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E_1938_Zeitung_Nr.104

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- N* 104 Winterland

- N* 104 Winterland Graubünden Wer zum erstenmal den Bergwinter in seiner kleiner Bergnester, die der Kenner um ihrer Eigenart willen fiebf und schätzt. ganzen Schönheit sah, der wird gewiss den Tag, der ihn über Kälte und Tiefennebel heraufführte, Sie liegen alle, wenn auch manchmal etwas abseits, als einen ganz grossen Tag in seinem Lebenskalender vermerken. Es sind nicht nur die Berge, der_ 150 Täler steht in seiner neuzeitlichen Er- doch irgendwie an der Strosse; denn das Land der untadelige Schnee, die Fernsicht, die festliche schliessung keineswegs den Wegebauern von Stimmung verbreiten, sondern über allem die wiedergeschenkte Sonne, jene gütige Bergwinterbindet Tal mit Tal und das Land als Ganzes mit ehedem nach. Ein herrliches Eisenbahnnetz versonne, die die Welt sauber und froh macht, die der Welt. Neben den Bahnen spielen heute die erlaubt, beim Sport Rock und Pullover auszuziehen, auf geschützter Terrasse im Freien zu liegen, im Freien seine Mahlzeiten einzunehmen und mit dem Licht sich ein paar glückliche Stunden lang sozusagen eins mit dem All zu fühlen. Nun ist freilich nicht Bergwinter gleich Bergwinter. In den äussern Alpenketten, an denen die feuchtigkeitsschwangere Luft zum erstenmal hochsteigt und sich ihres Wassergehaltes kräftig entledigt, mag die absolute Schneemenge oft grösser sein als gegen die Alpenmitte hin. Dafür ist diese weniger dem Föhn ausgesetzt, dem «Schneefresser», wie er im Volksmund heisst. Von Mitte November an legt sich hier Schneeschicht auf Schneeschicht. Zwischen den Schneefällen lagert über dem Hochland klartrockene, absolut nebelfreie Luft. Starke nächtliche Ausstrahlung macht die Schneedecke zum Kältereservoir, der selbst strahlende Bergsonne und milde Tagestemperatur nichts anhaben können. In der Schweiz gibt es manchen Bezirk, der die Bedingungen eines flotten Wintersportbetriebes in sich vereinigt. Trotzdem nimmt Grau* b ü n d e n eine durchaus bevorzugte Stellung ein. Je 60 bis 70 km liegen sowohl im Norden wie im Süden seine Grenzen vom Alpenrand entfernt, und seine Flüsse ziehen durch Täler, deren Sohlen die Gipfelhöhen der meisten europäischen Mittelgebirge, ja selbst diejenigen manches recht stattlichen Voralpenberges unter sich lassen. So beginnt in 1800 m Höhe mit Maloja das Engadin, um über St. Moritz, Samaden, Zuoz, Zernez, Schuls, bis zu seinem Austritt aus der Schweiz nach 80 km, nur um 800 m zu sinken. Cresta und Juf im longgestreckten Avers liegen zwischen 1900 und 2300 m. Das Hinterrheintal steigt von Zillis über Splügen bis Hinterrhein von 1000 auf 1600 m, das Vorderrheintal zwischen Disentis und Tschamyf desgleichen. Die oberste Talstufe der Plessur mit Arosa liegt bei 1800, die Landschaft Davos zwischen 1400 und 1600 m, Bivio im Oberhalbstein auf 1700, San Bernardino im Misox auf 1700, Klosters im Prätigau auf 1200 m. Der ausgesprochen zentralalpine Kfimacharakter dieses Gebietes überlässt dem Winter während wenigstens 6 Monaten die unumschränkte Herrschaft. Die Schneehöhen wachsen auf 1, 2 und 3 Meter. Und