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E_1938_Zeitung_Nr.094

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internen Unrwandluasr,

internen Unrwandluasr, womit Hand in Hand eine Erweiterung und,,Verlegung des Bureaus an,,die. Markfgasse .34, sowie eine .. Erhöhung •dös Personalbestandes ging,, nehmen nun die' ' Schweizerische Unfallversicherung in Luzern und die Unfalldirektoren-Konferenz den Betrieb unter ihr Protektorat; Gleichzeitig erfuhr auch, gestützt auf den; Ausbau der Informationsquellen, aus denen die Beratungsstelle inskünftig wird schöpfen können, der Aufgabeffkreis eine teilweise Erweiterung. Versuchen •wir deshalb, die neuen, Richtlinien, nach .denen sich die künftige Tätigkeit orientiert, kürz zu umreis- ; sen, vornehmlich soweit sie den ' Strassenvertehr tangieren: Neben dem Pressedienst, der sich' auch auf die Facborgane der Automobilisten und Radfahrer- erstreckt; und neben, den Vorträge n' soll namentlich die ./• >< • s technische Beratung für die Verbesserung unfallgefährlicher Anlagen und Einrichtungen eines Äusbaus teilhaftig werden, eine Aufgabe, die sich insofern leichter gestaltet, als der Beratungsstelle nunmehr sämtliche Unfallriaeldungen der SUVA wie der privaten Versicherungsgesellschaften zur Auswertung zugehen, vorausgesetzt, dass neben einer subjektiven Ursache (wie Nichtbeachten des Vortrittsrechtes, Fenler beim Ueberholen usw.) auch noch eine objektive die Hand mit, im Spiele hatte; als da sind: Unübersichtliche Kreuzungen und Einmündungen, mangelhafte oder'' fehlende, Verkehrsregelung, Strassenzuständ, ungenügende Beleuchtung usw! Mit der Einrichtung dieses Meldedienstes über die ' typischen Unfallgefahren und Unfallnerde im Strassenverkehr wie in andern Bezirken menschlichen Tuns sichert die Beratungsstelle ein Material, das ihr erfolgversprechendere Wege für die Erreichung ihres Ziels öffnet als bisher. Weil-die Erfahrung ausserdem gelehrt hat, dass sich bei' den Gemeinden ein «Bedürfnis geltend macht, bestehende wie künftige Anlagen und Einrichtungen unter dem Gesichtswinkel der Unfallverhütung begutachten zu lassen (wie z. B. beim- Bau der neuen Caslno-Garage in Bern), soll auch diese Funktion Gegenstand intensiverer Pflege bilden, wobei man ^-'bemerkenswertes Detail — vor allem die>Wünschbarkeit der Begutachtung neuer Strassenverkehrsanlagett unterstreicht. Um sich den Anforderungen- 1 auch diesr Mission gewachsen zu" zeigen, ist dem Leiter als Assistent ein in Strassenbauf ragen spezialisierter Ingenieur welscher Zunge 1 beigegeben worderl. Als Pensum von grösster Wichtigkeit jedoch hat die Beratungsstelle die Förderung und Zusammenfassung aller Sicherheitsbestrebungen im Strassenverkehr usw. In ihr Pflichtenheft aufgenommen. Wenn 1^ unter diesem Programmpunkt neben der vorläufigen Betreuung der Geschäfte der bernischen Wanderwege- Gemeinschaft auch die Schliessung eines engeren Kontaktes mit den Automobil- und Radfahrer-Verbänden erscheint, so wäre es abwegig, daraus etwa auf das Vorhandensein von Einmischungsgelüsten seitens- de* Beratungsstelle ;schlies,sea zu wollen« Sie anerkennt vorbehaltlos die /wertvolle' Arbeit, welche die Glubs in den Belaagen'der, Verkehrssicherheit seit Jahren geleistet haben und-noch leisten,- Und wenn sie • dem Gedanken Ausdruck verleiht,» dass eine vermehrte Kräftekonzentration der Sicherheit der Strasse wohl zum Gewinn ausschlagen würde, so tritt sie damit niemanden nahe. .•' Nicht -konkurrenzieren will ,sie die Automobilisten- und Radfahrer-Verbände, .noch weniger .ihnen dreinreden — wofür sie eine Lanze bricht, das ist vielmehr die Zusammenführung aller Bemühungen 1 im Kampf gegen den Verkehrsunfall; auch, unter "Zuziehung' von Polizeiorganen der Kantone und Geitlejnden. Nach denselben Richtpunkten orientiert die "Berä^ tungsstelle auch die Grundlinien ihrer' Aktion für die Unfällverhütung beim Sportbetrieb. ' 3 Zwei Methoden zeichnen siph somit'in dem.'hier, geschilderten Arbeitsplan ab, durch deren. Anwendung die Beratungsstelle "ihrem Ziel näherzukommen hofft: Aufklärung über die jjnfangefahren, Ermahnung zur Vorsicht und zweckinässigem Verhalten einerseits und Ergreifung technischer Sicherheitsmassnahmen anderseits? Erhalten' dabei 1 auch die psychologischen Mittel der Unfallverhütung, also die verschiedenartigen Erscheinungsformen der Verkehrserziehung, den Platz zugewiesen, so soll doch das U I L L ET © N Töchter, ein halbes Dutzend. Von Cecüy Sidgwick. 