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E_1938_Zeitung_Nr.102

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. DEZEMBER 1938 — N° 108 denke ich mir dies statt dessen so, dass das Holzgas in einer von der Genossenschaft unterhaltenen Zentrale in einem grossen Generator hergestellt und dann in Druckflaschen abgefüllt würde. Da der Holzgaebetrieb wirtschaftlich ist und meines Wissens 2 kg Holz ungefähr einen Liter Benzin ersetzen, müsste dies für die Traktorenbesitser beträchtliche Ersparnisse bringen. Was halten Sie davon? H. A. in B. Antwort: Die Verwendung fester Treibstoffe für Motorfahrzeuge hat gewiss auch gerade für die Landwirtschaft viel Anziehendes. Es gibt heute Generatoren für Holzkohle, Holz, Torf, Koks und andere feste Brennstoffe, die in ihren Abmessungen inkl. Reiniger nicht zu gross sind, um auf einem Traktor Platz zu finden. Hier möchten wir gleich darauf hinweisen, dass sowohl das Holz, als auch die Holzkohle von guter Qualität sein müssen, damit ein einwandfreier Betrieb sichergestellt ist. Dagegen wäre es, wie nachstehend bewiesen wird, unwirtschaftlich, das Holzgas in Speicherflaschen abzufüllen, und dies aus folgenden Gründen: Es ist zwar richtig, dass 2 kg lufttrockenes Holz ungefähr den gleichen Heizwert in Kalorien besitzen wie ein Liter Benzin. Da jedoch die Generatoranlage keinen lOOprozentigen Wirkungsgrad besitzt, wird nicht die ganze im Holz enthaltene Wärmeenergie ins Holzgas übergeführt Wir kommen deshalb der Wirklichkeit näher, wenn wir annehmen, 2,5 kg Holz ersetzten einen Liter Benzin. Da 1 Liter Benzin ca. 7300 Kalorien an Verbrennungswärme besitzt, würde aus 2,5 kg Holz somit Holzgas mit diesem Gesamtheizwert entstehen. Nun besitzt 1 m 3 Holzgas einen Heizwert von ca. 1300 Kalorien Aus 2,5 kg Holz müssten sich also 7300/1300 = 5,6 m» Holzgas ergeben. Dieses Gas müsste zur Speicherung in Flaschen gepresst werden. Nach den bisher in Deutschland gemachten Erfahrungen mit in Druekflaschen gefülltem Leuchtgas kostet das Komprimieren von 1 m* Gas auf Speicherdruck 8 bis 12 Rp. Es darf nun angenommen werden, dass auch die Verdichtung von 1 m 3 Holzgas ungefähr so teuer zu stehen korame. Man müsste also zum Abfüllen einer Holzfasmenge, die einem Liter Benzin entspricht, allermindestens 8X5,6 = 44,8 Rp. rechnen, womit schon der Beweis erbracht ist. dass dieses Verfahren sogar gegenüber Benzinbetrieb und noch viel mehr gegenüber Petrolbetrieb auf alle Fälle unwirtschaftlich wäre. Wenn es sich andrerseits im Falle des Stadtgases rentiert, so einfach deshalb, weil dessen Heizwert ungefähr dreimal so hoch ist und somit an Stelle von 5,6 m 3 weniger als 2 m 3 Gas zu verdichten sind. Aus diesem Grunde kommt auch für Traktoren nur der direkte Gasgeneratorbetrieb in Fra?e. -b- Schriftliche Antworten: Frage 13.673. Generalvertretung von Studebaker. Können Sie mir die Adresse der Generalvertreter für die Schweiz der Studebaker-Wagen mitteilen? W. in S. Frage 13.674. Zylinderguss, Können Sie mir einige Firmen nennen, die Zylinder giessen (Zylinderköpfe aus Guss) etc.? K. in B. Frage 13.675. Kühlwasser-Heizungen. Wer liefert Kühlwasser-Heizgeräte, die in den Kühlerechlauch eingebaut werden können? G. in B. Frage 13.676. Delahaye, Maserati, M. G. Können Sie mir die Fabrikadressen folgender Automobilfirmen bekanntgeben: Delahaye, Maserati und M. G.? - . C. in E. Frage 13.677. Ledermöbel. Wer fabriziert in der Schweiz Ledermöbel? W. in G. Frage 13.678. Seiberling-Relfen. Sind die Seiberling-Reifen in der Schweiz noch vertreten und von wem? W. in L- Letzte l?l«lclun^^n Der Bau der linksufrlgen Walenseetalstrasse gesichert. Durch bundesrätlichen Beschluss vom 9. Dezember ist bekanntlich das Projekt einer Bahnverbindung von Rueras nach Göschenen aufgehoben und an dessen Stelle den eidg. Räten eine Strassenverbindurtg Glarus-Graubünden beantragt worden. Der Glarner Landrat hat nun auf Grund eines regierungsrätliohen Berichtes, seinen früheren Beschluss mit dem Bau einer linksufrigen Walenseetalstrasse zuzuwarten, aufgehoben. Auf Antra*g des kantonalen Baudirektors ermächtigte der Landrat den Regierungsrat mit allen gegen 2 Stimmen, den Landsgemeindebeschluss über den Bau einer linksufrigen Walenseetalstrasse nunmehr zu Vollziehern Dr. Scherrer, der zurückgetretene Präsident der S. V. Z. bleiben, und die besten Wünsche des Fremdenverkehrsgewerbes begleiten ihn in sein cotium cum dignitate». Umstellung der Rheintalischen Strassenbahn auf Trolleybus. D«r st. gallische Regierungsrat hat der Rheintalischen Strassenbahn A.