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E_1938_Zeitung_Nr.103

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8 ÄUTOMOBIL-EEVUE

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Wel h VVa/// s BERN, Friltag, 23. Dezember 1938 Automobil Revue • II. Blatt, Nr. 103 1 Im Tor zu Christkinds Mäzchenschloss. IDeihnachten Holde Weihnacht, sag' wie lange kehrst du schon zu uns zurück, spendend uns beim Glockenklange Seelenfreude, Herzensglück? Mag die Zeit mit eil'gen Schritten uns entfliehn in stetem Lauf — Immer in des Winters Mitten blühst du herrlich wieder auf. Ob Jahrhunderte versinken, du vergehst mit ihnen nicht; stets von neuem sehn wir winken deines Sternes helles Licht, hören deine frohe Kunde, lehrend uns der Liebe Macht, und des Jahres schönste Stunde schenkst uns du, o heil'ge Nacht. Horch! Im Dome frommes Singen! Sieh'l Ein Baum im Kerzenschein!. Und schon stimmt der Orgel Klingen in den Weihgesang mit ein — Und wie Lichter nun und Lieder ganz erfüll'n das Gotteshaus, so übt auch die Weihnacht wieder In der Welt ihr Wunder aus. Emil HOgü. (Wmtemacht in St. Moritz) Es ist um die Weihnachtszeit ein eigen Ding. Sie ergreift uns alle, den einen tiefer, den andern weniger — jenen andern, der es vielleicht besser versteht, die Regungen seines Innern zu verbergen. Wer aber, wie die meisten Menschen, noch einen Hauch der eigenen Kindheit an sich trägt und willig ist, die Stimme der Kinderseele in seinem Innern zu vernehmen, der wird jedes Weihnachtsfest von neuem als ein Fest der Seele erleben. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ein Jahr am Ausgehen ist und uns zugleich an die Vergänglichkeit des Lebens und aller irdischen Güter — und an die Einmaligkeit 'unseres Daseins gemahnt. Da kommen, wie bei jedem rechten Hausvater, die Gedanken wie von selbst auf die Frage, ob man vorwärts oder rückwärts gewirtschaftet hat. Und merkwürdigerweise begnügt man sich nicht mit einer Antwort, die in nackten Zahlen auszudrücken wäre. Geschäftliche Erfolge erfreuen jeden natürlich empfindenden Menschen — aber sie vermögen sein Inneres nicht zu erfüllen, seine Seele nicht lange glücklich zu machen. Das raunt uns die Stunde der Einkehr der Weihnachtszeit ganz leise und eindringlich zu. Die geschäftigsten Leute halten plötzlich inne, um sich einen Augenblick lang nach dem tieferen Sinn all des Tuns und Treibens zu fragen. Dann horchen wir in die verschneite Nacht hinaus und empfangen den vollen, tiefen Klang der Weihnachtsglocken wie eine Erlösung. Der Mensch kehrt zu sich selber heim, legt alle Hast der Arbeit ab und ist bereit, sich der Weihnachtsbotschaft zu freuen. Er kehrt heim zu seiner Seele, die er im Trubel des Tages nur allzuleicht vergisst und die ihm doch ständig ein Ruhepunkt und Wegweiser im täglichen Leben und im Kampf ums Dasein wäre, wenn er nur wollte. Darum wühlt das Weihnachts-Erlebnis viele Menschen im Innersten auf, und es ist nicht gut, jemand am Heiligen Abend allein zu lassen. Die Festfreude gedeiht am schönsten dort, wo die Leute sich zusammenfinden — nicht zu Diskussionen, nicht zu wichtigen Sitzungen, sondern ganz einfach zum gemeinsamen Freuen und Glücklichsein. Weihnacht ist die Zeit, wo man sich an hundert Menschen erinnert, die man im Laufe der Tage aus den Augen verloren hat. Weihnacht ist die Rückkehr zur Erinnerung, zur Verinnerlichung. Vielleicht empfindest du den Drang, recht