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E_1938_Zeitung_Nr.104

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I»I Automobil-Revue —

I»I Automobil-Revue — N° Die Chinesen leiern Nenjalir Obzwar offiziell in China die westliche Zeitrechnung eingeführt ist und der Neujährstag auf den 1. Januar fällt, wird im Volke nach wie vor zumeist der Mondkalender befolgt, so dass Neufahr auf irgendeinen andern Tag im Januar zu fallen pflegt. Der chinesische Neujahrstag erfüllt nicht von vornherein alle Welt mit reiner Freude: besteht doch die verpflichtende Sitte, zu diesem Tag alle Schulden aus der Welt zu schaffen, um nach Möglichkeit nichts aus dem alten Jahr ins neue mit hinüber zu schleppen. Die Kaufleute bemühen sich, ihre gesamten Warenvorräte ä tout prix auszuverkaufen, die Geschäftsbücher werden abgeschlossen — kurz, es ist ein Fest des Grossreinemachens auf allen Gebieten. Aber um so erleichterter und sorgloser begrüsst man dann den tatsächlichen Anbruch des neuen Jahres, der zugleich seinen höchsten Feiertag darstellt. Die Mitternachtsstunde wird mit ohrenbetäubendem Lärm begrüsst, der vor allem dazu dienen soll, die bösen Geister zu verjagen, die den Versuch machen, sich in dieser Stunde ins neue Jahr hineinzuschmuggeln. Bunte Laternen hängen an allen Fenstern, und jeder Nachtschwärmer ist mit einem Lampion ausgerüstet. Raketen und andere Feuerwerkskörper machen die Strossen unsicher. Zu Bett geht kein Mensch ... Erst gegen Morgen legt man, sich auf einige Stunden zur Ruhe. Aber schon gegen Mittag beginnt die unendliche Serie der gegenseitigen Neujahrsbesuche. Es gehört zum guten Ton, bei dieser Gelegenheit «nicht zu Hause zu sein >. Denn ein Anstandsbesuch mit der Unzahl von zeremoniösen Verbeugungen und Komplimenten nimmt natürlich immer eine geraume Zeit in'Anspruch, so dass eine Familie Epiphania — Dreikönigsfest Der Brauch, am Dreikönigstage ein grosses Festmahl zu veranstalten, reicht noch bis in die Zeit der «Saturnenfeste» hinüber, an welchen es bei den alten Römern Sitte war, einen «Festmahlskönig» zu erwählen. Die katholische Kirche bezeichnete diesen Tag als «Fest der Epiphanie», an dem man die Ankunft der drei Könige, Balthasar, Kaspar und Melchior, in Bethlehem feierte, die den Stern von Jesu Christi erkannt hatten. In Freinkreich findet man zum ersten Male den «Dreikönigskuchen» erwähnt in einer Urkunde vom Jahre 1311. Seitdem haben Könige, Fürsten und das gemeine Volk grosse Festlichkeiten veranstaltet. Francois I. feierte dieses Fest ungemein fröhlich, und er pflegte sehr viel von dieser «galette des Rois» (Dreikönigskuchen) zu verzehren. In diesen Kuchen wird eine Bohne eingebacken, und derjenige, der diese Bohne bekommt, wird zum König dieses Tages ausgerufen. Jedesmal, wenn der Tischgenosse, der durch diese Bohne zum König erwählt war, sein Glas an den Mund brachte, mussten alle zusammen ausrufen: «Der König trinkt!» Wer das zu tun vergass, wurde bestraft: man schwärzte ihm das Gesicht zur Erinnerung an den Magier- König Melchior, der ein Negerkönig gewesen sein soll. Ludwig XIII. Hess das allerärmste 8 jährige Kind von Paris zu sich kommen und machte es zum König. Seine eigenen Offiziere mussten dieses Königskind diesen Tag lang bedienen. Am andern Tag dürfte dieser Eintagskönig an der Mahlzeit des wirklichen Königs teilnehmen und der König „sammelte in eigener Person unter den Höflingen zugunsten dieses Kindes, das man den « armen kleinen König» hiess. Eines Jahres, an einem solchen Dreikönigstage, erfand Ludwig XIV. ein sehr ergötzliches Spiel: Die «Dreikönigsfestmahlzeit» wurde auf mehreren Tafeln, die in zwei