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E_1938_Zeitung_Nr.091

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'!« Automobil-Bevtie — N° 91 Grau der Himmel unb 1 herbstlich das Land, Still geht der Sommer von donnert/ Reicht dem weissen Bruder die Hand. Leis 1 klagt der Wind in den Tannen. Silbern webt der Nebe! im Ried, Reif löscht des Waldes Glühen *,» Regen singt sein tropfendes Lied In das stille Verblühen ».-» Kündet rauschend klagloses Leid. Doch die sterbende Erde, Grüsst im Traum über Raum und Zeit Gläubig das ewige «Werde>! Barry glaubte nun, sie sei in Ungnade gefallen. Sie ging in ihr Zimmer und verweilte dort zwei Stunden in der höchsten Unruhe. Dann suchte sie der König auf. Sie warf sich weinend zu seinen Füssen, und er verzieh ihr. Marie-Antoinettes Einzug in Frankreich An der Grenze, in der Nähe von Kehl, hatte man einen prächtigen Pavillon zum Empfang der Erzherzogin errichtet. Er bestand aus einem geräumigen Salon, der an zwei Appartements stiess. Das eine davon war für die Damen und Herren des Wiener Gefolges bestimmt, das andere für die Umgebung der Erzherzogin. Diese bestand aus Frau von Noailles, ihrer Hofdame, der Herzogin von Cosse, ihrer Gesellschaftsdame, aus vier Palastdamen, dem Grafen von Saulx-Tavannes, ihrem Hofkavalier, dem Grafen von Tesse, ihrem ersten Stallmeister, dem Bischof von Chartres, ihrem Grossalmosenier, ferner aus den Offizieren der Leibgarde und den Stallmeistern. Zunächst wurde die Prinzessin völlig entkleidet. Die Etikette verlangte dies, damit sie nichts von einem fremden Hof auf dem Körper trüge. Dann öffneten sich die Türen, die junge Prinzessin kam heraus, suchte mit den Augen die Gräfin Noailles, flog in deren Arme und bat sie mit Tränen in den Augen und mit einer Offenheit, die aus dem Herzen kam, sie zu leiten, sie zu beraten und in allem ihre Führerin und Stütze zu sein. Man konnte ihren schwebenden Gang nur bewundern. Man fühlte sich durch ein einziges Lächeln hingerissen. In ihrem bezaubernden Wesen, das französische Heiterkeit ausstrahlte, Hess ein gewisser majestätischer Ernst, vielleicht auch die etwas stolze Haltung des Kopfes, doch auch wieder die Tochter des Cäsaren erkennen. Die Festlichkeiten, die anlässlich der Vermählung des Dauphins in Versailles stattfanden, waren äusserst glänzend. Die Gemahlin des Dauphins hatte im Jagdschloss La Muette übernachtet und traf erst zur Stunde des Ankleidens in Versailles ein. In der Muette war sie von Ludwig XV. empfangen- worden. Verblendet durch seine eines Souveräns und Familienvaters unwürdige Liebe zu Madame Du Barry hatte er die junge Prinzessin, die königliche Familie und die Damen des Hofes mit. seiner Mätresse zur Abendtafel eingeladen. Marie-Antoinette fühlte sich dadurcH verletzt und äusserte sich darüber ganz offen gegenüber ihren Vertrauten, Vor der Oeffentlichkeit wusste sie jedoch ihren Aerger zu verheimlichen. Man empfing sie in Versailles in einem Appartement des Erdgeschosses, unter dem der verstorbenen Königin, das erst sechs Monate später fertig wurde. Mollige LAMA- und KAMELHAAR- MÄNTEL Herbst DAMEN- UND HERRENBEKLEIDUNG rTirTTHTi Ursula Ott. Die Gattin des Dauphin« war damals fünfzehn Jahre