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E_1938_Zeitung_Nr.079

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i*i Automobil-Revue —

i*i Automobil-Revue — N° 79 Seite und dann gab es wieder einen entsetzlichen Pfiff wie ein Hohngelächter von tausend Teufeln.» « Goldene Medaille.» Bei der Ankunft der Schmidschen Strassenlokomotive in der Ausstellung hatte die internationale Jury ihre Arbeit bereits beendet. Der eidgenössische Generalkommissär Guyer setzte es jedoch durch, dass die Maschine von einer eigenen Fachkommission geprüft wurde. Peter Pee: Interview Stundenlang sassen wir im heissen Sand an der Waikiki-Beacb. Viel zu lange, nichtstuend und faul. Aber erst genau eine Stunde vor Abfahrt des Dampfers kam ich auf die Idee, doch noch den Inbegriff von Hawai aufsuchen zu gehen und ein Hula-Hula-Tanzmädchen aufzustöbern. Mit meinem von neuen Eindrücken und vom schweren Blumenduft von Honolulu gefüllten Kopf wäre ich also beinahe imstande gewesen, weiterzufahren, ohne mit einer der Baströckchen - Insassinnen gesprochen zu haben. Wie wir später erfuhren, gibt es in und um Honolulu herum eine ganze Menge Hula-Girls. Aber wie sie finden? Taxichauffeure wissen meistens Bescheid. Wir erkundigten uns bei einer Tankstelle. Ein Philippino in Chauffeuruniform kniff ein Auge zu, lachte vielsagend und meinte, ganz in der Nähe sei das Hawaian-Village. Er befürchte jedoch, dass nachmittags um 4 Uhr keine Vorführung stattfinde. Freundlich fragt er telephonisch vorsichtshalber an und kam mit dem Bescheid zurück, das Dorf sei freilich zu besichtigen, ohne tanzende Tanzmädchen. Ich vertraute auf mein bisschen persönliches Glück und die riesigen Erfolgschancen von Doris, und wir fuhren hin. Der breite Packard sauste zwischen Palmen und mächtigen Kakteen- über traumhaft schöne ' Strassen und schliesslich durch eine sehr schmale Pforte in das versprochene Hawaian-Village. Vorerst stand man einem normalen, sozusagen europäischen grossen Holzhaus« das die Inschrift «Information» trägt, gegenüber. Eine würdige rundliche Matrone mit schwankendem Zwicker kam uns entgegen und erkundigte sich nach den Wünschen. Ich blickte über die üblichen Ansichtskarten-Auslagen und über die Ausstellungen von Andenken aller Art, angefangen bei den winzigen Drahtpüppchen und aufhörend mit echten und unechten Blumenkränzen hinweg und erklärte ihr, ich sei aus dem einzigen Grunde von Europa nach Honolulu gekommen, um ein Hula- Hula-Mädchen kennenzulernen. Die Dame versuchte bedauernd ihre dick mit Fett gepolsterten Schultern zu zucken und verkündete in tadellosem Englisch, dass ich in diesem Falle Viertel nach acht Uhr abends wieder kommen möge. Da habe ich nicht nur die Gelegenheit, den Tänzen beiwohnen zu können, sondern dürfe auch hawaianische Kost ausprobieren. Nach etlichem Hin und Her rollte sich die Frau durch den Korridor des Hauses, klopfte an eine Türe und rief etwas. Es tönte wie Husten mit vielen Vokalen, worauf von hinter der Türe die Antwort ertönte — gleichfalls eine Serie gehusteter Vokale, nur jünger. Und dann erschien das Mädchen. Zirka 162 Zentimeter gross, weder dick noch schlank, braun (verbrannt von der Sonne, gefärbt oder vererbt?), weisse Zähne mit Goldunterlagen und bekleidet in Shorts mit schmalem Oberteil aus demselben bunten Stoff. Obwohl nicht besonders hübsch, sind ihre grossen dunklen Augen weich und haben genau den Ausdruck, den die Augen eines in seinen Herrn verliebten Hundes haben. Es war nun für mich ausserordentlich