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E_1938_Zeitung_Nr.094

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 0IENSTAG, 22. NOVEMBER 1938 — W 94 Hund um den deutschen Voi&swaaen (Fortsetzung von Seite 1.) Die Ueberlandstrecke bestand aus einer 360-km-Rundstrecke durch den Schwarz- •wald, welche die 7 km lange Bergstrecke mit einer Höchststeigung von 18 % am alten Kniebis einschloss. Die Strecke « Autobahn » führte per Landstrasse nach Bruchsal, von da auf der Autobahn über Frankfurt nach Bad Nauheim und zurück (total 440 km). Als gemischte Strecken wurden abwechselnd Städte, Landstrassen, Bergstrassen und Autobahnen befahren. In der Gruppe «Versuch» waren abwechslungsweise Vergasereinstellungen, Bremsversuche usw. vorgesehen. Auch jagte man den Wagen während der heissen Saison über die schlimmsten Pässe Oesterreichs und der Dolomiten. Die meisten Fahrten wurden in Tag- und Nachtschichten durchgeführt, um in kürzester Zeit ein Maximum von Versuchskilometern zu erzielen Jeder Versuchswagen wäre mit einem registrierenden Geschwindigkeitsmesser versehen, der täglich auf einer 24-Stundenscheibe den Geschwindigkeitsverlauf niederschrieb. Daraus können Halte, Durchschnittsgeschwindigkeiten, plötzliches Bremsen leicht festgestellt werden. Zudem hatte jeder Fahrer stets einen Beobachtungsbogen mitzuführen und darauf sämtliche Daten der Fahrt, wie Kilometerstand am Anfang und Ende, Anfangs- und Endzeiten, Haltezeiten, Benzin-, Oel- und Wasserverbrauch, Störungen sowie weitere Beobachtungen einzutragen. Soweit die Versuchsserien. Konstruktive Richtlinien. Die Richtlinien, die für die Anforderungen an den Wagen ausgegeben wurden, lauteten folgendermassen: Anschaffungspreis unter RM. 1000.—% Geringes Wagengewicht (ca. 650 kg). Niedrige Betriebs- und Unterhaltskosten. Lange Lebensdauer. Reichlich Platz für -vier Personen und ein Kind. Entsprechender Raum für Gepäck, Beste Strassenlage. Wendigkeit im Stadtverkehr. Autobahnfestigkeit. Tüchtigkeit im Gebirge. Wetterunempfindlichkeit (Haltung auch ohne Garage). Es ist nun Interessant, zn untersuchen, mit welchen Mitteln Dr. Porsche all diese Anforforderungen in seiner Konstruktion vereinte. Folgendes sind die Baumerkmale des KxLF.-- Wagens; Das Chassis besteht in der Hauptsache aus einem Zentralrohr, welches vorn die «Vorderachse» mit Federung trägt und hinten gegabelt ist, um den Antriebsblock, bestehend aus Heckmotor, Getriebe, Differential und Pendelachse aufzunehmen. Zwischen dieser Gabelung und der Vorderachse sind links und rechts vom Chassisrohr Fussbodenbleche befestigt, so dass das Fahrgestell auch ohne Karosserie eine fahrfähige Einheit bildet Lenkung, 25-Liter-Benzintank und Reserverad sind vorn am Rohrende befestigt, letzteres derart, dass es bei schweren Zusammenstössen als Puffer wirkt Ein Blick in den Führersitz des Volkswagens zeigt deseen zweckmässige Ausstattung, wobei besonders die Konstruktion des Lenkrades auffällt, die eine gute Sicht auf die Instrumente erlaubt. Aue 4 Räder besitzen Einzeltederuns durch Torsionsstäbe. Schon 1934 erregte die Torsionsstabfederung von Dr. Porsche am Auto-Union-Rennwagen Aufsehen. Sie bietet bei geringstem Gewicht eine stets gleichbleibende Weichheit der Federung, da kein Verrosten möglich ist; auch ist jeglicher Unterhalt überflüssig (Beitrag zur Bedingung twetterunempfindlich»), um so mehr, als alle Stäbe sowohl vorn wie hinten ins Innere der Chaseisrohre verlegt sind. Die Hinterräder sind an Halbachsen befestigt, welche pendelnd am Differentialgehäuse angelenkt und zudem durch Streben nach vorn mit dem Chassis verbunden sind. Dadurch ergibt sich eine auch auf die Dauer absolut einwandfreie Radführung und