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E_1938_Zeitung_Nr.087

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• M Automobil-Revue

• M Automobil-Revue — N° 87 sponnenen Wollen her. Selbst Angorawolle kommt nun aus der Schweiz. All diese einzelnen Zweige, die von der Mode angetrieben werden, schaffen Arbeit und decken tausenderlei Bedürfnisse. Und es ist eine Freude, sich deren Produkte anzusehen. Doch denken wir noch an die vielen Ateliers, die Massarbeit ausführen, die vom Ueber das aus Neugier, Furcht und Angriffslust gemischte Verhalten unserer « Brüder », wie der heilige Franziskus die Tiere nennt, gegenüber dem Auto existiert immer noch wenig Beobachtungsmaterial. Auch in dem mit Recht vielgelesenen Buch «Tiere sehen dich an» des bekannten Tierpsychologen Paul Eipper ist über dieses interessante Problem nichts zu lesen, was um so mehr überraschen muss, als gerade auf diesem Gebiet zahlreiche für die Tierpsychologie wichtige verbürgte Tatsachen vorliegen, geeignet, die in unserem Jahrhundert zur Vorherrschaft gelangte, fast ausschliesslich naturwissenschaftliche Beurteilung des Tieres als einer blossen Reflexmaschine zu revidieren. Wobei man freilich auch nicht in die Fehler der Vergangenheit Ende des vorigen Jahrhunderts, zu Zeiten Alfred Brehms, verfallen darf, indem man dem Tier allerlei Gemütsfähigkeiten und Seelenregungen zuschrieb, die ihm tatsächlich fehlen. Bei der Erforschung der Tierseele kann man der Wirklichkeit nur nahe kommen, wenn man im höher entwickelten Tier ein Lebewesen sieht, das zwar in Art und Stufung vom Menschen wesentlich verschieden, im Grundprinzip jedoch dem Menschen gleich ist. Wenn auch der Entwicklungsgrad bei allen Tieren kein so hoher ist, um von einem Moralbegriff im menschlichen Sinne sprechen zu können, gibt es hier doch keine grundsätzliche Kluft, sondern nur eine solche der Stufung. Selbst die sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzende Stärke des Tieres besteht nicht nur aus physischer Kraft. Könnte sonst die auf Grund ihres feineren Gehörs und besseren Gesichtsvermögens ihren Hauptfeind, den Leoparden, rechtzeitig witternde kleine Gazelle diesem entfliehen? Körperliche Stärke unterliegt auch beim Tier der Klugheit oder — List. Einblicke in die immer noch umstrittene Seele des Tieres gestattet vorab auch dessen Verhalten gegenüber einer für sein Fassungsvermögen gewiss nicht leicht verständlichen Erscheinung wie dem Auto. Dafür einige absolut verbürgte Beispiele: Der Schimpanse als Garagenwärter: Autlerlatein? Bewahre! Eine wirkliche Begebenheit, deren Schauplatz immer noch das bei Liverpool gelegene Prescot ist, wo ein Garagenbesitzer vor einigen Jahren von einem aus den Tropen zurückgekehrten Matrosen ein Schimpansenbaby kaufte, das er, ein kaum der Mutter entwöhntes Geschöpf, wie ein kleines Menschenkind hegte und pflegte. Mit dem körperlichen und seelischen Erfolg, dass sich der «süsse Affe» nicht nur prächtig entwickelte, sondern auch so eng an seinen Pflegevater anschloss, dass er sich keinen Augenblick mehr von ihm trennen wollte und Hess, Auch nicht tagsüber, wenn dieser seiner üblichen Beschäftigung in der Garage nachging, weshalb ihm denn auch nichts anderes übrig blieb, als Micky, wie er den anhänglichen