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E_1938_Zeitung_Nr.074

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 13. SEPTEMBER 193S ^ N" 74 Angebotene Fahrzeuge Voltures Offerte» N° | Marke — Margue | fjl. i:u Baujahr Armee emsirnet, Carrosserie Plätze od.Tragkraft Places oa Charge ntlle Standort Domicile Preis Prix Angebotene Fahrzeuge Voltures offertes N° I Marke — Marque \iVt Annee Cuiofisorio Baujahr Plätze od.Tragkraft Places OD (bargt ntlli Standort Domieik Preis Pria 22717 22718 22719 22720 22721 22722 22723 22724 22725 22726 Bedford Chevrolet Fiat Ford Ford Chevrolet Fargo-Chrysler Mafllrus Opel Blitz Saurer 6 16 1932 6 16,8 1929 6 13 1931 4 17 1931 4 17 1936/37 6 16 1932 6 — 1934 6 21 1931 6 10 1935 4 35 1925 Ladebrücke Brücke mit Blachengestell Lieferungswagen Lastwagen Lieferungs wagen Camion Camion mit Kipper Lastwagen Brücke mit Verdeck Ladebrücke 5 T. 1,8 T. 800 kg 2 %-3 T. 6-800 kg 2 T. 2 H-3 T. 3 T. 1000 kg 3000 kg Brienz Aigle Willisan Langenthai Schüpfheim Biel Bern Winkeln St. G. Luzern Bern 2000 2300 2500 2500 2500 3500 3500 3500 3500 3500 22726a 22727 22728 22729 22730 22731 22732 22733 22734 22735 Ford Mercedes Fargo-Lasttragen Saurer Ford Ford Berna G 5 Berna Martini Saurer 4 17 1934 4 18,7 1930 6 15,8 1930 4 27 1928 8 19 1935 4 17 1934 4 43,3 1928 4 70 1929 6 22 1930 6 100 1931 Camlonnette Lastwagen mit Brück« Brücke 3-Seiten-Kipper Lastwagen Kipper Kipper Brücke, Möbelkasten Car Alpin Ladebrücke, Möbelkasten 1 T. Chanx-de-Fonds 3800 1,5 T. St. Gallen 3950 2 T. St. Gallen 4250 3% T. Basel 4500 2H T. Bern 4800 2V4 T. Bern 5200 6 T. Basel 6000 5 T. Balsthal 7000 14 P. Kreuzungen 7000 5 T. Schaffhausen 16,000 Neue Schraubenkonstruktionen Gemäss der britischen Patentschrift 648 679 und 648 744 wird eine neue Schraube mit normalem Gang vorgeschlagen, die sich selbst ihren Halt in der Bohrung sichert. Gegenüber ähnlichen Vorschlägen weicht die Form dieses neuen Schraubengewindes wesentlich ab. Diese Alxb, 1-, neue Schraube (Abb. 1) besitzt ein Normalgewinde, bei dem die untern Gänge angespitzt sind. Eine Aussparung ermöglicht aus dem vollen Werkstoff einen lockenartigen Span herauszuschneiden. Der Schraubenkopf 1 ist mit einem Haltegewinde verbunden. Dieses als übliche Spitzengewinde gearbeitete Teil geht in den das Gewinde selbst schneidenden Teil 3 über. Der V-förmige Gewindeteil hat den nämlichen Querschnitt wie das Normalgewinde 4, wie auch die gleiche Steigung. Sie nehmen jedoch an Höhe und Querschnittfläche ab, so dass ein schraubenförmiger Kern 6 mit wachsender Breite entsteht. Die Aussparung 7 bildet eine Schneidekante 7a, die beim Drehen einen fortlaufenden Span abnimmt, während der Schlitz selbst als werden Werkstücke zwischen den Backen gespannt. Zur Befestigung an der Werkbank dient eine Zwinge üblicher Bauart. Das Gerät eignet sich besonders auch zum Mitführen in Automobilen und kann bei kleinen Eeparaturen auf der Strasse am Trittbrett des Kraftwagens befestigt werden. HORCH- CABRIOLET 8 Zyl., 15 PS, 5 PL, 2 Türen, 4 Fenster, 2 Reserveräder, Gepäckträger und Kofferraum, hydraulische Bremsen, Zentral-Chassis-Schmierung, Synchrongetriebe mit Schnellgang, wovon 3 Gänge geräuschlos, einwandte. Zust Karosserie Originalfarbe, perlgrau, sehr niedr., eleganter Wagen. Neupreis Fr. 16 000.—. Prfma O C C A S I O N Terraplane-Limousine Lancia-Dilambda Lancia-Lambda Gran Alfa Romeo vauxhall Adler un D.K.W. Cabrio-Limousine Opel Kastenwagen Unverbindliche 1 I Sportwagen Zweiplätzer, 5 und 11 PS, in tadellosem Zustand, kontrollfertig, sehr vorteilhaft auf Teilzahlung zu verkaufen. 