amüsant, im so nett auswendig gelernten Text meiner weiblichen Führerin durch das Dorf ein Durcheinander zu machen. Gerne verzichtete ich auf die exakte Erläuterung jeder Pflanze und jedes Busches. Meine Fragen waren sicherlich in gewisser Hinsicht indiskret, aber unsere liebliche Begleiterin quittierte jede Indiskretion mit entschuldigendem Lächeln. «Sind Sie Hawaianerin?» Sie lacht und nickt und ruft überzeugend: «Oh ja, natürlich!» «Hand aufs Herz: Sind Sie wirklich hundertprozentige Hawaianerin?» Sie hält den Kopf schief, blickt mich fest an, wird plötzlich weich und meint dann treuherzig: «Ja, doch, ich sagte ja, ich bin's.» Diese war denn auch gerecht und sprach Herrn Schmid für sein Werk die goldene Medaille zu. Noch eine fernere Anerkennung für seine sinnreiche und besonders solide Konstruktion wurde ihm zuteil, indem die Verwaltung der Stadt Paris bei ihm eine Anzahl hydraulischer Maschinen bestellte. Die Angaben, die in der Schilderung verwendet wurden, hat Herr P. Huber in Zürich 4 der Redaktion zur Verfügung gestellt. einem 3tu£a~Qvd Ich war noch nicht zufrieden: «Es tut mir leid, aber ich habe immer das Gefühl, irgendwie sei etwas unhawaianisch an Ihnen.» Jetzt kommt sie ganz nahe zu mir und flüstert, wie ein Geheimnis: «Well, ich bin halb und halb.» Erst nach vielen weiteren Fragen kann ich herausknobeln, dass ihre Mutter angeblich aus Hawai stammt, ihr Vater jedoch Irländer war. Sie heisst daher nicht klangvoll etwa Mokihana-Kaunaoa, sondern einfach Carroll, mit dem «nach Hawaianer Art» umgeänderten Helene-Vornamen «Helani». «Hier ist die Männer-Hütte. Nur Männer dürfen hier schlafen. Nebenan steht die Hütte der Frauen, und die grosse Hütte dort drüben ist das Familienhaus.» «In welcher Hütte wohnen Sie, Helani?» «Selbstverständlich in der Frauen-Hütte!» «Waren Sie nie im Hause der Männer?» Helani schüttelte sich vor Abscheu und Lachen: «Oh nein!» Heute, einige Tage später, könnte ich mich selbst verohrfeigen, dass ich vergass zu fragen, in welchem Alter ein Mädchen aus der Familienhütte in das Haus der Frauen umzieht, oder ob sie nach der Verheiratung erneut zur Familienhütte pilgert. Ich werde es wohl nie erfahren! Es bedurfte ziemlich vieler Umwege, bis Helani zugab, dass man in Tat und Wahrheit im massiven Holzhaus («Information») lebt und nur in ganz selten-heissen Nächten in den Strohhütten schlafe. Aber psst, die Fremden brauchen dies nicht zu wissen. Ja, ich kann es mit dem besten Willen Helani nicht übelnehmen, dass sie ein richtiges Zimmer mit Kleiderkasten, fliessendem kaltem und warmem Wasser, Spiegel und elektrischem Ventilator und einem richtigen breiten Bett dem Strohraum mit Bastmatratze vorzieht. Die Führung geht weiter. Da steht vier Meter hoch ein roter Götze mit grausam grinsender Fratze. An der Wange und am linken Arm fällt der rotbemalte Gips schon ab. Helani stellt sich in Position und erklärt: «Das ist der Gott der fruchtbaren Ernte», und anschliessend gurgelt sie einen tollen Vokal-Pot-au-feu, der in der Geschwindigkeit nicht zu sezieren war. «Er ist uralt und es war vor vielen Jahren sehr schwierig, ihn hieher zu transportieren.» Respekt vor dem Alter, aber das ehrfürchtige Alter des Herrn scheint mir höchst unwahrscheinlich und in einem Kreuzverhör versuche ich festzustellen, wie es damit in Wirklichkeit stehe. Mutig aber hält Helani an ihren Aussagen fest und fällt diesmal nicht mehr aus der Rolle. Nichts zu machen! Der Weg zur kleinen Priesterhütte nebenan ist durch gekreuzte