-G. die Konzession für die Einführung des Trolleybuesystems auf der Strecke Altstätten-Heerbrugg-Berneck erteilt Zürich und sein Tonhalleareal. Befremdende Diskussion um Parkierungsfragen an der Landesausstellung. Die kantonale Strassenverkehrsliga und die ihr angeschlossenen Verbände, sowie die Vergnügungsstätten, Geschäftshäuser und Anstösser des Bellevueplattes hatten durch verschiedene Eingaben alles getan, um das Tonhalleareal wenigstens im nächsten Jahr als öffentlichen Parkplatz frei zu bekommen, zumal die Parkierung der Motorfahrzeuge an der nächstjährigen Landesausstellung grossen Schwierigkeiten rufen wird und jede vorhandene Parkierungsmöglichkeit ausgenützt werden muss, wofür vor allem auch die Polizeibehörden dankbar sind. Der Stadtrat hat nun diesem berechtigten Verlangen Folge gegeben und das alte Tonhalleareal, nebst etlichen anderen Plätzen, für 1939 als öffentlichen Parkplatz bestimmt Dieser Beschluss fand gewissen Orts wenig Gegenliebe. Dr. Richner glaubte mit einer Interpellation dem Stadtrat am Zeug flicken und 'dagegen: protestieren zu müssen, dass man das Tonhalle-! areal « nur > als Parkplatz benütze. Um der Sache mehr Nachdruck zu verleihen, wurde das Argument einer Gefährdung des Sechseläutens (!) als « Bölimaa» hervorgeholt. Leider fand sich unter allen Gemeinderäten kein einziger, der eich für die berechtigten Verlangen des Strassenverkeirs einsetzte, vielmehr wurde der Interpellant noch durch andere Redner unterstützt, wobei man auch vor allgemeinen, unmotivierten Kritiken nicht zurückschreckte. Dr. W. Schmid malte den Teufel an die Wand, als er erklärte, dass man sogar soweit gehe, Vorgärten im Stadtzentrum mit alten Bäumen abzurasieren (0. um Parkmöglichkeiten zu schaffen, eine Behauptung, die völlig unzutreffend ist Es handelte sich beim zitierten, Fall vielmehr um die geplante Verbreiterung der Breitingerstrasse, wo der betreffende Redner einen Teil seines Vorgartens hätte opfern müssen, picht zur Schaffung eines Parkplatzes, sondern zur besseren Abwicklung des Verkehrs im Zuge Bürkliplatz-Alpencpiai-Seestrasse — linkes Seeufer resp. Zug. So blieb es Herrn Stadtrat Stirnemann vorbehalten, die überschäumenden Reden auf das richtige Mass zurückzuführen mit dem Hinweis, dass die Umwandlung des Tonhalleareals in einen Parkplatz das Sechseläuten in keiner Weis« behindere. Ueber die weitere Ausgestaltung des Platzes nach der Ausstellung sei noch nichts entschieden. Damit hatte der «Sturm im Wasserglas > ausgetobt, wobei nur zu bedauern ist, dass im Zürcher Gemeinderat am Vorabend der Landesschau eine solche verkehrsfeindliche Strömung überhaupt auftreten konnte. Dem Bauamt I und den Polizeibehörden gebührt vielmehr grösster Dank dafür, dass sie sich der bevorstehenden, gesteigerten Verkehrsbedürfnisse durch grosszügige Strassenbauten und umsichtige Verkehrsordnungen intensiv angenommen haben, aus der richtigen Erkenntnis heraus, dass im Urteil über Zürich als Ausstellungsstadt die Erzielung einer reibungslosen Verkehrsabwicklung mit eine entscheidende Rolle spielt. Wenn die Eisenbahnreisenden, die Strassenbahn- und Autobusbenützer, die Gesellschaftswageninsassen und Radfahrer bis an die AussteUungstore hinangeführt werden, dann dürfen auch die Privatautobesitzer und Motorradfahrer verlangen, dass man sie nicht kilometerweit entfernt irgendwo abstellen lässt und sie damit zwingt, einen weiten Weg zu Fuss bei Hitze oder Regen zurückzulegen. Den Zürcher Bauund Polizeibehörden