33. Fortsetzung. c Wo wohnt er und womit ^beschäftigt er sich?> , , . «Ich glaube nicht, dass er eine Wohnung hat », antwortete die Cockles. « Er kommt und geht. Manchmal schläft er. bei Prufzki, manchmal hier. » , . « Hier? > « Ja, wenn es spät wird, was oft der Fall ist. Dann wirft er sich auf eine Decke und schläft. » « Aber Hester erzählte mir, -dass sie den ganzen Vormittag mit ihm zusammen gear-- ; beitet habe. Was arbeitendste? > s ,.,"i Die Cockles lächelte. ... V •'' •"'-.••.. « Sie machen Listen* sehreiben Erlässe und korrespondieren mit Leuten im Ausland: Hester entwirft Plakate für ihn. Sie hat vor ein paar Tagen ein sehr gutes gemacht...' wissen Sie, Aristokraten und Bürger, von denen das Blut herabtröpft, während sie vor dem Proletariat auf den Knien liegen. Er' war entzückt davon. > . , . « Hat. er Geld? v--'; J„'\„'„ ... «Nicht i die Bohne. > - " * «Ich \vunschte, ich könnte/iRester von ffioi loseisen.'» "" " '"" : '" " '" Hauptgewicht auf dem Moment der technischen Sicherung liegen, deren Wirksamkeit man höher einschätzt als jene des Appells an Disziplin und gegenseitige Rücksicht. Mag sich diese Auffassung auch von einer gewissen Einseitigkeit nicht ganz freihalten, so fühlen sich ihre Verfechter darin bestärkt durch Beobachtungen und Erfahrungen ausländischer Städte, sie können sich aber weiter auch darauf berufen, dass bei uns die Auswertung der Untersuchungen über , Verkehrsunfälle noch vieles zu wünschen übrig lässt. Das Regime der ins Masslose übersteigerten Fiskalität, dem das Automobil seit Jahren Unterworfen wurde, rächt sich unerbittlich. Und in doppelter Farm: In den Beständen der armeetüchtigen "Fahrzeuge klaffen Lücken, die heute mehr denn je zum. Auf sehen mahnen müssen. Daneben liegt ein einstmals blühender Wirtschaftszweig, das Automobilgewerbe mit all seinen Verästelungen am Boden. Taüsende und Abertausende verbitterter Arbeitsloser dieser Branche fallen als Opfer unersättlichen Fiskalhungers der allgemeinen Fürsorge zur Last. So entrichtet auch die Oeffentlichkeit ihren Tribut an die verständnislosen Drosselungsrnethoden gegenüber dem Motorfahrzeug, an eine Scheuklappenpolitik, die nicht sieht und nicht sehen will, was andere Staa-' ten tun. Auf dem folgenschweren Irrweg, der mit der hemmungslosen Heranziehung des Motorfahrzeuges als Steuerobjekt beschatten wurde, haben die Kantone' als erste halt gemach^ « Erleichterung » hiess das Losungswort, das sich, einmal ausgegeben, schrittweise weiterverbreitete und, um nur einige Beispiele aus der letzten Zeit zu zitieren, eben dieser Tage erst in Genf zur "Einführung von Wechselnumimern, 'in Baselland, in der Waadt und in Bern zu parlamentarischen Aktionen in der 'Richtung eines Abbaues der Steuerlasten geführt haben. Wohl" hält sich das Entgegenkommen, mitunter in reicht bescheidenem Rahmen, aber --„und das, ist das Wesentliche daran — es dokumentiert wenigstens den guten, Willen. Vernunft fängt wieder-an zu" sprech'eri und Hoffnung wieder an zu blühn, die Hoffnung nämlich, dass die Einsieht in die zwingende Notwendigkeit^einer* Milderung der Existenzbedingungen des Automobils dämmere. Standen dabei ursprünglich Erwägungen wirtschaftlicher Natur, der •Wunsch nach Hilfe für das schwer um sein Dasein ringende Automobilgewerbe im Vordergrund, so spielen je länger desto mehr auch die unabweisbaren Bedürfnisse der Wehrbereitschaft mit. Nicht minder kate- .gorisch verlangen auch sie eine «Blutauf- J'rischung» eine