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E_1938_Zeitung_Nr.090

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die polizeilichen

die polizeilichen Feststellungen abgestellt; da aber die Polizei beim Unfall nicht zugegen war, musste sie sich für ihre Feststellungen doch wieder auf die vom Gericht albgelehnten Aussagen der Parteien und Zeugen vorlassen. Somit ist kein Verschulden nachgewiesen und In solchem Falle ist gemäss Art. 38 Abs. 2 die Haftung zwischen zwei Haltern zu teilen. Auf den Tatbestand des Art. 39 angewandt, wo der Geschädigte ein Halter ist, bedeutet dies, dass er nur halben Schadenersatz fordern kann. Ferner fällt die von der Vorinstanz zugesprochene Genugtuungssumme von 1000 Fr. weg, weil dieser Anspruch nach Art. 42 MFG ein Verschulden des beklagten Halters voraussetzt. Das angefochtene Urteil wurde in dem Sinne abgeändert, dass die beiden Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit dem Kläger nur noch den halben Schaden (20,736 Fr.) zu ersetzen haben. , Wp. Schweizerische Rundschau Auch Glarus will Steuererleichterungen. Unter den 24 Anträgen, welche für die Glarner Landsgemeinde 1939 eingegangen sind und deren Sichtung und Siebung dem Regierungsrat obliegt, befinden sich zwei Begehren, worin — typisches Symptom für die fiskalische Ueberlastung des Automobils — die Frage der Gewährung von Zahlungserleichterungen für die Verkehrssteuern angeschnitten wird. So verlangt die Gruppe Glarus des schweizerischen Autogewerbeverbandes die Einführung der 'Wechselnummern. Zwei weitere Anträge, van einem Einzelnen eingebracht, zielen auf die Gewährung von Vierteljahresraten für die Bezahlung der Steuer und auf Reduktion der Ansätze für Wagen hin, deren Fabrikationsdatum weiter als 1934 zurückliegt. Nichts Neues unter der Sonne, würde Ben Akiba sagen. Was hier für die glarnerischen Motorfahrzeugbesitzer gefordert wird, eine Auflockerung der starren Steuermodalitäten, hat in andern Kantonen zum Teil bereits seine Verwirklichung gefunden. Und was dem einen recht, sollte dem andern billig sein. Wagen beim Parkleren abschlössen. « Sie ist siebenundzwanzig und hat keinen Pfennig.» « Sie ist fünfundzwanzig und, soweit mir bekannt ist, kann Ihr. Sohn eine Frau ernähren. » « Mein Sohn ist ein wohlhabender Mann. > « Freut mich zu hören. » « Daran zweifle ich wahrhaftig nicht. » «Meine liebe Frau Oleveland, ich muss bitten ! !» « Sie werden sich eine Wohnung suchen müssen. Ich weigere mich aus Rosecassa auszuziehen oder Celia im Hause zu haben. > « Gehört Rosecassa Ihnen oder Ihrem Sohne ?» «Ich glaube, dass es von Rechts wegen ihm gehört, aber ich kann nicht einsehen, was das damit zu tun hat. Ich beabsichtige, dazubleiben. » « Wirklich ? > sagte Tante Betty, und damit war die Auseinandersetzung für den Augenblick zu Ende, weil Celia in den Garten kam, um ihre zukünftige Schwiegermutter zu begrüssen. Frau Cleveland war eisig gegen das junge Mädchen, machte aber zu unserer Erleichterung keine weitere Bemerkung mehr. Es blieb ihr nun auch nichts anderes mehr übrig, als sich persönlich bei uns unangenehm zu machen, und hinter unserem Rücken Parkierende Wagen pflegen auf Autostrolche eine unwiderstehliche Anziehungskraft auszuüben. Und man muss sagen : viele, allzuviele unter den Automobilisten lassen sich's angelegen sein, die Herrschaften zur Ausübung ihres Metiers geradezu noch aufzumuntern und ihnen ihr trübes Handwerk zu erleichtern. Zwar haben wir eh und je davor gewarnt, die Wagen unverschlossen stehen und den Zündschlüssel stecken zu lassen. Allein, es gibt offenbar noch immer welche, die für solche Ratschläge taub sind. Sonst nämlich könnte es nicht passieren, dass sich der Zunft der Autostrolche immer und immer wieder (und dies im wörtlichsten Sinn des Wortes) Türen öffnen, um einen Wagen zwecks unerlaubter Zwecke zu entfernen. Die Sorglosigkeit, womit die Fahrzeugbesitzer dem Treiben dieses Gelichters Vorschub leisten, ruft nun auch Polizei und Untersuchungsbehörden auf den Plan. So richtet die Staatsanwaltschaft Baselstadt einen Appell an die Automobilisten, ihre Wagen niemals zu verlassen, ohne sie vorher abgeschlossen und auch den Zündschlüssel