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E_1938_Zeitung_Nr.103

E_1938_Zeitung_Nr.103

das UrteiH indem er

das UrteiH indem er geltend machte, an^je« ner gut übersichtlichen Stelle habe er ohne jede Gefährdung des Verkehrs einen. Teil der linken Strassenhälfte benutzen,,können und der Fahrer könne, an so übersichtlichen Stellen gute Gründe zum Ueberschreiten einer Sicherheitslinie haben. Das Berner Obergerioht (I. Strafkammer) bestätigte jedoch die Busse und nun gelangte der Fahrer mit einer Kassationsbeschwerde an das Bundesgericht, dem damit die grundsätzliche Frage unterbreitet wurde, ob eine Missachtung der Sicherheitslinien unter allen Umständen strafbar sei. Der Kassationshof des,Bundesgerichts hat die Frage in seinem Entscheid vom 19* Dezember bejaht. Es kann nicht dem Ermessen des'Autofahrers anheimgestellt bleiben, ob eine auf der Strasse angebrachte Sicherheitslinie befolgt werden müsse oder nicht, sonst ergäbe sich daraus ein gefährlicher Zustand der Unsicherheit. Ein allgemeines Gebot des Rechtsfahrens ist vom Gesetz schon in Art. 26 aufgestellt worden und Art. 45 Abs. 2 der Verordnung hätte daneben gar keinen Zweck, wollte man darin nicht einen absoluten Befehl erblicken. Die Aeusserung des obergerichtlichen Urteils, der Fahrer dürfe auf die linke Strassenseite hinüberkommen, wenn und solange er durch ein Hindernis dazu gezwungen werde, steht damit nicht im Widerspruch, denn es ist nicht dasselbe, ob der Automobilist, durch die Umstände gezwungen, links hält oder ob er dies ohne ,Not tut. Die Missachtung der Sicherheitslinie bei einer Linkskurve braucht nicht unbedingt mit dem ebenfalls unerlaubten Schneiden einer Linkskurve verbunden zu sein. Das Schneiden der Kurve besteht darin, dass statt des vorgeschriebenen weiten Bogens, dessen Sehne beschrieben wird; die Sicherheitslinie wird aber auch dann nicht beachtet, wenn der Fahrer links über sie hinaus gerät, aber einem mit der Linie parallelen Bogen folgt Art. 45 Abs. 2 W dürfte auf der Annahme beruhen, dass Sicherheitslinien nur da gezogen werden, wo besondere Strassenverhältnisse dies im Interesse der Verkehrssicherheit erfordern. Der Richter kann jedoch nicht im Einzelfalle untersuchen, ob die Linie für die'Verkehrssicherheit nötwendig war; es ist vielmehr Aufgabe der Strassenbaubehörden, zu entscheiden, ob die Strassenverhältnisse eine Sicherheitslinie erfordern. •— Die Beschwerde wurde abgewiesen, die Busse also bestätigt. Wo. Schweizerische Rundschau Parkplatze für die Landesausstellung. Wie-wir in unserer letzten Kummer berichteten, stellt der Zürcher Stadtrat dem Gemeinderat den Antrag auf Bewilligung eines Kredites von Fr. 183 000 für die Schaffung provisorischer Parkplätze während der Landesausstellung. Da in der nächsten Umgebung des Ausstellungsgebietes keine, weitern, i^ufstellflachen zur t Verfügung stehen, ist, die Schaffung von Parkplätzen in den Seitenstrassen des Enge-, Wiedikon- und Seefeldquartiers vorgesehen. Diese Seitenstrassen bieten nach angestellten Berechnungen Raum für etwa 3000 Motorfahrzeuge. Reichen diese Parkplätze wohl knapp aus, um einem schwachen Ausstellungsverkehr gerecht zu werden, so muss dagegen für Spitzentage sowohl in der Nähe der Ausstellung wie an der Peripherie der Stadt eine Reihe provisorischer Parkplätze bereitgestellt werden. In Aussicht genommen sind folgende Plätze, die sich mit bescheidenen Mitteln und geringem Aufwand für diesen Zweck herrichten lassen: Allmend III mit einem Fassungsvermögen von 1700 Wagen, Festplatz Hardau für 1200 Wagen, Kasernenplatz für 430, Buchegg-/Hofwiesenstrasse Naturen sind zu verschieden, selbst -wenn sie, wie jetzt im Hinblick auf den Dressurakt, eigentlich einer Meinung sind, haben sie ganz verschiedene Gründe dafür. Mit lautem Peitschenknall reisst Don Aguillar die mühsam aufgebaute Tigerpyramide ein. Fauchend und knurrend, mit grossartiger Geschmeidigkeit verlassen die Tiere ihre. Plätze wieder und schleichen im Rund herum oder ziehen sich faul in eine Ecke zurück. Mitunter leuchtet den Bruchteil einer Sekunde ein Raubtierauge auf und eine Pranke versucht blitzschnell den Nachbar zu treffen. Man ahnt, dass es auch unter diesen unfreiwilligen Artisten Feindschaften gibt und begreift, dass Don Aguillär nicht Hur um seiner selbst willen alle Hände voll zu tun hat. «Leicht hat's der Mann ja immerhin nicht», sagt der Radscha leichthin, um