Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.098

E_1938_Zeitung_Nr.098

8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 6. DEZEMBER 1933 — N° 98 TV»u*£smu* Ausgabe der Touristenkarte für Frankreich bis Ende 1939 verlängert Die französischen Behörden haben beschlossen, die Ausgabe der Touristenkarte für Fremde, die sich zu Vergnügungsreisen im Lande aufhalten, bis Ende 1939 auszudehnen. Die Karte wird zum Preise von ffr. 40.— abgegeben und gewährt den Automobilisten die Möglichkeit zum Bezug verbilligten Benzins dadurch, dass ihnen bei der Ausreise eine Rückvergütung auf ihren Brennstoffbezügen geleistet wird, die eich auf maximal 50 Rp. pro Liter beläuft. Besass die Touristenkarte bisher eine Gültigkeitsdauer von zwei Monaten, so •wird sie sehr wahrscheinlich auf drei Monate erhöht. Amtliche Mitteilungen Ausweis-Erneuerung und Schilderhinterlegung im Kanton Bern. Das Strassenverkehrsamt des Kantons Bern erlässt folgende Weisungen für die Erneuerung der Fahrzeug- ung Führerausweise und die Hinterlegung der Kontrollschilder: Im Interesse eines reibungslosen Betriebs auf unserem Amt während der Zeit der Erneuerung der Ausweise für das Jahr 1939 und in ihrem eigenen Interesse ersuchen wir die Halter und Führer von Motorfahrzeugen, folgende Weisungen zu befolgen: I. Erneuerung der Ausweise. 1. Die Ausweise sind vom Strassenverkehrsamt erneuern zu lassen, bevor das Fahrzeug im neuen Jahr auf der Strasse benützt wird oder der Führer ein Fahrzeug führt, spätestens aber am 5. Januar 1939. Wird ein Fahrzeug im neuen Jahr ohne gültigen Fahrzeugausweis in Verkehr gesetzt, so wird die Steuerbusse im doppelten Betrag des fälligen Steuerbetrages verfügt. Zur Vermeidung eines allzu grossen Andranges an unseren Schaltern in den ersten Tagen des Januars empfiehlt es sich, die Erneuerung der Ausweise schon in der ersten Hälfte Dezember einzuholen und im übrigen die Ausweise durch die Post einzusenden. 2. Wird ein Fahrzeug, das im IV. Quartal im Verkehr war, durch ein anderes ersetzt, so kann dei Ausweis für das neue Fahrzeug ohne Steuerzuschlag bereits vom 15. Dezember an eingeholt werden. 3. Fahrzeugausweise, Führerausweise, Versicherungsnachweiskarten und Postquittungen über bezahlte Steuern und Gebühren (evtl. Duplikate, die von den Postämtern abgegeben werdr-n) sind dem Strassenverkehrsamt in einer Sendung zuzustellen. Gleichzeitig sind Aenderungen der Adresse und der militärischen Einteilung zu melden. 4. Steuern und Gebühren sind auf das Postecheckkonto des Strassenverkehrsamtes Nr. HI/3755 einzuzahlen. (Vergl. Bemerkungen auf dem Einzahlungsschein.) Wird ein Betrag giriert, so ist auf der Rückseite des Girozettels die Bestimmung des Betrages detailliert anzugeben (Nummer des Fahrzeugs, Namen der Führer). II. Hinterlegung der Kontrollschilder. 1. Wird das Fahrzeug definitiv oder vorübergehend ausser Verkehr gesetzt, so sind die Kontrollschilder ohne Rahmen spätestens am 5. Januar 1939 dem Strassenverkehrsamt zurückzugeben. 2. Halter, die ihre Kontrollschilder nicht rechtzeitig zurückgeben, werden für die verfallene Automobilsteuer belangt. Wird das Fahrzeug im neuen Jahr ohne gültigen Fahrzeugausweis in Verkehr gesetzt, so wird ausserdem die Steuerbusse im doppelten Betrag des fälligen Steuerbetrages verfügt. 3. Die Hinterlegung der Kontrollschilder wird vom Strassenverkehrsamt den Versicherungsgesellschaften direkt gemeldet. 