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E_1939_Zeitung_Nr.003

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. JANUAR 1939 - N° 3 stehung: der sogenannten «Gelenkachse» .(«Horch», «Grosser Mercedes», doch wird es selbst gewiegte Fahrzeugtechniker überraßchen zu hören, dass diese Konstruktion — festaufgehängtes Differential und durch eine leichte Achse verbundene, über Gelenkwellen angetriebene Räder — bereits in kinematisch einwandfreier Lösung bei dem im Jahre 1898 (!) entworfenen Vorderantriebs wagen von «Graef & Stift» vorhanden war! Einer der Hauptgründe, weshalb bei den Hinterrädern den Konstrukteuren der Entschluss zur unabhängigen Federung schwer fällt, muss wohl darin gesucht werden, dass bei dieser Anordnung die von vielen Käufern gewünschte weiche Federung meist nur um den Preis einer deutlichen Neigung zum seitlichen Schwanken in Kurven zu erzielen war. Sieht man von der immerhin nicht billigen Konstruktion der Gelenkachse ab, so ist in dieser Beziehung die Aufhängung in hochgelegten Federn in ihrer günstigen Wirkung bemerkenswert. Tatsächlich vollzieht sich nämlich das lästige Hinauslegen des Wagenkörpers aus der Kurve vermöge der Fliehkraft unter der Wirkung jenes Drehmoments, für welches die Höhe des Fahrzeugschwerpumktes über der durch die Federgehänge gehenden In die Schwerpunktsebene hochverlegte Querfeder zur Vermeidung des Kippmomentes in Kurven (« Silton-Special »-Leichtgewichts-Rennwagen 1930). Die «Doppel-Gelenkachse» vereinigt Vorteile der Schwingachsen — gefedertes Differential — mit der Parallelführung der Räder beim Starrachswagen. (Horch). horizontalen Ebene massgebend ist. Wäre es demnach durchführbar, den Schwerpunkt bis in diese Ebene zu senken, so käme die Fliehkraft in den Kurven überhaupt nicht mehr als kippendes Moment, sondern nur mehr als einfacher Zug auf die Federn zur Wirkung. Da dies aber selbst bei einem extrem niedrig gebauten Rennwagen kaum möglich ist, unternahm der Verfasser bei dem von ihm im Jahre 1930 für internationale Rekordversuche der Klasse «I» gebauten Rennfahrzeug den Versuch, umgekehrt die Federungsebene auf die Höhe des Schwerpunktes zu heben: Die Sache mit Mohammed und dem Berg! Tatsächlich stellte dieser Miniaturrennwagen mit seinem Gewicht von bloss 295 kg bei 2250 mm Radstand und seiner in halber Kühlerhöhe liegenden Querfeder seine hervorragende Strassenlage auch in kurvenreichen Bergrennen unter Beweis, und das Prinzip der hochgelegten Querfeder gelangte auch später bei verschiedenen Modellen der Auto-Union unter der Bezeichnung «Schwebeachse» zu Ehren. V. E. de St. Te«hn(sche Notizen Preßstoffbüchsen für Achsschenkellager An Stelle von metallenen Büchsen wird neuerdings in Deutschland die Verwendung von solchen aus Preßstoff für die Achsschenkellager studiert. Die Versuche sollen glänzende Resultate gezeitigt haben. Man hofft, den verwendeten Preßstoff < Gehrolit» noch für die verschiedensten andern Lagerstellen des Fahrwerkes verwenden zu können und dadurch Metalle zu sparen. Uebrigens soll der neue Werkstoff sich als Lager für die hochbeanspruchten Walzen in Walzwerken «bereits seit einigen Jahren bewährt haben, so; dass entsprechende Erfahrungen aus dem allgemeinen Maschinenbau vorliegen. Unter anderm zeigte es sich, dass dieses Pressmaterial viel weniger empfindlich und daher anspruchsloser ist als Bronze. -b- T«*«8«n $|9»4&cl**«0l Frage 13.696. Bestimmung des Säuregehalts von Dieselöl. Ich wäre Ihnen dankbar für Angabe von Untersuchungsmethoden zur Bestimmung des Säuregehalts von Dieselöl. A. R. in W. Antwort: Wir nehmen an, dass es Ihnen weniger darum zu tun ist, die Fettsäuren festzustellen, als vielmehr die bei schlechter Raffination im Oel zurückbleibenden Mineralsäuren nachzuweisen, welche stark korrodierend wirken und in gutem Dieselöl nicht vorhanden sein sollen. Man giesst zu dieser Prüfung 100 g Oel sowie 100 cm 3 reines destilliertes Wasser in einen Glaskolben und schüttelt öfter um. Das Glas mit diesen Flüssigkeiten wird nun in einem beheizten Wassertopf allmählich etwas erhitzt, wobei abwechslungsweise immer wieder durchgeschüttelt wird. Hiebei nimmt das Wasser die Mineralsäuren auf. Danach lässt man das Gefäss mit dem Oel ein wenig stehen, damit sich Oel und Wasser scheiden können. Letzteres giesst man nun durch einen mit destilliertem Wasser etwas angefeuchteten Papierfilter und gibt zum filtriertem Wasser etwas Methyl-Orange- Lösung (in jeder Apotheke erhältlich) hinzu. Erfolgt ein Farbumschlag nach rot, «o sind unerwünschte wasserlösliche Säuren im Oel enthalten. Frage 13.697. Wie wird die Oktanzahl bestimmt? Was versteht man unter Oktanzahl? Wie wird sie in einem Brennstoff analytisch bestimmt? Welches ist die Erklärung der erhöhten Klopffestigkeit bei Verwendung einea Brennstoffes mit höherer Oktanzahl? A. W. in Z. Antwort: Die Oktanzahl ist nichts anderes als ein direkter Gradmesser für die Klopffestigkeit. Brennstoffe von hoher Klopffestigkeit haben eine hohe Oktanzahl (70—100), solch« mit niedriger Klopffestigkeit eine geringe Oktanzahl (z. B. 50). Diese läßst sich nicht auf analytischem Weg bestimmen, sondern man misst sie mit Hilfe eines Motors mit verstellbarem Kompressionsverhältnie. Als Vergleichsbrennstoff dient ein Gemisch aus einem sehr wenig klopffesten und einem äusserst klopffestem Brennstoff (Oktan). Je mehr vom letzteren beigemischt wird, desto weniger neigt diese« Gemisch zum i Klingeln». Will man nun einen Brennstoff auf Klopffestigkeit untersuchen, eo benutzt man ihn zum Antrieb des erwähnten Klopfmessmotors mit veränderlichem KompressionsTrerhältnis. Dieses wird so lange verstellt, bis das Gemisch gerade leicht zu klopfen beginnt. Aus einer zweiten Versuchsreihe weiss man, dass bei diesem Verdichtungsverhältnis ein Vergleichsbrennstoff mit 70% Oktangehait ebenfalls gerade zu klopfen beginnt. Dann sagt man, das geprüfte Benzin habe eine Oktanzahl von 70. Die dritte Frage fällt angesichts der obigen Definition der Oktanzahl von eelbst dahin, weil diese eben nur ein Mas« für die Schriftliche Antworten: Frage 1013. Zerlegbare Garage. Vor einiger Zeit haben Sie einen Artikel über zerlegbare Garagen gebracht und bitte Sie mir Adressen von Lieferanten anzugeben. K. in 0. Frage 1014. Betriebskosten. Schon verschiedene Male haben Sie eine Jahres-Unkosten-Berechnung für ein Automobil in der «Automobil-Revue» gebracht. Ich möchte Sie nun höfl. bitten, mir diese Aufstellung ebenfalls zukommen zu lassen. D. in Z. Frag« 1015. Umbau eines Wagens in Traktor. Wer besorgt den Umbau von Auto auf Traktor? B. in K. Frage 1016. Lackentferner. Ich wäre Ihnen sehr tu Dank verpflichtet, wenn Sie mir angeben könnten, mit was man Duco-Farbe an einem Wagen vollständig entfernen kann. E. in