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E_1938_Zeitung_Nr.089

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, i. KOVEMBER 1938 — N° VOLKSFRiUND W\ AU zum ersten Mate die Frage der Ford 8-Zylinder Wagen aufkam, so stiess diese Neuigkeit aul allgemeinen Skeptizismus. Bisher wurden derartige Motoren kostspieligen Luxusartikeln gleichgestellt. Um den V-8 Motor in die mittlere Preislage von Fahrzeugen einzureihen, bedurfte es der Erfahrung und der unermesslichen Hilfsmittel der Ford Motor Company Henry Ford war der Meinung, dass nur die Konstruktion des Motors und nicht die Anzahl seiner Zylinder ausschlaggebend ist und so haben auch die Prüfungen und Probefahrten bewiesen, dass die Anschauung des grossen Konstruktors richtig war. Die grossen Hilfsmittel und Erfahrung der Ford Gesellschaft wurden zur Verminderung der Herstellungskosten angewandt, und so kam der V-8 Motor auf die Welt Seither erbrachten die Benzin, und Oelverbrauchs-Tabel* len, die durch die Wagenbe- »itzer aller Länder aufgestellt wurden, den Beweis, dass die Vergrößerung a*er Zylinderanzahl keinen Einfluss auf den Benzin- und Ölverbrauch ausübt Und wirklich der V-8 Ford Motor entspricht durchaus den den Fahrzeugen in mitt» lerer Preislage gestellten strengen Anforderungen. Der seit einem Jahre auf den Markt gebracht« V-8 12 PS Wagen hat jegliches Zögern der Ungläubigen endgültig behoben. Ohne Zweifel beweist dieser Wagen, dass der V-8 Motor die höchsterreichbare Leistung erzielt. Mit Begeisterung wurde das Erscheinen dieses V-8 Motors von reduziertem Format begrünt, - und zwar nicht ohne Begründung! Ein Benzin-Verbrauch von 9 bis 11 Liter pro 100 Km und darunter wird uns allerseits berichtet. Mehrere hundert Tausende Automobilisten haben im Laufe der 2 ersten Jahre diesen neuen Ford V-8 12 PS den Vorzug gegeben. Kurz, dieser Motor 'wir£ turn "Volksfreund Nr. 1" AARAU: F. W. Knapp, Gross-Garage Central, Tel. Nr. 500. — BADEN: Fritz Wymann, Garage, Römerstrasse 1. — BASEL: Autavia A.-G., Hardstrasse 14. — BERN: Willy & Co., n. Lorrainebrücke. — BIEL: Grand Garage du Jura S. A., Rue Göuffi 18. — BURGDORF- W Bärtschi, Bahnhofgarage, Obere Kirchbergstrasse 41. — CHUR: Central- Garage der Rhat. Lagerhaus A.-G., Gürtelstrasse 15. — GLARITS: Kaspar Milt, Auto- Garage. — FRAÜENFELD: W. Merz & Co., Bleichestrasse 6a. — LANGENTHAL: Th. Vogel, Central-Garage. — LUZERN: Th. Willy, Bundesplatz 6. — NEÜHAUSEN: Gerhard Bührer, Centralstrasse 121. — NIEDERUZWIL: Wilhelm Kielholz, Auto-Garaga. — ÖLTEN: G. R. Pilloud, Ing., Offiz. Ford-Vertretung. — RAPPERSWIL: Garage Helbling, G. m. b. H. — ST. GALLEN: Müller & Häne, St. Leonhard-Garage, Bogenstrasse 9. — SCHWYZ: P. Dürrer, Auto-Garage. — SOLOTHURN: Touring Motor A.-G. — SURSEE: 0. & R. Wyder, Auto-Garage. — THUN: R. Pulver, Bahnhof-Garage. — WINTERTHUR: Werner Frick, St. Gallerstrasse 16. —• ZÜRICH: Tip-Top-Garage, Seehofstrasse 16. USl D-ES SPECIfl Ll S€£5 b£WiS2S'flns fflBRICflTIOn D-E: Coussinefs debwtles -et de ; i-evspouv lows moieui°So .»«.die Unfallchronik der Tageszeitungen weiss darüber zu berichten. Die jetzigen Verkefirsverhaltnisse erhöhen die Unfallgefahr in erschreckender OUT߀/ DflnS L£S TRflVflUX SUlVflliTS *tectific&tiön -et ckemis&&e de cylind?°eSo ^ecitfiCüUönd-e vilebi Q equins Weise. Audi Ihnen kann ein Unfall zu« stossen mit schweren gesundheitlichen und finanziellen Polgen. Versäumen Sie daher nicht, sich zu versichern und verlangen Sie sofort unsere Prospekte für die EINZEL-ÜNFALL-VERSICHERUNQ CöussineiSi Soudüt-eä t\ culass-esen en hdne cai°t-ei°s Schweiz. Unfall- und Haftpflicht-Versicherungsanstalt in Züridt B^ftL-E Verla«, Druck und Cliches: HALL WAG A.-G., Bern, Für wirkungsvolle Inserate: Eallwae-Cliches I

