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E_1938_Zeitung_Nr.086

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Hotelprospekte und

Hotelprospekte und Hutotourismus Es ist selbstverständlich, dass nicht alle Hotels gleichmässig oder überhaupt am Automobilreiseverkehr direkt interessiert sind, aber es lässt sich nicht übersehen, dass auch Hotels, die weitab von einer Strasse liegen, doch viele Autotouristen beherbergen, die, soweit möglich, bei der Zufahrt zu ihrem Ferienziel den Wagen so weit wie möglich benützen möchten. Als Beispiel diene das Oberwalliser Touristenzentrum Zermatt, von dessen Qästekontingent ein grosser Teil per Auto zureist und den Wagen immer mehr benützt, je weiter der Strassenbau im Zermatter Tal fortschreitet. War dies anfänglich nur bis Stalden möglich, so ist nun die noch zu bewältigende Eisenbahnstrecke auf den kürzeren Abschnitt St Nikiaus—Zermatt reduziert worden. Um so mehr scheint es nun Aufgabe aller Hotels, und zwar auch derjenigen, die fernab der Strasse liegen, zu sein, in ihrem Propagandamaterial auch die Vorteile, welche sie dem Autotouristen bieten, zu erwähnen und alle Erleichterungen aufzuführen, die dem Autogast die Zufahrt und den Aufenthalt vorteilhaft und angenehm zu gestalten vermögen. Blättert man heute die zahlreichen Hotelpro-- spekte durch, so fällt es auf, wie wenig sie im allgemeinen gerade diesem Wunsche Rechnung tragen. Enthalten die Prospekte überhaupt Angaben dieser Art, so sind sie häufig genug derart ungenau gehalten, dass sie dem Automobilisten überhaupt nichts zu sagen vermögen. Mit der Feststellung, dass eine Garage, eine Tankstation vorhanden, dass das betreffende Hotel ein interessantes Ausflugszentrum für Automobilisten sei, mit solchen allgemeinen und dürftigen Hinweisen sollte es aber sein Bewenden nicht haben. Was verlangt der Autotourist in dieser Hinsicht? In erster Linie Aufschluss über die Zufahrtsverhältnisse. Sind gut ausgebaute, staubfreie Strassen vorhanden, dann mache man Reklame damit, das Ausland tut es auch. Handelt es sich um nicht modernisierte Nebenstrassen, dann scheue man vor der Wahrheit in der Reklame nicht zurück. Lieber den Gast auf gewisse enge Passagen oder gefährliche Stellen oder einschränkende Verkehrsvorschriften (Einbahnverkehr, nur Verkehr der Anstösser) aufmerksam machen, als dass er verärgert und vielleicht mit beschädigtem Wagen ankommt. Angaben über die Distanzen zu den nächsten grösseren Orten dürfen nicht fehlen. Liegt das Hotel nicht an einer fahrbaren Strasse, so ist unbedingt zu vermerken, bis wohin die Zufahrt im Auto erfolgen kann. Dabei muss es sich aber um einen Ort handeln, wo ausreichende Garagierungsmöglichkeiten zu akzeptablen Preisen bestehen. Unerlässlch scheinen uns in diesem Zusammenhang auch Auskünfte darüber, auf welche Art von dort die Fortsetzung der Reise bis zum Hotel möglich ist und welche Kosten für Insassen und Gepäck damit verbunden sind. Zu diesen möglichst präzis zu haltenden Informationen über die Zufahrtsverhältnisse sollten ebenso klare Angaben über die Garagierung, kommen, sollten sich die Fragen beantwortet finden, ob Einzelboxen oder nur ein Sammelraum vorhanden, ob sie heizbar sind oder nicht, ob es sich um eine eigene oder fremde Garage handelt. In letzterem Falle sollte die Distanz vom Hotel, der Mietpreis für kürzere und längere Aufenthalte etc. genannt sein. Erden zu erreichen sei, wirklich einen unglaublich komischen Eindruck. Jedenfalls war Hester erpicht darauf, mit ihr und der Cockles in London zu leben, und Ende Mai verliess sie uns in bester Gemütsverfassung. Dem Besuch Tante Bettys sah ich dieses Jahr mit ziemlichem Bangen entgegen, weil die Clevelands in Porthlew weilten. Im vorigen Jahr waren sie verreist gewesen. Ich hatte Angst vor den kampfblitzenden Augen Tante Bettys, wenn sich Frau Cleveland aufspielte, und vor ihren herabsetzenden Vergleichen zwischen Frau Spoon und mir, wenn sie sah, dass Bill noch immer um Celia herumscherwenzelte, ohne sich zu erklären. Isabel Godolphin war mit Freunden in die Schweiz gereist, und jetzt wurde überall davon gesprochen, dass sie nie mit Bill verlobt gewesen sei und