eine Unterhaltung anzuknüpfen. Er spricht ein völlig fehlerfreies Englisch mit einem kaum : wahrnehmbaren Akzent. « Sehr richtig, Hoheit >, erwidert der Major verbindlich, « ganz-meine Ansicht.» Unddann fügt er diesen automatisch hervorgebrachten Worten ganz unvermittelt hinzu": «Ich glaube nicht, dass sie hoch kommt. > ' «O?!» macht der Radscha überrascht. Er kennt seinen Begleiter nun schon gut'genug, um diesen Satz* ohne Zuisäthnieiiliäng' Der-Volkswagen als Aufmunterungspramle. Eine deutsche Firma soll zur Aufmunterung ihres Personals beschlossen haben, sämtlichen Angestellten und Arbeitern, die mehr als zehn Jahre in der Firma tätig sind, einen Volkswagen zu schenken; jenen mit über fünf Dienstjahren zahlt sie die Hälfte des Anschaffungspreises und denjenigen, die mehr wie drei. Jahre.in ihren Diensten stehen, ein Viertel. Nichts zu lachen haben inskünftig in München die Brüder von der Langfingerzunft, die sich auf das « Entfernen » von Automobilen spezialisieren. Für ihre Missetaten droht ihnen nämlich von nun an das — Konzentrationslager. Die neue" Strafsanktion des Münchener Polizeipräsidenten will den in letzter Zeit unheimlich überhandnehmenden Autodiebstählen einen Riegel schieben. Das Auto macht Elefanten < arbeitslos ». Der Maharadscha von Patiala hat für seihe Güter jetzt Traktoren angeschafft. Die 180 Elefanten, die durch diese Maschinen arbeitslos wurden, Hess er im Dschungel aussetzen. Langsames Fahren wird zum Verhängnis. Ein deutsches Gericht hat einen Automobilisten, der zu langsam von der Hauptstrasse abgebogen war und dadurch einen tödlichen Unfall verursachte, für schuldig erkannt und ihm eine Strafe aufgebrummt: für 290, alter Tonhalleplatz für 250, Liegenschaft , Bockhorn (Albisriederstrasse) für 240, Escherwiese (hinter der Tonhalle) für 180 und zwei Plätze an der SchimmeWWerdstrasse für 90 und 60 Wagen. Im ganzen fassen diese Plätze 4870 Wagen; Das frühere Bahngebiet an der Alfred-Escher-Strasse soll zu einem Autocar-Bahnhof mit drei Perrons von je 110 m Länge sowie als Standort für 60 Taxi und 900 Fahrräder ausgebaut werden. Auf •der städtischen Liegenschaft an der Hornbach-/ Dufourstrasse ist die Schaffung eines Standortes für 20 Taxi und 500 Fahrräder vorgesehen. ,..;;• Dia ,:AlJmend jll nimmt man- alg Parkreserye; und" Pärkpjatz für _(Ue vom Sihltal kommenden Be-, Sucher in Aussicht, währenddem der Kasernenhof' in der Hauptsache als Sammelplatz für Autocars dienen soll. Daneben kann dort noch eine' erhebe liehe Zahl von Privatwagen parkiert werden. Der private Lagerplatz an der Albisrieder-/Badenerstrasse ist zusammen mit dem grossen städtischen •Platz in der Hardau zur Aufnahme der vom Limjmattal, der meistbenützten Anfahrtsrichtung, kommenden Fahrzeuge bestimmt. Was den alten Tonhalleplatz anbelangt, so soll er auf das Niveau der Umgebungsstrassen abgegraben werden. Elektrilikation der Bahnstrecke Andertnatt- DJsentls ? Der Beschluss des Bundesrates, von der im Rahmen der Landes Verteidigung^- und Arbeitsbesehaf- Jungsvorlage ursprünglich mit in Betracht gezogenen Erstellung einer Bahnverbindung Reusstal- !Vorderrheintal Umgang zu nehmen, hat dem Ge^. danken einer Elektrifikation der Oberalpbahn und des Ausbaues der Linie auf ganzjährigen Betrieb neue Nahrung zugeführt Angesichts der durch, den bundesrätlichen Entscheid geschaffenen Lage hat deshalb der Verwaltungsrat der Furka-Oberalpbahn seinen Organen den Auftrag erteilt, die schon früher aufgenommenen Studien fortzusetzen und unverzüglich mit den zuständigen Behörden in Fühlung zu treten, um das Projekt, das seinen Rückhalt vor allem in wehrpolitischen Interessen findet, so rasch als möglich zu verwirklichen. ,.. L richtig zu deuten. Er kommt einem Temperamentsausbruch gleich. « Madame d'Andrade deutete an, dass sie die heutige Vorstellung besuchen würde», erklärt der Major nachträglich seinen Ausspruch. Da er fürchtet, sich verraten zu haben, gibt er seiner Stimme einen möglichst, unbeteiligten Klang. « Vielleicht ist die Dame in einer Loge der andern Seite », vermutet der Inder mit tröstender Diskretion. c Das ist nicht wahrscheinlich», meint Law trocken.. «%ein ?» fragt Fürst Nikhil und kann seine Neugier nicht mehr bezähmen. «Ich verstehe Sie nicht, Sir Andrew. Mathematisch betrachtet hat jede Prosceniumsloge dieses Zirkus' dieselbe Chance von Madame besucht zu werden wie unsere. » «Es geht nicht um