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E_1938_Zeitung_Nr.098

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 8. DEZEMBER 1938 — Rund um Solex Brennstoffpumpe Solex baut Kraftstoff-Förderpumpen mit Hebelantrieb (System AC), mit Stösselantrieb und mitMembranfeder FM. läufigen Ausschlag des Gelenkstückes bewirkt die Schubstangenantrieb. In dieser Anordnung liegt der sogenannte Pumpenfreilauf der in dieser Form durch deutsches Bild' l ist ein Universalschnitt durch Reichspatent geschützt ist. Je nach seiner Auswirkung steigt die Hubzahl und Hublänge der die Förderpumpe mit Hebelantrieb. Der rechts dargestellte Nocken befindet sich ge- Membrane mit dem Verbrauch des Motors und um- wöhnlich auf der Steuerwelle des Motors und diegekehrt Damit erfolgt die Saughub der Membrane Pumpe ist durch zwei Schrauben am Kurbelgehäuse befestigt. figkeit des Druckhubes einmal die Stärke der Mem- stets zwangsläufig, während für Länge und Häu- Unter dem Einfluss der Feder FS wird der auf branfeder und weiter die Pressung in der Pumpendruckleitung ausschlaggebend eind. der Achse AS drehbar gelagerte Pumpenhebel S dauernd gegen den Nocken angedrückt, so dass er Die Pressung in der Pumpendruckleitung ist — dessen an- und ablaufenden Profil folgend — veränderlich. Sie erreicht ihren Höchstwert bei eine hin- und hergehende Bewegung macht. Gleichfalls auf der vorgenannten Achse gelagert ist dasmer des Vergasers. In diesem Fall, also bei geschlossenem Nadelventil in der Schwimmerkam- voll- Gelenkstück G, und zwar greift es auf der Seite, wo sich die Bohrung für die Achse befindet, in einen Schlitz des Pumpenhebels, wobei ein sinngemäss ausgebildeter Anschlag bewirkt, dasa das Gelenkstück nur in einer Richtung, und zwar dann, wenn der Pumpenhebel vom Nocken angehoben wird, der Bewegung des Pumpenhebels folgt Den rück- Bild 1. Solex-Förderpumpe (System AC) mit Hebel- Schraube WS erfolgen kann. Antrieb SBK = Schraube zur Befestigung der Einer besonderen Pflege bedarf diese Pumpe Kappe KO; DiK = Dichtung zur Kappenschraube nicht. Von Zeit zu Zeit ist die Ablaßschraube WS SBK; KO = Kappe, zum Oberteil; Est = Einschraubstutzen für Zulaufleitung; OP = Oberteil ab. Ebenso ist öfters das Filtersieb F herauszu- zu lösen. Etwa angesammeltes Wasser läuft dann der Pumpe mit eingepreßtem Ventilsitz; DiA = nehmen und durch Ausspülen zu reinigen. Beim Dichtungsscheibe zum Anschlussnippel Est; WSWiederaufsetzen der Kappe KO sind die Dichtungen DiK und DiKO genau zu untersuchen und = Wasser-Ablass-Schraube; DiW = Dichtung zur Wasserablaßschraube WS; SB = Schraube zur Befestigung von Ober- und Unterteil; FR = Feder- schadhaft, so saugt die Pumpe hier Luft an und wenn nötig zu ersetzen. Sind diese Dichtungen ring zur Befestigungsschraube SB; FT = Feder- arbeitet mangelhaft. teller für Saugventil; SF = Schraubenieder für Saugventil; DiV = Dichtung zur Ventilplatte; V = Ventilplatte; FM = Feder zur Membrane (Druckfeder), für Enddrücke bis max. 1,5 m WS; ob = Oelscbutzblech; Föb = Feder zum Oelschutzblech; M = Membrane, komplett mit Tellern und Pumpenstange vernietet: G = Gelenkstück; P = Pumpen- Unterteil; AS = Achse für Schwinghebel; FS = Feder für Schwinghebel; S = Schwinghebel; F = Filtersieb; DiKO = Dichtung zur Kappe KO; FD = Federteller für Druckventil; Vp = Ventilplättchen (Saug- oder Druckventil); Vs = Ventilsitz (Saugventil). tin