B. Frag* 1017- Thermometer für hohe Temperaturen. Können Sie mir mitteilen, wer elektrische Thermometer für hohe Temperaturen herstellt? P. in T. Frage 1018. Elektrische Schmelztiegel. Wer fabriziert in der Schweiz elektrische Schmektiegel? S. in T. Frage 1019. Diktlonär. Wo können wir einen Diktionär für Autobestandteile beziehen? F. in Z. Frage 1020. Vertretung von Daimler. Besteht in der Schweiz eine Generalvertretung der Daimler- Wagen? Wenn nicht, wie lautet die Fabrik-Adresse? V. in B. Sp9*«e»chsei Anfrage 740. Beschneiden der Ausweise. Das ACS-Sekxetariat verkauft hübsche Lederumschläse, die u. a. auch Cellophankompartimente für Fahrzeug- und Fahrausweise enthalten. Eine Bekannte von mir erhielt ein solches Etui, aber es erwies eich, dass die Ausweise um ein weniges zu lang waren. Was tun? Die Dam« stutzte ihre Ausweise oben und unten um die wenigen Millimeter, die nötig waren, um sie zu verstauen. Dafür wurde sie von der Verkehrskontrolle mit Fr. 2.— (zwei) gebüsst und obendrein musete sie weitere 2 Fr. für das Neuherausschreiben des beschnittenen Fahrzeugausweises bezahlen. Auf welche Verordnung und welches Gesetz mag sich dabei die Behörde gestützt haben? Wird meine Bekannte diese Busse jedesmal zahlen müssen, wenn sie ihre Ausweise vorzeigen muss, oder jedes Jahr bei deren Erneuerung oder überhaupt nur dieses eine Mal? B. C. in A. Antwort: Grundsätzlich soll man nicht alles verstehen wollen, namentlich nicht Geistesblitze und Gedankengänge des heiligen Bürokratius. Natürlich soll an amtlichen Dokumenten — um solche handelt es sich im vorliegenden Falle — nicht herumgeschneidert werden. Wenn es sich aber nur um einige Millimeter handelt, um die Papiere in einem Etui besser versorgen zu können, ist daß Verhalten der betreffenden Amtsstelle lächerlich. Aber wie gesagt, wir wundern uns über nichts mehr! * Grosses Spezialhaus für Pneus J. STÖCKLI • BERN Mühlemattstr. 53. Telephon 21.318 Zu kaufen oder zu mieten gesucht bis 10 PS, nicht unt Modell 35. OPEL bevorzugt An Zahlung würden Karosseriearbeiten oder andere Holzwaren gemacht Offerten unter Chiffre 7807 an die (2,3 Automobil-Revue, Bern. Zukaufen geduckt SAURER DIESEL (3 B. L. D., 6 Tonnen, mit od. ohne Kipper, event. reparaturbedürftig. — Ebendaselbst ein Langholz-Anhänger, 40X8, doppelbereift. — Genaue Offerten mit äusserster Preisangabe unter Chiffre 7831 an die Automobil-Revue, Bern. Zukaufen geöucfU Einachser-Anhänger, 0 c- casion, m. autom. Bremsvorrichtg,, mind. 3700 kg ges. Nutzlast u. gr. Brücke. Daselbst zu verkaufen neufertige Bosch-Zündllchtmaschine, 12 V., f. 4-Zyl.- Lastwagen-Motor, 1 Bosch- Anlasser, 12 V., u. 1 fast kompl Oetiker-Motor, ob.- gest., Md. 1925, billig. — Nehme 40/8 Pneus, Autoöl, Blachen oder Ketten in Zahlung. X. 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Schneeräumung auf den bernischen Strassen soll inskünftig prompter erfolgen. Man muss es dem neuen Baudirektor des Kantons Bern, Regierungsrat Grimm, lassen: er bringt den Nöten des Automobilisten und den Anforderungen, welche dieser vernünftigerweise an den Strassenbau und -unterhalt stellen darf, Verständnis entgegen. Das bewies er, um ein Beispiel zu zitieren, mit dem Ausbau der früher geradezu berüchtigten Durchgangsroute Murgental-Bern, beweist er auch neuerdings wieder damit, daas er die Klagen über unzulängliche Schneeräumung im Kanton zum