Mathematik, Hoheit», antwortet Law und seine Stimme ist etwas heiser vor Befangenheit. «Ich will es ruhig gestehen. Ich habe den Portier bestochen.» « Sie haben — ? > der Radscha kann es nicht fassen. Was kommt da in diesem kühlen Briten zum Vorschein ? «Ich habe den Portier unseres Hotels bestochen, damit er Madame d'Andrade einen Platz neben den unsern besorgt. — Ich wünsche nicht, dass eine Landsmännin, die ich AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 23. DEZEMBER 1938 —' N° 103 istischer Ob's reicht? Auf die Römer Weltausstellung 1942 hin sollen Parkplätze für die Kleinigkeit von 25.000 Wagen bereitgestellt werden. Bereits befinden sich die notwendigen baulichen Arbeiten dafür im Gang. Zwischen Rom und dem Ausstellungsgelände, das in Richtung Ostia zu liegen kommt, ist die Erstellung einer neuen Autostrasse geplant. Und um den Komfort zu vervollständigen, wird etwa 2 km von der Ausstellung entfernt ein Flughafen für Land- und Wasserflugzeuge erstehen. Jetzt auch Autotunnel als Luftschutzraum. Projekte für unterirdische Garagen, die sich zugleich als Luftschutzkeller verwenden lassen, sind in England nichts Neues, wohl aber — ein Plan, der jetzt in Edinburgh aufgetaucht ist — der Bau von Strassentunneln, die zur Entlastung des Strassenverkehrs und nebenher als Unterstände bei Luftangriffen zu dienen hätten, und zwar besteht in diesem Falle die Absicht für den Bau zweier Tunnels, mit einem Gesamtkostenbetrag von rund 1,7 Millionen Fr. Volkswagen erhält Ganzstahlkarosserie. Verschiedentlich war in Deutschland die Version aufgetaucht, die Karosserie des Volkswagens bestehe aus einem Ersatzstoff, wie z. B. Kunstharz. Das Konstruktionsbureau Dr. Porsche gibt daraufhin nunmehr bekannt, dass der Wagen eine Ganzstahl-Karosserie erhalte. Eine Motion für Benzinverbllllgung zugunsten der Sportfliegerei. In der Sitzung des Nationalrates vom letzten Mittwoch stellte der Unabhängige Stäubli (Zürich) das Verlangen, es seien sofort Vorbereitungen für eine Herabsetzung des Benzinpreises für Sportflieger zu treffen, in dem Sinne zwar, dass die Reduktion durch Beseitigung des r Zolls vorgenommen würde. ;Die Tätigkeit "der Spörtfliegerei sollte in ähnlicher Weise erleichtert werden wie jene der Pöntoniere. Währenddem der Schweizerische Aeroelub vom Bunde mit 500 Fr. subventioniert werde, gewähre dieser z. B. dem Tambourenverein einen Beitrag von 2500 Fr. Wohl geniessen Motorbootfahrer, landwirtschaftliche Traktoren, Fluggesellschaften die Vergünstigung von Zollrückvergütungen, die Sportflieger aber bleiben davon ausgenommen und entrichten aus ihrer eigenen Tasche für 250.000 Liter Benzin einen Betrag von 54.000 Fr. Damit stelle sich die Schweiz in Gegensatz zum Ausland, das der Sportfliegerei kräftig unter die Arme greife. ' Bundesrat Meyer erklärte, die Motion im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht entgegennehmen zu können. Die Angelegenheit, in der übrigens der Aeroclub einen Vorstoss beim Bundesrat unternommen habe, befinde sich im Studium. Wenn auch das Militärdepartement das Interesse anerkenne, welches die Sportfliegerei vom Gesichtspunkt der Landesverteidigung aus biete, so reiche ein Verzicht des Bundes auf den Benzinzoll nicht aus. um dem Sportfltigwesen neue Impulse kennen lernen durfte, in diesem leichtfertigen Paris des Nachts schutzlos ausgeht. » «Hm, hm. Natürlich. > Fürst Nikhil findet selbst, dass es ihm nicht gelingt, Vertrauen in Laws Erklärung genügend glaubhaft vorzutäuschen und er blickt deshalb rasch über die Manege, wo Don Aguillär seine Tiger zu neuen Taten versammelt. Da öffnet sich die Tür der gegenüberliegenden Loge, ein paar Köpfe wenden sich unwillig und dann tritt eine Dame ein. Oder ist es ein junges Mädchen ? Schmal, schlank, das rotblonde Haar schlicht zurückgekämmt, mit blitzenden grauen Augen und einem vergnügten Lächeln um die roten Lippen nimmt Muriel d'Andrade ihren Platz in der ersten Reihe an der Manegebrüstung ein. Man macht ihr mit grösster Bereitwilligkeit Platz. Bei ihrem Anblick ist die anfängliche Unfreundlichkeit aus den Mienen der Leute verschwunden und höflicher Zuvorkommenheit und offen zur Schau getragener Bewunderung gewichen. Die Franzosen zeigen ihr volles Verständnis für angelsächsische Schönheit. Selbst der Radscha, mit allen irdischen Genüssen bis zum Ekel verwöhnt, fühlt sich von dem Reiz Muriel d'Attdrades angerührt. Diese