Bohnenstangen versperrt. «Diese Stangen sagen ,tabu', das heisst: ,darf nicht berührt werden'.» Heianis Stimme ist gedämpft, als ob der voraussichtlich nicht existierende Priester und Medizinmann in diesem Augenblick in seiner Hütte an der harten Arbeit des Betens wäre. «Tagelang sitzt unser Priester in Meditation vertieft, und nur wer sehr krank ist, darf die Hütte betreten.» Helani war noch nie in dieser Hütte. Sie ist einfach zu gesund, und obwohl das Hula-Hula- Tanzen hauptsächlich aus einem ermüdenden Rollen der Hüfte besteht, wird sie nie so ernstliche Bauchschmerzen gehabt haben, dass sie unter den «Tabu»-Bohnenstecken hindurch kriechen musste. Es folgt eine riesige Hütte; die Garderobe der Tanzmädchen. Vor ihr ist eine Art Bühne errichtet, mit Blumen und Sträuchern und Fackeln — es muss phantastisch aussehen; wenn nachts ein Dutzend solcher Mädchen ihre Arme und Bäuche schlenken und leise verfluche ich das Schiff, das schon um 5 Uhr nachmittags startet. Doris wirft mir einen mitleidigen Blick zu. «Wie ist das eigentlich mit dem Essen?» erkundige ich mich. jißerne Dann und wann sind Regen silbern, haben irgendwo in ihrem Fall verborgenes Licht gestreut. Ernste Wälder schimmern leise; wie ein Lächeln geht durcE jeden Garten die Helligkeit dahin — — Ferne Wandrer haben schöne Silbermäntel umgelegt; die Herzen sind gefüllt vom Lied des Regens. Und dein Kleid, Geliebte, ist von vielen tausend Perlen übersät — du warst schon immer Königin. Käme doch die Sonne nicht mehr; nähme nichts doch diese Innigkeit aus Traum und Licht hinweg — — Haut Roelli. Wir werden auf eine gedeckte Terrasse geführt, wo grosse Holztische stehen, auf denen an Stelle des Tischtuches breite Blätter hübsch zusammengeflochten liegen. Heianis flinke, braune Finger flechten für uns einen Streifen von 20 Zentimeter Breite, Nebenan kochen runde Steine auf einem offenen Feuer, «Look, das ist die Männerarbeit. Die Männer haben die Steine heiss zu machen und legen sie dann in ein ausgenommenes Schwein, wickeln die ganze Sau in Palmblätter ein und vergraben sie. Nach einer gewissen Zeit holt man die Schweinerei heraus (— es muss herrlich munden —) und serviert das Mahl!» «Doch, wo stecken eigentlich eure Schweine, wo ist der Schweinestall?» Helani legt lachend den Kopf auf die Schulter, und ohne einen Schritt zu gehen, weist sie mit dem linken Fuss auf einen groben Sack, aus dem die Schnauze eines Ferkels hervorschaut. Heute Abend ist es an der Reihe. Selbstverständlich möchten wir nicht das an und für sich wenig interessante und hauptsächlich für die «Tourists» aufgemachte Dorf verlassen, ohne ein Andenken mitzunehmen: Helani soll photographiert werden. Erstaunlicherweise ist Helani sofort einverstanden. Katze hypnotisiert Schlange! Gegensätze Von zwei Leuten, die miteinander In ewigem Streit leben, sagt das Sprichwort: «Sie vertragen sich wie Hund und Katze.> Diese beiden Tiere gelten als Symbole des fortwährenden Zankes und Unfriedens. Das Sprichwort erfährt aber, wenigstens für den Fernen Osten, eine interessante Abänderung, sofern man der folgenden Begebenheit, die sich kürzlich in Indien abgespielt haben soll, Glauben schenken will. Es lebte da in Madras eine weisse Katze — ruhig, behaglich und zärtlich gepflegt. Eines Tages sass ihr Herr in seinem Zimmer, als er draussen auf der Veranda einen Lärm hörte, wie von zwei streitenden Tieren. Er ging hinaus, um nachzusehen, was es denn gäbe, in der Meinung, es werde seine Katze wahrscheinlich eine Ratte gefangen