xatianeCCes !BuchPiaCtuHQSs(jstetn Seitdem die Praxis die doppelte Buchführung kennt, war man immer bestrebt, die Buchungen so weitgehend als möglich zu vereinfachen. Wie gross der bereits erreichte Fortschritt ist, geht am besten aus dem vorsintflutlichen Eindruck hervor, den jene dickleibigen Kontenbücher und «gsperrigen» Memoriale und Journale heute auf uns machen, die in der Urzeit der doppelten Buchführung der Stolz jedes fachkundigen Buchhalters waren. Ein System, das bei aller Einfachheit ihrer Anlage eine weitgehende Automatisierung der Ueberträge und geringe räumliche Beanspruchung verlangt, haben wir kürzlich in der Auto-Doppik-Buchhaltungs-Methode (automatische Buchhaltung in Doppelposten kennen gelernt. Das Journal als Grundlage der gesamten Buchungen enthält nur noch 4 Hauptgruppen, nämlich Kunden- und Lieferanten-, d. h. Personenkonti, die sogenannten Sachkonti (Aktiven und Passiven) und die Unkosten-, Gewinn- und Verlustkonto Für die einzelnen Konti werden verschiedenfarbige und selbstredend zweckmässig linierte Blätter verwendet, so dass die Eintragungen auf dem Kontoblatt und Journal im Durchschreibeverfahren, jedoch ohne Kohlepapierblatt, gleichzeitig erfolgen. Durch die Vierteilung des Journals ist es gleichzeitig möglich, die Debitoren- und Kreditorenbilanz jederzeit zu ermitteln, jederzeit die Hauptbilanz im gesamten sowie in ihren Einzelposten zu ziehen, wie auch die koalisierte und detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung zu erhalten. Ein wesentlicher Vorteil dürfte darin liegen, dass die sogenannten Aufwand- und Erfolsskonti je nach den Erfordernissen des einzelnen Betriebes fortlaufend für Kalkulation der Selbstkostenberechnung organisiert und herangezogen werden können. Durch Verwendung von Kontoblättern mit verschiedenfarbigem Transkritdruck ist es möglich, ausser den oben erwähnten 4 Kontengruppen noch weitere, einem Unternehmen angegliederte Unterbetriebe zwangsläufig in spezielle Gruppen mit unzähligen Unterkonti auszuscheiden. Die umständlichen, zeitraubenden und mit Fehlerquellen verbundenen AbschluBearbeiten fallen vollständig dahin. Der Monatsabschluss erfordert nur 3 Ueberträge, und der Jahresabschluss ist mit der Vornahme einiger weniger Abschlussbuchungen erledigt Da die Formulare der Auto-Doppik-Buchhaltuns normalisiert und standardisiert sind, eignen sie sich sowohl für Hand- wie auch für Maschinenschrift. kommen aufgefülltem Vergaser kommt die Bewegung der Membrane zum Stillstand. In den Zwischenstufen, bei sinkendem Brennstoffspiegel im Vergaser (Verbrauch des Brennstoffs durch dea Motor), fördert die Pumpe, und zwar um so intensiver je weiter das Schwimmernadel-Ventil geöffnet ist. Praktisch wirkt sich diese gegenseitige Anpassung so aus, dass der Brennstoffspiegel im Vergaser immer auf gleicher Höbe gehalten wird, ganz gleich, ob der Motor im Leerlauf oder mit höchster Drehzahl läuft Die Fördermenge der Pumpe passt sich damit vollkommen selbsttätig dem Verbrauch des Motors an. Der grösste Membranhub wird nur wenige Sekunden, und zwar bei völlig leerem Vergaser ausgenutzt Während des Betriebs macht die Membrane nur Hübe vom Bruchteil eines Millimeters. Jede Solexpumpe hat als Windkessel einen Hohlraum über dem Druckventil. Der Windkessel sorgt dafür, dass der Ausfluss des Kraftstoffes laufend und nicht stossweise erfolgt. Die Ventile