Abkehr von den bisherigen, gewissermassen als ; sakrosankt geltenden Grundsätzen der Motorfahrzeugbesteuerung. < Er lässt Leute schnell fallen», entgegnete sie, als ob sie voraussetzte, dass mich das beruhigen könnte. Es hatte etwas für sich. Es war jedenfalls gut zu wissen, dass •Tscherikow nicht; gesonnen war, Hester unbedingt zu halten. «Er hat die Weekes vor einiger Zeit Hesters wegen fallen lassen», sagte die Cockles. - < Hat sie sich gekränkt ? > «Anfangs nicht, weil er beide liebte. Er hat nämlich ein sehr grosses Herz, müssen Sie wissen. Er sagt, dass kein wirklich, bedeutender Mann je monogam war. > « Er scheint sich an grosse Vorbilder zu Tialten », sagte Lukas. Wir mussten aufhören zu sprechen, denn die Weekes betrat das Atelier; sie war wie gewöhnlich strumpflos, hatte maulbeerfarbige, abgeschabte Schuhe mit vertretenen Absätzen, einen rosa Schal, den sie zur Erhöhung der Eleganz mit einer langen Nadel zusammengesteckt hatte, und ein Kleid aus irgend einem gestreiften Stoff, der mit Biesen # verarbeitet war, es glich eigentlich mehr einem Talar, da die Teile vorn und-hinten geradezu liefen und nur einen Halsausschnitt und Armlöcher hatten. Ihr Haar sah aus, als .ob sie mit einem Rechen durchgefahren wäre. Und ihre komische, kleine Knollennase war rot wie eine gekochte Krabbe. Sie nahm einen Cointreau, schüttete ihn, ohne mit der . Winnjer zu zucken hinunter und reichte 1 der Cockles ihr Glas, um es wieder fülfen zu AUTOMÖBIL^REVUE DIENSTAG. 22. NOVEMBER 1938 — N° 94 Ausnahmsweise bloss zieht man die praktische Nutzanwendung aus den Aufschlüssen;, die sie gewähren. Sind die Akten über ein konkretes Unfallereignis einmal geschlossen, dann bleiben sie es in der Regel für immer. Und doch würden gerade sie eine wahre Fundgrube für verkehrstechnische Korrekturen jeder nur denkbaren Art liefern, wenn es gelänge, die Fülle von Erkenntnissen, die sie in sich bergen, ans Licht zu -heben. Dieses brachliegende « Kapital > nun will die Beratungsstelle mit dem oben skizzierten System des Meldedienstes gewinnbringend für die Strassenbenützer anlegen. Ein Urteil über die Erfolge, die sich damit erzielen lassen, wird freilich erst nach Ablauf einer gewissen Zeit gefällt werden können. Beharpun^svermo^en Schluss von Seite 1. Was aber den Kantonen recht, sollte dem Bund billig sein. Allein, er weicht nur widerwillig und zögernd "Vor dieser im vitalsten Interesse des Landes gelegenen Forderung zurück. Noch immer warten wir auf Taten, trotzdem der Chef des Militärdepartements in seiner Eröffnungsrede, am diesjährigen Genfer Salon feststellte, wie ausserordentlich viel dem Bunde an der Erhaltung und Vermehrung des privaten rahrzeugparkts gelegen sei. Verglichen mit der Dynamik, welche den Motorisierungsbestrebungen ausländischer Staaten ihren Stempel aufdrückt, gefielen sich bei uns namentlich die Landesbehörden in einem geradezu entmutigenden Beharrungsvermögen. Und es bedurfte erst der Aufrüttelung durch das ob solcher Inertie unruhig gewordene Volk, bis sich das erste Anzeichen dafür einstellte, dass sie sich aus der krampfhaften Starre ihrer von nacktem Fiskalismus beherrschten Automobilpolitik wenigstens teilweise zu lösen anschickten. Unter dem Druck der Erkenntnis von dem völlig ungenügenden Park an fronttauglichen Motorfahrzeugen — und nur unter ihm — erklärte sich in der ausserordentlichen Frühjahrssession der eidg. Räte Bundesrat Minger bereit, die Frage der Gewährung von Erleichterungen für armeetüchtige Lastwagen zu prüfen. Fünf Monate später wiederholte er diese Zusicherung, die nicht nur die Bestätigung dafür liefert, wie bedächtig, ja zögernd man zuständigenorts das Problem in Angriff nimmt, sondern die darüber hinaus auch das Eingeständnis der Verfehltheit der vom Bunde praktizierten exzessiven Fiskalität gegenüber dem Automobil in sich schliesst. Wenn aber schon die Absicht allmählich .Gestalt annimmt, den diensttauglichen Lastwagen Erleichterungen