weggenommen zu haben. Mehr Vorsicht in dieser Beziehung sei nicht nur im eigenen Interesse der Fahrzeugbesitzer angebracht, sondern auch im Hinblick auf die Gefährdung der Verkehrssicherheit, welche, wie die Erfahrung lehre, immer mit Strolchenfahrten verbunden sei. Kleine Ursachen können auch hier grosse Wirkungen nach sich ziehen. Ve»l*«»h» Strassenbahn und Fahrtrichtunganzeiger. Da man in Zürich während der nächstjährigen Landesausstellung nicht nur mit einem sehr regen Strassenbahnverkehr zu rechnen hat, sondern weil auch viele Einsatzkurse mit neuer, von den üblichen Kursen abweichender Linienführung verkehren werden, sind die Verkehrsinteressenten mit dem Vorschlag an die zuständigen Instanzen gelangt, die Strassenbahnwagen mit Fahrtrichtungsanzeigern zu versehen, wie man sie in Deutschland bereits kennt. Durch diese Massnahme Hesse sich eine zuverlässige Orientierung namentlich der Ortsfremden über die Fahrtrichtungen der einzelnen Strassenbahnwagen erzielen, wodurch die Verkehrssicherheit zweifellos viel gewinnen würde. Leider hat sich die Strassenbahnverwaltung aus finanziellen Gründen veranlasst gesehen, von einer Verwirklichung dieses sehr berechtigten Wunsches abzusehen, da die Ausrüstung aller Wagen mit solchen Fahrtrichtungsanzeigern heute untragbaren Auslagen gerufen hätte. Umstellungen auf den Trolleybusbetrieb im Waadtland. Gemäss ihrem Programm hat die Lausanner Trambahngesellschaft in letzter Zeit zunächst zwei ihrer Linien auf den Betrieb mit Trolleybus umgestellt: diejenigen von St-Francois nach Ouchy und Die grundsätzliche Frage der Geltung des Polizeirechtes für die öffentliche Verwaltung streift Burckhardt bei der Auslegung des Art. 34 der Bundesverfassung (Fabrikgesetzgebung). Er führt dort aus, dass ein « Gewerbe », das von Kantonen oder Gemeinden betrieben wird, deshalb nicht als solches angesprochen werden könne, weil der Betrieb im Dienste des öffentlichen Wohles und nicht des « Gewerbes » stehe. Es handelt sich hierbei vielmehr um ein Stück Verwaltung, die der Polizeiaufsicht weder zugänglich noch bedürftig ist (resp. sein sollte)! Nicht zugänglich deshalb, weil der Staat sich nicht selbst überwachen und weil das öffentliche Interesse nicht immer dem polizeilichen Interesse nachgestellt werden kann. Nicht bedürftig deshalb, weil der Staat das polizeiliche Interesse ohne weiteres beachten soll, soweit es die andern öffentlichen Interessen gestatten. Dieser Grundsatz gilt selbstverständlich nicht nur für Kantone und Gemeinden, sondern erst recht für den Bund. Sein Anwendungsbereich erstreckt sich nicht nur auf staatliche Fabriken, sondern auch auf andere Zweige der öffentlichen Verwaltung, wie z. B. auf die staatlichen Eisenbahnen. Da der Camionnagedienst der SBB (mit Einschluss deT Strassentransporte) ein Stück öffentliche Verwaltung darstellt, gelten die Bestimmungen des MFG und der W für die von den' SBB verwendeten neuen Fahrzeuge grundsätzlich nicht Der Bundesrat kann deshalb meines Erachtens die SBB ermächtigen, Fahrzeuge in den Dienst zu stellen, die hinsichtlich Breite, Gewicht, Beschaffenheit usw. den allgemeinen Verkehrsregeln abfällig über uns zu, sprechen. Bill war sein eigener Herr, und es überraschte mich nicht, zu hören, dass er in Rosecassa zu wohnen beabsichtigt, wenn er verheiratet ist. Ich hätte gern gewusst, wie er das eingefädelt hatte, aber Celia sagte, er habe es als selbstverständlich betrachtet. Bill habe ihr nur erzählt, dass alles in Ordnung sei. Seine Mutter werde von den Möbeln nach ihrem Belieben auswählen und sich in London eine Wohnung einrichten. Dass sie Porthlew verlassen werde, darüber waren wir alle froh, aber mir tat sie einen Augenblick doch leid. Die Hochzeit fand Anfang September statt, denn nachdem Bill sich erklärt hatte, wollte er den Rummel, wie er sich ausdrückte, überstanden haben. Er verabscheute alles Getue, das eine Hochzeit mit sich bringt, und wenn es nach seinem Wunsch gegangen wäre, würde Celia unmittelbar nach ihrer Verlobung mit ihm auf und davon gegangen sein. Nicholas sagte zu mir, dass er darin mit Bill völlig übereinstimme, zumal es bei seinem Einkommen eine harte Nuss sei, zwei Töchter