haben und mit ihr spielen, bevor sie ihr den Gnadenbiss versetzte. Wirklich fand er die Katze vor, jedoch in der Haltung eines Tieres, das den Feind abwehrt. Der Gegner selbst war aber kaum zu sehen. Es lag da ein dunkles, nicht unterscheidbares Etwas auf dem Boden hingestreckt. Als der Herr die Veranda betrat, hielt die Katze ihre Aufgabe für beendet und wich tapfer nach und nach zurück, ihn mit dem Feinde allein lassend. Der war nun eine Schlange und dazu noch eine sehr giftige. Aus dem Verhalten der Katze hätte man schliessen können, dass die Schlange bereit war, auf sie loszuschnellen und mit dem tödlichen Gift zu vernichten. Dem war aber nicht Sie jagt vor den uralten Götzen und erkundigt sich dann, ob sie sich in Hula-Positur stellen solle. Ihr Vorschlag, nicht meiner. Ich bitte sie darum. Sie stützt einen Arm in die Hüfte, stellt die Beine ein wenig krumm, und.es wird geknipst.. Die Photographie beweist später, dass «Hula-Hula» Bewegung ist und nicht Ruhe: Auf dem Bilde grinst die gipserne Fratze über einen eigenartig verschobenen Mädchenkörper. Trinkgeld wird keines verlangt. Sondern Eintritt. Pro Person 25 Cents. Als ich Helani einen Dollar in die Hand drückte, statt der schuldigen kleineren Summe, zieht sie entzückt und entzückend die Augenbrauen hoch und ruft: «Akamai oe!» (Liebenswürdige Leute erklärten mir später, es bedeute « You are smart». Ich fühlte mich sehr geschmeichelt I) Hätte ich aber den Sinn der Worte schon damals verstanden, so hätte ich wohl Doris voraus auf das Schiff geschickt, um Helani zu beweisen, wie smart ich sein kann. Diese interessante Schilderung stammt aua dem kürzlich an dieser Stelle besprochenen, bemerkens- und infolgedessen auch lesenswerten Buche von Peter Pee: cDori» reist um die Welt». Abdruck mit freundlicher Erlaubnis des Verlags, Buch- und Zeitschriften-AG., Zürich. so. Vielmehr lag diese In einer Art tiefster — Hypnose, konnte sich nur mit Mühe bewegen, obgleich sie nicht im mindesten verletzt war, und schien zu schlafen. So hatte es wenigstens den Anschein, und alle Umstände wiesen darauf hin, dass es sich in der Tat so verhielt. Katze und Schlange, die beide als Verkörperung der Falschheit'gelten, vertragen sich also auch nicht miteinander, und In Indien kann das Sprichwort von zwei streitenden Personen lautem «Sie vertragen sich wie Schlange und Katze.> Im allgemeinen jedoch fürchten sich die Katzen nicht sehr vor den Schlangen. Sie machen Jagd auf sie und töten sie geschickt, ohne selbst gebissen zu werden. Zwar ist es möglich, dass sie von Schlangen gebissen werden; dann geht jedoch der Biss höchstens in den Pelz und bleibt ohne gefährliche Wirkung; beisst die Schlange darauf ins Fleisch, so ist die Giftdosis schwach und keineswegs tödlich. (N.W.J.) Fisch angelt Knaben Nach einer Meldung aus Stockholm wurde In Nordschweden ein Knabe, der am Ufer eines Flusses angelte, von einem anbeissenden Fisch nach heftigem Kampf ins Wasser gezogen. Der Knabe, ein tüchtiger Schwimmer, Hess jedoch die Angel nicht los, bis einige am Ufer befindliche Erwachsene ihm zu Hilfe kamen und ihn mitsamt Angel und Fisch ans Land zogen. Der nasse Fischfang hatte sich gelohnt: die Beute wog über 3 Kilo.,

