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E_1938_Zeitung_Nr.090

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 8. NOVEMBER 1938 — N° 90 Scheinwerferkontrolle durch den A. C. S. Der Automobil-Club der Schweiz organisiert in der Zeit vom 7.—25^ November Gratis-Scheinwerferkontrollen, welche jedem Automobilisten, gleichgültig ob Mitglied des Clubs oder nicht, kostenlos zur Benützung offenstehen und durch die dem Uebelstand der schlecht eingestellten und deshalb auch im sogenannten «abgeblendeten» Zustand blendenden Scheinwerfer abgeholfen werden soll. Wenn eine grosse Zahl von Automobilisten sich die neue Aktion des A C S. zu Nutzen macht, so wird sich sofort eine fühlbare Besserung der Verkehrssicherheit auf den nächtlichen Strassen ergeben; die Kontrollen können deshalb jedem Wagenbesitzer nicht dringend genug empfohlen werden. Die Kontrollen haben bereits gestern Montag ihren Anfang genommen und werden weiter nach Programm durchgeführt: folgendem Polizei-Nummern 8. November, Bern: Hof des Kantonalen Zeughauses, Eingang Papiermühlestrasse 17, von 8.00 bis 11.45 und 13.30—17.45 Uhr 6001—11000 9. November, Bern; Hof des Kantonalen Zeughauses, Eingang Papiermühlestrasse 17, von 8.00 bis 11.45 und 13.30—17.45 Uhr 11001—17000 10. November, Bern: Hof des Kantonalen Zeughauses, Eingang Papiermühlestrasse 17, von 8.00 bis 11.45 und 13.30—17.45 Uhr 17001 und darüber 11. November, Thun: Armeemotorwagenpark Allmend. 8.00—11.45 und 13.30—17 45 Uhr. 12. November, Interlaken: Marktplatz Interlaken, 8.00—12.00 und 14.00—18.00 Uhr. 17. November, Lansrenthal: Zentral-Markthalle, 8.00 bis 12.00 und 14.00—18.00 Uhr. Das Kontrollpersonal bedient sich bei seiner Arbeit eines neuen französischen Apparates fRSgloscope-Cibie), dank dessen rascher Arbeit die zeitliche Inanspruchnahme der Automobilisten gering ist. ...und an andern Orten. Der in No. 89 veröffentlichten Liste können wir heute genauere Angaben über Zeit und Ort einer Reihe von weiteren Scheinwerferkontrollen beifügen: Luzern: 8.—10. November bei der städtischen Autobusgarage, Kleinmattstrasse, von 9.00—12.00 und von 13.30—17.30 Uhr. Solothurn: 15 Nov.: Schänzlistrasse; hei Garage Fröhlicher, und zwar nach folgender Einteilung: Buchstaben A—F: 10.00—12.00 und 14.00 bis 16.00 Uhr. Buchstaben G—M: 16.00—18.30 und 20.00 bis 22.00 Uhr. 16. Nov.: Buchstaben N^S : 8.00—12.00 und 14.00—15.30 Uhr. Buchstaben T—£: 15.30—18.30 und 20.00 bis 22.00 Uhr. Zofingen: 15. Nov.: Gerechttekeitsplatz von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30—18.00 Uhr. Aarau: 16. Nov.: Kasernenhof, von 9.00—12.00 und von 13.30—18.00 Uhr. Brugg: 17. Nov.: Eisiplatz beim Boten Haue, von 9.00—12.00 und von 13.30—18.00 Uhr. Baden: 18. Nov.: Theaterplatz, von 9.00—12.00 und von 13.30—18.00 Uhr. Biel: 21.—23. Nov. (ev. 24. Nov ): Garage der Stadt, Silbergasse, von 8.00—11.45 und von 13.30 bis 17.45 Uhr. Freiburg: 16.—17. Nov.: Viehmarkt, av Pärolles, von 9.00—12.00 und von 14.00—18.00 Uhr. Neuenburg: 18.—19. Nov.: Garage de l'Etat, Vausciyon, von 9.00—12.00 und von 14.00—18.00 Uhr. Den Skeptikern ins Stammbuch. In der Presse sollen vereinzelt Artikel erschienen sein, worin die Seheinwerferkontrolle als ein Schlag ins Wasser geschildert wird, weil eich dazu lediglich die anständigen, pflichtbewussten Automobilisten einfinden, währenddem die «iHauderer» sich davon drücken. Auf diese Stimmen des Zweifels sei mit einem Hinweis auf die rektifizierten Ergebnisse der Kontrollen von Stans und Sarnen erwidert, die sich wie folgt darstellen: kenntnis, dass die Aktion Pro Aero im Landesinteresse wiederholt werden muss, verschiedene Anschaffungen gemacht worden, die nächsten Aktionen zugute kommen, so dass an unverkauft geblie- Scheinwerfer Stans Sarnen Gut einreguliert 17 21,8 % 3 8,9 % benen Abzeichen und sonstigem Material im Wert von rund Fr. 25.000.