4. Beschädigte Kontrollschilder werden auf Kosten der Inhaber ausgebessert oder ersetzt Für Verzögerungen in der Zustellung der Ausweise und Kontrollschilder, die durch Nichtbeachtung der vorstehenden Weisungen entstehen, lehnt das Strassenverkehrsamt jede Verantwortung ab. Xus d« Le ZUM BENZIN-EINHEITSPREIS. Aus zürcherischen Autogewerbekreisen wird uns geschrieben- Einer Mitteilung in Nr. 93 der «Automobil- Revue> ist zu entnehmen, dass das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement feststellt, es könne der heutige Benzin-Einheitspreis nur bestehen, wenn auch die Kontingentierung aufrecht erhalten bleibe und wenn der Staat weiterhin direkt und indirekt die bestehende interne Benzin-Marktordnung schütze, wie er dies im Interesse der Durchführung der Kompenstionspolitik seit Jahren getan habe. Diese Feststellung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes bat im Autogewerbe allgemein überrascht und die Auffassung erweckt, das E.V.D. möchte mit fadenscheinigen Argumenten zu Gunsten und im einseitigen Interesse der heutigen Benzinkontingentsinhaber beweisen, dass es immer noch notwendig sei, die Kontingentierung zu belassen wie sie heute ist, d. h. bei Erteilung von Kontingenten auf das Basisjahr 1931 abstellen und neue Kontingentssesuche abzuweisen. Tatsache ist aber, dass der Benzineinheitspreis nicht von den Kontingentsinhabern, sondern von den Benzinkonsumenten gestützt wird. Zur Aufrechterhaltung des Einheitspreises dient der Frachtausgleich d. h. die Konsumenten der Talgegenden zahlen für Fracht bis zu 50 Cts. per 100 kg mehr als die eigentlichen Transportkosten ausmachen. Wir sehen auch nicht ein, in welchem Zusammenhang die staatliche Ueberwachung und der staatliche Schutz der Benzinmarktordnune mit der Kompensationspolitik steht Hierüber wären wir für glaubhafte Aufklärung sehr dankbar. Wir würden uns auch über einen staatlichen Schutz der Benzinmarktordnung sehr freuen. Seit Bestehen dieser Ordnung ist es aber doch so, dass speziell auf dem Platz Zürich gerade Kontingentsinhabei den Benzinmarkt stören. Unseres Erachtens wäre es bald an der Zeit, dass das E.V.D. in der Benzinkontingentierung eine Lockerung eintreten und auch die Autogewerbler Benzin einführen Hesse. Mit einer vernünftigen Benzinkontingentslockerung und einer straffen Fixierung des Detailpreises wäre nicht nur einem grossen Teil von Autogewerblern geholfen, sondern unsere Armee würde im Ernstfalle ebenfalls davon profitieren. Wir sind überzeugt, dass bei einer Kontingentserteilung an Autogewerbetreibende mit Leichtigkeit eine Million kg Benzin menr eingelagert werden könnte, als das heute der Fall ist und das läge bestimmt im Interesse der Landesverteidigung. Und die Benzinmarktordnung im Interesse unserer Wehrbereitschaft zu lösen, wäre gewiss auch eine Aufgabe, womit sich das Volkswirtschaftsdepartement um das Land verdient machen würde. *. c. s. SEKTION BERN. Budget-Generalversammlung, Montaa, 12. Dez. Diese hauptsächlich zur Ordnung der finanziellen Grundlagen für das Jahr 1939 dienende Versammlung findet statt Montag, den 12. Dezember, 20 Uhr, im Cafe Schmiedstube, I. Stock, in Bern. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: 1. Protokoll der ordentlichen Generalversammlung vom 2. Mai 1938; 2. Voranschlag 1939; 3. Festsetzung des Jahresbeitrages und Eintrittsgeldes für 1939; 4. Kantonale und stadtbernische Verkehrsfragen; 5. Anregungen und Mitteilungen. In der anschliessendon freien Zusammenkunft wird Herr Dr. E. Mende, Zentralpräsident des A.C.S., die Anwesenden mit seiner Photoausbeute von einer Sommerreise nach Skandinavien (schwarzweiss. Farben und Film) erfreuen. d«»n Verbänden VEREINIGUNG STAATL. GEPR. AUTOFAHRLEHRER DER SCHWEIZ (V.A.S.) SEKTION BEIDER BASEL. Versammlung: Dienstag, den 6. Dezember 1938, punkt 20 Uhr, im Restaurant Heuwaage. Traktanden: 1. Appel; 2. Protokoll der letzten Versammlung; 3. Entgegennahme und Genehmigung von Anträgen; 4. Diversa. Vollzähliges Erscheinen erwartet- Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Wir laden ein zur Monai»- versammlung auf Mittwoch, den 7. Dezember, abends 20.30 Uhr, ins Re-st. Du Pont, 1. Stock, und bitten um zahlreichen Besuch. Allerlei Interessante« von. der Abendunterhaltung erwartet die Teilnehmer und auch das bevorstehende Weihnachtsfest bedarf noch einer letzten Beratung. Da es sich um die letzte Versammlung dieses Jahres handelt, ersuchen wir um allseitige Begleichung der Beiträge, um auch hierin unseren Revisoren die Arbeit erleichtern zu können. Zugleich sei nochmals auf die Einladungszirknlare zur Weihnachtsfeier am 11. Dezember, nachmittags Vii Uhr in-s Du Pont hingewiesen, mit dem erneuten Appell zur restlosen Teilnahme aller Mitglieder, ihrer Frauen, Bräute und Kinder. Der Vorstand. CHAUFFEUR-CLUB ZÜRICH. Abendunterhai-, tung. Wie alljährlich im Spätherbst, hielt? der Chauffeur-Club am 26. November seinen.} Unterhaltungsabend im Taleggsaal der Kaufleute ab. Der vollbesetzte Saal gab beredtes Zeugnis von den grossen Sympathien, die sich der Verein seit seinem Bestehen erworben hat. In der Begrüfisungsansprache dankte der Präsident Otto Vollenweider der grossen Chauffeurfamilie für ihr* zahlreiches Erscheinen. Speziellen Gruss entbot ert dem Hauptgründer und Ehrenmitglied Augusti Walter und den Vertretern der befreundeten Ver-4 eine. Die flotte Abwicklung des Programms zeigte am« deutlichsten die vorzügliche Organisation der ganzen Veranstaltung. Die ausgezeichneten Darbietungen von Sigg's Orchester lösten spontanen Beifall aus. Als besonders glückliche Nummer erwies sich Conferencier Berchtold, der mit seinen träfen Witzen und seinen humoristischen Zaubereien die Lachmuskeln der Zuhörer einer Dauerprüfung unterwaTf. Die Gesangssektion der Samstag-Gesellschaft sorgte für Abwechslung in der Programmgestaltung und durfte für ihre Liedervorträge, reichen Beifall ernten. Ein besonderes Lob gebührt jedoch der Theatergruppe des Chauffeur-Clubs, dio sifch mit dem Einakter «Em Hauptme sin Puti» stürmischen Applaus holte. Jedem einzelnen Darsteller gebührt das gleiche Lob. Die Tombola erfreute sich regen Zuspruchs. Bald, nach Mitternacht war das Programm beendet und dann beherrschte der Tanz das Parkett Rr. Schweisskurs In Basel. Der Schweiz. Acetylen- Verein veranstaltet vom 2. bis 7. Januar 1939 im neuen Hause der Schweisstechnik in Basel einen theoretisch-praktischen Kurs im autogenen und elektrischen Schweissen für Ingenieure und Techniker. Der Tourenwagen: 12 Steper-PS, 76 Brems-PS, 4 unabhängig gefederte Räder, 4- und 6-Plätzer-Caxfrosserien mit allem erdenklichen/Komfort. P ERMANEN TE A USSTELLU NG neu eröffnet Ecke Schanzenstrasse- Bogenschützenstrasse Die Sportliimousine (Mille Miglia): XZ Steuer-PS, lÖO&remi-PS, 2- und 4-Plätzer-Carrosserieftv im Windtunnel auf ihre Aerodynamik geprüft. DeXSport-Wagen: 15 Steuer-PS, Sylinder-Motor mit 2JKomprei- 'loren, 180 Brems-PS,j4o Std./km. Ebenfalls, als Coupe erhältlich. Sämtliche Modelle bieten nebst allen denkbaren Schikanen noch jenes gewisse Etwas, das den Abkömmlingen reikblütiger Hochleistungswagen eigen ist. Fr. Riesen, Stadtbachgarage - Tel. 2 36 01 Billige Auto-Garagen in Eisenbeton, zerlegbar, ab Fa. brik mit Türen, von Fr. 800.