Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.095

E_1938_Zeitung_Nr.095

6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG. 25. NOVEMBER 1938 —> NT 0 95 führt. Jede einzelne Wicklung auf dem Anker ist mit zwei eigenen, kleinen Segmenten des Stromwenders durch Lötung verbunden. Die einzelnen Segmente sind durch Glimmer oder andere Isolationsstoffe voneinander getrennt. Fig. 3 rechts illustriert den magnetischen Kraftlinieneinfluss im feststehenden Teil (Stator) einer zweipoligen Lichtmaschine. Der Anker im Innern ist nicht efcigezeichnet. Da er ebenfalls zum grossen % Teil aus Eisen besteht, ergibt sich mit ihm zusammen ein fast vollkommen geschlossener Magnetkreis. Die magnetischen Kraftlinien verlaufen also fast vollkommen im Eisen und werden dadurch gut zusammengehalten. Ausgehend vom einen Pol überspringen sie den schmalen Luftspalt zum Anker hinüber, gehen durch dessen Eisenmasse hindurch, abermals unter Ueberwindung eines schmalen Luftspalts_ zum zweiten Pol und von dort, sich nach beiden Seiten teilend, durch das feststehende Lichtmaschinengehäuse wieder zum ersten Pol zurück. Die Luftspalten zwischen Anker und Polen müssen vorhanden sein, damit sich der Anker drehen kann ohne an den Polschuhen zu reiben. Damit hätten wir das Dynamo-Prinzip kurz umrissen. Bei nächster Gelegenheit werden wir auf die modernen Bauarten der Lichtmaschinen und insbesondere auf die verschiedenen Reguliervorrichtungen, sowie das Zusammenwirken von Dvnamo und Batterie zu sprechen kommen, -b- Ted, Sf» '««§B Frage 13.626. Hängt's am Kolbenspiel oder an der Beschaffenheit des Kolbens? Ist es möglich, dass ein Kolben deswegen zum Heissiaufen neigt, weil sein Buden ca. Vio mm höher hinaufreicht, als der der alten Kolben? Daneben stellte ich fest, dass das Kolbenspiel, verglichen mit Originalkolben, geringer war. Die neuen Kolben führten zur Ueierhitzung des Motors und erst durch Einbau von Originalkolben konnte dieser Fehler wieder behoben werden. P. S. in T. Antwort: Der geringe Unterschied von ca. */io mm in der Höhe des Kolbens hat auf den Lauf der Maschine keinen Einfluss, da er das Kompre-ssionsverhältnis kaum spürbar erhöht. Dagegen ist es sehr wohl möglich, dass neue Kolben anfänglich wegen zu strammen Passens etwas warm laufen. Dieser Fehler verschwindet jedoch im Laufe der Zeit von selbst. -b- Frage 13.627. Mir steht Gratissprit zur Verfü- Dung. Da ich im Geschäft Brennspiritus und Glyzerin gratis erhalte, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen wollten, wieviel Alkohol und Glyzerin ich zum Wasser mischen muss, damit der Gefrierpunkt auf —20 bis —30° G erniedrigt wird. E. F. in S. Antwort: Ein Frostschutzgemisch, das eine Kälte von —20 bis —30° erträgt, muss bei Verwendung eines Gemischs dieser Frostschutzmittel folgendermassen zusammengesetzt sein: 20—25% (90—95prozenügen) Sprit 20—25% Glyzerin Rest Wasser. Soll 10 Liter Frostschutzlösung hergestellt werden, so wären also dazu 2 bis 2,5 Liter Sprit und ebensoviel Glyzerin nötig. Soll Glyzerin allem zur Verwendung kommen, so verlangt ein derart tiefer Gefrierpunkt ein Volumenverhältnis von mindestens 40% Glyzerin zu 60% Wasser. Sollen also 10 Liter Gefrierschutzlösung hergestellt werden, so sind •4 Liter Glyzerin und 6 Liter Wasser nötig. -b- Frage 13.628. Was hat es für eine Bewandtnis mit dem Ricardokopf? Wir erhielten eine Anzahl Ricardo-Zylinderköpfe mit besonders kleinem Explosionsraum. Durch Einbau einer zweiten Zylinderkopfpackung