sich nie mit ihm verloben würde. Das war alles ganz gut und schön; aber selbst wenn es meinen Kopf kostete, hätte ich nicht sagen können, was Bill eigentlich beabsichtigte. Wollte er Celia heiraten, dann war es Zeit, sich zu erklären, wenn nicht, hätte er fortbleiben müssen. Als Tante Betty kam, sagte sie, Nicholas müsse ihm den Standpunkt klarmachen, und wenn ich meinem Gatten seine Pflicht nicht beibringen könne, dann würde sie es tun. Nicholas sei immerhin ihr Neffe, und sie Sehr nützlich wären im weiteren zutreffende und detaillierte Angaben über Reparaturwerkstätten, Beschaffungsmöglichkeiten für Zubehör' und Ersatzteile, elektrische Ausrüstung, Pneus, Servicestationen usw. Dabei sollten aber allgemein gehaltene Wendungen und Anpreisungen verschwinden. Fehlen diese Hilfsdienste am betreffenden Ort, darf man getrost den nächsten Ort erwähnen, wo sie existieren. Gerade für den landesfremden Automobilisten bilden solche Hinweise eine sehr grosse Beruhigung. Dankbar wird der Autogast auch einem Tipp sein, wo wirklich zuverlässige autotouristische Auskunft erhältlich ist (Touristikbureaux der Clubs etc.). Und dann der dritte Teil: X« »nbau Zur Verbesserung der Nordrampe der Gotthardstrasse. Wie hier bereits gemeldet wurde, hat der Kanton Uri beschlossen, den Ausbau der Nordrampe der Gotthardstrasse in Angriff zu nehmen und mit der Verbreiterung des Teilstückes Amsteg-Intschi sofort zu beginnen. So sehr dieses initiative Vorgehen zu begrüssen ist, so muss doch gleich von allem Anfang an dafür gesorgt werden, dass der Verkehr auf diesem Teilstück durch die Bauarbeiten in den kommenden Monaten keine zu starke Beeinträchtigung und Gefährdung erleidet, auf keinen Fall aber darf der Strassenverkehr vollständig unterbunden werden und wäre es auch nur in einer Richtung, denn der Eisenbahntransport für Autos von Erstfeld oder Amsteg nach Airolo gestaltet sich zu einer derart kostspieligen Angelegenheit (38 Fr. plus Billetkosten der Insassen), dass man ihn den Autotouristen nicht ohne weiteres zumuten darf. Gewiss, die Bauverhältnisse sind an der Strecke Amsteg-Intschi ziemlich ungünstig. Es sollte aber bei rationeller Organisation der Arbeiten doch gelingen, durch — Schaffung von Ausweichstellen und durch einen gut eingerichteten Signaldienst den Verkehr in beiden Richtungen aufrecht zu erhalten und so den Ein- und Auslad in Göschenen zu ermöglichen, anstatt dass er schon in Erstfeld oder Amsteg zu erfolgen hätte. Dabei drängt sich die Notwendigkeit auf, die Automobilisten in Amsteg und Ourtnellen auf die besonderen Erschwerungen in deutscher, französischer und italienischer Sprach« aus r reichend und auffallend aufmerksam zu machen. V Strassenbau im Welschland. Die waadtländische Regierung hat dem Grossen Rat einen Dekretsentwurf betr. die Bewilligung eines Kredites von Fr. 441500 für Verbesserung des kantonalen Straesennetzes im Laufe des kommenden Jahres unterbreitet. Ferner sollen verschiedenen Gemeinden von der Kantonsregierun? Straseenbaubeiträge in der Gesamthöhe von 122 475 Fr. eewährt werden. Inzwischen schreiten, auf Grund des neuen Bauprogramms, auch im benachbarten Kanton Frei- kenne ihn seit er auf der Welt ist Ich erklärte ihr, dass ich Bill ebenfalls kenne, seit er auf der Welt ist, dass das aber mit der gegenwärtigen Situation gar nichts zu tun habe. Tante Betty bestand aber darauf, dass wir B1H zwingen, Farbe zu bekennen. Und eines Tages versuchte sie, Nicholas in meiner Gegenwart aufzupulvern. Aber mein Mann war nicht der Junge, den sie noch immer in ihm sah, und nicht gesonnen, mit irgendeinem Menschen ausser mir die Eheaussichten und Liebesangelegenheiten seiner Töchter zu besprechen. Ihm ging es sowohl gegen den Strich, auf Bill einen Druck auszuüben, als auch ihm die kalte Schulter zu zeigen. Nicholas fasste sich Tante Betty gegenüber sehr kurz und gab ihr zu verstehen, wie peinlich berührt er war. Sie tat mir leid, weil Nicholas doch sonst nur ganz selten unfreundlich ist. Ich glaube, es war eine Folge dieser Niederlage, dass sie tags darauf gegen Frau Cleveland noch kampflustiger war als gewöhnlich. Es war ein herrlicher Nachmittag, und wir nahmen gerade