in einem Jahr auszustatten. Aber er war sehr glücklich und meinte, es wäre leichter, mit Töchtern fertig zu werden als mit Söhnen. Drei unserer Töchter wären nun versorgt, und er wisse nicht, ob Ambrose für I für das Geschäft taugen werde, wenn aber AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 8. NOVEMBER 1938 — N° 90 nach Pully. Diese Neuerung konnte sich ohne wesentliche Betriebsstörungen durchführen lassen. Sie ist vor allem von den Anwohnern der betreffenden Strecken willkommen geheissen worden, da damit der lästige Lärm verschwindet, den die Tramwagen "bisher verursacht hatten. Zudem lässt sich in der bisherigen kurzen Zeit des Trolleybusbetriebes bereits eine leichte Hebung der Frequenz nachweisen. Inzwischen schreiten die Arbeiten für die volle Durchführung des Lausanner Umstellungsprogramms rüstig vorwärts, so dass man für drei weitere Tramlinien mit ihrem Abschluss im nächsten Frühjahr rechnet. Als letzte Etappe ist die Erstellung einer geschlossenen Verbindung von Ouchy über St-FranQOis und Chauderon nach dem Lausanner Bundesbahnhof und von dort nach Ouchy vorgesehen, die bis 15. Mai 1939 verwirklicht sein soll. Endlich scheint auch die geplante Einführung des Trolleybus auf der Strecke Vevey - Montreux - Villeneuve gute Aussichten zu besitzen. Alle an der Verbindung interessierten Gemeinden haben sich für die Neuerung ausgesprochen, mit einziger Ausnahme von Villeneuve. b. Sf. »frabsau Der Tunnel durch den UetHberg. ' Das Projekt von Architekt Haller (Zürich) für die Erstellung eines Strassentunnels durch den Uetliberg nach dem Reppischtal ist kürzlich an einer Gemeindepräsidentenkonferenz des «Amtes» eingehend besprochen worden; es fand dabei eine sehr freundliche Aufnahme. Man will nun allerdings vorerst die nötigen Sondierungen über die Einstellung der Behörden des Kantons und der Stadt Zürich abwarten, bevor weitere Schritte unternommen werden sollen. Wenn auch das Projekt in erster Linie neuen Siedlungszwecken dienen soll, so kommt ihm doch erhebliche Bedeutung für eine Verbesserung der Strassenverbindung mit Luzern zu, da der Weg von Zürich via Waldegg, Affoltern, Cham, Luzern eine wesentliche Verkürzung erfahren würde, was um so wünschbarer wäre, als die Sihltalstrasse zufolge unzureichender Fahrbahnbreite und Fehlens von Radfahrer- und Fussgängerwegen dem heutigen Verkehr nicht mehr zu genügen vermag. V Der Eisenbahnwagen auf der Strasse (Schluss von Seite 1.) nicht entsprechen. Selbstverständlich hat er jedoch hiebei der Verkehrssicherheit weitgehend Rechnung zu tragen. Er wird deshalb den neuen Fahrzeugen angepasste, einschränkende Bestimmungen, z.B. deren Geschwindigkeit betreffend, erlassen müssen. Nachdem sich, wie bereits erwähnt, das Interesse der SBB an einem rationellen Camionnagedienst mit andern öffentlichen Interessen, beispielsweise militärischen, nicht auf gleiche Linie stellen lässt, wird der Bundesrat kaum leichthin zugunsten der SBB von den im Interesse der Verkehrssicherheit aufgestellten allgemein polizeilichen Regeln abweichen dürfen. Man kann sich sehr wohl fragen, ob überhaupt das Interesse der SBB bezüglich Inbetriebsetzung der vorgesehenen Monstre-Transportfahrzeuge so bedeutend ist, dass sich derart einschneidende Abweichungen in bezug auf Gewicht, Ausmasse usw. rechtfertigen lassen. Hier aber handelt es sich um eine Frage vernünftiger Abwägung widerstreitender Interessen, die in guten Treuen verschieden beantwortet werden kann. Zuständig dürfte m. E. der Bundesrat sein, da er allein die verschiedenen in Frage stehenden Interessen polizeilicher und verwaltungstechniscber Natur zu überblicken und sachlich zu beurteilen vermag. Ich glaube deshalb, dass die SBB aus eigener Machtbefugnis nicht befugt sind, von sich aus Strassenfahrzeuge in Betrieb zu setzen, die den Anforderungen des MFG nicht entsprechen. nicht, was dann ? So sprach er, bevor ein Scheck von Tante Betty eingetroffen war. Sie sandte ihn an Nicholas und schrieb, sie wisse, wie kostspielig Hochzeiten wären, dass Frau Spoon stets darauf gesehen habe, jedes Jahr nur eine zu feiern; Elisabeth jedoch habe die Kunst des Einteilens nie verstanden. Sie sei froh, dass