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E_1938_Zeitung_Nr.073

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Weit« Schnaij»p>xchua :i^2Ti5 von AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 9. SEPTEMBER 1938 — N° 73 der Zuve»l£i der Strecke, Nat. SDortk Sportkommission. sieht interessiert zu. rechts: Major Die Kontrolle in Walchwil war ganz besonders listig angelegt, Präsident der dicht hinter einer Kurve im Gefälle, auf dem die meisten mit Schuss ankamen. «Der Regen höret nimmer auf> Schnappschuss an der Kontrolle Lüthisburg. Kurz vor dem Start zur Bergprüfung am Etzel. Einige Teilnehmer an der Konkurrenz für Motorwagenoffiziere: von links nach rechts: Oblt. Kleiner, Oblt. Bischoff, Oblt. HoU und der Sieger Oblt. Tüscher. triebe und ein sperrbares Differential, das ein Vorankommen auch in schlechtem Terrain gewährleistet. Zum Antrieb von Zusatzapparaten, wie Mähmaschinen etc., stehen zwei Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung. Die Bremse wirkt jetzt nicht mehr auf das Getriebe; vielmehr sind die Bremstrommeln in die Hinterräder eingebaut. Eine besondere Klinken-Vorrichtung im Bremstnechanismus machte es möglich, jedes Rad für sich auch einzeln zu bremsen. Dies erlaubt in Verbindung mit der Speziallenkung Kurven von ausserordentlich engem Radius zu fahren, ja sogar direkt am Platz zu wenden. Auch kann ein durchgehendes Rad festgehalten werden, damit sein Widerpart vorübergehend alilein den Antrieb besorgt. Zur Schonung des Motors sind ein vom Führersitz aus bedienbares Kühler-Rouleau sowie ein Spezial-Luftfilter vorgesehen, worin die Verbrennungsluft durch ein Oelbad sowie ölbefeuchtetes Seegras von Unreinigkeiten befreit wird. Die Hinterreifen besitzen wiederum die in allen Staaten patentierten Klemmfelgen, wobei die beiden Wulste der Laufdecke fest zwischen Metallteile eingeklemmt und dadurch gegen Verrutschen gesichert werden. Damit ist das Ventil gegen Ausreissen gesichert, auch wenn der Reifen einmal seiner Luftfülluhg verlustig geht. Der grosse Schlager am Comptoir Suisse1938 Der neue 5-Gang- mit seinen 14 wertvollen konstruktiven Vorteilen, die in ihrer Gesamtheit kein anderer Traktor auf dem Weltmarkt aufweist Halle IV, Stand 725

N° 73 — -FREITAG, 9. SEPTEMBER 1938 AUTOMOBIL-REVUE AKTUELLES Vor der Septembersession der eidg. Räte Wie sie sich für uns präsentiert. Am 19. September wird im Bundeshaus neues Leben die Sitzungssäle der Volks- und der Ständevertreter erfüllen, treten doch an diesem Tage die eidg. Kammern zu ihrer Herbstsession zusammen. Und dass sie allerhand Werg an der Kunkel haben, das lehrt ein Blick auf die schwer befrachtete Traktandenliste, die neben einer Reihe von früheren Sessionen zurückgestellten* auch einen ganzen Flor neuer Geschäfte umfasst, unter denen die Vorlage über die Landesverteidigung und Arbeitsbeschaffung mit ihren 415 Millionen an Bedeutung alles andere überstrahlt. Stösst das Projekt auch nirgends auf Gegnerschaft, abgesehen vielleicht vom Wunsch nach Zurückdämmung der künstlich aufgeblähten Bautätigkeit, so sieht man in der Trage der Finanzierung jenes Teils des Entwurfs, dessen Gegenstand die Arbeitsbeschaffung bildet, noch nicht ganz klar. Einerseits vermochte sich die nationalrätliche Kommission für die Warenhaussteuer nicht zu erwärmen, wenigstens nicht in der Form, wie sie der Bundesrat vorgeschlagen, anderseits scheint dieser für die Inanspruchnahme des Abwertungsgewinns der Nationalbank nicht viel übrig zu haben. Irgendwie wird ein Ausweg gefunden werden müssen, um ein Scheitern des grosszügigen Projektes zu verhüten, das den automobilistischen Interessenkreis insofern unmittelbar tangiert, als es für die Inangriffnahme neuer und den Ausbau bestehender Alpenstrassen Aufwendungen in der Höhe von 35 Millionen und für die