13829 Offerten unter Chiffre Z6264 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Verkaufspreis Fr. 6000.—. 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Hotchkiss Schweizer Cabriolet, fünf Plätze, 16 PS, 6 Zyl., prächtige Karosserie, Lederpolsterung, in neuwertigem Zustand, erst 18 000 km gefahren, garantiert. Preis Fr. 4500.-. — Sich wenden an 12764 Garage Majestic, agence PEUGEOT, Lausanne. OPEL 7127 6 PS (74 4pl., neuwertig, Mod. 1934, Fr. 1200.—. Aelterer Wagen bis 19 HP wird evtl. in Zahlung genommen. Hs. Müller, Neuchätel, rue d. Bassin 10. Tel. 53.638 Bugatti- Limousine m. Schiebedach, 4pl., m. gr. Kofferraum, 8 Zyl., 15 PS, m. 2 Reserverädern (Drahtspeichen). Wagen v. kurzem ganz rev., in tadellosem Zust., äuss. Preis hat mindestens dem Kerndurchmesser des Gewindes zu entsprechen. Abb. 3 zeigt zwei derartige Schrauben in 6 mm starke Stahlbleche eingezogen. Wegen der Zurückfederung des Werkstoffes, in den die Schrauben ihre Gewindegänge hineinschneidet, ist sie sehr stark gegen Verdrehen gerichtet. Unser Bild 4 zeigt die sogennante Bradshaw-Schraube. Sie besitzt einen Kopf mit einer kegligen Vertiefung, die in einem mehrgängigen Muttergewinde endet. Der Schraubenzieher hat einen entsprechenden Sch'faubenansatz und ist ferner, zur sichern Mitnahme, am Rand etwas geriffelt Nach dem Einsetzen der Schraube wird der offene Schraubenkopf durch einen entsprechenden Stopfen aus Zelluloseazetat gefüllt, so dass man äusserlich nichts von der Schraube sieht, da die Farbe des Stopfens dem umgebenden Werkstoff genau angepasst werden kann. Zum Herausnehmen der Schraube wird der Stopfen zerstört, was nicht besonders ungünstig ist, da die Stopfen im Spritzverfahren sehr billig erzeugt werden können. Durch Verwendung dieser Schrauben erhalten Möbel, Eisenbahnwagen und Kraftfahrzeuge ein ruhigeres Aussehen, da die störenden Schlitzschrauben vermieden sind. An Stelle des Abschlußstopfens können auch Metallhaken, Kabelbefestigungen usw. mit der Gntndschraube verbunden werden. Das wesentliche Moment zur Entwicklung dieser Schrauben war der Gedanke, eine diebessichere Schraube zu schaffen. Diese Aufgabe kann als gelungen bezeichnet werden, da die Schraube nur mittels weiteren Sonderschraubenziehers entfernt werden kann. Ein besonderer Vorteil ist noch, dass sich der Schraubenzieher zwangsläufig im Schraubenkopf führt. Es genügt also eine Hand, um die Schraube einwandfrei einzuziehen ; ein Abrutschen des Schraubenziehers bzw. ein Beschädigen des Schraubenkopfes wird vermieden. -*_ Unsere Agenda Fr. 1000.—. Anfragen unter Chiffre Z 6273 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. die Sie hier vor sich haben, ist Tausenden von Geschäftsleuten unentbehrlich geworden. Glauben Sie nicht, dass sie sich auch ganz gut als Aufmerksamkeit Ihren Kunden gegenüber eignen würde? Fragen Sie uns doch einmal, was das von Ihnen benötigte Quantum kosten würde. Verlag Hallwag Bern «B. 