sind fast masselos (ganz leichte Plättchen) und reagieren deshalb auf die geringste Membranbewegung- Im Oberteil befindet sich ein Filter F und der gesamte Hohlraum um die Ventile und den "Windkessel ist ein vorzüglicher Wasserabscheider, dessen leichte Reinigung durch Entfernen der Die Förderpumpe mit Schubstangenantrieb (Bild 2) bedingt ein entsprechend geformtes Unterteil PU und einen «inngemäss ausgebildeten Pumpenhebel Ph, welcher letzterer die Hubbewegung von der waagerecht gelagerten Schubstange auf die senkrecht geführte Pumpenstange vermittels des Gelenkhebels G überträgt Dieser Gelenkhebel, wie auch alle übrigen Pumpenteile sind Normalausführungen, d. h. sie passen zu jeder Solex-Brennstoff- Förderpumpe (vgl. die Bilder 1, 2 und 3 mit den Erklärungen). Die Wirkungsweise der Pumpe weicht nicht von der in Bild 1 dargestellten Förderpumpe ab. Die obigen Ausführungen gelten dabei auch für diese Pumpenbauart. Wie aus dem Schnittbild 2 ersichtlich ist, bewegt die Stoßstange den Pumpenhebel Ph beim Saughub nach innen, während die rückläufige Bewegung von Hebel und Schubstange durch die Feder FS bewirkt wird. Der Druckhub der Membrane erfolgt dann in bekannter Weise, und zwar hinsichtlich seiner Länge und Häufigkeit in Abhängigkeit vom Gegendruck in der Leitung zum Vergaser. Auch hier wird also die Fördermenge der Verbrauchsmenge an Brennstoff angepasst. Die Schraube A ist nur für den Ausbau der Pumpe von Bedeutung, indem sie verhindert, dass Bild 2. Solex-Förderpumpe mit Schubstangen-Antrieb. OP = Oberteil mit eingepresstem Ventilsitz; KO = Kappe zum Oberteil; RA = Ringanschlussstück (Einrobranschlussknopf); DiA = Dichtungen hierzu; R = Ringanschlußschraube (Hohlschraube); WS = Wasserablass-Schraube; DiW = Dichtung zur Wasserablass-Schraube; SB = Schraube zum Befestigen von Ober- und Unterteil; FR = Federring zur Schraube SB; PU = Pumpen-Unterteil; FT = Federteller für Saugventil; SF = Ventilfeder (Saug- oder Druckventil); DiV = Dichtung zur Ventilplatte; FM = Feder zur Membrane, für Enddrücke bis max. 1,5 m W. S., Ob = Oelschutzblech; Föb = Feder zum Oelschutzblech; M = Membrane, komplett mit Tellern und Pumpenstange vernietet; G = Gelenkstück; A = Anschlagschraube; AS = Achse für Schwinghebel; Ph = Pumpenhebel; FS = Feder für Schwinghebel; FD = Federteller für Druckventil; V = Ventilplatte; Vp = Ventilplättchen (Saug- oder Druckventil); F = Filtersieb; DiKO = Dichtung zur Kappe KO; Vs = Ventilsitz (Saugventil); DiK = Dichtung zur Kappenschraube SBP; SBK = Kappenschraube zur Befestigung der Kappe KO. der Pumpenhebel Ph nach nuten schwinet und die Feder FS herausfällt, wenn die Pumpe abgebaut wird. Das Ablassen des Wassers und Reinigen des Filters erfolgt in bekannter Weise. Bei der Leichtflüssigkeit der Brennstoffe für Ottomotoren kommt der Wärmefrage insofern eine besondere Bedeutung zu, als mit Sicherheit vermieden werden muss, dass sich im Pumpenkörper oder in der Zu- und Ableitung Dampfblasen bilden. Bei der in Bild 3 gezeigten Solex-Brennstoif-Förderpumpe mit Stösselantrieb wurde besondere Sorgfalt darauf verwendet, die Kanäle, Ventile und den Pumpenraum über der Bild 3. Solex-Förderpumpe mit Stössel-Antrieb. SBK = Schraube zur Befestigung der Kappe KO; DiK = Dichtung zur Kappenschraube KO; KO = Kappe, zum Oberteil; Est = Einschraubstutzen für Zulaufleitung; OP = Oberteil mit eingepresstem