vielen Mitmenschen auf Weihnachten etwas zu schenken. Richtig schenken können ist ein Zeichen von innerer Güte — es kommt dabei nicht so sehr darauf an, wieviel und was man schenkt. Vielleicht hast du nicht die Mittel, um allen, die du beschenken möchtest, etwas zu geben. Was dir bleibt: du kannst ihnen ein freundliches Wort schenken oder eine Kleinigkeit zuliebe tun. Spürt der andere nicht auch schon daran, dass Weihnacht die Jahrzeit der Seele ist? Ueber Wünschen und Schenken könnte man tausend Dinge sagen, die alle richtig und alle falsch sind. Es ist nicht mit dem Erfüllen der Wünsche allein getan, und auch nicht mit dem Einkauf oder Versand der Geschenke — obschon ich dir gleichzeitig raten möchte, diese Besorgungen nicht auf den letzten Tag vor Weihnachten zu verschieben! Ein Freund von mir wollte kürzlich einigen armen Kin- ^Jeele dem eine Weihnachtsfreude machen und fragte nach ihren Wünschen. Er glaubte, diesen Kleinen mit bescheidenen Franken ein paar hübsche, kleine Geschenke erstehen zu können — da verlangte einer der Knaben eine teure elektrische Lokomotive oder dann lieber nichts. Mein Freund hat sein Geld gezählt und den armen Kindern daraufhin kleinlaut ein paar Süssigkeiten gekauft. Man könnte vom Schenken auch sagen, dass es die Empfänger teils begehrlich, teils scheu macht. Dankbarkeit in allen Ehren — aber ich für meinen Teil empfinde gar nie das Bedürfnis, gleich etwas zurückzuschenken. Das braucht ein rechter Schenker nicht, um das Gefühl zu haben, sein Geschenk sei an die rechte Adresse gekommen. Schenkt er von Herzen und nicht nur weil es eben der Brauch erheischt, dann wird ihm ein leuchtend dankbares Auge viel mehr sagen als ein unnützes Gegengeschenk. Also: lasst euch ruhig schenken, was man euch geben will. Sag schön danke und nimm's! Die Weihnachtszeit ist dazu angetan, die Formeln des Alltags vergessen zu lassen. Es kommt hier nicht mehr darauf an, eine tadellose Figur zu machen — es kommt aber darauf an, ob wir bei dem Erlebnis der Menschenliebe, das die Weihnacht uns schenken will, vor uns selbst bestehen können. Denn nichts spricht heute so stark zu uns wie unser Innerstes in der Weihnachtszeit, der Jahrzeit der Seele. H. R. S. Von Weihnachts- and Neajahrsbräachen im welschen Wallis Man stelle sich vor, wie im Wallis jedes Tal durch eine hohe Bergkette vom andern getrennt ist. Jedes Tal hat seine eigene Kultur und hält zähe daran fest. Deshalb gibt es so viele Bräuche als es Täler gibt, ja noch viel mehr. Die Walliser Kinder jeder Talschaft haben allerdings einen gemeinsamen Weihnachtsglauben. Sie nehmen an, dass das Jesuskind selber und nicht irgend ein Engel die Geschenke bringt. Es bringt sie der Mutter. Die Kinder stellen Hafer und Salz vors Fenster, um das Eselein des Weihnachtskindes herbeizulocken. Den Weihnachtsbaum in der Familie kennen die Walliser selten. Dagegen gibt es in fast allen Dörfern den Schulweihnachtsbaum. Er wird am 24. Dezember von den Mädchen der obersten Klassen geschmückt. Die grossartige Walliser Landschaft macht dem Fremden wohl einen tiefen Eindruck in der Heiligen Nacht. Wir sind in den Bergdörfern des welschen Wallis, im Val d'Anniviers, in Saint-Luc oder in Chandolin. Lieber den tiefverschneiten Wäldern glänzen die fernen Eisberge. Es ist kein harter Glanz, sie sind in Mondlicht gehüllt oder versinken ganz im Dunkel einer Neumondnacht. Die Glocken läuten ununtcr-