Frau ist schön, schön und charmant. Es ist ein Vergnügen, sie anzusehen. Vorsichtig blickt er zu Law hin. Ob er sie schon entdeckt hat ? Dem Gesicht des Majors ist IN ANBETRACHT DER FEIERTAGE ER- SCHEINT DIE «AUTOMOBIL-REVUE» WÄH- REND DER NÄCHSTEN WOCHE NUR EINMAL, UND ZWAR MITTWOCH, DEN 28. DEZEMBER. WIR BITTEN ABONNENTEN UND INSEREN- TEN. DAVON KENNTNIS ZU NEHMEN. zu verleihen; stärker als die Benzinkosten fallen der Anschaffungspreis und die Kaskoversicherung ins Gewicht. Man prüfe im weiteren auch die Frage, ob sich das Ziel nicht besser durch Einrichtung von Motorflugschulen erreichen lasse, doch sei die Sache noch nicht genügend abgeklärt. Immerhin vermochte der Chef des Finanzdepartements einen Hinweis darauf nicht zu unterdrücken, dass die Verwirlichung des in der Motion aufgeworfenen Gedankens unabsehbare Konsequenzen nach sich ziehen könnte... womit offenbar gemeint war, dass auch wir Automobilisten dann mit gleichgerichteten Forderungen aufwarten, würden. Item, die Darlegungen Bundesrat Meyers vermochten den Motionär insofern umzustimmen, als er sich mit einer Verschiebung der Motion auf die Januarsession einverstanden erklärte, die im Zeichen der Militärfragen stehen wird. Vortrittsprobleme und kein Ende Schluss von Selie 1. . Wenn wir bedenken, dass der gegenwärtige Rechtszustand in der Schweiz nicht auf einer ausdrücklichen und klaren Gesetzesvorschrift beruht, sondern auf einem Auslegungsurteil des Bundesgerichtes, das der Unanfechtbarkeit seiner Entscheidung schon aus rein rechtlichen Erwägungen selber nicht ganz zu trauen scheint, dann ist es vielleicht nicht gänzlich ausgeschlossen, dass>unsere höchste richterliche Instanz eines Tages selbst auf ihre bisherige Stellungnahme zurückkommt und dann jenen Willen des Gesetzes vielleicht doch in einer Lösung findet, die nicht nur den Bedürfnissen des Verkehrs, sondern den tatsächlichen Zuständen besser entspräche als die heutige völlige Rechtsgleichheit aller an Strassenkreuzungen und -gabelungen. Das Bundesgericht könnte sich dabei vielleicht doch darauf berufen, dass ja das Motorfahrzeuggesetz auch in anderer Hinsicht Unterschiede zwischen den verschiedenen Gnippen von Strassenbenützern macht. Nun lässt sich freilich vielleicht manches auch gegen eine solche Ordnung der Vortrittsverhältnisse einwenden. Man könnte etwa darauf hinweisen, dass sich eine verwickelte Lage herausbilden muss, wenn beispielsweise ein Radfahrer und ein Auto, auf gleicher Höhe nebeneinanderfahrend, an einer Kreuzung eintreffen, an der gleichzeitig von links her ein zweites Motorfahrzeug anlangt; denn nun hätte das zuerst erwähnte Auto als von rechts kommend sein ordentliches Vortrittsrecht gegenüber dem von links kommenden; der Radfahrer aber müsste diesem seinerseits den Vortritt Jassen. Solche Konsequenzen hat jedoch selbst die ausgeklügeltste Rechts- und Verkehrsordnung, denn das Leben ist immer» reicher und verwickelter als das Gesetz; unerwünscht aber ist es im Interesse des einze'nen wie der Gesamtheit, wenn das Gesetz sr-hon in den grossen Zügen seiner einzelnen Bestimmungen seinen Zweck verfehlt und zum wirklichen Leben in einem unüberbrückbaren Widerspruch steht. H. W. Th. es nicht ohne weiteres anzumerken, aber als er die Augen des Inders auf sich ruhen fühlt, entschliesst er sich zu einer Erklärung. «Unser Portier ist ein betrügerischer Esel! » konstatiert er im Tonfall eines Todesurteils. < Vielleicht hat Lady Muriel ihre Karte nicht bei ihm gekauft >, entschuldigte der Radscha. « Man kann solche Billetts schliesslich auch anderswo bekommen, in Warenhäusern, Reisebüros, abends an der Kasse — es gibt Möglichkeiten.» «Eine Dame, die im Carlton w.ohnt, lässt ihre Karten durch das Hotelbüro besorgen, Hoheit», behauptet Law kategorisch. Er ist sehr zornig und nicht gewillt, sich seinen Sündenbock rauben zu lassen. Der Radscha lächelt verstohlen in seinen pariserisch verschnittenen Bart. Irt der Manege hat Don Aguillär seine Katzen zum Halbkreis gruppiert. Vor ihren sachverständigen Augen springt der riesige Tiger Romeo durch einen grossen Reifen. Er tut es willig, gleichgültig und ohne jede Anstrengung, man sieht die Muskeln unter dem bunten Fell lässig spielen und hat den Eindrück, Romeo könnte, wenn er wollte, das Gitter mit Leichtigkeit umreissen und beliebig viel Unheil anrichten. Aber es geschah nichts dergleichen. (Fortsetzung folgt.)