trotzdem gibt es wochenlange Schönwetterperioden. Wenn Davos, St. Moritz, Arosa und viele andere Orte im Januar und Februar Sonnenscheinziffern von durchschnittlich 55 Prozent der überhaupt möaüchen Besonnung aufweisen, gegenüber etwa 25 Prozent in Zürich oder Bern, so sprechen solche Ziffern für sich selbst. Nun müsste allerdings eine kleine Korrektur vorqenommen werden, falls jemand glauben wol[te, der winterliche Ruf Graubündens" beruhe allein auf diesem seinem geographisch-meteorologischen Fundament. Es ist wirklich nur Grundlage, aber ungefähr so wie der Tortenteig Grundlage wird für die hübschen und angenehmen Dinge obenauf und dazwischen. Graubünden ist ein altes Passland, und die Weltluft, die seit 2000 Jahren durch seine Täler weht, hat auch seiner Entwicklung zum «Weltland des Wintersports» gute Dienste geleistet. Denn Sportleute lieben neben den Freuden des körperlichen Trainings meist auch die anderen angenehmen Seiten eines Feriendaseins. Wenn irgendwo, so hat in Graubündens Winterorten das tiefere Wissen um die Bedürfnisse des Gastes seine Verwirklichung gefunden. Dahinter steht die alte Tradition verfeinerter Lebensart. Man würde sich aber einer Ungereimtheit schuldig machen, wollte man nur an die ganz grossen Namen denken. Es gibt eine Menge Strossen eine grössere Rolle denn je, und die Schneeschleuder sorgt dafür, dass auch im Winter Postauto und Sportwagen freie Passage finden. Für das Flugzeug hat man mitten in den Bergen Landeplätze geschaffen. Und sollte jemand Angst haben, er möchte sich innerhalb des einzelnen Kurbezirkes nicht zurechtfinden, so sei ihm zur Beruhigung mitgeteilt, dass ihn in St. Moritz, in Arosa und Davos der Autobus von Sportplatz zu Sportplatz führt und dass vielerorts Bergbahnen und Skilifts dafür sorgen, dass er mühelos dorthin elangt, von wo man sich unbeschwert wieder in Sie Tiefe gleiten lassen kann. Fasst man beides ins Auge, die klimafischen Bedingungen und was der Mensch zur Freude des Mitmenschen an Annehmlichkeiten schuf, und nimmt man hinzu die phänomenale Auswahl an sportlich-touristischen Möglichkeiten in einem Land, dessen Charakter etwas schön Temperiertes .an sich hat { so versteht man, dass es schon früt zum. WJnjj, terlichen Weltsfelldichein wurde. — Ntefiffi'ür vörtj passionierten Sportleuten aller Disziplinen, auch von jenen anderen, die gern an einem hübschen Ort den lieben Gott wirklich einmal einen guten Mann sein lassen. Nicht zu reden von den vielen,' die nachher mit tiefer Dankbarkeit an die Tage und Wochen denken, die ihnen reine Freude, Spannkraft und Lebensmut geschenkt haben. H. v. Berlepsch-Valendas. - Richard Tauber schwärmt für die Schweiz Anlässlich eines Gastspiels in London erklärte Richard Tauber, seine grösste Passion sei das Photographieren, vor allem das Filmen. Die schönsten Aufnahmen seines Lebens habe er in der Schweiz gemacht; er habe dort nicht weniger als 3000 Me- : - ter Farbfilm gedreht während seiner letzten Engagements. Immunität gegen Grippe? Der Polizeiarzt von leeds, Dr. Hoyland Smith, hat soeben der OeffentHchkeit eine aufsehenerregende Mitteilung zukommen lassen; es ist ihm gelungen, ein Medikament zu entdecken, das praktisch