Lager geteilt waren, gedeckt: das eine dasjenige der Männer, das andere das der Frauen. Man servierte den «Dreikönigskuchen», und jedermann suchte die Bohne. Das Los fiel auf den Oberstallmeister, und er wurde als König ausgerufen. Auf der anderen Seite wurde eine der mit einem grösseren Freundeskreis praktisch ausserstande wäre, die gebührende Anzahl von Besuchen an einem Neujahrsnachmittag zu absolvieren, wenn sie überall empfangen würde. Man bedauert also aufs höflichste, die werten Freunde nicht angetroffen zu haben, gibt die rote Glückwunschkarte ab, die mehr als doppelt so gross ist wie eine gewöhnliche Visitenkarte, und zieht zur nächsten Tür, um dort die gleiche Zeremonie zu wiederholen. Die Besuche werden auch in den nächsten Tagen noch fortgesetzt. Aber jetzt handelt es sich nicht mehr um blosse Anstandsvisiten, sondern um regelrechte, zumeist vorher verabredete Festbesuche, die gewöhnlich in solenne Gelage ausarten und sich bis weit in die Nacht hinein erstrecken. Während dieser ganzen Festzeit wird jedes Geschäft vernachlässigt, ganz China befindet sich in einem Freudentaumel, und die geisterabwehrenden Raketen und Knallfrösche begleiten mit ihrem Radau die Ungehemmte Fröhlichkeit. Eine besondere Bedeutung hat der Neujahrstag in China noch insofern, als er für jeden Chinesen, gleichgültig wann er auf die Welt gekommen ist, als offizieller Geburtstag gilt. So kann es ohne weiteres möglich sein, dass ein am 30. Dezember geborenes Kind bereits am folgenden Neujahrstag «1 Jahr alt» wird. Und schliesslich entspricht Neujahr bei den Chinesen auch noch unserem «Allerseelen >: die Gräber, insbesondere die der Eltern, werden besucht und geschmückt. Man kann sich also unschwer vorstellen, dass ein Festtag, der so viele Bedeutungen gleichzeitig in sich birgt, einen entscheidenden Einschnitt im Leben jedes Chinesen bedeutet. C. Pr. Von Peter Pee. Anni steht am Fenster. Es ist kalt draussen. Am Haus gegenüber sind sogar zwei Fensterscheiben angelaufen. Wahrscheinlich wird es furchtbar kalt sein. Anni friert sogar im eigenen Zimmer. Die Zentralheizung ist heute nacht kaputt gegangen — der Spengler wird hoffentlich bald kommen. Schon um 8 Uhr hat man ihm telephoniert. Eine Menge Zeugs hat Anni angezogen: Sämtliche Unterwäsche zweimal,, den dicken alten Hausrock, handgestrickte wollene Strümpfe, die altmodischen karrierten Pantoffeln und erst noch einen Pullover. Um den frierenden Hals ist das graue Halstuch geschlungen. Hofdamen zur Königin. Darauf musste jede der Epiphanie» wurde zum «Feste der guten dieser «Majestäten» sich Minister und Ge- Nachbarschaft» gestempelt, worin die Bohne sandte wählen, die von einer Tafel zur andern den Gastgeber bezeichnen sollte, der die abgesandt wurden, um sich gegenseitig zu beglückwünschen und Bündnisse zu schliessen zwischen den beiden «Mächten». Ludwig XIV., dem das Los eines einfachen Gesandten zufiel, amüsierte sich königlich dabei. Einmal nur wurde der « gäteau des rois » aufgehoben — das war zur Zeit einer grossen Hungersnot, im Jahre 1711, Während der Revolution wurde an seiner Statt ein «gäteau de l'Egalite» und das «Fest Ein kleiner Junge geht auf der Strasse vorüber. Er hält die Hände in den Hosentaschen vergraben, hat die Schultern hochgezogen, schreitet wie ein Erwachsener energisch aus und kneift manchmal die Augen vor Kälte zusammen. Das Komischste aber: Seine Lippen sind zum Pfeifen gespitzt. Vielleicht pfeift er wirklich, obwohl es Anni unwahrscheinlich dünkt, dass jemand in diesem eisigen Winde pfeifen kann. Das Naschen des Buben schaut rot und doch mutig in die kalte Strasse und — schon ist der Junge