Hess sich das jedoch ausgleichen. Ist dies günstig für den Motor, da doch die Wirkung des Ricardokopfes dahinfällt? Soll ich die alten Köpfe abändern, um eine Art Ricardokopf daraus zu machen? Die neuen " Zylinderköpfe sind mit 14-mm-Kerzen ausgestattet, von denen die Chauffeure behaupten, dass sie leichter verölen. P. S. in T. Antwort: Es hat keinen Zweck, einen Ricardo-Zylinderkopf einzubauen, wenn man damit doch nur die gleiche Kompression erreichen will wie mit dem ursprünglichen Zylinderkopf. Der Zweck des Ricardokopfes besteht darin, dass er eine gewisse Steigerung des Verdichtungsverhältnisses ohne Klopfgefahr erzielen lässt. Wenn Sie des Vorteils der neuen Köpfe teilhaftig werden wollen, so sollte vorerst nur eine normale Zylinderkopfdichtung verwendet werden, denn es ist wohl anzunehmen, dass die Firma den Inhalt des Verbrennungsraums im Ricardokopf hiefür richtig bemessen hat. Es ergibt sich dann eine gewisse Erhöhung der Kompression. Sollte der Motor danach zum Klopfen neigen, so kann immer noch eine zweite Zylinderkopfdichtung montiert werden. Die 14-mm-Kerzen werden wohl deshalb verrussen, weil ihr Wärmewert auf die mit den neuen Köpfen erzielbare höhere Kompression abgestimmt ist, und vielleicht stellte sich die Fabrikantin das Klima in Ihrem Lande heisser vor als es in Wirklichkeit ist. Sollten die Kerzen nach der Kompressionserhöhung noch verrussen, so sind die nächstwärmeren Kerzen des gleichen Typs zu verwenden, damit das Oel richtig wegbrennt. Die 14-mm-Kerzen si n d heute vollkommen betriebstüchtig und es liegt nicht an ihren Dimensionen, wenn sie in diesem Falle leichter verrussen. Von einem Umbau der alten Zylinderköpfe raten wir Ihnen dringend ab. -b- Schriftliche Antworten : Frage 13.629. Wer regeneriert Autoöl? Ich suche jemanden möglichst in meiner Nähe, der im Lohn gebrauchtes Autoöl regeneriert. Sollten Sie eine solche Adresse wissen, wäre ich Ihnen für deren Bekanntgabe sehr dankbar. B. in B. Frage 13.630. Was kostet Fachbuch? Können Sie mir mitteilen, was nachstehendes Werk kostet: Obering. E. Maier-Sidd u. Betriebsing.: Die Grundlagen fachgerechter Kraftfahrzeug-Ausbesserung. M. in W. Frage 13.631. Wo erhalte ich beschriebene Vakuumpumpe? In Nr. 89 Ihrer Zeitung bringen. Sie unter der Rubrik «Technische Notizen» einen Artikel über eine Vakuumpumpe, um einen gleichmässigen Unterdruck für die durch Vakuum angetriebenen Scheibenwischer zu erreichen. Können Sie mir mitteilen, wo ich diesen Apparat beziehen kann? T. in B. Wir überholen unser Verkehrsgewissen Der Fehler der Woche: Verhinderung des Ueberholens. Herr X. hat heute mit dem linken Bein voran das Bett verlassen, hat eben einige recht unerfreuliche Kunden besucht und fährt nun in ziemlich mieser Stimmung die 20 km zum nächsten, timmer wieder dieselbe Geschichte», denkt er missvergnügt, «anspruchsvoll bis zum Aeussersten und dafür schlecht oder überhaupt nicht bezahlen. Man sollte diesen...» Ganz unmerklich weicht er bei diesen Gedanken von der rechten Fahrbahnhälfte, die er normalerweise als gewissenhafter und routinierter Praktiker vom Volant einhält, immer weiter nach links ab. Und wie er nun hinter sich das Gellen eines mehrstimmigen Horns hört und im Rückspiegel einen prachtvollen Luxuswagen entdeckt, so wird plötzlich ein Widerspruchsdämon in ihm wach. Was, ich dich vorfahren lassen. — Wieder erklingt das Hörn, was Herrn X. lediglich dazu treibt, noch etwas stärker Gas zu geben und erst recht