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N»74 DIENSTAG, 13. SEPTEMBER 1938 AKTUELLES Zürcher Verkehrsgesetz-Initiative. Politik der langen Bank bei den Behörden. Als die Kant. StrassenveTkehrs-Liga Zürich dem antonsrat am 10. März 1938 das Volksbegehren fü eine neues kantonales Verkehrsgesetz mit 37.72 Unterschriften einreichte, wurde im Begleitschrei ben auf die Notwendigkeit für eine dringende Re handlung des Initiativbegehrens nachdrücklich aufmerksam gemacht. Der Kantonsrat hat am 21. März 1938 den Eingang des Volksbegehrens vorgemerkt und die ge setzlichen Voraussetzungen für das Zustandekom inen der Initiative als erfüllt bezeichnet. Die vorgeschriebene Prüfung der Unterschriften erga 37.402 gültige. Von dieser formellen Feststellung des Regierunssrates nahm das kant. Parlament am 11. Juli 1938 Kenntnis und überwies das Volks begehren dem Regierungsrat zur materiellen. Antragstellung. Die zögernde Behandlung der Initiative durch die kantonalen Behörden veranlasste die Kant Strassenverkehrs-Liga Zürich, bereits am 5. Jul: 1938 die Kant. Polizeidirektion auf die Folgen die ser schleppenden Erledigung und auf die wachsende Beunruhigung bei den Verbänden und Motorfahrzeugbesitzern aufmerksam zu machen. Mit Schreiben vom 26. Juli 1938 antwortete die Kant. Polizeidirektion, dass im Zusammenhang mi der Behandlung der Initiative alle Fragen des zürcherischen Verkehrswesens wiederum aufgeroll werden und der neue Chef der Motorfahrzeuskon trolle, wie der Regierungsrat, zur Beantwortung dieser Fragen zum mindesten 2—3 Monate Zeit benötigen. Darauf habe die Vorlage sowohl die Verhandlungen des Kantonsrates, wie die Volksabstimmung zu durchlaufen. Aus diesem gesetzlich festgelegten Verfahren sei ohne weiteres ersichtlich, Idass das Inkrafttreten des neuen Gesetzes frühestens auf 1. Juli 1939 erwartet werden könne. Der Vorstand der Kant. Strassenverkehrs-Liea Zürich hat an der Sitzung vom 19. August 1938 mit Befremden von dieser schleppenden Behandlung Kenntnis genommen und beschlossen, mit der vorliegenden Orientierung der Verkehrsinteressenten und der Öffentlichkeit nochmals auf die dringliche Erledigung der Initiative mit allem Nachdruck hinzuweisen. Da die Verkehrssteuern und -Gebühren jeweils im Januar zu entrichten sind, ist das Inkrafttreten der neuen Vorlage auf 1. Januar 1939 unerlässlich. Wird die Volksabstimmung bis dabin verunmöilicht, so wird ein weiterer Rückgang des Motorfahrzeusbestandes und -Verkehrs im Kanton Zürich und damit eine ernpute Abnahme der Erträgnisse df>s kantonalen Fiskus aus Verkehrs-Steuern und -Gebühren unvermeidbar sein. Die volle Verantwortung hiefür muss die Kant. Strassenverkehrs-Lisa Zürich den Reeierunssbohörden übprbinden, die die lange und kostbare Zeit seit der Einreibung des Vniksbezehrpns mit jnitpm Willen besser und erfolgreicher hätten ausnützen können. Strassenvevkeh» Verkehrsunfälle im Kanton Thurgau. Wenn diese Zeilen im Druck erscheinen, wird Sir Malcolm Campbell bereits in Brestenberg eingetroffen sein, wo er sich für den Montag abend Zimmer hat reservieren lassen. Wie lange er am Hallwilersee zu bleiben gedenkt, ist noch unbestimmt, doch scheint der Umstand, dass er auf ßnde der Woche Freunde zum Weekend eingeladen hat, darauf hinzudeuten, dass der Weltrekordmann nicht gleich nach der Durchführung der Rekordversuche abreisen wird. Bestimmt wird er sich aber sofort nach der Ankunft energisch an die «Arbeit» machen, für die alle Vorbereitungen auf dem See und am Boot selber getroffen sind. Trotzdem gestern und am Sonntag keine Fahrten stattfanden, brachte das schöne Wetter dem Hallwilersee und Brestenberg eine Reihe von Besuchern, welche die Anlage und den « Blue Bird » mit Interesse besichtigten. Keine obere Altersgrenze für englische Taxifahrer. Gelegentlich einer gegen einen 73jährigen Londoner Taxichauffeur wegen unvorsichtigen Fahrens durchgeführten Untersuchung wurde an das Londoner Polizeipräsidium die Anfrage gerichtet, ob für Taxifahrer kedne