um die Ecke. Anni bedauert, keine Hosentaschen vorrätig zu haben und beschliesst, nach langer Ueberlegung, Handschuhe anzuziehen. Der Heizkörper ist noch kalt, ja, ein kalter Heizkörper im Winter ist beinahe schlimmer als eine heisse Schokoladecreme im Sommer. Die dünnen Finger von Anni kuscheln sich in ihren Handschuh-Bettchen. Lächerlich, denkt sie, im Zimmer Handschuhe zu tragen. Ein Lastauto fährt schräg gegenüber vor. Zwei Männer sitzen in dem geschlossenen vorderen Teil — eigentlich wie zu Hause. Sie bleiben ruhig sitzen. Wahrscheinlich schöpfen sie Mut, um in die Kälte hinauszugehen. Aber dann machen sie fix: Türe auf, einer läutet am Haus, der andere springt hinten auf den Wagen, gibt seinem Kameraden eine Kiste. Inzwischen ist die 'Haustüre bereits geöffnet,. Kiste abgeben, Quittung unterschreiben lassen, zurück in das geschützte Heim -— Türe zu — Stumpen anzünden; Es klappt ausgezeichnet: Kälteorga- Die Eifrigen beim Bettflaschenspiel. Brrr! Kalt! Zaldinuno Pmal Btchmum nächstjährige brüderliche Mahlzeit veranstalten musste, wobei jeder Gast sein eigenes Gericht mitbringen musste. Aber der Brauch, fester eingewurzelt als alle Regierungsvorschriften, Hess dem Fest seinen tausendjährigen Namen bis in unsere Zeit hinein,... und klein und gross kostet mit heiterer Lust von dem «Dreikönigskuchen», in der stillen Hoffnung, die Bohne zu finden, auf dass ihm das Glück im neuen Jahre hold sein möge. R- B. nisationl Und dann fahren sie ab. Anni erkundigt sich, ob der Spengler — nein, er sei noch nicht da gewesen. Anni zieht vorläufig mal ihren Mantel an. Es ist eine stille Strasse. Sperlinge treiben ein hastiges Getue und suchen vergebens nach dem verlockenden Rossfutter. Anni denkt: Für sie ist ein dampfender Rossapfel wie für mich ein glühender Ofen wäre. Dann hat sie aber als Frau mehr Bedauern mit den Tieren als mit sich selbst und denkt, dass sie den Spatzen Brotkrumen hinauswerfen könne — vielleicht in heissen Kaffee getauchte, dass die armen Tierchen doch etwas Warmes in ihre winzigen Mägen bekommen. — Zu diesem Zweck musste -man freilich das Fenster öffnen. Aber schon ist ihr Bedauern für die eigene Person grösser. Die Spatzen fliegen ohne Frühstück davon. Kaum ist' Anni mehr zu erkennen. Sie hat eine Decke um die Schultern gelegt und tatsächlich Onkel Ernst's altes Pelzmützchen über die blonden Haare gestülpt. Hat es nicht eben geläutet? Bestimmt! Sie stürzt hinaus: Der Spengler? Nein, nur ein Reisender. Er hausiert mit Seife, Zahnbürsten, Schuhnesteln und Kämmen, hat blaugefrorene Hände und sogar einen kalten Blick. Mutter bleibt, sich diesen übereinstimmenden Verhältnissen anpassend, ebenfalls kalt und kauft nichts. Anni steht am Fenster und friert. Sie friert so, dass sie sich über das Intermezzo mit dem Reisenden keine Gedanken macht, sondern etwas viel Näherliegendes bedauert: Das Thermometer. Da hängt er, denkt sie, Sommer und Winter, sein Körper schwitzt vor Hitze oder schlottert vor Kälte, und wir grobe Menschen sehen gefühllos von der Skala seines Blutes, wie wir uns anziehen sollen. Im Sommer steigt die Skala, im Winter wird sie klein. Anni fühlt plötzlich, wie sie selbst zusammengeschrumpft ist: So kalt hat sie. Vielleicht könnte man jetzt ein heisses Bad nehmen. Der Boiler arbeitet ja. Aber man musste sich dazu ausziehen. Das Ausziehen in der Kälte wird wohl den Genuss des warmen Wassers nicht aufwiegen. Und wer sagt, dass bis nachher der Spengler da war und das Haus bereits geheizt ist? Der Moment des «Es-ist-ja-alles-gleich» ist nun gekommen. Anni steht mäuschenstill irgendwo in ihrem Zimmer. Sie hat zu kalt, um sich überhaupt