Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.087

E_1938_Zeitung_Nr.087

ÄOTOMÖBn^REVUE FREIT

ÄOTOMÖBn^REVUE FREIT 2g. OKTOBER 1Ö38 .— N° 8? seinen Anspruch auf Schonung wohl verwirkt und verdient öffentliche Brandmarkung. Mit dieser Auffassung stehen wir nicht allein da. Sie hat auch bei einzelnen Behörden Eingang gefunden, wie das Projekt der Genfer Polizeibehörden beweist, das darauf ausgeht, die Namen all jener Fahrer der Oeffentlichkeit preiszugeben, denen die Fahrbewilligung entzogen worden ist. Gewiss: wir machen uns keine Illusionen darüber, dass ein solcher Eingriff in die Persönlichkeitssphäre für den davon Betroffenen unter Umständen schwer wiegen kann. Trotzdem aber glauben wir, die Sauberkeit der Verkehrsmoral rechtfertige ihn, sofern dessen Handhabung bestimmte, vernünftige Grenzen nicht überschreitet. Eines erweisen die täglichen Beobachtungen und Erfahrungen im Strassenverkehr nun nachgerade zur Evidenz: dass es nur ein verhältnismässig kleiner Prozentsatz von «Automobilisten» ist, der durch sein unqualifizierbares Verhalten den ganzen Stand in den Augen der Oeffentlichkeit diffamiert. Der anständige Fahrer hat mit diesen seinen «Kollegen» nichts gemein, er bedankt sich dafür, mit ihnen in den selben Tiegel geworfen zu werden und würde es deshalb dankbar vermerken, wenn man sich zuständigenorts dazu entschliessen könnte, die Unverbesserlichen und die räudigen Schafe dadurch zu kennzeichnen, dass man sie des schützenden Mantels der Anonymität entkleidet und mit der Sprache herausrückt «woher er kam die Fahrt und wie sein Nam' und Art». Erfolgreiche Kritik, Wir Automobilisten sind bei den Behörden etwas in Verruf geraten, als leide Kritikaster verschrien. Nun — der Unvoreingenommene wird es gewiss verstehen, dass die Handhabung der Benzinzollschraube und die in verschiedenen Kantonen noch immer übersetzten Pauschalsteuern manchenorts < böses Blut» gemacht haben, das sich dann und wann in kritischen Bemerkungen Luft zu machen sucht. Doch längst nicht alle automobilistische Kritik entspringt dieser Quelle der Verärgerung; oft zwingen im Gegenteil die Sorge um die Verkehrssicherheit oder um strassenbautechnische Belange zu kritischen Auslassungen. Erst kürzlich wiesen wir an dieser Stelle auf die frischausgebaute Zürcher Limmattal-Industriestrasse hin und machten auf die zwar gut gemeinten, aber in ihren Auswirkungen für den motorisierten Verkehr unzweckmässigen und deshalb hinderlichen links- und rechtsseitigen Ablaufkonstruktionen zwischen Gaswerk Schlieren und Hardturmplatz hin. Bild, Schnittzeichnung und Erklärung demonstrierten in Nr. 80 der «A.R.» in sachlicher, doch entschiedener Weise gegen das Fehlerhafte dieser Ausführung. Freuen wir uns, dass diese Kritik, unterstützt durch Hinweise ähnicher Art der Zürcher Verkehrsverbände, nicht fruchtlos blieb! Die stadtzürcherischen .Baubehörden nahmen sich der Sache unverzüglich an; man suchte Mittel und Wege, um die gerügten Fehler bei Aufwand von verhältnismässig besheidenen Mitteln zu beheben. Bereits haben die Strassenbautechniker mit der Ausmerzung der beidseitigen wellenförmigen Oberfläche begonnen. Durch Teerauftrag sollen die « Wellentäler » den « Wellenbergen » angeglichen und so die Schaffung einer möglichst ebenen Fahrbahn versucht werden. In anerkennenswerter Weise zog man zuständigen Orts sehr rasch und vorbehaltlos die Konsequenzen aus dem Ergebnis dieser Fehlkonstruktionen. Hoffen wir, dass auch die andern, vom Standpunkte des Motorfahrzeugführers aus gerügten Einrichtungen eine baldige Anpassung an die gegebenen Verhältnisse erfahren! Das Beispiel der Industriestrasse dürfte Der Automobilist fährt zur Stadt hinaus. Er hat es eilig, wie Automobilisten es meistens eilig.haben. Die Strasse ist schnurgerade. Das passtihm vortrefflich. Er tritt auf den Gashebel, die Geschwindigkeit steigt, schnell ist der Zeiger auf dem Kilometerzähler bis 100 geklettert. Noch immer hat der Automobilist nicht genug. In einer knappen Stunde sollte er am Ziel sein und noch viele Kilometer trennen ihn davon. Heute darf nichts passieren. Diesmal ist die Sache wichtig, denkt er, und es fällt ihm ein, dass eigentlich meistens bei seinen Fahrten das Ziel wichtig ist. Wirklich, eine prächtige Strasse I Scheinbar endlos gerade, topfeben und ohne jeglichen Verkehr. Kein Auto, kein Radfahrer, nicht einmal ein paar Fussgänger. Nichts, gar nichts. Wie geschaffen, um einmal prüfen zu können, ob der Motor immer noch gleich rassig zieht. Der Kilometerzeiger gibt sich alle Mühe. ,.;Er steigt auf 110, höher — bis auf 125 Kilometer. Längst drückt der Fuss Vollgas — schneller gebf's einfach nicht. Plötzlich stieben vor der Windschutzscheibe