Ventilsitz; DiA = Dichtung zu Est; WS = Wasserablass-Schraube; DiW = Dichtung zur Wasserablass-Schraube; U = Unterteil; M = Membrane, komplett mit Tellern und Pumpenstange vernietet; FM = Feder zur Membrane; AS = Achse; W = Winkelhebel; VD = Verschlussdeckel; L = Linsensenkschraube; D = Dichtung; DF =• Dämpfungsfeder; Fü = Führungsschraube; Fst = Feder für Stössel; St = Stössel; FT = Federteller für Saugventil; DiV = Dichtung zur Ventilplatte V; SF = Ventilfeder (Saug- oder Druckventil); V = Ventilplatte; FR = Federring; SB = Schraube zum Befestigen von Ober- und Unterteil; F = Filtersieb; DiKO = Dichtung zur Kappe KO; FD = Federteller für Druckventil; Vp = Ventilplättchen (Saug- oder Druckventil); Vs = Ventilsitz (Saugventil). Membrane vor Kontakt- und Strahlungswärme zu schützen. Auch musste vermieden werden, dass die Membrane von heissem, aus dem Kurbelgehäuse übertretenden Oel benetzt wird. Wie Bild 3 zeigt, ist das Pumpenoberteil in reichlicher Entfernung vom Kurbelgehäuse auf dem Unterteil U, das den Antriebsstössel St Führung gibt, angeordnet. Damit ist es dem Windflügelwind ausgesetzt. Die Membrane, die zwischen den Flanschen am Ober- und Unterteil verspannt ist, ist infolge ihrer waagerechten und überhöhten Lage vor Oeldämpfen usw. geschützt. Man braucht deshalb den Oelzufluss vom Kurbelgehäuse nicht besonders abzuschirmen. Es bildet sich im Gegenteil ein Oelbad im Unterteil der Pumpe, das alle bewegten Teile schmiert. Wie bei Stösselantrieb üblich, erfolgt der Bewegungsimpuls für die Membrane durch einen Nocken, der entweder auf der Steuerwelle oder Hilfswelle des Motors angebracht fst. , Zwischenglieder sind der auf dem Nocken gleitende und durch Federkraft an diesen anliegende Stössel St und ein sinngemäss ausgebildeter Winkelhebel W, der gleichzeitig den Freilauf der Pumpe bewirkt, indem er sich bei stillgesetzter Membrane vom inneren Stösselende abhebt, wodurch der Druckhub der Membrane unabhängig von der rückläufigen Stösselbewegung und nur in Abhängigkeit von der An vielen modernen Wagen finden sich Apparate, die durch den Unterdruck im Saugrohr des Motors betätigt werden. Wir erinnern nur an die Vakuum-Scheibenwischer, -Hörner, -Ventilatoren, an Vakuum-Servobremsen, wie sie auch an gewissen Personenwagen vorzufinden sind, an die von Vakuum betätigten automatischen Luftklappen des Vergasers sowie die vom Unterdruck beeinflussten Anlaßschalter und Zündverstellvorrichtungen. Alle diese Vorrichtungen sollten gelegentlich geprüft oder nachreguliert werden. Die richtige Einstellung des Vakuum- Zündverstellers z. B. ist ausserordentlich wichtig für das einwandfreie Arbeiten des Motors, insbesondere in bezug auf Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit. Es sollte möglich sein, diese Geräte bei der Einstellung mit verschieden starkem Unterdruck zu kontrollieren. Gewisse moderne Zündeinstellvorrichtungen verfügen deshalb über eine Vakuum-Pumpe zur Prüfung der durch den Unterdruck bewirkten Zündverstellung. Auch sind Vakuum- Pumpen auf den Markt gekommen, die sich nachträglich in existierende Zündeinstellvorrichtungen organisch einfügen lassen. Da sehr viele Wagen über Vakuum-Scheibenwischer verfügen, die mitunter versteckt eingebaut sind und sich nicht so leicht demontieren lassen wie früher, wäre es weiter wertvoll, über eine Vakuum-Anlage zu verfügen, die Stärke der Membranfeder und