Schimpansen getauft hatte, nach Affenlust in der Garage herumstreichen zu lassen. Dabei bekundete er £aute ßouture f?ourrure§ Tiere und Autos 91.5ii)ciöegger4)Ioiimuiiii S3ern, «Spttalßaffe 3 28.121. ber eleganten gtau (Nachdruck luxuriösen Couturehaus, das weit herum bekannt ist, bis zur bescheidenen Werkstatt der mit weniger Hilfskräften arbeitenden Schneiderin oder auch des Schneiders reichen. Erinnern wir uns kleinerer Betriebe, die Stickereien ausführen, die Masshüte machen, in denen gewoben wird. Sie alle arbeiten am Gesamteindruck mit, der das Modeschaffen der Schweiz uns zeigt. E. Seh. Auf dem Friedhof bin ich heut' gewesen, Wo in Gräbern still die Toten ruh'n; Manchen Trauerspruch hab 1 ich gelesen Auf den Kreuzen, auf den Aschentruh'n, Und so vieles sprach zu mir: «Einmal schläfst auch du allhierb verboten.) ein ebenso jjrosses Interesse für die wagen wie an den dort verrichteten Arbeiten, indem er sich ebenso zum Vergnügen der Angestellten wie zum nicht geringeren Gaudium der Kundschaft in jeder Weise nützlich zu machen suchte. Daher es auch nicht lange dauerte, bis Micky die doch keinesfalls einfache Tätigkeit des Pneuaufpumpens so gründlich verstand, dass ihm nun niemand mehr ins Handwerk pfuschen durfte. Da er sich mit demselben Erfolg auch an den Wagenhebern versucht hatte, unterstellte man ihm auch deren Bedienung. So weiss denn Micky ungeheissen, wann ein solcher gebraucht wird, um sofort das gewünschte Gerät herbeizuholen. Ebenso schnell hat er aber auch das fachgemässe Hantieren mit dem Schraubenschlüssel gelernt. Dass Micky, der Menschenaffe, sich nicht nur aus Anhänglichkeit an seinen Herrn, sondern auch «sachlich» für seine Garagentätigkeit interessiert, dürfte demnach keinem Zweifel unterliegen. Die Affen sind eben die intelligentesten Tiere, wird man sagen. Das stimmt auch. Andererseits hat man das in jüngster Zeit auch von den als dumm verschrienen Kühen behauptet. Die Forscherin Mrs. L. Pearl Gardener an der Universität Coonell versuchte sogar, den Nachweis zu liefern, dass sie die intelligentesten Tiere seien, mit einem grösseren Verstand begabt als selbst die Pferde. Sie besässen nicht nur eine schnellere Auffasr sungsgabe, sondern auch ein besseres Gedächtnis, lernten leicht was man von ihnen verlange und seien mit einem Wort «der grösste Triumph der menschlichen Viehzucht». Wie das Nachfolgende beweist, hat die gelehrte Amerikanerin gar nicht so Unrecht, wenn sich bei dieser Gelegenheit die Kuhintelligenz auch sehr negativ auswirkte. Kühe können in der Tat gelegentlich auch sehr «nervös» — ein Zeichen von Temperament! — und energisch werden, wie die fünf Insassen eines von Seeland nach Kopenhagen mit höchster Stundengeschwindigkeit fahrenden Autos erfahren sollten, als sie an einer weidenden Kuhherde vorbeiflitzen wollten. Drei der sonst so gemächlichen Milchspenderinnen behagte nämlich das Tempo des Autos ganz und gar nicht. So rannten sie denn auf dieses zu, um den Wagen regelrecht anzugreifen, und während die eine Kuh auf den Kühler sprang, begnügten sich die'beiden andern damit, die Karosserie buchstäblich systematisch zu zertrümmern. Sie erreichten denn auch' tatsächlich ihr Ziel; denn der Erfolg ihres Angriffes war, dass der Wagen umgeschleudert und zuletzt