Federn auf. Ein Vogel hat sich nicht mehr zur rechten Zeit retten können. Während der Fuss vom Gashebel auf den Bremshebel wechselt — vorläufig ohne darauf zu drücken — sucht das Auge des Automobilisten im Rückwärtsspiegel den toten Vogel auf der Strasse. Weit hinten scheint etwas Dunkles zu liegen. Es sieht aus wie ein beinahe zu Ende gestricktes Wollgamknäuel. Das wird wohl der Vogel sein. Dicht dabei steht ein magerer Wegweiser. Der Automobilist bremst, ein wenig nur. Dann zuckt er mit den Schultern, macht halblaut «puh>, und fast automatisch tritt er wieder auf das Gas. Zufrieden brummt der Motor los, und der Wagen kommt erneut richtig in Schuss. Schade um ein solches Vögelchen, denkt der Automobilist. Er denkt diesmal mit dem Herzen, und schon hat der rechte Fuss seinen Standort gewechselt und presst sich gehorsam und liebevoll an den Bremshebel. weiten Kreisen ein übriges bewiesen haben: Aufgaben strassenbautechnischer Natur lassen sich nicht allein auf dem Papier lösen, der Fahrpraxis kommt hier ein gewichtiges Wort zu. Die Lösung des Problems ist einfach; vermehrte Zusammenarbeit zwischen Techniker und Verkehrsfachleuten vermöchte Fehler, wie die angekreideten, künftig zum vorneherein auszuschalten. Man verstehe uns- recht: Die erfahrene Lehre Hat nicht geschadet. Dass man sie aber sofort beherzigt und entsprechend ge* handelt, berührt um so sympathischer, als derartige Vorkommnisse selten. Denn was sonst gewisse Stellen an Neuem ausheckUr? das bekommt zum vorneherein den Begleitbrief der Unübertrefflichkeit mit,-und an dessen Vollkommenheit vermag selbst vollständiges praktisches Versagen nicht zu rütteln, -wy- Schwe ze» •>«•* dies Strassenverkehrs- und -Baufragen an der Konferenz der kant. Baudirektoren. Unter dem Vorsitz von Regierungsrat Bet-- schart (Schwyz) tagte am vergangenen Mittwoch in St. Gallen die Konferenz der kant. Baudirektoren, die nach der Erledigung der geschäftlichen Traktanden Referate anhörte, welche unmittelbar in die. Interessensphäre des Automobilwesens eingreifen. So bot Dr. Derron, der Geschäftsführer der Vereinigung, schweizerischer Strassenfachmänner, eine Orientierung über die Frage der Slgnallsieruns vereister Strässenstelten. Seine Darlegungen führten dazu, dass vorläufig in einzelnen Kantonen weitere Versuche: nach dieser Richtung angestellt werden sollen.- In diesem Vorgehen findet die Anerkennung wenigstens einer moralischen Verpflichtung der Kantone zur Kennzeichnung derartiger Stellen ihren Ausdruck. Für uns. Automobili- Gcvrfcsc^n Von Peter Pee. Und das Ziel? Ineiner knappen Stunde! Anhalten geht nicht; eines kleinen Vögelchens wegen ; Zeit verlieren: Nein! Das Aufo saust wieder davon. Die Strasse biegt ;nun nach links. Der Mann am Lenkrad muss bremsen, diesmal r aber-bestimmt nicht des toten Vogels wegen, sondern wirklich nur der Fahrsicherheit zuliebe. Er beruhigt sein nervös pochendes Herz mit diesem Argument. Die Kurve ist genommen. Im Rückwärtsspiegel kann er den Wegweiser nicht mehr sehen. Dieser elendigliche dürre Wegweiser, der so viel grösser war als das Restchen Wollgarnknäuel. Im Spiegel erschien er beinahe wie ein warnendes Kreuz auf dem Grabe eines verunglückten Kindes. Kaum gedacht, arbeitet der rechte'Fuss wieder prompt: Weg vom Gas und auf die Bremse. «Ist ja alles Quatsch», sagt der Aufömobilist laut, obwohl er ganz allein in seinem Wag^n sitzt und braust erneut mit Vollgas dem ersehnten Ziele entgegen. Allein schon durch das zweimalige Abbremsen hat er einige wertvolle Sekunden verloren. Ob diese paar Sekunden wirklich so wertvoll sind? steigt es vom Herzen ins Gehirn hoch. Dort hinten, hinter der Kurve, beim Wegweiser, liegt ein blutendes Vögelchen — Hand und Fuss leisten ganze Arbeit: Auskuppeln — bremsen'— Rückwärtsgang einschalten — Wenden des Wagens auf der Strasse — und mit vollen Touren zurück zum Wegweiser. Der Wegweiser ragt drohend in den Abendhimmel. Auf der Strasse liegen zwei armselige Federchen. Das Wollgarnknäuel aber ist verschwunden. Der Automobilist steht neben seinem Wagen und versteht gar nichts mehr. Da dringt vom Ast eines Baumes wütendes Gepiepse': Ein kleiner Vogel reklamiert. Der Automobilist lacht taut, so dass der Vogel .erschreckt fortfliegt. Er sieht aus, als hätte ihm jemand ein paar Schwanzfedern ausgerissen und verschwindet im Wald. sten liegt darin die Dokumentation einer Auffassung, die uns nur mit Genugtuung erfüllen kann, kommt sie doch einem von uns immer wieder geäusserten Wunsch entgegen.