grossen Teil als berechtigt anerkennt und Abhilfe in Aussicht stellt. Wie einer Mitteilung der berniechen Staatskanzlei zu entnehmen ist, fällt die Aufgabe der Schneeräumung nach dem Strassenbaugesetz von 1934 den Gemeinden zu. Diese Art der Organisation befriedigt indessen nicht, weshalb die kant. Baudirektion eine Revision in dem Sinne anstrebt, dass die Schneeräumung auf den Hauptdurchgangsstrassen einheitlich und unter zentraler Leitung durchgeführt würde. Dabei sollen soweit möglich motorisierte Schneepflüge zum Einsatz gelangen, wie es in einzelnen Gegenden (Oberland, Berner Jura) bereits der Fall ist, weil sie raschere Arbeit leisten ala der Pferdepflug und den Schnee auf eine grössere Breite beseitigen. Von heute auf morgen lässt sich natürlich die geplante Revision nicht in die Tat umsetzen. Die Verhandlungen mit den Gemeinden erfordern Zeit. Inzwischen wird auf anderem Wege eine Verbesserung der Verhältnisse zu erreichen versucht; im Kontakt mit den Gemeinden strebt die kantonale Behörde danach, bei jedem Schneefall die Strassen sofort freizumachen. Unmögliches wird man dabei von den zuständigen Stellen jedoch nicht verlangen dürfen. Auch die Organe des Staates können nicht überall gleichzeitig zugegen sein. Und wenn er von uns Automobilisten erwartet, dass wir bei starken Schneefällen auch das Unsrige tun, um den damit verbundenen Gefahren Rücksicht zu tragen, so darf das ein jeder getrost unterschreiben. Der TCS im Dienste der Landesausstellungsbesucher. Errichtung eines T.C.S.-Pavillons auf dem alten Tonhalleplatz in Zürich. In Verbindung mit der provisorischen Herrichtung des alten Tonhalleplatzes als Parkplatz soll, wie wir bereits gemeldet haben, für die Dauer der Landesausstellung ein Auskunftspavillon des T.C.S. errichtet werden. Nach dem Projekt von Architekt A. G. Müller kommt der 36 m lange und 7,4 m breite Bau in die NordostecW des Areals «u steheu mit Längsseite gegen die Theaterstrasse. Das eingeschossige Gebäude erhält eine Höhe von 3,75 m und wird mit einem Flachdach versehen. Im Zentrum befindet sich eine Auskunftshalle von 15 m Länge und 7 m Breite; hinter einem grossen Schaltertisch orientiert eine Stadtkarte mit beleuchteten Parkplätzen den Besucher über die Abstellmöglichkeiten für seinen Wagen. Auf der Südseite wird sich ein alkoholfreier Erfrischungs- und welcher selbständig in allen Reparaturen, auch in •autoelektrischen Anlagen bewandert ist, nach der Ostschweiz. — Offerten unter Einreichung der Zeugnisabschriften und Lohnansprüche unter Chiffre 7828 die Automobil-Revue, Bern. an N° 3 — DIENSTAG, 10. JANUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE KB*em i^ililllSliMÄRKT G e s u c h t per sofort oder später jüngerer (c Auto-Mechaniker Traktoren Mechaniker möglichst eingearbeitet auf FORDSON-Traktoren, per sofort gesucht Jahresstelle. — Offerten mit Lohnansprüchen, Zeugnisabschriften und Bild sind zu richten unter Chiffre 7832 an dia (3) Automobil-Revue, Bern. AUTOMECHANIKER der sich über erfolgreiche Tätigkeit ausweisen kann, über mindestens Fr. 5000.