NO 79 Automobil-Revue SDas neue yesicJt/ des Schuhs Im Schmuck frischer Kleiderstoffe werden die herbstlichen Schuhe ausgestellt. Damit wird gezeigt, dass Schuhe und Kleider miteinander auskommen müsssen, soll eine harmonische Toilette entstehen. Modeschauen Hessen Schuhwerk der verschiedensten Formen vorbei spazieren. Kontrastierende Farben wurden dabei lebendig. Darauf kommt es der Mode an. Der schone Wunsch, an Unzufriedene gerichtet, «Lass dich blau färben», hat eine wesentliche Verengerung erlebt Denn die von Kopf bis Fuss gleichfarbige Kleidang gilt nicht mehr viel. Und gerade die jüngere Generation hat es längst herausgefunden, wie viel ansprechender die glückliche Verbindung von zwei und mehr Farben für die Trägerin sind. Heute herrschen weniger, aber dafür mit besonderer Sorgfalt ausgesuchte Farben. Sie gelten für Kleider und für alle modischen Zutaten; da sie unter sich verwandt sind, ist es leicht, sie immer wieder anders zu mischen. An Schuhfarben haben wir als eifrig gezeigte Neuheit Weinrot in verschiedenen Helligkeitsgraden, sehen noch Rost und Terracotta; ferner spielen satte, dem französischen Fahnenblau entlehnte Schattierungen mit. Braun tritt in rötlichem Charakter auf, warme Holztöne erscheinen im Trotteur. Grün lebt auch noch, ist aber unbedeutend. Dagegen darf Schwarz reichlich heran. Die Lauf-, Nachmittags- und Abendschuhe folgen ihren für jede Gruppe besonderen Gesetzen. Immerhin ist zu bemerken, dass beispielsweise ein Motiv wie die Kreuzspange schon am Trotteur lebt und bis weit in den Abend hinein sogar häufig zu sehen ist. Aehnlich geht es mit niedrigeren Absätzen, die sich bis zur Abendsandale vorwagen. Und dieser Lifty mit der keilförmigen Fersenttätze, die nun doch einen Einschnitt erhielt, ist doch nur eine stille Konzession an die Forderung nach dem niedriger stehenden Fuss. Der Lifty gilt heute als Strassenschuh und legt sich Krokodilleder als Dekor zu; er lebt abends in Silber- und Goldchevreau sowie in allen farbigen Seiden. Im Schuhbereich ist der Mudguardeffekt neu, der eine Linie beschreibt wie die Schutzbleche der Autos und daher seinen Namen bezogen hat. Dieser Besatz, meist aus glattem Leder bei Chamois und damit ein Schutz, kehrt an neuen eleganten Schuhen öfters wieder, auch Stepperei ahmt seine Linie nach. Im Grunde gehört er in den Bereich der Sohlenbetonung, nimmt etwas den dicksohligen Honkong. Wo er nicht auflebt, erscheinen sehr oft Sohlenbetonungen in Form von farbig abstechenden Passepoils, die zwischen Oberleder und Sohle angebracht sind. Nun ist auch der Rillenabsatz, dessen rundliche Teile sich als Ledergarnitur auf den Drei kostbare Gesellschaftsschuhe, letztes Modell mit Paillettengarnitur, oben Goldchevreau in Kreuzspangenschnitt. Cocktailschuh Chamois mit Lackbesatz. Bally-Modelle. Gesetzlich geschützt. Schuh legen. Zweifarbigkeit wird durch seine abstechende Tönung erreicht. Und noch etwas aus dem Bereich des Luxusschuhs. Es ist dies der Plateaueffekt. Das Vorderblatt des Schuhs erhält mit diesem Deckelteil mehr Raum für den Fuss, dieses wird durch Stepperei und abstechenden Lederdurchzug dekorativ ausgewertet. Links: Der neue Lifty mit keilförmiger Fersenstütze, Boxleder mit Kroko. Mitte: Neuer Strassenschuh mit Rillenabsatz und gleiche Garnitur. Hechts: Schnürschuh mit Mudguardeffekt. Bally-Modelle. Gesetzlich geschützt. Die Trotteurs können über den Vorrat an Schnitten nicht klagen. Ihre Schnürmodelle profitieren vom Plateau, von Sohlenverstärkungen, von neuen Schnürpartien. Ihnen leisten Laufschuh mit hängenden Patten und schöne Kreuzspangen Gesellschaft. Innerhalb jeder Gruppe erlaubt die Fülle der Modelle die ersehnte Abwechslung. Stepperei und Perforation werden schon hier angewandt. Zierlichkeit erfüllt die Nachmittagsschuhe. Sie sind so recht für die