-Lassen sich auch in der Frage nach der Wahl der Grundlage einer solchen Aktion verschiedene Meinungen vertreten: die Hauptsache bleibt für den Strassenbenützer, dass überhaupt ein iMehreres geschieht. Daneben erteilte die Versammlung, nachdem sie ein Referat darüber entgegengenommen, den von der Vereinigung Schweiz. Strassenfachmänner aufgestellten Normalien JÜT die Konstruktion von Alpenstrassen i flre Genehmigung und empfahl sie den Kantonen zur Anwendung. Ein weiterer Vortrag hatte die Ermittlung des gerechten Preises bei Arbeitsvergebungen zum Gegenstand. Schliesslich erteilte die Konferenz dem Vorstand die Vollmacht zum Abschluss des Vertrags über die Abteilung Strassenwesen an,der Schweizerischen Landesausstellung. Auto und" Fiikui Steuererleichterungen in Baselland? Annahme einer Motion im Landrat. Im baselländischen Landrat ist die Frage der war. Gewährung von Steuererleichterungen für Motorfahrzeuge nun ebenfalls aufe Tapet gekommen. Schon am 30. Juni hatte der Iiestaler Meyer eine Motion darüber eingereicht, zu deren Behandlung jedoch erst jetzt geschritten wurde. Seine Begründung untermauerte er" mit dem Hinweis, dass bei der anhaltenden Depression die fiskalische Bela-- stung des Automobils für weite Kreise der Motorfahnzeugbesitzer untragbar geworden sei. Im Auftrag der kantonalen Automobilverbände eowie der interessierten Volkskreise stellte er sodann an die Regierung Begehren: 1. Steuererleichterung für die mittelstarken Wagen, womit man im benachbarten BaseLstadt gute Erfahrungen gemacht habe; 2. Reduktion der Ansätze für alte Wagen und 3- Einführung von Wechselnummern. Müsse der Staat bei der Verwirklichung dieser Maesnahmen anfänglich auch mit einem Ausfall rechnen, so werde er später durch die Belebung des Autoverkehrs und die Wiederankurbelung des Autogeiwerbea ausgeglfr« chen.. . , Wohl erklärte eich der kantonale Polizeidirektor bereit, die Motion entgegenzunehmen, ohne • indessen dabei Bedingungen akzeptieren zu können, auch nicht, was den Zeitpunkt der Berichterstattung anbelange. Für Baselstadt, das keine Durchgangsstrassen zu unterhalten habe, sei es leichter gewesen, Entgegenkommen zu zeigen. Dem Antrag, dio Motion an eine Kommisision zu überweisen, widersetzte sich der Finanzminister Dr. Seiler; die Regierung müsse sich zuerst ein genaues Bild über die Auswirkungen eines solchen Schrittes machen. Im weiteren Verlauf der Diskussion erhob sich Kritik gegen die Art der Verteilung des Benzinzonviertels, wobei der Kanton Baselland gegenüber der Stadt,zu kurz komme. Nach dem Rückzug des Antrags auf Kommissionsberatung wurde die Motion als erheblich erklärt und an die Regierung überwiesen. Dass vom Regierungstisch aus Bedenken gegen den Abbau der • übersetzten Steuern geltend gemacht würden, stand zum vorneherein zu erwarten. Schliceslich geht ja der Bund dabei mit dem schlechten Beispiel voran. Aber die Frage der Steuererleichterungen läset sich heute nun einmal nicht mehr aus der Welt schaffen und die Erfahrungen iener Kantone, welche diesem nur allzu berechtigten Begehren Gehör geschenkt, beweisen zur Genüge, dass dem Fisikus daraus keineswegs jene ruinösen Folgen erwachsen, die er häufig, genuj glaubte befürchten zu müssen. Die Probe aufs Exempel (Schluss von Seite 1.) Schliesslich haben aber auch die Kantone der Begehrlichkeit des Fiskus ihren Tribut zu entrichten. Nicht nur, dass sie von der Benzirtzollerhöhung 1935 keinen roten Heller profitierten, weil sich der Bund dabei allein zu Tische setzte und den Anteil der Kantone, wie schon zuvor, auf 5 Fr. pro q beliess — darüber hinaus bescherte ihnen dessen Versuch, sich auf ihre Kosten zu bereichern, zwangsläufig noch eine Schrumpfung der Verkehrssteuererträge, hervorgerufen durch die Abwanderung zum Kleinwagen, -die Einschränkung des Fahrbetriebes und die vermehrte Stilliegung. 4 Millionen sind dadurch den Kantonen allein im Jahre 1936 entgangen. Hätten sie angesichts dieser Verluste, zu denen sich noch die Mehrausgaben für die Arbeitslosenunterstützungen an das zusammenbrechende Autogewerbe gesellen, nicht wahrhaftig Grund genug, einmal energisch auf den Busch zu klopfen und sich auch ihrerseits dafür zu verwenden, dass man sich im Bundeshaus von den bisher betriebenen wirtschaftsfeindlichen und finanzpolitisch ein Fiasko auf das andere häufenden Benzinbesteuerungsmethode lossagt ? « Werden die Verbrauchssteuern übersteigert, dann weicht der Konsum und der Ertrag geht trotz gesteigerter Sätze zurück » —> die Geschichte des Benzinzolls, zum mindesten seit dem denkwürdigen 25. Juni 1936, liefert ein geradezu klassisches Beispiel für die Richtigkeit dieses finanzpolitischen Axioms. Nun raunt man sich jedoch zu, das eidg. Finanzdepartement trachte, allerdings ohne einstweilen beim Gesamtbundesrat Gegenliebe zu finden, nach der Aufhebung jener bescheidenen Benzinzollermässigung, die uns auf 