Immunität gegen Grippe und grippöse Erkältungen verleiht. Es handelt sich nicht um Injektionen, sondern um ein Mittel in Tablettenform, das während einer Dauer von drei Tagen regelmässig eingenommen wird, nach einer Wartezeit von sieben Tagen die Immunisierungswirkung auszuüben beginnt und über drei Monate wirksam bleibt. Dr. Smith hat an 52 Polizeibeamten, die sich freiwillg dafür zur Verfügung stellten, sein Mittel ausprobiert. Es handelte sich ausnahmslos um Leute, die besonders empfänglich für Grippe waren und in den letzten 6 Jahren durchschnittlich mehr als 11 Tage pro Jahr durch Grippe den Dienst versäumt hatten. Nach Verabreichung des Mittels fiel der Durchschnitt der Dienstversäumisse schlagartig auf 17 Tage im Jahr, wobei 46 von den 52 Versuchspersonen überhaupt frei von Grippeerkrankungen blieben. Die „dritte Haut" Ein englischer Chemiker hat eine Substanz erfunden, die er als «dritte Haut» bezeichnet. Es ist möglich, sie in einem dünnen Film auf den Körper aufzutragen; sie bildet sofort eine Schicht, die auf die Dauer von acht Stunden die darunter befindliche Haut vor der Einwirkung von Säure und Alkali, von Fett und Farbe, von Oel, Benzin und vielen anderen Stoffen vollkommen schützt. Nicht widerstandsfähig ist die Schicht lediglich gegen Laugen, was aber die angenehme Folgeerscheinung hat, dass sie ohne jede Schwierigkeit mit Wasser und Seife restlos entfernt werden kann. Zugleich mit dem Film verschwindet dann jede auf ihm befindliche Verunreinigung, so dass nach dem Abwaschen die Haut so sauber ist, als sei sie bis dahin von einem Gummiüberzug geschützt gewesen. Horban Gedanken Wissenschaft vom Menschen Dr. John L Kennedy, Professor der Psychologie der kalifornischen Stanford-Universität in Palo an Alto, hat eine interessante Versuchsreihe durchgeführt, die beweist, dass die Mehrzahl der Mensdjen hörbar zu denken pflegt, sobald der Denkproiess besonders intensiv Wira. Zur Durchführung des Experiments wurden zwei riesige «Schallspiegel» — parabolische Metallschafen von zwei Meter Durchmesser — einander so gegenübergestellt, dass die Brennpunkte in drei Meter Entfernung sich genau gegenüberlagen. 25 Versuchspersonen — ausnahmslos Universitätsstudenten — wurden nacheinander mit verbundenen Augen und Ohren derart vor den einen Reflektor gesetzt, dass sich ihr Mund in seinem Brennpunkte befand. Es wurde nun jedem ein Gegenstand von leicht zu bestimmender Form — ein Stern, eine kreisförmige Scheibe, ein Kreuz usw. — in die Hand gegeben mit der Aufgabe, die Gedanken auf diese Form zu konzentrieren und ihren Namen in Gedanken laut auszurufen. Im Brennpunkte des zweiten Reflektors befand sich das Ohr eines zweiten Studenten, der die Aufgabe hatte, nach den Lauten, die er zu vernehmen glaubte, die Form des Objektes aufzuzeichnen, die sein Kollege in der Hand hielt. Und nun ergab sich die bemerkenswerte Tatsache, dass zwar von allen Zuschauern bei den Experimenten kein Laut vernommen wurde, die «Empfänger» aber in nahezu der Hälfte aller Fälle auf Grund der Geräusche, die sie hörten, die richtige Zeichnung anfertigten. Damit dürfte der Beweis dafür geliefert sein, dass die «Sender>-Personen unwillkürlich mit den