kann man daher nur wünschen, sie mögen ungeachtet dieser persönlichen Bemerkungen von mit den Verkehrsproblemen in keiner Weise vertrauten Gemeinderäten auf ihrer fortschrittlichen Einstellung zu diesen Fragen beharren und ihr Programm strikte durchführen. Das Zürcher Volk ist so verkehrsfreundlich eingestellt, dass es sich ojurch solche seldwylerschen Anschauungen nicht beirren lässt und für grosszügige Lösungen des Strassenverkehrs volles Verständnis besitzt Turicum. A- C. S. Die Deleglertenversammlunr des Automobil-Clubs der Schweiz, die am 17. Dezember 1938 in Bern stattfand, befasste sich mit einer Anzahl von Geschäften interner Natur, die mit dem Budget 1939 im Zusammenhang standen. Ferner prüfte sie den Kalender der automobilsportlichen Veranstaltungen des nächsten Jahres. Neben den grossen internationalen Veranstaltungen, die als «Grosser Preis der Schweiz für Automobile», «Grosser Preis der schweizerischen Landesausstellung», «Preis von Bern» und «Preis von Zürich» zur Durchführung gelangen, zählt das AGS-Sportprogramm 4 grosse Bergrennen und 4 nationale Zuverlässigkeits-, Geschicklichkeits- und Orientierungsfahrten. Anderseits hat die Delegiertenversammlung, die als automobilistisches Parlament bezeichnet werden kann, mit grosser Genugtuung festgestellt, dass die vom Antomobil-Club der Schweiz durchgeführten Scheinwerfer-Kontrollwochen wesentlich zur Hebung der Verkehrssicherheit beigetragen haben. SEKTJON BERN. BudseJ-Generalversammlunfl. Bei einem Mitgliederaufmarsch, den man sich füglich hätte stärker denken können, hielt die Sektion Bern am vergangenen Montag in der«Schmidstube» ihre Generalversammlung ab, deren Haupttraitandum die Behandlung des Voranschlags 1939 bildete. Von seinem Vorgänger 1938 weicht das Budget für das nächste Jahr, wie der Quästor ad interim, Dir. Ruferier, darlegte, nur in wenigen und dazu unwesentlichen Punkten ab. Der budget- , massige Verlust von nicht einmal 1000 Fr. dürfte übrigens nur der vorsichtigen Kalkulation der Einnahmen und der largen Bemessung der Ausgaben zuzuschreiben sein und in Wirklichkeit vermieden werden können. Ohne Diskussion stimmte die Versammlung dem Voranschlag zu und fixierte damit auch die Beiträge auf ihrer bisherigen Höhe. Erfreuliches vernahm man bei der Orientierung über Verkehrsfragen: Die Stadtpolizei führt ab 1. Januar 1939 das System der schriftlichen Verwarnung ein, das allerdings bei gewissen Verkehrssünden auf auswärtige Fahrer beschränkt bleibt Eine Gebühr wird nicht erhoben, wohl aber erfolgt bei Wiederholung des nämlichen Verstosses unwiderruflich Anzeige. Im übrigen hat die Stadt ein Programm für die Vermehrung der automatischen Vekehrsampeln in petto; neben der Einmündung Neubrückstrasse - Bollwerk sollen auch die Loeb-Ecke und der Bubenbergplatz - West damit ausgestattet werden. Herrscht zwischen den städtischen Polizeibehörden und den Verkehrsinteressenten ein gutes Einvernehmen, so gefallen sich dafür die Baubehörden in der glatten Ignorierung der Strajssenbenützer - Organisationen, durchaus nicht zum Nutzen des Verkehre. Schliesslich erhielt die Versammlung noch ein Resume der Konferenz zwischen der kantonalen Polizeidirektion und Verkehrsverbänden vorgesetzt, über deren Verlauf an dieser Stelle schon früher berichtet worden ist. Immerhin rechtfertigt es eich, nochmals die Aeuseerung festzuhalten, weis Regierungsrat Seematter dabei dem Sinne nach getan hat: dass die Misere im Strassenverkehr fast ausschließlich von den Fussgängern und Radfahrern herrühre. Was die Steuererleichterungen betrifft, welche die Automobilisten anstreben, so sind die Aussichten dafür nicht als hoffnungslos zu beurteilen, daes sie auf 1940 in Kraft treten werden. Willig Hess man «ich hernach vom Zentralpräsidenten des ACS, Herrn Dr. Mende, durch Photo und Film nach dem Norden entführen. Einmal mehr entpuppte er sich in seinen Aufnahmen, unter denen namentlich die Farbenbilder eine un- Touristik-Bulletin des A. C. S. Stand der Alpenstrassen am 19. Dezember 1938. m. K. = mit Ketten, o. K. = ohne Ketten. Schweiz. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Witterungslage empfiehlt sich bei allen Fahrten in Berggegenden die Mitnahme von Schneeketten. Die Befahrbarkeit der schweizerischen Bergstrassen ist am 19. Dezember morgens folgende: A1 b u 1 a : gesperrt, Albulatal o. K. offen bis zur Verladestation Preda, B e r n i n a : unpassierbar zwischen Pontresina und Poschiavo. Brünig: schneefrei. F 1 ü e 1 a : Südseite gesperrt ab SUs, Nordseite m. K. befahrbar bis Tschuggen. F o r - c 1 a z: m. K. passierbar, stellenweise vereist. Furka* gesperrt zwischen Realp und Oberwald. Grimsel: unpassierbar. Haslital o. K. befahrbar bis zur Zentrale Handeck. Grosser Sankt Bernhard: Schweizerseite gesperrt ob Bourg- St-Pierre. Ibergeregg: stellenweise vereist, mit Schneepneus oder Ketten passierbar. J a u n : hartgefrorene Schneeschicht, m. K- befahrbar. Julier: m. K. oder Schneepneus gut passierbar, Ketten ab Bivio resp. Silvaplana. Klausen: gesperrt, Urnerseite o. K. offen bis Passhöhe, Glarnerseite o. K. befahrbar bis zur Klus oberhalb Urnerboden. Kräzerenpass (Rietbad-Schwägalp): schneefrei. Lenzerheide: aper. Lukmanier: giesperrt zwischen San Gion und Acquacalda. M a 1 o j a : o. K. passierbar, Kettenmitnahme ratsam. Marchairuz: Ketten empfehlenswert. Montets: m. K. passierbar. Morgine: stellenweise vereist, Ketten ratsam. M o s s e s : schneefrei. 0 b e r a 1 p : unpassierbar zwischen Tschamutt und Nätschen ob Andermatt. Ofen: mit Schneepneus oder Ketten gut befahrbar. P i 11 o n : wegen Schneeverwehungen Ueberfahr nicht mehr empfehlenswert San Be r n a r d i n o : gesperrt, Nordseite schneefrei bis Hinterrhein, Südseite m. K. offen bis San Bernardino-T)orf. St Gotth a r d : gesperrt, Nordseite o. K. passierbar bis Hospenthal, Südseite schneefrei bis Airolo. Weiterfahrt m. K. möglich bis Motto Bartola. S i mp 1 o n : gesperrt zwischen Ganterbrücke und Simplon-Dorf. S p 1 ü g e n : unpassierbar ab Splügen-Dorf bis Stuetta. U m b r a i 1: Schweizerseite gesperrt ab Alp Muranza. Weissenstein: schneefrei. Wolf gang (Klosters-Davos): o. K. befahrbar, Kettenmitnahme ratsam. gewöhnliche Ausdruckskraft ausstrahlten, als fein- Sinniger photographischer Könner. Schweden, Norwegen und Dänemark, ihre Strassen, Städte, Schlösser und Kirchen, zogen während fast anderthalb Stunden vorüber. Als weitere Kost —und köstliche Probe für die Möglichkeiten der Farben- Kinematographie rollte, von Herrn Marti auf den Streifen gebannt, ein festlich froher Film von Bern in Blumen und vom Kinderfest ab. auch er von freudigem Beifall empfangen wie die Bilderschätze Herrn Dr. Mendes. )ius d«»n Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Auszun aus dem Protokoll der Generalversammlung, vom SPHAFFHAII^FM 10. Dezember 1938, im Hotel Löwen. Die gut besuchte Versammlung wurde vom Vizepräsidenten Walter Steinmann flott geführt und die Vereinsgeschäfte in rascher Folge erledigt. An den Appell, die Mutationen, die Wahl von zwei Stimmenzählern und die Verlesung des gut abgefassten Jahresberichtes, erstattet vom Vizepräsidenten, konnte zu den Wahlen geschritten werden. Als Präsident wurde einstimmig Armin Moser gewählt; ebenso einstimmig erfolgte die Wahl, resp. Wiederwahl der übrigen Vorstandsmitglieder, nämlich: Vizepräsident: Walter Steinmann; Aktuar: Max Behr; Kassier: Neidhart Paul und Beisitzer; Stirlin Ernst. Als Rechnungsrevisoren wurden Müller Arnold und Bieri Hans bezeichnet Einige Anträge interner Natur fanden Amateure, ebenso der Vorschlag, das« die Generalversammlung jeweils im Dezember durchgeführt werden solle. Die Ansatz« der Monatsbeiträge bleiben unverändert. Als Versammlungstag wurde wiederum der erste Donnerstag im Monat bestimmt, als Vereinslokal das Hotel Löwen und als Stammlokal das Restaurant Salmenstübli bei Noldi Müller. Einstimmigkeit erreichte auch der Beschluss, unser Vereinsorgan, die «Automobil- Revue», weiterhin beizubehalten. Damit war die reichhaltige Traktandenliste