den Tee im Garten, als Frau Cleveland durch den Seiteneingang unangemeldet auf uns zukam. Tante Bettys Begrüssung fiel kühl aus, und ich beauftragte Sally, noch eine Tasse und einen Teller zu verlangen. « Es müssen schon Jahre her sein, seit wir AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 25. OKTOBER 1938 — N° 86 Nennung Interessanter, lohnender viertel-, halb- und ganztägiger Ausflüge. Was wir damit andeuten möchten, sind jedoch nicht nur die gewöhnlichen, in allen Autoführern stehenden «klassischen Autotouren, sondern auch Hinweise auf Fahrten abseits der grossen Heerstrassen! Und zwar unter spezieller Nennung von Sehenswürdigkeiten, schönen Aussichtspunkten, Parkstellen, Badeplätzen, Sportmöglichkeiten etc. Solche Winke weiss der sehr bewegliche Autotourist stets ausserordentlich zu schätzen, ebenso die Zitierung handwerklicher und gastronomischer Spezialitäten. Die schweizerische Verkehrszentrale oder der Schweizerische Hotelierverein würden sich wohl ein grosses Verdienst um die Förderung der gesamten Autotouristik erwerben, wenn sie einen solchen Standardtyp eines modernen, dem Autoreiseverkehr angepassten Hotelprospektes herausgeben würden, verfasst von einem Fachmann der Praxis, der sich in den Wünschen und Anforderungen der Autotouristen auskennt. Wer sich in den Clubund Reisebureaüx etwas umtut und weiss, was der Automobilist verlangt, wie wenig aber auch die heutigen Hotelprospekte (teilweise auch die Ortsprospekte) diesen Bedürfnissen entsprechen, der kommt nicht um die Feststellung herum, welche Lücke hier noch besteht V burg die Verbesserungen des dortigen Strassennetzes fort. So wird gegenwärtig die Strasse von Estavayer-le-Lac nach Grandoour, die als Parallelverbindung zu der grossen Durchzugsroute Lausanne - Payerne - Bern, in ihrer Verlängerung über St-Aubin nach dem Murtensee führt, zunächst auf einer Strecke von 3 km korrigiert. Nach Vollendung dieser Arbeiten soll sodann das nächste Teilstück in Angriff genommen werden. Einer dringenden Verbesserung aber bedürfen im weiteren vor allem die Strasse von Freiburg über le Mouret nach Bulle, die auf dem Teilstück zwischen dem letztgenannten Ort und La Röche unhaltbare Zustände aufweist, wie auch auf weiten Strecken diejenige von Freiburg über Romont nach Oron-la-Ville, die als Verbindung mit Lausanne gegenüber der grossen Route über Payerne den Vorzug einer überaus reizvollen Landschaft bietet und daher alle Aussicht hätte, zu einer eigentlichen Touristenstrasse zu werden. In letzter Zeit ist aber auch die über Freiburger Gebiet führende Teilstrecke der Durchgangsstrasse Bern - Neuenburg, insbesondere was das zwischen Kerzers und Gurbrü liegpnde Stück anbetrifft, mit einem währschaften Oberflächenbelag versehen worden. Es war denn auch höchste Zeit, dass dieses staubige und schlaglochreiche Strassenstück korrigiert wurde, nachdem die Zufahrtsstrecke von Gümmenen her bereits seit einiger Zeit den heutigen Strassenverkehrsverhältnissen angepasst worden war. Zwischen Kerzers und Müntschemier aber drängt sich eine baldige Korrektur der durchs grosse Moos führenden Hauptstrasse auf, und zwar nicht nur im Sinne einer Verbreiterung, sondern auch hinsichtlich einer soliden Verankerung der Fahrbahn, zeichnet sich doch die jetzige durch starke Bombierungen aus. Gewiss ist es für einen Kanton nicht gerade ermunternd, für solche Strassenstücke Geld aufzubringen, die über ein benachbarte Kantone hinausragendes Gebiet hinaus verlaufen. Bei stark frequentierten Durchgangsstrassen darf aber diese Auffassung nicht ausschlaggebend sein; es stellt einem kantonalen Baudepartement kein gutes Zeugnis aus, wenn der Strassenzustand gleichzeitig den Uebergang von einem Kanton in einen andern anzeigt. Eine gute und gepflegte Strasse ist immer noch die beste Visitenkarte für den betreffenden Kantonsineenieur und die daran lietenden Gemeinden. Grosszugteer Strassenbau in Italien. Unter einem Kostenaufwand von 130 Millionen Lire beabsichtigt Italien während der nächsten zwei Jahre 1070 km neue Strassen anzulegen und einen beträchtlichen Teil der bestehenden, aber noch nicht modernisierten Strassen auf den Stand der