Lippen die Worte wiedergaben, an welche sie intensiv dachten, allerdings so leise, dass die Gedanken lediglich mit Hilfe der Schallreflektoren hörbar wurden. — Prof. Kennedy beabsichtigt, das Experiment mit Hilfe eines hochempfindlichen Mikrophons und einer Lautsprecheranlage zu wiederholen. Warzen aus Vitaminmangel? Entstehen Warzen aus Vitaminmangel? Angeblich sind Warzen überhaupt nicht oder nur durch Zufall heilbar; über ihre Entstehung hat man jedenfalls bisher so gut wie nichts gewusst. Neuerdings nun hat sich herausgestellt, dass bei der Heilbehandlung gute Erfolge mit Vifamin-A- Präparaten erzielt werden, dem gleichen Vitamin, das im Lebertran, in Karotten und in der Milch vorhanden ist. Es scheint demnach, dass Warzen ebenso ins Gebiet der «Mangelkrankheiten» fallen wie Nachtblindheit und ähnliche Erscheinungen, die gleichfalls durch Verabreichung von Vitamin A behandelt und geheilt werden. Honig verhindert Eiterbildung In deutschen ärztlichen Kreisen benützt man seit einiger Zeit Naturhonig zur Desinfektion vereiterter Wunden. Die reinigende Wirkung dieses harmlosen Mittels wird als überraschend stark bezeichnet. Selbst stark verschmutzte Wunden sollen dadurch über jedes Erwarten rasch verheilt sein. Kommende Ereignisse 1 (Jtonderungen vorbehalten) Adelbodan s 8. Januar. Grosso Sprungkonkurrens. 2./3. Jan.: Eishockeymatch um den George Lunn-Wanderbeeher. 5. Jan.: Abfahrtsrennen für Gäste (Batechari-Wanderbecher). 6. Jan.: Slalomrennen des SjUern S. C. (Adelboden-Cup). Kadermatt: 1. Jan.: Eishockeymatch W. Hares v. Sport Club. 0. Jan.: Gewehrmatch (Monroe Cup). Xxosai 1. Jan.: Eishockeymatch für die Schweiz. Meisterschaft, National-Uga: E. H. C. Arosa/Iv. G. C. Zürich L Beatenberg! 1. Jan.: Neujahrs-Sprunglauf. Chatean d'Oex: 1. Jan.: Sprunglauf. Hockeymatch Zflrlch/Cnttean d'Oex. DITO«: 1. Jan.: Neujahrs-Sprangkonkurrer* a. d. neuen Bolgenschanze. „ 3. Jan.: Internationaler Hockeymatch um den Birmingham Cup Cambridge University-Davoa 1. Les Diableretst 1. Jan.; Sprungkonkurrero. 2. Jan.: Eishockeymatch: Coupe Schafer. Engelberg: 1. Jan.: Grosse Sprungkonkurrenz. 3. Jan.: Eishockeytumier. 8. Jan.: Jochpass-Abfahrtsreruien. Grindelwaldt 1. Jan.: Neujahrs-Eishockeytumier um den Grindelwald Wanderbecher 1908. 2. Jan.: Bobrennen um die Meisterschaft von Grindelwald Beginn der Curlingwettktatpfe um den Belvedere Wanderbecher. 3. Jan.: Abfahrtsrennen um den Prinz Chichibu Wandelbecher. 6.-8. Jan.: Akademische Skiwettkämpfe aller Länder. Gstaad: 1. Jan.: Schaulaufen auf der Dorfeisbahn. 2. Jan.: Skisprungkonkurrenz. . Kandersteg: 1./2. Jan.: Langlauf und Abfahrtsrennen, Kombination um den Clubbecher. Sprungkonkurrenz. 2. Jan.: Sprungkonkurrenz um den Lötachbergbecher. 5. Jan.: Eislaufkonkurrenz um den Dean- and Dawson-Bechor 6. Jan.: Gäste-Skirennen (Williams-Wandtftbecher). Klosters: 1. Jan.: Eishockeymatch Oxford-Klosters. Lenzerheide 18. Jan.: Abfahrtsrennen von Tgantieni (Felidtas-Cup). Loeche-les-Bainst 2. Jan.: Skikonkurrenz. 