dem in der Kraftstoffleitung zum Vergaser herrschenden Gegendruck erfolgt Da« Pumpenoberteil mit Windkessel, masselosen Ventilen, Filter und Hohlraum um die Ventile und Windkessel (Wasserabscheider) ist wie bei der Pumpe nach Bild 1 und 2 ausgebildet. Das Ablassen des Scheidewassers und Reinigen des Filters erfolgt wie bei dieser Pumpe und wurde bereits ausführlich erläutert Hilfspumpe mit Hand- und Fussbetätigung. Durch die Anordnung einer Hilfopumpe (Bild 4) ist es möglich, den Vergaser mit Brennstoff anzufüllen, ohne dass der Motor in Gang gesetzt werden muss. Eine solche Hilfspumpe lässt sich ohne weiteres in die vorhandene Saug- oder Druckleitung einbauen. Die einfachste Art des Einbaus ist die Hintereinanderschaltung nach «a» in Bild 4. Hier ist die Hilfspumpe der Motorpumpe vorgeschaltet, es kann jedoch auch umgekehrt gemacht werden. Um Verstopfungen zu vermeiden, ist es bei dieser Einbauart zweckmässig, zwischen Hilfspumpe und Tank einen Brennstoffreiniger vorzusehen. Er kann entfallen, wenn die Hilfspumpe zwischen Motorpumpe und Vergaser in die Druckleitung der Motorpumpe eingesetzt wird. Die Parallelschaltung nach «b» in Bild 4 ist dann anzuwenden, wenn die örtlichen Verhältnisse die Hintereinanderschaltung nicht zulassen. Die Parallelschaltung ist vorteilhaft auch dann anzuwenden, wenn vorübergehend die Leistung der Förderanlage gesteigert werden soll. In diesem Fall wird die Hilfspumpe gleichzeitig mit der Motorpumpe betätigt Bild 4. Anordnung der Solex-Hilfspumpe für Hand- und Fussbetätigung. Die Hilfspumpe ist nicht nur ein wirksamer Starthelf, sondern auch ein Hilfsmittel, um Dampfblasen aue dem Leistungssystem entfernen. Dampfblasen entstehen bekanntlich bei starker Erwärmung der Motorpumpe oder deren Zuleitung und verhindern das Fliessen des Brennstoffes. Deshalb ist die Hilfspumpe an einer der Motorwärme nicht ausgesetzten Stelle anzubringen, z. B. im Führerraum. Weiterhin ist für die Vermeidung der obgenannten Störungen die Hilfspumpe in die Saugleitung der Motorpumpe zu montieren. Dadurch wird dieses Leitungsstück, das besonders durch Erwärmung gefährdet ist, zur Druckleitung, wenn die Hilfspumpe betätigt wird. Aus der Druckleitung lassen sich Dampfblasen bei genügend hohen Druck mit Sicherheit entfernen: Die Pumpe ist für Hand- oder Fussbetätigung eingerichtet. Für die Handbetätigung ist ein besonderer Hebel vorgesehen; b in Bild 4 zeigt andeutungsweise diesen Hebel. Die Pumpe wird mit lötlosen Rohrverbindüngen eingebaut, so dass die vorhandene Leitung nur getrennt und die Pumpe wieder eingesetzt zu werden braucht. Aus €Wie repariere ich Kraftstoff-Förderpumpen, Kraftstoffbehälter und -reiniger?» von H. Kummet, Ing., Verlag R. G. Schmidt, Berlin. Zur Prüfung von Unterdruckapparaten eine Prüfung des Scheibenwischers an Ort und Stelle zulassen würde. Eine solche Kontrolle macht weiter keine Schwierigkeiten, sofern eine Vakuum-Quelle vorhanden ist, welche eine Regulierung und Ablesung des Unterdrucks erlaubt. Hiebei ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass man sich auf die existierende Vakuum-Leitung nicht immer verlassen kann, da sie möglicherweise ganz oder doch teilweise verstopft ist und daher selbst den Störungsherd bildet. Bei der Ueberholung von Vakuum-Bremsen ist eine Vakuum-Anlage deshalb von Nutzen, weil sie erlaubt, die Servovorrichtung schon vor dem Wiedereinbau