obere Altersgrenze bestehe. Die Antwort auf diese Frage war ein klares Nein, wobei darauf hingewiesen wurde, daise sich unter den zugelassenen Taxichauffeuren Leute befänden, die ihren 80. Geburtstag hinter sich hätten. Der älteste sei 83 Jahre alt. Eo handle sich ausnahmslos um durchaus zuverlässige Fahrer ohne Vorstrafen, obgleich viele unter ihnen auf eine Fahrpraxis von mehr als 50 Jahren zurückblicken könnten. Es gäbe übrigens zahlreiche Taxipassagiere, die alten Fahrern den Vorzug gäben, weil diese vorsichtiger führen. Die Londoner Automobilausstellung findet dieses Jahr vom 13.—22. Oktober statt. Bis Ende letzter Woche lagen dafür bereits über 500 Anmeldungen vor, wovon 58 auf die Abteilung Wagen, 28 auf die Karosserien, 262 auf die Zubehör, 70 auf die Sektion Service und Garagenausstattung und 12 auf die Reifen entfielen. Steuerbefreiung für Treibgas- und Generatorgaswagen in Frankreich. Frankreich hatte im Juli 1937 die Elektrowagen. Treibgas- und Generatorgas-Fahrzeuge von der Steuerpflicht befreit, doch beschränkte es die Gültigkeitsdauer dieser Vergünstigung auf zwei Jahre. Indessen beantragt heute der Verwaltungsrat des Nationalen Bureaus für flüssige Treibstoffe, diese Erleichterung zu einer dauernden Einrichtung zu gestalten. Gleichzeitig hat das Bureau Zahnradbetrieb nur eine ganz unbefriedigende Fahrzeitverkürzung erreichbar wäre. Durch die Normalisierung dagegen Hesse sich die Fahrzeit Luzern-Interlaken auf etwa VA Stunden herabsetzen. Wie schneckenartig langsam auf den Zahnstangenstrecken der jetzigen Brünigbahn gefahren werden eine namhafte Summe zur Unterstützung: von muss, ergibt sich daraus, dass für die nicht ganz Forschungsarbeiten für die Erschliessung einheimischer TreibstoffqTiellen bewilligt und einen Sonderpreis für den im September stattfindenden Wettbewerb zur Ermittlung des geringsten Treibstoffverbrauche gestiftet. Förderung der Motorisierung Ungarns durch ZoHermässIgungen. Um der Motorisierung des Landes vermehrten Auftrieb zu verleihen, hat die ungarische Regierung den Beschluss gefasst, die Einfuhrzölle für Automobile um 50% zu reduzieren. Allerdings beschränkt ßich dieser Zollabbau mit Rücksicht auf die ungarische Eigenproduktion an Lastfahrzeugen auf die Personenwagen, unter denen in erster Linie die kleineren Modelle von der Vergünstigung profitieren werden. Mit ihrer Massnahme öffnen die Behörden einen Weg zur Erhöhung des Automobilbestandes, wobei sie sich namentlich von der Erwägung leiten lassen, der weniger bemittelten Bevölkerung des Landes die Möglichkeit zur Anschaffung eines billigen Wagens zu gewähren. Zu diesem Zweck schliessen sich die Garagenbesitzer zu einem Verband zusammen, dem Anleihen zur Modernisierung des Wagenbestandes zur Verfügung stehen. Im weiteren ist auch die Aufhebung oder Herabsetzung der Luxusteuer auf Automobilen geplant. Rückgängiger Benzinkonsum in Belgien — eine Folge, der Benzinsteuer. Der Benzinverbratich in Belgien ist im 1. Semester 1938 auf 223 Millionen Liter zurückgegangen gegen 244 Mill. Liter im ersten Halbjahr 1937. Da die Steuer auf Benzin eine der wichtigsten Fiskaleinnahmen Belgiens darstellt, verfolgt man in Behördenkreisen diese Entwicklung mit einiger Beunruhigung. Kann man daraus auch auf einen Rückgang des Fremdenverkehrs schliessen, so fällt als entscheidend die Tatsache ins Gewicht, dass im April 1938 eine Erhöhung der Benzinsteuer erfolgte, die Belgiens Automobilisten zu einer Ein- Während des Monats August sind der thurgauischen