links zu verharren. So geht das Spiel vielleicht 10 Minuten, bis sich dem Fahrer des hinteren Wagens Gelegenheit bietet, eine Parallelstrasse zu benützen. Wie Herr X. nun in der nächsten Ortschaft gemütlich bummelnd um eine Strassenecke fährt, sieht er knapp vor sich den grossen Wagen am Strassenrand parkiert, während sein Besitzer eifrig mit dem Ortspolizisten parliert. Herr X. möchte sich unerkannt vorbeidrücken, aber das missrät erbärmlich. Der Polizeimann winkt ihm ein kategorisches «Halt» zu. Er ist, das spürt er gleich, an den «Lätzen» geraten. Denn der Polizist fährt selbst ausserdienstlich Motorrad und weiss Ellbogen-Manieren der Strasse entsprechend richtig einzuschätzen und — zu schätzen. Der «Andere» merkt bald, dass er «seine» Sache in gute Hände gelegt hat und fährt weiter, während Herr X. einem Kreuzverhör standzuhalten hat. Ob er nicht wisse, dass man andere Fahrzeuge auf ihr Zeichen hin vorfahren lassen muss, ob er das Verkehrsgesetz nicht kenne usw Herr X. beteuert, dass er schon bald eine halbe Million Kilometer fthne ernsten Unfall hinter sich gebracht hat und landauf, landab als gewissenhafter Fahrer gelte. Kurz, er lässt die Ströme seiner erprobten Redsamkeit und Leutseligkeit solange fliessen, bis schliesslich Frage 13.632. Ofen für Auto-Abfallöl. Welche Firma ist in der Lage, einen Zentralheizungsofeu System «Strebel» für die Verwendung von Autoabgangsöl einzurichten? F in A. Frage 13.633. Angaben über Betriebskosten gewünscht. Können Sie mir die Detriebskosten für die Wagen-Modelle A. 7 PS und B. 13 PS bekanntgeben? H. in B. Frage 13.634. Marke A. oder B.? Ich erlaube mir an Sie die höfliche Anfrage, soll ich den Wagen Marke A. oder B. kaufen? G. in B. der Polizist ein Einsehen hat und es diesmal bei einer Verwarnung bewenden lässt. Was für seelische Motive diese Wandlung bewirkten, ob da die gemeinsamen Bekannten eine Rolle spielen oder das Empfinden, dass der vermeintliche Knot im Grunde doch ein anständiger Kerl sei, dem der Begriff «Kameradschaft der Landstrasse» nicht abgent, tut hier weiter nichts zur Sache. Als erfreuliches Faktum, dass dieser Verstoss gegen die Verkehrsvorschriften Hern "K. seither nie mehr unterlief. All jenen Fahrern aber, die sich die beschriebene Verkehrswidrigkeit öfters zuschulden kommen lassen, weil sie glauben, damit «lediglich» eine Unhöfiichkeit, jedoch kein strafbares Verkehrsdelikt zu begehen, seien nachstehend die eindeutig klaren gesetzlichen Handhabungen ins Gedächtnis zurückgerufen, die sehr wohl erlauben, sie beim Kragen zu nehmen»: Bundesgesetz über den Strassenverkehr, Art. 26, I. Der Führer hat rechts zu fahren, nach rechts auszuweichen und links zu überholen. Art. 26, IV. Dem sich ankündigenden, schneller fahrenden Fahrzeug ist vom Führer des langsamer fahrenden durch Ausweichen nach rechts die Strasse zum Ueberholen freizugeben. Frage 13.635. Oelmarke. Zu welcher Oelmarke raten Sie mir? P. in B. Frage 13.636. Ich suche einen Wagen... Ich suche einen neuen Wagen, an den ich folgende Anforderungen stelle: Sehr gute Federung, geräumiger, von aussen zu öffnender Koffer, ziemlich breit© rückwärtige Sitze, Preis zwischen 4000 und 5000 Franken. Benzinverbrauch unter 9 Liter, wenn möglich Rechtssteuerung, Reservetank, Fernthermometer, billige Ersatzteile; vorzugsweise französischer oder englischer Fabrikation. M. in S. Nur best S Oe 100 Ist während des Winters gut genug. Ich offeriere mein PU Pennsylv Winteröl mit minus 20° Stockpunkt ä Fr. —.75 per Liter. Zu den dünnen Winterölen empfiehlt sl h ein kleiner Zusatz von reinem kolloidalem Graphit. Kostenpunkt ca. 60 Cts. per Füllung. Vergessen Sie nicht, dem Kühl- H. SCHWEIZER, BASEL wasser Glyzerin zuzusetzen. Kilo Fr. 1.60. Pro Füllung genügen 3—4 Kilo. Itelpfad 1 Tel. 25.068 Gew81bte u«4 »» nunbeimU