in einen Graben geworfen wurde, wodurch alle fünf Insassen erhebliche Verletzungen davontrugen und in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Dass sich die Kühe nach diesem Zwischenfall friedlich auf die Weide zurückzogen, beweist, dass sie ihren Rachedurst befriedigt hatten. Die Folgen wären wahrhaftig nicht auszudenken, wenn die Pferde, vorab der Stadt und Großstadt, ihren «Gefühlen» in gleicher Weise Ausdruck geben wollten, während sie sich hier überraschend schnell an den ungewohnten Konkurrenten und sein Blitztempo gewöhnten. Auch anderen Haustieren wie Katzen und besonders gelegentlich flanierenden Hunden flösst selbst das schnell fahrende Auto anscheinend keine Furcht ein. Viele haben sich sogar ein solches Distanzschätzungsvermögen angeeignet, dass sie noch im letzten Moment vor dem Passieren eines Autos die Strasse zu überqueren wagen. Apropos! Und auch das ist kein Autler- Latein, sondern verbürgte Tatsache, Eine bekannte amerikanische Tänzerin hat ein nach allen Regeln der Kunst menschlich erzogenes Schweinchen, dessen Vorliebe für Autofahren so gross ist, dass es sich bei Gelegenheit mit erstaunlicher Geschicklichkeit den Wagenschlag selbst öffnet. Womit, was ein englischer Züchter längst behauptete, bewiesen ist, dass Schweine, die übrigens auch Musik lieben, einen grossen Sinn für Humor haben. Und der fehlt sogar den meisten Menschen! U. Mattern. ftm 'Allerseelentag Dörre Blätter taumelten im Winde Von den Bäumen, die schon halb entlaubt; Da, als wär's vom Herbst ein Angebinde, Fiel ein welkes Blatt mir auch aufs Haupt, Und es war, als spräch's zu mir: «Lern' auch du verzichten hierb Und wie ich der Toten nun gedachte, Die geschritten durch des Sterbens Tor, War's, als raunte nunmehr leis und sachte Aus den Grüften mir das Wort ins Ohr: «Einmal wirst du sein wie wir, Ruhen wirst auch du allhierb Ja, man wird auch uns ins Grab versenken, Wenn der mächt'ge Tod uns abberuft — Doch, noch lebend, wollen wir gedenken Stets getreu der Lieben in der Gruft.,» Einmal flüstern wohl auch wir Euch ins Ohr: «Lebend'ge, ihr, Denkt auch noch an uns allhierb Hevbslzeltlose Frühlingszart, als letzte, lichte Blume stehst plötzlich du auf kurzgemähten Wiesen. Dich friert ja, wenn kalte Winde dich durchschauern; wenn feuchte Nebel düster auf der Erde schleichen, schliesst ängstlich du dein blasses Lilagewand, in stiller Wehmut leidest du, in deiner Einsamkeit, wenn in kurzen, grauen Tagen hart der Regen fällt, immerzu, da ist's, als ob du weintest, wenn langsam Tropfen um Tropfen, wie Tränen über dein bleiches Blumengesicht rinnen, wie ein verlassenes, krankes Kind bist du vom frühen Tod gezeichnet. Und doch, noch wirst du in kurzen Tagen des Herbstes bunte Schönheit schauen, wirst dich täuschen lassen durch die warmen Sonnenstrahlen, wirst freudig und froh dein Blütendasein gemessen, durch einen fernen Hauch, einen süssen Duft, den goldenen Sommer ahnen, auf Momente seinen kräftigen Hauch verspüren, auf dass die grosse Sehnsucht dich nimmer mehr verlässt, nach Glück und Helle, Schönheit und Licht! Blühe, Herbstzeitlose! Steter, ewiger Kreislauf der Jahre, rätselhaftes Verwandtsein der ersten und letzten Blume. Ein Bild des Bergfrühlings, zartgrüne Wiesen, voll feinen, liliengleichen