Kantonspolizei 68 Verkehrsunfälle gemeldet worden. Nach den polizeilichen Angaben erlitten dabei 6 Männer und 4 Kinder schwere, 30 Männer, 8 Frauen und 12 Kinder leichte Verletzungen. An den 68 Unfällen •waren 13 Personenwagen, 5 Lastwagen, 7 Motorräder, 1 Trattor, 32 Fahrräder, 1 Fuhrwerk und 9 Fussgänger (wovon 8 Kinder) beteiligt "Wie stark das Fahrrad als Unfallfaktor mitwirkt, geht daraus hervor, dass Unachtsamkeit, falsches Ueberholen und Benützung der unrichtigen Strassenseite namentlich durch Radfahrer als die häufigsten Unfallursachen mitgeteilt werden. schränkung des Konsums zwang. Lefzfe Sportnachrichten Campbell am Hallwilersee eingetroffen. J&ussf»llun^om ^usland Tdefrftf&& Bemerkenswert OPEL CHEVROLET PEUGEOT Beatusstr.3, StGallen -Tel. 5213 AUTOMOBIL-REVUE G*n.-T«rtr.f. ist, dass besonders die Tankstellen an der belgischfranzösischen Grenze über starken Umsatzschwund An den Pranger mit ihnen! Zu einem neuen Mittel im Kampf gegen -die Verkehrsgefährdung durch Angetrunkenheit wird jetzt Benzinpreis infolge der Abwertung des französi- klagen. Man nimmt an, dass zahlreiche Automobilisten im benachbarten Frankreich tanken, wo der in Deutschland gegriffen. So hat die Stadt Magdeburg kürzlich die Namen solcher Sünder, gleichgültig, ob es sich um Automobilisten, Radfahrer, Fussgänger oder andere Arten von Strassenbenützern handelte, öffentlich bekanntgegeben. Der Gedanke ist auch bei uns schon aufgetaucht. Und er hat etwas für sich, denn eine Anprangerung vor den Augen aller Welt wird schon mit Rücksicht auf die persönlichen Folgen, die sie nach sich ziehen kann, auf manchen dieser Missetäter eine heilsame Wirkung ausüben. schen Frankens niedriger ist Eine gewisse Rolle mag auch die steigende Verwendung von benzineparenden Kleinwagen spielen. Er. kus dem »••I«! Die Brünigbahnfrage. Nach dem Ansehluss Oesterreichs an das Deutsche Reich erklärte die vereinigte Bundesversammlung feierlichst zur Wahrung der Freiheit und Unabhängigkeit unseres Vaterlandes alle Mittel einzusetzen. Man muss aber auch die nötigen Opfer bringen, wie dies sowohl England und auch Frankreich schon längst in grosszügiger Weise getan haben. Das bundesrätliche Programm für die Landesverteidigung und die Arbeitsbeschaffung weist aber grosse Lücken auf. Wie massgebende Führer unserer Armee erklären, wäre es ganz unverantwortlich, in der heutigen politischen Spannung die rückständige und militärisch wertlose Schmalspur- und Zahnstangenbahn über den Brünig nicht auf eine vollwertige elektrifizierte Normalspurbahn umzubauen. Eine Normalbahn als Verbindung aus der exponierten schweizerischen Hochebene in die einzig gesicherte Rokadelinie hat nicht nur der Verschiebung von ganzen Heereseinheiten, sondern auch der Evakuierung der Zivilbevölkerung aus der gefährdeten Nordostschweiz zu dienen. Aber auch vom wirtschaftliehen Standpunkt aus erscheint ein Umbau der Brüniglinie durchaus gerechtfertigt. Ein Blick auf die Landeskarte zeist uns zwischen der Nordost- und Zentralschweiz einerseits und dem Berner Oberland mit Lötschberg und Wallis-Simplon sowie dem Genferseegebiet via Montreux-Oberlandbahn andererseits eine grosse Lücke und einen Fremdkörper im Normalbahnnetz der S.B.B. Die Elektrifizierung der bestehenden Linie vermochte keine genügende Verbesserung zu bringen, weil trotz Verwendung von Lokomotiven für einen gemischten Adhäsions- und 10 km lange Strecke Meiringen-Lungern die heutigen Züge mit Einschhiss des Aufenthaltes auf dem Brünig 50—60 Minuten Fahrzeit