Strassenhaltung. Durch die Pendelachskonstruktion erreicht man im übrigen durch Aufrichtmomente eine Kurvenstabilisierung, so dass das Herausneigea in Kurven vermieden wird. Die Dämpfung erfolgt vorn und hinten durch hydraulische Stossdämpfer. Der Motor ist, •wie schon erwähnt, im Heck untergebracht Die Ueberlegungen, die zu dieser Bauart führten, mögen wohl speziell auf dem Gebiete der Gewichtsersparnis und dem der möglichst günstigen Verteilung des Innenraumes liegen. Der kurze, breite Vierzylinder-Boxermotor (je zwei flach gegenüberliegende Zylinder) ist hinten leichter unterzubringen als vorn. Dank der kurzen Bauart wird ferner ein übermässiges Hinaushängen hinter die Hinterachse vermieden, das sich bei raschem Kurvenfahren unangenehm bemerkbar machen müsste. Der Hubraum des Motors beträgt 985 ccm (fünf Steuer-PS) und die Bremsleistung wird bei 3000 T/Min, mit 23,5 PS angegeben. Es ergibt sich somit für den betriebsfertigen, unbesetzten Wagen ein Leistungsgewicht von nur 27,7 kg/PS. Hiebei ist hervorzuheben, dass der Motor absichtlich nicht auf hohe Spitzenleistung getrieben wurde, um ihn robust und gegenüber wenig klopffesten Brennstoffen unempfindlich zu machen. Die Ventile sind in den Zylinderköpfen angeordnet. Die Kühlung erfolgt durch ein auf der Dynamowelle angeordnetes Gebläse, welches durch ein Luftführungsgehäuse die Kühlluft gleichmässig auf alle vier Zylinder verteilt. Die Luftkühlung ergibt eine weitere Gewichtsersparnis und vermeidet Sieden und Einfrieren des Kühlwassers. Das Kühlluftgebläse ist derart bemessen, dass ein Heisslaufen des Motors ausgeschlossen ist Eine weitere Garantie für das einwandfreie Laufen des Motors bietet der Oelkühler, der in den Kühlluftstrom eingebaut ist. Die Erfahrungen der Autebahn haben gezeigt, dass dort praktisch kein normal konstruierter Wagen ohne Oelkühler dauernd auf Spitzengeschwindigkeit gefahren werden kann, weil das Oel dabei derart heiss würde, dass Lagerschäden eintreten. Der Volkswagen hat auf den Autobahnen die schwierigsten Prüfunten ausgehalten. So zeigt das T&chommm einer Reichsiutobahn-Fahrt einen Durchschnitt von 99 km/St während 10 Stunden bei einer Spitzengeschwindigkeit von gut 100 km/St. Das Vierganggetriebe besitzt iwei geräuscharme Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsganz. Es ist zur Vermeidung eines zu grossen Ueberhanges vor die Pendelachse verlegt Dadurch wird auch das Schaltgestänge etwas kürzer. Die ganze Motorblock-Anordnung ist eigentlich gerade umgekehrt wie beim Auto-Union-Rennwagen; dort sind Motor und Kupplung vor der Pendelachse und das Getriebe hinten anmontiert Diese Bauart hätte natürlich beim K.d.F.-Wagea zu viel vom Innenraum weggenommen. Die Lenkung (Linkssteuerung) ist so beschaffen, dass der Wagen in einem Kreis von 10 m Durchmesser gewendet werden kann. Infolge der hohen, stark geneigten Windscheibe und des abfallenden Vorderteils hat der Fahrer recht gute Sicht auf die Strasse. Die Bremsen wirken auf alle vier Räder und sind mechanlscD betätigt und äusserst wirksam. Die Karosserie wird entgegen •wiederholter Gerüchte nicht aus Kunstharz, sondern aus Stahlblech hergestellt. Sie besitzt seitlich vier grosse Kurbelfenster und insgesamt zwei Türen. Die Form ist auffallend windschlüpfig, indem jegliche hervorspringenden Teile und schroffe Uebergänge vermieden wurden. Vorläufig kommen nur zwei Karosserieformen zur Ausführung, nämlich die Limousine sowie eine sogenannte Faltdachlimousine, die infolge der sehr breiten Dachöffnung eher an ein» Cabrio-Limousine erinnert Offene Wagen sollen erst später hergestellt werden. Die Karosserien sind ganz in Stahl gebaut. Gesamtlänge der Wagen = 4150 mm, grösste Breite = 1550 