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E_1938_Zeitung_Nr.092

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 15. NOVEMBER 1938 — N° 92 rabel um ihre Achse entstanden denken kann. Stellt man die Lichtquelle in seinen Brennpunkt, so werden die auf ihn auftreffenden Strahlen als paralleles Bündel reflektiert. Befindet sich dagegen die Lichtquelle nicht an der vorgeschriebenen Stelle, so werden die Lichtstrahlen in anderer Weise abgelenkt und es kann im Kern des Lichtbündels dunkle Zonen geben. Dieser Fall tritt beispielsweise dann ein, wenn eine nicht zum Scheinwerfer passende Glühbirne eingesetzt wird, deren Glühfaden nicht in den Brennpunkt des betreffenden Spiegels zu liegen kommt. Der Streuscheibe des Scheinwerfers kommt die wichtige Aufgabe zu, das nach vorn geworfene Fern- und Abblendlicht in der gewünschten Weise zu lenken und zu verteilen. Amerikanische Gesetze gegen lichtstarke Scheinwerfer. Die Art dieser Lichtverteilung ist in allen Ländern durch die verschiedensten, den dort herrschenden Verkehrsverhältnissen angepassten Gesetzesvorschriften geregelt. So gilt in Amerika mit seinen 27 Millionen Automobilen und dementsprechend dichten Verkehr die Bestimmung, dass auch das Fernlicht nicht blenden darf und daher eine lichtstarke Fernbeleuchtung, wie wir sie gewohnt sind, nicht zulässig ist. Vielfach sind Lampenbirnen vorgeschrieben, deren Leistungsaufnahme 18 oder 25 Watt nicht übersteigen darf. Das Abblendlichtbündel wird bei amerikanischen Originalscheinwerfern ebenfalls durch einen zweiten, nicht im Brennpunkt liegenden Faden erzeugt, der jedoch nach unten hin nicht abgeschirmt ist und infolgedessen ein nach oben weniger scharf abgegrenztes Lichtbündel erzeugt als gute, europäische Scheinwerfer. Auch ist der Lichtkegel oft nicht so breit wie bei europäischen Bauarten (vergl. Fig. 1 und 2 rechts). Mancherorts in Europa müssen deshalb die amerikanischen Scheinwerfer vorschriftsgemäss mit Bilux-Lampen ausgestattet werden, um ein stärker geneigtes Abblendlicht zu erhalten. Anhand von Lichtverteihmgsdiagrammen ergibt sich jedoch, dass diese Abänderung für sich allein nicht ganz befriedigt. Auch der zusätzliche Einbau einer andern Streuscheibe ergibt kein vollkommenes Resultat. Denn Spiegel, Lampe und Scheibe müssen aufeinander genau abgestimmt sein, soll sich eine einwandfreie Lichtverteilung ergeben. Die Firma Bosch schuf aus diesem Grunde einen Scheinwerfereinsatz, der sich zum nachträglichen Einbau in die meisten amerikanischen Scheinwerfer eignet und deren Spiegel, Streuscheibe sowie Glühbirne ersetzt. Der Austausch nimmt nur ca. 1 Stunde in Anspruch und die dafür aufzuwendenden Kosten sind recht bescheiden zu nennen. — Abschliessend noch einige Winke Ober die Installation neuer sowie über häufige, leicht zu behebende Fehler bestehender Scheinwerfer, die der Vortragende in sein Referat einstreute. Viel wichtiger als allgemein angenommen wird, ist die richtige Wahl der Glühbirne, Sie muss einmal so beschaffen sein, dass ihr Glühfaden in den Brennpunkt des Spiegels zu liegen kommt (Brennhöhe bei Bosch allgemein 30,5 mm) und zweitens muss sie zur Klemmenspannung im Scheinwerfer passen, die je nach dem Spannungsabfall im Lichtnetz und nach der Bauart der Lichtmaschine nicht genau 6 Volt, sondern manchmal etwas mehr, öfters auch weniger beträgt. Deshalb werden für 6-Volt- Lichtanlagen heute beispielsweise drei verschiedene Birnentypen für Betriebsspannungen von 6,5, 6,0 und 5,5 Volt gebaut. Es ist daher wichtig, vor dem keit nach auch die letzte Zeppelinkatastrophe in Lakehurst zuzuschreiben war. Eine Einbau von Lampenbirnen die Spannung an derFabrik in Farmington hat nun eine ganz einfache Vorrichtung geschaffen, die dafür sor- Lampenfassung zu messen. Bei amerikanischen Wagen beläuft sie sich meist auf 5,5 oder 6,0 Volt, gen soll, die gefährliche, überall