N° 103 — FREITAG, 23. DEZEMBER 1938 AUTOMOBIL-EEVUE Gedanken um den Rennsport der Zukunft Wir erhalten von einem unserer gelegentlichen Mitarbeiter einen Artikel zur Veröffentlichung, der sich mit der Entwicklung des Automobilrennsports in der nahen Zukunft befasst. Wir gewähren seinen Ausführungen gerne Raum, ohne uns allerdings damit restlos einverstanden erklären zu können. Red. Das Motorsportjahr 1938 — kritisch betrachtet. Es liegt in der menschliehen Natur, beim Jahreswechsel die verschiedenen Ereignisse der letzten Vergangenheit Revue passieren zu lassen und anechliessend Ausblicke auf die Zukunft zu tun. Was den Autorennsport betrifft, so erschöpfen sich solche Bück- und Aueblicke meist in dem ziemlich summarischen Verfahren, die Resultate der letzten Saison sozusagen zu addieren und daraus mit mehr oder weniger Glück den voraussichtlichen Verlauf der bevorstehenden Saison zu prophezeien. Zu einer solchen Betrachtungsweise liegt für den, der die Dinge genauer sieht und bemüht ist, ihnen auf den Grund zu gehen, diesmal kein Anlass vor. Das abgelaufene Jahr hat noch weit deutlicher als schon die vorangegangenen bewiesen, dass es auf die reinen Erfolgsziffern kaum noch ankommt und dass sich hinter der Serie von gleichlaufenden Siegesmeldungen immer klarer eine Entwicklung abzeichnet, die begründeten Anlass zu der Vermutung gibt, dass der Autorennsport zum mindesten recht Ungewissen Zeiten entgegengeht. Das Jahr 1938 hat für diese Prognose mehr als genug Anhaltspunkte gebracht Es stand 1 im Zeichen einer neuen Rennformel, mit der man eine ganz neue Ausganisbasis geschaffen zu haben hoffte, die die deutsche Vorrangstellung annullieren und — so nahm man an — gleiche Konkurrenzverhältnisse sicherstellen würde. Wir brauchen hier nicht die einzelnen Ergebnisse der Autorennveranstaltungen des Jahres 1938 aufzuzählen, um zu beweisen, dass sich die Hoffnungen nicht erfüllt haben. Von dem Eröffnungsrennen in Pau abgesehen, stand jedes Rennen dieser Saison 'wiederum eindeutig im Zeichen der Ueberlegenheit der deutschen Rennwagen. Erst triumphierte Mercedes-Benz, und gegen Schluss des Jahres liefen in einem grosartigen Spurt die Auto-Union-Wagen zu ihrer traditionellen grossen Form auf. Und die anderen, die unter gleichen Konstruktionsbedingungen neu anfangen mussten wie die Deutsehen? Die meisten von ihnen blipben überhaupt unsichtbar oder beschränkten sich darauf, der Sportgemeinde Rätsel aufzugeben, wann und ob sie überhaupt erscheinen würden —. und die wenigen, die mit nicht hoch genug anzuerkennender Tapferkeit immer wieder den aussichtslosen Kampf aufnahmen, wurden der deutschen Konkurrenz nie ernstlich gefährlich und kamen über Statistenrollen nicht hinaus. So brachte das abgelaufene Jahr auch bei der neuen Formel nur wieder die Bestätigung der Erkenntnis, dass der europäische Rennsport mit der Beteiligung der deutschen Wagen steht und fällt. Zugleich mit dieser Erkenntnis, die sich allgemein durchsetzte, nahm das öffentliche Interesse an den Autorennen ab. Im Anfang des Jahres herrschte wenigstens noch das Spannungsmoment, ob es der Auto-Union mit ihrem noch unfertigen Fahrerstall und mit ihren noch unter kleinen Schwierigkeiten leidenden Wagen gelingen würde, an den grossen Rivalen aus Untertürkheim Anschluss zu finden oder ihn gar, wie zeitweise bei der 750-kg-Formel, zu überragen. Auch diese zugegebenermassen dürftige Spannung erlosch nach den beiden überzeugenden Saisonschlußsiegen von Nuvolari und den immer mehr sich verbessernden Fahrleistungen der sich immer schöner zusammenfindenden Nachwuchsmannschaft des sächsischen Konzerns So gab es mehr und mehr Rennsport- Enthusiasten, für die sich nicht mehr verlohnte, sich den, wie ein Spötter es nannte, «allsonntäglichen Städtekampf Untertürkheim-Zwickau» anzusehen. So stand also schon die vergangene Saison, obwohl man sich dank der neuen Formel gerade für sie eine Belebung versprochen hatte, schon deutlich im Zeichen von Destruktionstendenzen. Haben