noch nutzlos zu bewegen. Nur denken kann sie noch. Und sie denkt müde und ein wenig verbissen an den Freund, Es war keine Liebesgeschichte, aber eine unterhaltende Freundschaft, Man hatte sich aneinander gewöhnt, man sah sich hie und da, ging miteinander aus und entdeckte Schritt für-Schritt die kleinen Gewohnheiten des andern. Man bekam sich ziemlich gern und zwei-, dreimal wäre beinahe eine dumme Liebe ausgebrochen. Da aber dieses Ausbrechen jeweilen nur von einer Seite her drohte, während die andere passiv und allerhöchstens freundschaftlich blieb, kam das Feuer nicht zur Entfaltung. Das war gar nicht schlecht. Denn Liebe ist etwas Gefährliches, Anni verschränkte die Arme, zog sich zu-, sammen und schlotterte. Liebe? Auf jeden Fall jetzt ausgeschlossen! Jetzt: Nur den Wunsch nach Wärme — Wärme von Holz und Kohlen, von einer Zentralheizung — mechanische Wärme. Erst dann kann man weitersehen. Nein, noch immer kein Spengler I Anni liegt im Bett. Und auf dem Bett sind Mantel und Pelzmütze, Halstuch, Rock und Wäsche und Strümpfe, und die Pantoffeln stehen vor dem Bett. Bis ans Kinn hat sie die Decken hochgezogen. Man soll sie in Ruhe lassen! Sie steht nicht mehr auf, bis es warm ist. Und wenn sie bis zum Frühling warten muss. Alles ist ihr einerlei, Mutter kann allein mit der Haushaltung fertig werden. Und der Freund? Ach was Freund! Er hat sich ja angebiedert. Ich habe ihm nie telephoniert oder bestimmt nie etwas von ihm verlangt. Immer war er es, der sich zuerst gemeldet hat. Und jetzt ist Schluss. Jetzt hat er Arbeit — er ist beschäftigt, er braucht mich nicht mehr. Aber ich bin viel zu stolz, um mich zu melden! Sie irren sich, mein Herr, wenn sie vielleicht glaubten, dass ich ... überhaupt ist er viel zu eingebildet. Jawohl. Ein Glück, dass ein Strich unter diese Rechnung gemacht wurde. Es klopft. Mutter kommt. Der Spengler sei da. Bis mittags sei die Wohnung bestimmt warm. Mutter stellt den kleinen elektrischen Ofen an Annis Bett, steckt den Kontakt ein, fährt Anni leicht über den Kopf: «Armes, hast so kalt gehabt.» Dann geht sie wieder geschäftig hinaus. Anni schämt sich ein bisschen. Es scheint ihr, dass plötzlich ein wärmender Sonnenstrahl ins Zimmer geschlichen ist. Alles sieht so freundlicher und lieber aus, und wenn auf dem Kalender plötzlich März gestanden wäre, hätte sie sich gar nicht verwundert. Nur der gute Thermometer fror noch. P. S. Und der Freund? Ach, die Wärme wat viel zu schön, um sich noch über solche Bagatellen Gedanken zu machen.

No 104 ifflSTBJ III ~s ' • < / Mit guten Vorsätzen beginnt das Neue Jahr: Einmal richtig Skifahren lernen! (Photo Heiniger.) Auch mit der Zahnradbahn kann man ins Neue Jahr hineinkutschieren! (Photo vom Rigi von Dr. Senger.) Neuheiten und Neuigkeiten Erfindung gegen den Stirnschweiss Eine überaus einfach erscheinende neue Erfindung erweist sich also ebenso nützlich für Aerzte wie für Sportsleute. Sie verhindert nämlich das Herabtropfen von Schweisstropfen von der Stirn, was nicht nur bei der Sportausübung angenehm ist, sondern bei chirurgischen Operationen so wichtig, dass Aerzte, die zum Schwitzen neigen, eine Schwester besonders damit zu beauftragen pflegen, ihnen die Stirn immer wieder abzuwischen. Die neue Vorrichtung besteht ganz einfach aus einem bandartigen Zellulosekissen, das mittels eines Gummibandes vor die Stirn geschnallt wird. Das Kissen vermag sein zwanzigfaches Gewicht an Feuchtigkeit aufzusaugen, bevor es selber zu tropfen beginnt. Ein Chauffeur, der von Glück reden kann Ein Taxichauffeur in Wien erhielt dieser Tage zu seiner grössten Ueberraschung aus Oedenburg die Verständigung, dass