alt und von blühender Gesichtsfarbe. Sie erschien allen mehr als schön. Ihr Gang hatte gleichzeitig jene achtunggebietende Würde der Prinzessinnen ihres Hauses und französische Anmut. Ihr Auge war mild, ihr Lächeln liebenswürdig. Als sie sich in die Kapelle begab und die ersten Schritte in die lange Galerie getan hatte, hatte sie sofort mit einem einzigen Blick alle jene Personen festgestellt, die sie mit der ihrem Rang zukommenden Achtung begrüssen musste. Sie hatte auseinanderzuhalten, wem nur ein- leichtes Nicken mit dem Kopfe zukam und schliesslich jene, die sich mit einem Lächeln zu begnügen hatten. Ludwig XV. war von der jungen Dauphine entzückt. Man sprach nur noch von ihrer Grazie, ihrer Lebhaftigkeit und ihren treffenden Antworten. Ihr Erfolg bei der königlichen Familie stieg noch, als sie ohne den Diamantenschmuck erschien, den sie in der ersten Zeit nach der Hochzeit zu tragen hatte. Wenn sie in einem leichten Kleid aus Tüll oder Taft erschien, verglich man sie mit der Venus von Medici oder mit der Atalante im Park von Marly. Die Dichter besangen ihre Reize, die Maler wollten ihre Gesichtszüge verewigen. Einer brachte ihr Bild" in einer aufgeblühten Rose und wurde für leine «chöne Idee von Ludwig XV. belohnt. Einige Zeit nach den Hochzeitsfeierlichkeiten hielt Marie-Antoinette ihren Einzug in Pari«. Sie wurde mit ungestümer Freude empfangen. Nachdem sie in den Tuilerien im Appartement des Königs zu Mittag gespeist hatte, zwangen sie die ununterbrochenen Rufe der Menge, die den Garten füllte ( sich auf dem Balkon zu zeigen. Als sie die enganeinandergedrängte Masse sah, rief sie aus: «Grosser Gott, welch' eine Menge Menschen!» — «Ew. Königliche Hoheit», erwidert* darauf der alte Herzog von Brissac, der Gouverneur von Paris, «Seine Königliche Hoheit, der Dauphin, wird es nicht übel nehmen, aber «ie sind eben alle in Sie verliebt.» Der Dauphin nahm weder den Beifall noch die Huldigungen übel, die seiner Gemahlin galten. Er zeigte nur eine beleidigende Gleichgültigkeit, eine Kälte, die seiner Gemahlin gegenüber oft in Härte ausartete. So Der alte Goldgräber Auf einer Parkbank der |ütlönd1schen Staat Ribo sass dieser Tage ein alter Mann und redete laut vor sich hin. Die Vorübergehenden hielten ihn für betrunken. Als er aber bei einbrechender Dunkelheit noch immer am gleichen Fleck sass, holte man schliesslich die Polizei, die den Alten in ein Krankenhaus verbrachte. Dort stellte man fest, dass er keineswegs betrunken war, sondern dass er eine Gehirnblutung erlitten hatte. Als man ihm dje Kleider auszog, um ihn zu Bett zu bringen, fielen aus dorn Gürtel, aus allen Taschen, aus den Hosen und der Unterwäsche Bündel von Banknoten heraus, teils dänische 500-Kronen- Noten, teils hohe amerikanische Dollarnoten. Die Gesamtsumme repräsentierte ein ansehnliches Vermögen. Natürlich forschte man unverzüglich der Herkunft des Geldes nach und erfuhr, dass der alte Mann in seiner Jugend Goldgräber In Amerika gewesen war. Nach seiner Heimkehr lebte er mutterseelenallein in seinem Häuschen in Ribo, und zwar in so armseligen Verhältnissen, dass kein Mensch etwas von seinem Reichtum geahnt hatte. viel Liebreiz wirkte nicht einmal auf seine