brauchen, während für die normalspurige Adhäsionsbahn 9 Minuten genügen würden. Auch nach der Normalisierun? wird die Brünigbahn neben ihrer Eigenschaft als genügende Zufahrts- und Durchgangslinie eine Touristenbahn bleiben. Die heutige Linie führt auf ihrer langsamen Zahnstaneenstrecke meistens durch Wald. Ein Scheiteltunnel von nur 3,5 km Länge (nicht Basistunnel von 12 km oder Untertunnelung des Brünig, wie vielfach behauptet wird) ändert nichts am Charakter einer Touristenbahn, da die bisherige landschaftliche Aussicht auf Vierwaldstätter-, Sarner-, Lungern- und Brienzersee sowie der Ausblick beim Ausgang des kurzen Scheiteltunnels und im offenen Lehnenbau nach Meiringen auf das Aaretal und die Hochalpen erhalten und noch verbessert wird. Die Baukosten der Normalisierung sind durchaus tragbar. Sie belaufen sich nach maßgebenden Sachverständigen auf 35,8 Millionen Fr. und nicht auf 78 Millionen. Letztere Berechnung wurde vom eidg.' Eisenbahndepartement um 30 Millionen herabgesetzt. Weitere 10 Millionen Abschreibung für die aufzugebeiÄe Zahnradstrecke fallen ausser Betracht, da der Bund und nicht die S.B.B, den Bau finanzieren werden. Nach der betriebstechnischen Expertise wird sich übrigens bei Zugrundelegung einer Frequenzvermehrung von nur 35% eine Baukostensumme von 30 Millionen ä 4% verzinsen lassen. Aber ganz abgesehen hievon sind von der Baukostensumme mit 35,8 Mill. Fr. von vorneherein die 12,3 Mill (früher von den S.B.B auf 17 Mill. berechnet) für die Nur-Elektrifikation, sowie 8 Mill. an Einsparung auf Arbeitslosengeldern in Abzug zu bringen. Ohne Zweifel denkt das Schweizervolk in Fragen der Landesverteidigung, der Arbeitsbeschaffung und der Möglichkeit der Verkehrsvermehrung viel grosszügiger, als gewisse öffentliche Stellen anzunehmen glauben. Kein verantwortungsbewusster Schweizerbürger würde es in der Tat verstehen, wenn aus gewissen, vermeintlichen Presstigegründen in der heutigen schwierigen Zeit eine radikale Lösung der wichtigen Landesfrage nicht gefunden werden wollte und für eine blosse Halbheit 12,3 Mill. hinausgeworfen würden. G. L. in L Weltrekorde! d. Schweiz: 4. Schnyäer, st. 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Etappe: Milano - Melegnano - Lodi - Casalpusterlengo - Cremona - Piadena - Marcaria - Mantova, 155 km. 4. Etappe* Mantova - Nogara - Cerea - Legnago- Montagnana - Este - Monselice - Padova - und auf der Autostrada nach Venezia, 157 km. Für die Rückfahrt kommt folgende Route in betracht: 1. Etappe: Venezia und auf der Autostrada bis Padova, dann Vicenza - San Bonifacio - Verona - Castelnuovo - Peschiera - Desenzano - Brescia, 198 km. 2. Etappe: Brescia - und auf der Autostrada bis Bergamo - Leggo - Varenna - Colico - Chiavenna - Malojapass - Silvaplana - St. Moritz, 202 km. 3. Etappe: St. Moritz - Julierpass - Bivio - Savognin - Tiefencastel - Lenzerheide - Chur - Landquart - Ragaz - Sargans - Wallenstadt - Kerenzerberg - Näfels - Niederurnen - Pfäffikon - Wädens- •wil - Thalwil - Zürich, 204 km. 4. Etappe: Zürich - Schlieren - Bremgarten - Wohlen - Lenzburg - Aarau - Ölten - Oensingen - Solothurn - Biel - Neuenburg - Les Brenets, 184 km. Iwi Fusion. Die Plrellt Holding S.A., in Basel, hat in der Generalversammlung beschlossen, gemäss iFusionsvertrag 1938 Aktiven und Passiven der Aktiengesellschaft «Volta» für elektrische und industrielle Unternehmungen in Basel zu übernehmen auf Grund der Uebernahmebilanz vom 31. März 1938. Darnach betragen die Aktiven Fr. 7,098,437.90 und die Passiven gegenüber Dritten Fr. 186,934.37, so dass sich ein Reinvermögen von Fr. 6,911,503.53 ergibt. Die Bezahlung des Uebernahmepreises von Fr. 6,000,000 erfolgt durch Umtausch der Aktien der «Volta» von Fr. 6,000,000 gegen 40,000 Aktien der «Pirelli Holding S. A.