einzuräumen und damit einen Anreiz zum Erwerb und zur Haltung solcher Fahrzeuge zu schaffen, dann ist es, sofern man sich an die Feststellung Bundesrat Mjjngers-erinnert, wir hätten unter dem Gesichtswinkel - der 1 ' Landesverteidigung' v däT grjösiste Interesse an der Erhaltung und Erhöhung des privaten Fahrzeugbestandes, weiter nichts als logisch, dass dieser Abbau der Lasten auf sämtliche Fahrzeugkategorien ausgedehnt -wird. Eine Reihe von Kartonen sind mit Ermässigungen, der Steueransätze und andern Vergünstigungen vorangeschritten. Um so eher dürfen sie erwarten, dass auch der Bund um,der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, und um der beschleunigten Motorisierung unserer Armee von den Dogmen abweiche, die er bisher gegenüber dem Automobil befolgt hat. Der Weg kann nach übereinstimmender Auffassung aller, die erfüllt sind von ehrlicher Sorge um die Beseitigung des gegenwärtigen unhaltbaren Zustandes, nur darin liegen, dass der Bundesrat seine Politik des teuren .Benzins über Bord wirft und damit die Bahn für eine 1 Wiederbelebung unserer Automobilwirtschaft eröffnet, die eo ipso auch der Landesverteidigung gibt, was der Landesverteidigung ist. lassen. Dann erst öffnete sie den Mund, um zu sprechen und teilte uns mit, «dass sie es satt habe ». « Ich auch », sagte die Cockles, ohne aber Neugierde oder Teilnahme zu zeigen. « Wenn die beiden nicht innerhalb der nächsten fünf Minuten kommen, werden wir ohne sie anfangen. «Hester und ich haben uns .gezankt >, flüsterte die Weekes. «Das ist nichts Neues ». murmelte Cockles. « Aber schlimmer als sonst. Hester rückt morgen aus. » Die Weekes sprach sehr leise; aber ich verstand sie doch und fühlte mich beunruhigter denn je. Mike kam nun mit einem Tablett zurück, auf dem sich hors-d'oeuvres befanden. Gerade als wir zu Tisch gingen, erschienen Hester und Tscherikow. Bis dahin hatte eine ganz gute Stimmung geherrscht, aber die beiden brachten Nervosität mit. Man konnte sich darüber ebensowenig täuschen, als man sich die Ursache erklären konnte. Es war deutlich zu spüren, dass sie noch inmitten einer Auseinandersetzung und mit »ihren Gedanken nicht. anwesend wären. Hester hatte nicht einmal ein Interesse daran, wie sie gefiel, obwohl sie ihr neues Kleid trug und ihr Haar gewellt war. Von der Weekes nahm sie keine Notiz. Sie setzte sich an Tscherikows Seite und ass sehr wenig. Tscherikow ass und trank tüchtig, war 'gegen alle ungnädig und sprach fast nichts.' Ich hoffte, nach dem Dinner Gelegenheit AKTUELLES Der Oktober-Aussenhande! von Motortreibstoffen. Im Monat Oktober dieses Jahres sind insgesamt 176998 q Benzin und Benzol zu motorischen Zwecken eingeführt worden, und zwar im Werte von 22 Mill. Fr. Demgegenüber stellte sich die Einfuhr der nämlichen Treibstoffe in der vorjährigen Parallelperiode auf 162,987 q, so dass der diesjährige Oktober mit einem Einfuhrüberschuss von 14,010 q abschliesst. Für die ersten 10 Monate ergibt sich ein Importüberschuss an Benzin un Benzol von 64 123 q, wobei hervorzuheben ist, dass sich die Belebung der Importe vornehmlich auf die letzten Monate beschränkte. Einen starkn Rückgang verzeichnen demgegenüber die Einfuhren von Petroleum für motorische Zwecke, wurden doch im Oktober nur 386 q, gegenüber 1247 q in der vorjährigen Parallelperiode, eingeführt, woraus eine Reduktion von 860 q resultiert. Während bis Ende September gegenüber dem entsprechenden Berichtsabschnitt des Vorjahres eine Vermehrung der Petroleumeinfuhren zum Antrieb von Fahrzeugmotoren von 543 q festzustellen war, bedingte die starke Oktober-Mindereinfuhr für die ersten 10 Monate des laufenden Jahres ein gegenüber der vorjährigen Paralleliperiode • um 317 q verkleinertes Import-Volumen. Die Einfuhr von Petroleumsurrogaten zum Antrieb von Fahrzeugmotoren stellte sich im Oktober auf 498 q gegenüber 463 q im Oktober 1937, was einer bescheidenen Mehreinfuhr von 35 q im diesjährigen Berichtsabschnitt gleichkommt. Damit