in der Luft bei europäischen liegt sie näher an 6,5 Volt. Dementsprechend wählt man auch die Lampe aus, um vorhandene Elektrizität harmlos abzuleiten. bei normaler Lebensdauer eine maximale Lichtausbeute zu erhalten. Es ist unrichtig, eine für zu ge- hinten mit einer federnden Stange versehen, Die Tankfahrzeuge werden zu diesem Zweck ringe Spannung gebaute Birne zu wählen, um ein an deren Ende ein Rädchen läuft. Die Vorrichtung sieht also ähnlich aus wie der besonder« helles Licht zu erhalten. Ihr Glühfaden erhitzt sich dabei auf Temperaturen, bei der seine Stromabnehmer einer Trambahn, nur dass mechanische Festigkeit nicht mehr gewährleistet ist, so dass er unterwegs unvermutet brechen und den sie nicht nach oben gerichtet ist, sondern Fahrer in grösste Verlegenheit bringen kann. hinter dem Fahrzeug auf der Erde nachschleppt. Durch diesen « Schwanzfortsatz » Als weitere leicht zu behebende Störung sei auf die häufig recht mangelhaften Massekontakte ist der Tank regelrecht geerdet, und die jener Scheinwerfer hingewiesen, deren Gehäuse mit Elektrizität wird unmittelbar in den Boden der Masse durch keinen Draht verbunden ist. Dieser Mangel kann die Lichtstärke unter Umständen abgeleitet. Da die Vorrichtung ebenso billig ganz erheblich beeinträchtigen. Aus diesem Grunde wie einfach ist, wird sie bereits vielfach angewendet. Sie kann selbstverständlch ohne besitzen die Bosch-Einsätze eine eigene Masseklemme, die durch ein Kabel solide mit dem Chassisrahmen zu verbinden ist. Hiedurch fällt eine weiteres an jedem Fahrzeug angebracht mögliche Störungsursache zum vornherein dahin. werden. -fw- VcsdanaxcSac» Notizen Wassergefüllte Pneus. Auf den kanadischen Landstrassen sind bereits einige hundert Wagen mit wassergefüllten Pneus im Betrieb. Die Neuerung ist eine Folge des nicht gerade erstklassigen Strassenzustandes in den Dominions. Oft müssen weite Entfernungen auf primitiven, im Winter hartgefrorenen Strassen zurückgelegt werden, die normale Reifen unverhältnismässig stark angreifen. Die Wasserfüllung soll diesen Übelstand weniger stark empfinden lassen. Der Reifen wird zu etwa 3/4 mit Wasser gefüllt, dem als Kälteschutz eine für den Gummi unschädliche 25prozentige Calciumchloridlösung beigegeben ist; das letzte Reifenviertel ist mit unter geringem Druck stehender Luft gefüllt. Die wassergefüllten Reifen machen den Wagen etwas schwerfälliger und erlauben auch nicht, die volle Geschwindigkeit auszufahren; dafür sollen Sicherheit und Bequemlichkeit erhöht werden, zumal die Strassenbesehaffenheit ohnehin selten ein Höchsttempo gestattet. Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! Gen.-T*rtr. f. d. Schweiz: i. Schnyder, St. Niklausstr. 54, Solotborn Laser: Basel, Genf, Zürich Tankfahrzeuge werden geerdet. In Fachkreisen führt man die — wenn auch höchst seltene — ungeklärte Explosion von Benzintankfahrzeugen auf die Auswirkungen der sogenannten < statischen » Elektrizität zurück, der ja aller Wahrscheinlich- Abgasreiniger. Zur Reinigung der Abgase des Motors vom giftigen Kohlenmonoxyd hat man schon wiederholt versucht, im Auspuffsystem einen Katalysator anzubrigen, der das Kohlenmonoxydgas in ungefährliches Kohlendioxyd (Kohlensäuregas) überführen sollte. Frühere Versuche dieser Art führten jedoch nicht zum Erfolg, da die verwendeten Katalysatoren durch gewisse Beimischungen der Abgase angegriffen wurden oder aber zu wenig wirksam waren. Nun soll angeblich in Deutschland ein Katalysator gefunden worden sein, der frei ist von den erwähnten Nachteilen. Es sollen damit bereits Fahrversuche über 50.000 km sowie zahlreiche Prüfstandversuche durchgeführt worden sein, die voll befriedigt haben. Als Katalysator dienten poröse Körner von Kieselsäure, deren Oberfläche mit einer dünnen Schicht von Palladium überzogen war. -b- Flugzeug mit „Rückwärtsgang". In Italien soll ein