erschöplt und konnte man zum obligaten Schübling mit Herdöpfelsalat übergehen. Dieser gemütliche Teil erstreckt sich bei einzelnen besonders Sesshaften bis gegen den Morgen hin. Der Berichterstatter: A. M. Zum Rücktritt Dr. Scherrers vom Präsidium der SVZ. Im Anschluss an die Ausschuss-Sitzung der Schweizerischen Verkehrszentrale vom 15. Dezember in Zürich fand eine Abschiedsfeier zu Ehren des aus Altersrücksichten zurücktretenden Präsidenten der Nationalen Vereinigung zur Förderung des Reiseverkehrs und der Verkehrszentrale statt. Zu diesem Anlasse war eine Reihe prominenter Persönlichkeiten aus dem Schweizerischen Verkehrswesen erschienen. Herr Generaldirektor Hunziker brachte dem scheidenden Präsidenten die Grüsse und den Dank der Bundesbehörden, indem er die Verdienste und grossartigen Leistungen dieses neutralen und über den Parteien stehenden Vorsitzenden hervorhob. Direktor Bittel gab einen Ueberblick über die gewaltige Entwicklung, welche die Schweizerische Verkehrszentrale unter der Aegide von Präsident Dr. Scherrer genommen hat. Dr. H. Seiler, Präsident des Schweizer Hotelier- Vereins, verlieh im Namen und im Auftrage des Schweizer Hotelier-Vereins Herrn Dr. Scherrer als besondere Auszeichnung und in Anerkennung sei* ner für das schweizerische Fremdenverkehrsgewerbe geleisteten Dienste die vom S.H.V. geschaffene Ehren- und Verdienstmedaille. Dr. Scherrer ist erst der zweite Empfänger einer solchen Medaille, obwohl sie schon seit Jahren eingeführt wurde. In bewegten Worten erinnerte Dr. Seiler an die vielen Jahre gemeinsamer Arbeit Das Lebenswerk dieses hervorragenden Mannes wird unvergessen BRUN die beste Schweizer-Schneekette fOr alle Pneuabmessungen stets sofort lleferbaf BRUN&Cie. f Kettenfabrik, NEBIKON (Luzern) Telegramm: BRUN NEBIKON. Telephon Nr. 85.112. Gegründet 1872 Bufher^sdi 0 mein Heimatland. Soeben erschien im Verlag Dr. Gustav Grünau, Bern, « O mein Heimatland», Jahrgang 1939, Chronik für Schweizerische Kunst und Literatur. Preis Fr. 6.—. Man fühlt die Gewichtigkeit dieses bewährten Jahrbuches schon an seinem äusseren Gewände. Sicher ist die kräftige farbige Zeichnung von Willi Wenk auf dem Titelblatt kein leerer Zufall. Der Uristier bläst ins Hörn. Eidgenossen, wachet um Eure Heimat. Und nochmals, an der Spitze des Textteils hören wir alte vaterländische Hymnen rauschen. « Laupentreu — ewig neu. > Hans Bloesch ruft die ruhmvolle Vergangenheit an, weckt Erinnerungen gefahrvoller und siegreicher Zeiten, erzählt von der Treue und vom Zusammenhalten der Eidgenossen. Der weitere Inhalt der Chronik überrascht jedes Jahr wieder neu durch die reiche Ausstattung, die Vielfältigkeit und die sorgfältig ausgewählte Zusammenstellung der künstlerischen Schau und der literarischen Beiträge. In guten Reproduktionen treten die neuesten Werke bester Künstler in Erscheinung. Nicht nur in Bildern, auch im Wort wird der eine oder andere Künstler gewürdigt, das Interesse geweckt und künstlerische Eigenart dem Verständnis nahe gebracht So wechselt künstlerisches, literarisches und unterhaltendes Geschehen in erstaunlicher Fülle. Wir bemerken kurz und bündig, die Publikation ist ganz besonderer heimatlicher Art, es ist das Buch auf den Weihnachtstisch jeder Schweizerfamilie. H.B.

.Antomobn-Revue" BERN, Dienstag, 20. Dezember 1938 Zncckiimssig 1 Mit den Aerzten zusammen werden, die Garagisten gerne von solchen Leuten als Opfer auserkoren, die sich ihre flüssigen Mittel zu erhalten oder für andere Zwecke verfügbar zu machen suchen, indem sie ihre Zahlungen hinausziehen. Was sich in dieser Hinsicht gewisse Kunden erlauben, geht, landläufig gesagt, wirklich «über die Hutschnur». Sechs, neun, zwölf Monate und noch länger glauben sie mit der Begleichung ihrer Fakturen zuwarten zu können, wohl in der Meinung, dass «der andere für die Finanzierung seiner Firma oder Praxis selbst zu sorgen hätte ». Diese seit Jahren überhandnehmende unbefriedigende Zahlungsweise kommt nicht von ungefähr: Die Erschwerung des Kampfs um die