1. Dezember 1936 zugestanden worden Man fasst sich an den Kopf ob der Kunde, dass ein solcher Gedanke bei dem für Bund, Kantone und allgemeine Wirtschaft völlig negativen Ausgang der bisherigen Benzinpolitik überhaupt auftauchen konnte. Ist denn nach all diesen Erfahrungen noch keine Ernüchterung eingetreten, soll das fatale Spiel weitergetrieben werden, ungeachtet des Debakels, womit es bisher geendet ? Wir warnen vor einer derartigen Selbsttäuschung und hoffen, der Bundesrat werde, den an die Spitze dieser Betrachtungen gestellren Ausspruch Herrn Obrechts beherzigend, auf den neuen Anlauf des Finanzdepartements mit einem kategorischen «bis hieher und nicht weiter» erwidern. wesen sei, Hester in einem Nachtclub getroffen und mit ihr getanzt habe. Sie wäre in glänzender Laune, es gefiele ihr sehr gut in London, und die Cockles und die Weekes machten in dem Nachtclub nicht einen so absonderlichen Eindruck wie hier, weil sie sich dort unter Gesinnungsgenossen befanden. Ich fragte ihn, ob er einen Menschen, den man den « roten Hering» nennt, gesehen habe was er bejahte. Dieser und seine Freunde bildeten eine kleine Gemeinschaft, die sich für « erleuchtet» hielt, sonst ober recht harmlos sei. Ein Freund Bills, ein Künstler, hätte ihn in diesen Club mitgenommen, und bevor er Hester getroffen habe, wäre er sich vorgekommen, wie ein Fisch auf trockenem Lande. « Ihre Mutter ist der Ansicht, dass ich sie sofort nach Hause kommen lassen müsste. Sie sagt, Hester wird so sehr beklatscht.» «Wo?» « Hier in Porthlew, nehme ich an.» «Darüber würde ich mir keine Sorgen machen >, meinte Bill. Und so machte ich mir für den Augenblick auch keine. Wie immer, wenn Tante Betty bei uns war, hatte ich im Hause ziemlich viel zu tun, besonders aber, als sie gegen Ende ihres zweiwöchigen Besuches einen Hexenschuss bekam und am dreissigsten Juli abreisen konnte. Immerhin war es ihr möglich, das Gartenfest in Rosecassa mitzumachen, und sie schenkte Celia zu diesem Anlass ein neues Kleid. «Denk an meine Worte», sagte sie zu mir, « wenn er Celia in diesem Kleid sieht,, macht er ihr einen Heiratsantrag; sie wird alle bezaubern.» Wir trafen Frau Cleveland im Garten an; sie war bereits von einer grossen Anzahl Gäste umgeben, und da wir fast alle kannten, waren wir selbst bald mit mehreren im; Gespräch. Ein Herr neben der Gastgeberin, der aussah, als ob er ihr nur zu gern entkommen würde, erregte unsere Aufmerksamkeit. Man sagte uns, dass er mit den Hendras gekommen sei, sein Name sei Sir, Arthur Embsay, er sei irgendwo in Yorkshire begütert und früher bei der Marine gewesen. Er sah aus wie ein Seemann, jedenfalls aher hatte er ein scharfes Seemanns- I äuge für junge Mädchen, denn als, er Celia erblickte, schien er für den ganzen Nachmittag niemand anderen mehr zu sehen. Frau Cleveland machte uns nicht miteinander bekannt; er aber stellte sich Tante Betty selbst vor. Nancy sagte mir später, dass Frau Cleveland, als wir auf sie zukamen, mit bissiger Stimme eine Bemerkung über diese lästige, alte Person aus Yorkshire, die überall dabei sein müsse, gemacht habe. Aber trotzdem war ihre Begrüssung sehr höflich, nur als sie Celia in ihrem neuen, hauchzarten Kleid von delphinblauer Farbe — diesem himmlischen Blau — erblickte, drehte sie ihr buchstäblich den Rücken. Aber die Gastgeberin einer grossen Gesellschaft ist sehr in Anspruch genommen, und als neue Gäste kamen, entfernte sich Sir Arthur von ihr und sagte, dass er Tante Betty zu einem windgeschützten Platz unter den Bäumen führen wolle. Aber noch ehe wir dahin gelangten, gesellte sich Bill zu uns. Nicholas war mit Freunden zurückgeblieben, Tante Betty und ich setzten uns und sprachen über den Park, und die beiden Männer starrten einander an und machten Celia den Hof. Aber wir blieben nicht lange allein. Frau Cleveland kam über den Rasen — nach aussen süss, innerlich wütend — erinnerte Bill an seine Gastgeberpflichten und sagte zu Sir Arthur, dass sie ihn der Lady Godolphin vorzustellen wünsche. Sie mussten gehen, ob sie wollten oder nicht; aber es dauerte nicht lange, und Sir Arthur war wieder zurück und forderte Celia auf, mit ihm einen Spaziergang durch den Park zu machen. Als sie hinter den Bäumen verschwunden waren, kam Bill mit langen Schritten auf uns zu und bat uns zum Tee ins Haus. « Wo sind die andern ? » fragte er, und als wir es ihm sagten, eilte er ihnen nach. Der Tee wurde an kleinen Tischchen in der Halle serviert. Nach einer kurzen Weile erschien Bill wieder und sagte etwas zu seiner Mutter, die sich noch immer zwischen ihren Gästen hin und her bewegte. Sie waren in unserer nächsten Nähe, und Frau Cleveland wandte sich an mich. (Fortsetzung folgt.)