entsprechend den Fabrikvorschriften zu prüfen und dadurch unter Umständen allerhand Zeit zu gewinnen. Nachdem wir uns über die Nützlichkeit einer Vaiyiumanlage •für manche Zwecke unterhalten haben, erhebt sich weiter die Frage, wie wir uns eine solche beschaffen. Ein Garagist hat sich durch Selbstbau geholfen. Als Vakuumpumpe verwendet er einen alten Kompressor nebst Elektromotor-Antrieb, wie sie für Kühlschränke Verwendung finden. Anstatt dass dieser jedoch Pressluft in einen Drucktank liefert, lässt man die Druckseite ins Freie auspuffen und schliesst dafür die Saugseite an ein Unterdruckreservoir, an. Der Tank besitzt einen Anschluss-Stutzen, auf den ein Vakuumschlauch aufgesteckt wird, der die Verbindung zu dem zu prüfenden Instrument herstellt. In den Stutzen isl ein Hahn und weiter gegen die Austrittsöffnung hin ein Vakuum-Messgerät eingebaut. Je nach der Stellung des Hahns wird mehr

PJO 98 — DIENSTAG, 6. DEZEMBER 1938 dien und dann so auf die Rohrverbindung Gegen Fortpflanzung von Getriebegerä'uschen aufgewickelt, wie unsere beiden Skizzen ins Wageninnere dartun. Das aufgewickelte Papierdreieck nimmt selbst die Form eines Doppelkonus Wenn das Getriebe etwas geräuschvoll (C) an, der nun zwischen die Ueberwurfteile läuft, so macht sich dies im Wagen mitunter (A und B) eingespannt wird. Hiedurch ergibt dadurch besonders unangenehm bemerkbar, sich eine dichte und befriedigende Rohrverbindunggeninnere leitet. Dem hat ein Wagenbesitzer dass der Schalthebel die Vibrationen ins Wa- durch Umkleidung des Schalthebels mit einem Gummischlauch, wie er für Wagenheizungen Prüfung von Pleuelstangen mittelst Wasserwaage gebraucht wird, abgeholfen. Gummi hat bekanntlich sehr gute Dämpfungseigenschaften. Es gibt verschiedene Wege zur Prüfung von Pleuelstangen auf Verbiegen. Ein Me-Der Schlauch lässt sich nach Entfernung des Selbstgebaute Vakuum-Prüfanlage. A = Vabinmjneter. B = Regulierhahn. G = Kompressor. D = Skizze ersichtlichen Methode. Der zugehöchaniker «schwört» auf die aus unserer Ventile im Kolbenboden. E = Elektromotor. F = Valuumtank. G = Schlaucbanschluss zu dem zu rige Kolben wird auf eine ebene Unterlage prüfenden Gerät. gestellt, der Pleuel auf den Kolbenbolzen geschoben und dieser dann möglichst tief In oder weniger Luft durch den Schlauch in seine Bohrung eingeführt. Nun legt man in den Tank gesaugt. Die Ablesung des Va-dekuum-Meters gibt den im Schlauch herr- obern Pleuelkopf eine Wasserwaage ein schenden Unterdruck an, d. h. das Vakuum, das auf den zu prüfenden Apparat einwirkt. Mit dieser, wenn auch nicht in jeder Beziehung idealen Vorrichtung, lassen sich die meisten Prüfungen von Vakuum-Geräten durchführen. Wer sich übrigens eine speziell für diesen Zweck konstruierte Vakuum-Anlage mit Antrieb durch einen 1/4-PS-Elektromotor. mit Regulierventil, Thermometer (manche Apparate reagieren gleichzeitig auf Unterdruck und Temperatur) und Stöppuhr zur Ermittlung der Arbeitsgeschwindigkeit des zu prüfenden A = Wasserwaage, B = Pleuelstange, C = Kolbenzapfen, D = Kolben, E = ebene Auflagefläche. Geräts wünscht, dem steht immer noch der Weg offen, eine mit allen Schikanen versehene eigentliche Vakuum-Prüfbank anzuschaffen, -fw- I*«« ttf Notreparatur an einer Rohrverbindung Wer häufig mit Kupfferrohren am Wagen zu tun hat, wird bestimmt jene packungslosen Fittings zur Verbindung von zwei Rohrenden kennen, die aus einem über die Verbindungsstelle geschobenen Doppelkonus aus Messing sowie zwei Ueberwurfmuttern bestehen, welche sich irieinander schrauben lassen und dabei den Doppelkonus festspannen. Sollte es einmal vorkommen, dass dieser Doppelkonus verloren geht, so kann man sich nach der Erfahrung eines Fachkollegen in folgender Weise aus der Affäre ziehen : Man schneidet sich aus -steifem-Papier ein spitz zulaufendes, gleichschenkliges Dreieck heraus, dessen Basisbreite der Länge des Doppelkonus entspricht. Nun wird dieses Papier (B) leicht mit Schellacklösung bestrim ms «chellackiertes steifes Papier. G = Papier bildet nach dem Aufwickeln einen Doppelkonus. und prüft damit, ob der Pleuel verbogen ist. Um sicher zu gehen, dass die Auflagefläche topfeben ist, dreht man nachher den Kolben um 180 Grad und kontrolliert erneut mit der Wasserwaage. Wellenförmige Kolbenringnuten verursachen hohen Oelverbrauch Wenn neue Kolbenringe nicht richtig dichten wollen, so liegt der Grund dafür manchmal nicht an den Ringen selbst, sondern an den Kolbenringnuten. Bei verschiedenen Wagenserien der letzten beiden Jahre werden diese Fehler nach neueren Feinmessungen Öfter angetroffen. Besonders bei einem Gross-Serienmodell mit Stahlkolben sowie einem andern mit Graugusskolben soll eine derartige Ungenauigkeit in der Bearbeitung schon verschiedentlich behandelt worden sein. Genauere Nachmessungen zeigten, dass Zwar die Höhe der Nuten, mit der des Rings zusammenstimmten, dagegen die Planflächen wellenförmig verHefen und Abweichungen bis zu 25/1000 mm aufwiesen. Bei einem der beiden Wagenmodelle sind glücklicherweise die Stege zwischen den Nuten breit genug, um ein Nachstechen zu erlauben, nicht so jedoch beim andern. Man erkennt den Fehler daran, dass einmal die neuen Ringe einen zu hohen Ölverbrauch bringen und zum andern auf ihren Flanken lokale Abnützungsspuren zeigen, deren tiefere Ursache — soweit sie nicht von zu geringem HöhenspieT herrühren — eben in der erwähnten Wellenform der Nuten liegt. AUTOMOBIL-REVUE 11 Schaltknaufs leicht über den Hebel ziehen. -fw- Zum Schutz der Hände gegen Glassplitter beim Austauschen von Lampenbirnen verwendet ein Mechaniker ein kurzes Stück eines alten Kühlers^hlauches, dessen Wand auf der einen Seite der Länge nach aufgeschnitten ist. In die Innenfläche wurde eine Reihe in achsialer Richtung verlaufende Nuten eingeschnitten, um das Stück noch flexibler zu machen. Seitdem hat sich der Betreffende nie mehr mit defekten Lampengläsern in die Finger geschnitten. -fw- Benzinfiltirdichtyng bei Wiedereinbaii wenden Nachdem man ein Benzinfilter zwecks Reinigung geöffnet hat, zeigen sich "manchmal Störungen in der Brennstofförderung wegen Eindringens von Luft durch die Korkdichtung des Filterglases. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich der Rand des Filterglases in die Unterseite der Korkdichtung etwas unregelmässig eindrückte und sie deshalb jetzt nicht mehr ganz dicht schliesst. Stehen neue Ersatzdichtungen nicht zur Verfügung, so hilft man sich durch einfaches Wenden der Dichtung, damit ihre noch glatte Seite auf dem Rand des Filterglases anliegt. -b- Rotfärben einer Lanpenbirnc Soll eine Lampenbirne zu irgend einem Zwecke rot gefärbt werden, so kann man hierzu dunkelroten Fingernagellack verwenden. Das Lämpchen wird danach ein angenehems rotes Licht ausstrahlen. # W