Sinne. Er kam, leite sich pflichtschuldigst in das Bett seiner Gattin und schlief ein, oft ohne das Wort an sie gerichtet zu haben. Diese Abneigung, die sehr lange dauerte, war — so wird behauptet — das Werk des Herzogs von La Vauguyon. Ausser dem Herzog von Choiseul und seiner Partei hatte die Gemahlin des Dauphins keine aufrichtigen Freunde am Hofe. Hält man es für möglich, dass die Pläne, die gegen Marie-Antoinette geschmiedet wurden, so weit gingen, die Möglichkeit einer Scheidung in Betracht zu ziehen? Leute, die am Hofe bedeutende Stellungen einnahmen, haben es mir bestätigt, und viel Umstände wiesen darauf hin. Im ersten Jahr der Ehe, anlässlich einer Reise nach Fontainebleau, bestach man die Aufseher der Gebäude, damit das Zimmer des Dauphins, welches an das seiner Gemahlin stiess, nicht fertig würde, so dass man ihm vorläufig eines am äussersten Ende des Schlosses einräumen musste. Die Prinzessin wusste, dass dies das Ergebnis einer Intrige sei. Sie hatte den Mut, sich bei Ludwig XV. zu beschweren, der nach den strengsten Verweisen so bestimmte Befehle erteilte, dass das Appartement in einer Woche fertig wurde. Dagegen tat man alles, um die Kälte, die der Dauphin so lange gegen seine junge Gemahlin bezeigte, zu unterhalten und zu vermehren. Sie war tief betrübt darüber, erlaubte sich aber darüber nicht die geringste Klage zu äussern. Die Geringschätzung, ja Verachtung ihrer weiblichen Reize, die andere so -priesen, konnten sie nicht bewegen, ihr Schweigen zu brechen. Nur einige Tränen, die sie unwillkürlich fallen Hess, waren die einzigen Spuren, die ihrer Dienerschaft von ihrem geheimen Kummer Zeugnis ablegte. Ein einziges Mal vergass sie sich. Ein altes, ihr sehr ergebenes Fräulein machte ihr beständig Vorhaltungen, sie solle nicht reiten, aus Besorgnis, dies könne sie hindern, der Krone Erben zu schenken. Da Hess sie sich zu der Bemerkung hinreissen: «Mein Fräulein, lassen Sie mich um Gotteswillen in Frieden und glauben Sie nur, dass ich dabei keinen Kronerben aufs Spiel setze!» Diese Abschnitte wurden aus dem demnächst im Hallwag-Verlag Bern erscheinenden Buche «Marie-Antoinette und ihr Hof>, Memoiren der Madame Campan, entnommen. Im nächsten Jahre sind 150 Jahre seit der Erstürmung der Bastille, dem Ausbruch der französischen Revolution, verflossen. Man wird sich bei dieser Gelegenheit mit besonderem Interesse der Lektüre eines Buches widmen, das eine Geschichtsepoche behandelt, die wie keine *'*Vite vor dem "Weltkrieg das Antlitz Europas veränderte. (Die Redaktion.) Was mit em Kari Verdutzt schaut Trudi ihre Freundin cm. Sie meint: «Kannst Du Dich erinnern — vor einigen Wochen noch schien er nicht einmal eine E83B23I allein zu vermögen, heute sehen wir ihn, stolz wie einen Spanier, am Steuer eines mindestens 8-Zylinder- Wagens.> • «Ja>, antwortet darauf ihre Freundin überlegen: «Hättest Du damals mit ihm die fragliche Seva-Serie gekauft, würde jeder von Euch beiden seinen eigenen 4-Zylinder fahren. Nun aber fährt er allein einen 8-Zylinder. Merkst Du nun etwas?» • Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Es versuche Bficherf^ch Die Erstlingsarbeit von Conrad Ferdinand Meyer. Auf den vierzigsten Todestag unseres grossen Dichters gibt der Verlag Hallwag in Bern unter dem Titel «Könige und Königinnen der Merowinger» einen stattlichen Band heraus. 