— noch vorhanden sind. Der Zu hoch eingestellt 23 29,5 % 4 11,75% Rest der Unkosten setzt sich aus den üblichen Organisationskosten zusammen für Abzeichen, Pla- Zu tief eingestellt v 15 19,25% 4 11,75% Schlecht ausgerichtet 8 10,25% 10 29,4 % kate und deren Aushang, die weitere Propaganda, Mit zu ersetzenden Zirkulare, Drucksachen, Miete, Porti und Tele- Glühbirnen 9 11,5 % 11 32,3 % Andere Reparaturen 6 7,4 % 2 5,9 % Total AKTUELLES Im Kanton Bern. sehr 78 100% 34 100% (39 Wagen) (17 Wagen) Aus diesen Ziffern geht hervor, dass von den an den Kontrollen vorgeführten Wagen in Stans kaum ein Viertel, in Sarnen gar nur ein Zehntel mit Scheinwerfern ausgestattet waren, die sich in Ordnung befanden. Womit die Nützlichkeit der Kontrollen jedenfalls hinlänglich erwiesen sein dürfte. Dabei ist die Annahme wohl gerechtfertigt, dass es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Fahrer, die sich dazu stellten, um korrekte Automobilisten handelt. Gerade was die Beleuchtungseinrichtung anbelangt, kann man ein ausgezeichneter und vorsichtiger Fahrer sein und dennoch, ohne es zu wissen, schlecht eingestellte Scheinwerfer besitzen. Deshalb erteilen wir allen Automobilisten den wohlgemeinten Rat: «Vertrauen Sie Ihrem Glauben nicht allzusehr, dass bei Ihnen alles in Butter sei. Besser, Sie unterziehen sich der Prüfung durch das Regloscope; erst dann wissen Sie wirklich, ob Ihre Annahme auch zutrifft.» Zum Aufbau des Schweizer Luftfahrt. Das Generalsekretariat der Stiftung «Pro Aero» teilt uns in Erwiderung unserer Anfragen vom 11. Oktober und 1. November folgendes mit: Die Betriebsrechnung der Aktion Pro Aero hat, wie bereits dargelegt, mit einem Reingewinn yon rund Fr. 363,000 abgeschlossen. Ein wesentlicher Teil dieses Betrages wird noch dieses Jahr für die Erfüllung der augenblicklich dringendsten Bedürfnisse verwendet werden. In zielbewusstem Aufbau soll unser nationales Sportflugwesen im Sinne der Landesverteidigung ausgestaltet werden. Der Stiftungsrat hat daher beschlossen, nach grundsätzlicher Massgabe der vom Aero-Club der Schweiz aufgestellten Reglemente für die Ausbildung im Motorflugsport an die Anschaffung geeigneter Flugzeuge finanzielle Beiträge zu leisten. Im weiteren stellt die Aktion Pro Aero den Sektionen des Ae. C. S., welche systematisch die Motorflugschulung durchführen, Ausriistungsbestandteile und Instrumente zur Verfügung, sie leistet Beiträge an die Versicherungen und richtet für die Ausbildung von Schweizer Motorpiloten Prämien aus. Auch zur Ausbildung im Segelflug und für die Beschaffung des hierfür erforderlichen einheimischen Flugmaterials wird ein Teil des Reingewinnes verwendet werden. Eingeschlossen sind hier Bauprämien, Beiträge an die Ausrüstung und Instrumentierung, Zuschüsse an die Versicherungskosten, die Transportkosten für Streckenflüge und besonders für die Ausbildung von Piloten und Fluglehrern. Der allgemeinen Aufklärung über die Bedeutung unseres nationalen Sportflugwesens und schliesslich dem Modellbau werden Werbeschriften, Vorträge und Beiträge für Modellbaumaterial dienen. Noch ist Grosses zu leisten, denn es gilt, den vom Auslande erreichten Vorsprung — unseren Verhältnissen angepasst — wettzumachen. Nicht, der Staat soll und kann allein die finanziellen Mittel hierzu beschaffen, vielmehr muss die Gesamtheit unserer Bevölkerung zur Bekundung ihres unerschütterlichen Wehrwillens auf freiwilligem Wege mithelfen. Aus diesem Grunde wird 1939 eine zweite Aktion Pro Aero durchgeführt. Ihr Ertrag wird der weiteren Förderung unserer nationalen Luftfahrt dienen und damit zur Sicherung unserer Freiheit und Unabhängigkeit beitragen. In Beantwortung einer in der «Automobil-Revue» vom 11. Oktober und 1. November erschienenen Anfrage erklären wir, ohne weiteres auch über die Unkosten der Aktion 1938 Auskunft geben zu wollen. Einem Usus vieler ähnlicher Aktionen folgend, geschah dies vorläufig nicht, weil laut Statuten die detaillierte Abrechnung mit Tätigkeitsbericht erst auf Ende des Kalenderjahres aufzustellen und dem Eidg. Departement des Innern vorzulegen ist, und weil die den Stiftungsrat und die Stiftungskommission Pro Aero zusammensetzenden Persönlichkeiten, die die Abrechnung ordnungsgemäss genehmigten, der Oeffentlichkeit zweifellos zur Genüge als Garant dienen. Es ist ein starkes Stück, wenn ein Einsender aus durchsichtigen Motiven es unternimmt, diese Persönlichkeiten in der Oeffentlichkeit zu verdächtigen, sie hätten sich gescheut, über die anlässlich der Aktion entstandenen Unkosten restlos Auskunft zu erteilen. (Es handelte sich bei unserer Einsendung keineswegs um eine Verdächtigung, sondern um nichts anderes