Autorennen überhaupt noch einen Sinn? Schon jetzt zeichnen sich für die kommende Rennsaison gewisse Krisenerscheinungen ab. Das Tripolis-Rennen wird nur noch mit 1,5-Liter-Wagen gefahren —, mit anderen Worten: man versucht schon wieder das «Ausweichen in der Richtung des geringsten Widerstandes^ man schreibt schon wieder, wenn auch vorläufig nur für e i n Rennen, eine neue Formel vor, um das bereits 1938 zutage getretene und für 1939 erst recht zu erwartende Uebergewicht der deutschen Boliden irgendwie unwirksam zu machen. Ob dieses Mittel besser hilft als das eben erst als unwirksam erwiesene der Grand- Prix-Formel, muss stark bezweifelt werden. Die deutschen rennsportreibenden Fabriken sind nun einmal in der Lage, mit ganz anderen Mitteln arbeiten zu können als ihre französischen, italienischen und englischen Konkurrenten, und wenn man sich in Zwickau und Untertürkheim mit aller Kraft auf die 1,5-Liter-Formel wirft, dürfte das Ergebnis nicht viel anders sein als die bisherigen "psultate. In diesem Zusammenhang stellt skh von selbst die Frage, ob die hier angeführten Momente nicht nur äusserliche Kennzeichen sind, und ob nicht der Autorennsport an einem schwereren Leiden krankt als an Formelkram unausgereiften Konstruktionen und Fahrermiseren. Auch bei den Freunden des Motorrennsportes taucht immer häufiger die Erwägung auf, ob Autorennen überhaupt noch einen Sinn haben. Zweifellos wirken sich die Prestige- Erfolge siegreicher Marken in Exportsteigerung und anderen Verkaufsvorteilen aus, aber ob diese Resultate in einem tragbaren Verhältnis zu den Riesen- Etats stehen, die für die Unterhaltung eines Rennstalles und die Beschickung aller grossen Prüfungen erforderlich sind und in die Millionen gehen, ist doch wohl eine andere Frage. Abgesehen aber vom Finanzproblem: haben Autorennen überhaupt noch einen Sinn? Diese Frage war unbedingt zu bejahen, als man vor Jahrzehnten schon ein Sportsmann sein musste, um ein Automobil zu fahren; als die autosportlichen Veranstaltungen von den gleichen Fahrzeugen bestritten wurden, die sonst im täglichen Gebrauch Verwendung fanden als beispielsweise ein namhaftes deutsches Werk, um ein internationales Rennen beschicken zu können, sich die teilnehmenden Wagen von seinen Kunden zusammenpumpen musste; als die Chefs der Firmen, so zum Beispiel bei Opel, durch persönliche Teilnahme an Rennen und durch die erzielten Erfolge die wertvollsten Propagandisten ihrer Fabrikate waren. Aber heute, wo das Automobil nicht mehr beweisen muss, dass er Existenzberechtigung hat? Wo es in Millionen von Exemplaren und unter Betriebsbedingungen, die von denen der Rennwagen grundverschieden sind, seine Bewährung eindeutiger unter Beweis stellt, als das die grössten Renn- und Rekorderfolge je zuwege bringen könnten? Der gleiche Spötter, der vom «allsonntäglichen Städtekampf Untertürkheim-Zwiokau» sprach, sagte bei Behandlung dieser Fragen, dass ja auch keine Rekord- oder Zuverlässigkeitswettbewerbe mit Kaffeemühlen oder Staubsaugern oder Eisschränken veranstaltet würden, dass also, mit anderen Worten, das Automobil heute ein so ausgesprochener Gebrauchsgegenstand sei, dass es solche Bewährungs- und auch solche Propagandamethoden nunmehr entbehren könne. Haben in Amerika, dem Mutterland des immer stärker vervollkommneten Gebrauchswagens, Autorennen je eine Rolle gespielt — es sei denn als circensische Veranstaltungen, bei denen es mehr auf die Zahl der karambolierenden Wagen und der stürzenden Fahrer als auf Rekordergebnisse ankommt? NOVA ...und hat der Autorennsport noch eine Zukunft ? Gewiss werden die Autorennen nicht von heute auf morgen aufhören — vor allem deswegen nicht, weil sie ja immer noch Prestigefaktoren ersten Ranges sind. Aber wie ihre Vorrangstellung immer mehr und mehr schwindet, so wird sich voraussichtlich auch ihr Charakter ändern. Das eben angeführte Beispiel der U.S.A. kann zu dem Schluss führen dass die Rennwagen, je weniger sie mit der Produktion und den Betriebsbedingungen des normalen Gebrauchswagen noch etwas gemeinsam haben — und der Abstand zwischen den Superboliden und unseren Limousinen und Kabrioletts vergrössert sich ja immer mehr! —, dass also die Rennwagen der nächsten Zukunft vor allem als Schausensationen weiterexistieren werden. Diese Entwicklung ist insofern nicht unnatürlich, als an die Stelle der Rennen jetzt Prüfungsmöglichkeiten getreten sind, die weit genauer, zuverlässiger und — billiger zu Resultaten führen als sportliche Kämpfe, bei denen der Unsicherheitsfaktor «Zufall» noch immer eine grosse. wenn nicht die ausschlaggebende Rolle spielt. Wir wollen nicht die Verdienste vergessen, die sich gerade der Automobilrennsport um die Fortentwicklung des Kraftfahrzeuges erworben hat. Aber die Ergebnisse, die man ajistrebt. sind heutzutage weniger umständlich, weniger gefährlich und viel exakter beispielsweise im Windkanal oder auf dem Prüfstand zu erzielen als auf der Piste. Namensänderung und Sitzverlegung der Ecurie Bleue. Die seit zwei Jahren unter der Bezeichnung «Ecurie Bleue» von Madame Schell geleitete französische Renngemeinschaft, welche ausschliesslich auf Delahaye-Renn- und Sportwagen am internationalen Rennbetrieb teilnahm, hat einen andern Namen bekommen und wird hinfort «Ecurie O'Reilly-Schell» heissen. Sie wird auch 1939 ausschliesslich für die Delahaye-Werke in die Kämpfe ziehen, wobei ihr 4 einsitzige und 4 zweisitzige Rennwagen mit kompressorlosen 12-ZyIinder-4,5- Liter-Motoren zur Verfügung stehen. Equipechef ist weiterhin Rene Dreyfus und als zweiter Fahrer wurde «Raph» verpflichtet. Der Sitz der Renngemeinschaft wird nach Monte Carlo verlegt, wo Madame Schell ein Atelier eröffnet, in welchem ein österreichischer Ingenieur, namens Lacker, der technischen Vorbereitung der Boliden und deren Ueberholung nach jedem Rennen obliegt Schon drei Meldungen für Le M'ans. Den Organisatoren des am 17./18. Juni stattfindenden 24-Stunden-Rennens von Le Mans sind bereits 3 Meldungen zugegangen, nämlich von Bonneau (Belgien) auf einem noch nicht näher bezeichneten Wagen, von Jones (England) auf Singer 972 cem und von einem weitern Engländer auf HRG 1496 cem. Schweissungen von Zylinderblöcken und schwierigen Gußstücken sind seit Jahren eins Speunseres lialitäl Hauset Ke ine in annu neren ngen. Garantie für Haltbarkell ZÜRICH IN FRANKREICH IIIMKEDjtEEDRED Succurs.ä Lausanne wunncnarcnDCfi ^^»^«SM» Der französische Rennfahrer Tremoulet hat in Paris ein An- und Verkaufs-Gesehäft TOQ Occasions-Automobilen eröffnet, beabsichtigt jedoch auch nächstes Jahr wieder in die sportliche Arena zu steigen. In welcher Form dies der Fall sein wird, steht im Moment allerdings noch nicht fest Nekrologie Fürst Kinsky t. Im Alter von erst 45 Jahren ist am vergangenen Montag in Wien an einem Schlaganfall Fürst Ulrich Ferdinand Kinsky, ein weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannter Sportsmann, gestorben. Er hat sich ganz besondere um die Förderung des österreichischen Pferderennsportes verdient gemacht und präsidierte — selbst aktiver Sportflieger — während langen Jahren den österreichischen Aero-Club. Aber auch im Automobilrennsport war Fürst Kinsky kein Unbekannter. Nicht nur, dass er im österreichischen Automobil- Club eine wichtige Charge bekleidete. In früheren Jahren nahm er auch an vielen sportlichen Veranstaltungen, vor allem an Bergrennen teil und war unter anderm am internationalen Klausenrennen des Jahres 1926 erfolgreich, indem er auf einem Steyr-Rennwagen der «5-Liter-Klasse mit 18:57 einen Klassenrekord aufstellte und hinter dem Alfa-Romeo-Piloten Kessler die zweitbeste Tageszeit der Automobile überhaupt herausfuhr. Schliesslich sei erwähnt, dass sich Fürst Kinsky auch als Polospieler einen Namen machte. Nuvolaris Vater tödlich verunglückt. Auf tragische Weise ist der Vater des bekannten italienischen Automobilrennfahrers Tazio Nuvolari ums Leben gekommen. Der trotz seinen 75 Jahren noch rüstige Mann kam auf einer Dienstfahrt in der Provinz Mantua auf seinem Motorrad in einer Kurve ins Schleudern und stiess gegen die Brüstung einer Brücke, wobei er einen Schädelbruch erlitt, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Arturo Nuvolari war einer der ersten italienischen Motorradfahrer gewesen. Gross ist die Anteilnahme der ganzen italienischen Sportwelt an der Trauer um den Verstorbenen. Stvsassen Reichsautobahnprogramm wird auf 14.000 km erweitert. Nach den Erklärungen Dr. Todts, des Generalinspektors für das deutsche Strassenwesen, wird das Programm für die Autobahnen, das noch im Dezember 1933 bloss 6900 km vorsah, auf 13 000 bis 14000 km erhöht, wovon sich gegenwärtig 5000 km im Bau befinden. Auf Ende dieses Jahres geht der 3000ste km seiner Vollendung entgegen. Gerade in den nächsten Tagen erfolgt wieder die Freigabe einer ganzen Reihe neuer Abschnitte. Für eine afrikanische Transkontinentalstrasse Algler-Kapstadt. Um die Frage einer Transkontmentalstrasse durch Afrika ihrer Lösung näherzubringen, hat der in Costermansville (Belgisch-Kongo) durchgeführte Kongress für afrikanische Touristik Projekte für eine solche Nord-Sündverbindung ausgearbeitet. Dabei wird vor allem eine Route Algier-Kapstadt näher ins Auge gefasst. Nicht dass es «ich um eine vollständige Neuanlage handelte, vielmehr liegt dem Plan die Idee zugrunde, die bereits bestehenden Strassenabschnitte untereinander zu verbinden. Endgültig werden die Würfel über die Trasseführung jedoch erst am nächsten Kongress für Afrikanische Touristik fallen, der 1940 in Algier zusammentritt und sich bei seinem Entscheid auf die praktischen Erfahrungen stützen zu können hofft die ein gross aufgezogener automobilistischer Wettbewerb auf der Route Algier-Kapstadt erbringen soll. Reichsautobahnen Im südlichen Deutschland. Es ist verständlich, dass in der Ostschweiz der Ausbau des Autobahnnetzes im südlichen Deutschland mit besonderem Interesse verfolgt wird, erfahren doch damit nicht nur die Verbindungen nach Mittel- und Norddeutechland für die schweizerischen Automobilisten eine merkliche Verbesserung, sondern auch die Zufahrten von Deutschland zur Nordostschweiz werden dadurch erheblich gefördert. Als erste längere Strecke von Stuttgart westwärts wurde nun die 33 km lange Reichsautobahn Stuttgart-Pforzheim dem Verkehr übergeben, ein Teilstück der grossen Verbindung Karlsruhe-Stuttgart- Ulm - München - Oesterreich, die nun im Abschnitt Pforzheim - Stuttgart - Ulm - Günzburg durchgehend befahrbar ist. Das wichtigste Grossbauwerk des Teilstückes Stuttgart - Pforzheim bildet die Rohrbachbrücke bei Glemseck, die als Eisenbetonbau 7 Bogen mit Spannweiten von 27—45 m aufweist. Ein zweites nunmehr dem Verkehr übergebenes Teilstück von 20 km Länge führt von Stuttgart nach Ludwigsburg mit seinem prächtigen Schloss. Es handelt sich um ein Teilstück der grossen Verbindung Hamburg - Hannover - Kassel-Würzburg - Heilbronn-Stuttgart, die später im Ergänzungsnetz ihre Fortsetzung nach Schaffhausen über Rottweil erhalten soll. Die neue Autobahn durchstösst den Höhenzug Solitüde, bekannt durch die Automobilund Motorradrennstrecke, im Engelbergtunnel, der aus zwei separaten in einem Abstand von 45 Metern angelegten zwei Tunnelröhren von 11 m Breite und 8,40 m lichter Höhe besteht. Die beiden Tunnels besitzen eine Länge von je 300 m. V Frequenzen der konzessionierten Autotransportunternehmungen im II. Quartal. Vom April bis Juni 1936 haben die konzessionierten Autolinien der Schweiz 765 254 Personen befördert, verglichen mit 712 530 im selben Zeitraum 1937. Ausserdem benützten 5 710 235 Personen (gegen 5 419 861) die städtischen Autobusse. Von diesem Total entfallen auf Zürich 1885 693 (+ 51 285), auf Bern 1 627 126 (+ 20 867). In ihrer Gesamtheit verzeichnen somit die konzessionierten Autotransportbetriebe während des 2. Quartals 1938 eine Frequenz von 6 475 489 Fahrgästen, gegen 6132 391 in der nämlichen Berichtsperiode 1937, woraus sich eine Zunahme um 343 098 Passaeiere ergibt