270 Seiten, Ganzleinen Fr. 7.80. Was Conrad Ferdinand Meyer veranlasste, die im Jahre 1840 von Augustin Thierry herausgegebenen «R,ecits des temps merovingiens» frei zu übertragen und was ihn an diese Erzählungen so sehr fesselte, war der Kampf der vom Christentum noch kaum gebändigten Franken mit dem überfeinerten und darum dem Untergang geweihten gallischen Römertum In vollendeter Darstellungskunst gibt das Werk einen tiefschürfenden Ueberblick über die Dynastie der Merowinger, die von 481 bis 751 das Frankenreich beherrschten und im ersten Jahrhundert ihrer Herrschaft dessen Nacht bis weit in das heutige Gebiet der Schweiz und Deutschlands ausdehnten. Nachdem Chlodwig 466 den letzten Rest der Römerherrschaft in Gallien vernichtet hatte, erfolgten nach seinem Tode mehrere Teilungen des Reiches, welche zu Kämpfen der Merowinger-Könige untereinander führten. Diese inneren Wirren Hessen das Frankenreich und insbesondere sein Königshaus in die furchtbarste Zerrüttung versinken. Durch die Reichsversammlung zu Soissons im Jahre 751 wurde Childerich III., der letzte Merowinger, in ein Kloster geschickt und der Karoliger Pippin der Kurze zum König erhoben. Ent- ein Geschenk, das Sie mit kennerischem zücken bewundern werden. Die Neuherausgabe des Erstlingswerkes des grossen Schweizer Dichters bedeutet für den Literaturfreund eine willkommene Ueberraschung. für die- Verehrer Conrad Ferdinand Meyerscher Stilkunst Kommende Ereignisse | Basel: 12. Nov.: A.C.S.-BaU (Mustermesse). 12. Nov.: Ariesheim (Turnhalle): Aufführung von Jos. Haydna «Die Schöpfung» (Männerehor Ariesheim, unter Mitwirkung d. Gemischten Chors, Akademisches Orchester Basel und Solisten). 13. Nov.: Werbematinee d. Basler Orchester-Gesellschaft (Stadttheater). 13. Nov.: Symphoniekonzert d. Allg. Musikgesellschaft ira Musiksaal. Leitung Fritz Busch, Solistin Erika Rokyta, Sopran. 18. Nov.: Liederabend Lukas'Barth (Hans-Huber-SaaJ). 18. Nov.: Stadttheater: Einmalige Aufführung «Der Masken» ball» von Verdi. Gastdirigent Dr. F Busch. Bsrni November: Oeffentliche Kundgebung mit Internat. Referenten «Tag der Völkerverständigung», veranstaltet von der Sektion Bern der Europa-Union. Bis 27. Nov.. Kunsthalle: Ausstellung ital. Kunst der Gegenwart. 16. Nov.: Liederabend Paul Jaussi mit K. Graf-von Grünigen, Klavier (Schubert, Die schöne Müllerin), im Söller. Genf: 18. Nov.: Liederabend M. Dittner, Bariton (Conservatoire). 14.-21. Nov.: «Championnat international de Tennis de la Suisse sur courts couverts», in Champel. Zuzieht 13. Nov.: Grossmunster: Konzert des Basler Kammerchors. 14. Nov.: Konservatorium: Klavierabend Paul Baumgartner; am Abend Beethoven-Zyklus. 18. Nov.: Stadttheater: Extrakonzert Radiooroheater und Tonhalleorchester. 18.Nov.: Konservatorium: Violinabend Steffi Geyer. deshalb ein jeder sein Glück aufs neue, um so mehr als es erfahrungsgemäss nie die gleichen sind, die gewinnen! Handeln Sie aber sofort, denn die Ansetzung der steht unmittelbar bevor.•! Los Fr.5.- (eine 10-Los-Serie, mit sicherem Trefj fer, Fr. 50.—) plus 40 Rp. für Porto auf Postcheck III10026 - Adresse: Seva-Lotterie,Genfergasse15,Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30Rp. mehr.) Lose auch in bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich.