- an Auf Wunsch bequeme TEILZAHLUNG innert 5 Jahren. Prospekte und Preise fertig montiert. Garage-Bau G. HUNZIKER & Co., INS (Bern) Jeder Griff heisst: «Ich habe Vertrauen» Ist aber das vertrauen des Publikums in Firma und Wagenpark nicht die eigentliche Grundlage, auf der sich das Personentransportgeschäft aufbaut? WeilBerna-Wagen auf Grund einer Ober dreissigjährigen Anpassung an die Probleme des schweizerischen Straßentransports hergestellt werden, sind sie nicht nur im höchsten Grad zuverlässig, sondern helfen Ihnen auch, das Vertrauen des Publikums in zunehmendem Mass zu gewinnen. Am besten verlässt man sich doch auf oen«rai-Diiektioc und Verkaufs-Service: Ä.-G. ftti d«n Verkfn der ÄLFA-ROMEO-SntomobUe Lugano, Viale Cauarate S, Tel. 24.23 Senlagenhanf Ä.-G., Zürich, Verkaufslokal. Löwenstrasse 19. Telephon 72.878. Garage und Service: Wiiv.erthureistrasse 297, Telephon 68.130. Firma Scherz, ein. Monbiiousirasae 10, Telephon 29.443. Etablissement« Cn.Ramuz S.A., Lausanne, avenue d'Echaüens 2-4, Telephon 27.444. Saniav für Ganf: Guus Umberto Marchesi, Kue du Vuache 17, Telephon 32.308. Schenken Sie Ihren Kunden nicht nur eines praktischen, sondern auch einen originellen Artikel auf das Jahresende. Die Wirkung ist um so giösser, die Reklame um so vollwertiger. Unser M EM 0-TASCHENKALENDER erfüllt diese Voraussetzungen. Sein Monatsregister ist einzig in dieser Art und ausserordentlich praktisch; die Tarife und Tabellen am Schluss eine wahre Fundgrube. Verlangen Sie Muster und Offerte vom VERLAG HALLWAG BERN

.Automohll-Revui" — Nr. 98 BERN, Dienstag, 6. Dezember 1938 Und Ihre Buchhaltung? Es ist im Grunde verständlich, dass der Garagist und Reparateur, der seinen geschäftlichen Erfolg der fachlichen Tüchtigkeit verdankt, lieber mit Lehre und Sechskantschlüssel hantiert als mit Journalfolianten und Kontoblättern — dass er mit andern Worten für die Fragen der Buchhaltung kein enormes Interesse aufbringt und es vorzieht, sie völlig dem betreffenden Angestellten zu überlassen. Dieses Bescheiden mit den «Dingen wie sie nun einmal sind » könnte letzten Endes in Kauf genommen werden. wenn die sich immer noch verstärkende Konkurrenz mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten des Existenzkampfes nicht einfach zwänge, auch den geringsten Verlustmöglichkeiten entschlossen auf den Leib zu rücken. Wir kommen — selbst auf die Gefahr hin, dass man uns diese Insistenz als Marotte ankreidet — nicht darum herum, zu wiederholen, was wir bereits zu verschiedenen Malen an dieser Stelle gesagt haben: Dass sich die Verhältnisse seit zwei Jahrzehnten grundlegend geändert haben und dass der geschäftliche Erfolg weniger denn ie nur von Können und Leistung abhängig ist. Wohl war schon früher der rechnende Gewerbetreibende seinen auf das Fachliche beschränkten Kollegen in bezug auf die Erfolgsaussichten immer um einige Nasenlängen voraus. Heute aber hat dieser Vorsprung eine geradezu entscheidende Bedeutung, weil an ihm, vielfach der ganze geschäftliche Erfolg hängt. — Wenn wir in einer der letzten Ausgaben für die Verrechnung von Arbeit und Material eine automatische Sicherheit verlangten, so muss diese Forderung mit der gleichen Konsequenz" auch auf die Buchhaltung ausgedehnt werden, auf jenen Teil des Geschäfts, der dafür sorgt, dass der Erfolg der geleisteten und erfassten Arbeit der Firma in angemessener Weise gesichert und dass über Schulden und Guthaben. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eine geeignete Kontrolle ausgeübt wird. Zwar ist jede Firma, die einen bestimmten Umsatz aufweist, schon von Gesetzes wegen verpflichtet, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen und ordnungsgemäss Buch zu führen. Diese Ordnungsmässigkeit lässt nun aber in der Praxis eine von Individuum zu Individuum verschiedenartige Auffassung zu und stellt nur das Allernotwendigste dessen dar, was ein seiner Geschäftsführung sicherer Vrinzipal als unentbehrlich betrachten muss. Es darf mit gutem Gewissen gesagt werden, dass es sich bei der modernen systematischen (also doppelten) Buchhaltung trotz des scheinbar arg komplizierten Aufbaus wie bei allen guten Dingen um eine eigentlich einfache Sache handelt. Sie soll im Nachstehenden einmal in ihren Grundzügen dargelegt werden im Interesse jener unserer Leser, die bis heute noch keine genügende Gelegenheit hatten, sich damit vertraut zu machen (und auch jener, die sich die Grundlagen der neuzeitlichen Buchhaltung gerne wieder einmal durch den Kopf gehen lassen). Die doppelte Buchhaltung basiert auf der Theorie, dass jede geschäftliche Transaktion eine Veränderung einer bestimmten Wertgruppe (dargestellt durch das Konto) und zugleich eine entsprechende einer andern Gruppe nach sich zieht. Wenn Sie beispielsweise für Ihren Winterbedarf 10 Batterien zum Totalpreis von 1100 Fr. anschaffen, so steigt der Wert Ihres Warenlagers um diesen Betrag; zugleich nehmen Ihre Schulden bei den Lieferanten (Kreditoren) um das Entsprechende zu. Wenn Sie später dem Akkumulatorenfabrikanten oder Grossisten die Rechnung bezahlen, so verringert sich der Kassabestand um den betreffenden Betrag, gleichzeitig aber auch die Totalsumme Ihrer Lieferantenschulden (oder das Kreditorenkonto). Bezahlen Sie einem Arbeiter einen Wochenlohn von 80 Fr., so erleichtert dies Ihre Kasse um die erwähnte Summe, während die « Werkstattarbeiten » den Betrag in der Gegenbuchung als Belastung aufnehmen müssen. Haben Sie eine Generalrevision im Werte von 740 Fr. durchgeführt und fakturiert, so wird dieser Betrag dem Konto « Werkstattarbeiten » gutgeschrieben, während anderseits die Höhe Ihrer Kundenforderungen (Debitoren) entsprechend grösser wird. Und wenn Sie schliesslich die Halbjahresmiete für die Garage mit 2000 Fr. mit einem Bankscheck begleichen, so verringert sich Ihr Bankguthaben um diese Summe, dieweil das Total der Unkosten um die genannten 2000 Fr. ansteigt. In der erwähnten Welse werden sämtliche Geschäftsvorgänge systematisch verbucht Die Wertgruppe, die etwas hergibt, wird dafür « erkannt » (d. h. der betreffende Betrag wird ins « Haben » eingesetzt), diejenige, die etwas erhält, wird dafür belastet (die Buchung erfolgt Ins « Soll»). Diese Praxis der doppelten Verbuchung aller Geschäftsposten, d. h. für jede Belastung des einen Kontos eine Gutschrift in einem andern vorzunehmen, geschieht zu dem einzigen Zweck, eine absolut zuverlässige Kontrolle für die richtige Verrechnung aller Posten zu erhalten. Es spricht von selbst, dass wenn jedem Posten eine Gegenbuchung entsprechen muss, sämtliche Belastungen und Gutschriften in ihrer Gesamtheit immer gleich gross sein müssen. Auch beim Abschluss der Jahresrechnung geht es eigentlich mit recht einfachen Dingen zu : Jene Konti, die keine Veränderungen aufzuweisen haben, gehen unverändert auf die neue Rechnung über« — Jene