N° 87 — FREITAG, 28. OKTOBER 1933 AUTOMOBIL-REVUE Sportliche Jahresbilanz 1938 Wesentlich später als in früheren Jahren heuer die internationale Rennsaison zu Ende gegangen, deren bedeutendste Veranstaltungen erstmals nach der von der internationalen Sportkommission im Pariser Kongress vom Herbst 1937 festgesetzten * neuen Grand-Prlx-Forme! ausgeschrieben wurden. Nachdem zuvor vier Jahre lang die 750-kg-Formel ihr Szepter geschwungen hatte und die Rennwagen-Konstruktionen unseres Nachbarn im Norden auf Grund jener Bestimmungen über die Produkte der französischen und italienischen Industrie einwandfrei dominierten, hofften die Sportinstanzen der A. I. A. C. R. mit der neuen Formel — welche für Wagen mit Kompressormotoren ein Hubvolumen von maximal 3 Liter und für Boliden mit gebläselosen Motoren ein solches von maximal 4,5 Liter Hubvolumen bei einem Minimalgewicht von 850 Kilogramm vorsah — eine Basis geschaffen zu haben, welche die Voraussetzung zu einem für alle Länder einheitlichen Start ins Rennjahr 1938 bot. Diese Hoffnung hat sich — wie an dieser Stelle im Verlaufe der Saison oftmals dargetan wurde — als trügerisch erwiesen: die Renaissance im europäischen Automobilrennsport, welche man in den Fachkreisen aller Länder mit Sehnsucht erwartete, ist ausgeblieben, und, so wie die Dinge heute stehen, hat Deutschland im Rennwagenbau nach wie vor die führende Stellung inne. Im folgenden wollen wir anhand verschiedener Tabellen und statistischer Darstellungen das sportliche Fazit der mit dem Grossen Preis von Donington am vergangenen Samstag abgelaufenen Saison 1938 ziehen. Der "internationale Terminkalender 1938 enthielt 14 Rennen, die nach der neuen Formel ausgetragen werden sollten, nämlich die Grossen Preise von Tunis, Tripolis, Indianapolis, Ungarn, Frankreich, Deutschland, Monaco, der Schweiz, Italien und Donington, sowie das internationale Eifel- Tennen, den Vanderbilt-Cup, die Coppa Acerbo und den Grossen Masaryk-Preis. Nachträglich wurden auch die Grossen Preise von Pau und Cork und die Coppa Ciano nach den internationalen Bestimmungen ausgeschrieben, während mangels Beteiligung oder aus finanziellen Gründen die Grossen Preise von Tunis, Ungarn und Monaco, wie auch das Eifelrennen, der Vanderbilt-Pokal und der Masaryk- Preis vorzeitig abgesagt werden mussten, so dass die Formelwagen im ganzen elfmal Startgelegenheit hatten. In unsern zahlenmässigen Zusammenstellungen wurde der G. P. von Indianapolis nicht berücksichtigt, gestaltete sich doch dieser entgegen den ursprünglichen Erwartungen zu einer rein amerikanischen Angelegenheit. Unsere heutige Bilanz wurde nach den gleichen Gesichtspunkten gezogen, nach denen wir schon jene von 1936, wie von 1937 erstellten. In diesem Zusammenhang sei auch gleich erwähnt, dass es selbstverständlich unmöglich ist, eine lOOprozentig richtige und unanfechtbare Bilanz auszuarbeiten, nahmen doch die einzelnen Konkurrenten und Marken — rein zahlenmässig gesehen — am sportlichen Geschehen höchst ungleichen Anteil. Aber wir glauben, mit unsern Vergleichen und dem angewandten Bewertungssystem dem tatsächlichen Stand der Dinge am nächsten zu kommen. Ueber den Ausgang der einzelnen Kennen orientiert in Kürze die nachstehende Liste, in der wir dem Sieger 5 Punkte, dem Zweitklassierten 4, dem Dritten 3 etc. gutgeschrieben haben: Grosser Preis von Pau (276,9 km): 1. Dreyfus. Delahaye, 88,087 km/St 5 Punkte 2. Caracciola/Lang, Mercedes-Benz 4 » 3. Comotti, Delahaye 3 * 4. Raph, Maserati 2 v 5. Trintignant, Bugatti 1 » Grosser Preis von Cork (323,296 km): 