— verfügt, wäre Gelegenheit geboten, selbständige Führung einer rentablen AUTO- GARAGE im Anstellungsverhältnis oder für eigene Rechnung zu übernehmen Offerten mit Zeugnissen und Referenzen unter Chiffre 7822 an die (3,4 Automobil-Revue, Bern. Junger, kräftiger, 22jäh- Tiger Bursche (2,3 sucht Stelle als Chauffeur auf Personen- oder Lieferungswagen. Suchender ist gelernter Wagner. Würde auch jede andere Arbeit unneiimen. Offerten unt. Chiffre 7808 an die ..Automobil-Revue, Bern. Chauffeur- Gärtner 39jähr., im Besitz d. Fahrbewill. pro 1939, Deutsch Französ. u. Ital. sprech., sucht Stelle bei Privatherrschaft, Anstalt, Gärtnerei od. irgendwelchem Betrieb. Suchender ist durchaus selbständig im Beruf und sicherer Fahrer. Lohnanspruch nach Uebereinkunft. Off. erb. an Arnold Hänz, Gärtner, Friedhofstrasse, Teufen (App.). (3,4 Alteingesessene Automobilfirma sucht für die Verwaltung ihres Wagenlagers, Uebernabme, Be- Btandverwaltung, Ablieferung usw. einen ANGESTELLTEN mit kaufmännischen und technischen Kenntnissen in der Automobilbranche. Erforderlich: Nachwels mehrjähriger Tätigkeit auf ähnlichen Posten in der Branche, Fähigkeit, mehreren Arbeitern vorzustehen. Handgeschriebene Offerten mit Photo, Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erbeten unter Chiffre Z6386 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Warteraum anschliessen, währenddem nordseits zunächst ein Raum für Gepäck und Garderobe mit Schalter folgt, neben dem ein Sanitäts- und ein Polizeiraum liegen. Den Abschluss gegen den Bellovueplatz bilden fünf Telephonkabinen. In der Richtung gegen die Quaibrücke wird als Vorbau eine überdachte Tanksäule angeordnet. Lichttransparente und eine 12 m hohe Leuchtreklame lenken vom Bellevueplatz her die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Pavillon. 5T~ Bestand an Betonstrassen In der Schweiz 1937 und 1938. Belagsflächen Kantone Ende 1937 Ende 1933 m* m* Thurgau 292.824 317.384 St. Gallen 142 940 145.116 Zürich 112.934 130.440 Genf 78.469 78.469 Tesein 55.500 90 461 Bern 52013 52.043 Luzern 48.118 50.391 Waadt 45.230 56.747 Aargau 35.654 48.478 Schwyz 24976 26.831 Solothurn 15.088 76 270 Baselland 14.400 14.400 Neuenburg 10.618 10.618 Schaffhausen 9.540 12.243 Baselstadt 6.382 9.484 Graubünden 4.006 4.006 Uri 2.444 2.444 Nidwaiden 1-404 1.404 Zug 1.122 1.122 Appenzell A.-Rh. 286 286 Glarus 232 1.132 Wallis — 601 Aargaulscher MIlitär-Motorfahrerverband. Aktuelle Fragen der Militärmotorfahrerverbände. Je grössere Anforderungen der Staat an die Militärdienstpflichtigen stellt — und sie werden angesichts der internationalen politischen Lage noch steigen —, um so mehr drängt sich eine Regelung der ausserdienstlichen Weiterbildung unserer Motorfahrer auf. Kameradschaft und Geselligkeit gehören von alters her zu frohem Soldatenleben. Aber allein damit ist der Armeeleitung nicht gedient. In diesem Zusammenhang komme ich auf unser Schreiben an den Zentralvorstand der Schweiz. Gesellschaft für Motorfahreroffiziere., abgegangen am 21. Oktober 1938, das sich mit der Aus- und Weiterbildung der Motorfahrer befasBt, Mit Genugtuung konnte ich feststellen, dass unsere Einheitsabteilung in Bern, sowie die Zentralleitnng der Offiziersgesellschaft an der Arbeit sind, für die aus- Bei Benützung von GRAPHOIl auf Grund von natürlichem, kolloidalem, reinem Graphit Minimale Abnützung, 10—40% Oelersparni« u. bis 30% Energieersparnis Generalvertretung für die Schweiz: CH. PACCAIVARI, LAUSANNE 12, Av. Flortal Gesucht selbständiger, tüchtiger Auto- Mechaniker zur Leitung einer Garage. Nur tüchtige Bewerber mit mehrjähriger Praxis möchten sich melden unt. Chiffre 16683 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht Alleinsteh. AUTO- UND VELOMECHANIKER reiferen Alters findet leichte teile in Kleingarage. Kost und Logis beim Meister. Bei Zufriedenheit Dauersteile. Offerten mit Lohnansprüchen unter Chiffre 7834 an dia (3-5 Automobil-Revue, Bern. **E» Total 954.210 1.130.670 I£€£a»fsches Gesucht för sofort treuer, zuverlässiger und solider (3 Auto- Mechaniker in neue Garage auf dem Lande. Kost und Logis beim Meister. Offerten mit Zeugnissen und Photo sowie Lohnansprüchen sind zu richten unter Chiffre 7833 an die Automobil-Revue, Bern. Nun schläft er mit ruhigem Gewissen, denn 01 hat soeben «Uen Stelleniuchenden, die auf sein Inserat Offerten einreichten, die Zeugrüa* Kopien. Photo« u»w. zurückgesandt. Ken Prinzipal, die StaUsnsuchenden, die aus DM« Inserate eingeben, sind meistens arbeitslos und rechnen mit den letzten Rappen — auch mit jenen, die sie an die Offerte verwenden! Eine prompte Rücksendung der Beilagen — besonders wenn ein twt&ertea Retouicouvert mit eingereicht wurde — bedeutet (ür sie deshalb eine Erleichterung. Wir bitten Sie, Herr Prinzip*!, daran n den» ken, wenn Ihnen die Offerten cmtrSmen and danken Ihnen im Namen der Offertstellei nun voraus für Ihre Aufmerksamkeit. serdienstliche Tätigkeit der Motorfahrer ein Reglement aufzustellen, das für alle Militärmotorfahrer obligatorisch werde. Von den Militärmotorfahrern aus den Rekrutenschulen führen höchstens 30% im Privatleben das Steuer weiter (hauptsächlich auf LW). Das wirkt sich in unserer Einheit so aus, dass wir heute in den WK zu wenig qualifizierte Motorfahrer haben. Ich möchte an dieser Stelle den Vorschlag auf die Wehrbereitschaft machen, dass die Militär- TtotorfahrerveTbände sich zu einem Schweiz. Verband zusammenschliessen. Aus vom Bunde subventionierten Sektionen bestehend, sollte der Verband die Pflege und Förderung des Motorfahrens bezwecken und sich im besondern die Aufgabe stellen, den Mitgliedern seiner Sektionen durch Schulung im LW-, PW- und MR-Fahren eine gute Vorbildung für den Motorwagendienst und den eingeteilten Mannschaften Gelegenheit zur steten Uebung zu geben, sowie für eine Stellenvermittlung besorgt zu sein. Das Uebungsmaterial, d. h. ein PW, ein LW, ein MR sowie Ueberkleider und Betriebsstoff wären für eine bestimmte Zeit im Jahre den Sektionen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Für die volle Kriegsbereitschaft ist nicht nur eine genügende Ausbildung und Bewaffnung der eingeteilten Motorfahrer unerlässlich, ebenso wichtig ist das einwandfreie Funktionieren einer Stellenvermittlung zur praktischen Versorgung unserer Militärmotorfahrer. Diese Stellenvermittlung sollte zentralisiert sein, um zu jeder Zeit dem Arbeitgeber Gelegenheit zu bieten, die Militärchauffeure zu berücksichtigen. Die Militäranstalten sollten von Bern aus gezwungen werden, nur eingeteilte Militärchauffeure als Fahrer zu berücksichtigen. Da alle unsere Verbände wieder vor der Aufstellung des Jahresprogramms stehen, möchte ich sämtliche Motorfahrergesellschaften ersuchen, auf den 15. Januar 1939, 13 Uhr, nach Aarau ins Rest. Hirschen Delegationen abzuordnen, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen und die oben entwickelten Vorschläge zu besprechen. Zu dieser Konferenz hatten sich auch einige hohe Offiziere aus unserei Einheit einladen lassen. E. Schiess, Adj. U. Off. 