Konti, bei denen sich eine Differenz zwischen den durch die Buchungen ausgewiesenen Summen und dem effektiven Bestand zeigt, werden diesem letztern so angepasst, dass die Differenz auf Verlust- und Gewinnkonto übertragen wird. Wenn z.B. am 31.Dezember der Einkaufswert des vorhandenen Lagers um 8000 Fr. grösrser ist als der Ausweis durch die Buchhaltung, so stellen diese 8000 Fr. den Bruttoverdienst dar, den Sie durch den Handel mit den betreffenden Waren im Laufe des Jahres herausgewirtschaftet haben. Der Ausgleich erfolgt dadurch, dass die Summe von-8000 Fr. dem Warenkonto gutgeschrieben wird. — Jene Konti, bei denen ein «Wert» nur pro forma ausgewiesen wurde, wie z.B. die Unkosten, werden analog auf das Gewinn- und Verlustkonto übertra- Wir entnehmen den nachstehenden Artikel der französischen Zeitschrift «Succes Automobile». Wenn er auch auf Grund der französischen Verhältnisse abgefasst wurde, so verdient er nichtsdestoweniger von manchen Betriebsinhabern beherzigt zu werden. Man ist noch viel zu wenig davon Oberzeugt, dass der Service eine schätzenswerte Verdienstquelle darstellt. Ausser jenen Prinzipalen, welchen die Erfahrung seit langem die Richtigkeit dieser Behauptung bewiesen hat, gibt es noch allzuviele, die der gegenteiligen Meinung huldigen. Worin unterscheiden sich die beiden Gruppen? Die erste ist organisiert und verfügt über die notwendigen Hilfsmittel; sie zieht daraus einen entsprechenden Verdienst. Die zweite ist weder ausgerüstet noch organisiert und da sie darüber hinaus nicht einmal ihre eigenen Unkosten kennt, wiederholt sie beharrlich dieselben Fehler, die die Ursache für fortwährende Verluste bilden. Gibt es nicht viele Garagisten, die € beim Pocker einholen müssen, was sie bei der Roulette verlieren > (wie ein Sprichwort treffend sagt)? Vermag eine bedeutende Zahl von Betriebsinhabern nicht bloss deswegen weiter zu existieren, weil sie mit dem Service das wettmacht, was beim Neuwagenhandel verloren geht? Wie viele Unternehmungen gibt es nicht, welche die Einbusse im Vertretergeschäft durch den Service an den Occasionen kompensieren? Hat man nicht festgestellt, dass einige gut organisierte Vertretungen pro gelieferten Neuwagen durchschnittlich f. Fr. 600.— netto verdienen, während vielerorts, wo keine entsprechende Organisation besteht, pro Lieferung rund f. Fr. 500.— geopfert werden müssen! Das sagt sicherlich genug, nämlich, dass die angemessene Organisation des Service absolut notwendig ist, wenn die Wünsche der Kunden zu deren Zufriedenheit erfüllt werden sollen. In einem gut geleiteten Betrieb darf keine Abteilung die Verluste einer anderen oder die Folgen einer schlechten Geschäftsführung zu tragen haben. Es ist deshalb unerlässlich, die Rendite jeder Abteilung separat zu bestimmen. Das ist nur möglich an Hand genauer Zahlen und einer klaren und gut geführten Buchhaltung, die ermöglicht, alle Verlustquellen rasch und sicher aufzudecken. Wir fragen: Wie viele Betriebe verfügen über eine Organisation, die allen diesen Ansprüchen genügt? Wie manche Chefs kennen die Resultate eines Arbeitsmonats fünf oder sechs Tage nachdem derselbe zu Ende gegangen ist? Wohl lassen die meisten eine monatliche Zwischenbilanz aufstellen, was jedoch für die sichere Führung eines modernen Unternehmens auf keinen Fall „genügt. Wenn die monatliche genaue Ermittlung der geschäftlichen Resultate zur Gewohnheit würde, so könnten manche Firmen wieder auf die Füsse gebracht werden, bevor es zu spät ist. Die Buchhaltung