1. Dreyfus, Delahaye, 149,5 km/St 5 Punkte 2. Prinz «Bira«, Maserati 4 » 3. Gerard, Delage 3 » •4. Evans, Alfa Romeo 2 > 5. Paul. Delahaye 1 . * Grosser Preis von Tripolis (524 km): 1. Lang, Mercedes-Benz, 205,107 km/St. 5 Punkte 2. von Brauchitsch, Mercedes-Benz 4 » 3. Caracciola, Mercedes-Benz 3 > 4. Sommer, Alfa Romeo 2 » 5. Dreyfus, Delahaye 1 » Grosser Preis von Frankreich (500,864 km): 1. von Brauchitsch, Mercedes-Benz, 162,758 km/St. 5 Punkte 2. Caracciola, Mercedes-Benz -4 » 3. Lang. Mercedes-Benz 3 » 4. Carriere, Talbot 2 » Grosser Preis von Deutschland (501,820 km): 1. Seaman, Merc.-Benz, 130,5 km/St 5 Punkte 2. Lang/Caracciola, Mercedes-Benz 4 » 3. Stuck, Auto-Union 4. Nuvolari/Müller, Auto-Union 3 2 » » 5. Dreyfus, Delahaye 1 » Coppa Ciano, Livorno (232 km): 1. Lang, Merc.-Benz, 138,388 km/St. 5 Punkte 2. Farina, Alfa Romeo 4 » 3. Wimille/Biondetti, Alfa Romeo 3 » 4. Belmondo, Alfa Romeo 2 » 5. Dreyfus, Delahaye 1 » Coppa Acerbo, Pescara (412,8 km): 1. Caracciola, Merc.-B., 134,783 km/St 5 Punkte 2. Farina, Alfa Romeo 3. Belmondo, Alfa Romeo 4 3 » » 4. Comotti, Delahaye 2 » Grosser Preis der Schweiz (364 km): 1. Caracciola, Merc.-B., 143,561 km/St. 5 Punkte 2. Seaman, Mercedes-Benz 4 » 3. v. Brauchitsch, Mercedes-Benz 3 » ' 4. Stuck, Auto-Union 2 » 5. Farina, Alfa Romeo 1 » Grosser Preis von Italien (419,580 km): 1. Nuvolari, Auto-U., 155,726 km/St 5 Punkte 2. Farina, Alfa Romeo 4 3. Caracciola, Mercedes-Benz 3 4. Biondetti, Alfa Romeo 2 5. Ghersi, Alfa Romeo 1 Grosser Preis von Donington (402,240 km): 1. Nuvolari, Auto-U., 128,784 km/St 5 Punkte 2. Lang, Mercedes-Benz 4 3. Seaman, Mercedes-Benz 3 4. Müller, Auto-Union 2 5. von Brauchitsch, Mercedes-Benz 1 Dag Palmares von Mercedes-Benz verzeichnet 6 erste, 6 zweite und 5 dritte Plätze, die Auto- Union weist 2 Siege, 1 dritten und 3 vierte Plätze auf, Dtlahaye konnte 2 Siege, 1 dritten, 1 vierten innd 3 fünfte Plätze buchen und Alfa Romeo registrierte 3 zweite, 2 dritte, 3 vierte und 2 fünfte Plätze, während Maserati von neun während der ganzen Saison gestarteten Wagen einen einzigen ine Zdel brachte, und zwar im Grossen Preis von Italien mit Graf Trossi am Steuer, der jedoch wegen Inanspruchnahme fremder Hilfe während des Rennens disqualifiziert werden musste. Die Ueberlegenheit der Untertürkhedmer Firma, namentlich •während der ersten Saison-Halbzeit, ist eklatant. 6'ie ging an neun Veranstaltungen an den Start •und stellte in Rudolf Caracciola zum drittenmal "den Europameister. Demgegenüber ist festzuhalten, •dass dde Auto-Union 6chon im Grossen Preis von G.P. Pau G. P. Cork G.P. Tripolis G. P. Frankreich G.P. Deutschland Coppa> Giano Coppa Acerbo G.P. Schweiz G.P. Italien G.P. Donington Grosser Preis Ton Tripolis Grosser Preis von Deutschland Coppa Acerbo, Pescara Grosser Pre^s der Schweiz Grosser Preis von Italien a) Nicht nach der Grand-Prix-Formel ausge der umgebauten Monza-Bahn. Frankreich debütierte, eich aber erst im Grossen 'Preis von Deutschland Plätze sichern konnte und nun die Saison mit zwei prächtigen Erfolgen dn 'Italien und Donington abschloss. Auch Alfa .Romeo •vermochte sich erst in der zweiten Saieonhälfte durchzusetzen und gute Plätze zu belegen, weshalb man für nächstes Jahr — ohne «danebenzuhauen» 1 — wohl interessantere, spannendere Kämpfe voraussagen darf. Auf Grund des in der obigen Zusammenstellung angewendeten Punkteeyetems erhalten wir für die Fonnelrennen 1938 folgende 1. Caracciola, Mercedes-Benz 2. Lang, Mercedes-Benz 3a. von Brauchitsch, Mercedes-Benz 3b. Dreyfus, Delahaye 3c. Farina, Alfa