N°91 — Automokll-Revu* H Losung des Kreuzworträtsels Waagrecht: 1 Vier. S Star. 9 Orden. 11 Liane. 12 Grison. 14 Kueste. 15 Tes. 16 Rohan. 17 Top. 18 Notar. 20 Laben. 22 Ni. 23 Mob. 24 An. 23 BS. 28 Bethlehem. 32 Ratio. 33 Milet. 33 Mus. 36 Rhein. 37 Ria. 39 Unsinn. 41 Ringer. 43 Seine. 44 Niere. 45 Enns. 46 Elen. Senkrecht: 1 Vogt 2 Irren. 3 Edison. 4 Res. 5 Sie. 6 Tasten. 7 Anton. 8 Reep. 10 Nora. 11 Luna. 13 Norm. 14 Kalb. 19 Tibet. 21 Basel. 23a Oel. 26 Stirne. 27 Chinin. 28 Bassin. 29 Hohn. 30 Emir. 31 Mergel. 32 Runen. 34 Tiere. 35 Muse. 38 Aren. 40 Ins. 42 Nie. Losung der Denkaufgabe mit Chauffeur Der Chauffeur braucht insgesamt 20 Minuten weniger, somit sowohl für die Hinfahrt als auch für die Rückfahrt 10 Minuten weniger. Er trifft also Herrn Müller um 4 Uhr 50. Dieser begann seinen Spaziergang um 4 Uhr, er war daher 50 Minuten unterwegs. Liste der richtigen Lösungen beider Rätsel: 10 Punkte: J. Aebischer, Merenschwand; Frau B. Baerlocher, St. Gallen; E. Benz, Goldach; M. Bertschmann, Basel; Frl. M. Bossert, Lenzburg; G. Brunner, Zürich; Frl. M. Epple, St. Gallen; K. Friess, Kilchberg; Ch. Gebhardt-Bucher, Basel; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau L. Grünvogel, Horw; J. Gustin, Schönenwerd; Frl. A. Hagmann, St. Gallen; Frau J. Hopf, Bem; Frau Hörn, Bern; Frau R. Kallen, Grenchen; K. Keusen, Biel; G. Laepple, Basel; J. Leimer, Bettlach; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; P. Meier, Bern; F. Meier, Zürich; M. Nievergelt, Zürich; J. Nussbaumer, Benzenschwil; Frau L. Rock, Basel; Frau I. Rohlwes, Basel; Frl. A. Weidmann, Münchenstein; F. Wenger, Bern. RäfseUEcke T)as £achka&inett Lafontaine rächt sich. Lafontaine erhielt eine Einladung zum Mittagessen von dem Finanzpächter d'Imbercourt. So unsympathisch ihm diese Einladung auch war - ablehnen konnte er nicht. Er wusste, dass man ihn nur seiner literarischen Berühmtheit wegen geladen hatte. Also schwieg er von der Vorspeise zum Fisch und vom Fisch zum Braten. Nach der Poularde aber erhob er sich und sagte: «Und jetzt muss ich zur Akademie.» - «Aber ich bitte Sie», sagte der enttäuschte Hausherr, «Sie haben doch noch zwei Stunden Zeit bis zur Sitzung.» - «Das macht nichts», erwiderte Lafontaine vergnügt, «ich nehme den längsten Weg.» Wo ist der Junge? Die Mutter will sich mit ihrem hoffnungsvollen Sohn an der Strassenbahnhaltestelle treffen und ist in grösster Unruhe, als die Bahn kommt, aber von ihrem Söhnchen noch nichts zu sehen ist. Als der Schaffner sie auffordert, sich beim Einsteigen zu beeüen, ruft sie aufgeregt: «Herr SchaffnerI» Ich erwarte ein Kind!» (Answers) Ein schwerer Entschluss. «Ihr Mann ist wohl Abstinenzler geworden?» «Nein, Frau Nachbarin, er schwankt noch...» (Aftonblad) Immer die Fassung bewahren. Der Fahrer eines schweren Lastautos hatte das Pech, eine Kurve zu kurz zu nehmen, so dass der Wagen die Lehmmauer eines kleinen Hauses durchbrach und mit seinem ganzen Vorderteil in der Wohnstube der Bewohner landete. Die