Förderung des Fremdenverkehrs 4 Millionen ins Auge fasst. Mit einem Menü von nicht weniger als drei Gängen wartet sodann das Post- und Eisenbahndepartement auf. Wohl hat das Bundesbahngesetz endlich das Stadium der Reife für die parlamentarische Behandlung erlangt, aber in der ständerätliehen Kommission mussten: gerade die entscheidenden Punkte, die Personalartikel nämlich, noch offen bleiben, weil es fünf von deren 15 Mitgliedern nicht für nötig erachtet hatten, sich an die Sitzung zu bemühen. Entgegen der ursprünglichen Absicht wird jedoch die Kommission vor der Herbstsession nicht mehr zusammentreten, so dass mit dpr Absetzung der Vorlage von der Traktandenliste zu rechnen ist. «.Hilfe für die Privatbahnen» heisst die zweite Platte, welche der Eisenbahnminister serviert und bei deren Anrichtung die Kommission des Nationalrates insofern ihre eigenen Wege ging, als sie den von der Ständekammer auf 130 Millionen reduzierten Kredit wieder auf 150 Millionen heraufsetzte. Scbliesslich harrt auch noch der «dringliche» Bundesbeschluss über die Verkehrsteilung zwischen Schiene und Strasse der Erledigung in der Volksvertretung, nachdem flpren Kommission den Entwurf in jüngster Zeit zu Ende beraten bat. Bleibt der Rattenkönig von Postulaten, Motionen, Interpellationen usw., in dessen Gewimmel man neben alten Bekannten und Ladenhütern auch ft"f «Neuerscheinungen» stösst, so auf die beiden Pc~ stulate von Allmen für eine Sofort-Aktion zur Förderung des Fremdenverkehrs -und für dip Weitergewährung der Subventionierung von Hotelrenovationen, die Motion Duttweiler für TarifverbilHgunsen auf den Bahnen und dessen" Postulat für die Lieferung amerikanischer Flugzeuge, das Postulat Graber, das für eine Herabsetzung der Zölle auf lebenswichtigen Bedarfsartikeln -plädiert, unter denen auch dem Benzin «ein Platz eingeräumt werden müsste. Verkehrspolitische Probleme schneiden im weiteren die Motion Lanicea (Bau eines Bernhardintunnels), die Postulate Ruoss (Ausbau der Axenstrasse auf Sehwyzer Gebipt") und von Weber (Strassenverbindung zwischen Schwvz und Glarus 1 ) an, wobei, was dieses letztere anbelangt, im Ständerat Herr Suter einen Vorstoss in gleicher Richtung unternimmt. Unter den kleinen Anfragen erwähnen wir jene des Berners Stähli, der sich in einer kleinen Anfrage nach der Verwendung von Holzsas für Motorfahrzeuge erkundigt, währenddem Gysier (Zürich) möglicherweise eine Antwort darauf erhält, ob der Bundesrat auf der Wiedereinführung der Benzinzonen beharrt oder nicht. Ob und inwieweit sich die eidgenössischen Kammern mit den Geschäften befassen werden, welche in diesem Ueberblick Revue passieren, darüber allerdings fallen die Würfel erst an der Präsidentenkonferenz vom nächsten Montag. Undenkbar wäre es immerhin nicht, dass dabei das eine und andere dieser Traltanden aus der Liste «ausgekämmt» wird. Stf smm enb< Grosszügiger Strassenbau In der Waadt. Wie aus dem Bericht des waadtländischen Baudepartements hervorgeht, sind im Gebiet dieses Kantons die Hauptstrassen mit Vortrittsrecht bis zu 93%, d.h. auf eine,Länge von 525 km bei total 565 km staubfrei ausgebaut. Daneben richten die Behörden ihr besonderes Augenmerk auch auf die'Anlage von Trottoirs und Radfahrerstreifen, vor allem mit Rücksicht auf die ständig wachsende Zahl der Velofahrer. Im Jahr 1937 warfen die Verkehrssteuern für Autos, Motorräder und Fahrräder einen Gesamtbetrag von 3.190.906 Fr. ab. 2klu€«»fl. Lachen Sie nicht, die Sache ist sehr ernst. Weil nämlich wie bei einem richtiggehenden, ausgewachsenen Rennen ein Reglement herausgegeben wird. Das genau vorschreibt, wie besagte Wagen beschaffen sein müssen, und das den Erfindergeist der Buben mächtig stimuliert. Schon um der Preise willen, die man sich dabei schnappen kann und die durchaus nicht von Pappe sind. Vorläufe