drei von den Mädchen unter der Haube wären. Ihr Vermögen würde dereinst Nicholas und später seinem Sohne Ambrose zur Instandhaltung ihres Besitzes in Yorkshire zufallen. Hesters Lebenswandel könne sie nicht gutheissen und hoffe, dass diese ihren sonderbaren Freund nicht heiraten werde. Es war ein langer" Brief, gut gemeint, und ich nahm den Hieb gegen mich nicht weiter übel. Ihre Befürchtungen aber betreffs Hester fanden ein Echo in meinem Inneren, und ich musste immer wieder daran denken, wie das Kind in London lebte. Zu Celias Hochzeit war die ganze Familie mit Ausnahme Hesters anwesend. Wir hatten ihr das Reisegeld geschickt, aber sie schrieb, dass sie es für andere Zwecke benötige, und dass eine Hochzeit wie die Celias geradezu zum Himmel schreie. Ich sandte ihr unser Lokalblatt, in dem drei Seiten darüber standen, und sie schrieb zurück, es wäre ihr übel geworden, als sie den sfischer Wolkenkratzer kann 800 Wagen verschlucken. In New York befindet sich gegenwärtig ein 70stöckiger Wolkenkratzer im Bau, der in zwei «Etagen» unter der Erde und in den drei ersten darüber Platz für 800 Wagen bietet. Die «Garage» bleibt aasschliesslich den Mietern reserviert. Heckwagen binnen kurzem der Standardtyp. «Wir werden in Zukunft noch weit zahl' reichere extreme Beispiele von Massenfabrikation im Gebiete des Automobilbaues erleben. Die für den deutschen Volkswagen angewandten Konstruktionsmethoden bieten die einzige Lösung des Problems eines guten und doch billigen Wagens» — also lautet die Meinung des bekannten französischen Autokonstrukteurs Mathis. Im übrigen vertritt er die Ansicht, dass sich der Wagen mit Heckmotor schon binnen sehr weniger Jahre allgemein durchsetzen und dass die unabhängige Federung an jedem Wagentyp wünschbar erscheinen werde. als Pneu und Radio. Ein Londoner Transportunternehmer, dessen Fahrzeuge besonders im Langstreckenservice eingesetzt werden, will herausgefunden haben, dass diejenigen Wagen, die einen Radioapparat eingebaut haben, von ihren Führern vorsichtiger gefahren und gepflegt werden und dass dadurch z. B. die Pneus auf eine grössere Lebensdauer kommen. Er erklärt dies damit, dass sich die Chauffeure auf ihren weiten Fahrten weniger langweilen und darum besser acht geben. Sicherheitsglas in Deutschland obligatorisch. Am 1. Oktober sind in Deutschland zahlreiche neue Bestimmungen über die Zulassung von Motorfahrzeugen in Kraft getreten, darunter auch die Vorschrift, dass bei Fahrzeugen, welche nach diesem. Datum erstmals in Betrieb genommen werden, die Windschutzscheiben wie auch die Scheiben auer zur Fahrtrichtung im Innern des Wagens aus Sicherheitsglas bestehen müssen. Die Geschwindigkeitsmesser dürfen inskünftig in den beiden letzten Dritteln des Messbereiches nur noch um 5 % von der wirklichen Geschwindigkeit abweichen. Unterirdische Parkplätze als Luftschutzkeller. Die Stadt Birmingham errichtet mit einem Kostenaufwand von 48,000 Pfd.St. einen unterirdischen Parkplatz, der so gebaut wird, dass er sich ohne besondere Vorkehrungen in einen Lüftschutzraum verwandeln lässt. 'Wea&man&^n Pro Sempione. Am 22. Oktober wurde in Brig die Vereinigung «Pro Sempione» gegründet, die in erster Linie eine möglichst frühzeitige Oeffnung des Simplonpasses im Frühling und dessen Offenhaltung im Herbst bezweckt, sofern wegen vorzeitiger Schneefälle eine Verkehrsunterbrechung eintreten sollte. Weiter umfasst das Arbeitsgebiet die Lösung der Frage des Ersatzes eines der S. B. B.-Tunnels durch einen Simplonstrassentunnel und der ganzjährigen Freihaltung des Simplonpasses. Und endlich figuriert auf dem Tätigkeitsprogramm die Erleichterung des Automobiltransportes durch den Simplon, sowie überhaupt die Behandlung sämtlicher Probleme des Verkehrs durch oder über den Simplon. Als Präsident der Vereinigung wurde Joseph Escher, Hotelier in Brig, gewählt. Der «Pro Sempione» sind neben den grossen automobilistischen Organisationen des A.C.S. und T.C.S. auch die Union Valaisanne de Tourisme sowie verschiedene Gemeinden angeschlossen. Bericht las. Als Hochzeitsgeschenk hatte sie Celia ein Aquarell von der Cockles geschickt; aber keiner von uns wusste, was es vorstelle oder wie