Kunden führte natürlicherweise zu einer Schwächung des Lieferanten-Standpunkts. Solange der Garagist nicht auf den einzelnen Kunden angewiesen war,brauchte er ihm auch kein besonderes Entgegenkommen zu zeigen und durfte, ohne dadurch die Erfolgsaussichten des Betriebs irgendwie in Frage zu stellen, die widerspenstigen Zahler mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zwingen. Die Situation ist jedoch von Grund aus anders in Zeiten, da jeder verlorene Kunde auch eine Verminderung des Umsatzes bedeutet. Da wird sich der Prinzipal zwei- und dreifach besinnen müssen, bevor er sich durch ein rigoroses Vorgehen jene Brücken abbricht, die zum einzelnen Kunden und seinen Aufträgen führen. Das bedingt aber, dass in manchen Fällen auch hinsichtlich der Zahlungsweise Eücksichten geübt, werden müssen, oft mehr als lieb und recht ist. — Wäre es im übrigen normal, wenn die menschliche Natur, wie sie nun einmal geschaffen ist. aus einem durch die Lage der Dinge bedingten Uebergewicht keinen Vorteil zu ziehen verständet Es wäre nun allerdings falsch, den säumigen Zahlern immer des schlechten Willens zu bezichtigen. Viele unter ihnen, die durch den schleppenden Eingang ihrer Guthaben selbst knapp an verfügbaren Mitteln sind, müssen sich notgedrungen durch eine überdurchschnittliche Kreditbeanspruchung die notwendige Ellenbogenfreiheit verschaffen. Auch gibt es solche, die ihre Wagen trotz den verminderten Erwerbsmöglichkeiten nicht entbehren können und deshalb nur langsam zahlen, was aber bei der Integrität ihres Charakters keinerlei Gefahr für irgendwelche Verluste bedeutet. Es darf auch nicht übersehen werden, dass bei manchem Berufsmann die Fähigkeit, Guthaben hereinzuholen, recht unbedeutend ist. Entweder lässt er den Dingen ihren freien und natürlichen Lauf oder versteift sich, von Anfang an auf « sein •» Recht, dreht diesen Standpunkt heraus und stösst damit die Kundschaft so gründlich vor den Kopf, dass sie ihn in Zukunft lieber links liegen lässt. Man wird am gegenwärtigen Zustand kaum viel ändern können. Vor allem wird man es unterlassen müssen, Zeit und Energie auf Gefühlsausbrüche über die nun einmal vorhandenen Tatsachen zu vergeuden. Nutzbringender wird dagegen sein, durch wohlüberlegtes Vorgehen den gegenwärtigen Nachteilen so gut als möglich zu begegnen. Trotzdem jeder einzelne Fall andere Verhältnisse und Begleitumstände aufweist, dürfte es doch möglich sein, für das mahnen gesamte Mahnwesen einige allgemein gültige Richtlinien aufzustellen, nach denen sich unser Handeln unbedingt wird richten müssen. Beginnen wir das «Scharmützel um unser Guthaben » mit der Ausgangslage. Wir haben einem Automobilbesitzer auftragsgemäss Arbeit und Material geliefert und besitzen dadurch ein unwiderlegtes Recht auf Bezahlung (vorausgesetzt natürlich, dass die Verzögerung nicht aus einer berechtigten Beanstandung seitens des Kunden herrührt). — Es wäre nun aber falsch, wenn wir von Anfang an auf Seiten des Kunden schlechten Willen supponieren und unsere Massnahmen darauf ©insteilen wollten. Wir würden damit auf einer Annahm© fussen, deren Richtigkeit gar nicht erwiesen ist. Dadurch müsste unsere Taktik mmmmmmmmm Gefahr laufen, auf einer verkehrten Grundlage entwickelt zu werden. — Es gibt in der Welt kaum etwas, das mehr Zwiespalt und Hass verursacht, als der Zweifel am guten Willen des andern. In diesen Fehler dürfen wir aber nie und nimmer verfallen, da wir doch bestrebt sind, uns Zuspruch und Vertrauen nach Möglichkeit auch für die Zukunft zu erhalten. Unsere Taktik muss darum in erster Linie auf Klarheit darüber hinausgehen, ob beim Kunden der gute Wille besteht oder nicht. Dies muss um so mehr geschehen, als durch eine entsprechende Einstellung oft eine beim Kunden bestehende Gleichgültigkeit zum Verschwinden gebracht wird und er seinen Verpflichtungen nachkommt. — Wir werden trotz des durch die vorhandenen Ausstände verursachten Eindrucks immer vom Glauben ausgehen, dass seitens des Kunden das positive Bestreben zur