Wasserflugzeug mit Verstellprapeller erprobt worden sein, das sich auch rückwärts bewegen kann — allerdings nur auf dem Wasser! Seine verstellbare Luftschraube ist so ausgebildet, dass sich ihre Steigung nicht nur auf Null, sondern darüber hinaus auf einen negativen Wert einstellen lässt, so dass sie an Stelle der Zugkraft nach vorn einen Druck nach hinten ausübt. Dies soll das Manövrieren auf dem Wasser stark erleichtern. Aehnlich ist denkbar, dass man bei Landflugzeugen die verstellbaren Luftschrauben zum Bremsen bei der Landung heranziehen könnte. -b- T«-d. SP Frage 13.605. Messung des Kohlenmonoxydgchafts. Ich ersuche Sie um Mitteilung, auf welche einfache Weise (ohne Apparatur) die Luft im Wagen auf Anwesenheit auf Kohlenmonoxyd geprüft werden kann. Genügt Palladium-Chlorürpapier? Dr. A.V. Antwort: Die Bestimmung des C0-Gehalte8 im Wageninnern ist ohne Apparatur nicht möglich, um so mehr ajs es sich hier um sehr geringfügige Konzentrationen handelt. Schon ein Kohlenmonoxydgehalt von 3 %o wirkt nach einer Viertel- bis einer halben Stunde tödlich; sogar bei einer Konzentration von nur 0,2—0,4 %o tritt bei längerem Einatmen eine Vergiftung ein. Palladium-Chlorürpapier, das übrigens auch durch Schwefelwassergas verfärbt wird, eignet sich zur Bestimmung des Kohlenmonoxydgehalts im Wagen nicht. Wissenschaftliche Versuche zur Bestimmung des CO-Gehalts in der Wagenluft werden meist mit dem Drägergerät gemacht, das eine Messung innerhalb des Bereichs von 0,1 und 1 °/oo Kohlenmonoxyd erlaubt, und dessen Arbeitsprinzip auf der Temperaturerhöhung eines Katalysators (siedender Tetra- Ghlor-Kohlenstoff) beim Auftreten von Kohlenmonoxyd beruht. Statt desß?n werden mitunter auch weitgehend evakuierte Glasflaschen im Wagen mitgeführt, womit man im gewünschten Moment eine Probe der Wagenluft entnimmt. Den Inhalt der Flaschen untersucht man im Laboratoirum nach der Methode Ditte und Goutier auf Koblenmonoxydgehalt. Hiebei leitet man das Gas über auf 150 bis 160 Grad erhitztes Jod-Pentoxyd, wobei Jod frei und Kohlendioxyd gebildet wird. -fw-. Schriftliche Antworten: Frage 13.606. Fabrikadressen. Ich bitte Sie höflich um Bekanntgabe folgender Fabrikadressen: De Soto, Hotchkiss, Standard und Packard. W. in E. Frage 13.607. Wer vertritt Blechschrauben? Ich. wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Bezugsquellen von Blechschrauben bekanntgeben könnten. H. in S. Frage 13.608. Blachendichtungsmittel gesucht. Können Sie mir die Lieferantenadressen von Blachendichtungsmaterial zum Einstreichen Dekanntgeben? C. H. in S. Frage 13.609. Wer liefert Metallschriften? Welche Schweizer Firmen fabrizieren und verkaufen Metallschriften, halbrund, gepresst, verchromt, zi-m verdeckt Aufschrauben? C. in S. f Garage-Kompressoren in verschiedenen Grossen Alle Zubehörden wie Ventile, Kupplungen, Pistolen für Luftservice, Farbspritzen etc. Carba Aktiengesellschaft BERN -ZÜRICH -BASEL Liegenschafts-Markt Hotels, Villen, Garagen sind schon vielfach durch die «Automobil-Revue> verkauft und gekauft worden, denn unter unseren Lesern, die in rund 2000 Ortschaften der Schweiz verteilt sind, finden sich immer zahlungsfähige Interessenten. Machen Sie eine „Kleine Anzeige" in der Automobil-Revue ••••••••• Sofort zu verkaufen Umständehalber' ist in grosser, industriereicher Ortschaft im Zürcher Oberland (92 WIRTSCHAFT mit Automobil -Werkstätte sofort zu verkaufen. Für tüchtigen Fachmann sicheres Auskommen. — Näheres auf Anfragen unt. Chiffre 7489 an die Automobil-Revue, Bern. Fr. 2000.- Jahresüberschuss bei Kauf eines (92) 7480 Renditenhauses in BERN. 