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E_1938_Zeitung_Nr.099

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VI Automobil-Reme —

VI Automobil-Reme — N° 99 Frischer Anstich ... Es ist etwas Eigenartiges um die Basler: Sie sind wohl die einzigen in der Schweiz, die an den fröhlichen Biertellern Kritik übten, welche letztes Jahr die Schweizer Brauereien unter jedes Glas Bier im Lande zu schieben wussten. Sogar die Fasnacht nahm sich ihrer an, was mindestens für einen Basler etwas heissen will. Es muss etwas schon recht bekannt sein in der Schweiz, bis Frau Fasnacht sich drein festbeisst! Jedenfalls wurde der Zweck erreicht: Man sprach davon. Die übrige Schweiz verlangte stürmisch eine Wiederholung, und das ist ja das Beste, was einer «Erstaufführung» überhaupt widerfahren kann. "Mit den Tellern begann direkt ein Bierlüftchen im Lande zu wehen und manch einer mag sich, vielleicht gar entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten, einen Becher bestellt haben, um selber die berühmten Bierteller aus der Nähe unter die Lupe zu nehmen. Und wenn einer glaubte, er könne es besser, so hat ihm seither der Wettbewerb Gelegenheit geboten dazu und wird sogar noch «Dankeschön» sagen. Einstweilen warten wir ab, was dabei herauskommt. Mittlerweile ist eine neue Reihe solcher Teller herausgekommen und sie wird bestimmt ihren Zweck erfüllen! Kann man auch nicht sagen: «Einer für alle», denn diese neue Zwölferserie kommt ja in Tausenden von Exemplaren unter die ungezählten Becher geflogen, so stimmt die eidgenössische Umkehrung dieses Satzes: «Alle für Einen», um so besser. Sie alle tun das ihre für den Weltmeister im Durstlöschen. Und es sind einige Volltreffer darunter. Wie ergötzlich ist doch der seehundschnäuzige Schwimmer mit dem Zwei Herrseher. Als der Grossherzog von Baden einer kleinen Schwarzwaldstadt einen Besuch abstattete, wollte er sich nach der Feier im Saale des Rathauses von dem Bürgermeister durch Handschlag verabschieden. Der aber wehrte mit den treuherzig dröhnenden Worten ab: «Nex, nex, do, Durchlaucht, i komm no xnet auf de Bahnhof!» Gott sei Dank. Böcklins Bild «Spiel der Wellen», das einige unbekleidete Meerjungfrauen zeigte, hatte auf Veranlassung der Polizei aus einer Zürcher Kunsthandlung entfernt werden müssen. Abends traf Böcklin mit Gottfried Keller am gemeinsamen Stammtisch zusammen. «Was sagen Sie zu dem Aergernis», wollte Böcklin wissen, «dass die Polizei an meinem Bild genommen hat?» «Hm», sagte Keller, «es gehört wirklich eine verdorbene Phantasie dazu, in dem Bild etwas Ungehöriges zu erblicken. Aber, Gott sei Dank, die nah' ich.» Unterschiede. Matthias Claudius besass die nicht allzu vielen Dichtern seiner Zeit verliehene Gabe einer geläuterten, schlichten und doch volkstümlichen Sprache. Eines Tages wurde Claudius von einer Dame gefragt, worin eigentlich der Unterschied zwischen ihm und beispielsweise Klopstock bestünde. Claudius durstig aufs Land gerichteten Blick, umrahmt von dem träfen Reimspruch; «Plagt Dich der Durst selbst hier, dann hilft nur noch ein Bier!» Oder etwa der zufrieden gebogene Zeigefinger, der das Kerzenlicht mit dankbarer Ruhe löscht, ein Kerzenlicht, das ein Wilhelm Busch gezeichnet haben könnte; dazu die lebensweise Anspielung auf den vielgepriesenen «Schlummerbecher»: «Auf Erden wär's nicht halb so schön, müsst' durstig man zu Bette geh'n!» Knapp in der Fassung und auch famos durch das Bild ergänzt (ein kleines Männlein lehnt am riesigen Rugeli) : «Was nützt der grösste Humpen mir, fehlt ihm die Hauptsach drin, das Bier! » So einfach kann man das machen. Ein anderer hat die sehr vaterländische Idee, unsern tit. Milchproduzenten gleich auch noch einen Hasen mit in die Küche zu jagen und meint: «Vergiss den Käse nicht zum Bier; nochmal so gut schmeckt beides Dir!» — wobei ich ihm von Herzen beipflichte, wenn es Emmentaler ist. Wenn einer aber bei seinem Bier ein wenig spintisiert, so muss er dem Rösli eben sagen, sie soll ihm den Bierteller geben mit den Wortspielen. Da hat einer das Alleinsein neben das Beimweinsein gesetzt und für sich selber gibt er dem Beimbiersein sogar den Vorzug vor dem Beiihrseinl Ob er wohl verheiratet ist? Ja, ja: Bier ist in der kleinsten Hütte, für ein. glücklich ... Leider kann ich nicht weiter dichten, denn ich höre soeben jemanden rufen: «Frischer Anstich!» Ich muss eilen. Prost! Anekdoten, Fr idolin. erwiderte lächelnd: «Das will ich Ihnen sagen: wenn Klopstock sagt: ,Du, der du weniger bist als ich und doch mir gleich, nahe dich mir und befreie dich beugend von der Last des staubatmenden Kalbfelles, da sage ich ganz einfach: Johann, komm doch mal her und ziehe mir die Stiefel aus!» Feine Erwiderung. Daniel Francois Auber ist einer der fleissigsten Komponisten gewesen, die je gelebt haben. Mit Ausdauer und Unermüdlichkeit sass er über seinen verschiedenartigsten Tondichtungen, ging spät ins Bett und stand frühzeitig wieder auf, um weiter zu arbeiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass bei solchem Arbeitseifer der Meister wenig Zeit für störende Besucher übrig hatte, die er stets in höflicher, aber bestimmter Weise wieder hinauskomplimentierte. Ganz besonders störten ihn die Besuche eines Hofbeamten, der schon wiederholt in das Heiligtum Aubers auf längere Zeit einzudringen versucht hatte. Der Komponist arbeitete gerade an seiner Oper «Die Stumme von Portici», als ihm dieser Besucher gemeldet wurde. Widerwillig nahm er ihn schliesslich an. «Sagen Sie, Meister», sagte der hohe Herr, «nun bin ich schon zweimal hier gewesen, doch niemals erwidern Sie einen Besuch. Aus welchem Grunde eigentlich?» «Ja, sehen Sie», antwortete Auber, «es ist hier ein grosser Unterschied zwischen uns. Sie vertreiben sich die Zeit, wenn Sie Besuche machen, und ich verliere sie dabei.» Auflosung der zoologischen Umstellung. Gaier, Ammer, Boa, Eber, Lachs, Amsel, Nerz, Tapir, Igel, Leguan, Otter, Pony, Esel. Gabelantilope. Auflosung des Silben-Silbenrätsels. 1. Alkibiades. 2. Merian. 3. Machination. 4. Alligator. 5. Raffael. 6. Cattaro. 7. Kometen. 8. Obelisken. 9. Melancholie. 10. Cicero. 11. Nikaragua. 12. Sevilla. 13. Salpeter. 14. Proletariat. 15. Leoparden. 16. Konstantinopel, 17. Tantal. 18. Botschafter. Bianchi, Alfa Romeo, Lancia, Lasalle, Opel, Talbot. BaUot. Richtige Lösungen des Silben-Silbenrätsels: 4 Punkte: Frau C. Fravi, Rapperswil; W. Hütbrunner, Thun. Richtige Lösungen d. Zoolog. Umstellrätsels: 3 Punkte: G. Brunner, Zürich: K. Feier. Solothurn. RatsdflEeke Liste der richtig eingesandten Lösungen beider Rätsel. 7 Punkte: J. Aebischer, Merenschwand; A. Bachofen, Glarus; Frau B. Baerlocher, St. Gallen; E. Benz, Goldach; M. Bertschmann, Basel; Frl. M. Bossert, Lenzburg; C. Burgener, Rorschach; Frau M. Canale, Brienz; Frl. M. Epple, St. Gallen; Frau Gerber- Baumann, Aarwangen; Frau Dr. Graflin, Walzenhausen; j. Gustin, Schönenwerd; Frl. A. Hagmann, St. Gallen; Frau J. Hopf, Bern; Frau Hörn, Bern; Frau G. Hunziker-Aichele, Riehen; Frau J. Hunziker, Kirchleerau; Frl. R. Hürlimann, Männedorf; Frau R. Kallen, -Grencheh; K. Keusen, Biel; G. Laepple, Basel; G. Lohrer, Reiden; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; P. Meier, Bern; F. Meier, Zürich; M. Nievergelt, Zürich; J. Nussbaumer, Benzenschwü; Frau L. Rock, Basel; rau C. Schulthess, Basel; Frl. M. Vetsch, Buchs; Frl. A. Weidmann, Münchenstein; F. Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. Punkto Pessimismus findet nun der Onkel doch, dass wir gerade jetzt, in der Advents- und Weihnachtszeit allen Grund haben, an die Lichtseiten des Lebens zu denken und auch zu glauben. Eine Nichte schreibt über den Schnuppisten folgendes: «Was der gelehrte Neffe schreibt! Ich glaube, er hat ob seinem Philosophieren gar keine Zeit, auch die Freuden des »Daseins» zu empfinden. Wohlverstanden, ich meine lum Beispiel die Na- Weihnacfits - Kreuzworträtsel Waagrecht: 1. Siehe Anmerkung. S. Stadt in Frankreich. 6. Französisches Flächenmass. 7. Spiess der Landsknechte. 9. Wundmal. 10. Tierbehausimg. 12. Haut Wucherung. 13. Sternbild. IS. Artikel. 16. Quadrillefigur. 18. Gewürz. 20. Unaufhörlich. 22. Herrschertitel. 23. Berggipfel im Kanton Graubünden. 24. Flächenmass. 27. Chemisches Zeichen für Barium. 28. Fleissig, tätig. 30. Vers. 32. Pfad. 33. Männername. 34. Siehe Anmerkung. 40 Kettengebirge in Amerika. 41. Hautfarbe. 42. Grosser Raubvogel. 43. Zähe wie Leder. 45. Rüge. 46. Einkommen aus Kapitalanlage oder Rechtsanspruch. Senkrecht: 1. Kolorit 2. Züchtigungsinstrument. 3. Unheilvolle Leidenschaft. 4. Muse der Liebespoesie. 5. Schicksalsgöttin. 6a. See im finnischen Lappland. 7 - stadt » Frankreich. 8. Auslese. 9. Fusspunkt, im Gegensatz zum Zenit. 11. Raubtier. 14. Kramladen. 17 - Hauptstadt von Kroatien. 19. Nebenfluss der Wechsel. 21. Schneeleopard. 25. Heiligenerzählung. 26. Motive. 29. Kleidung. 31. Frucht einheimsen. 35. Abgott, falsches Ideal. 36. Hin und ... 37. Anschrift an Unbekannte. 38. Nordische Göttin des Totenreiches. 39. Lebewesen. 44. Chemisches Zeichen für Neon. Die Wörter 1 und 34 waagrecht ergeben zusammen einen zeitgemässen Wunsch der Redaktion an alle Leser. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Verzwickte Denkaufgabe. In einem skandinavischen Lande hält man streng darauf, dass nur jene Knaben in die Schule eintreten dürfen, die bereits zu Beginn des betreffenden Jahres das sechste Altersjahr erreicht haben. Nun meldeten sich einst zwei Brüder zur Schule, Zwillinge, die auf einer Seefahrt zur Welt gekommen waren. Aber siehe da: der Aeltere entsprach diesen Anforderungen nicht, während der Jüngere zu Recht in die Schule aufgenommen wurde. Wie ist das zu erklären? Die richtige Lösung zählt 7 Punkte. Einsendetermin': 16. Dezember 1938. tur, mit all ihren Ueberraschunaen der Jahreszeiten. Mich entzückt eine schön© Blume, eine wonnedurchzitterte Musik dermassen, dass ich Dankbarkeit empfinde unserm Schöpfer gegenüber eben für dieses «Dableiben», trotzt der mannigfachen Mühsalen, die uns Sterblichen beschieden sind (Nid fir ungued fir dän Erguss).» Sie schreibt das so einfach und so vernünftig, dass man ihr unwillkürlich zugestehen muss: In Tat und Wahrheit ist das Leben gar nicht so schwer (wenn man sich's nicht schwerer macht als nötig) — und es ist gar nicht so traurig, wenn man bereit ist, mit den Fröhlichen fröhlich zu sein. Um unsern Schnuppisten wieder auf bessere Gedanken zu bringen, haben wir ihm eine ganz verzwickte Denkaufgabe ausgeheckt. Dann lässt er hoffentlich von der abgeschmackten Idee, vom Onkel gebrauchte Trambillette zu verlangen, damit er daraus Visitenkarten drucken könne. Dieser Neffe scheint ein gefährlicher Hagel zu sein. Meldet sich eine Nichte, die ihn brieflich oder auch sonst von seinem Schnuppismus heilen möchte? Freiwillige vor! Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmid. Zürich ' Börsenslr. 