baldmöglichsten Bezahlung seiner Verbindlichkeiten vorhanden ist. Ja, wir werden uns erst dann vom Gegenteil überzeugen lassen, wenn die Reaktion auf unsere Massnahmen keinen Zweifel mehr offen lässt. Ist dies aber einmal der Fall, dann wissen wir, dass bei den Widerspenstigen ein weiteres rücksichtsvolles Zuwarten absolut verkehrt wäre und veranlassen das Notwendige, um unser Geld mit allen vorhandenen Mitteln einzutreiben. Diese Taktik des Abtastens bestimmt naturnotwendig auch die die wir anwenden: Die ersten Massnahmen, seien es telephonische, seien es briefliche, werden erinnernden, vielleicht sogar humoristischen Inhalts sein. Erfolgt darauf keine Reaktion seitens des Schuldners, so geben wir den nachfolgenden Briefen und Awufen eine etwas bestimmtere Fassung, durch welche sich die Wölfe endgültig von den Schafen scheiden dürften. Erreichen wir unser Ziel auch dann noch nicht, dann packen wir mit energischen Fäusten an, weil dann ohnehin nicht mehr viel zu verlieren ist. Wir brauchen wohl kaum beizufügen, dass diese Methode keineswegs ein starres Festhalten an ein genau umschriebenes Schema bedingt und dass, wenn wir Es gibt im menschlichen Dasein wohl kaum Wie bekannt ist, verrechnet der Garagist in eine Frage, die stärker umstritten ist undder Regel die Leistung eines Arbeiters dem heftigere Kontroversen auslöst als diejenige Kunden mit einem Aufschlag, der nicht nur des «angemessenen Lohnes». Welcher Betriebsinhaber hegt in seinem tiefsten Inneren nicht Unkosten, Maschinen- und Werkzeugabnutzung, den Lohn des erstem, sondern auch Miete. die Ueberzeugung, seine Arbeiter wären besser Verluste usw., sowie den eigenen Verdienst bezahlt als er selbst, und welcher Arbeiter decken "soll. — Statt dass nun jedem Arbeiter findet seinerseits wiederum nicht, dass seine ein bestimmter Stundenlohn garantiert wurde, Leistungen eine Erhöhung des Einkommens hat der Geschäftsinhaber — im Einverständnis mit dem Personal — die Entlohnung auf wohl rechtfertigen würden? Glücklicherweise — für beide Teile — hat einer prozentualen Basis eingeführt. Vom Fakturabetrag, den er dem Kunden für die Ar- im Lauf der Jahre die allgemeine Einsicht in die wirtschaftlichen Vorgänge solche Fortschritte gemacht, dass die Frage über die u. a. m.) weiterfakturiert, zahlt er den Arbeitsleistung (also ohne Materiallieferung «Teilung» des Ertrages nicht mehr die alleinige beitern als Lohn 40% aus. Die angemessene Interessensphäre bildet. Man begreift, dass es Verteilung des Gesamtlohnes erfolgt auf eine ebenso wichtig ist, für den Umsatz überhaupt sehr interessante Weise, die am besten an zu sorgen. Denn auch ein grosser Anteil am einem konkreten Beispiel illustriert wird: Kuchen stillt den Hunger nicht, wenn jener Nehmen wir an, die Firma beschäftige einen an sich zu klein ist. Vorarbeiter, 6 gelernte Mechaniker und 3 Parallel zu den meisten Lohnkämpfen gehen Hilfskräfte und arbeite wöchentlich 40 Stunden (diese ge'rade Zahl wird der Einfachheit deshalb heute auch Anstrengungen von der einen wie von der andern Seite, den Arbeiter wegen gewählt). Der Vorarbeiter erhält nun in irgend einer Weise am Ertrag zu interessieren und die Sorgen des Arbeitnehmers und 10, die geschulten Arbeiter einen solchen von pro Stunde einen «Teilungskoeffizienten» von Arbeitgebers in die gleiche Richtung zu führen. Wenn auch in dieser Beziehung schon Es werden infolgedessen pro geleistete Ar- 9 und die Hilfsarbeiter einen solchen von 7. die verschiedenartigsten Systeme und Vereinbarungen mit gutem und schlechtem Erfolg Vorarbeiter 1X10 =10 beitsstunde angerechnet: ausprobiert worden sind, und die Aussichten Geschulte Mechaniker 6X9 =54 über Wert und Unwert auseinandergehen, so Hilfskräfte 3X7 =21 lohnt es sich immer zu erfahren, wie die Fragen andernorts behandelt werden. Das im nachstehenden erwähnten Beispiel ist vor Jahren in einer amerikanischen Garage eingeführt worden und scheint sich zur vollen Zufriedenheit aller daran beteiligten Personen auszuwirken: Die betreffende Firma beschäftigt in ihrer Reparaturabteilung regelmässig zwischen 8 und 10 Arbeiter mit Einschluss des Hilfspersonals. Methode, Leistung und Lohn 85 Arbeiten nun alle 10 Mann während einer Woche 40 Stunden, so ergeben sich daraus 3400 «Teilungspunkte», auf die der Anteil der Arbeiterschaft am Gesamtertrag verteilt werden muss. Beträgt der Total-Fakturabetrag für die geleistete Arbeit beispielsweise $ 750.