haf-nicht nur die Aufgabe, die nackten Resultate auszuweisen, sondern auch die Umsätze zu ermitteln, die zur Dekkung der Unkosten und Erzielung eines angemessenen Gewinns notwendig sind. Weil mancher Geschäftsinhaber diese Zahlen nicht kennt, geht er dem sichern Untergang entgegen. Darum heisst es: Buchhaltung und Service organisieren, ein Budget aufstellen und vor allem keinerlei Preisschleuderei treiben. :—: gen. Da zum Ausgleich der Rechnung das Total der Unkosten dem Unkostenkonto gutgeschrieben werden muss, so kommt der Gegenposten in der Gewinn- und Verlustrechnung auf die « Soll »- oder Belastungsseite zu stehen. Trotzdem die Prinzipien der doppelten Buchhaltung schon seit langem bekannt sind, erfährt ihre praktische Verwendung doch immer und immer wieder Verbesserungen. Es geschieht in dieser Hinsicht mit der Buchführung etwas Aehnliches wie mit der stromlinienmässigen Gestaltung der Karosserien, deren Grundlagen schon seit über 30 Jahren bekannt sind, die aber immer und immer wieder eine veränderte Anwendung und Anpassung erfahren. Wie aber auch im einzelnen Fall das grundlegende System praktisch angewendet wird, ist eigentlich nebensächlich; viel wichtiger ist, dass es in jedem Fall dem Geschäftsmann eine möglichst eingehende Uebersicht über den Gang der Dinge verschafft und Ihm die Möglichkeit gibt, das ganze Unternehmen fest in der Hand zu halten und dort einzugreifen, wo ihm die Zahlen dafür die Notwendigkeit beweisen. Sollen wir in diesem Zusammenhang auf den Artikel in Nr. 17 vom 22. Februar d. J. zurückgreifen und dessen Inhalt noch einmal resümieren ? Wir forderten damals von jeder ordmmgsmässigen Buchführung in der Hauptsache folgendes, nachdem wir Sie gebeten hatten, Ihrem Buchhalter zweckentsprechende Kompetenzen zur Anpassung seiner Bücher zu geben : «Er wird die Organisation so treffen, dass er am Ende jedes Quartals oder wenigstens jedes Jahres genau ausweisen kann, mit welchem Erfolg jeder einzelne Geschäftszweig, wie Wagenhandel, Einstellen, Säulenverkauf, Ersatzteilhandel, Reparaturen, Zubehörhandel, Wagenverleih und wie sie alle noch heissen mögen, gearbeitet hat. Die allgemeinen Unkosten wird er in angemessener Weise auf die einzelnen Konti verteilen und Ihnen mit einwandfreien Zählen beweisen können, welche der einzelnen «Abteilungen» einer genauem Durchsicht bedürfen. Die Bilanzzahlen werden Ihnen zeigen, dass zum Beispiel das Ersatzteillager die Gewinnund Verlustrechnung stark belastet hat. Eine angemessene Untersuchung wird Ihnen dann die näheren Aufschlüsse ge-, ben, nämlich dass das Lager im Verhältnis zum Umsatz viel zu weitgehende Investitionen an flüssigem Kapital oder zu grosse Lagerspesen verursacht. Oder Sie stellen fest, dass das Konto «Wagenverleih > ein bedeutendes Minus aufweist, trotzdem die Wagen sehr häufig vermietet werden konnten. Anhand der Bilanzposten ermitteln Sie die Ursachen, wie die, dass der Wagenverleih zu grosse Abschreibungen erfordert, oder dass im Verhältnis zu den Eingängen viel zu viele Reparaturen notwendig sind usw. » Wir raten Ihnen dringend, sich in einer ruhigen Stunde auch einmal mit der Frage Ihrer Buchführung zu beschäftigen, selbst dann, wenn Ihr Geschmack nicht ganz darnach steht. Sie ist gar nicht so schwer zu verstehen und dürfte Ihnen als Fundgrube für manches dienen, das Ihrer Aufmerksamkeit heute noch entgeht. = Kund um die Sakx^^BceansUxffpumpen Seite 10. Von dex jAufutiq. dex VMexdxudkappatate Seite 10. WexAstatt-WUtke und -Ixaqm Seite 11.