und ein Final um die «nationale und internationale Meisterschaft! verleihen dem Kampf erhöhtes Relief. Ohio war diesmal der Schauplatz des Endlaufs, der sich auf einer besonders für diesen Zweck erbauten, zirka 350 m langen, geneigten Piste abspielte. Ein Bergab-Rennen also? Jawohl, denn der Motor, W£» aftl Das Soapbox-Derby - eine recht einträgliche Geschichte vermöge dessen die Wagen laufen, ist die Schwerkraft. In 28,75 Sekunden durchbrauste der Sieger, Robert Berger, die Strecke, eine knappe Nasenlänge vor dem Zweiten durchs Ziel gehend. An die 100000, sagte man, haben ihm zugejubelt. Sollten Sie an der Richtigkeit dieser Zahl zweifeln und ungläubig Ihr Haupt wiegen, dann belehrt sie das Gewimmel auf unserem Bild, dass wir nicht etwa geflunkert haben. Das mit den Preisen ist nicht minder amerikanisch. Zehn Dollars hatte dem Gewinner die «Konstruktion> seines Wagens gekostet. 2000 Dollars in Form eines Stipendiums für den Besuch einer Hochschule trug er ihm ein. Nebst einem Silberpokal und einer diamantenbesetzten Goldmedaille. Wozu er, wie übrigens auch der Zweite und der Dritte, noch einen neuen Chevrolet vom «Gabentisch» in Empfang nahm... Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! dies Gen.-Vertr. t. a. Schweiz: i. Schnyder, St. Niklausstr. 54, Solothurn Lager: Basel, Genf, Zürich Noch ein Sieger der Zuverlässigkeitsfahrt «Nüt nalah gwünnt», sagte sich Herr Weber (Suhr). Und diesmal reichte es, zum ersten Platz in der Gruppe 2000 com Experten der .Nationalen Veranstaltung. KLEINECHRONIK Deutscher Nationalpreis für Dr. Porsche und Dr. Todt. Der Konstrukteur des deutschen Volkswagens, Dr. Porsche, und der Generalinspektor für das Strassenwesen, Dr. Todt, sind mit dem deutschen. Nationalpreis bedacht worden. Neben ihnen empfingen die Flugzeugkonstrukteure Messerschmidt und Heinkel dieselbe Auszeichnung. Wie bekannt, ersetzt der Nationalpreis für die Reichsdeutschen den Nobelpreis. Hoher Benzinpreis — flauer Geschäftsgang in der Autoindustrie. Wenn auch die Ferienzeit immer die «tote Saison» für die französische Automobilindustrie gewesen ist, so ruhig wie heuer war sie noch nie. Man führt diese ungünstige Entwicklung zurück auf die verringerte Kaufkraft breiter Kreise Frankreichs, wobei man aber betont, dass nicht so sehr der Anschaffungspreis als für französische Börsen zu hoch empfunden wird, sondern dass es vielmehr der — Benzinpreis ist, der die meisten Auto-Interessenten abschreckt. SEKTION GRAUBÜNDEN. Die Generalversammlung vom 3./4. September in Flims befasste,. sich nach der Erledigung der üblichen Traktanden hauptsächlich mit den Problemen des Strassenbäüs und der Schaffung von Zufahrtsstrassen nach dem Bündnerland. In seinem Referat hob der Sektionspräsident, Dr. Christoffel (Chur) die Wichtigkeit, eines raschen Ausbaues des bündnerischen Strassennetzes hervor, wobei vor allem die Modernisierung der Unterengadiner-Route im Vordergrund steht. Aus den verschiedenen in. der Diskussion gefallenen Voten sprach das Bewusstsein, dass die Anpassung der Strasson an die Bedürfnisse des heutigen Verkehrs weitestgehend durch die finanziellen Mittel bedingt ist, aber auch die Ueberzeugung, dass bei gutem Willen selbst mit kleineren Aufwendungen die Verkehrssicherheit erhöht und das Fahren angenehmer gestaltet werden könne. Für die Uebernahme eines Autorennens 1939/40 zeigte sich keine grosse Begeisterung, doch stimmte die Versammlung einem Antras des Vorstandes zu, der dahin zielte, dass die Sektion bei der Organisation einer solchen Veranstaltung zwar mitwirke, jedoch ohne Uebernahme irgendwelcher finanzieller Risiken. Den sportlichen Rahmen der Tagung bildeten eine Zuverlässigkeitsfahrt und eine muntere Gymkhana auf einem verehrungswürdigen zwar, doch äusserst geräuschvollen Auto-Methusalem. Aus demi Verbänden