es aufzuhängen sei. Es schien die Stäbe eines Schirmgestells darzustellen, auf dessen Schienen sich nebelhaft bläuliche Akte befanden, die sich offenbar in Schmerzen wanden. BiH war der einzige, der sich darüber freute, und er sagte, er würde das Bild in seinem Büro aulhängen, weil er gern Aufheiterndes um sich habe. Lukas äusserte sich, das Bild wirke auf ihn ebenso wie die Porthlewer Zeitung auf Hester; der einzig richtige Platz dafür wäre das Ofenloch. Und wenn ich tausend Schwiegersöhne haben sollte, wäre Lukas mir doch der liebste. Als ich ihm erklärte, wie ich mich um Hester sorge, lud er mich ein, den Oktober in London mit ihnen zu verbringen. Er sagte, dass ich Hester dann so oft wie möglich sehen und herausfinden könnte, was sie treibe. Nicholas redete mir zu, Lukas' Einladung anzunehmen. Ich packte einen Korb mit Esswaren für Hester. Hühner, Eier, Butter, Gelee und süssen Rahm. Ich nahm an, dass sie die Lebensmittel ausserhalb ihres Wohnschlafzimmers irgendwo würde unterbringen können. (Fortsetzung folgt.)

N° 90 - DIENSTAG, 8. NOVEMBER 1938 AUTOMOBIL-REVUE Vorschläge für die Gestaltung der schweizerischen Automobilsportsaison 1939 Bis Ende Oktober •waren von den ACS-Sektionen 'die Anmeldungen für die Veranstaltungen im Rahmen des nationalen Automobilsportkalenders 1939 einzureichen, und am 10. November nächsthin •wird die Nationale Sportkommission des ACS zusammentreten, um unter die heurige Sportsaison den Schlußstrich zu ziehen und die Vorbesprechung der nächstjährigen aufzunehmen. Der Zeitpunkt ist somit gekommen, wo eine Rückschau und die Berücksichtigung der im Laufe des Jahres gefallenen Vorschläge zweifellos am Platz ist. und zwar nicht im Sinne einer unfruchtbaren Kritik, sondern zur Förderung des schweizerischen Automobilsportes. Dabei möchten wir vor allem die Anregung machen, einen engern Kontakt zwischen den Sportbehörden, Organisatoren und den Fahrern zu schaffen, sei es durch eine jährliche Aussprache, sei es durch Ernennung von Delegierten der Fahrer, • die der Nationalen Sportkommission in solchen Fragen als konsultatives Organ zur Verfügung ständen. Auch eine Berücksichtigung der Automobilhandelsvertretungen in der Schweiz, die ja gewichtige Interessen zu vertreten haben, dürfte nur von Gutem sein. Und nun einig« Vorschläge, die sich im Hinblick auf die 1939er Sportsaison aufdrängen und die jedenfalls eine wohlwollende Prüfuns verdienen. 1. Durchführung der Veranstaltungen. Es darf nicht mehr vorkommen, dass eine Sektion, welche die Organisation eines Rennens am Jahresanfang fest übernommen und im nationalen Kalender eingetragen hat, auf die Durchführung aus unstichhaltigen Gründen kurzerhand verzichtet. Wäre dieses Jahr die Sektion Graubünden mit dem Maloja-Rennen für das ausgefallene Les Rangiers- Rennen nicht opferbereit in die Lücke getreten, so hätte der schweizerische Automobilsport schweren Schaden erlitten Solche Unsicherheiten in bezug auf die Organisation von Rennen müssen einfach verschwinden, und zwar ohne dass man zur Erhebung einer Einsehreibegebühr von 200—900 Fr., die bei der Abhaltung des Rennens den Organisatoren zurückerstattet wird, greifen muss. 2. rahrzeugelntellung. Die Reglements für die Bergrennen kranken daran, dass sie die Fahrzeuge in zu viele Klassen unterteilen, die dann meistens nur von einem oder zwei Fahrern beschickt sind und den Verlauf der Rennen für Fahrer und Zuschauer uninteressant und unbefriedigend gestalten. Die Zusammenziehung der Wagen in zwei bis maximal vier Wertungsgruppen, wobei Unterschiede zwischen Touren-, Sport- und Rennwagen sehr wohl am Platze sind, dürfte nur von Vorteil sein. Im Ausland hat man dies schon längst erkannt; das Festhalten an der Einteilung des Internationalen Sportreglementes ist überholt. 3. Beschaffenheit der Wagen. Bei der technischen Kontrolle der Tourenwagen sollte schärfer durchgegriffen werden. Der Kampf gegen die frisierten Wagen, d. h. Motoren, ist energischer zu führen, wie kürzlich ein Prote6tfall deutlich gezeigt hat. Man sollte soweit kommen, dass in dieser Fahrzeugkategorie nur solche Wagen starten, wie sie jedem Käufer geliefert werden, ohne ausgeschliffene Zylinder und andere Mätzchen, die — es sei hier offen gesagt — eine unhaltbare Täuschung darstellen, welche besonders den Amateurfahrern die Lust nimmt, in dieser für sie in erster Linie in Betracht kommenden Kategorie zu starten. — Auch eine bessere Scheidung zwischen Sport- und Rennwagen muss unbedingt angestrebt •werden. A propos Wagenabnahme! An allen Stern-, Gelände- und Zuverlässigkeitsfahrten ist, wie dies im vergangenen September bei der Schweizerischen Zuverlässigkeitsfahrt der Fall war, eine scharfe Kontrolle des Zustandes der Karosserie vor und nach der Veranstaltung durchzuführen, damit das rücksichtslose Drauflcsfanren resp. die Ankunft am Ziel mit defekten Karosserieteilen etc. verunmöglicht wird. Sorgfältiges Fahren muss belohnt werden! Einer genauen Durchsicht resp. Modernisierung bedürfen verschiedene Vorschriften über die technische Beschaffenheit der Fahrzeuge. Auch hier ist die weitere Beibehaltung veralteter Bestimmungen des Internationalen Sportreglementes verfehlt. Hätte man sich dieses Jahr wirklich an diese viel zu weitgehenden und zum Teil belanglosen Vorschriften genau gehalten, so hätte verschiedenen Fahrern die 1 Teilnahme an den Veranstaltungen verweigert werden müssen. Eine freizügigere Regelung sollte solche Situationen inskünftig verunmögliohen. 4. Art der Veranstaltungen. Versohiedenartigkeit der einzelnen Wettbewerbe kann nur von Gutem sein. Die bisherige Mischung von Bergrennen mit Geländefahrten, Zuverlässigkeitsfahrten. Sternfahrten und Geschicklichkeitsprüfungen dürfte jedem Konkurrenten eine befriedigende Auswahl bieten; doch muss immer darnach getrachtet werden, dass bei den Geländefahrten auch den Piloten und nicht nur den Mitfahrer ein genügendes Arbeitspensum erwartet, worauf bei der Auswahl der Prüfungsstrecke gebührend Rücksicht genommen werden kann. Lieber schwierigere Strecken als zu hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten, die letzten Endes in gefährliche Rennen ausarten. Sind übrigens neue Wettbewerbe möglich? — Schwerste Zuverlässigkeitsfahrten, d. h. Wettbewerbe in unwegsamem Gelände, wie man sie in Deutschland kennt, kommen bei uns kaum in Betracht, weil die Fahrer ihre Wagen nicht zu sehr aufs Spiel setzen wollen. Wünschenswert wären vielleicht Nachtfahrten und in vermehrtem Masse Winterkonkurrenzen auf verschneiten Strassen. Dagegen fragen wir uns, ob Tourenwagen bei Rundstreckenrennen noch zugelassen werden sollten. Sind sie nicht frisiert, so ist das Interesse der Zuschauer ein minimes; sind sie aber zurecht gestutzt, so nimmt man dem Rennen seine eigentliche Zweckbestimmung. Andererseits wird man den Vorschlag für die Austragung von zwei Läufen bei den Bergrennen, wobei für die Klassierung nur die bessere zählt, nur besrüssen können. 5. Nenngeld und Preise zwei Faktoren, die für Fahrer und Ortranisatoren von besonderer Bedeutung sind und auch untereinander in enger Beziehung stehen, müsssen doch die Nenngelder die Auslagen für die Preise decken helfen. Wenn man auch früher wesentlich höhere Nenngelder kannte, so darf wohl gesagt werden, dass ihr heutiger Stand eher an der obern als an der unteren Grenze liegt. Wenn bei der gleichen Veranstaltung di9 Teilnahme an verschiedenen Konkurrenzen (nationale, Sektion und Militär) möglich ist, sollte unbedingt eine Staffelung der Nenngelder erfolgen. Für Wanderpreise darf es keine Nenngelder geben. Die Dotierung der Gabentische hat auch dieses Jahr teilweise zu Kritik Anlass gegeben. Etwas weniger Preise, aber dafür wertvollere! Jeder Preis sollte mindestens den Betrag des bezahlten Nenngeldes ausmachen. Vermieden werden muss die Kumulation zahlreicher Preise auf die gleichen Fahrer, wodurch diese im Ueberfluss schwimmen und andere leer ausgehen. Darum raten wir: weg mit allzuvielen Speziaipreisen und lieber auch dem vierten und fünften Fahrer einen Preis ausrichten, womit unserm Automobilsport besser gedient wird. Eine heikle Frage bilden die sog. « Andenken » für jene Fahrer, welche c ferner liefen ». Will man ein Andenken geben, das wirklich Freude macht, so kommt es die Organisatoren zu teuer zu stehen. Plaketten und Medaillen sind ab und zu ganz nett; dann aber hat man bald mehr als genug davon, sie verstauben in irgend einer Schublade und bleiben völlig unbeachtet. Deshalb sind wir der Meinung, dass es zweckmässiger ist, wenn man den Obolus, anstatt ihn in Plaketen-Andenken anzulegen, für Schweizer Produkt den Ankauf einer grösseren Anzahl von Preisen verwendet. Wer eben schlecht abschneidet, soll dafür nicht noch mit einem Andenken belohnt werden. Schliesslioh geht es doch um eine sportliche Leistung und nicht um das Zufriedenstellen kleinlicher Sonderwünsche. 6. Reglemente. Die bestehenden Sportreirlemente sind zu kompliziert und zu sehr beladen mit Vorschriften aller Art. Wollte man sie wirklich strikte, d. h. nach dem Buchstaben, beachten, so könnten an den einzelnen Veranstaltungen nur die Hälfte der Fahrer akzeptiert werden. Man denke nur an die oftmals uneinhaltbaren Bestimmungen betreffend Anmeldung, Lizenzen etc. Daher scheint uns eine vermehrte Anpassung an die wirklichen Verhältnisse am Platze zu sein. 7. Automobilmeisterschaft. Dass hier eine durchgreifende Aenderung dringend nötig ist, wenn man diesem Wettbewerb einen grösseren Erfolg sichern will, bedarf wohl keines weitern Kommentars. Die Vorschläge lassen siah wie folgt knapp zusammenfassen: Ersetzung des bisherigen Bewertungssystems nach dem Rang durch ein solches nach der Leistung; Reduktion der Zahl der obligatorischen Veranstaltungen auf drei bis v^er (anstatt bisher fünf); Herabsetzung der für die Sbhlussklassierung massgebenden Resultate von vier auf drei; freiere Wahl der Wettbewerbe aus den zur Verfügung stehenden Veranstaltungen. Der Zweck der Meisterschaft darf nicht allein darin bestehen, den einzelnen Veranstaltungen eine grosse Beteiligung zu sichern, sondern die Fahrer für ihre guten Leistungen auszuzeichnen. Das sogenannte Leistungs-Bewertungssystem hat den grossen Vorteil, dass die Zahl der Teilnehmer an einer Veranstaltung keinen Einfluss mehr auf die Bewertung ausübt, sondern dass jede gute Leistung entsprechend mit Gutpunkten belohnt wird. Die vorstehende Zusammenstellung der verschiedenen Wünsche, welche wir bei der Gestaltung der kommenden Sportnaison berücksichtigt finden möchten, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich um lauter Prohleme, die schon -wiederholt zu Beanstandungen Anlass gegeben haben. Sport heisst « fair play >, heisst Vorwärtsstreben und Abschütteln allen Staubes und Ballastes. Das gilt in erster Linie für dessen Reglementierung. Grosszügigkeit und Einfachheit fehlen dem schweizerischen Automobilsport noch da und dort. Man will vieles zu präzis, zu vollkommen ausführen und gestaltet es damit unbeabsichtigt zu kompliziert und zu schwerfällig. Man kann in der Ausarbeitung der Reglemente auch zu "weit gehen und lest dem Automobilsport damit Fesseln an, die ihm die nötige Evolution verunmöglichen. Wir sind daher den nationalen Sportbehörden um so mehr dankbar dafür, wenn sie die von Organisatoren-,und Fahrerseite gemachten kritischen Bemerkungen und brauchbaren Vorschläge wohlwollend prüfen und selbst mit Hand anlegen, dem schweizerischen Automobilsport zu immer grösserem Erfolg zu verhelfen, was ja der Wunsch aller Beteiligten ist und bleibt. Hochkonzentrierter Kühlerfrost schütz Während mehreren Jahren ausprobiertes Schweizer Fabrikat und den besten ausländischen Produkten ebenbürtig FRICOSTOP greift Metalle und Gummi nicht an und kann im Frühjahr für spätere Wieder- Verwendung aus dem Kühler genommen und aufbewahrt werden. Es kann aber ebenso das ganze Jahr ohne Gefahr für den Motor im Kühler belassen werden, da seine wirksamen Bestandteile nicht verdunsten. 