mm, kleinster Bodenabstand — 220 mm. Die Serienfabrikation wird nun nach dem erfolgreichen Abschluss der Versuche mit grösstem Einsatz vorbereitet Vorerst wird jetzt eine Vorserie gebaut, bei welcher für die Pressteile schon die Gross-Serienmatritzen Verwendung finden. An der Errichtung des Werks in Fallersleben am Mittellandkanal arbeiten ca. 4000 Mann, die in einer grossen Barackenstadt untergebracht und verpflegt werden. Bis zum Oktober ging 130.000 Bestellungen für Volkswagen ein. Für alle werden monatlich je 5 RM. einbezahlt; die Hälfte der Kaufverträge wurden von Leuten abgeschlossen, die weniger als 300 RM. Monatsgehalt beziehen. Es ist vorgesehen, dass jede Minute zwei Wagen vom laufenden Band auf die Prüfbahn rollen werden. Die volle Produktionszahl von 500.000 Wagen pro Jahr soll erst im Jahre 1946 erreicht werden. M. A. C. Tr., Dipl.-Ing. Fortsetzung der Technik siehe «Gelbe Liste» S. 14. Anhänger MOSER sind leicht und solid gebaut. Verlangen Sie Offerte. E. Moser, Anhänger, Bremsen, Bern Schwarztorstrasse 101 Telephon 22.381 fiu*- den, Der fortschrittlich eingestellte Werkstättechef fordert die stets betriebsbereiten, bekanntlich unübertroffenen REINHDLfl HYDRAULISCHE RADABZIEHER SCHMIERAPPARATE RANGIER-WAGENHEBER Schenken Sie Huren Kunden nicht nur einen praktischen, sondern auch einen originellen Artikel auf das Jahresende. Die Wirkung ist um so gxb'sser, die Reklame um so voll« wertiger, unser M EM 0-TASCHENKALENDER erfüllt diese Voraussetzungen. Sein Monats« register ist einzig in dieser Art und ausserordentlich praktisch; die Tarife und Tabellen am Schluss eine wahre Fundgrube. 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N» 94 —' DIENSTAG, 22. NOVEMBER 1938 Letztte Itlelclunse Verstärkte Heeresmotorisierung. Im Zusammenhang mit der soeben von Via Vita herausgegebenen Studie « H'eeresmotorisierung, eine ungelöste Frage de schweizerischen Landesverteidigung», fand Donnerstag, den 17. November 1938, zwischen dem Chef der Generalstabsabteilung, Herrn Oberstkorpskommandant Labhart, und dem leitenden Ausschuss von Via Vita eine Besprechung statt, um insbesondere die Möglichkeiten der Vergrösserung und Modernisierung des militärtauglichen Fahrzeugparks zu prüfem Bei dieser Gelegenheit wurde u. a. be kanntgegeben, dass Massnahmen, die die Erleichterung der Fahrzeuganschaffung zum Ziel haben, seitens der Generalstabsabteihm'g so weitgehend vorbereitet sind, dass sie noch im Laufe dieses Jahres dem Pariamen vorgelegt und anfangs 1939 in Kraft gesetz werden können. Besondere Erwähnung verdient die Erklä rung des Generalstabschefs, dass im Ernstfall sämtliche Lastwagen ohne Ausnahme und ungeachtet ihrer Konstruktion, Tragkraft und Herkunft für die Armee und die Kriegswirtschaft requiriert werden müssen. TOURISTIK 402.813 vorübergehende Einreisen bis Ende ; Oktober 1938. Nach, den Erhebungen der eidg. Oberzolldirektion entwickelte sich der fremde Autotourismus nach der Schweiz wie folgt: Grenzverkehr Fernverkehr Abtertiiwtf mit: Motot u. Wotor- Auto- Penonen- latt. Totti Autos rldtr Trov Eintrittskarte — 421 — 7.683 — 8.104 tan »inn wann Freinass '553 139 51 6.380 369 7.492 Triptyk 126 1'76 94 2.534 72 3.002 Grenzpassierscheinheft — 56 50 4.192 4 4.302 Kontrollschein 1 81 — — Oktober 680 873 195 20 789 445 22.982 Januar 472 539 207 14.588 88t 16.687 Februar 485 575 198 15.912 791 17.961 März 755 926 256 21.714 695 24 346 April 1.009 1.047 378 29 556 451 32.441 Mai 1.080 850 553 25.671 580 28.734 Juni 1132 1760 1.4-67 35.908 577 40.814 Juli 1.170 2.973 2.972 56.656 575 64.346 Anglist- 1.160 3.899 8.653 94 274 -481-103 467 September 787 1.654 1.369 46.792 403 51.005 Oktober 680 873 195 20:789 445 22 