Stunden süssen Nichtstuns, für lustiges Trippeln zum Tee, zum Besuchmachen, zum Empfang von Gästen, aber viele Frauen trennen sich trotz aller guten Ratschläge nie von ihnen und haben sich dem Louis-XV-Absatz verschworen. Alles ist leicht daran, Sohlen, Leder, Garnierung, die Schnitte, die für möglichstes Biossiegen des seidenbezogenen Fusses sorgen. Hier entzücken uns die immer wieder anders laufenden Kreuzspangen; so überrascht uns der Pumps mit Drapegarnitur, mit rollenartigen Kokarden, mit Schleifen, mit Schmetterlingen, sogar mit lustig gebundenen Kordeln. Was leisten sich nur die Patten für Einfälle oder auch die ansteigenden, oben in Vatermörder geteilten Vorderteile, die vielfach zugleich mit dem Mudguardbesatz auftreten. Lustige Löchlein springen darüber, sogar über Lack. Dieser taucht auf am Cocktailschuh, wo er sich mit Unsymmetrischen Schnitten vereint, Applikationen auf Chamois legt, auch halb und halb den schön geschwungenen Schuh formt. Bereits melden sich Ausschnitte an Fußspitze und Ferse. Abends darf Chamois nun auch wieder antreten, namentlich zu Abendessen und nicht ausgesprochen festlichen Anlässen. Aber gegen die Schönheit von Silber- oder Goldchevreau oder die Heiterkeit der neuen, in Seide lebenden Pastellfarben kommt er nicht auf. Hier geht das Spiel von Bändern, sogar von drapierten, weiter, von Kreuz- und Knöchelspangen, so dass wir zur Sandale aus lauter Bändern kommen, woran oft die dicke Honkongsohle hängt, oder die normale, mit abstechendem Passepoil betonte. Auch Pumps gibt es hier noch, die sich beispielsweise am frühen Abend mit gleichfarbiger Stickerei verbinden. Niedrige und hohe Absätze laufen um die Wette mitsamt dem erwähnten Lifty, der immer mehr Anklang gewinnt. E. F. Kleine Neuigkeiten nur HaupttrefferFr.lOOOOO.-! § ümlichste und kürzfristigstelbtterie;; Haupttreffer aber lautet nach wie vor auf nicht weniger als Fr. 10000 Auf jeden Fall'aber unterstützen Sie ein Oberaus gemeinnütziges Werk. Lospreis Fr. 5.- (eine 10-Los-Serie Fr. 50.-) plus 40 Cts Porto auf Postcheck III10026. Adr.: Seva-Lotterie, Genfergasse 15, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts ' mehr.) Lose auch in bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich. l |gj Jede 10-Los-Serie (nur Fr. 50.-) birgt |! wieder mindestens einen sicheren Treffer und 9 übrige Chancen. Wie wär's, wenn Sie einen kleinen feil Ihres September-Verdienstes schon für den Kauf vdrt Seva-Losen bereithalten würden? Jetzt können Sie den Betrag vielleicht am besten - 1 S EVA-Los nur Fr. 5.—! die kurzfristige Volks-Lotterie! Der gestohlene Hut. Einem hohen amerikanischen Justizbeamten wurde in einem Bostoner Gerichtsgebäude während einer Verhandlung der Hut gestohlen. Die Zeitungen veröffentlichten am nächsten Tag eine Bekanntmachung, derzufolge der Mann, der im Justizgebäude den Hut gestohlen hätte, dabei beobachtet wurde. Seine Verhaftung würde unweigerlich erfolgen, wenn der gestohlene Hut nicht innerhalb der nächsten 24 Stünden beim Portier des Gerichtsgebäudes abgeliefert werden würde. Im Laufe des Tages brachte die Post dem Portier nicht weniger als 21 Hüte. Bedauerlicherweise befand sich allerdings der des bestohlenen Beamten nicht darunter. cpr. Motor für — Schwimmer. In den amerikanischen Luxusbädern von Palm Beach und Miami hat in diesem Jahr eine neue Sportart viele Anhänger gefunden, von der es nicht unwahrscheinlich erscheint, dass sie auch in Europa sich einführen könnte. Der Sport heisst « Motorschwimmen > und