> und zwar in der Weise, dass auf 3 Aktien A der «Volta» von Fr. 250 5 Aktien der Pirelli Holding S. A. von Fr. 150 und auf 6 Aktien B der «Volta» von Fr. 25 eine Aktie der «Pirelli Holding S. A.» von Fr. 150 entfallen. Demgemäss hat die «Pirelli Holding S.A.» unter Ergänzung der Statuten ihr Grundkapital durch Ausgabe von 40,000 neuen Aktien, die durch die Sacheinlage voll einbezahlt sind, von Fr. 12,000,000 um Fr. 6,000,000 auf Fr. 18,000,000 erhöht, eingeteilt in 120,000 voll einbezahlte Inhaberaktien von Fr. 150.—. Firmenlöschung. Agfüstra AG. für Strassen-Signalisatlon. An ihrer G. V haben die Aktionäre die Auflösung der Ges. beschlossen. An der gleichen Vers, konnte bereits die völlige Durchführung der Liquidation konstatiert werden. Die Ges. wird deshalb ,im H. R. gestrichen. Schweiz. Telephon-Adress-Buch. Dieses vom Verlag Hallwag in Bern zum Preise von 15 Fr. herausgegebene Werk, von dem soeben die Ausgabe 1938/39 erschienen ist, zeichnet eich, wie immer, durch seine praktische Auflösung der Teilnehmerlißten in ein einziges Ortsregister unter Abtrennung der grossen Stadtverzeichnisse unter Aibteilugskartons in einen besondern Teil aus. Dadurch wird das rasche Auffinden einer bestimmten Ortschaft möglich gemacht und die Orientierung erleichtert. Das Buch dient aber keineswegs nur zum raschen Herstellen der Telephonverbindüngen, sondern stellt zugleich ein erstklassiges schweizerisches Adresßbuch dar, zumal ja heute wohl wenig Geschäftsleute oder Bureaue ohne Telephon bestehen. Der Band weist über 300,000 Eintragungen mit Berufs- und Adressangabe auf. Als sehr praktisch wird man aber auch die Angabe von Gemeinde und Kanton bei jeder Ortschaft, ihrer Einwohnerzahl und Meereshöhe, sowie ihrer verkehrspolitischen Lage (Poet-, Telephon- und Bahnstation) empfinden. Durch die Beigabe von Stadtplänen und Strassenverzeichnissen sowie einer Eisenbahn- und Autolinienkarte, auf der man die Lage jedes Ortes bequem an Hand eines Felderhinweises finden kann, wird die Verwendungsmöglichkeit des Buches noch weiterhin erhöht. Hans Stuck, «Vier Mordskerle». Verbano-Verlag, Locarno-Leipzig. Das Kameradschaftsbuch unserer Jugend! Der berühmte Rennfahrer Hans Stuck überrascht uns mit einem aufregenden Buche für die reifere Jugend, das aber auch von uns Erwachsenen mit Spannung gelesen wird. — Es ist eine neue Art von Buch: ein moderner Gesellschaftsroman für die Jugend Im Mittelpunkt steht selbstverständlich ein Rennfahrer. Sodann erzählt die Geschichte in atemraubendem Tempo von Schiffskatastrophen und Verbrecherjagden. Der Rennfahrer aber hat bereits die andere Seite erlebt, jene Seite, die auf den grossen Ruhm folgt: er ist durch irgend welche Umstände nicht mehr siegreich gewesen und fristet nun ein ziemlich anonymes Dasein irgendwo in Südamerika. Wie er durch die Aufmerksamkeit einiger sportbegeisterter Jungens wieder entdeckt und wieder «gross» gemacht wird, das erzählt die von Hans Stuck geschriebene fantastische Geschichte. — Als besondere Ueberraschung stellt der Verfasser einige Fragen, deren beste Lösungen er mit 50 schönen Naturalpreisen (u. a. Motorrad, Faltboot, Ski usw.) belohnt. Redaktion: '«sdhi Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. Dipl.-Ing. F. D. Weber. diaH