Krokussen. Anfang und Ende vereinen sich wieder. Sehnsucht mit Erfüllung. Erfüllung mit Sehnsucht. F. A. St. «Bereit sein ist alles» Unter diesem Motto steht die neueste Nummer der ausgezeichneten Wintersport-Zeitung «Ski-Heil», die nach der Sommerpause nun wieder wöchentlich erscheint. In einer Reihe von klugen Ratschlägen wendet sie sich an den Skifahrer und schlägt ihm alle nötigen Vorbereitungen vor, die er nicht versäumen darf, wenn er den kommenden Winter recht geniessen will. Also eine eigentliche Trainingsnummer. Dazu gehört einmal eine richtige Lektion Skiturnen, mit zehn Uebungen, die im stillen Kämmerlein durchgeführt werden können; Dr. G. Schönholzer untersucht in einem aufschlussreichen Artikel die Nachteile des Uebertraihings, und Helene Zingg betrachtet - was ganz vernünftig ist - auch die tägliche Hausarbeit der Frau als ein gutes Skitraining, sei es nun Stahlspänen der Böden, Treppensteigen, Wäscheaufhängen. Unter dem Stichwort: «Ist meine Skiausrüstung bereit?» endlich wird jeder Leser aufs Gewissen darüber befragt, ob sich seine Wintersportgeräte in brauchbarem Zustand befinden. Alles lesenswerte und beachtenswerte Winke, die gerade im rechten Augenblick kommen. «Ski Heil» erscheint im Verlag Hallwag (Bern) und ist an Kiosken erhältlich. Emil Högn. Kommende Ereignisse | (Aenderungen vorbehalten.) Basel! 29. Okt. bis 13. Nov.: Basler Herbstmesse. 23. Okt. bis 23. Nov.: KunsthaUe: Ausstellung Fred Stauffer, Alb. Schnyder, Marie Lotz. 1. Nov.: Symphoniekonzert der AÜg. Musikgesellschafu Leitung Othmar Schoeck. Solisten: Ad. Busch, Violine; Felix Löffel, Bariton (Musiksaal). Bern: 29. Okt.: Volkstümlicher Abend des Jodlerdoppelquartettes Hdelweiss (Kursaal). 31. Okt.: Liederabend Gertrud Furrer-Schneider (Grossratssaal). 1. Nov.: Kanunermusikkonzert der Bern. Musikgesellachaft. 2. Nov.: Tombolakonzert des Theatervereins. 3. Nov.: Sonatenabend Ed. Ruefenacht, Klavier. Locaxno: Ende Okt.: Ländliches Herbstfest in Mond. Solothura: 29. Okt.: Tanzturnier (Konzertsaal). Winterthur: Bis 20. Nov.: Kunstmuseum: Ausstellung H. Bühler (Plastik), W. Dünner, Alfr. Kolb. Gertrud Sulzer (Gemälde). Züricht 29. Okt.: Konservatorium: rabend Ruth Slesrnski. 29. Okt. bis Mitte Jan.: Pesu ..anum: Ausstellung von Zeichnungen des Intemauonalen Instituts für das Studiun\ der Jugendzeichnungen. 3. Nov.: Kunsthaussaal: Liederabend Piet Deutsch. Moderne italienische Kunst in Bern. Am 29. Oktober wird in der Berner Kunsthalle eine Ausstellung moderner italienischer Kunst eröffnet. Es wurden dafür aus der italienischen Abteilung der Biennale in Venedig über 200 Werke der Malerei und der Bildhauerei ausgewählt, die das Beste vom Besten darstellen, was die Künstler Italiens gegenwärtig schaffen. Die Berner Ausstellung ist die erste derartige Schau, die in der Schweiz veranstaltet wird. svz. Elektrisch Rasieren leicht gemacht! Ein Versuchsmonat k Fr. 7.- ermöglicht Omen, alles zu probieren und das Beste für Ihre Bartstruktur zu finden. Betrag wird voll angerechnet. Einer der 4 Typen löst Ihr Rasierproblem für immer, denn es kann kein sparsameres, angenehmeres u. rascheres Rasieren mehr geben. Verlangen Sie jetzt den Electras-Frospekt, er ist nur in Bern erhältlich: ELECTft/jj BERN MARKTOASSt 40 TELEPHON 10870