982 Total 8.730 15.096 11.248 361.860 5.879 402.813 Die im September schon eingetretene rückläufije Entwicklung hat sich im Oktober noch verschärft stellen doch die während dieses Monats erfolgten 22.9S2 Einreisen nur noch 45,05% des September- Kontingents dar. Sämtliche Kategorien verzeichnen Ausfälle und die Ausnahme bei den Lastwagen welche um 10.42% zugenommen haben, bestätigt nur die Regel. Beträgt das Minus im Grenzverkehr 13.58%, so hat es beim eisentlichen Touristikverkehr mit einem Durchschnittswert von 56,13% beträchtlich grössere Ausmasse ansenoramen. Dabei stellen sich die prozentualen Anteile der einzelnen Kategorien auf 3,99% für für Motorräder (gegen 3.32% im September), 0.89% (eegen 2.74%) für die Autocars und 95,11% (freien 93,93%) für die Personenwagen. Ein Vergleich, mit den Vorjahresziffern verbietet sich von selbst angesichts der Tatsache, dass die Statistik seit Beginn des laufenden Jahres auf eine neue Basis gestellt worden ist. Sti 4KB9K «»nvevl««»!«» Für erhöhte Verkehrssicherheit au! der Strasse, Im Interesse einer Erhöhung der Verkehrssicherheit lässt sich gegenwärtig die Automobilsektion Waadt des T.C.S. das Studium der Erstellung von Radfahrwegen in grösserem Ausmass als bisher angelegen sein. Wohl besitzt der Kanton Waadt bereits solche Anlagen, und zwar in stellenweise vorbildlicher Ausführung. Die in letzter Zeit ständig anwachsende Zahl der Radfahrer lässt jedoch diese nur stückweise Verwirklichung einer solchen Verkehrserleichterung als ungenügend erscheinen. Bisher ist die weitere Ausdehnung des Systems der Radfahrwege hauptsächlich auf Schwierigkeiten finanzieller Natur gestossen. Wenn man da* her zu einer befriedigenden Lösung gelangen will, wird auch eine gründliche Prüfung dieser entscheidenden Frage nicht zu umgehen sein. b. Amtliche Mitteilungen Interkantonale Kurse zur beruflichen Förderung arbeitsloser Berufsleute. Anfangs Januar 1939 beginnt in Winterthur ein neuer Weiterbildungskurs für Automechaniker. Die Veranstaltung^ ist, wie alle übrigen dieser Art, als eigentlicher Fachkurs zu betrachten, der im Sinne interkantonaler Berufslager durchgeführt wird, wobei die Kursbesuchei auch Unterkunft und Verpflegung erhalten. Als Teilnehmer kommen geleinte Berufsleute in Frage, die im Besitz© des Fähigkeitszeugnisses sind und in der Regel das 25. Altersjahr nicht überschritten haben; in besondern Fällen kann die Altersgrenze bis zum 30. Altersjahr ausgedehnt werden. Die Kurse werden im Einvernehmen zwischen den interessierten Berufsverbänden, den zuständigen Arbeitsämtern und dem Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Sektion für berufliche Ausbildung) veranstaltet. Deren Zweck und Ziel besteht darin, den Teilnehmern Gelegenheit zu einer gründlichen Weiterbildung im erlernten Berufe zu bieten. Anmeldungen geeigneter Bewerber sind sofort an die kantonalen oder örtlichen Arbeiteämter zu richten, die in der Lage sind, jede weitere Auskunft zu erteilen. T. C. S. SEKTION BERN. Jahresfest. Der Vorstand rief, und viele Hundert kamen, um eich im Kursaal Schänzli auf ein paar Stunden an die blaue Adria entführen und unter einer riesigen Krabbe, Fischernetzen, Palmen und ähnlichen Requisiten einer Adrialandschaft a) ihrer Tanzlust die Zügel, b) unbeschwerte Betriebsamkeit ins Kraut schiessen zu lassen und c) allenfalls selbt etwas herauszuschiessen. beispielshalber einen Teddyhund. Säuerliche Griesgrame sogar hätten dabei ; nicht umhin gekonnt, festzustellen, dass die Stimmung gleich vom Start weg auf beträchtlicher Tourenzahl lief, denn als der Berichterstatter so gegen die neunte Stunde des angebrochenen Nachmittags die Stätte, des löblichen Tuns betrat, da hatten schon