N°89 III. Blatt BERN, 4. Nov. 1938 89 III. Blatt BERN, 4. Nov. 1938 cat*«i.r ahveszei u Schon fallen die bunten Blätter der Bäume oft Regenschauern gleich — es ist Herbst geworden. Für den Automobilisten beginnt wiederum eine der beiden Jahreszeiten, welche sowohl an seine Fahrkunst als an seine Aufmerksamkeif und Geistesgegenwart erhöhte Anforderungen stellen. Früh bricht die Dunkelheit herein und abendliche Nebel, die der Sonne des nächsten Tages oft bis in die Mittagsstunden hinein trotzen, feuchten die Strassenoberflächen fast unmerklich an. Der Praktiker des Volants kennt sie, diese Zeichen des Herbstes; so unerfreulich er sie auch finden mag, er trägt ihnen sorgsam Rechnung. Autorriatisch mässigt er vor dem Befahren der Kurven sein Tempo und hütet sich vor jeder for- Kötflügel und ein tüchtiger Stoss in den Magen, dank des krampfhaft umklammerten Steuerrades, sjnd etwa als bescheidenste Erfolge solchen Vorgehens anzuführen. Beginnt aber der Wagen in einer Kurve zu schwimmen, setzt er zu sanftem Gleiten an, dann ja nicht die starke Hand des Meisters fühlen lassen und energisch aufs Bremspedal treten! Aber unter gleichzeitigem Gasgeben gegensteuern, bis das Fahrzeug die gewünschte Richtung wieder einhält. Sehr wichtig ist es auch, das Tempo vor dem Befahren einer Kurve soweit zu drosseln, dass dieses in derselben ohne jede Schleudergefahr wieder erhöht werden kann. Doch wir wiederholen: All die goldenen Regeln, all die wirksamen Kniffe des Praktikers sind nutzlos verschwendete Liebesmüh, wenn die Haftfähigkeit der Bereifung auf der Fahrbahn infolge von bis fast auf die Leinwand durchgescheuerten Laufflächen iJlusorisch geworden. Es gibt zwei Möglichkeiten der Er- StanVpfasphalt ist ein Tanzboden für Motorfahrzeuge. sehen Betätigung der Bremspedale. Denn je nach ihrer Oberflächenbeschaffenheit erweist sich die Strasse in dieser Jahreszeit als tückischer Geselle — vom Nebel feuchte, mit Laub bedeckte und durch Pneuabrieb und Oeltröpfchen schmierig gewordene Fahrbahnen bieten dem Wagen ein verlockendes Tanzparkett. Sind dann unglücklicherweise auch gerade die eigenen vier « Finken > noch bis auf die Leinwand abgefahren, so sind alle Voraussetzungen für die prächtigste Rutschpartie gegeben. Den Gefahren eines solchen Strassen-Shimmys versucht der Routinier — und wer möchte unter der zünftigen Gilde der Automobilisten ein Greenhorn sein — durch angemessene Fahrweise und vor allem durch Montage einer der Jahreszeit angepassten Pneugarnitur zu begegnen. Wer aber seinen ersten Autoherbst erlebt, der nehme sich vor den Launen des Wetters wohl in acht! Denn man kann sie nicht ernst genug nehmen, die Zeichen der Zeit — der Herbstzeit, wohlverstanden. Da beginnt der Wagen mitunter plötzlich zu schwimmen wie ein Fisch im Wasser; das sonst auf den leisesten Druck prompt reagierende Fahrzeug wird störrisch wie ein Maulesel. Da hilft nur strikte Beachtung bestimmter Fahrregeln, Besserwisser wird ein Unfall meistens rasch belehren. Das Alpha und Omega jeglicher Fahrsicherheit im Herbst ist zügiges Fahren, unter Vermeidung jeden ruckartigen Stop- oder Beschleunigungsmanövers. Nur weiche Betätigung des Gashebels und der Kupplung, das Unterlassen jeder abrupten Manipulation, jeder Akrobatik am Steuerrad und jeden Versuchs zur Aufstellung von Bremsspurrekorden, vermag ein Abrollen der Räder auf der gewollten Fahrbahn zu gewährleisten. Allgemein gültige Verhaltungsmassregeln zu geben erweist sich als Ding der Unmöglichkeit; zu stark fallen die Strassenverhältnisse bei der Wahl der Fahrweise in Betracht. Als praktisch und sicher bezüglich Bremsen hat sich folgendes Vorgehen erwiesen: Weich anbremsen, hierauf Steigerung des Bremsdruckes bis zu dem Punkte, auf Grund welchens eines oder mehrere der Räder zu rutschen beginnen, dann sofortiges Herabmindern des Bremsdruckes bis zum Wiederabrollen der Räder. Ein solch stetiger Wechsel zwischen Treten und Zurücknehmen des Bremspedals schafft eine fast lOOprozentige Sicherheit. Aus Leibeskräften auf die Bremse treten in dieser Jahreszeit darf man fast als Selbstmord bezeichnen. Auch wer den derzeitigen Gefahren der Strasse mit einem unendlich langen Bremsweg beizukommen gedenkt, mag ruhig seine Räder blockieren: ein gestauchter Kühler, ziehharmonikaähnliche '^bewahren ihrey SchmierFäbigkeit j] bei;tiefster Kälte 1 i jgrässterHitze | Wenn das laub .von dgn Bäumen fällt, wenn Morgennebel die Sicht trüben, dann heisst es; Auf der Hut sein! Die Güte eines Motoren- Oe/es kann nur durch Leistung bewiesen werden. Wie in der Schweiz, so ist in aller Welt Essolube von sorgfältig prüfenden und richtig rechnenden Automobilisten anerkannt, weil es alle Spitzeneigenschaften eines guten Motorenoeles in sich vereinigt, also • flache Viskositätskurve, das heißt geringe Temperatur-Abhängigkeit, • große Hitze- und Kältebeständigkeit, • vollkommene Schmierung dank seiner Oeligkeit und großen Haftfähigkeit auf Metall, ' • minimale Schlamm- und Kohlebildung, • fange Lebensdauer, • sparsamer Verbrauch. Essolube das gute Oe/ für gute Fahrt S T A N D A R D - M I N E R A L O E L P R O D U K T E A . G . G E G R Ü N D E T 1 8 9 4 zielung einer guten Haftfähigkeit des Reifens auf der Fahrbahn. Entweder muss der Strassenerbauer für eine unter allen Umständen, also trotz den Tücken des Herbstes und des Winters rauh bleibende Fahrbahn sorgen, oder aber die Bereifung muss sich über eine grosse Haftfähigkeit' selbst auf glatter Fläche ausweisen. Natürlich tendiert die Entwicklung auf Erfüllung der beiden Bedingungen, denn nur das garantiert ein Optimum an Verkehrssicherheit. Da aber z. B. Stampfasphalt und Bitumenstrecken diesen Anforderungen erst allmählich unter Verwendung besonderer Auf- ©auhungsverfahren zv genügen vermögen, wird heute noch jeder Fahrer gut daran tun, wenigstens durch die Wahl der Bereifung sein Möglichstes beizutragen zur Eliminierung der Schleuder- und Rutschgefahr. Herbstlaub auf feuchter Strasse birgt Gefahr: Der Wagen rutscht in voller Geschwindigkeit, man ist nicht länger Herr der Maschine, schliddert übers Trottoir und landet schliesslich an einem Telephonmasten! Glitschrige Jahreszeit! Sowohl Strassenbauals Bereifungstechnik haben ihr den Kampf angesagt. Doch was vermögen ihre Bemühungen, wenn der wichtigste Faktor des Ganzen, der die Maschine beherrschende Mensch, versagt, das heisst das Gebot des Herbstes: Vorsicht — Ruhe — Zartgefühl missachtet und auf Grund dessen zum von der Materie Beherrschten wird? -wy-