heutigen Anforderungen zu bringen Die erste schwedische Autobahn. Das schwedische Verkehrsministerium projektiert die Anlage einer Autobahn von Stockholm nach Malmö. Zur Durchführung der notwendigen Vorstudien soll eine Kommission gebildet werden, dia auch eine Besichtigungsreise ins Ausland unternehmen dürfte. Norwegen baut Nordland-Autostrasse. Zwischen der norwegischen Hauptstadt Oslo und Kirkenes in Nordnorwegen an der finnischruesischen Grenze wird eine Autostrasse gebaut, I die bis 1942 fertiggestellt sein soll. Die Kosten sind ' mit 16 Millionen Kronen veranschlagt uns gesehen haben », wandte sich Frau Cleveland an Tante Betty. < Sie waren voriges Jahr nicht hier, nicht wahr ? Oder doch ? Habe ich Sie etwa verfehlt ? » « Seit mein Neffe verheiratet ist, verlebe ich immer die zweite Julihälfte hier >, sagte Tante Betty. « Wie langweilig. Ich meine, dass es für Sie sehr eintönig sein muss, jedes Jahr dasselbe zu unternehmen. Mir jedenfalls würde es nicht zusagen. > « Nein », sagte Tante Betty, Frau Cleveland anblickend, einsilbig und stark betont. «Ich brauche Abwechslung und Ueberraschungen, Sie nicht ? > < Manche Ueberraschung ist mir angenehm. Elisabeth, wenn eure Klingeln nicht funktionieren, müssen sie sofort nachgesehen werden. > < Ja, sind sie denn kaputt ? » fragte ich, von meinem Teetablett aufsehend. c Sie müssen wohl, wenn eure Freunde genötigt sind, durch den Lieferanteneingang einzutreten. > < Keine Spur >, sagte Frau Cleveland unbeirrt, < ich bin hier hereingekommen, weil ich Stimmen im Garten hörte.» Auf Tante Bettys Gesicht stand nur zu deutlich geschrieben, was sie dachte, aber sie machte keine Bemerkung darüber. Sally Im Kampf gegen die Alkoholsfinder. Nach einer Anordnung des PolizeipräsU denten von Halle werden künftig die Automobile von Fahrern, die betranken am Steuer angetroffen werden, auf öffentlichem Platz aufgestellt und mit einem Plakat versehen, das über den Namen, das Alter und die Wohnung des Sünders Auskunft gibt. Vom Bau des Londoner Themse-Tunnels. Zwischen Dartford und Purfleet befindet sich gegenwärtig ein neuer Themsetunnel im Bau. Die Bohrungen sind beendet, so dass nunmehr ein vollkommener Bohrgang vorliegt, der im Laufe der nächsten 3 Jahre so erweitert werden soll, dass eine grosse Autostrasse hindurchgeführt werden kann. Soap-Box Derby auch in England ? Der Publikumserfolg des amerikanischen « Seifenkisten-Derbies », dessen Final — wie wir kürzlich in Wort und Bild geschildert haben — jeweilen Hunderttausende von Enthusiasten anlockt, hat die Engländer nicht schlafen lassen. Und so ist denn im britischen Rennfahrer-Club der Plan herangereift, auch das Inselreich mit etwas Aehnlichem zu beglücken, wobei die Konkurrenz unter den Pfadfindern « ausgeschrieben » würde. Nicht dass man Jedoch das Vorbild der USA blindlings kopierte: die « Wagen » dürften nicht wie drüben vermöge der Schwerkraft laufen, vielmehr müsste bei der englischen Ausgabe der Motor von der Beinkraft der Jugend, will sagen durch Pedale angetrieben werden: Und die englische Auto-Fachpresse strahlt beim Gedanken an eine solche welterschütternde Neuerung eitel Wonne. Notizen Kommt er? Kommt er nicht? Doch, er kommt, der Parkplatz auf dem alten Tonhalleareal in Zürich. Seit Monaten haben sich die Kantonale Strasse»- verkehrsliga Zürich, die ihr angeschlossenen Verkehrsintereseentenverbände, die Theater und Vergnügungsstätten sowie die Geschäftsinhaber am Bellevueplatz und — last but not least — die städtischen Polizeibehörden selbst für die Bereitstellunr des alten Tonhalleareals als Parkplatz eingesetzt Wohl wurde der Aktion wiederholt das Sterbeglöcklein geläutet, aber auch hier bewahrheitete sich wieder einmal das Sprichwort: cNit nalah gwünnt». Der Stadtrat hat nämlich jüngst beschlossen, das alte Tonhalleareal, das für die Ausstellungsbesucher ausserordentlich günstig gelegen ist, nächstes Jahr für die Parkierung freizugeben. Der Platz wird rund 300 Wagen Aufnahme bieten, wobei nur zu •wünschen bleibt, dass er nicht bloss als Provisorium für da« Jahr 1939 in Funktion trete, sondern dass man sich ihn auch für die spätem Jahre sichere. Deberraschung hervorgerufen