Hausfrau stand gerade am Tisch und plättete. Der Chauffeur, der in seiner Bestürzung kein vernünftiges Wort fand, steckte den Kopf aus dem Auto und fragte: «Ja, entschuldigen Sie, aber können Sie mir nicht den Weg nach Langendree sagen?» «Aber gewiss», antwortete die Frau bedächtig, «links an der Kommode vorbei und dann immer geradeaus!» (Berlingske Sööndag) Richtige Lösungen der Denkaufgabe: 7 Punkte: G. Lohrer, Reiden. Richtige Lösungen d. Kreuzworträtsels: 3 Punkte: C. Burgener, Rorschach; Frau M. Canale, Brienz; Frau C. Fravi, Rapperswü; Frau H. Gerber-Baumann, Aarwangen; Frau C. Schulthess, Basel; FrL M. Vetsch, Buchs; Frl. E. Winteler, Glarus. Frau E. Faes-Bähler, Rüschlikon. Diesmal begnügt sich der Onkel mit einem bescheidenen Silben-Kreuzworträtsel. Aus bloster Galanterie. «Für Denkaufgaben verliere ich keine Zeit, denn das Leben hat deren übergenug, die muss man dann selbst lösen, ob man will oder nicht.> So entschuldigt sich eine fleissige Nichte, und ihr zuliebe muss diesmal auch Neffe M., unser mathematisches Genie, auf die ersehnte Denkaufgabe verzichten. Ich meine, du solltest den Verlust mit männlicher Entschlossenheit tragen, du geistiger Rohköstlerl Bei dir müsse alles logisch sein, schreibst du; Unlogisches wie Kino und Tanz sind dir verhasst. Ohol Da werden sich die Nichten sicher kein Blatt vor den schönen Mund nehmen, wenn du auf diese schnöde Weise gegen die harmlosesten der unlogischen Tätigkeiten eiferst 1 Lasst ihr euch das gefallen, meine Damen? Immerhin, wenn euch der Onkel die mathematische Lösung der «Schoffön-Denkaufgabe von Neffe M. vorsetzen würde, es würde euch sogleich schwindlig ob der Wissenschaft, die dieser schlaue Logiker aus einer simplen Denkaufgabe macht! Kreuzwort-Silbenrätsel Waagrecht: 1. Hauptschlagader. 3. Namenszug, Unterfertigung. 5. Kneipe. 7. Antike Stadt in Unter- Aegypten. 9. Glaubensfrevler. 10. Beleuchtungskörper. 12. Höhenzahl. 14. Schweizerkanton und Stadt. 17. Schwung. 19. Nebenbuhler. 20. Feierl. Handlungen, Bräuche. 21. Flugzeuglenker. 22. Saiteninstrument. 24. Emporkömmling, Neureicher. 26. Unter Vormundschaft stehender Minderjähriger. 27. Altgriech. Orakelstätte. 29. Backwerk. 31. Schmähen, freveln. 33. Allein-Handelsrecht. 33. Urkunde. 36. Mohrrübe. Senkrecht: 1. Luftkurort in der Schweiz. 2. Unantastbar bei den Südseeinsulanern. 3. Kröte. 4. Druckereiangestellter. 6. Strom in Vorderasien. 8. Mohammedanismus. 9. Gliederband. 11. Südamerik. Münze. 12. Hoher Bühnenschuh d. antiken Schauspieler. 13. Anhänglichkeit. 15. Triebmaschine der Eisenbahn. 16. Wechselbürgschaft. 18. Held der Artussage. 19. Oper v. R. Wagner. 21. Spiess. 23. Heisse Quelle. 24. Panther (poet.), 25. Teigware. 26. Stadt in Süd-Deutschland. 28. Nüinsel bei Assuan. 29. Rom. Liebesgott. 30. Lichtspieltheater. 32. Astronomisches Observatorium. 33. Augenblick. 