2^u* CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Generalversammlung: Samstag, den 21. Januar, abends 8 Uhr, im Clublokal Rest. «Weisses Schloss>, Luzern. Wir bitten um vollzähliges Erscheinen. Die Monatsversammlung vom 7. Januar 1939 fällt damit aus. Der Vorstand. Aufom Personelles. Inhaber der Fa. Albert Müller, in Romanshorn, ist Albert Müller. Autogarage, Taxameterbetrieb. Bahnhofstrasse, zur Helvetia, Inhaber der Fa. J. Ottiger, in Luzern, ist Josef Ottiger; Betrieb einer Autogarage; Handel und Vermietung von Autos. Haldenstrasse 14. Firmenänderungen. Die Kollektivgesellschaft Schenkel & Becker, Zürich 6, Automobilwerkst., ist infolge Auflösung erloschen. Aktiven und Passiven gehen an die Fa. Walche-Garage, H. Schenkel, in Zürich 6, über. Neumühlequai 30-82. Firmenlöschungen. Die Fa. Pierre S. Blanc, in Lausanne, Kauf, Verkauf und Vermietung von Automobilen, ist infolge Aufgabe des Geschäftes erloschen. Die Kommanditgesellschaft Gamper & Cie.. vormals Filiale Zürich der Societe de Carrosserie Georges Gangloff S. A. in Liq., in Zürich 9, Automobil- Karosserien usw., ist nach durchgeführter Liquidation erloschen. Die Einzelfirma Max Wyler, Handel mit Traktoren und Automobilen in Herzogenbuchsee, wird infolge Wegzuges des Inhabers von Amtes wegen gelöscht. Garage dt la Rui de Berne S. A„ in Genf. Das Konkursverfahren ist mangels Aktiven eingestellt und die Fa. im Handelsregister gelöscht worden. Henri Mercier, Ing., Radiohm, Garage und Automobilreparaturwerkstatt in Carouge. Die Firma ist nach Schluss des Konkursverfahrens im Handelsregister gelöscht worden. Q PF 7 I A I. Touristikbulletin des A. C. S, Stand der Strassen am 9. Januar 1939. m. K. = mit Ketten, o. K. = ohne Ketten. Appenzell und Tonaenburn: Hauptstrassen im Appenzellerland gepfadet, Ketten ratsam. Strasse Urnäsch-Rossfall-Steinflnh senfadet. m. K. befahrbar, Abschnitt Steinfluh-Sehwägalp gegenwärtig unpassierbar. Strasae Wattwil-AVildhans-Gams festgefahrene Schneeschicht, m K. gut passierbar. Ricken Ketten ratsam. Hulftegg gepfadet, Ketten empfehlenswert. Zufahrt nach Amden m. K. möglich. Zufahrt in die Flumserr-erge gepfadet bis Kurhaus Tannenheim, Ketten notwendig ab Flums. Schwyz: Strasse Sehindellesd-Einsiedeln-Oberiberg gepfadet, m. K. befahrbar, ebenso Sattelstrasse. Glarnerland; Kerenrerbersrstrasse m. K. gut passierbar, festgefahrene Schneelage. Graubünden: Strasse Landquart-Klosters-Davos breit gepfadet. m. K. ab Kiiblis gut befahrbar. Zügenstrasse (Davos-Wiesen) für Autoverkehr gesperrt. Albulatal m. K. offen bis Bergiin. Nord-Siidverhindune Lenzerheide-Julier-Maloja in ganzer Breite gepfadet, m. K. ab Chur bis Chiavenna gut befahrbar. Unter- und Oberpngadin gepfadet, Ketten notwendig. Zufahrt nach Samnaun gepfadet, m. K. offen. Ofenpass gepfartet, fpste Schneeunterlage, m K. oder Winterpneus nassier^ar. Strasse Chur-Reichenau-Thusis-Splügen-Hinterrhein gepfadet, m. K. befahrbar. Misox m. K. offen bis San Bemardino-Dorf. Averstal m. K. befahrbar bis Innerferrera. Oberalpstrasse Chur-Flimg-Ilanz-Disentis-Sedrun gepfadet, m. K. befahrbar Innerschweiz: Brünis gepfartet. Ketten ab Giswil erforderlich, Abzweigung nach Beuti m. K. offen. Strasse Kerns-Stöckaln m. K. befahrbar. Zufahrt nach Enselbpre gepfadpt. KpHen ratsam ab Wolfensohiessen. Entlebuch und Emmental gepfadet. St. Gnffhard: Nordse'te gegenwärtig nur bis Amsteg m. K. befahrbar, Antoverl«