hat es in den Kreisen der Verkehrsinteressenten, dass ausgerechnet der Vorstand des Zürcher Verkehrsvereins mit der Anregung kam, das Parkieren auf diesem Platz sollte als gebührenpflichtig erklärt werden, um dadurch einen Teil der Kosten für die nötige Instandstellung hereinzubringen. Als ob die Automobilisten nicht schon genug Steuern und Gebühren für den Ausbau der Strassen und Plätze entrichteten. Man scheint im Verkehrsverein Zürich von den schlimmen Erfahrungen, die anderorts und sogar in Zürich selbst (Zika), mit solchen gebührenpflichtigen Parkplätzen gemacht werden mussten, ganz und gar nichts zu wissen. Unsere Blicke richten sich jetzt auf die zuständigen Behörden, von denen wir hoffen, sie werden diesem unverständlichen Vorschlag nicht etwa ihr «geneigtes Ohr» schenken, sondern durch die jebührenfreie Bereitstellung des alten Tonhalleareals als Parkplatz eindeutig bekunden, dass die Stadt Zürich sich dessen bewusst bleibt, was eine fortschrittliche Verkehrspolitik von. ihr fordert. V kam, gefolgt von Melinda, auf unsern Tisch zu. « Jedesmal, wenn ich dieses Mädchen sehe, hat sie dickere Beine », sagte Frau Cleveland, als Melinda, die wieder ins Haus zurückging, noch in Hörweite war. «Liebe Frau Brooke, Sie müssen ihr sagen, dass sie längere Röcke tragen muss. > Es entstand ehie Stille; eine Stile, die sich drückend fühlbar machte. Sogar Frau Cleveland, die eine Haut wie ein Rhinozeros hat, muss sie empfunden haben. Etwas verlegen begann sie von einem grossen Gartenfest zu sprechen, das sie am dritten Augrust in ihrer Villa Rosecassa geben wolle. « Ich hoffe, Sie werden mir das Vergnügen machen», sagte sie zu Tante Betty herablassend. < Ich reise am Dreissigsten», erwiderte Tante Betty. c Können Sie nicht ein bisschen länger bleiben ? Prinz Borovitch und seine Tochter Sonja werden zu uns kommen. Sie sollten wirklich die Prinzessin Sonja kennenlernen, Fräulein Ramsham. Man sagt, dass die englischen Mädchen schön seien; aber ich kenne keines, das einen Vergleich mit ihr aushält, und William ist vollständig meiner Meinung.» (Fortsetzung folgtj

N° 86 — DIENSTAG, 25. OKTOBER 1038 AUTOMOBIL-REVUE Zum A&scMuss dec inteenatianaten RZH Nuvolari auf Äuto-Union gewinnt auch die Donington-Trophäe Der Altmeister des Volants vor Lang und Seaman (Mercedes-Benz) überlegener Sieger im Donington-Grand Prix. - Müller (Auto-Union) auf dem 4. Platz. - Kautz (Auto-Union) in der 3. Runde ausgefallen. ERA sichert sich mit Dobson, Cotton und Connell den Team-Preis. Vorspiel. Donington, Castle Donington... wann war dieses schöne, alte Schloss mit seinem riesigen Park in der Nähe von Derby nur das letztemal in Verbindung mit Krieg und Kriegsgeschrei genannt worden ? Ja richtig, als sich dort vom Jahre 1915 an das grosse Offiziersgefangenenlager befand, aus dem der berühmte « Tsingtau-Flieger » Günther Plüschow, der darüber, sowie « Als Flieger über den Feuerlandsinseln » zwei Bücher geschrieben und später den Pilotentod erlitten hatte, in abenteuerlicher Weise ausgekniffen war und diese Tatsache sogar Gegenstand von Interpellationen bildete, weil die deutschen Offiziere in diesem Lager dem Vernehmen nach zu «luxuriös » untergebracht waren. Und nun ? Wohl noch nie in der Geschichte des Rennsports war ein Grand Prix unter so dramatischen internationalen Begleitumständen abgesagt worden wie heuer der englische an seinem ursprünglichen Termin am 1. Oktober... Freitag den 23. September früh war Nuvolari — mit dem Auto-Union-Wagen nun schon ebenso verwachsen wie seinerzeit mit dem Alfa-Monoposto — zum erstenmal um die rund 5 km lange Bahn gesaust, und drei Tage später trafen auch schon die Meroedes- Benz-Wagen mit ihrer gewohnten Armee von Mechanikern und sonstigen Begleitern ein, während ihre Fahrer unter Führung Papa Neubauers in London noch das zu Ehren ihres Kollegen Dick Seaman vom Royal AC veranstaltete Lunch verspeisten... In der Nacht auf Dienstag wurde die internationale- Lage brenzlig und bei Morgengrauen waren die beiden deutschen Mannschaften statt mit Vorbereitungen zum Training fieberhaft mit Einpacken beschäftigt. Als wenige Stunden später Neubauer die Nachricht aus dem Reich erhielt, dass die deutschen Mannschaften mit ihrem Training für das Rennen fortzufahren hätten, waren ihre Wagen bereits «hafenwärts» unterwegs. Dank dem wie immer glänzend funktionierenden Strassentelephondienst des « RAC » und der < AA » konnten die beiden Teams — das ^der « Auto-Union » in diesem « Rennen » mit einem Vorsprung von ca. 20 km klar « in Führung > — in der Nähe von Leicester noch aufgehalten und nach Donington zurückbeordert werden. 24 Stunden lang kämpfte der energische, lustige Mr. Fred Craner, der die ganz© Verantwortung für das Rennen trägt, unterstützt von einem ad hoc verstärkten Stab von Helfern auf durch < Krisengespräche » überlasteten Linien gegen Tausende von telephonischen und telegraphischen Anfragen aus allen Teilen des Landes. Die Antwort lautete: der Grand Prix zu Donington findet statt. Aber wenige Stunden später verschlimmerte sich die Lage und schon waren die deutschen Teams wieder fort, diesmal die Mercedes-Benz-Leute an der Spitze. Aber auch Dr. Feuereissen Luftfahrt Eine Studiengesellschaft zur Gründung einer Flugzeugfabrik AG., Zürich-Oerlikon. Die Bemühungen zur Schaffung einer privaten nationalen Flugzeugindustrie in der Schweiz haben am vergangenen Freitag in Zürich zur Gründung einer Studiengesellschaft zur Gründung einer Flugzeugfabrik AG. geführt. Dieses Syndikat mit einem einbezahlten Aktienkapital von Fr. 100,000.— will eine schweizerische Aktiengesellschaft für die Flugzeugkonstruktion mit einem Kapital von 5 Millionen Franken ins Leben rufen. Ihm gehören namhafte Persönlichkeiten aus der schweizerischen Industrie und Zivilluftfahrt an, u. a. die HH. Arnold Bloch, Direktor der Aluminium-Industrie AG., Neuhausen; Emil Bürler, Direktor der Maschinenfabrik Oerlikon; Dübi. Generaldirektor der von Roll'schen Eisenwerke; Oberst Messner, Zentralpräsident des Aero-Clubs der Schweiz; Meyfahrth, Direktor der Secheron-Werke; Oberst Schmidheiny, Präsident des VerwaJtungerates der Eecher-Wyss AG., Dr. Hans Sulzer. Verwaltungsratspräsieint der Gebrüder Sulzer AG„ „ hatte der kalte Graus bei der Vorstellung gepackt, dass gerade seine schönen neuen Silberfische im Falle einer bewaffneten Auseinandersetzung zur ersten Kriegsbeute werden könnten, und so machte er sie verladebereit — diesmal per Bahn — nach Harwich. Einige Stunden lang war man sich im unklaren, ob man das Rennen nicht auch ohne die deutsche Beteiligung abhalten sollte, aber am nächsten Morgen erwachten Millionen Menschen mit Gasmasken am Nachtkästchen und in der Ueberzeugung, dass es zum Wochenende zwar keinen Krieg geben werde, aber auch keinen Grand Prix zu Donington! Als einziger soll angeblich Manfred von Brauchitsch das Ein- und Auspackspiel nicht mitgemacht haben. Training. Nun sind sie alle wieder da, und wer von ihnen die Strecke bis zum Rennen jetzt nicht auswendig kennt, dem ist nicht mehr' zu helfen! Nuvolari hatte jemand von den Deutschen heute früh Weidmannsheil gewünscht statt des unfreundlichen «Hals- und Beinbruch», und richtig hat er soeben einen kapitalen Hirsch erlegt, mit dem Ergebnis, dass das Gesicht von Freund Eberan, dem technischen Betreuer der für jagdliche Beanspruchung nicht berechneten Auto-Union-Wagen, noch länger wurde als gewöhnlich, und der elegante, liebenswürdige Kautz, der — erlauschten Gesprächen weiblicher Trainingskiebitze zufolge — am Samstag — nach dem National-Favorit Seaman — Günstling des schönen Geschlechtes werden dürfte, sass Winter Einen Satz neuer Bosch - Kerzen die erfolgreichsten der Welt Hochleistungsziindspule mangels Trainmgswagens den ganzen Nachmittag ziemlich gelangweilt bei den Depots. Seaman fährt übrigens wieder einmal ganz überragend schön, und seine «leichte Hand» in den Kurven erinnert etwas an den eleganten Fahrstil von Dreyfus, der — nach dem schweren Unfall seines Equipen-Chefs Laury Schell mit Raph als Teamkollegen — nun an der Boxe auf das Eintreffen seiner Delahayewagen wartet. Aber erst später am Abend begegnete ich auf der Landstrasse zwischen Leicester und Harborough den Lastwagen mit der Aufschrift «Ecurie Bleue»...., War schon die Vorgeschichte des Rennens reich an unerwarteten, aufregenden Zwischenfällen gewesen, so fiel der Verlauf selber nicht weniger spannend aus und der Umstand, dass alles ohne jeglichen Unfall vor sich ging, brachte es mit sich, dass auch nicht der geringste Schatten diese in Gegenwart einer riesigen Menschenmenge bei strahlendem Wetter abgehaltene, letzte und zugleich vielleicht interessanteste Veranstaltung des Jahres verdüsterte Punkt 12 Uhr, als der Herzog von Kent die Fahne senkte, schoss der zwischen den 3 Mercedes-Benz-Wagen von Seaman, Brauchitsch und Lang in der ersten Reihe gestartete Auto-Union von Nuvolari wie der Blitz an die Spitze und am Ende der Startrunde lauteten die Positionen wie folgt: Nuvolari (Auto-Union). Müller (Auto-Union), Brauchitsch (Mercedes-Benz). Seaman (Mercedes- Benz), Lang (Mercedes-Benz), Bäumer .(Mercedes- Benz), Kautz (Auto-Union) und Hasse (Auto- Union). Kautz unterlag schon in der 3. Runde im Kampf mit seinem eigenen Temperament, demolierte zuerst einen Staketenzaun bei Coppice-Corner und sauste dann in der Melbourne-Haarnadelkurve geradeaus in den Erdwall, wo wenige Minuten später, nach verzweifelten, aber- erfolglosen Bremsversuchen knapp neben ihm auch der M. G. von Cuddon-Fletcher landete. Zu Beginn der 7. Runde unternahm Gfffl Vüloresi mit seinem 3-1 iter-Maserati einen drohenden Angriff au! die deutsche Kopfgruppe. bei welchem nacheinander Bäumer und Hasse unterlagen Was Vüloresi auch bei den Anclerthalbliter-Wagenrennen immer wieder frühzeitig aussei Gefecht setzte, das taktisch unkluge Forcieren von allem Anfang an, hatte auch diesmal sein baldiges Ausscheiden zur Folge: bereits von der 18. Runde weg ward der feurige Südländer nicht mehr gesehen. Es sei nur eine «harmlose Störung» gewesen — wenn man einen kaputt gegangenen Kolben so nennen darf! — rief uns Villoresi zu, der nach seiner Aufgabe auf das Dach seines Depots geklettert war. Inzwischen gelang es Nuvolari durch verschiedene Runden, die er in 2:16 bis 2:19 drehte, einen Vorsprang von einer halben Minute auf Müller herauszuwirtschaften. Das von den Spitzenfahrern der Auto-Union diktierte Tempo war überaus forsch und weder Seaman noch Lang, die ihrem Stallgefährten Brauchitsch echon ziemlich früh die «Schwanzflosse» ihres Mercedes zeigten, vermochten die mehrfach versuchte Attacke auf Müller siegreich zu Ende zu führen. Bäumer seinereeits, raschen Start und Benzi ersparnis Nebellampen mit Kippspiegel ab ... Fr. 68.- mit feststehendem Spiegel ab Fr. 28.- unbedlngt wirksam blendfrei Scheinwerfereinsätze für sichere Nachtfahrt Bei Eis und Schnee freie Sicht durch Nordland-KIarsichtscheiben gerüstet gut die Fahrt Der Rennverlauf. n der an Stelle von Caracciola ein beachtliches Rennen fuhr, wurde in der 14. Runde von Hasse überholt. Nach dem ersten Viertel des Rennens ^20 Runden) lag Nuvolari 22 Sekunden vor Müller. Unmittelbar darauf notierte man Seaman, Lang und von Brauchitsch und weiter zurück Hasse, Bäumer und Dreyfus als ersten Nichtdeutechen auf Delahaye. In der 26. Runde erschien Nuvolari am Ersatzteillager, um Kerzen wechseln zu lassen, wodurch Müller in Führung kam, und wie dieser just seine 30. Runde •drehte, tauchte im Wald bei Red Gate Lodge eine lange, weisse Gestalt auf und kletterte über den Zaun... Hasse! « Fuhr nicht schneller als sonst an der Stelle», erzählte er, «aber vor uns hatte der Wagen eines englischen Konkurrenten Oel verloren. Seaman und ich gerieten ins Schleudern und während er über die Bahn hinaussauste, seinen Mercedes- Benz aber in rund 2Yi Minuten wieder flott kriegte, hatte ich das Pech, meinen Wagen zu zerschlagen.» Auch Lang traf ein Missgeschick insofern, als die Windschutzscheibe seines Boliden durch Steinschlag in die Brüche ging. Bei Halbzeit hielt Müller an der Boxe, um zu tanken und Reifen zu wechseln. Damit ging Lang auf Mercedes-Benz in Front, Die beiden Delahaye, von Dreyfus und Raph gesteuert, waren durch Oelleitungsdefekt bereits ausgeschieden, und hinter Müller und Nuvolari, der seinen dritten Platz auch nach dem Tanken und Pneuwechsel halten konnte, notierte man einzig noch Räumer, Brauchitsch. Seaman und drei ERA mit Dobson, Cotton und Connel am Steuer. In der 43. Runde gab es einige