—, so gelangen an die 10 Arbeiter $ 300.— zur Verteilung, oder pro «Teilungspunkt» $ 0.08823, Es verdienen somit: im nachstehenden eine Serie Mahnbriefe textlich anführen, dies nichts weiteres bedeuten soll als eine Illustration, wie die beschriebenen Grundgedanken praktisch angewendet werden können. 1. Brief: Vor einiger Zeit liess ich mir einen grossen Stempel anfertigen und kaufte ein schönes, rotes Stempelkissen. Und dies zu einem ganz besonderen Zweck. Jedesmal, wenn einer meiner Kunden seine Rechnung bezahlt, zi&he ich die Rechnungskopie mit einem Schmunzeln aus der Mappe der «Rückständigen» heraus und «schmücke» sie mit dem schönen, grossen, roten Stempel, zum Zeichen, dass die Angelegenheit endgültig erledigt ist. Leider befindet sich in meiner Rückstand-Mappe schon seit eine auf Sie ausgestellte Rechnung im Betrage von Fr ; die ich gerne mit dem Bezahlt-Stempel «verschönern» würde. "Wollen Sie mir im Laufe der nächsten Tage diesen Betrag nieht überweisen, damit ich auch diese Angelegenheit als erledigt betrachten kann? 2. Brief: Eine Hand wäscht die andere, so besehreibt man gerne kurz und treffend, wie im Geschäftsleben ein jeder auf den andern angewiesen ist. Zum Waschen braucht man Seife — zum «Geschäften» braucht man Geld. Nur, wenn das Geld immer und immer weiter rollt, kann die eine Hand die andere immer wieder waschen — durch neue Aufträge das Geschäftsleben im Gange halten. Seit fehlt mir Ihre «Seife» — die Beglei- chung meiner Faktura im Betrage von Fr , mit denen ich sehliesslich wieder «andere Hände waschen sollte». Ich darf doch damit rechnen, dass Sie mir diesen Betrag in den nächsten Tagen überweisen werden? 3. Brief: Ich möchte Sie um einen Rat fragen. Was würden Sie tun. wenn Sie von einem Kunden seit (Schluss siehe Seite 10.) £insUUutta rfes 2ÜHtetachsant>tit&i 8.10 Winke zux TflessunQ von &pltVu/e*&o/U 8.10 JjtstaHdsUlluHq. ttekttischeK Autou/vtcti s. 11 We*kstaU~5*chttik s. 11 der Vorarbeiter 400X$ 0.08823 =» $ 35.30 die geschulten Mechaniker je 360X$ 0.08823 = $ 31.75 die Hilfskräfte je 280X$ 0.08823 = $ 24.70 Die Gesamtrechnung lautet dann: 1 Vorarbeiter ä $ 35.30 = $ 35.30 6 Arbeiter ä $ 31.75 = $ 190.50 3 Hilfsarbeiter ä $ 24.70 = $ 74.10 $ 299.90 Wie verlautet, hat die Einführung diese* Verrechnungsmodus verschiedene für beide Seiten bedeutende Vorteile gezeitigt, deren wichtigste erwähnt seien: a) Ist ein Arbeiter momentan unbeschäftigt, so hat er alles Interesse daran, seinem Nebenarbeiter auszuhelfen. Je mehr in der normalen Arbeitszeit bewältigt werden kann, desto grö'sser wird der zu verteilende Anteil der Arbeiterschaft. b) Bemerkt einer der Arbeiter, dass sein Nebenmann irgendwelche Manipulation unrichtig ausführt, so liegt es im Interesse aller, dem zweiten die richtigen Handgriffe beizubringen. c) Entstehen Zwistigkeiten unter den Arbeitern, so ruft der Vorarbeiter gelegentlich alle zusammen und entscheidet nach dem Prinzip der Mehrheit. d) Jeder einzelne hat ein Interesse daran, dem Betrieb nachlässige, faule und unfähige Leute fernzuhalten. e) Die Arbeiterschaft zeigt ein selbstverständliches Bestreben, den Betrieb rationell zu gestalten und macht es sich zur Pflicht, der Geschäftsleitung regelmässig Vor~ Schläge zur Verbesserung der gesamten Organisation zu unterbreiten. Wenn wir auch darauf verzichten möchten, zu dieser neuartigen Regelung der Entlöhnungsfrage pro oder contra Stellung zu nehmen, so muss doch gesagt werden, dass sie geeignet ist, beiden Teilen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und einer Firma den Arbeitsfrieden auf die Dauer zu erhalten. :—: