denn die Gründung der Genossenschaft erfolgte am 8. September 1935. Es ergab sich jedoch, dass die Konzession durch das Eidg. Amt für das Versicherungswesen aus dem Verfasser nicht genau bekannten Gründen nicht zu erhalten war, so dass die Genossenschaft in Liquidation treten musste. Um die Kosten des kurzen Geschäftsbetriebes und der Liquidation zu decken, sollen nun diese Beträge eingetrieben werden, wobei bemerkt wird, dass bei Eingang aller Zeichnungen voraussichtlich ein Ueberschuss über die Kosten verbleiben und an die Beteiligten zurückvergütet werde. Eine grosse Zahl der Zeichner verweigerte jedoch trotz mehrfacher Mahnungen die Zahlung und berief sich insbesondere auch auf die oben erwähnte Klausel des Ausschlusses der Verpflichtung durch die Unterzeichnung. Dagegen nahm die Autohaft den Standpunkt ein, dass sich diese Zusicherung nur auf die mit t Fragebogen > betitelte obere Hälfte der angehefteten Seite des Zirkulars beziehe, nicht aber auf die untere, als « Zeichnungsschein > bezeichnete Hälfie. Es kam zu Betreibungen, und offenbar haben verschiedene Gerichte, darunter auch der Audienzrichter Zürich, gegen Ende 1937 die Gültigkeit des Zeichnungsscheins bejaht und Rechtsöffnung erteilt. Ueber Urteile in Aberkennungsprozessen ist mir bis jetzt nichts bekannt geworden. Als dann im Frühjahr 1938 eine weitere Reihe von Betreibungen erfolgte, liess die Autosektion auf die er in Oeffentlichkeit und Presse mit seinen allem wirtschaftlichen Denken und demokratischen Empfinden widersprechenden Plänen stiess, zur Umkehr und zur Revision seiner Hefte bewogen ? Wir möchten es dringend wünschen, erstreckt sich doch die Abwehrfront von den Kreisen des Benzingrosshandels über sämtliche Strassenbenützerverbände und die Organisationen, deren Interessen in dieser Frage mit den unsrigen gleichlaufen, wie Hotelerie und Fremdenverkehr, bis weit ins Publikum hinein. Nochmals die „Autohaft" Luzern Liquidation und Betreibungen gegen die Zeichner von Anteilscheinen Im Sommer 1935 wurden die Motorfahrzeugbesitzer der Schweiz durch ein Initiativkomitee durch ein Zirkular darauf hingewiesen, dass es vorteilhaft wäre, wenn sie sich zur Gründung einer eigenen Versicherungsgesellschaft zusammenschliessen würden und dabei erklärt, eine solche Organisation könnte bedeutend billiger arbeiten und damit auch die hohen Prämiensätze vermeiden, welche gegenwärtig den Versicherungsgesellschaften zu zahlen seien. Dazu wurden über die rechtliche Organisation der neuen Gesellschaft einige Angaben gemacht, welche aber nicht einmal alle Bestimmungen enthielten, die das OR Art. 680 für die Eintragung einer Genossenschaft verlangt. Dem Zirkular war ein Fragebogen beigeheftet, dessen untere Hälfte einen Zeichnungsschein enthielt Zum einen sollten sich die Interessenten aussein, in welchem Umfange Versicherungsabschlüsse für sie in Frage kommen würden, und ferner sollten sie sich über die Höhe der finanziellen Beteiligung in Form von Anteilscheinen zu 100 Fr. aussprechen. Auf dem Zirkular war bemerkt: « Mit der Unterzeichnung des Fragebogens verpflichten Sie sich in keiner Weise.» Damit war doch offensichtlich zugesichert, dass es sich für die Initianten um nichts anderes handelte als darum, sich < Darüber ist auch kein Zweifel. Abgesehen von meiner Verdauung bin ich frisch und munter wie ein Dreissiger. Aber das nur nebenbei. Es ist eine- sehr schwierige Sache. Wenn die Köchin mir nicht gekündigt hätte, wäre ich vielleicht noch nicht zu dem Entschluss gekommen. Ach was, am besten ist es schon, den Stier bei den Hörnern zu packen. Kennen Sie die Liebesangelegenheiten Ihrer Tochter ? » «Darüber kann ich mich nicht unterhalten, Herr Beale.» « Nicht mit aller Welt; aber mit mir. Sie sehen mich in einer eigentümlichen Lage. Ich bm verschossen. Ganz verschossen. So verschossen, dass ich an eine Heirat denke. Vor einer Woche war ich beinahe fest entschlossen. Aber'meine Kusine, Frau Barber, hat gewisse Gerüchte gehört... Und so bin ich lieber direkt zu Ihnen gekommen, um Klarheit zu erhalten.» c Was wünschen Sie zu wissen ? > «Ob eine Beziehung zwischen Fräulein Celia und dem jungen Cleveland besteht. Denn wenn dem so ist — behalte ich meine Köchin.» Zürich des TCS die Rechtslage durch lhTen Rechtskonsulenten eingehend prüfen und ein Rechtsöffnungsverfahren vor Audienzrichter Zürich durchführen, der nun die Ungültigkeit des Zeichnungsscheines bejahte und die Rechtsöffnung verweigerte. Er begründete dies mit dem Fehlen der Bezugnahme auf dio Statuten im Zeichnungsschein,: die in Analogie zum Aktienrecht 0. R. Art. 617 in der Fassung des Bundesraisbeschlusses betr. die Abänderung des 0. R. vom 8. Juli 1919 wesentlicher Bestandteil auch des Zeichnungsscheins der Genossenschaft sei. Auf d ; e Frage der Bedeutung der im Zirkular enthaltenen Nichtverpflichtungsklausel, auch auf die Zeichnung trat der Audienzrichter nicht weiter ein. Auch im Karton Born wurde in zwei Fällen die Rechtsöffnung verweigert, wobei aber der Richter auf das Fehlen der Mitgliedschaft abstellte, welche nach den Statuten der Autohaft Bedingung des Erwerbs von Anteilscheinen ist. In der blossen Unterzeichnung des Soheines könne aber kein Erwerb der Mitgliedschaft liegen, besonders weil in den Statuten eine Aufnahme durch den Aufsichtsrat vorgesehen sei. Trotz dieser Entschulde hat die Autohaft die Eintreibung der gezeichneten Beträge nicht eingestellt. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Gerichte den jetzt eingenommenen Standpunkt grundsätzlich oder in besonders liegenden Fällen ändern werden. Es ist darauf zu verweisen, dass die Autohaft, offenbar in Erkenntnis der Mangelhaftigkeit des Zeichnungsscheins, nachher Scheine verwendete, in denen auf die Statuten bezug genommen ist und noch später Scheine, welche die Ueberschrift « Anmelde- und Zeichnungsschein » tragen. Ob auch die Begleitzirkulare abgeändert wurden, ist dem Verfasser nicht bekanct. Dr. H. Meyer-Wild, Zürich. Unzeitgemässes. Dreizehntes Kapitel. Am liebsten hätte ich Herrn Beale gesagt, dass er seine Köchin behalten solle. € Ich hörte, dass Bill Cleveland mit Fräulein Godolphin verlobt ist», erwiderte ich. « Mag sein, mag sein; es wird überall davon gesprochen. Aber Sie sehen, Frau Brookef wie verzwickt meine Lage ist. » < Ja, wegen der Köchin. Sie wollen sie nicht verlieren. » «Ach, jetzt denke ich doch nicht an die Köchin, jetzt denke ich an mich. Dieser ganze Tratsch über den jungen Cleveland und Ihre Tochter regt mich ernstlich auf. Ich soll jede Aufregung vermeiden. Ich wünschte, ich könnte es. > « Ich wünschte ebenfalls, Sie könnten es.» « Ich habe einmal einen Roman aus dem Französischen gelesen, in dem die Heldin von ihrem Liebhaber den Laufpass bekommen hat. Sie nahm unmittelbar darauf die Werbung eines reichen Mannes an, den sie verabscheute, und liess sich um Mitternacht mit ihm trauen. Als sie nach Hause kamen, erklärte sie, nichts mit ihm zu tun haben zu wollen. Das könnte mir so passen ! Wenn ich heirate, wünsche ich, eine Ehe zu führen. Das ist das einzig richtige, habe ich nicht recht ? » «Das einzig richtige», entgegnete ich, ihn mit Rücksicht auf seinen Blutdruck beruhigend. < Und ausserdem glaube ich auch nicht, dass Sie in Porthlew um Mitternacht getraut werden könnten. » « Das hat doch damit nichts zu tun. Ich AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 2. SEPTEMBER 1938 — N° 71 ^ Der Ruf nach einer neuen Strasse Orsieres- Courmayeur. Die Tatsache, dass der Walliser Grosse Rat nächstens zu einer Sitzung zusammentritt, in deren Rahmen er sich auch mit einigen bedeutsamen Strassenprojekten zu befassen haben wird, bietet einem Teil der dortigen Presse « Gelegenheit», eine Lanze für den Bau einer neuen Strasse von Orsieres nach dem italienischen Courmayeur zu brechen. Seit mehr als 50 Jahren — lesen wir da — spreche man davon, das Rhonetal mit dem Aostatal zu verbinden. Ursprünglich habe der Plan bestanden, die Bahn Martigny- Orsieres auf Normalspur auszubauen und in einem Tunnel unter dem Col de Ferret bis Pre St-Didier weiterzuführen. Die Konzession für den Bau des italienischen Teilstücks sei schon vor zwei Jahren erteilt worden. Heute indessen rücke der Bau einer Strasse Orsieres-Courmayeur in den Vordergrund; bei einer Länge von 36 km, wovon je die Hälfte auf schweizerischen und italienischen Boden entfiele, würde sie mit einem Tunnel von 6 km Länge die kürzeste Verbindung zwischen der Westschweiz und Genua, zwischen Frankreich, Belgien, England, Holland, dem Rheingebiet und Italien bilden ... Wahrhaftig, unsere Produktivität an Wünschen und Forderungen nach neuen Alpenstrassen hat derart enorme Ausmasse angenommen, dass man versucht ist, nachgerade von einem Ueberborden zu reden. Natürlich lassen sich für eine jede davon mehr oder weniger stichhaltige Argumente ins Treffen führen, natürlich verkörpert jede unter ihnen eine « kürzeste Verbindung ». Uns allerdings will bedünken, wir würden uns mit Vorteil darauf konzentrieren, vorerst einmal bei den Paßstrassen, die wir bereits haben, den Hebel anzusetzen und sie den Anforderungen des heutigen Verkehrs anzupassen. Was uns hier einstweilen zu tun übrig bleibt, ist weiss Gott genug und mehr als genug, als dass wir uns den Luxus leisten könnten, unsere ohnehin beschränkten finanziellen Mittel noch mehr zu zersplittern. So ganz von ungefähr geschah es wohl auch nicht, dass der Bundesrat in seinem Alpenstrassenprogramm den Hauptakzent auf den Ausbau legt und die Neuanlagen in zweite Linie zurückschob. Was aber dem Bund recht, sollte auch dem Wallis billig sein. Gewiss, an der Furka und am Grossen St. Bernhard saust heute der Pickel und wühlt die Schaufel. Und niemand, der sich in die aktuellen Probleme unserer Verkehrspolitik vertieft, wird bestreiten, dass es mit der Verbesserung dieser beiden grossen Durchgangsrouten höchste Zeit gewesen sei. Aber selbst wenn sie einmal zur Vollendung gediehen sein wird, mögen im Wallis noch andere, näherliegende strassenbauliche Aufgaben einer Lösung harren als gerade die Anlage einer Parallele zum Grossen St. Bernhard. Um nur ein Beispiel herauszugreifen : die F o r c 1 a z, dieses Eingangstor vom Süden her, deren Zustand heute auf den weniger berggewohnten Fahrer geradezu abschreckend wirkt. Ausweichstellen, wie sie jetzt geschaffen werden, kann man als Notbehelf — aber auch als nichts weiter — gelten lassen, als Symbole einer Zwischenetappe, die hinüberleiten muss zur vollständigen, durchgehenden Modernisierung dieser als Zufahrt zur Schweiz schlechthin prädestinierten Route. Ein Spatz in der Hand (nämlich die Anzeichen dafür, dass es mit der Korrektion der Forclaz vorwärtsgehen soll), ist nicht nur für das Wallis, sondern auch für die gesamtschweizerische Touristik mehr wert als eine Taube auf dem Dach. \«swUe>U* Weh dem, der betrunken fährt Der Staat ßolivien hat zu einem drastischen Mittel gegriffen, um die Alkoholsünder am Lenkrad öffentlich zu brandmarken. Wer dort einmal im Dusel einen Unfall verursacht und rückfällig wird, der kriegt auf seinen Wagen einen weithin sichtbaren, dicken roten Streifen aufgemalt. Dazu wird der Wagen mit folgender Inschrift versehen: «Achtung, Strossenbenützer, hier kommt ein Trunkenbold!» Auch Gras als Urprodukt für Treibstoff. Lebt da in Frankreich ein Erfinder namens Giovanelli, der behauptet, nach vierjährigen Experimenten ein Verfahren zur Herstellung eines neuen, aus Pflanzen gebrauten Treibstoffs entdeckt zu haben. Als « Urstoff» benützte er dabei Gras... Die längste Autobuslinie mit fahrplanmässigem Verkehr besitzt eine Fahrtdauer von vier Tagen und drei Nächten und führt quer durch Nordamerika vom Atlantik zum Stillen Ozean. Was noch fehlt: Autobahnfeste Winker. Die Praxis hat gezeigt, dass der heutige Typ von Winkern bei den hohen Geschwindigkeiten auf den Autobahnen unzureichend ist. Die Betätigung des Winkers beim Ueberholen erweist sich als illusorisch, da ihn der starke Winddruck daran hindert, in «Ruhestellung» zurückzufallen und man daher sehr oft Wagen sieht, die grosse Strecken mit heraushängenden Richtungszeigern fahren. Wahrscheinlich muss an Stelle des heute üblichen Mechanismus ein anderer treten, da sich mit Schiefstellen usw. kaum befriedigende Resultate erreichen lassen. und dadurch den Motorfahrzeugbestand zu fördern. Es ist hier noch sehr viel zu tun. Immer und immer wieder wehrt sich Winterthur für die dringend nötige Anpassung der sehr stark frequentierten internationalen Durchgangsstrasse Zürich-Winterthur an den heutigen Verkehr. Nachdem nun die Glattabsenkung in Angriff genommen worden ist, fällt einer, der bisherigen Hinderungsgründe dahin, sodass der Verwirklichung des bereits vorliegenden Projektes, das von Brüttiseüen bis nach Tagelswangen eine andere Trasseführur'g in östlicher Richtung vorsieht, nichts mehr im Wege s f ehen sollte. Mit besonderer Freude wurde von den Züroher Automobilisten der Beschluss des Kantons Zug zul- Zürcherische Verkehrsfragen. Mit der dringend nötigen Verbreiterung der Quaibrücke hat man rasch Ernst gemacht. genommen, das fehlende Teilstück Knonau- Bereits ist das sueseitige Trottoir mit Beschlag belegt und dem Fussgängerverkehr entzogen worden. Cham Luzt>rn staubfrei zu machen und aus- Gham des Strassenzuges Zürich - Affoltern a. A.- Auch die Verstärkungsarbeiten befinden sich bereits zubauen Ist nun der heulige missliche Zustand im Gang, sodass bis zum Beginn der Landesausstellung die Verbieiterung der Quaibrücke vollendet lich ein grnfser Teil des Verkehrs Zürich - Luzern dieses Strassenabschnittes beseitigt, so wird sicher- sein wird. von der Sihltalstrasse auf die Route durchs Amt Etwas langsamer scheinen die Arbeiten am abwandern was un> bo eher zu begrüssen ist, als Alpenquai vorwärts zu schreiten. Da dieser die Sihltalstrasse dem heutigen Verkehr nicht mehr Strassenzug als wichtige Ausfallsroute für die Richtung linkes Seeufer, Gotthard und Luzern dient, tige Dimensionen angenommen hat und Fahrrad- zu genügen verm?-^, da der Fahrradverkehr gewal- wäre in Anbetracht des starken internationalen streifen leider vollständig fehlen. Gerade im Hinblick auf das Eidg. Schützenfest in Luzern und Automobilverkehrs die Beschleunigung des Werkes sehr zu begrüssen, was übrigens auch für die die Landesausstellung in Zürich wird die Strässenverbindung via Affoltern a A. eine sehr angenehme Strassenunterführung bei Wollishofen und die Verbreiterung der Seestrasse von Wollishofen bis Kilchberg gilt und wirksame Entlastung bringen. V Der neue Chef der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle, Ingenieur Weber, Juli sind der thurgauischen Kantonspolizei ins- Verkehrsunfälle Im Kanton Thurgau. Im Monat Baden, hat nun sein Amt angetreten. Man erwartet gesamt 41 Verkehrsunfälle gemeldet worden. Einer in den Kreisen der Verkehrsinteressenten, dass er davon, dessen Opfer ein Kind war, verlief tödlich; zur Leitung seines aufgabenreichen Amtes den n8- schwer verletzt wurden 5 Männer und 2 Frauen. tigen fortschrittlichen und initiativen Geist mitgebracht hat, damit der grosse Kanton Zürich nicht Franken An den 41 Unfällen waren 11 Personen- Sachschaden entstand in der Höhe von rund 12,000 mehr, wie bis anhin, meist an letzter Stelle steht, autos, 2 Lastwagen, 4 Motorräder, 20 Fahrräder, wenn es gilt, die Motorfahrzeughaltung zu erleichtern 2 Fuhrwerke und 2 Kinder beteiligt. weiss, dass es dem weiblichen Geschlecht an Logik mangelt. Es gehört sogar zu den Reizen der Frau ; aber bei einer ernsten Aussprache stört es. Um es gerade heraus zu sagen : ich will um meiner selbst und nicht um meines Geldes willen geheiratet werden. > « Da haben Sie vollkommen recht.» < Und deshalb würde ich zu gern wissen, ob an diesem Gerücht etwas wahr ist, dann würde ich mir Zügel anlegen. So tief meine Neigung auch ist, ich würde mir Zügel anlegen. > «Sie müssten mir schon mitteilen, was Sie gehört haben », sagte ich sehr kühl. « Es wird erzählt, dass der junge Clevefand Celia den Laufpass gegeben hat, und dass Celia mich um meines Geldes willen zu heiraten beabsichtigt, und dass ich ein Schafskopf sei. Das ist gerade nicht erfreu- 'ich, und ich weiss nicht, was ich tun soll.» « Tun Sie gar nichts. » « Aber ich habe den Wunsch, Celia zu heiraten. Ich sehne mich nach ihr. Aber selbstverständlich will ich nicht hineingelegt werden. Das können Sie mir doch nicht verübeln. > «Davon ist keine Rede, aber ich kann Ihnen nicht helfen. Sie müssen warten. » « Aber Sie können mir doch sagen, wie sich Fräulein Celia dazu stellt; sie muss 'stischer doch bemerkt haben, dass ich sie verehre. Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht. Wie denkt Herr Brooke über mich ? Will er mich zum Schwiegersohn oder nicht ? » « Ich kann Ihnen da keine Auskünfte geben », sagte ich endlich, und meine ganze Art zeigte ihm, dass er aufhören müsse. Fragen an mich zu stellen. Er hatte einen unzufriedenen Ausdruck, aber er stand auf, um sich zu verabschieden. Er sagte nur noch, dass er jetzt nach Hause gehe, um sich mit seiner Köchin zu einigen. Am nächsten Tag kam aus Penalven ein Apfelsortiment, und am übernächsten Tag kehrten die Clevelands und Isabel Godolphin nach Porthlew zurück. Nicholas ging auf den Bahnhof, ich nicht. Als er wiederkam, erzählte er, dass sie alle wohlauf und guter Stimmung wären. Bill würde am nächsten Tag seinen Dienst in der Fabrik antreten. Frau Cleveland hätte einen Koffer verloren und mache Bill dafür verantwortlich. Isabel hätte über die Krankheit ihres Vaters und deren Besserung gesprochen. Ich blickte Nicholas voll an und er mich. Ich hatte erwartet, dass die Nachricht, die ich zu hören wünschte, auf seinem Gesicht geschrieben stehen würde, und nun kam er und sah aus wie immer; das war mir ganz unverständlich. (Fortsetzung folgt*)

K° 71 *•* iFRETTAG. S. SEPTEMBER 1933 ÄÜTOMOBIL-REVUE Sportnachrich ten lieht das Wochenende: Schweiz, Zuverlässigkeitsfahrt Mit den Geländefahrten als einer der Erscheinungsformen des schweizerischen Automobilsports hat es seine eigene Bewandtnis. Wohl fristeten sie im Programm einzelner Sektionen schon seit geraumer Zeit ein freilich stilles, bescheidenes Dasein, Marke Mauerblümchen. In den letzten Jahren aber vollzog sich ein Wandel der Anschauungen, die Geländeprüfungen fanden Eingang ins nationale Sportprogramm und eroberten sich auch gleich im Flug die Sympathien der automobilsportlichen Kreise. Das war etwas anderes, etwas Neues, woran man seine Fähigkeiten erproben und seinen Tatendrang austoben konnte. Und also geschah es, dass, nach dem vielverheissenden Auftakt im Zürcher Oberland, die letztjährige Jura-Zuverlässigkeitsfahrt 50 Konkurrenten auf die Beine brachte, dass die Gelände- und Orientierungsfahrt vom vergangenen April 44 Mann am Start sah und dass nunmehr die Schweiz Zuverlässigkeitsfahrt vom nächsten Samstag und Sonntag 41 Nennungen in sich vereinigt. Bei der ACS-Sektion Zürich, die dabei von den St. Gallern, Schwyzern und Zugern assistiert wird, ist die Organisation so gut aufgehoben, wie man es sich nur wünschen kann. Leicht macht sie es indessen den Teilnehmern nicht, denn die ca. 300 km Neben- und Bergsträsschen der ost- und zentralschweizerischen Voralpen, die sie erwarten, werden ihnen harte Nüsse en masse zu knacken geben. An «Reizen» mannigfaltigster Art fehlt es dem Parcours nicht, aber Schwierigkeiten sind ja dazu da, um überwunden zu werderu Soviel steht jedenfalls fest, dass die Zürcher eine Route ausgetüftelt haben, die einen wirklichen Prüfstein nicht nur für die Fahr- und Orientierungskunst der Konkurrenten, sondern auch für die Leistungsfähigkeit des modernen Wagens bilden und von beiden ihr Letztes verlangen wird. Wobei der Umstand, dass die Veranstaltung für die Schweiz. Automobilmeisterschaft 1938 zählt, der Sache nur noch gesteigertes Interesse verleiht. Für ein restloses Gelingen sind die Voraussetzungen soweit es an den Organisatoren und an der Beschickung liegt, in jeder Beziehung erfüllt. Bleibt nur noch die Hoffnung auszusprechen, dass auch das Wetter sein Verständnis dafür bekunde, indem es sich richtig verhält. Wiederholen wir der Vollständigkeit halber nochmals das PROGRAMM Samstag, 3. September 1938. Ab 10.00 Uhr: Wagenabnahme auf dem Parkplatz des Zivilflugplatzes Dübendorf bei Zürich. Für Verpflegung steht das Restaurant des Zivilflugplatzes Dübendorf zur Verfügung. S2.00—1400 Uhr: Einzelstart der Konkurrenten (alle 2 bis 4 Minuten). Ü6.00—19.00 Uhr: Ankunft der Konkurrenten auf dem Dorfplatz in Jona bei Rapperswil. Anschliessend Ravitaillement und Parkieren der Autos beim Güterbahnhof in Rapperswil. ßO.OO Uhr: Gemeinsames Nachtessen im Hotel «Schwanen» in Rapperswil, anschliessend freie Zusammenkunft dortselhst, unter Mitwirkung der Trachtengruppe Rapperswil. Sonntag, 4. September 1938. 