Romeo 6. Seaman, Mercedes-Benz 7. Nuvolari, Auto-Union 8a. Belmondo, Alfa Romeo 8b. Comotti, Delahaye 8c. Stuck, Auto-Union 11. Prinz «Bira», Maserati 12. Biondetti. Alfa Romeo 13a. Gerard, Delage 13b. Müller, Auto-Union 15a. Carriere, Talbot 15b. Evans, Alfa Romeo 15c. Raph, Maserati 15d. Sommer. Alfa Romeo 19. Wimille, Alfa Romeo 20a. Ghersi, Alfa Romeo 20b. Paul, Delahaye 20c. Trintignant. Bugatti 24 Punkte 21 13 13 13 12 1155543,5 18 (2) - (-) 9 (1) - (-) - (-) (1) 10 (2) ) n (-) 6 (2) (3) (-) (-) (—) (4) — - (-) (2) — — (2) 27 (1) — (—) (-) (-) 27 (3) — (1) 7 (2) (2; 7 (5) 15 (4) — (-) 6 (2) - (-) 19 (4) - (-) - (-) 24 (3) _ (_) - (-) 6 (2) - (2) 10 (3) - (~) - (-) 17 ( 3 ) _ ( 3 ) - (_) 7 (2) - (1) 10 (3) — (-) - (-) 15 (3) 9 (4) — (—) (-) 3 (2) • — (—) 28 (4) — (—) — (—) 22 (6) 10 (4) — (—) — (—) — (3) 8 (4) — (—) ( i — (—) 92 (24) 51 (21) — (2) 56 (16) — (9) 161 (29) (1) 7 (2) •) Die gutgeschriebenen Punkte sind in der ersten Kolonne halbfett wiedergegeben. In Klammer die Anzahl der gestarteten Wagen. Lieferwagen, 3- und 4-Rad, in Zehntausenden von Exemplaren bewährt, für verschiedene Ladegewichte, bringen Verdienst selbst am kleinsten Transport Vorbildlich einfache Konstruktion, daher sozusagen reparaturfrei. Dreirad Tlcnrad Steuer pro Monat jenach Kanton Fr. 2.50/9.- 5.-/12.50 Versicherung pro Monat. ... Fr. 8.20 13.73 Benzinverbrauch inkl. Oel pro 100 km 6-7 Lt. 8-9 Lt. Der TEMPO-Dreirad ist der einzige wasaorgekühfke Droixad-Lieferwagen. 3 3 22 2 21,5 Grosse Lmdeflächen für sperrige Güter. Zahlreiche Möglichkeiten für Aufbauten von Lieferungskasten, Brücken, Pritschen, Planwagen, Viehgatter, Kombinations- Karosserien. Jedes TEMPO-Nutzfahrzeug hat geschlossene Ganzstahl- Kabinen. Spezialaufbauten für: Maler, Glaser, Transportgeschäfte, Gärtner, Gemüsehändler, Bäcker, Konditoren, Milchhändler, Molkereien, Metzger, Kohlenhändler, sowie für jeden anderen Branchenzweig. TEMPO-Lieferwagen sind die Wirtschaftlichkeit selbst und immer betriebsbereit. Generalvertretung: Tabelle 2 Die Entwicklung der Durchschnittsgeschwindigkeiten. Fahrer-Rangliste: Tabelle 1 *) Alfa Romeo Auto-Union Bugatti Delahaye Maserati Merc.-Benz Sefac Talbot A.G. FÜR AUTOMOBILE 1 1 Theaterstrasse 12 - Tel. 2.28.00 Zürich 1934 1935 1936 1937 1938 km/St. km/St km/St. km/St. km/St. 186,149a) 197,993a) 207,630a) 216,315 205,107 123,0 121,1 131,6 133,2 130,5 129,5 139,402a) 139,174a) 141,009 134,783 140,350 144,772 161,777 158,6 143,561 105,175 137,080 135,352 131,310b) 155,726c) tragen, b) Von Monza nach Livorno verlegt, c) Auf Wir haben auch für die einzelnen Werke, welche Rennwagen nach der neuen Grand-Prix-Formel konstruierten, eine «Rangliste» erstellt, und zwar schrieben wir — um möglichst alle am Ziel eingekommenen Konkurrenten zu erfassen, dem Sieger jeweilen 10, dem Zweiten 9, dem Dritten 8, dem Vierten 7 Punkte etc. gut. In dieser Uebensicht (Tabelle 1) registrierten wir nur jene Boliden, die eigens nach den neuen internationalen Bestimmungen erbaut wurden, während ältere, der Formel lediglich angepasste Modelle unberücksichtigt bliebea. Ausserordentlich hoch waren heuer die Ausfalle in den einzelnen Veranstaltungen, was eigentlich nicht weiter verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass fast ausnahmslos Neukonstruktionen ins Feld geführt wurden, die vielfach mit den verschiedensten Kinderkrankheiten zu kämpfen hatten. Wir rechneten diese Ausfälle prozentual zu den gestarteten Wagen aus, wobei wir gleichzeitig auch diejenigen bei den Anderthalbliter-Wagen erfassten, über welche