hat sich bis Ende September zu verzeichnende Mehreinfuhr von Petroleumsurrogaten von 569 q auf 604 q erhöht. Eine wesentliche Belebung hat dann aber insbesondere die Einfuhr von Mineral- ündTeeröl zum Antrieb von Fahrzeugmotoren zu verzeichnen. Insgesamt sind im Monat Oktober 1938 16563 q eingeführt worden oder 7935 q mehr als in der entsprechenden Periode des Vorjahres. Während sich die Mehreinfuhren dieser Treibstoffkategorie bis Ende September auf 27 374 q stellte, erhöhte sie sich bis Ende Oktober des laufenden Jahres auf 35,309 q. Parallelgehend zu den grösseren Importen an Motortreibstoffen sind auch die hiefür zu- erlegenden -Zollbeträge gewachsen,'und' zwar wurden für die vier verschiedenen Kategorien von Motortreibstoffen während, den ersten zehn Monaten insgesamt 2,5 Mill. Fr. durch den Fiskus mehr vereinnahmt. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einer Mehreinnahme von 1,9 Mill. Fr. auf Benzin und Benzol, einer solchen von 9600 Fr. auf Petroleumsurrogaten und einer Mehreinnahme von 565,000 Fr. auf Mineral- und Teeröl, während entsprechend der Mindereinfuhren von Petroleum der Zollverwaltung hieraus eine Mindereinnahme von 5000 Fr. erwuchs. Autobus mit Vierrad-Steuerung. Eine amerikanische Automobilfabrik hat einen neuen Autobus mit Vierrad-Steuerung herausgebracht. Die Stadt Akron (Ohio) hat die ersten Exemplare dieses Wagens seit einiger Zeit in Betrieb genommen; die gemachten Erfahrungen werden als ausserordentlich günstig bezeichnet. Insbesondere im dichten Verkehr sowie bei der Umfahrung schwieriger Innenkurven bewährt eich die neue Steuerung vorzüglich. Der Fassungsraum des Wagens ist auf 58 Sitzplätze berechnet. zu haben, mit Hester zu sprechen; aber ich glaube, Tscherikow vermutete das und verhinderte es absichtlich, denn er hielt sich immer bei ihr auf und sah mich unfreundlich an, wenn ich mich ihnen zu nähern versuchte. Inzwischen trafen andere Gäste ein. Der Tisch wurde abgeräumt, ein Grammophon aufgezogen, und alles sang im Chor mit. Es würde mir Vergnügen gemacht haben, wenn ich mich nicht so um Hester gesorgt hätte. Es war nicht gerade ein Kostümfest; aber sowohl die Herren wie die Damen trugen irgend etwas Auffallendes und Absonderliches. Manche von den Herren waren im Pyjama, manche trugen blaue Blusen, einer war als Albaner gekommen und ein anderer, der sagte, dass er den ganzen Tag Golf gespielt habe, tanzte in seinen schweren Schuhen und weiten Sportbeinkleidern. Der Tanz schien alle durstig zu machen, und die gastfreundliche Cockles amtierte als Bardame hinter einem Tisch, auf dem zahlreiche Flaschen standen. Ich sagte mir, dass bei einer weiteren Betätigung ihrer Gastfreundschaft in diesem Stile binnen kurzem voraussichtlich kein nüchterner Mensch mehr in dem Atelier weilen würde, und dass wir besser daran täten, zu gehen. Aber ich war fest entschlossen, bevor wir gingen, noch ein Wort mit Hester zu sprechen, und benutzte den Moment, als Tscherikow aufstand, um sich beim Tisch sein Glas füllen zu lassen. Er starrte mich düster an. (Fortsetzung folgt.)

N° 94 — DIENSTAG, 22. NOVEMBER 1S3S In memoriam Wenige Wochen sind es her, seit das Motorengeknatter auf den Rennstrecken im Norden und Süden, im Westen und Osten verstummt ist. Die sogenannte « tote » Saison ist angebrochen und in ernster, Monate dauernder Werkstättenarbeit werden von Fabriken und Einzelfahrern die Vorbereitungen für das nächste Motorsportjahr getroffen, in dessen Verlauf die heuer erreichten Leistungen wenn möglich gar überboten werden sollen. Vergessen wir jedoch nicht, dass wir in der kommenden Saison eine ganze Reihe von hervorragenden, unerschrockenen Piloten, die noch in den vergangenen Wochen und Monaten an unserm Auge vorüberrasten, auf den Programmen der einzelnen Rennveranstaltungen vergeblich suchen werden. Wie auf allen Gebieten des Lebens, so auch im Sport, will der Fortschritt durch Opfer erkauft sein, die 1938 in ganz besonders hohem Masse gebracht werden mussten. Mehrere dieser Kämpfer haben auf der Rennstrecke den Tod gefunden, mehrere fielen banalen Verkehrsunfällen, fern der Pisten, auf denen sie dem Sensenmann so oft ins Auge geschaut haben, zum Opfer, und ander* wieder wurden durch Krankheit von dieser Welt abberufen. Ihrer sei an dieser Stelle in chronologischer Reihenfolge kurz gedacht. In der vorletzten Januarwoche starb im Spital zu Staines der bekannte englische Sportsmann Roy Eccles, der an zahlreichen Sportwagenrennen in England und auf dem Kontinent mit wechselndem Erfolg teilgenommen hatte und plötzlich von einer heimtückischen Krankheit überrascht wurde, als er mitten in den Vorbereitungen zu der Sternfahrt von Monte Carlo stand, zu der von Schottland aus auf SS-Jaguar starten wollte. Wenige Tage darauf — am Freitag den 28. Januar, traf den internationalen Automobilrennsport ein ausserordentlich schwerer Schlag durch den furchtbaren Unfall, dem der Spitzenfahrer der Auto-Union, Bernd Rosemeyer, anlässlich eines Rekordversuches auf der Reichsautobahn Frankfurt a/Main-Darmstadt zum Opfer fiel. Am frühen Vormittag hatte Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz für den Kilometer und die Meile mit fliegendem Start Durchschnitte von über 430 km/St erreicht, worauf Bernd Rosemeyer auf Auto- Union seinerseits versuchen wollte, diese neuen internationalen Klassenrekorde noch zu übertrumpfen. Allein, ein Luftwirbel trug den dahinrasenden Stromlinienwagen aus der Bahn, wobei Rosemeyer, dieser grosse Könner und sympathische Mensch den sofortigen Tod fand und seine kurze, aber um so glorreichere Rennfahrerlaufbahn jäh abgebrochen wurde. Zu schweren Unfällen kam es im ersten 500-Kilometerrennen der Saison, im Grossen Preis von Tripolis, der am 15. Mai in zwölfter Auflage zur Durchführung gelangte. Einmal rannte der Italiener Emilio Siena, der für Alfa-Corse einen 12-Zylinder-Alfa- Romeo mit Kompressor steuerte, über die Bahn hinaus und gegen eine Mauer; der Wagen ging vollständig in Trümmer und der Pilot musste tot von der Piste getragen werden. Wenig später kollidierte sein Landsmann Giuseppe Farina mit dem ungarischen Maserati-Fahrer Laszlo Hartmann, der schwere Verletzungen davontrug, denen er am Montag nach dem Rennen im Krankenhaus von Tripolis erlag. Unter einem unglücklichen Stern stand das Rennen um den Preis vom Bremgarten, der auch heuer den Auftakt zum Grossen Preis der Schweiz bildete. Nachdem der Zürcher Fahrer und schweizerische Automobilmeister des Jahres 1938 Hans Gübelln sein Rennen bereits beendigt hatte und von der Rennleitung entsprechend signalisiert worden war, geriet er nach Zurücklegens einer weitern Runde der Bremgartenstrecke beim Passieren der Startkurve vor den Tribünen zu weit nach links, prallte zweimal gegen die nolzballustrade, wobei sich der Wagen überschlug und Gübelin augenblicklich getötet wurde. Ein ähnlicher tragischer Unfall ereignete sich im Grossen Preis von Mailand für IV2- Liter-Rennwagen, der vorgängig zum Grossen Preis von Italien am 11. September in Monza zum Austrag kam. Der Maserati-Mann Aldo Marazza, der bereits angehalten war, fuhr noch eine weitere Runde und sauste gegen die Lesmokurve. Er sprang aus dem Wagen, zog sich dabei aber mehrere Verletzungen zu und musste ins Spital eingeliefert werden, wo er wenige Stunden später starb. Ende September kam bei einem Flugzeugunglück der englische Rennfahrer J. S. Hindmarsh ums Leben. Er hatte das 24-Stundenrennen von Le Mans im Jahre 1935 auf Lagonda gewonnen und war im September 1936 an den Weltrekordfahrten des Napier-Railton von John Cobb in der Salzwüste von Bonneville beteiligt. Fast gleichzeitig kam über den Atlantischen Ozean die Meldung vom Todessturz des Amerikaners Billy Wlnn anlässlich eines Dirt-Track-Rennens in Springfield. Winn war Inhaber des Dirt- Track-100-Meilen-Weltrekordes. Eine Hiobsbotschaft wurde in den letzten Oktobertagen aus Düsseldorf verbreitet, wo der bekannte und in der Anderthalbliterklasse vielfach erfolgreiche deutsche Privatfahrer Herbert Berg an den Folgen eines Sturzes vom Trottoir — bei dem er sich eine schwere Hinterkopfverletzung zugezogen hatte — gestorben war. Endlich setzte es Mitte November beim Automobilrennen von Tres Aroyes in Ar- PRODUKTE AUTOMOBIL-REVUE sentinien einige folgenschwere Kollisionen ab, bei denen verschiedene südamerikanische Fahrer, unter ihnen auch Josey Zatuszek, der Bruder des 1937 ebenfalls bei einem Rennen tödlich verunglückten Carlo Zatuszek, den Tod fanden. Ihnen allen wird die international© Automobilsportgemeinde ein ehrenvolles Andenken bewahren ! Efn neuer Sportwagen. Im Jahre 1937 fand der Berliner Ingenieur Gerhard Macher in einer Münchener Werkstatt einen der drei Motoren, die der verstorbene Konstrukteur Zoller für seine Rennwagen geschaffen hatte. In mühseliger Kleinarbeit beseitigte Macher die dem Motor noch anhaftenden Mängel und entwickelte einen 1500-ccm-Zweitaktmotor mit sechs Zylindern so weit, dass er für Sportwagen rennreif wurde. In diesen Tagen wurde die Maschine trotz grösster Schwierigkeiten fertiggestellt. Im Hof der Reichsfachschule für Stellmacher und Karosseriebauer in Bernau, die für den neuen Wagen die zweisitzige Karosserie in handgefertigter Sonderausführung schuf, wartet der silbergraue neue Sportwagen auf Tschechoslowakische Autobahn wird Wirklichkeit. R. L. Prag, November 1938. In Ergänzung unserer Meldung über die geplante tschechoslowakische Autobahn veröffentlichen wir nachstehend einen mit mehr Einzelheiten aufwartenden Bericht unseres Prager Korrespondenten: Die schweren Folgen der Münchner und Wiener Abkommen für das gesamte tschechoslowakische Wichtige Tatsachen! Hohe Anforderungen, bedingt durch die technische Entwicklung im Automobilbau werden heute an Motorenoele gestellt. In enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren der Automobilfabriken haben die Oelchemiker der Esso-taboratorien Essolube entwickelt, das Motorenoel, das hohen Tourenzahlen, Temperaturen und Drücken gewachsen ist und Schritt hält mit den Leistungssteigerungen im Automobilbau. In aller Welt, unter allen Betriebsbedingungen hat sich dieses unübertroffene Moforenoel bewährt. Die berechtigte Anerkennung, die es überall findet, verdankt es der Tatsache, daß es alle Spitzeneigenschaften guter Motorenpele in sich vereinigt, also • flache Viskositätskurve, das heißt geringe Temperatur-Abhängigkeit, • große Hitze- und Kältebeständigkeit, • vollkommene Schmierung dank seiner Oeligkeit und großen Haftfähigkeit auf Metall, • minimale Schlamm- und Kohlebildung, • lange Lebensdauer, • sparsamer Verbrauch. Essolube Sfrassen STANDARD-MINERALOELPRODUKTE A.G. GEGRÜNDET 1894 seine erste Fahrt Die niedrige, gedrungene Form seiner Karosserie gibt dem Modell ein besonderes Gepräge. Unterhalb der Klappe, die den Einfüllstutzen für das Kühlwasser verdeckt, kündet bescheiden ein schwarzes « M » von dem Mann, der den Wagen baute. Bei einer kurzen Probefahrt auf der Reichsautobahn zeigte sich ein starkes Anzugs- und Beschleunigungsvermögen. Kaum sind die vier Gänge durchgeschaltet, ist bei noch nicht 3000 Touren eine Geschwindigkeit von 145 bis 150 km/St, erreicht. Die Spitze liegt bei 190 km/St. Machers «M »-Wagen soll zunächst in Sportwagen-Rennen der 1,5-1-Klasse eingesetzt werden. Ueber diese Vorstufe hinaus wird er zum Rennwagen entwickelt, der in dieser Klasse international immer mehr an Bedeutung gewinnt, so dass man schon für das Jahr 1941 eine 1500-ccm-Grand-Prix- Fonnel voraussagt. Gardners Rekorde anerkannt. Die vom englischen Rennfahrer Major Gardner am 9. November auf der Reichsautobahn Frankfurt a. M.—Darmstadt aufgestellten internationalen Automobil-Rekorde der 1100-ccm-KIasse «ind offiziell von der A.I.A.G.R. anerkannt worden. Gardner fuhr mit seinem M. G. von 1079 cem folgende Geschwindigkeiten mit fliegendem Start heraus: 1 km in 11:99 = 300,3 km/St.; 1 Meile in 19:30 = 300,2 km/St. Verkehrssystem sind bekannt. An mehreren Dutzend Stellen werden wichtige Eisenbahnlinien und Strassen durch die neuen Grenzen entzweigeschnitten. Diese Zustände haben die Aufmerksamkeit massgebender tschechoslowakischer Kreise erneut auf das besonders von Bata wiederholt vorgeschlagene Autobahn-Projekt gelenkt. Ueber Nacht wurden Beschlüsse von grosser Tragweite gefasst, wozu sich bisher die vielen Kommissionen und Subkommissionen Jahre hindurch als unfähig erwiesen. Fast gleichzeitig mit der Inaugurierung einer automobilfreundlichen Politik, die in weitgehenden Steuererlässen und Vergünstigungen, im Begraben des Konkurrenzkampfes zwischen Schiene und Strasse ihren Ausdruck findet, wurde auch der Bau der grossen Autobahn beschlossen. Sie wird von Prag über Igl au-B rünn-Z 1 in-Si 11 ein durch die nördliche und mittlere Slowakei nae'h Karpathorussland führen und etwa 1000 Kilometer messen. Die Gesamtkosten sind mit 3,5 Milliarden Tschechenkronen (zirka 530 Millionen Schweiierfranken) veranschlagt Ein Kilometer fertiggebaute Strasse kommt damit auf zirka 3 500 000 Kronen zu stehen, gegen 4 Millionen auf den deutschen Autobahnen, an welche die tschechoslowakische an mehreren Stellen angeschlossen wird. Auch sonst dienen die deutschen Autobahnen in mancher Hinsicht als Vorbild. Bei einer Gesamtbreite von 31 Metern laufen in jeder Richtung • zwei Fahrbahnen von je 7 Meter Breite. Ein 3 Meter breites Rasenband trennt die beiden Fahrbahnen voneinander, um eine leichtere Uebersicht tu ermöglichen. Aehnlich den deutschen Autostrassen werden Kreuzungen auch hier zu den unbekannten Dingen gehören. Man rechnet damit, dass dank dem geringeren Brennstoffverbrauch und der grössertn Fahrtgeschwindigkeit sowie vor allem durch die direkte Verbindung von Orten, die bisher nur auf beträchtlichen Umwegen erreichbar waren, die Wirtschaftlichkeit der Autobahn eine sehr rrosse sein wird. Schon in diesen Tagen beginnen die Bauarbeiten an den vier Abschnitten Zlin - Vizovice in Mähren, Zlin - Kromeriz, Vsetin - Luzna, Luzna - Zdechov. Einstweilen soll Ersatz für die durch die Grenzziehung zerschnittenen Strassen geschaffen werden. Die slowakische Regierung hat auch schon die Zustimmung zum Bau des Abschnittes Trentschin - Sillein - Rosenberg - Presov - Tranava erteilt und für die nächste Zeit ist eine Aufwendung von fünfzig Millionen Kronen für den Strassenbau in dem durch die Grenzziehung des grössten Teiles seiner Bahnen beraubten Karpathorussland vorgesehen. Grosse Bedeutung fällt der Autobahn aber nicht nur unter verkehrstechnischen Gesichtspunkten zu. Für die Belange der Arbeitsbeschaffung ist es ungeheuer wichtig, dass in kürzester Zeit hunderttausend und mehr Menschen, die bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Umstellung sonst ohne Verdienst stünden, hier Beschäftigung finden wer- ' den. Ein grosser Teil der neuen freiwilligen Arbeitskolonnen, die man an verschiedenen Punkten srhon eingesetzt hat, wird an den Autobahnen in steigendem Masse Verwendung finden. Die Fertigstellung der gesamten Strecke erfordert nach den vorläufigen Projekten. eine Zeit von 5 Jahren, wobei zu berücksichtigen bleibt, dass die nicht ganz leichte Frage der Finanzierung eines so gewaltigen Projektes in einem Lande, das unter den obwaltenden Verhältnissen einen grossen Investitionsbedarf auf allen Gebieten hat, ein vorsichtiges Disponieren verlangt. Vielleicht aber wird eine günstige wirtschaftliche Konjunktur diese Frist abkürzen helfen. 779 MI11. Dollar Strassenbauautwendungen in den Staaten der USA. Die 49 Staaten der U.S.A. haben im Jahr 1937 insgesamt .552 Millionen Dollar für den Strassenbau und 227 Mill. für den Unterhalt aufgewendet. Vom Total dieser 779 Millionen flössen 639 Mill. auf die Hauptstrassen 1. Klasse, welche unter der Kontrolle der einzelnen Staaten stehen, 67 Mill. auf die Strassen 2. Klasse und 72 Mill. auf die Erweiterung des Staato-Strassennetees in den Städten.