34. Rundtanz. Die richtige Lösung zählt 3 Punkte. Einsendeterxnin: 18. November. WieUiiuis! König August der Starke von Sachsen hatte einen Gerieralatjudanten namens v. Kyau, der durch seine, originellen Einfälle viel von sich reden machte. Eines Tages fragte ihn der König bei Tisch, wie es eigentlich komme, dass sich aus den Zöllen nur so wenig Einkünfte ergeben. Kyau nahm aus einem Kühlgefäss ein Stück Eis und gab es seinem Nachbar mit der Bitte, es weiter zu reichen bis es zum König gelange. So wanderte das Eisstückchen durch dis Hände sämtlicher Anwesenden, und da es schliesslich zum König kam, war nur mehr ein winziger Rest davon vorhanden. «Sehen Sie, Majestät», sagte Kyau, «so werden die Zölle zu Wasser!» * - * Die neue Steuer. Ludwig XIV. war wieder einmal in Geldnöten, und sein Finanzminister Colbert überlegte mit dem Monarchen hin und her, durch welche neuen Steuern die Staatssäckel gefüllt werden können. Von allen Seiten liefen bei ihm Vorschläge ein. Unter anderem schlug ein Philosophieprofessor vor, eine Intelligenzsteuer einzuführen, der sich das Volk schon aus Eitelkeitsgründen, um nicht für dumm gehalten zu werden, nicht entziehen werde. «Ausgezeichnet», erwiderte der Minister, «dafür sollen Sie von dieser Steuer befreit sein.» Ausrede auf dem Waldweg. «Ja, jetzt können wir nicht weiter, der Wind hat die Zündkerzen ausgelöschte («Marc Aurelio») Redaktion des Auto-Magazint: Dr. Hans Rud. Schmid. Zwei interessante Neuerscheinungen zu den Geschehnissen im Fernen Osten: Seltsames Asien Im Auto von den Alpen zum Gelben Meer Von HANS LEUENBERGER und LYDIA OSWALD. Das Interessante Erlebnisbuch einer Autofahrt quer durch Asien, von Zürich nach Tokio. Es berichtet nicht nur von Reiseabenteuern. Leuenberger befasst sich In flottem Erzählerstil mit den vielen, teils kleinen, teils grossen Problemen Asiens. Er scheut sich auch nicht, die erschütterte Position der Weissen in Asien zu schildern, deren Ursachen aufzudecken und Wege anzudeuten, die zu einer Stärkung der europäischen Machtstellung In neuer Form führen könnten. Hundertzehn photographische Aufnahmen zeigen gleichzeitig in Bildern Land, Volk und Kultur des durchfahrenen Erdteils, führen uns beim Beginn der Reise auf ungewöhnlicher Route durch Anatollen, Kurdistan, Irak, Indien, Burma, Slam, Indochina, China und Japan. Den interessanten, unterhaltsamen und aufschlussreichen Textkapiteln reihen sich diese bisher unbekannten und einzigartigen Aufnahmen würdig an. In Ganzleinen gebunden Fr. 9.50. Schanghai Holle des Ostens Der bekannte französische Journalist JEAN F0NTEN0Y schildert In seinem neuesten Buch seine langjährigen Erlebnisse In Schanghai. — Als Chefredakteur des «Journal de Shanghai» und Reporter führender Pariser Zeltungen kam Jean Fontenay in alle chinesischen Kreise hinein. Er zählte eine ganze Reihe «echter und falscher Generäle» zu seinen Freunden und Bekannten, er erlebte In Ihrer Gesellschaft jene geheimnisvollen und schicksalsschweren Ereignisse, die am Lebensnerv des grossen Reiches zehren. Das Buch enthüllt mit beispielloser Offenheit die Moral und die Intrigen des fernöstlichen Babels. Es Ist frei von jeder politischen Tendenz. Die Politik spielt nur Insofern hinein, als die tiefgründigen Zusammenhänge zwischen gewissen politischen Kreisen Chinas und Moskaus an interessanten Beispielen gezeigt werden. Im übrigen handelt es sich um eine äusserst unterhaltsam geschriebene Darstellung des Schanghaier Lebens. In Ganzleinen Fr. 5.80, kart. Fr. 4.50. 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