N°87 >ffi Der Lehrer fragte: «Heinz, kannst du mir er- «Herr Doktor, können Sie mir nicht sagen, wie Idiren, was Charakter ist?» ich meinem Mann das Schnarchen abgewöhnen Sagte Heinz: «Charakter ist, wenn ich zu spät kann?» \ onvme, mich entschuldige, und Sie tun dann so, «Machen Sie sich keine Sorgen - Ihr Kleines als wenn Sie meine Entschuldigung glauben!» fängt bald an zahnen, und da wird Ihr Mann für eine ganze Weile nicht mehr schnarchen!» Richter: «War Ihnen Ihre Frau bei dem Tapetendiebstahl behilflich?» Angeklagter: «Nicht die Hand hat sie gerührt! Sie ist nur mitgegangen, um die Tapeten auszusuchen!» Vor zehn Jahren starb Emmelyne Pankhurst, die Führerin der unentwegten Suffragetten. Von ihr wird folgende Anekdote erzählt: Während eines Vortrages, den Lloyd George vor dem Kriege zur Frauenfrage hielt, rief sie dem Redner zu: «Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee geben!» - «Sie werden staunen, Madame», entgegnete schlagfertig der Walliser, «wenn ich Dir Mann wäre, würde ich den Kaffee trinken.» cWenn dir aber der andere Hut besser gefällt, Bo will ich mich deinem Geschmack unterordnen und beide kaufen.> (Mucha.) Ein wirksames Plakat für tolle Autofahrer ist in einer englischen Stadt angebracht: «Wenn Sie langsam fahren, werden Sie unsere Stadt sehen. Sie ist sehr schön! Wenn Sie schnell fahren, werden Sie unser Gefängnis sehen. Es ist kalt und feucht!» Seim Meinung) Bis ZUI» Ziehung — nui» noch oin Katzensprung! Flott geht auch diesmal wieder der Losverkauf vonstatten. So flott, dass wir wohl schon nächste oder übernächste Woche die Ziehung werden ansetzen können. Warum also den Loskauf verschieben ? Wer heute handelt, hat frisch gewagt, und das ist halb gewonnen. Wer heute handelt, ist sicher, nicht letzten Endes zu spät zu kommen. Bedenken Sie doch: Seva wird bald, recht bald nicht weniger als 20 965 Treffer ausschütten. Und der 1. davon lautet wieder auf Fr. 100 000.—. Dabei kostet ein Los nur Fr. 5.—. Auch Sie haben sicher einige Freunde, Kameraden oder Kollegen, die sich sehr gerne an einer 10-Los-Serie, die ja mindestens einen sichern Treffer enthält, beteiligen möchten. Ergreifen Sie die Initiative! 1 Los Fr. 5.— (eine 10-Los-Serie Fr. 50.—) plus 40 Cts. Porto auf Postcheck III10 026. Adr.: Seva^Lotterie, Genfergasse 15, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr.) Lose auch in bernischen Banken, sowie Privatbahnstationen erhältlich. «Ich weiss nicht, weshalb man nicht mit einer Frau sachlich reden kann, wenn man anderer Meinung ist als sie!» «Oh, du kannst schon sachlich mit ihr reden - es nützt nur nichts!» Der Physiologe Karl Ludwig experimentierte vor einem grossen Auditorium mit einem Frosch, dem er bereits den grössten Teil des Gehirns entfernt hatte. Plötzlich sprang der Frosch dem Gelehrten aus den Händen und einem der Zuhörer ins Gesicht. - Schallendes Gelächter. - Ludwig unterbrach seinen Vortrag und bemerkte: «Sie sehen, meine Herren, wie wenig Gehirn dazu gehört, um ein grosses Publikum in Heiterkeit zu versetzen!» «Papa, was ist ein Diplomat?» «Das ist ein Mann, mein. Sohn, der niemals den Geburtstag einer Dame vergisst, aber ihr Geburtsjahr.» , * * * Frau Hippe sagt stolz: «Mein Mann schätzt eine gepflegte Frau!» Meint Frau Knippe spitz: «Und wie sind Sie dahintergekommen?» Napoleon schätzte Schlagfertigkeit bei andern, liebte sie aber auch selbst anzuwenden. So kam eines Tages ein junger Offizier zu ihm und bat um Avancement mit der Begründung: «Ich glaube aus dem Holz geschnitzt zu sein, aus dem man tüchtige Hauptleute macht.» - «Eh bien», antwortete der Kaiser, «wenn ich einen Hauptmann aus Holz brauche, werde ich an Sie denken.» Vorsprung. «Da lese ich soeben, dass die Frauen und Mädchen in Amerika im letzten Jahre dreimal soviel für kosmetische Mittel ausgegeben haben wie der Kriegsminister für die ganze Armee.» «Nun ja - dafür haben sie auch mehr Eroberungen gemacht.» die Volks l*u* f» «*« st Lottene! Lösung des Silbeneinschalträtsels Arche - Chemie, Reiher - Hermes, Gäa - Avers, Samoa - Moapitz, Pampa - Paneel, Stoa - Ader, Spargel - Gelse, Panal - Nalko, Säer - Ertrag, Schwerin - Rinde. Champagner. Lösung der Denkaufgabe: Das kleine Boot. Es setzen zuerst die beiden Knaben über; drüben steigt der eine aus, der andere rudert sofort wieder zurück Nun setzt einer der Erwachsenen über. Der Knabe, der schon drüben ist, holt nun den andern Knaben herüber und begibt sich dann ans alte Ufer Nun setzt der zweite Erwachsene über. Der Knabe, der sich noch am andern Ufer befindet, wird nun noch vom zweiten Knaben geholt, worauf die ganze Familie am jenseitigen Ufer ihren Spaziergang fortsetzen konnte Liste der richtig eingesandten Lösungen beider Rätsel. 10 Punkte. J. Äebischer, Merenschwand; Frau Baerlocher, St. Gallen; E. Benz, Goldach; M. Bertschmann, Basel; Frl. M. Bossert, Lenzburg; C. Burgener, Rorschach; Frau M. Canale, Brienz; Frl. M. Epfle, St. Gallen; Frau E. Faesy-Bühler, Rüschlikon; Frau C. Fravi, Rapperswü; K. Friess, Küchberg; Frau H. Gerber-Baumann, Aarwangen; Frau L. Grünvogel, Horw; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau E. Grob, Nesslau; J. Gustin, Schönenwerd; Frl. A. Hagmann, St. Gallen; Frau J. Hopf, Oerlikon; Frau Hörn, Bern; Frau R. Kallen, Grenchen; K. Keusen, Biel; J. Leimer, Bettlach; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; P. Meier, Bern; F. Meier, Zürich; M. Nievergelt, Zürich; J. Nussbaumer, ' Benzenschwil; Frau L. Rock, Basel; Frau I. Rohlwes, Basel; Frl. M. Vetsch, Buchs; Frl. A. Weidmann, Münchenstein; F. Wenger, Bern. 9 Punkte. Frau J. Hunziker, Kirchleerau; Frau C. Schulthess-Fuhrer, Basel. Richtige Lösungen der Denkaufgabe. 1 Punkte. G. Brunner, Zürch; Frau A. Buholzer, Luzern; Ch. Gebhardt, Basel; Frau T. Helmensdorfer, Zürich; H. Kamber, Zürich; Frau A. Michel, Bern; E. Siegenthaler, Frick; Frl. O. Wasserfallen, Bern. Richtige Lösungen des Silbenelnschaltiätsels: 3 Punkte. A. Bachofen, Glarus; G. Laepple, Basel. «Jungfrauenrecht» Wenn heutzutage einer zum Tode verurteilt wird, so hat er — abgesehen von dem Wege der Begnadigung — keine Aussicht, dem Tode zu entrinnen. Früher gab es eine schöne, wenn auch romantische Möglichkeit, gerettet zu werden: wenn der Todeskandidat von einer Sie: «Zweihundertfünfzig!» Er: «Aber, Kind, dann ist das keine Stellung, sondern eine Karriere, und ich will nicht, dass du deine Karriere unterbrichst!» (New Yorker.) Rä f sei* Ulrike 6stücX250 Kreuzworträtsel waagrecht: 1 Zahl. 5 Singvogel. 9 Auszeichnung. 11 Schlingpflanze. 