er von einem dortigen entfernten Verwandten dessen ganzes Vermögen im Werte von rund 100 000 Pengö geerbt hatte. Die Verblüffung des Erben war um so grösser, als er mit seinem Verwandten stets auf dem Kriegsfuss gelebt hatte. Dieser hatte auch tatsächlich ein ausführliches Testament hinterlassen, in dem alle seine Besitztümer an wohltätige Institutionen verteilt wurden. Er hatte jedoch vergessen, dieses Testament zu unterschreiben, so dass es keine Gültigkeit besass, und das gesamte Vermögen an den einzigen gesetzlichen Erben, eben den Wiener Chauffeur, fiel. Auch eine „Signalanlage" Ein Techniker in Braunschweig hat eine kleine Erfindung gemacht, die dem Rufen der Gäste nach dem Kellner bzw. dem Klopfen mit dem Besteck ans Bierglas ein Ende machen könnte. An den Gestellen, in denen die Speisekarte befestigt ist, sind oben zwei Hebel angebracht, ein gelber und ein roter. Wünscht der Gast bedient zu werden, so stellt er das gelbe Signal hoch; will er zahlen, so zeigt er dies durch Hochstellen des roten Arms an. Die Wirte, in deren Lokal diese «Verkehrsregelung» aufgestellt ist, erklären sich zumeist mit ihrem Funktionieren recht zufrieden. . ^ Jluf dass dte nächste 5&ty sich ^luckliajÜ-frölilich Div etröeise Wohltaten für Skifahrer Drei neue Skilifts in Arosa Auf den kommenden Winter hin wurden in Arosa drei Skilifts gebaut: Vom Bahnhof nach dem Tschuggen und anschliessend vom Tschuggen nach dem Weisshomsattel und von der Eisbann Inner- Arosa nach der Carmenna. Es werden 10 Fahrten- Abonnemente zum Preis von Fr. 10.— ausgegeben, die für alle drei Lifts göltig sind und auch zur Autobusfahrt von irgendeinem Punkte des Dorfes bis zu den Ausgangstationen des Tschuggen- und des Carmennalifts berechtigen. svz. Der Motorschlittenzug von Flims Skilifts und Schlittenseilbahnen können, genau wie Drahtseilbahnen, nur da eingerichtet werden, wo die Steigung einigermassen gleichmässig verläuft. Um nun durch ein zunächst massig geneigtes, dann leicht kupiertes Gelände seine Gäste bequem ins eigentliche Skiabfahrtsgebiet zu führen, hat der Graubündner Kurort Flims durch einen bekannten Konstrukteur ein neuartiges Transportmittel schaffen lassen, das auf Beginn der Wintersaison in Betrieb genommen wird: den Motorschlittenzug. Der eigens dafür konstruierte Traktor wird vor eine Anzahl Schlitten gespannt und bringt in fröhlicher Fahrt 24 bis 30 Personen samt Sportgerät von Flims nach Foppa hinauf. svz. Der Skilift Oberiberg (Schwyz) wurde am 1. Dezember dem Betrieb übergeben. In kühner Steigung überwindet der Benutzer dieser neuen Anlage in 9 Minuten die Höhendifferenz von 415 Meter zwischen dem Dorf und der Bergstation auf Mooseggen-Roggenstock. Hier liegt der Ausgangspunkt einer ganzen Anzahl prächtiger Abfahrten, die alle zur Talstation des Skiliftes zurückführen. Von dieser Höhe aus erreicht man ferner sehr leicht die bekannten Hessisbohlalpen. Oberiberg ist mit Einsiedeln durch eine Postautolinie verbunden, auf der besonders am Wochenende die Kurse zahlreich und günstig sind. Seilbahn Unterwasser-Iltios im Toggenburg Mit Sonntag, den 4. Dezember 1938, nahm die Seilbahn Unterwasser-Iltios ihren täglichen Winterbetrieb gemäss Fahrplan auf. Eine bemerkenswerte Bereicherung erfährt das Skigebiet am Nordabhange der Chutfirsten durch die im vergangenen Sommer gebaute Schlittenseilbahn Iltios- Stöfeli, welche auf eine Höhe von 1700 m hinaufführt. Dieses Unternehmen hat mit einem Fassungsvermögen eines Schlittens von 25 Personen eine Leistungsfähigkeit von 175 Personen in der Stunde. Die Betriebseröffnung dieser Schlittenseilbahn ist auf zirka 15. Dezember zu erwarten.