NT 0 95 — FREITAG, 25. NOVEMBER 1938 AUTOMOBIL-REVUE \usland Für eine Oifenhattung des Lautaret im Winter. Nicht nur in der Schweiz, auch in dem benachbarten französischen Alpengebiet macht sich immer mehr das Bestreben geltend, Bergpässe auch im Winter für das Automobil offenzuhalten. Von diesen bietet der 2075 m hohe Col du Lautaret schon deshalb ein besonderes Interesse, weil seine Freilegung die Distanz zwischen dem ausgedehnten Wintersportgebiet von Briancon^Mont-Genevre und Lyon auf 200 km und Grenoble auf 100 km reduzieren würde. Obwohl sich seit langem der Touring- Glub de France, wie auch die zuständigen Behörden, um die Oeffnung der Paßstrasse mittels Traktoren und Schneeräumungsmaschinen bemüht haben, liess sich bisher das Problem nicht in befriedigender Weise losen, hauptsächlich deswegen, weil dieser Uebergang besonders heftigen Verwehungen ausgesetzt ist. Um wenigstens überhaupt einen Verkehr über das Lautaret im Winter sicherzustellen, hat nun die Leitung des französischen Strassen- •wesens für die Zeit vom 1. Dezember bis zum Frühjahr eine Verbindung durch Pferdeschlitten vorgesehen, . die sich unter den gegebenen Verhältnissen am besten eignen soll. Daneben werden die Studien und Versuche für eine endgültige Lösung der Frage im Sinne einer Erschliessung des winterlichen Passes für das Automobil weiterbetrieben. Deutschland baut eine Relchsautobahn durch die Tschechoslowakei. Nach dem Anschlüsse des Sudetenlandes an Deutschland sind die die Tschechoslowakei umfassenden deutschen Gebiete noch näher zusammengerückt. Zwischen den beiden Staaten ist nun eine Vereinbarung zustandegekommen, wonach Deutschland das Recht erlangt, auf der Strecke Breslau- Brünn-Wien eine Reichsautobahn durch die Tschechoslowakei zu bauen. Eine Besonderheit dieser durch ausländisches Territorium führenden Reichsautobahn wird darin bestehen, dass ihr auf tschechoslowakischem Gebiet der Charakter der Exterritorialität zukommt, ähnlich wie den Gebäuden der Gesandtschaften. Demgcmäss werden die deutschen Automobilisten auf dieser Autobahn die Tschechoslowakei ohne irgendwelche Zoll- und Passformaiitäten durchqueren können. Zoll- und Passrevision werden nur dann erforderlich sein, wenn deutsche Wagen an den 3—4 Abzweigstellen, die in Abständen von 10—20 km errichtet werden, auf tschechoslowakisches Gebiet einzureisen beabsichtigen. Diese Abzweigstellen bilden die Anschlusspunkte an die neue tschechoslowakische Autobahn und nur hier werden deutsche wie tschechische Zollämter zu treffen sein. Die Erstellung der Autobahn Breslau-Brünn- Wien wird unter der Leitung von Generalinspektor Prof. Dr. Ing. Todt, schon in Bälde in Angriff genommen. Die auf die Tschechoslowakei entfallende Strecke misst nur etwa 70 km; so schmal ist die Tschechoslowakei nunmehr an der engsten Steile zwischen Wien und Breslau geworden. Als Gegenleistung für die durch Staatsvertrag gewährte Exterritorialität der neuen Reichsautobahn wird sie innerhalb der Tschechoslowakei kostenlos auch den Tschechen zur Verfügung stehen. Betriebsaufsicht und Verkehrspolizei liegen In deutschen Händen! dagegen werden beim Bau überwiegend tschechoslowakische Techniker und Arbeiter eingestellt, ebenso wie bei der Vergebung der Lieferungs- und Materialaufträge in der Hauptsache tschechoslowakische Unternehmer Berücksichtigung finden sollen. 