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PF» 92 DIENSTAG, 15. NOVEMBER 1938 AUTOMOBIL-REVUE Aus dec Ax&eUs&eschaftuuQSz&e&aUe im TlaäeuaCcat: Strasse oder Bahn nach der Südostschweiz? Am letzten Freitag hat der Nationalrat bei der Behandlung der «grossen» Arbeitsbeschaffungsvorlage dem Kredit von 35 Millionen für die Anlage einer militärischen Verbindung mit der Südostschweiz zugestimmt. Allerdings: die Frage, ob diese Verbindung durch die Anlage einer neuen Strasse oder durch den Bau einer Bahn erstellt werden solle, bleibt nach wie vor offen, denn eine Abklärung der Alternative: Strasse Glarus-Vorderrheintal oder Bahn Disentis-Reusstal vermochte die Debatte nicht zu bringen. Die Gutachten darüber, kam Tom Bundesratstisch her die Kunde, widersprechen sich, doch steht, wie man weiter erfuhr, der Entscheid des Bundesrates für die allernächste Zelt in Aussicht, da das Problem dringend nach einer Lösung ruft. In Zusammenhang mit der Schaffung dieser neuen Verbindung haben die Behörden auch den Ausbau der Klausenstrasse, Oberalpstrasse und des Lukmaniers vorgesehen, die als Zufahrtsrouten selbstverständlich nicht in ihrem heutigen Zustand belassen werden können. Ein in der Diskussion gefallener Antrag des Bündners Foppa wollte darin auch den Ausbau der Oberalpbahn einbezogen wissen, -währenddem sein Landsmann Lanicca weitere 12 Millionen für eine ganzjährige Nord-Südverbindung durch die Ostalpen forderte, präziser ausgedrückt für einen Autotunnel unter dem San Bernardino, für den ein technisch ausgereiftes Projekt vorliege. Diesem Sonderwunsch schlössen sich der Bündner Vonmoos und der St. Galler Bittmeyer an, jener mit der Begründung, dass nicht nur Verkehrs-, sondern auch staatspolitische Ueberlegungen für die Verwirklichung dieses Planes sprechen, dieser mit einem Hinweis auf die militärische Bedeutung einer solchen Strasse. Einen Gedanken, den seinerzeit Bundesrat Obrecht selbst ventiliert hatte und der namentlich uns Automobilisten unmittelbar interessiert, kleidete der Sozialist Meyerhans in die Form eines konkreten Antrages, indem er vorschlug, die Kredite für die Strassenverbin dungen seien in den Hauptabschnitt militärische Arbeitsbeschaffung einzureihen. (Darin läge eine klare, saubere Lösung, die verhindern würde, dass gewissen interessierten Stellen ein Vorwand in die Hände gespielt würde, unter dorn sie einmal mehr gegen das Automobil zu Felde ziehen könnten mit der Behauptung, es komme ja nicht einmal für die von ihm verursachten Strassenkosten auf.) Beim Chef des Volkswirtschaftsdepartementes stiess der Gedanke jedoch auf Ablehnung, weil er ein Präjudiz für den Ausbau der übrigen Alpenstrassen schaffen würde. Mit der Bezeichnung dieser Strassen als rein militärische müsste sie der Bund ganz bezahlen; das aber möchte er nicht. Im übrigen kam auch Bundesrat Obrecht in seiner Stellungnahme zu den Diskussionsvoten nicht um die Konstatierung herum, dass die Interessen der Kantone gerade in der Frage der Ostalpenverbindung weit auseinandergehen, dass man aber nicht einen Kanton — gemeint war Graubünden — stärker berücksichtigen könne. Nach Ansicht des Bundesrates biete der Bau einer Strasse über den Kistenpass, von Linthal nach Brigels, militärisch die beste Lösung, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie im Lukmanier ihre natürliche Fortsetzung fände, womit eine unabhängige zweite Verbindung mit dem Tessin zustande käme. Den Antrag Foppa wies der Redner zurück, denn es könne natürlich keine Rede davon sein, gleichzeitig eine neue Strasse anzulegen und die Oberalpbahn auszubauen, weil dafür die 35 Millionen nicht ausreichen. Immerhin könnte man die Eventualität offen lassen, das eine oder das andere Projekt zu verwirklichen. Aus der Auffassung heraus, dass die Kredite auf jene Projekte konzentriert werden müssen, die militärisch von absoluter Notwendigkeit sind, gelangte Bundesrat Obrecht auch zur Ablehnung des Antrages Lanicca, gegen den auch die Tatsache spreche, dass die Bernhardinstrasse zu nahe an der Grenze liege und daher verwundbar sei. Diesem Standpunkt folgte in der Abstimmung auch die Mehrheit des Rates: mit 59 gegen 45 Stimmen verwarf sie den Antrag, ebenso jenen von Meyerhans. Nach einer Modifikation in dem Sinne, dass der Bau der Oberalpbahn als Möglichkeit neben der Oberalpstrasse bestehen bleibe, fand auch der Antrag Foppa Zustimmung. 6 anstatt bloss 4 Millionen für die Fremdenverkehrswerbung. L RatofüM, lind, Jjäefott 10Ü OPEL CHEVROLET PEUGEOT Der 35-Millionenkredit genehmigt Eine erfreuliche Wendung nahm am Samstag in der Volksvertretung die Behandlung des Kredites für den Fremdenverkehr. Dass die hierfür in Aussicht genommenen 4 Millionen für einen wirklichen Ausbau unserer Werbung völlig ungenügend seien, hatten wir schon bei Erscheinen der Botschaft unterstrichen. Die gleiche Auffassung herrschte auch in den Kreisen des Fremdenverkehrs. Um so grösser ist deshalb die Genugtuung, zu vernehmen, dass sich der Nationalrat den von,Dr. Gafner (Bern) vorgebrachten Argumenten als zugänglioh erwiesen und trotz des Widerstandes von Bundesrat Obrecht beschlossen hat, die Aufwendungen für die Fremdenverkehrspropaganda von 4 auf 6 Millionen zu erhöhen. Auch damit macht die Schweiz noch immer bescheidene Figur, wenn man eich in Erinnerung ruft, mit was für gewaltigen Mitteln der Werbeapparat jener Staaten arbeitet, welche in der Domäne des Fremdenverkehrs mit uns in Wettbewerb treten. AKTUEL1ES Das System der Wechselnummera in Genf eingeführt. Am Samstag hat der Genfer Grosse Rat ohne Diskussion ein von dem Freisinnigen Andre Guinand eingebrachtes Projekt zur Revision des kantonalen Gesetzes über die Automobilsteuer gutgeheissen, nachdem es durch das Syndikat der Genfer Garagisten, die dortigen Sektionen des A.C.S. und T.C.S., den kantonalen Motorradfahrer-Verband, die Genfer Sektion der A.S.P.A. sowie das Syndikat der Taxi-Besitzer warm empfohlen worden war. Es handelt sich um die bereits in Basel und im Waadtland eingeführte Neuerung, dass die Besitzer mehrerer Motorfahrzeuge, die sie nicht gleichzeitig benutzen, nur eine einmalige Steuer, und zwar auf dem höchst taxierten Fahrzeug, zu entrichten haben. Nach den Mitteilungen des Genfer Justiz- und Polizei-Departementes gibt es im Kanton 347 Besitzer von mehreren Motorfahrzeugen, die bisher dem Staat ergänzende Einnahmen aus der Automobilsteuer in der Höhe von 43 000 Franken einbrachten. Da sie aber fast alle mehrere Fahrzeuge zugleich im Verkehr haben müssen, also nicht des Privilegs der Lex Guinand teilhaftig werden können, dürfte daraus dem Kanton nur eine geringe Eisbusse entstehen, die auf höchstens 7 0 0 0 bis 8000 Franken geschätzt wird. Man erwartet, dass diese mehr als kompensiert werde durch die Einnahmen, welche dem Staat durch die Zulassung zahlreicher neuer Fahrzeuge erwachsen, ganiz abgesehen davon, dass die neuen Bestimmungen dem Garagen- und Mechanikergewerbe neue Verdienstmöglichkeiten verschaffen und damit auf ihre Weise zur Verminderung der Arbeitslosigkeit beitragen werden. r« Für Automobilisten, die nach Frankreich fahren. In der Angelegenheit der Bussen, welche über schweizerische Automobilisten in Frankreich verhängt worden sind, weil sie an ihren Wagen keine Adresstafel angebracht hatten, teilt der TGS mit: Vor ungefähr einem Monat ist der TGS bei den französischen Polizeibehörden vorstellig geworden. Dabei hat es sich herausgestellt, dass diese Verzeigungen auf einem Irrtum beruhen, dem eine fliegende Polizeimannschaft zum Opfer fiel. Tatsächlich geben die französischen Behörden zu, dass ausländische Automobilisten nicht gezwungen sind, ihre Fahrzeuge mit Adresstafeln zu versehen; vielmehr gilt diese Bestimmung lediglich für die in Frankreich immatrikulierten Wagen. Die französische Polizei hat deshalb dem TCS den Betrag der zu Unrecht erhobenen Bussen zurückerstattet und ihn ersucht, den in Betracht fallenden Automobilisten die entsprechenden Beträge wieder zukommen zu lassen, was unverzüglich geschehen ist. Damit hat die Sache ihre definitive Erledigung gefunden. Verkehrssperrung. Von zuständiger Seite wird uns mitgeteilt: Infolge Umbauarbeiten beim Bahnübergang im Seebacher oberhalb dem Leissigbad wird der durchgehende Verkehr mit Autos und Fuhrwerken auf der Spiez-Interlaken-Strasse in der Nacht vom 21. auf 22. November von 20 Uhr bis 05.00 Uhr gesperrt. Die Umleitung erfolgt von Spiez über Krattigen nach Leissigen und umgekehrt Man beachte die entsprechenden Umleitungstafeln in Spiez und Leissigen. DE SOTO Luxus - Ausführung, Limousine, 4 Türen, neuwertiger Zust., sehr preiswert abzugeben. Offerten unter Chiffre Z 6327 an die Automobil- Revne, B üzo Zürich DIE ROMAN-QUELLE Ist die vorteilhafteste RomantektOre. 36 Selten für 35 Rappen. An jed. Zeitungskiosk erhältlich. Verkehr Zwecks Räumung einige billige Occasionen •i HORCH, 1931, Cabriolet, 20 PS, Fr. 450.— SALMSON, 1931, Limousine, 4tür., 6 PS, Fr. 300.— 1 OPEL, 6 Zyl., 1932, Limous., 4tür., Fr. 450.— 1 AUSTIN, 5 PS, 1933, teilweise revidiert, Fr. 600.— i ADLER Favorit, 1930/31, Fr. 250.— [] ESSEX, mit Hintertüre, Fr. 250.— ESSEX, 2/4 PL, sehr gut erhalten, Fr. 450.— 1 FIAT 520, sehr gut erhalten, Limous., 4/5pl., Fr. 350.— 1 BUICK Master, 1928, sehr gut erhalten, Fr. 500.— H. EGGENBERGER, Garage, BERNECK. T~1 T3 i nn A. C. S. SEKTION ZÜRICH. Winter-Generalversammlung und Martinimahl. Altem Brauche folgend hatte die Sektion Zürich ihre Mitglieder auf vergangenen Donnerstag zum Martinimahl eingeladen, das nicht nur mit kulinarischen Leckerbissen, sondern auch mit leckeren Genüssen für Auge und Ohr aufzuwarten pflegt. Ihm voran ging auch diesmal wieder die Winter-Generalversammlung, die unter dem Vorsitz von Präsident Gassmann prompte Arbeit leistete und die Traktandenliste in einer knappen Stunde erledigte. Protokoll, Budget 1939 und Festsetzung der Mitgliederbeiträge passierten diskussionslos und auch die Berichterstattung über den derzeitigen Stand der kant. Verkehrsgesetz- Initiative, deren Behandlung die Behörden — wie Herr Gassmann darlegte — soweit zu verzögern und zu verschleppen verstanden haben, dass sie sich erst auf Anfang Juli 1939 wird auswirken können, vermochte die Schleusen der Debattierlust nicht zu öffnen. Dagegen förderte die allgemeine Umfrage eine ganze Serie von Anregungen und Kritiken zutage, die sich fast ausnahmslos um Fragen des Strassenbaus und des Strassenverkehrs drehten. Nicht nur die Diziplin der Radfahrer, sondern auch jene der Automobilisten selbst erweist sich in manchem Punkt noch als «verbesserungsfähig», wie der Ruf nach schärferer Kontrolle der Blender und der «Einäugigen» zur Genüge offenbarte, wobei man übrigens erfuhr, dass bei der A.G.S.-Scheinwerferkontrolle in Zürich bisher nicht weniger als 90% als unrichtig eingestellt befunden worden sind. Ein aus der Mitte der Versammlung gefallener Vorschlag auf Einführung der Hotelbons nach italienischem Vorbild fand seine Erledigung in dem Sinne, dass Automobilisten, die sich von Hoteliers überfordert fühlen, die Rechnungen inskünftig dem Sekretariat zustellen sollen, das jeden einzelnen Fall unter die Lupe nehmen und wenn nötig einschreiten wird. Nicht gerade gnädig kamen im Urteil einzelner Redner die Behörden weg, denen die Verantwortung für das «Wellenbad» auf der neu ausgebauten Industriestrasse zufällt, das nun, kaum, dass das Werk vollendet ist, neue Korrektionsarbeiten bedingt. Und man horchte nicht übel auf bei der Kunde, dass massgebendenorts die Auffassungen über die Wahl der Belagsart eben nicht unter einen Hut zu bringen gewesen seien! Wie es denn auch sonst nicht an Hinweisen auf Beispiele dafür fehlte, wie unzweckmässig mitunter die Mittel für den Strassenbau vertan werden. Einmal mehr kam daneben der Wunsch nach einer Verbreiterung der Fahrbahn im Engetunnel auf Tapet, doch blieb dem Vorsitzenden bloss die Antwort übrig, dass in dieser Angelegenheit vor etlichen Jahren schon ein erfolgloser Vorstoss unternommen worden sei. Sintemalen aber gegenwärtig die Selnaustrasse eine Verbreiterung erfährt, womit die Möglichkeit gegeben wäre, Handwagen, welche den Verkehr im Engetunnel jetzt dauernd behindern, auf diese zu verweisen, wird sich der Vorstand der Sache annehmen. «Anschliessend» taten im hübsch dekorierten Kaufleutensaal rund 400 Mann der lieblich duftenden Martinigans samt Zutaten die gebührende Ehre an. Zwischen Dessert und Kaffee stieg der Präsident, Herr Gassmann, auf die Bühne, um von sotanem vorteilhaftem Posten die Rekord-Martinigenreinde zu hegrüssen, namentlich die Vertreter des Zentralvorstandes, der befreundeten Sektionen, die Mitglieder der Nat. Sportkommission, die einen arbeitsreichen Tag hinter sich hatten, die Delegation des D.D.A.C. Gau Baden und die Repräsentanten der Behörden. Worauf die Gewinner des Mitgliederwettbewerbs der Sektion ihre Auszeichnungen in Form prächtiger Zinnkannen in Empfang nehmen konnten, nämlich die Herren Hegetschweiler mit 18 neuen Kandidaten, Ruckstuhl mit 12, Campolongo mit 11 und Blattner mit 6. Rauschender Beifall wogte durch den Saal, als Herr Meyer, der Präsident der Sportkommission, die Sieger der Sektionsmeisterschaft 1938 bekanntgab und ihnen die Preise überreichte. Von einer Wiederholung der Rangliste möchten wir indessen absehen mit Rücksicht darauf, dass sie an dieser Stelle bereits erschienen ist. Dagegen sei noch des Wanderpreises Erwähnung getan, den die Erstklassierten der Amateure, Dr. Dold und der Experten, A. Bosshard vom Gabentisch abräumten, während Herr Max Christen Diplom und goldene Medaille für seinen Sieg in der Schweiz. Automobilmeisterechaft 1938, Kategorie Rennwagen, überreicht erhielt. Mit der Ehrung der Equipe Dattner, Schaerer und Troesch, welche an der Schweiz. Zuverlässigkeitsfahrt den Sektions-Wanderpreis (Coupe Jetzier) nach Hause gefahren, klang daa sportliche Zwischenspiel aus. Noch beleuchtete Resr.-Rat Dr. Briner, der Chef der kant. Polizeidirektion, einzelne Momente aus dem Werdegang der Verkehrsgesetz-Initiative, noch überbrachte Dr. Hermann in launiger Ansprache und nicht ohne dabei der schweizerischen Gastfreundlichkeit ein Kränzchen zu winden, die Grüsse der benachbarten Badenser Kollegen, währenddem Herr H. Hürlimann, Vizepräsident des A.C.S., ein gleiches für den Gesamtclub tat — dann übernahm Grosses Spezialhaus für Pneus J.STÖCKLI.BERN Mühlemattstr. 53. Telephon 21.31* An unsere Mitarbeiter und Korrespondenten im In- und Ausland! Im Interesse einer prompten Zustellung der für die Veröffentlichung in der « Automobil-Revue » bestimmten Berichte und Korrespondenzen bitten wir unsere ständigen Mitarbeiter und gelegentlichen Korrespondenten, ihre Sendungen an unsere Redaktion wie folgt zu adressieren : Redaktion der „Automobil-Revue" Postfach BERN-Transit der Vergnügungsminister Dölf Schnyder das Szepter für den Rest des Abends, der im Zeichen unbeschwerter Fröhlichkeit stand. Eine Schnitzelbank, darin eben dieser Dölf Schnyder seine Talente als Schnellmaler brillieren lassen konnte und die allerhand Persönlichkeiten und Ereignisse zur Zielscheibe ihrer ergötzlichen Persiflagen machte, leitete hinüber zum Höhepunkt, der spritzigen, mit neckischen Anspielungen gespickten Revue «Istefa», deren glänzende Regie und nicht minder untadelige Aufführung dröhnende Lachsalven auslöste. Mitternacht war längst vorbei, als sich die Reihen zu lichten und draussen in der nebligen Nacht die Motoren mehr oder weniger gehorsam anzuspringen begannen. Ganz besonders Sesshafte indessen schwenkten ab ins Restaurant, teils dieserhalb, teils ausserdem. Auf jeden Fall verzeichnete der Chronist zu jener Stunde ein sprunghaftes Ansteigen der Konjunkturkurve auf dem Gebiet des Mehlsuppenkonsums. S. •>. A. C. SEKTION BERN. Tätigkeitsprogramm für dlt Monate Dezember-Januar: 2. Dezember 1938: Clubabend. 9. Dezember 1938: Vortrag von Herrn Hauptmann Häner «Heute wird geflogen». 16. Dezembere 1938: Weihnachtsabend. 13. Januar 1939: Spielabend. 20. Januar 1939: Musikabend im Clublökal. 27. Januar 1939: Rendez-vous in der Ka-We-P«. abends von 19 % Uhr. 2k.u* ^Htsmrn Vfl&vbfiSnden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Fahrendes Folk feiert fröhlich* Feste. Dieser Stabreim ist von mir und die Orthographie auch, damit Sie's gleich wissen und niemand ungerechtfertigt beschimpfen. Den Anlass zu dieser Betrachtung, nämlich das Fest, lieferte der Chauffeur- Verein Zürich und es war sehr schön. Das Fassungsvermögen des Kaufleuten-Konzerteaales wurde vergangenen Samstag auf eine harte Probe gestellt und bereits bald nach Beginn füllten ihn die fahrenden Brüder nebst Zubehör in der Zahl von etwa 350 Personen bis auf den letzten Platz. Präsident Griesser konnte freundnachbarlich die Privat-Chauffeure und die Mitglieder des Chauffeur-Clubs begrüssen, die ihre kollegiale Verbundenheit mit dem Chauffeur-Verein durch zahlreiche« Erscheinen bekundeten. Dem Andenken eines kürzlich verstorbenen Mitgliedes des befreundeten Chauffeur-Vereins Schaffhausen wurden ein Blumenstrauss und tiefgefühlte Erinnerungsworte zuteil und alsdann gab Präsident Griesser den Weg frei für die Fidelitas. zu der einleitend der Conferencier E. Rohner durch zwerchfellerschütternde Produktionen die nötige Stimmung erzeugte. Das «Züha»-Elite-Handbarmonikaorchester Max Wild fand mit seinen exakt dirigierten Darbietungen ungeteilte Aufmerksamkeit, ebenso wie zwei flott und schmissig hingelegte Einakter der Zürcher Dialektbühne. Den Vogel abgeschossen haben aber die glänzenden Vorträge des jugendlichen Jodlerpaares Rosa und Jakob Koch, das stürmisch bejubelt und immer wieder zu Extraeinlagen gezwungen wurde. Ein mit 250 teilweise recht wertvollen Gewinnen reich besetzter Gabentisch sorgte dafür, dass die Lose der Tombola schlankweg Absatz fanden und nicht gering war die Zahl derjenigen, die noch nach Losen riefen, als schon längst keine mehr vorhanden waren. Der Berichterstatter bemerkt hierbei schmunzelnd, dass auch ihm Dame Fortuna hold war, und da er leider so langsam in die Jahre kommt, da er die Bemühungen um weibliche Gunst besser Jüngern Semestern überlässt, ist das immerhin auch ein Trost für ihn. Nach flott abgewickeltem Programm trat das schmissige Ballorchester Siegenthaler in Funktion und gab den Rittern des Lenkrades Gelegenheit, ihre Geschicklichkeit im Vermeiden von Zusammenstössen auf dem Tanzparkett zu beweisen. Lebensgefährlich war es aber in keinem Fall und Polizei war auch keine da. Es ist das erstemal, dass der Chauffeur-Verein Zürich seine traditionelle Abendunterhaltung in diesem weitgezogenen Rahmen durchführt und wir bestätigen gerne, dass der erste Versuch gleich zu einem Volltreffer geworden ist. Es mues eine Unmenge weitverzweigter und mühevoller Kleinarbeit gekostet haben, um einen Anlass dieses Ausmasses derart exakt zum Klappen zu bringen und die vollendete Leistung stellt dem organisatorischen Geschick des Präsidenten und des ihm beigegebenen Festkomitees ein vorzügliches Zeugnis aus. Ehrenpräsident Nägeli, dessen jahrelange, unermüdliche Arbeit und Werbung für den Chauffeur-Verein hier eine Krönung fand, sonnte sich geruhsam ob der Erleichterung von seiner schweren Bürde, die nun auf jüngere, aber durchaus kompetente Schultern gefallen ist. Um 4 Uhr morgens, da der Schreiber dieser Zeilen seinen Penaten zustrebte, ging da« Tanzvergnügen noch seinen vollen Gang. Wir wollen gerne hoffen, übers Jahr wieder ein ebenso schönes Fest verleben zu können, das allen Beteiligten noch lange in genussreicher Erinnerung verbleiben wird. b-r. Redaktion: Dr. A. Locher — Dr. E. Waldmeyer, Dipl.-Ing. F. 0. Webtr.