1O Ttel.52 214 ' --A:^ 'StiiiemU, uni> (Siffeerwaren Wwe - Emil Hage - Bijouterie Zürich 1 Sih Istrasse 24 Telephon 35.845 Ein Druck «UM neue Spitze. Einmal «mit, reicht 1 ! für Monate 1 la }Umr PraMlage, wm aia. feeker - Ki w luw AufBWang; auch mit pmtmder Füllfeder. Vertagen Sie itete den Echten, mit im eingravierten Hark* EVERSHARP ttfc l» US«. WAFFEN JHnnitton für Jaid. Sport und Vertei digniig W. Glaser Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spezial- Geschäft dei Schweiz. Beste Referenzen. (Jubiläumskatalopt Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen). Hat man keinen Platz für 1 Bett dann als Ersatz I Bettsofa oder I Bettfauteuil oder II Türk. Bett oder I Chaisalonguebett oder I Kommodenbett oder sehr klein zusammen* klappbares Feldbett in allen Grossen. A. BERBERIOH, Zarloh 8 Dufourstr. 45. b. 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N° 99 — Automobil-Revue vn Jxöhüche Wissenschaft- Mit Staubsaugern gegen einen Bienenschwarm In einer Konditorei in Neuhaldensleben drang überraschend ein Bienenschwarm ein, Hess sich auf den ausgelegten Süssigkeiten nieder und war nicht mehr zu vertreiben. Der Eigentümer des Ladens musste die Flucht ergreifen. Die Bienen dachten nicht daran, ihr selbstgewähltes Quartier aufzugeben; auch eiaem zu Hilfe gerufenen Imker gelang es nicht, die Königin zu entdecken und auf diese Weise den Schwärm herauszuholen. Als nach zweitägiger « Besetzung » der Ladenbesitzer der Verzweiflung nahe war, kam einer seiner Freunde auf den Gedanken, mit Staubsaugern gegen die Bienen vorzugehen. Der Erfolg übertraf die \ kühnsten Hoffnungen: in kürzester Zeit befanden sich die Bienen in den Beuteln der Staubsauger, aus denen sie — in gehöriger Entfernung — fast sämtlich unversehrt wieder befreit werden konnten. Winn der Landbriefträger Ferien hat Als ein Postdirektor sich bei einem landbriefträger seines Bezirkes erkundigte, wie dieser seine Ferien verbracht habe, musste er folgende überraschende Kunde vernehmen: c Am 1. Tag habe ich meine Zwiebeln geerntet. Am 2. Tag habe ich meinen Garten umgegraben. Und am 3. Tag fiel mir ein, dass der Weg für den neuen Mann, der mich vertreten sollte, doch eigentlich langweilig sei. Und da bin ich denn zur Gesellschaft immer mit ihm gegangen. > Es regnet Glas Die deutsche chemische Industrie scheint endlich einen Stoff gefunden zu haben, der bei Filmaufnahmen täuschend fallenden Schnee wiedergibt. Es ist ein zum grössten Teil aus gesponnenem Glas bestehendes Produkt, bei dem das Glas zuerst mit Alaun und Harnstoff behandelt worden ist. Der gleiche künstliche Schnee scheint sich auch zur Verwendung bei Hallen-Skikursen und ähnlichen Gelegenheiten zu eignen. Obst ein Jahr lang frisch zu halten Ene sensationelle Erfindung des südafrikanischen Arztes Dr. H. A. Jay. Durch einen Zufall kam dieser Arzt zur Entdeckung, dass gewisse, aus dem Zucker gewonnene Gase die Früchte ein Jahr lang, Eier neun Monate lang in frischem Zustand erhalten. Während er nämlich mit Zuckergasen experimentierte, die ihm zur Zubereitung von Injektionen gegen Arthritis dienten, bemerkte Dr. Jay, dass die Früchte, die sich in seinem Laboratorium befanden, so frisch blieben, als wären sie eben gepflückt worden. Von da bis zur Entdeckung, dass das Phänomen den Zuckergasen zu danken war, war nur ein kleiner Schritt und kein grosser von diesem Augenblick bis zur Gründung einer Gesellschaft, die dem Arzt seine Erfindung abkaufte und mehrere Fabriken zur Herstellung jener konservierenden Gase gründete. In Südafrika ist jetzt eine Reihe von Magazinen mit cjay- Gas> errichtet worden, die zur Aufnahme von auszuführendem Obst dienen werden, und auch die Transportschiffe bekommen ähnliche Einrichtungen. Die Herstellungskosten des Jay-Gases sind gering. Ein Kino für — Angler In London wurde vor einiger Zeit ein kleines Kino eröffnet, das nur auf ein ganz einseitiges Publikum reflektiert und dennoch ständig ausverkauft ist. Es ist ein Kino für Freunde des Angelsportes. Gegen eine geringe Aufzahlung kann sich jeder Zuschauer die Sensation der Jagd auf einen Grossfisch bereiten. Er setzt sich auf ein wenige Meter von der Leinwand entferntes Stühlchen und bekommt einen Angelstock in die Hand gedrückt. Die Angelschnur läuft am andern Ende über eine unter der Leinwand angebrachte Rolle, die mit einem kleinen Motor in Verbindung steht, der.wiederum.mit der Vorführungsapparatur «synchronisiert» ist. Auf der Leinwand erscheint nun das Bild eines riesigen Tiefseefisches, der gerade angebissen hat. Der aufregende Kampf des Fisches gegen die Angel überträgt sich auf die Seilrolle, die sich je nach den Bewegungen des Meerungeheuers bewegt und die Leine anzieht oder freigibt. Der Angler hat in kürzester Zeit das Gefühl, tatsächlich mit dem Fisch zu kämpfen, und setzt alle Kraft und Geschicklichkeit daran, ihn an Land zu bringen — was ihm auch schliesslich, da es ja ein Film mit «happy end> ist, zu seiner grössten Befriedigung gelingt. Dem Autofahrer schenkt man eine Polaroid-Brille Zu Fr. 28.—, einen Photo-Apparat, eine praktische Taschenlampe, zu günstigen Preisen von F. LÜthy, Optiker, Storchengasse 13, Zürich 1 KUNSTHANDLUNG Löwenstrasse 11 /Zürich nächst Sihlporteplatz Cinrabmtingcn VERGOLDEREI Beachten Sie meine Schaufenster Gemälde-Ausstellung freie Besichtigung MARIE ANTOI NETTE UND IHR HOF Dank unsem vorzüglichen Beziehungen ist es uns gelungen, eine grössere Partie alter, priebtigir Cablstans vorteilhaft erwerben zu können. Derart schöne, erstklassige Stücke sind heute auf dem Markte kaum mehr zu finden und mit der neuen Ware überhaupt nicht zu vergleichen. Wäre ein solch prächtiges Stück nicht die schönste Weihnachtsüberraschung für Ihre Lieben? 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Dez. Sechste Etage, Komödie von Alfred GehrL Sa. abend 10. Dez. 20 Uhr: Götz von Berllchlnitn. So.nachm.M.Dez. 15 Uhr: Sechste Etage So. abend 11. Dez. 20 Uhr: Götz von Berlichingen. Memoiren der Madame Campan 504 Seiten Text • 16 Kunstdrucktafeln Ganzleinen Fr. 8.80 Das tragische Geschick der Königin Marie-Antoinette hat — ähnlich wie jenes der Maria Stuart — zu jederzeit in den Menschen der verschiedensten Kreise stärkstes Mitgefühl erregt. Zu den interessantesten und wertvollstenWerken, die über diese Zeit geschrieben wurden, gehören die Memoiren der Madame Campan, der persönlichen Freundin der Königin, ihrer/Vorleserin und ersten Kammerfrau. Zwanzig Jahre lang weilte die Verfasserin in der nächsten Umgebung Marie-Antoinettes, und was sie über diese Zeit niederschrieb, hat vor allem den Vorzug, erlebt zu sein. Madame Campan hat den Inhalt ihres Memoirenwerkes In knapper Formulierung selbst umrissen. Sie schreibt: «Ich werde das berichten, was ich gesehen habe. Ich werde den Charakter Marie- Antoinettes darstellen, ihre privaten Gewohnheiten, ihre Beschäftigungen. Ich werde über ihre Mutterliebe, ihre Treue in der Freundschaft, ihre Würde im Unglück schreiben. Gewissermassen Offne ich also die Türe zu ihren innen» Gemächern...». Die Geschichte der Marie-Antoinette, so wie sie die Campan vom Beginn des Aufenthaltes der Erzherzogin in Frankreich bis zur Enthauptung der Königin erlebte, ist eine einzige Tragödie: die Tragödie einer Familie und die Tragödie eines Volkes. Die Memoiren dieser Hofdameeiner unglücklichenKöni^in aberweiten sich zu einer Geschichte des französischen Hofes— und damit der führenden Kreise in Frankreich — in den letzten Jahrzehnten vor dem Untergang des Königtums. In der Reihe spannender Biographien erschienen ferner: L. Decaux Maximilian und Charlotte Glanz und Untergang eines Kaiserpaares. 240 Seiten, gebunden Fr. 6.80. P. Rival Seehs Frauen und ein König Heinrich VIII. von England. Kartoniert Fr. 4.80. V. S. Raffalovich und H. M. Mons Die grosse Liebe der Mona Lisa Kartoniert Fr. 4.80. In allen Buchhandlungen erhältlich.. VERLAG HALLWAG BERN