als eine bei öffentlichen Aktionen berechtigte Anfrage. Red.) Die von uns veröffentlichten Zahlen wollten keine Bilanz geben. Wenn trotz aller Sparsamkeit in der Durchführung der Aktion aus der Differenz zwischen Einnahmen und Reingewinn Unkosten errechnet wurden, die dem Uneingeweihten vielleicht hoch erscheinen mögen, so kann hierzu folgendes gesagt werden: Bekanntlich herrschte an den beiden Tagen der Aktion Pro Aero 1938 denkbar schlechtes Wetter, so dass etwas über 100.000 Abzeichen unverkauft blieben. Diese Abzeichen bilden eine Reserve für die nächste Aktion. Sie wurden aber vorsichtshalber gänzlich abgeschrieben. Ferner sind in Verbindung mit der Aktion Motor-, Segel-, Modell- und Ballon-Flugdemonstrationen im ganzen Gebiete der Schweiz durchgeführt worden, welche über die Veranstaltungstage hinaus wirken sollten, indem sie einerseits den Zweck verfolgten, den Fliegern zum Ansporn und Training zu dienen und anderseits der Bevölkerung den nationalen Flugsport in seinen verschiedenen Domänen nachhaltig vor Augen zu führen. War doch die Aktion nicht nur für die Geldbeschaffung, sondern ganz besonders als Propaganda für die nationale Luftfahrt im weitesten Sinne gedacht und geplant. Diese Demonstrationen kosteten z. B. rund Fr. 14.000.—. Ein ganz bescheidener Betrag, wenn man weiss, dass an den der Aktion vorausgehenden regionalen Pressekonferenzen aus der Mitte der Herren Redaktoren weitaus umfangreichere und ca. lOmal kostspieligere Vorführungen in der Luft im Interesse einer eindrucksvollen Wehrpropaganda vorgeschlagen wurden. Ausserdem sind in der Er- phon, Reisespesen, Versicherungen. Uebersetzungen, Gehälter etc., über welche der Jahresbericht detailliert Aufschluss geben wird. Die Persönlichkeiten des Komitees sowie die Organisationen, die dem Komitee in der Durchführung der Aktion zur Verfügung standen, haben in verdankenswerter Weise restlos ehrenamtlich funktioniert. Eine finanzielle Entschädigung wurde weder beansprucht noch verabfolgt. Solche Opferfreudigkeit verdient unsere öffentliche Anerkennung. Wie bei der Aktion 1938 so wird auch bei der für das Frühjahr 1939 vorgesehenen Aktion strikte darauf gehalten werden, dass alle Aufträge ausschliesslich an Schweizer Firmen für Schweizer Arbeit vergeben werden, so dass die unumgänglich notwendigen Ausgaben wieder unserer Volkswirtschaft zufliessen und so Arbeit und Verdienst schaffen. Schliesslich kann noch erwähnt werden, dass bis 1. November von den Motor-, Segel- und Modellflug betreibenden Sektionen und Gruppen 115 Gesuche auf Unterstützungen eingegangen sind, welche jetzt einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. Eine interessante Orientierung hierüber wird im Laufe dieses Monats veröffentlicht werden können. Gleichzeitig ist ein Verwendungsprogramm für Unterstützungen im Jahre 1939 in Vorbereitung. Auch hierüber wird noch zu berichten sein. Der Präsident des Stiftungsrates: F. Prisi. Der Generalsekretär H. Schilling. Schaffung eines Frauenautomobil-Korps? Die Initiative des ACS ruft einer < Stellungnahme » des TCS und einer Klarstellung des ACS. t Die Direktion des A.C.S. teilt uns mit: In seiner Nummer vom 3. November publiziert das offizielle Organ des T.G.S., «Touring», einen grossaufgemachten Artikel, in dem die Leitung des T.C.S. erklärt, davon absehen zu müssen, «den Mitgliedern und Angehörigen ihrer Familie zu empfehlen, den Fragebogen des A.C.S. auszufüllen und die Anmeldescheine zu unterzeichnen.» Dabei handelt es sich um die vom A.C.S. veranlasste Umfrage, durch die festgestellt werden soll, inwieweit Automobilfahrerinnen im Ernstfälle militärische Verwendung finden könnten. (Der fett gedruckte Text entspricht dem Wortlaut des offiziellen Communiques des A.C.S.) Es liegt nicht in der Gewohnheit des A.C.S., öffentlich oder durch seine offiziellen Organe andere Verbände zu kritisieren, wenn diese Initiativen ergreifen, die das Tätigkeitsgebiet des A.C.S. berühren. Entweder ist eine Aktion sachlich zu begrüssen, dann stellt der A.C.S. ihren Urhebern seine Mitarbeit und seine Unterstützung zur Verfügung — oder sie fordert zur Kritik heraus, dann sucht der A.C.S. durch direkte persönliche Aussprache auf die möglichen ungünstigen Auswirkungen aufmerksam zu machen. Der A. C. S. würde