7.00—9.00 Uhr: ((Einzelstart der Konkurrenten am Bahnhofplatz in Rapperswil (alle 2 bis 4 Minuten). 10.00—12.30 Uhr; Ankunft der Konkurrenten beim «Casino» in Zug (Artherstrasse). Parkieren der Autos bei der Kaserne. 13.00 Uhr: Mittagessen mit Preisverteilung im •Gasino» in Zug. Wichtige Veränderungen hat der am 29. August abgelaufene zweite Nennschluss in der Teilnehmerliste Sucht mehr gebracht: zwei neuen Meldungen steht eine inzwischen eingelaufene Absage gegenüber, so dass sich das endgültige Bild wie folgt gestaltet: I. Amateure. Gruppe I bis 2000 cem. Scherer A. Basel Fiat Dold C, Dr., Herrliberg B.M.W.* Schaerer W., Zürich Fiat Handschin E., Liestal Fiat Gautschi H. R„ Bern B.M.W.* Nikiaus P., Bern Riley Bürgin W., Zürich Opel Blumer J., Rorbas Lancia Dietrich H., Zürich Alfa Romeo Honegger F.. Zürich Alfa Romeo Dellsperger R., Bern PeugeoV Trümpy H., Glarus M. G.* «Arret», Zollikon Fiat Straumann C. P., Basel Fiat Bodmer H., Zürich Riley Baeschlin H., Zürich M. G. Schwär F., Erlenbach Steyr Gruppe II über 2000 cem. Seotoni A. E., Zürich Bugatti Locher W., Zürich Plymouth Girard L., Dr., Basel Horch Schäfer E., Bern Dodge Müller E_ Basel Studebaker Baggenstos A., Erlenbach Herzog E., Dr., Zürich Gräflein W., Zollikon II. Experten. Gruppe I bis 2000 cem. Dattner A., Zürich Troesch M. A. C, Zürich Santschy W., La Chaux-de-Fonda Stich H., La Chaux-de-iFonds Campolongo E., Zürich Weber H., Suhr Keller H., Zürich Schlotterbeck R., Zürich Oldsmobile Hudson Lancia Fiat Fiat Peugeot Fiat Hanomag* Lancia M.G. Citroen Sportwagen (separate Klassierung für Bergrennen). Gruppe II Ober 2000 cem. Portmann H., Basel Ford Kleiner H., Zürich Lancia Tüscher F., Zürich Chrysler Scheibler A., Laupen Bugatti Bosshard A., Zürich Mercedes-Benz Schober F., Zürich Mercedes-Benz Helbling H., Rapperswil Ford Rampinelli B., Basel Opel Für die Konkurrenz der A.C.S.-Sektionen um den Infersektions-Wanderpreis «Coupe Jezler» liegen die Meldungen folgender Mannschaften zu je drei Fahrern vor: Bern: Nikiaus, Dellsberger und Gautschi. Basel: Dr. Girard, Portmann und Müller. Zürich I: Dattner, Schärer und Troesch. Zürich II: Campolongo, Dr. Dold und Dietrich. Zürich III: Seotoni, Locher und Tüscher. Zürich IV: Honegger, Bürgin und Blumer. Die geschlossene Militärveranstaltung wartet voraussichtlich mit vier Nennungen auf, wobei für Basel die Equipe Schärer-Handschin startet, währenddem die Zusammensetzung der drei Zürcher Mannschaften im Moment, da diese Zeilen in Druck gehen, noch nicht bekannt ist. Ein 3-LIter-E.R.A. ? Wie man hört, geht E.R.A. mit dem Plan um, sein Fabrikationsprogramm insofern umzugestalten, als der Bau der 2-Liter-Modells fallen gelassen und für das nächste Jahr ein 3-Liter-Kompressor aufgelegt werden soll, den die Firma bei den Formelrennen einzusetzen beabsichtigt. Auf der Malojastrasse, einer der grossen Zufahrtsrouten nach dem Engadin und St Moritz, findet am 25. September zum erstenmal eine Bergprüfungsfahrt statt. Bergprüfungsfahrt Casaccia -Maloja. 25. September Wie bereits gemeldet, ist es vor allem dank dem Entgegenkommen der ACS-Sektion Graubünden geglückt, für den Ausfall des Bergrennens Develier-Les Rangiers einen Ersatz zu sichern, der auch die Möglichkeit bietet, die für die Automobilmeisterschaft 1938 zählenden Konkurrenzen vollzählig durchzuführen. Dass die drohende Lücke in den Meisterschaftsveranstaltungen ausgefüllt werden konnte, dieses Verdienst fällt in erster Linie dem neuen Mitglied der Nationalen Sportkommission, Herrn P. Lareida (St. Moritz) zu. Nicht locker Hess er, und alle Hebel setzte er in Bewegung, bis er es geschafft hatte. Und bereits nehmen die Vorbereitungen für dieses letzte nationale Rennen der Saison ihren Gang: das Organisationskomitee mit Dr. Christoffel, dem Präsidenten der Sektion Graubünden an der Spitze und mit P. Lareida als Vizepräsidenten und Rennleiter ist bestellt und wird seine esige Oll n de Ulli» ndu Trotzdem das Automobil and seine Bestandteile im Laufe der Jahre eine ungeheure Entwicklung durchgemacht haben, weisen gewisse Zubehörteile immer noch Unzulänglichkeiten auf. Wie oft verweigert der Motor am Morgen anzuspringen, trotzdem sich der Automobilist alle erdenkliche Mühe gibt! Wie oft verlangsamt sich plötzlich in einer Steigung oder in einer prächtigen Geraden die Fahrt; wie oft wird das gleichmässige Drehen des Motors plötzlich « holperig »! Wie oft kommt es vor, dass inmitten einer sonst genussreichen Ferienfahrt plötzlich ein Zylinder aussetzt. Fast immer liegt der Fehler an der Kerze. Nicht nur das. Der Grosstell der Wagen kann wegen mangelhaften Zündungen an der Kerze keine maximale Leistung vollbringen. Der Automobilist wird deshalb mit Genugtuung feststellen, dass ihm heute eine Kerze zur Verfügung steht, durch die alle diese Mängel endgültig behoben sind und die seinem Wagen eine Leistungsfähigkeit verleihen, die Sie ihm bis heute nicht zugetraut hätten. Eis handelt sich um die Kerze PBM, die in Delsberg von der Precision Electro- Mecanique iS. A. hergestellt wird. Die Fabrikation dieser Firma stützt sich auf eine inzwischen patentierte Erfindung, dank der der Funke an der Kerze einen solchen Hitze- und Wirkungsgrad erreicht, dass der Motor eine bisher unbekannte Hochleistung zu liefern imstande ist. Die Leiter der PEM berichten darüber kurz folgendes: Um die Abnützung der Zündpunkte auf ein Minimum zu reduzieren, besitzt die Mehrzahl der gegenwärtig im Gebrauch stehenden Kerzen breite Elektroden. Diese Konstruktionsart hat leider den Nachteil, dass sie dem Uebertritt des Funkens einen verhältnismässig grossen Widerstand entgegensetzt, wodurch derselbe schwach bleibt und auch nur eine schlechte Entzündung des Gasgemisches herbeizuführen vermag. Bei der Kerze PEM besteht die mittlere Elektrode aus einer sehr dünnen Ultradiumscheibe, einem patentierten Metall. Dadurch wird die Entstehung eines bedeutend stärkeren Funkens herbeigeführt, der die sofortige und vollständige Verbrennung des Gasgemisches nach sich zieht. Dank der Verwendung von Ultradium, einer Speziallegierung aus Edelmetallen, die bei allen Temperaturen der Oxydation widersteht, ist die Abnützung vollständig eliminiert worden. Die Isolierung der Kerze PEM ist schlechtweg vollkommen. Im Innern besteht sie aus Spezialglimmer, der aus Madagaskar bezogen wird und nach einem neuartigen Hochdruckverfahren gerollt wird, wodurch sie auch den höchsten Temperaturen widersteht. Das Aeussere besteht aus einer Röhre aus Steatit, die als Isolator ein Klopfen des Motors verhindert. Leider ist der Raum, der uns zur Verfügung steht, zu gering, um alle Vorzüge zu erwähnen, welche diesem neuen Erzeugnis zu eigen sind. Es dürfte genügen, wenn gesagt wird, dass die Fabrikation der Kerzen PEM praktisch vollkommen genannt werden kann, sowohl in bezug auf die Genauigkeit der Fabrikationsmethoden, wie auch der Sorgfalt, mit welcher jeder Fabrikationsvorgang durchgeführt wird. Die PEM hat sich übrigens die Mitarbeit von Spezialisten gesichert, die über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Kerzenherstellung haben und unter deren Kontrolle während der letzten vier Jahre im Ausland mehr als 5 Millionen Kerzen angefertigt wurden. Die PEM ist gerne bereit, den Herren Automobilisten auf Wunsch über ihre Fabrikate genauere Angaben zukommen zu lassen. Jene Fahrer, welche die Kerzen PEM montieren, werden mit Vergnügen feststellen, dass der Motor besser anspringt, dass er elastischer wird, mehr leistet und sparsamer arbeitet. Sie werden sich auch auf ihren' Wagen in jeder Hinsicht verlassen können und das Maximum aus ihrem Motor herausholen können, das er zu leisten imstande ist. Arbeit unverzüglich aufnehmen. Wohl zeichnet die Sektion für die Organisation verantwortlich, doch liegt die eigentliche Durchführung in den Händen der Ortsgruppe Oberengadin, der es ja nicht an gewiegten Routiniers fehlt, um mit dieser Aufgabe einwandfrei und elegant fertig zu werden. Klauben wir aus dem eben erschienenen Sonderreglement für diese Konkurrenz ein paar Einzelheiten heraus. Bei 5 km Länge weist die Strecke eine Höhendifferenz von 350 m, eine durchschnittliche Steigung von 7,0 und eine Maximalsteigung von 11,4% auf. Der Start erfolgt — stehend natürlich — in Casaccia, das Ziel befindet sich 130 m vor Maloja-Kulm. Kurz ist der Parcours — aber oho! Mit seinen 22 zum Teil beträchtlich scharfen Kurven, seinem Wechsel zwischen Steigungen und ebenem Stück — denn auch das gibts — hat er's in sich und fordert das letzte an Beherrschung der Maschine und Fahrkunst. Die Nennungen sind an das Sekretariat der Ortsgruppe Oberengadin in St. Moritz zu richten (Tel. 148). Erster Meldeschluss (zum einfachen Nenngeld von Fr. 25.—) Donnerstag, den 15. September, 18 Uhr, letzter Termin (gegen Entrichtung der doppelten Nenngebühr von Fr. 50.—) Montag, den 19. September, 18 Uhr. Gleichzeitig ist auch die Versicherungsprämie im Betrage von Fr. 10.— pro Fahrzeug zu entrichten. Was die Wertungsgruppen anbelangt, so sieht die Ausschreibung eine Einteilung der Touren- und Sportwagen in Klassen bis zu 1100, von 1101 bis 1500, von 1501—2000, von 2001—3000. von 3001 his 5000 und von über 5000 cem vor, währenddem die Rennwagen in die Gruppen bis 1100 cem, 1101 bis 1500 cem, 1501—2000 cem und über 2000 cem zusammengefasst werden. Auf je drei Fahrzeugs einer Wertungsgruppe entfällt ein Preis, wozu sich noch sechs Speziaipreise gesellen (für die beste Tageszeit, die beste Zeit einer jeden Kategorie, die beste Zeit der Amateure und der Damen). Darüber hinaus erwartet jeden Teilnehmer ein Erinnerungsgeschenk, so dass auch jene, die sonst leer ausgehen würden, einen Gegenwert für ihr Nenngeid erhalten. Wie wir weiter noch erfahren, bietet sich denjenigen Teilnehmern, welche nicht die Möglichkeit besitzen, das offizielle Training zu benützen, noch am Renntag selbst bis 7.30 Uhr Gelegenheit zu Probefahrten. Von 10—12 Uhr läuft das Rennen der Touren- und Sportwagen; am Nachmittag folgt von 1.30—3 Uhr die Rennwagen-Kategorie. Sv»«»»4 Aiusl«ancl Nach Hugs Siez in La Baule. Die französische Presse feiert den Lausanner Hug, der am veiflossenen Sonntag beim Grossen Preis von La Baule einen neuen Triumph landete, als ausgezeichneten Fahrer, ja im « Auto » ^ibt Charles Faroux sogar der Meinung Ausdruck, man werde den Schweizer schon bald bei den grossen Wagen auftauchen sehen. Mal abwarten! Hug selbst strahlte zwar vor Freude ob seines Erfolgs, aber es wurmt ihn etwas, dass Dreyfus, sein ernsteter Gegner, von der Bildfläche verschwand. «Vielleicht hätte ich dann zwar nicht gewonnen » — erklärte er — « aber wir waren ja gestartet, um uns miteinander zu unterhalten, wonach es in den ersten fünf Runden auch aussah, als wir beide Rad an Rad lagen. Nach dem Ausscheiden Dreyfus' hatte ich einen ganz netten Vorsprung auf Berg, weshalb ich mich nicht mehr sonderlich beeilte, um meine Maschine zu schonen. So interessant ich auch das Rennen auf dem Sand finde — das Siegen wurde mir zu leicht gemacht. Und das stört mich einigermassen. » Was nicht nur bescheiden, sondern auch sportlich gedacht und empfunden ist. Dreyfus französischer Automobilmeister 1938. Mit dem am vergangenen Sonntag ausgetragenen Grossen Preis von La Baule ging der letzte Lauf der diesjährigen französischen Automobilmeisterschaft über die Bühne. Blieb Dreyfus bei diesem Rennen als Opfer eines Kupplungsdefektes auch auf der Strecke, so konnte ihm doch der Meistertitel nicht entrinnen, weil er schon zuvor ausgiebig Punkte gesammelt hatte, namentlich mit seinem Sieg in Pau und seinem 2. Platz im Turbie-Bergrennen. So reichte denn der Vorsprung aus, um ihm zu gestatten, sich trotz der Tücke des Objekts, die ihm in La Baule so übel mitspielte, das Championnat zu sichern, sehr komfortabel sogar. Bei einem Total von 18 Punkten nämlich lässt er seine Gegner Chabaud und Tremoulet weit hinter sich, heimsten die beiden, doch nur je 12 Funkte ein,