35—50.000 Mann rechnen die zuständigen Stellen an dem neuen Werk beschäftigen zu können, doch scheint eine weitere Steigerung dieser Zahl nicht ausgeschlossen, weil die Absicht besteht, den Bau unbedingt bis Ende 1940 «u beendigen. M. V«>»6«»k» Autos am Pranger. Im Zusammenhang mit einem schweren Unfall und einer tollen Strolchenfahrt, die, wie durch ein Wunder mit blossem Sachschaden ablief, haben wie kürzlich angeregt, die Behörden sollten in solchen Fällen, vorausgesetzt, dass den Automobilisten eine Schuld treffe, dessen Namen veröffentlichen. Einzelne deutsche Städte kennen bereits eine ähnliche Prozedur, aber wenn z. B. in Halle die Wagen von Alkoholsündern auf öffentlichem Platz, wohl versehen mit Namen und Adresse des «Täters» aufgestellt werden, -so genügt für diese Anprangerung bereits die Tatsache, dass sie betrunken am Steuer angetroffen worden sind, auch •wenn sie sich nichts weiter haben zu Schulden kommen lassen. de le Verwerfliche Bussenpraktiken. Eine Autofalle In Morges? Einer an uns gerichteten Zuschrift entnehmen wir folgendes: * Auf dem Wege nach Genf fuhr ich zwischen Morges und St. Prex hinter einer Fiat-Limousine, als plötzlich in einer übersichtlichen Kurve zwei Polizisten auftauchten und mich anhielten. Ich hatte den Eindruck, sie seien in einer Nische zwischen den Enden zweier Rebberg-Mauerenden versteckt gewesen. Grund ihres plötzlichen Eingreifens: ich sei ca. 1 m links der Mittellinie gefahren. Bestreiten will und kann ich das nicht. Wenn ich etwas links hielt, so deshalb, weil ich dem vor mir liegenden Fiat gelegentlich vorfahren wollte, wobei ich bemerken muss, dass die Strasse in der Gegenrichtung vollständig frei war. Nicht um das Vorfahrenwollen in einer Kurve handelte es sich, wie ich ausdrücklich betone, sondern lediglich um eine Vorsichtsmassnahme, wodurch ich mir nach links genaue Uebersicht verschaffen wollte. Immerhin blieb dabei die linke Strassenseite noch vollständig frei. Trotz meiner 400.000 Fahrkilometer bin ich bisher noch nie gebüsst worden. Um so stärker regte sich mein Unwille über das. Vorgehen der Polizei, das die Vermutung aufkommen lässt, es liege itu weniger an der Ueberwachung der Verkehrsvorschriften als daran, der Gemeindekasse zu einem willkommenen Zuschuss in Form von Bussen zu verhelfen. Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Polizisten an derselben Stelle während K Stunden noch weitere zehn Wagen stoppten, von Lenkern acht den Mittelstreifen — wie ich — nicht beachtet hatten, weil offenbar auch sie durch die Sonne geblendet wurden. Rechnet man tpro Nase» nur mit einer Busse von 10 Franken, so kann man sich ungefähr vorstellen, wie lohnend sich diese Art von «Kontrolle» finanziell gestaltet. Zehn Franken Busse? Wäre je gelacht! 50 Fr. (fünfzig, jawohl) erhielt ich aufgebrummt, zuzüglich den Kosten. Und weil ich nicht eigens zur Verhandlung nach Morges fahren konnte, blieb mir nichts anderes übrig als zu berappen. Eine derart krasse, unverhohlene Geldmacherei erinnert verzweifelt an den Fallenbetrieb von anno dazumal. Woraus sich ergibt, es sich für alle Automobilisten empfiehlt, die Gegend von Morges—St. Prex mit Vorsicht zu geniessen und diese Gefilde wenn irgend möglich zu meiden. Neugrflndung: Josef Leisibach und Josef Schnürt, beide in Gelfingen, haben unter der Firma Leisibach & Schmid eine Kollektivgesellßchaft eingegangen, welche am 1. Juli 1938 begonnen hat. Reparaturwerkstaft für Automobile, Motorräder und Velos. Personelles: Inhaber der Fa. H. Dietiker, in Zürich 8, ist Hans Dietiker, in Zürich "7. Autozubehör und Spezialitäten. Höschgasse 49. Fanto-Benzln-Import-Aktiengesellschaft, in Zürich. Der Verwaltungsrat hat zu Direktoren ernannt Hans Lochner und Ludwig Colshorn, beide deutsche Reichsangehörige, in Amsterdam. Die Genannten führen unter sich oder je mit einem der übrigen Zeichnungsbereehtigten Kollektivunterßchrift. Inhaber der Fa. A. Hofer, in Kölliken, ist Alfred Hofer. Handel mit Oelen und Fetten und Fabrikation chemisch-technischer Produkte. Inhaber der Fa. G. Hanhardt, in Genf, ist Louis - Gabriel Hanhardt. Autotransportunternehmen. Rue Berthelier 8. Aulomechanik AG., in Zürich. Als weiteres Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift wurde gewählt Otto Sonderegger, in Zürich. Spicher & Cie, in Fribourg, Automobilhandel, Garagebetrieb etc. Die Kollektivunterschrift des Prokuristen, Aloys Spicher, ist erloschen. Ä. C. S. -AKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Ingenieur Ernst Grossenbacher f. Die Kunde vom Hinschied des Herrn Ernst Grossenbachers wird nicht nur bei den Sektionsmitgliedern, sondern auch in weitern Kreisen des A.C.S. mit tiefem Bedauern aufgenommen werden. 56jährig erst wurde er von einem Magenleiden dahingerafft. In Ernst Grossenbacher verliert die Sektion St. Gallen-Appenzell ihren Kassier, der während 15 Jahren mit Gewissenhaftigkeit, Pflichtgefühl und Hingabe sein Amt verwaltete. Als Mitglied gehörte er der Sektion seit 20 Jahren an und wäre in allernächster Zeit zum Veteran ernänht worden. Wie sehr ihm die Sache des Clubs ans Herz gewachsen war, bewies er auch damit, dass er bei der Bergprüfungsfahrt Rheineck-Walzenhausen das Gabenkomitee präsidierte. Daneben wirkte er als Delegierter des A.CS. in der Int. Beleuchtungskommission. Der Sektion St Gallen- Appenzell wie der Familie des allzufrüh Dahingeschiedenen sprechen wir auch an dieser Stelle unser aufrichtiges Beileid aus. n Verband« VEREINIGUNG STAATL. GEPR. AUTOFAHRLEHRER DER SCHWEIZ (V AS.) KANTONAL-BERNISCHER AUTOFAHRLEH- RERVERBAND. Versammlung: Dienstag, den 6. Dezember 1938. abends 8 Uhr, im Hotel Wächter in Bern. — Traktanden; Protokoll, Preisfrage, Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen erwartet: Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Samstag, den 26. November, abend« 8 Uhr, hält der uns befreundete Chauffeur-Club Zürich seine Abendunterhaltung im Rest. Kaufleuten (Konzertsaal) ab. Die Mitglieder des Ch. V Z. mit ihren Frauen sind dazu freundlich eingeladen. Der Ch. C. Z., der übrigens auch an unserem Jahresfest zahlreich vertreten war, bietet stets unterhaltungsreiche Abende, und wir erwarten deshalb ohne recht zahlreiche Beteiligung von seiten unserer Mitglieder. Der Vorstand. * Protokoll-Auszug der November-Versammlung. Unter Mutationen wurden drei Aktivmitglieder aufgenommen. Zur Ehrung des verstorbenen Präsidenten des Ch. V S. und unseres Mitkollegen Aug. Bühler sei. erhob sich die Versammlung von den Sitzen. Dem lieben Verstorbenen wird der Ch. V Z. ein treues Andenken bewahren. Am 11. Dezember a. c. findet im Rest. « Du Pont », 1. Stock, eine erstmalige familiäre Weihnachtsfeier unserer Vereins- Angehörigen mit anschliessender Kinderbescherung statt. Nach reger Diskussion wurde ein Antrag des Vorsitzenden auf Anschaffung eines Vereinstelephons mit grosser Mehrheit gutgeheissen. In kurzem Umriss schilderte der Vorsitzende den schönen Verlauf der « Fahrt ins Blaue », die an Stelle des Besuches des dienstlich verhinderten Kollegen Ernst Zweifel in Risch arrangiert wurde. Der gutbesetzte grosse Car führte die gutgelaunte Vereinsfamilie mit Ungewissem Ziel das Glattal hinunter über Eglisau, Rüdlingen nach Flaach, wo auch die erste «Sauserprobe» gut mundete. Des weitern ging's rund um den Irchel nach Neftenbach und Wülflingen, wo man sich zu gemütlichem Hock niede*liess. Selbst die Tanzlustigen kamen noch auf ihre Rechnung, wobei nicht vergessen sei, den beiden Handürgelern Schüler Otto und Müller Hansli den herzlichsten Dank auszusprechen. Das Ziel dieser « Querfeldeinfahrt > war ein kurzer Hock bei unserm Passivmitglied Herrn Widmer im Rest. « Vorbahnhof », Zürich. H. G. 3-Rad 4-Rad Steuer pro Monat je nach Kanton Fr. 2.S0 bis S.- Benzinverbrauch pro 100 km ca. 6-7 Liter, inkl. OeL Steuer pro Monat Fr. 5.- bis 12.50 Benzinverbrauch pro 100 km ca. 8-9 Liter, inkl. Oel. ZÜRICH - Theaterstr. 12 - Tel. 22.800 BE RN - Emil Oberholzer, Kollerweg 9 Wirkungsvoll bemalt und entsprechend beschriftet, wirkt der Tempo-Lieferwagen für Sie als kostenlose Dauer-Reklame! Schenken Sie Ihren Kunden nicht nur «Inen praktischen, sondern auch einen originellen Artikel auf das Jahresende. Die Wirkung ist um so grösser, die Reklame im so vollwertiger. Unser MEMO -TASCHENKALENDER erfüllt dies« Voraussetzungen. Sein Monats« register ist einzig in dieser Axt und ansserordentlich praktisch; die Tarife und Tabellen am Schlnss eine wahre Fundgrube. Verlangen Sie Muster und Offerte vom VERLAG HALLWAG BERN BERNA- Kipp-Lastwagen 42,5 PS, 5—6 T., Ritzelantrieb, durchrevidierter Motor, elektr. Anlasser, neu bereift, wird vorteilhaft abgegeben. Offerten unter Chiffre 7523 IV an die Automobil-Revue. Bern. (94,95 DODGE Limousine prachtvolles Schweizer Cabriolet, 4/5pl., fabrikneu, Farbe kann noch bestimmt werden. Sehr preiswert. de luxe, 1938, 18 PS, fabrikneu, umständehalber Offerten unter Chiffre 16643 an die sofort günstig zu verkaufen. Offerten unt. Chiffre Automobil-Revue, Bern. 7524 I an die (94,95 Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen CABRIOLEI OPEL 10 PS, 6 ZyL, Mod. 1935, 6 Monate Garantie. — Seltene Gelegenheit I Offerten unter Chiffre 16639 an die Automobil-Rtvui, Btrn. ZÜRICH Bellevue-Garage Tel. 44.020 Siadelhoferstrasse 42 (Nähe Bellevueplatz) Tag- und Nachtdienst Einstell-Garage - Service - Autoreparaturen englischer Sportwagen Zu verkaufen Chrysler 7/8-Plätzer Modell 1931, 19 PS, 4-Gg.- Getriebe, alles gute Pneus, in sauberem und einwandfreiem Zustande, zum Preise von Fr. 1200.—. Offerten unter Chiffre 7551 an die (95 Automobil-Revue. Bern. NACmMtVEHtCLE A uto "Heiz ungen FABRIK-NIEDERLAGEN: Walker & Cie., Bern Belpstrasse 34 Telephon 2 87 01 C. Schaefer, Zürich bimmatstrasse 210 Telephon 7 37 30 Auch dem intensivsten %%ost widersteht unser nach eigenem verfahren hergestellter Kühlerschutz „POLAR" Weitere Vorteile: la Schweizerfabrikat Reinigt das Kollisystem automatisch Schützt die Metalle, Schläuche usw. ror Zerstört« Schont das Portemonnaie infolge billicera Preis In Garagen und Tankstellen erhältlich. Wo nicht, zu beziehen durch die Fabrikanten FRIO A. G. für kältetechnische und chemische Produkte, Bühlstrasse 45 in Zürich 3 (Wiedikon)