auf die Manifestation des T.C.S. nicht weiter eintreten, wenn es sich nur um das interne Arbeitsgebiet des A.C.S. handelte. Doch ist sie leider geeignet, Missverständnisse hervorzurufen, die im Hinblick auf die Organisation der Landesverteidigung sehr bedauert werden müssten. Deshalb sieht sich der A.C.S. veranlasst, im Interesse der Klarheit (und ohne jede Absicht, die vom T.C.S. entfachte öffentliche Polemik weiterzuführen), folgende Feststellungen zu machen: 1. Alle Initiativen, Anstrengungen und Arbeiten des A.C.S., sowohl auf dem Gebiete des Tourismus, des Verkehrs und des Sportes, als auch im Bereich der Armee-Motorisierung sind zu offensichtlich in der Sorge um das Allgemeininteresse des Landes begründet, als dass es nötig wäre, ausdrücklich darzulegen, dass auch die jüngste Initiative keine egoistischen oder prestiire-politischen Ziele verfolgt. 2. Selbstverständlich handett es sich für den A.C.S. niemals darum, «an Stelle der zuständigen I Aus dem Gerichtssaal Gepfeffert, aber gerecht Hatte da im Kanton Bern ein Automobilist, der sich betrunken ans Lenkrad seines Wagens gesetzt, einen Verkehrsunfall verursacht, der ein Menschenleben forderte. Vom Amtsgericht Konolfingen er hielt nun der Sünder drei Monate Korrektionshaus, umgewandelt in 45 Tage Einzelhaft, aufgebrummt, und zwar unbedingt. Hoffentlich verfehlt des Exempel, das damit statuiert. worden ist, seine Wirkung nicht. l£t£ä»ix«l««»s Gründung der « Gesellschaft der Militar- Motorfahrer des Kantons Zürich. » An 370 erreichbare Adressen wurden Einladungen zu dieser Gründungsversammlung verschickt, 120 Militär-Motorfahrer hatten sich angemeldet und 210 waren am Samstag abend, den 5. November, erschienen, so dass der kleine Saal des Restaurant «Du Nord» schon frühzeitig überfüllt war. Das Initiativkomitee, bestehend aus Motorfahrer-Gefreiter Jacques Studer (Glattbrugg), Chefexperte der Kantonalen Motorfahrzeugkontrolle (MFK), als Hauptinitiant, Motorfahrer-Wachtmeister Giovannini, Garagechef des Autobusbetriebes der Stadt Zürich, und Motorfahrer Nievergelt, Experte der MFK, hatten es schon lange als Mangel empfunden, dass die Militär-Motorfahrer des Kantons Zürich, im Unterschied zu ihren Kameraden in der Westschweiz und in Bern und zu andern Waffengattungen und Dienstzweigen, sich noch nicht zur ausserdienstlichen Tätigkeit zusammengeschlossen haben. Der einstimmig zum Tagespräsidenten gewählte Motorfahrer-Hauptmann Besmer, als Vertreter der Motorfahrzeug - Offiziere, und Wachtmeister Giovannini, als Berichterstatter des Initiativkomitees, wiesen auf diese Tatsachen hin. Oberst Jordi, Waffenchef der leichten Truppen, und Oberst Ruf, Kommandant der Schulen der Motorwagentruppen in Thun, sind von der bevorstehenden Neugründung in Kenntnis gesetzt worden und haben ihre Glückwünsche übermittelt. Sodann wurden die Statuten durchberaten und in der Abstimmung gesamthaft einstimmig genehmigt, womit die eigentliche Gründung vollzogen war. Auch die Wahl des Vorstandes ging rasch vonstatten und alle Vorgeschlagenen wurden einstimmig gewählt. Der engere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Motorfahrer-Gefreiter J. Studer; Vizepräsident Wachtmeister Giovannini; 1. Sekretär: Motorfahrer Nievergelt; . Sekretär: Motorfahrer Kohler; Kassier: Motorfahrer Dattner. Vorläufig wurden vier Beisitzer gewählt, so dass sich der Vorstand aus neun Mitgliedern zusammensetzt. Der Jahresbeitrag wurde für das Jahr 1939 auf Fr. 6.— festgesetzt, wobei Arbeitslose für diejenigen Monate, in denen sie arbeitslos sind, den entsprechenden Abzug machen können. Im Jahresprogramm für 1939 sind u. a. vorgesehen: Ausserdienstliche Ausbildung der Chauffeure auf schweren Lastwagen, Instruktionskurse und Vorträge über die verschiedenen Brennsysteme, über Dieselmotoren und über das Holzgas, Revolverschiessen, da die Besitzer der Faustwaffen bis jetzt keine obligatorische Schiesspflicht zu erfüllen haben. Im Anschluss an die Gründung hielt Motorfahrer-Hauptmann F. Bräm, Präsident der Gesellschaft Schweiz. Motorfahrer-Offiziere, Sektion Ostschweiz, einen mit grossem Interesse aufgenommenen Vortrag über «Die Motortransporttruppen in der neuen Truppenordnung», dr. Behörden vorzeitig ein Projekt zu verwirklichen, das von den Behörden noch geprüft werden muss, und das naturgemäss nur durch die Inhaber der öffentlichen Gewalt in wirksamer Weise durchgeführt werden kann ». Diese zuständigen Behörden, im besondern die Generalstabsabteilung, kannten die Vorarbeiten des A.C.S. im Hinblick auf die in Frage stehende Enquete und haben sie gutgeheissen. Gegenwärtig ist die Umfrage im Gang — bereits liegen mehrere hundert Anmeldungen von Freiwilligen vor — und die Ergebnisse werden in kurzer Zeit der Generalstabsabteilung zur Verfügung gestellt. Sache der Militärbehörden wird dann sein, in welchem Masse und unter welchen Bedingungen die zum Ausdruck gekommene Dienstbereitschaft tatsächlich in Anspruch genommen werden soll. 3. Der Artikel des « Touring » stellt die Frage: «Wozu und wem gegenüber verpflichtet sich die Frau, die diesen Anmeldeschein unterzeichnet? » und verliert sich darnach in weithergezogenen juristischen Argumentationen. Die Antwort auf die vom T.C.S. gestellte Frage findet sich im Enquete- Bogen selbst: «Die Unterzeichnete erklärt ehrenwörtlich, vorstehende Angaben wahrheitsgetreu ausgefüllt zu haben und verpflichtet sich, ihre Dienste als Automobilistin der Armee zur Verfügung zu stellen.» Bereits jetzt die Zustimmung des Ehegatten (allerdings liegen bereits Erklärungen von Männern vor, die sich verpflichten, die militärischen und technischen Kenntnisse ihrer Frauen zu vervollständigen) oder der Eltern zu verlangen, ist zum mindesten verfrüht. Wobei der T.C.S. überdies offenbar vergisst, dass zahlreiche Frauen, die über sich und ihre Wagen ohne weiteres selbst verfügen können, eich eine Freude und eine Ehre daraus machen werden, ihre Kräfte der Armee zur Verfügung zu stellen! 4. Am Tage nachdem der Zentralvorstand des A.C.S. den Beschluss auf Einleitung der in Frage stehenden Enquete gefasst hatte, offerierte der A.C.S. dem Zentralsitz des T.C.S. die erforderliche Zahl von TTmfragebogen, die dieser bei der Mitwirkung der Aktion nötig gehabt hätte. Dieses Anerbieten wurde zurückgewiesen, trotzdem der Text des Formulars absolut neutral war und den A.C.S. nur als Adresse für die Rücksendung erwähnte. 5. Endlich darf darauf hingewiesen werden, dass der Appell des A.C.S. sich nicht stärker an die Mitglieder des A.C.S., als an die Mitglieder des T.C.S. oder irgend eines andern Verbandes wendet Er geht an die Schweizerfrau, deren Vaterlandsliebe über manche ändere Erwägung erhaben ist, — auch über die Prestigesorgen eines Clubs oder eines Verbandes. Touristik-Bulletin des A.C.S. Bulletin vom 7. November 1938. m. K. = mit Ketten; o. K. = ohne Ketten. Alpenstrassen. Die Befahrbarkeit der schweizerischen Alpenstrassen hat sich seit der letzten Berichtswoche leicht gebessert. Der Lukmanierpass konnte dem Fahrverkehr wieder durchgehend geöffnet werden. Bei allen Fahrten ins Gebirge ist die Mitnahme von Schneeketten unerlässlich. Unpassierbar und wahrscheinlich definitiv eingeschneit sind folgende Pässe: Furka, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Oberalp, St. Gotthard, Simplon, Splügen und Umbrail. Der genaue Stand der Paßstrassen war am 7. November morgens folgender: A1 b u 1 a, m. K. durchgehend passierbar, Ketten ab Preda bis oberhalb Ponte. B e r n i n a, gepfadet, m. K. offen. F1 ü e 1 a, m. K. gut passierbar. Furka. unpassierbar zwischen Realp und Gletsch. Grimsel, gesperrt zwischen der Zentrale Handeck und Gletsch. Grosser St. Bernhard, Schweizerseite gesperrt ab Bourg-St. Pierre. J u 1 i e r, gepfadet und m. K. oder Schneepneus gut passierbar. Klausen, dünne Schneeschicht, Ketten ratsam. Lukmanier, gepfadet und wieder m. K. offen, Ketten ab Disentis bis Olivone. 0 b e r a 1 p, gesperrt. P i 11 o n, fast schneefrei, o. K. passierbar. San Bernardino, breit gepfadet, m. K. gut befahrbar, Ketten ab Andeer. St. Gotthard, gesperrt zwischen Hospenthal und Passhöhe; Südseite freigeschaufelt und m. K. offen bis Hospiz. Die Zufahrten zu den Verladestationen Göschenen und Airolo sind schneefrei. S i m - plon, unpassierbar zwischen Schutzhaus No. 2 und Simplon-Dorf. Splügen, gesperrt. Umrail, Schweizerseite unpassierbar ab Planteal. Gänzlich schneefrei sind gegenwärtig noch folgende Uebergänge: Brünig, Etroits, Forclaz, Ibergeregg, Jaun, Lenzerheide, Maloja, Marchairuz, Molendruz, Montets, Morgins, Mosses. Ofen, Passwang, Saanenmöser Weissenstein und Wolfgang. Strassensperren. Im Strassenzug Ottenbach-Muri ist die Reu s sb rück e am 7., 8. und 9. November wegen Belagserneuerung gesperrt. Walenseestrasse zwischen Tiefenwinkel (Kantonsgrenze) bis Murg wegen Sprengarbeiten täglich von 9—10, 13—14 und 16—16.30 Uhr bis auf weiteres für allen Verkehr gesperrt Strasse Vitznau — Ger sau im Abschnitt Gersau—Kantonsgrenze für sämtlichen Fahrverkehr gesperrt. Verkehrsumleitung erfolgt über Küssnacht—Arth-Goldau—Brunnen und umgekehrt Der Zufahrtsverkehr Küssnacht—Weggis—Vitznau resp. Brunnen—Gersau wird von der Sperrung nicht betroffen. Die Sperrung wird aufgehoben jeweilen von Samstag, 16 00 Uhr bis Montagmorgen 7.00 Uhr, sowie an Feiertagen. Strasse Montier — Court (Bemer Jura) wegen Bauarbeiten bis auf weiteres gesperrt. Verkehrsumleitung über Tavannes—Bellelay—Moutier oder Bellelay—Delsberg. jlua den Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Die Firma Robert Bosch AG. ladet uns zur Teilnahme an einem Vortrag mit Lichtbildern ein, worin über Aufbau und Wirkungsweise von Motorfahrzeug-Scheinwerfern und die Verbesserung unzureichender Bauarten berichtet wird. Der Vortrag findet statt: Mittwoch, den 9. November 1938, um 20 Uhr, im Saale des Rest. Du Pont, 1 Stock. Wir empfehlen den Mitgliedern rege Teilnahme an diesem Vortrag, ist er doch für den Chauffeur von besonderem Interesse. Der Vorstand.

„Automobll-Revne"— Hr. 90 BERN, Dienstag, 8. November 1938 Wir möchten zwar nicht behaupten, dass die obige Formel einer mathematisch-wissenschaftlichen Prüfung standhält; doch glauben wir, dass der geneigte Leser sie trotzdem richtig deuten wird: Nur dann kann ein angemessener Verdienst aus der geleisteten Arbeit herausgewirtschaftet werden, wenn sich ihr im ganzen Betrieb eine entsprechende Ordnung zugesellt. Und zwar soll diese Ordnung nicht nur für Garageraum und Werkzeugkasten, sondern ebensosehr für die Buchhaltung und das Rechnungswesen das dominierende Merkmal bilden. Leider gibt es auch heute noch manche Betriebe, die wohl erstklassige Arbeit liefern, Kunde:..„.„.._ Auftrag Nr. Adresse: „ Tel: Marke u. Modell: Eingeliefert: Art der Arbelt: Besondere Vorschriften: . .. Bemerkungen:. Abgeliefert].. Mein lieber Sohn! Deine Mitteilung, dass A. B. in C. die Hammon-Vertretung übernommen habe, war mir neu und hat mich sehr interessiert Entgegen der aus Deinem Brief ersichtlich'cn Auffassung ist es für uns offizielle Vertreter gar nicht gleichgültig, wem ausserhalb unseres eignen Distrikts die Sorge um Verkauf und Service der Marke anvertraut wird. Wir verkaufen ja nicht nur die Fahrzeuge, welche die Hammon-Werke herstellen. Wir handeln nicht-bloss mit 1200 Kilogramm Stahl, Eisen, Leder, Glas usw., Arbeit -I- Ordnung = Verdienst _ Verkehrsnummer: Termin: (Vorderseite) Der Auftragszettel, dessen Vor- und Rückseite abgebildet sind, hat verschiedene Aufgaben zu erfüllen: Er soll alle an einem Auftrag beteiligten Personen jederzeit über die vorzunehmenden Arbeiten genau orientieren; er soll eine zuverlässige Uebersicht über die aufgewendeten Arbeiten und Materialien, sowie sonstige Auslagen verschaffen und endlich auch die Möglichkeit geben, den approximativen Verdienst am einzelnen Auftrag zu bestimmen. Jeder Auftragszettel wird in zwei Exemplaren hergestellt; das Original kommt an den Wagen, während die Kopie im Bureau aufbewahrt wird. Auf dem Original wird nur das aufgewendete Material vermerkt und vom betreffenden Arbeiter quittiert. Nach Vollendung der Arbeit wandert es ins Bureau zurück, wo die darauf enthaltenen Aufzeichnungen auf die Kopie übertragen werden, wie auch aus den Arbeitskontrollen (s.d.) die aufgewendete Arbelt. Damit sind sämtliche Elemente für die Zusammenstellung der Faktura vorhanden. Aus Erfahrung kennen wir den ungefähren Pr ozentsatz vom Umsatz, der für Unkosten, wie Telephon, Regie, Miete usw. ausgelegt werden muss; er wird zu den Selbstkosten geschlagen. Die Differenz zwischen Fakturabetrag und Eigenkoste n stellt nur den approximativen Reingewinn auf der betreffenden Arbeit dar. — Auch wenn für di ese mit dem Kunden ein fester Preis vereinbart worden ist, soll der Auftragszettel trotzdem ents prechend ausgefüllt werden, da dadurch eine zuverlässige Ueberprüfung der Kalkulation ermögli cht wird. Autoliändlei» an Stuten. Sohn 19 Aufgewendete Arbeit Aufgewendetes Material Diverses. bbtttl- titil tollla «rtftil SticknM EnfiUH Salknknui T«il fcr HiUrW-Seftitium FiUmtttraK luiMtl IltU-Ertrac Fiktirlirt die durch den Fabrikanten zu einem zweckmäßigen Ganzen verarbeitet worden sind. Wir liefern nicht nur Ersatzteile für den Fall, dass einmal ein Stück seinen Dienst versagt. Wir verkaufen ebensosehr den Ruf der Firma und das Fluidum, das sich der Name der Marke im Laufe der Jahre angeeignet hat und das sich mit der rein qualitativen Eigenschaft des Wagens nicht unbedingt absolut zu decken braucht. Auch der Käufer rechnet bei der Anschaffung des Wagens damit, mehr zu erhalten als bloss ein Vehikel mit vier Rädern, das ihn dorthin trägt, wo Pflicht und Laune hinwollen. Nicht einmal die Qualität an sich wird ihn zufrieden zu stellen vermögen. Dazu braucht es noch mehr. Er verlangt Prestige, das heisst Geltung seiner Marke bei der Allgemeinheit; er verlangt das Bewusstsein, jederzeit und überall zu seiner vollen Zufriedenheit bedient zu werden, und er verlangt vor allem seitens der Fabrik, dass sie sich des Namens würdig zeigt, den ihre Wagen tragen. Auch nachdem einmal der Kaufbetrag bis zum letzten Rappen — wenigstens so weit es die rechtliche Seite angeht — erfüllt ist. deren Fruchte sie aber nicht ernten können, weil ihre Innenorganisation ungenügend ist. Wie's oft geht. Vor nicht allzulanger Zeit entschloss sich der Inhaber einer grösseren Garage zur Durchführung einer Sonderpropaganda zugunsten der Revision älterer Wagen. Um jedem Anspruch gerecht zu werden, komplettierte er sein Ersatzteillager mit allen nach menschlicher Voraussicht notwendigen Stücken, so unter anderem die Zündkontakte auf volle drei Dutzend. Innert zwei Wochen waren sie weg. Wie erstaunt und bestürzt war er, als er anlässlich einer Kontrolle feststellen musste, dass von den 36 Kontakten nur 20 Stück der Kundschaft weiterverrechnet worden waren. Die anderen hatten wohl Verwendung gefunden, fehlten aber in den Fakturen. Dadurch gingen nicht nur die eigenen Auslagen für die fehlenden 16 Stück, sowie die damit gehabten Unkosten verloren, sondern darüber hinaus auch noch der Verdienst, der aus dem Verkauf der 16 Kontakte mit Recht erwartet werden durfte. Es liegt uns selbstverständlich fern, diesen Schlamassel — denn anders kann eine solche Unordnung nicht bezeichnet werden — als typisch für den Garagebetrieb zu bezeichnen; doch kommt es öfters vor, dass die Kontrolle von Material und Arbeit, die auf einen Auftrag verwendet wird, ungenügend ist und dies und jenes durch das Sieb schlüpfen lässt. — Welche Bedeutung diese Fehlerquelle für den Geschäftserfolg hat, zeigt eine kleine Ueberlegung. Man braucht sich bloss vorzustellen, dass in einem grösseren Betrieb pro Mechaniker und Woche ein Stück nicht weiterverrechnet wird. Bei sechs Arbeitern entspricht dies jährlich über dreihundert Stücken, deren einzelner Fakturawert sich von einigen Rappen bis in Hunderte von Franken belaufen kann. Kontrolle muss sein. Natürlich so, dass deren Durchführung nicht mehr Zeit und Arbeit beansprucht, als sie dem Geschäft zu nützen in der Lage ist. Sie muss demnach so gehalten sein, dass auch der mit Schreibarbeiten schlecht vertraute Mechaniker keine Mühe hat, die notwendigen Notizen zu machen. Die Grundlagen dieser Kontrolle sind deshalb Einfachheit und Zuverlässigkeit. Es ist nun keineswegs leicht, den Arbeiter immer und in jedem Fall freiwillig zur genauen und exakten Führung dieser Kontrolle anzuhalten, um so mehr, als seine Hauptaufgabe in der zweckmässigen Erledigung der aufgetragenen mechanischen Arbeit besteht und nicht in der Führung des Bleistifts. — Zu den gestellten Forderungen der Einfachheit und Zuverlässigkeit muss deshalb noch diejenige der Zwangsläufigkeit kommen, was mit anderen Worten besagen will, dass der Arbeiter gar nicht anders kann, als die zweckmässigen Angaben immer und überall zu machen. Selbstredend müssen die für diese Kontrollarbeit notwendigen ?ormu)are auch die Möglichkeit bieten, den Gang der Geschäfte — wie dies übrigens bereits früher in den Spalten der « Kleinen Revue » gefordert wurde — so genau als immer möglich zu überprüfen. Die Grundlage. Das Reparaturgeschäft baut sich hauptsächlich auf zwei Ertragsquellen auf: Die Einnahmen aus ausgeführten Arbeiten und die Fakturabeträge der verkauften Ersatzteile und Zubehöre. Die Marge, die der Inhaber über die Selbstkosten hinaus berechnet, soll ihn instand stellen, nicht nur die mit dem Geschäft verbundenen Unkosten, wie Miete, Bürospesen, Werbung usw. zu decken, sondern darüber hinaus auch noch einen Verdienst für seine eigene Tasche herauszuwirtschaften. Die Arbeits- und Materialkontrolle soll über alle diese Dinge Auskunft geben. Qies erreichen wir durch die Einführung von Auftragsund Arbeitszetteln. Wie diese aussehen, zeigen die weiter unten reproduzierten Formulare, über deren Details die Legenden Auskunft Trotzdem wir Ortsvertreter uns hie und da notgedrungen in den Haaren liegen, weil es sich in der Praxis einfach nicht vermeiden lässt, dass einer ausnahmsweise in ein anderes Gebiet hineingreift, so sollte darüber das Bewusstsein von der Notwendigkeit des « Team-work » doch nicht verloren gehen. Es gibt auch heute noch Marken, die in Konstruktion und Material ihrer Konkurrenz mindestens gleichwertig, wenn nicht überlegen sind und die in der Verkaufsstatistik trotzdem immer bloss die Rolle der vernachlässigten Waise spielen. Dabei wenden die zuständigen Stellen ihre ganze Aufmerksamkeit nur dem Verkauf zu und geben dadurch unbewusst jene Unterstützung preis, die ihnen aus den übrigen, für den Wagenbesitzer wichtigen Faktoren erwachsen würde. Ein schlechter Vertreter — und wenn er auch nur über ein kleines Arbeitsgebiet verfügt — ist immer für das Ganze von Nachteil. Die Unzufriedenheit der Kundschaft mit dem Service schadet nicht nur dem betreffenden Garagisten, sondern wirkt sich ebenfalls zu Lasten der Marke und der ganzen Organisation aus. Das Arbeiter:. Stellung:. Tag Montag Ueberzelt: . Bemerkungen: . Woche vom. Arbeitskontrolle bis. littrtg SU. Mtnc SU. »iftrie SU. Mln( SU. Total Dienstag ...—.„.. „„_„ ._„„ Mittwoch „ Donnerst „ , Freitag Samstag Jeder Arbeifer führt über die aufgewendete Arbeitszeit eine Kontrolle, in der er die Auftragsnummer, sowie die aufgewendete Anzahl Stunden notiert. Ende jeder Woche wird dieser Kontrollzettel abgeliefert und auf dessen Grund die Lohnzahlung vorgenommen. Durch Uebertragung der Arbeitsstunden auf den Auftragszettel wird verhindert, dass ihre Weiterverrechnung vergessen werden könnte. geben. Selbstredend machen diese Formulare nicht Anspruch darauf, das einzig Richtige und Alleinzweckmässige zu sein. Jeder Betrieb hat seine Besonderheiten, denen die interne Organisation selbstredend angepasst werden muss, wobei weitgehende Variationen zulässig sind, so lange dieselben nicht am Grundprinzip rütteln. Zwangsläufigkeit. Wie lässt sich nun erreichen, dass diese Formulare durch das Personal zwangsläufig ausgefüllt werden? Dadurch, dass zum Prinzip gemacht wird: Es wird weder Lohn bezahlt für Monatsstatistik rar. •r. Total Narne _ Durch Zusammenstellung der einzelnen Aufträge und Vergleich der Aufwendungen mit den Fakturabeträgen ist es möglich, den Verdienst während eines ganzen Monats approximativ zu bestimmen und dadurch notwendigenfalls die Massnahmen zu treffen, die sich als unerlässlich erweisen könnten. Gerede macht vor den Grenzen des Arbeitsgebietes keineswegs Halt; es beeinträchtigt dadurch das jede Marke umgebende Fluidum — jenes Bewusstsein des Publikums, sich auf einen Namen in jeder Hinsicht verlassen zu können. Wer heute im Automobilhandel irgendwie Erfolge erreichen will, ist gezwungen, sich weitgehend auf den Service einer bestimmten Marke zu spezialisieren. Damit bindet er sich auch an das Wohl und Wehe, das sie im Laufe der Zeit durchmacht; er ist den Schwankungen der Wertschätzung ausgesetzt, die ihr das Publikum entgegenbringt Dies ist der Grund, warum jeder unter uns Hammon-Vertretern ein eminentes Interesse daran hat, wem unsere Marke an den einzelnen Orten anvertraut ist. Denn nur, wenn wir unter uns die Reihen schliessen und — trotzdem jeder auf seinen eigenen Füssen steht — als ein kompaktes Ganzes arbeiten und kämpfen, sind wir sicher, dass unserer Arbeit ein grösstmöglicher Erfolg beschieden sein kann. 0 Dein Vater. _ _ Uku Mitwill Diwrwi """""