12 Kanton (französische Schreibweise). 14 Ufer. 15 Französisches Possessivpronomen. 16 Hugenottenführer. 17 Mastbaumspitze. 18 Urkundsperson. 20 Erquicken. 22 Chemisches Zeichen für Nickel. 23 Pöbel. 24 Präposition. 25 Automobükennzeichen für Baselstadt. 28 Biblischer Ort. 32 Die Vernunft (lateinisch). 33 Reiche und mächtige kleinasiatische Stadt im Altertum. 35 Brei. 36 Europäischer Strom. 37 Frauenkurzname. 39 Sinnloses. 41 Schwerathlet. 43 Fluss in Frankreich. 44 Inneres Körperorgan. 45 Nebenfluss der Donau. 46 Riesenhirsch. Senkrecht: 1 Aufsichtsbeamter. 2 Fehlgehen. 3 Amerikanischer Erfinder. 4 Sache (lateinisch). 5 Pronomen. 6 Klavierteile. 7. Männername. 8 Seemännischer Ausdruck für: Seil, Tau. 10 Drama von Ibsen. 11 Römische Mondgöttin. 13 Regel. 14 Junges Haustier. 19 Asiatisches Hochland. 21 Stadt in der Schweiz. 23a Flüssiges Fett. 26 Teil des Kopfes. 27 Medikament gegen Fieber. 28 Schwimmbecken. 29 Spott. 30 Orientalischer Titel. 31 Kalkhaltiger Tonboden. 32 Altgermanische Schriftzeichen. 34 Lebewesen (Mehrzahl). 35 Beschützerin der Künste und Wissenschaften. 38 Flächenmass (Mehrzahl). 40 Ortschaft im Kanton Bern. 42 Absolute Verneinung. Die richtige Lösung zählt 3 Punkte. Denkaufgabe mit Chauffeur Alle Tage kommt Herr Müller um fünf Uhr an der Endstation der Eisenbahn an. Dort holt ihn sein Chauffeur ab und fährt ihn nach Hause. Eines Tages erreicht Herr Müller noch den früheren Zug und ist daher schon um vier Uhr an der Endstation. Er geht nun seinem Chauffeur entgegen, den er unterwegs antrifft. Sie treffen zwanzig Minuten früher zu Hause ein als sonst. Wie lange ist Herr Müller gegangen, wenn das Auto immer gleich schnell fährt? Die richtige Lösung zählt 7 Punkte. Nicht ganz ohne war unsere Spaziergang-Denkaufgabe. Sie ist aber, was den Onkel mit Stolz erfüllt, vielfach richtig gelöst worden. Man hätte noch die Frage stellen können, wie lange es geht, bis die Familie am jenseitigen Ufer angelangt ist, wenn die Knaben mit einer Geschwindigkeit von 1 m/Sek., die Erwachsenen mit 2 m/Sek zu rudern verstehen. Aber es ist besser, wir lassen das bleiben. Denn es sind noch etliche Nichten und Neffen zu beruhigen, die sich unter dem Wort «Nikko» in dem Silbeneinschalträtsel nichts vorstellen konnten. Offen gestanden, der Onkel hat auch da seine Zuflucht zum Lexikon genommen. Nikko, heisst es da, sei eine Stadt in Japan, 4000 Einwohner, berühmter Wallfahrtsort mit herrlichen Tempeln und Pagoden. Da habt ihr's! Die Basler und St. Galler haben da viel zu früh reklamiert, im Vertrauen auf den Fehlerteufel, der dem Onkel diesmal keinen Streich gespielt hat. Malt mir den Teufel nicht an die Wand, liebe Nichten und Neffen. Und was Nichte Rose anbelangt, die sich vom Eierrätsel nachträglich düpiert glaubt, so soll sie dem Onkel ruhig die versprochenen, gepfefferten Denkaufgaben senden. Vor Beginn des Unterrichts tritt die achtjährige Heddy Bum an mich heran und sagt: «Herr Lehrer, seit gestern bin ich nicht mehr die Heddy Bum. Ich heisse jetzt Hedwig Lehmann.» «Nanu! Wie kommt denn das?» «Tja, wissen Sie», sagt darauf die Kleine im Brustton der Ueberlegenheit, «er hat se nu doch endlich geheiratet!» Redaktion des Auto-Masazins: Dr. Hans Rud. Schmld. Feine MODELL- MÄNTEL DAMEN- UND HERRENBEKLEIDUNG Timm