Hunderte von Paaren das Parkett im Sturm genommen. Für seine Begrüssung, worin er Dir. Britschgi und die Delegationen befreundeter Sektionen willkommen hiess, sattelte diesmal der Präsident, Fürsprech Baunagartner,, den Pegasus. Mit allerlei Ungereimtem in gereimter Form versetzte der Conferencier Marseno, eine echte Zürcher Pflanze, die Lachmuskeln in Tätigkeit, um sich nebenbei auch noch als ungemein listenreicher zauberkünstlerischer Tausendsassa zu entpuppen, bei dessen Kniffen und Pfiffen einem glatt, die Spucke wegblieb. Aber auch «onst hatte das Vergnügungskomitee mit Herrn Wäckerlin an der Spitze für Augen- und Ohrenschmäuse gesorgt. Zu jener Gattung gehörten die Swing Ladies, vier graziöse, höchst biegsame Damen, die bei ihren Tänzen von Kopf bis Fuss aufs Wackeln eingestellt waren, gehörte -weiter der eteppgewaltige Mr. Ritchie, währenddem Noe, ein vollendeter Könner und Unübertrefflicher Virtuose der Tierstimmen-Imitation nebst der halben Zoologie auch noch den Luftschutz, Dampfersirenen, das Heulen des Windes und andere akustische Vorgänge verblüffend «naturgetreu» auf die Bühne bannte. Einer Riesenschlange gleich huschte, den Schlusspunkt unter das wohlbefrachtete Unterhaltungsprogramm setzend und zugleich das Signal gebend zur Eröffnung des unterirdischen Treibens im Bierkeller die Polonaise vorüber. Anschliessend erlebte das kalte Büffet mit seinen gastronomischen Lockuneen eine Heimsuchung, die Bände für den ungekünstelten Anpetit der Festgemeinde sprach. Der Rest des Abends war eine permanente Huldigung an Terpsichore. Ob man oben im grossen Saal walzerte, tanzote oder Lambeth-walkte, dass die Wände wackelten, ob man in den untergrundigen Gemächern der Bierschwemme seinen Tanzkomplex" abreagierte und die Budenstadt bevölkern half oder einfach und schlicht Würstchen mit KrautiVel-V tilgte, es wurde ein jeder und eine jede nach eigener Fasson selig. Willig Hess man sich vom Strom der Stimmung treiben, stürzte eich rin ins Vergnügen und gewahrte erst bei einem verstohlenen Blick auf die Uhr, dass selbst beim beschwingtesten Fest die Zeit nicht stille steht. Son- Dem bernischen Grossen Kat ist am vergangenen Dienstag eine mit den Unterschriften von 34 Mitunterzeichnern bedeckte Motion Bärtschi (Worblaufen) eingereicht worden, die sich im Interesse einer Verbesserung der schwierigen Lage des Autogewerbes für die Einführung von Wechselnummern und für die Gewährung von Steuerermässigungen auf alten, hochpferdigen Wagen einsetzt. Die beiden Fragen waren schon letzten Herbst bei der Abänderung des Automobilsteuerdekrets in die Diskussion geworfen, damals jedoch abschlägig beschieden worden. Die Motion trägt folgenden Wortlaut: Es dürfte dem bernischen Regierungsrat bekannt sein, dass das bernische Autogewerbe, das über 1500 Arbeiter beschäftigt, sich in einer Notlage befindet. Die Einführung der Wechselnurtimer, d. h. einer Verkehrsbewilligung, mit welcher abwechslungsweise zwei verschiedene Motorfahrzeuge n Verkehr gebracht werden dürfen, würde dem bernischen Autogewerbe eine bedeutende Vermehrung der Arbeitsaufträge schaffen, da viele Automobilisten (speziell Gewerbetreibende, Aerzte usw.) insbesondere bei Neuanschaffung eines Wagens den alten, der fin das Auto-Reparaturgewerbe allein Arbeit bringt, weiter im Betriebe halten würden. Die Steuer für die Wechselnummer müsste für den stärkeren Wagen bezahlt werden, während für den schwächeren nur eine bescheidene Kontrollgebühr zu entrichten wäre. Die Wechselnummer wurde mit Erfolg bereits in den Kantonen Aargau, Appenzell A.-Rh., Basel-Stadt, Freiburg, Graubünden, Neuen- AtrroMOöit-SEvuE burg, Nidwaiden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Tessin, Uri, Wallis und Waadt eingeführt. Die Besserung der Beschäftigung im bernischen Autogewerbe vermindert die Auslagen für Arbeitslosenunterstützung und vermehrt die Einnahmen an direkten und indirekten Steuern. Dem Regierungsrat dürfte ferner bekannt sein, dass im Kanton Bern eine beträchtliche Zahl von grosseren, hochpferdigen Personenwagen vorhanden ist, deren Konstruktion und Zustand eine noch jahrelange Verwendung gestatten würden und die in jeder Beziehung den Vorschriften des Bundesgesetzes über.den Motorfahrieug- und Fahrradverkehr entsprechen. Wenn der. bescheidene Verkaufspreis den Absatz, dieser hochpferdigen Personenwagen ermöglichen würde, so wird er anderseits durch die allzu hohen Steuern, die diese grossen Wagen bezahlen müssen, veninmöglicht. Für den Staat wäre es sicher interessanter, für diese alten Wagen die Hälfte der normalen Steuern zu erhalten, als garnichts. In'diesen.brachliegenden Wagen sind viele Hunderttausende • bernischen Volksvermögens investiert, die der heroischen Volkswirtschaft auf diese Art verloren ge,hen, eine Tatsache, die in der gegenwärtigen Zeit nicht verantwortet werden kann. Durch die Ausschaltung dieser Wagen wird aber auch der Armee ein Werkzeug entzogen, ohne das im Falle einer Mobilisation eine richtige Landesverteidigung überhaupt in Frage gestellt wird. Andere Staaten haben dies eingesehen, haben sie doch im letzten September in Anbetracht der. hohen Kriegsgefahr versucht, diese Wagen bei uns aufzukaufen und zu exportieren, so dass der Bundesrat mit einem Ausfuhrverbot einschreiten musste. Der Betrieb dieser älteren Wagen würde die bernischen Autoreparatur-Werkstätten sowie den Ersatzteil- und Zubehörhandel beleben und dadurch einem Gewerbe, das in den letzten 5 Jahren 25 bis 30 Prozent seiner Arbeiter aus Arheitsmangel entlassen musste, erneuten Vordienst bringen und ihm ermöglichen, entlassene Arbeiter wieder einzustellen. Der Regierungsrat wird eingeladen, die nötigen Vorlagen auszuarbeiten und dem Grossen Rat unverzüglich Bericht und Antrag zu unterbreiten. Bulletin vom 21. November 1938. Am 21. November 1938 morgens verzeichnet die Alpensüdseite ziemlich starken Schneefall, wodurch verschiedene Alpenübergänge für den Fahrverkehr gesperrt wurden. Die Schneefälle dauern an, so dass die nachstehenden Informationen eventuell nur von kurzer Geltungsdauer sind. Die Befahrbarkeit der wichtigeren Paßstrassen FREIE BERUFS-CHAUFFEURE ZÜRICH. Versammlungsbericht. Nach rascher Erledigung der internen Angelegenheiten folgten die mit Spannung erwarteten Ausführungen unseres Referenten, Hr. Stein, Ingenieur der Holzgasgeneratoren A.G. in Zürich-Oerlikon. In leichtverständlicher Schilderung und bunter Bilderfolge erläuterte Hr. Stein vorerst die ein-war gestern Morgen folgende: fache, betriebssichere Anlage eines Imbert-iHolzgaswagens. Jahrelange praktische Erfahrungen und gewissenhafte, unermüdliche Verbesserungen in Material und Konstruktion brachten ihn zur heutigen Zuverlässigkeit. (Sieger der 2. internationalen Alpenwertungsfahrt.) Im ; Auslande geniessen Motorfahrzeuge mit Holzgasbetrieb längst grösste Begünstigungen (bis 100 Prozent- Steuerermässigung) In der Schweiz käme eine Belebung des Holzkonsums der gesamten Waldwirtschaft zugute Durch rationellere Holzwirtschaft lässt sich Qualität und Produktion, ohne Gefahr einer Verteuerung, noch verbessern; die Schweiz wäre in der Brennstoffbeschaffung nicht mehr für den gesamten Bedarf vom Ausland abhängig. Brachten die Bilder und die Ausführungen am Samstag für alle Mitglieder eine Fülle des Neuen so vervollständigte die Betriebsbesichtigung am Sonntagmorgen noch das Gesehene und Gehörte Zuvorkommenderweise war eine «Auslege-Ordnung» sämtlicher wichtigen Teile einer Holzküche vorbereitet worden, damit der bereitgestellte Wagen so bald als möglich in Betrieb gesetzt werden konnte. Der anschliessend offerierte Trnnk im Löwen brachte die Stimmung rasch auf volle Touren. Der .Holzgasgeneratoren A.-G. sprechen wir an dieser Stelle für ihr Entgegenkommen unsern Dank aus Speziellen Dank den Herren Stein, Kleiber und Neff für ihre mustergültige Arbeit. H. Albula, 15—20 cm Neuschnee, unpassierbar. AütoJ verlad Preda-Bevers. Bernina, ca. 15 cm Neuschnee, gesperrt. Flüela, Südseite vereist, Ueberfahrt gegenwärtig nicht empfehlenswert. Forclaz, 20 cm Neuschnee, mit Ketten befahrbar. Furka, unpassierbar. Grimsel, unpassierbar. Grosser St. Bernhard, gesperrt ab Cantine de Proz. Jaun, schneefrei: Julier, 10 cm Neuschnee, mit Ketten gut passierbar Klausen, schneefrei. Lukmanier, mit Ketten schwierig befahrbar, gegenwärtig nicht empfehlenswert. Marchairuz, schneefrei. Montets, 20 cm Neuschnee, mit Ketten befahrbar. Mosses, schneefrei. Oberalp, gegenwärtig mit Ketten noch passierbar. Ofen, angeschneit, mit Ketten offen. Pillon, aper. «b San Bernardino, 20 cm Neuschnee, wird gepfadet, mit Ketten passierbar. St. Gotthard, ca. 15—20 cm Neuschnee, gesperrt zwischen Hospenthal und Airolo. Autoverlid Goschenen-Airolo. Die Zufahrten nach diesen beiden Verladestationen sind ohne Ketten möglich. Simplon, schwach angeschneit. westen einzelnen Schneeverwehungen Ketten erforderlich. Splügen, unpassierbar ab Splügen-Dorf. Umbrail, gesperrt. Arlbergpass, gänzlich schneefrei. Neugründung. • Willy Hartmatm, Lausanne, und Paul Maradan in Fribourg, die beide mit Threr Ehefrau in Gütertrennung leben, haben in Fribourg- unter der Fa «Ländliches Frankreich», von Hans Casdorff W. Hartmann 4 Cie. eine Kollektivgesellschaft gegründet. Die beiden' Gesellschafter zeichnen kollek- & Co., Hamburg). « Madame la France » lächelt und Erica Casdorff-Westendorf (Verlag Broschek' tiv. Automobilkarosserie «du Capitole», Place de la aus den Seiten dieses von einem Deutschen geschriebenen Buches, la douce France, aber — nicht Gare 32. Personelles. jenes Frankreich, wie es der Allweltstourist vom Aktiengesellschaft Adolph Saurer, Arbon. Automobile, Textilmaschinen usw. Die Unterschrift"n Durchgangsroute kennen lernt. Darin liegt die eine, bequemen Sitz seines Wagens auf der grossen des Hauptdirektors Karl Imfeid und des Vizedirektors Dr. L. Alexandre Girardet sind erloschen. erlegt. Und die andere? Dass er nicht einen Äuto- wohltuende Einschränkung, die sich Casdorff auf- Inhaber der Firma J. & E. Schneider, Kollektivgesellschaft, Winterthur 1, sind Jakob und Ernst hat. Er geht, oder besser- er fährt stille Nebenführer schreiben wollte und es' auch nicht getan Schneider. Autoreparatur- und mechanische Werkstatte, Zeughausstrasse 74. dennoch gründlich kennen. Und lieben! Es sind wege und lernt Frankreich wie es leibt und lebt abseitige Schönheiten und Wunder, die ihn locken, Firmenlöschung: wie einen Feinschmecker, es sind die Seele der Die Fa. A. Papi, Garage Moderne, in Lausanne, Landschaft und des Volkes, die es ihm angetan wird infolge Aufgabe des Geschäftes im H. R. gestrichen. versiegender Humor schimmert, zeichnet er skizzen- haben. In knappen Strichen, aus denen ein nie Huilimp S. A.,'Automobilöle, in Lausanne. In haft seine Erlebnisse. Ausschnitte nur sind es, der a. ö. .Generalversammlung vom 7 Septetaber scheinbar leicht hingeworfen, und doch strahlen wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. sie Farbe und Leben in solcher Intensität, dass Nach durchgeführter Liquidation wird die Fa. im sich dieses bunte, vielgestaltige Mosaik zum geschlossenen Bilde fügt: zu einer Schilderung des Red Star Automobiles et American Garage. Societe Anonyme. Lausanne. Das Konkursverfahren liebenswerten, freundlichen, beschaulichen, ländlichen Frankreich, das still und friedlich dahinlebt, viel Zeit, noch mehr Zeit hat, und wo gitt ist mangels Aktiven eingestellt und die Firma im Hp. gelöscht worden. essen, dieser Ausdruck wahren Lebensgenusses, zu Garagw Majestic S. A., Lausanne, Das Konkursverfahren ist mangels Aktiven eingestellt und die den Charme dieses Buches ausmacht, das sind die einer wahren Kunst entwickelt worden ist. Was vielen, mit erstaunlichem Einfühlungsvermögen erfassten Einzelzüge, darin sich Charakter und Eigenart von Land und Leuten spiegeln. Entzückend, wie er den Umgang des französischen Bauern mit seinem Auto schildert, eine köstliche Miniatur die Beschreibung der Marktszenen im Städtchen am Berghang oder der Begegnung mit den wild aussehenden, aber um so gutmütigeren Wichtelmännchen der Correze. Da ist nichts von Kritiklust, sondern verständiges Mit- und Eineehen in das Wesen, Denken und Fühlen dieser Menschen, die Casdorff unserem Herzen nahezuhringen weiss Eine Motion im bernischen Grossen Rat. auch dort, wo" sie ganz anders sind wie wir. Ein Hauch von Liebenswürdigkeit webt um sie, immer und überall. Zu diesen Geleitworten hat Erica Casdorff etwa 60 Bilder geliefert, die in tadelloser Tiefdruck-Reproduktion den Text ergänzen — Aufnahmen von seltenem Stimmungsgehalt und ungewöhnlicher Gestaltungskraft. Noch einmal wird hier zum Greifen lebendig, was der Verfasser in seiner Einleitung vor uns ausgebreitet. Und wer sich nur die Müsse nimmt, jedes dieser Bilder geruhig zu betrachten, dem wird aus der Lektüre des Werkes ein wirkliches Reiseerlebnis. Dem Autogewerbe muss geholfen werden! G*n.-Y*rtr.f. um den Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! d.Schweiz: 4. tchiiyder, St. Niklausstr. 54, Hlel»»ni Lager: Basel, Genf, Zürich Touristik-Bulletin des A. C. S. Büdheplisch Der Pestalozzi-Kalender. Zwei Teile und Ausgaben für Schüler und Schülerinnen. Preis Fr. 290. Verlag Kaker & Co. AG., Bern. Der Pestalozzi-Kalender führt schon lange einen Ehrentitel, den jeder Jahrgang auf« neue bestätigt: Lieblingsbuch der Schweizerjugend. Man staunt nur immer wieder, was alles in dem handlichen, schmucken Bändchen Platz gefunden hat: Weltund Kulturgeschichte, Wissenschaft und Technik, Spiel und Kurzweil — das .alles so schmackhaft gemischt und dosiert, dass weder jung noch alt sich müde liest. Hervorragend in Auswahl und Wiedergabe sind auch diesmal die Hunderte von Bildern. Neben prächtigen Reproduktionen findet sich wieder eine grosse Anzahl neuer, kräftig-stilvoller Holzschnitte- von Paul Boesch und die von köstlichem Uebermut inspirierten Zeichnungen Von FriU Traffeiet. Alles in allem: der Pestalozzi-Kalender gehört äuf= den Gabentisch!' r ,. Der Schweizer Wanderkalender 1939. Der neue Kalender, der verkaufsbereit ist, enthält wieder 54 Wochenblätter, von denen 8 farbig gedruckt sind und gediegene Postkarten bilden. Die Rückseiten der einzelnen Blätter enthalten wieder eine Menge Wissenswertes, Lustige« und Neues überlas richtige Wandern. Die farbigen Postkarten sind Wiedergaben jener liebenswerten, ausgewogenen und naturfreudigen Genfer Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts; die Gemälde von Agasse, Toepffer und de la Rive wurden aus den Beständen des enfer Kunstmuseums ausgesucht. Der ganze Reinerlös aus dem Verkauf des Wanderkalenders wird. zum Ausbau des Schweizer. Jugendherbergswerkes erwendet, das den Schulen, den Jugendgruppen, der ganzen Schweizerjugend auf die einfachste Weise hilft, beglückende Wanderungen in* unserem Heimatland zu unternehmen.