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September bei den Oberengadiner Verkehrsintercssenten fanden, hat dazu geführt, dass die Abrechnung der Veranstaltung mit einem Einnahmenüberschuss abschliessi Davon werden nun, einem Beschluss der Ortsgruppe Engadin des AGS entsprechend, 500 Fr. an die Flugplatzgenossenschaft Samaden überwiesen, eine Geste, welche einmal mehr von der weitsichtigen Einstellung der in der Ortsgruppe tätigen Persönlichkeiten zeugt. Wenn ihnen die Bündner Presse dafür ihren Dank ausspricht, so möchten auch wir uns ihm anschliessen. Haben Sfe's erraten ? In Nr. 88 der «A. R.» vom 1. November spielten wir auf die Wiederaufnahme der Sporttätigkeit durch einen Automobil-Rennfanatiker an, der schon seit einigen Jahren im aktiven Rennsport nicht mehr von sich reden machte. Wir überliessen es auf Grund der gemachten Angaben unsern verehrten Lesern zu erraten, wer inskünftig am Steuer des besagten 1,5-Liter-Maserati-Monoposto sitzen wird, der am Gempen ausprobiert werden soll. Nun, haben Sie's erraten? Es handelt sich... ja, ganz richtig, um den Basler Automobilsportler Fredy Blättler. IN ITALIEN. Aus dem italienischen Sportkalender 1939. In ihrer Sitzung vom 26. Oktober stellte die Sportkommission des R.AO1 den italienisch-nationalen Sportkalender pro 1939 auf, der insgesamt 45 Veranstaltungen aufweist. Als Meisterschaftsveranstaltungen werden folgende Anlässe ausgeschrieben : Absolute Meisterschaft. 30. Juli: XIX. Coppa Ciano in Livorno. 13. August: XV. Coppa Acerbo in Pescara. 10. September: XVII. Grosser Preis von Italien in Monza. Meisterschaft in der 1,5-Liter-Klasse. 16. April: II Rundrennen von Campione. 14. Mai: XXX. Targa Florio in Palermo. 28. Mai: IV. Rundrennen von Neapel. 9. Juli: I. Rundrennen von Carnaro in Fiurae. 30. Juli: XIX. Coppa Ciano in Livorno. 13. August: XV. Coppa Acerbo in Pescara. 10. September; II. Grosser Preis von Mailand in Monza. 24. September: V. Rundrennen von Lucca. Sportwagen-Meisterschaft. 21. Mai: XIII. Bergrennen Parma-Poggio di Berceto. 11. Juni: I. Rundrennen des Impero in Rom. 2. Juli: XV. Bergrennen Susa-Moncenisio. 16. Juli: VI. Stilfserjoch-Bergrennen. 23. Juli: II. Val d'Intelvi-Trophäe in Como. 15. August: VI. Targa Abruzzo in Pescara. 4 September: XIII. Bergrennen Pontedecimo- Giovi. Zu italienischen Automobilmeistern pro 1938 wurden von der ital. Sportkommission Dr. Giuseppe Farina (Meister aller Kategorien) und Lulgi Villoresi (Meister der 1,5-Liter-Klasse) proklamiert. Der Meistertitel in der nationalen Sportwagen-Kategorie ging an Franco Cortese. IN DEUTSCHLAND Verschobener Rekordversuch. In einer unserer letzten Ausgaben haben wir berichtet, dass der englische Rennfahrer Major Gardner von Korpsführer Hühnlen eingeladen worden sei, die kürzlich fertiggestellte Rekordstrecke bei Dessau mit seinem neuen MG-Rennwagen durch, einen Angriff auf die bestehenden internationalen Rekorde der Klasse G über 1 Kilometer, 1 Meile, 5 Kilometer, 5 Meilen, 10 Kilometer und 10 Meilen mit fliegendem Start einzuweihen. Gardner nahm die Einladung an und die Versuche sollten zu Ende dieses Monats stattfinden. Nunmehr vernehmen wir, dass als Schauplatz der Rekordversuche aus unbekannten Gründen nachträglich wiederum die Reichsautobahn Frankfurt a/M.—Heidelberg bestimmt wurde, auf der Gardner schon seine letztjährigon Bestzeiten aufstellte. Eine erste Attacke auf die oben erwähnten Klassenrekorde war für vergangenen Samstag geplant, doch musste sie wegen ungünstiger Witterung einstweilen verschoben werden. IN SÜDAMERIKA Grosser Preis von Argentinien. Ueber eine Strecke von total 7500 km wurde kürzlich der Grosse Preis von Argentinien ausgetragen. Von 126 in Buenos-Aires gestarteten Konkurrenten erreichten lediglich 22 die in La Plata funktionierende Zielkontrolle. Das Rennen, des teilweise durch Sandwüsten und über Berglandschaften führte, kam in zehn E-tappen zur Abwicklung:, wobei sich folgende Piloten als Sieger ins Goldene Buch eintragen konnten : Buenos-Aires—Santa F6 (512,6 km): Parmigiani. Santa Fe—Corrientes (705,7 km): Kruuse. Corrientes—Santiago del Estero (643,1 km): Bieatti. Santiago del Estero—La Quiaca (796,7 km): Lopez. La Quiaca—Tucuman (700 km): Risatti. Tucuman—Cordoba (915,4 km): Risatti. (Auf dieser Strecke fielen nicht weniger als 63 Fahrer aus!) Cordoba—Mendoza (801,9 km): Kruuse. Mendoza—Santa Rosa (814,4 km)- Pasquali. Santa Rosa—Tandil (809,7 km): Risatti. Tandil—La Plata (643,3 km): Risatti. Der Italo-Argentinier Risattl, der die 7500 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 83,048 km/St, zurücklegte. Gesamtsieger. Der Italo-Argentinier Risatti, der die 7 5 0 0 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 83,04 8 km/St. zuriicklezte.