anschliessend an die Betrachtung der Formel-Rennen ebenfalls noch ein Wort gesagt sei. Rennen Formel 1,5 Lite Grosser Preis von Pau 25,0% — Grosser Preis von Cork 58,3% 66,6% Grosser Preis von Tripolis 54,5% 64,7% Targa Florio — 62,5% Grosser Preis der Picardie r— 37,5% Rundrennen von Neapel — 29,4% Grosser Preis von Frankreich 55,5% — Grosser Preis von Albi — 66,6% Grosser Preis von Deutschland 55,0% — Coppa Ciano in Livorno 45,45% 46,6% Coppa Acerbo in Pescara 66,6% 63,6% G. P. der Schweiz/Preis von Bern 26,3% 54,5% Grand Prix de la Baule — 25,0% Rundrennen von Lucca — 9,1% Grosser Preis von Italien 70,6% 40,0% Rundrennen von Modena —- 78,9% Grosser Preis von Donington 52,9% — Endlich ist es interessant, die Entwicklung der Durchschnittsgeschwindigkeiten bei den wichtigsten Schnelligkeitswettbewerben zu verfolgen. Aus Tabelle 2 geht hervor, dass diese verhältnismässig wenig gesunken sind, trotzdem sia mit Motoren erzielt wurden, deren Hubvolumen nur halb so gross ist wie jenes der letztjährigen Formelwagen. Die Rennen der 1,5-Liter-Rennwagen. Welche Bedeutung dem Bau von Anderthalbliter- Rennwagen beigemessen wird, ist allein schon daraus ersichtlich, dass nicht weniger als 13 Konkurrenzen dieser Wagenklasse reserviert waren. Kämpften noch 1937 lediglich die englischen ERA und die italienischen Maserati miteinander um den Sieg, eo gesellte sich heuer noch eine dritte Konstruktion hinzu : ein 8-Zylinder-Rennwagen von Alfa Romeo, der sich in Livorno und Monza ausgezeichnet geschlagen hat, während sich anlässlich der Coppa Acerbo und des Rundrennens von Modena Kinderkrankheiten bemerkbar machten und dadurch Maserati erneut zu Ehren kam. Dieser Kategorie von Rennwagen wird auch nächsten Sommer wieder eine grosse Anzahl von Rennen reserviert bleiben, und falls bis dahin der angekündigte deutsche 1,5-Liter-Wagen fertiggestellt sein soll — englische Blätter verkünden, dass ein solcher sowohl von der Auto-Union wie von der Daimler- Benz AG. gebaut werde — dann dürften wir spannungsgeladenen Dreiländer - Kämpfen beiwohnen, aus denen sich sogar ein Vierländer-Kampf entwickeln könnte, dann nämlich, wenn auch die Ecurie Bleue — wie kürzlich berichtet — auf einem von ihr in Auftrag gegebenen Wagen mit von der Partie sein wird. Einstweilen aber wollen wir einmal für immer festnageln, was sich in dieser Kategorie vergangenen Sommer getan hat: Rundrennen von Cork (117 km 562): 1. Prinz «Bira», E.R.A., 147,175 km/St. 5 Punkte 2. Dobson, E.R.A. 4 » 3. L. Villoresi, Maserati 3 » 4. Wilson, E.R.A. 2 » 5. H u g, Maserati 1 » Rundrennen von Tripolis (524 km): 1. Taruffi. Maserati, 176,842 km/St. 5 Punkte 2. Rocoo, Maserati 4 » 3. Lurani, Maserati 3 » 4. Bianco, Maserati 2 > 5. Raph, Maserati 1 » Targa Florio (171,6 km): 1. Rocco, Maserati, 114,303 km/St. 2. Raph, Maserati 3. L. Villoresi, Maserati 4. Battaglia. Maserati 5. Soffietti/Baruffi, Maserati G.P. der Picardie (Finale 150 km): 1. Mays, E.R.A., 149 km/St. 2. Bianco, Maserati 3. Soffietti, Maserati 4. Wilson, E.R.A. 5. Lanza, Maserati Rimdrennen von Neapel (244 km): 1. Marazza, Maserati, 100,996 km/St. 2. L. Villoresi, Maserati 3. Pelassa/Dusio, Maserati 4. Bianco/Belucci, Maserati 5. H u g, Maserati Coppa Ciano, Livorno (145 km): 1. E. Villoresi, Alfa R., 133,108 km/St. 2. Biondetti, Alfa Romeo 3. Marazza, Maserati 5 Punkte 4 » 3 > 2 > 1 » 5 Punkte 4 > 3 » 2 » 1 » 5 Punkte 4 » 3 » 2 1 » G. P. von Albi (2mal 178,020 km): 1. L. Villoresi, Maserati, 145,168 km/St. 5 Punkte 2. Soffiefti, Maserati 4 » 3. G. Plate, Talbot Spezial 3 » 5 Punkte 4 > 3 >