besteht darin, dass die Schwimmer sich einen kleinen besonders konstruierten Motor mit Propeller auf den Rücken schnallen. Die damit erreichten Geschwindigkeiten werden als überraschend hoch bezeichnet. Die Steuerung erfolgt mit Hilfe von Händen und Füssen. Die Verbreitung des Motorschwimmens ist bereits gross genug, um Konkurrenzen und Meisterschaften ausfechten zu können. cpr. Winzerfest in Neuenburg. Am 1. und 2. Oktober feiert Neuenburg seine Traubenernte und seinen Wein mit dem traditionellen Winzerfest, für welches der junge Neuenburger Schriftsteller J. E. Chable dies Jahr das Motto «Die Legende vom goldenen Wein» gefunden hat. Der grosse Umzug setzt sich am Sonntagnachmittag um 14.30 Uhr in Bewegung und durchzieht die Stadtteile zwischen dem Hafen und der Universität. Für den Samstagabend und den Sonntagnachmittag sieht das Programm eine grosse Konfettischlacht vor. Lugano und der Gala-Abend mit der Erstaufführung des Festspiels «Casanova e l'Albertolli» von Guido Calgari und Richard Flury. Der Sonntag (2. Oktober) ist Winzerfesttag und Offizieller Tag der Messe. Der Festumzug durch die Strassen der Stadt setzt sich um 14 Uhr in Bewegung. Weitere Aufführungen des Festspiels finden am 2., 4., 6., 8., 9., 11. und 13. Oktober, je abends 20.45 Uhr, statt. Die Musikgesellschaften von Aarau, Lugano und Chiasso geben am 2., 9. und 16. Oktober je ein Konzert. Für den Vorabend des Schlusstages, für den 15. Oktober, wird eine besondere Festlichkeit mit Spezialprogramm angezeigt. * * «Arte Ticinese» in Bern. In der Kunsthalle Bern findet bis zum Oktober eine Ausstellung «Arte Ticinese» statt, die über 200 Werke der Malerei, Bildhauerei und Graphik von lebenden Künstlern der italienischen Schweiz zeigt. Die Veranstaltung steht unter dem Patronat von Bundesrat Mona. Kommende Ereignisse I (Aenderungen vorbehalten.) Basel! Bis 16. Okt.: Kunsthalle, Steinenberg: Ausstellung Rud. Koller. 1, Okt.: Golfwettspiel (Coupe Eternelle Grossmann). 2. Okt.: Stadttheater: Matinee Adolf Busch mit seinem Ensemble. Bern: I. Okt.: lubQäunukonzert'des Jodlerklubs Beroa (Kunaal). La Ch&ux-de-Fonds: 2. Okt.: Pferderennen. Fribourg: Bis 10. Okt.: «9e Foire aux FroTislons.» Lugano: 1.-16. Okt.: Schweizer Messe von Lugano. 1.-16. Okt.: Winzerfestveranstaltungen. 2. Okt.: Winzerfestumzug. Locarao: 2. Okt.: Internat. Kriterium-Velorennen. Montreux: Okt.: Winzerfest. Neuenburg: 1./2. Okt.: Winzerfest. 2. Okt.: Golf: Coupe de Neuchitel. TWUBI 3.-16. Okt.: Fraubrunnenhaus: Ausstellung «Seelinder Maler». Zürich: 1. Okt.: Schnitzeljagd des A. C.S. mit Herbstausflug. 2. Okt.: Jubiläumsfeier des Kant. Kunsttumer-Verbandei (Stadthalle). 3. Okt.: Konservatorium: Kontert Kraus-Goldberg. 4. Okt.: Stadttheater: Orchester-Konzert mit W. Giewking, Klavier. Sprüche Es gibt Kraft ohne Güte, aber es gibt kein© wahre Güte ohne Kraft. (Alex. Vinet.) Wie dein Leiden sich mehrt, so mehrt sich die Kraft, es zu tragen. (J. C. Lavater.) Den Erniedrigten zu schonen und dem Gesunkenen seine Hand zu bieten, ist der wahre Probstein der Weisheit und Tugend. (Pestalozzi.) Das Luganer Festprogramm. Die Herbstfestlichkeiten in Lugano, die am Himmel und Erde sind schön, aber die Menschenseele, die sich über den Staub, der draussen 25. September mit dem Nationalen Cross-Country auf dem Gut Malombra beginnen, erfüllen die ganze erste Hälfte des Monate Oktober. Auf Samstag, den wallet, emporhebt, ist schöner alr Himmel und I. Oktober fällt die Eröffnung der Fiera Svizzera di Erde. (Pestalozzi.)