aufregende Momente, als aus der Motorhaube des Wagens von Bäumer Flammen emporschlugen. Bäumer brachte den Boliden noch rechtzeitig ans Depot, wo der Brand — dessen Ursachen noch nicht genau festgestellt sind —• schnell gelöscht werden konnte. Um die 50. Runde setzte Nuvolari durch schneidige Fahrt zum Generalangriff an. Lang, infolge der zerschlagenen Windschutzscheibe daran verhindert, auf tutti zu gehen, vermochte dem Ansturm des Italieners nicht standzuhalten, der schon in der 53. Runde Müller überholt hatte und nun in der 67. Runde auch an ihm vorüberhuschte. Während hinter der Spitzengruppe einzig noch Brauchitsch und Seaman einen Platzkampf ausfochten, bei dem der Engländer Sieger blieb und sich schlussendlich auch noch Müller «holte», war die Schlacht um die Spitze und damit um den Enderfolg geschlagen. Unaufhaltsam, von keiner Seite mehr bedrängt, spulte Nuvolari Runde um Runde herunter und fuhr für die Auto-Union eines der prachtvollsten Rennen seiner Karriere zu Ende. Den Teampreis — das Reglement verlangt hier Klassierung von drei Markengefährten der gleichen Nation — gewann ERA mit Dobson, Cotton und Connell. Das Ganze eine sehr erfreuliche Angelegenheit, blendender Sport imd — mit Ausnahme zweier den Menschenmassen nicht ganz gewachsener schmaler Uebergänge über die Rennstrecke — eine ebenso glänzende, wie reibungslos arbeitende Organisation, die. wie fast alles in diesem Land in ihrer freiwilligen Selbstverständlichkeit auf kein Kommando wartet. Und das ganz grosse Phänomen unter den Künstlern des Volants heisst — was immer man auch sagen mag — nach wie vor Tazio Nuvolari, der vor sechs Wochen mit der gleichen Ueberlptrenheit für die Zwickauer Werke den Grossen Preis von Italien gewann und diespm Triumph in Donington einen neuen, wohlverdienten hinzufügte. Gesamtklassement: (80 Runden = 402,240 km.) 1. NUVOLARI (AUTO-UNION), IN 3:06,22 = 128,784 KM/ST. 2. Lang (Mercedes-Benz), in 3:08:00. 3. Seaman (Mercedes-Benz), 1 Runde zurück. 4. Möller (Auto-Union), 1 Runde zurück. 5. v. Brauchitsch (Mercedes-Benz). 1 Rde. zurück. 6. Dobson (E.R.A.), 6 Runden zurück. 7. Cotton (E.R.A.), 6 Runden zurück. 8. Connel (E.R.A.), 7 Runden zurück. Schnellste Runde: Nuvolari auf Aufo-Union in 2:14,4 = 133,9 km/St. Nekrologte Freiherr von Egloffstelnf. Der Deutsche Automobil-Club hat den Hinschied seines Präsidenten, Freiherr von Egloffstein, zu beklagen. Der Verstorbene war aus der Wehrmacht hervorgegangen und verzeichnete als Motorrad-Rennfahrer und im Pferde-Rennsattel grossa Erfolge. Als Rennreiter war er auch in St. Moritz ein bekannter und erfolgreicher Gast. Ein schwerer Sturz zwang ihn später, sich auf seine eigentliche Domäne zu beschränken, den Motorsport. Seine Tätigkeit als Präsident des Deutschen Automobil- Clubs war ausserordentlich erfolgreich und wurda durch ein gewaltiges Anwachsen der Mitgliederzahl bestätigt, und in unzähligen internationalen Grenz-, Alpen- und Zuverlässigkeitsfahrten schätzte man sein Organisationstalent. Freiherr von Egloffstein war daher auch Mitglied internationaler Touristik- Organisationen. Herbert Berg, t Eine Hiobsbotschaft, die in den internationalen Automobilsportkreisen einen tiefen Eindruck hinterlassen wird, erreicht uns aus Düsseldorf, wo am Wochenende der bekannte deutsche Privatfahrer Herbert Berg an den Folgen einer Sturzverletzung, die er sich bei einem Fehltritt vom Trottoir zugezogen hatte, gestorben ist. Berg war in Fahrerkreisen als ein ausserordentlich fairer Sportmann geschätzt. Er stieg in den vergangenen Jahren fast ununterbrochen auf einem Anderthalbliter- Maserati in die Arena * der europäischen Rennschlachten und vermochte verschiedentlich mit bestem Erfolg abzuschliessen. Zeit ihres Bestehens ehörte Berg der Süddeutschen Renngemeinschaft an, als deren Mitglied er u. a. vor Jahresfrist auch m Preis von Bern startete, wo er jedoch durch einen Sturz ausschied. Dem sympathischen, erst 28jährigen Piloten, der auf so tragische Weise — fern der von ihm geliebten Rennpiste — einem im Grunde gesehen banalen Unfall zum Opfer fiel und das Leben lassen musste, werden alle, die ihn iannten, eiit vorzügliches Andenken bewahren,