8. Jan.: Skikonkurrenz für Damen (Chall. Goddard). Luzcrni 8. Jan.: Sonderveranstaltung der Allgemeinen Musikgesellschaft, unter Mitwirkung von Felix Löffel, Baas (Bern). Stadttheater. Montana Vermala: 6. Jan.; Moto-Skijöring. Morgins: 2. Jan.: Skikonkurrenz (Coupe de Morgins). Murren: S./6. Jan.: Anglo-Swiss-Universitäts-Skimatch. Fontresina: 1. Jan.: Sprungkonkurrenz auf der Beminaschanze. 5. Jan.: Curling-Match für den «Kurverein-Cup». Rigi: 8. Jan.: Gäste-Skirennen, Damen- und Herren-Abfahrtirennen. S(-Czoix-les-Rasses: 1. Jan.: Sprungkonkurrenz. San Bernardinoi 1. Jan.: Riesen-Slalom (Pro San Bernardino- Becher). St. Moritz: 1. Woche: Internationaler Palace-Tennistunüer. Stooi ob Schwyz: 1. Jan.: Neujahrs-Slalom. Wengen: 2. Jan.: Hockeywettspiele um die Meisterschaft der Schweiz, Serie A. 6. Jan.: Kunstlaufkonkurrenz (Shaw Trophy). Zermattl 6.-8. Jan.: Curlingmatch (Blanchod Cup). Zürich Fr. abend 30. Dez. Mignon. Sa. nachm. 31. Dez. Dornröschen. Empfehlenswerte Unterhaltungs- und Gaststätten Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. DO. abend 29. Dez. Die Zauberflöte, Gastspiel Richard Tauber. Sa. abend 31. Dez. 19.30 Uhr: Tanz um Daisy, Welturaufführung. SO. nachm. I.Jan. 14 Uhr: Lohengrfn. So. abend I.Jan. Tanz um Daisy. Ein Buch für die S k i - A m a z o n e n Frohe Standen im Schnee Herausgegeben v. Schweiz. Damen-Ski-Klub. 250 Seiten Inh. Reich illustr. Schauspielhaus Abena Uhr. Abendkasse ab 18 Uhr (2 1111) DO. abend 29. Dez. König Oedipus. Zum letzten Male! Fr. abend 30. Dez. 3 Uhr: Talleyrand und Napoleon. Sa. abend 31. Dez. Das Ministerium ist beleidigt, Premiere, Lustspiel in fünf Bildern v. Heller, mit Fritz Schulz und Hortense Rakly. So. nachm. I.Jan. 15.15 Uhr: Sechste Etage. SO. abend I.Jan. Das Ministerium ist beleidigt. Ein prächtiges Winterbuch, das die tüchtigsten Skihasen und berühmtesten Rennfahrerinnen der weiblichen Skifahrerinnen-Gemeinde widmen. Beiträge von Ella Maillart, Loulou Boulaz, Christel Cranz, Elsa Roth, Gritli Schaad, Rösli Streiff, Helene Zingg etc. etc. — Preis nur Fr. 3.80. Terlag Hallwag Bern

No 104 AuTomobil-Rerue Theater and Film New York kämpft gegen den „wilden" Billetthandel Die^verschiedenen Verbände der Angehörigen der New Yorker Bühnen haben sich zu einer gemeinsamen Aktion zusammengeschlossen und erklärt, sie würden in der kommenden Saison an keinem Theater arbeiten, an dem nicht mindestens ein Viertel der Billette zu Originalpreisen an der Theaterkasse selbst erhältlich sein würde. Es handelt sich hier wieder einmal um einen Versuch zur Ausschaltung des wilden Billetthandels, der sämtliche New Yorker Bühnen tyrannisch beherrscht und bisher noch immer siegreich allen Bekämpfungsversuchen widerstanden hat. Dieser Handel liegt in den Händen von Agenturen, die nach zwei verschiedenen Prinzipien arbeiten, je nachdem es sich um ein besonders gutes oder ein massiges Stück handelt. In ersterem Falle kaufen die Agenturen alle guten Plätze auf Wochen und Monate hinaus auf und verkaufen sie mit Aufschlägen, die zwischen 75 Cents und 5 Dollar Hegen; an den Theaterkassen Ist überhaupt kein akzeptabler Platz erhältlich. Ist hingegen ein Stück kein Erfolg, soll aber wegen der aufgewandten Inszenierungskosten noch einige Zeit am Spielplan gehalten werden, so übergeben die Theater den grössten Teil der Karten zu stark herabgesetzten Preisen den Agenturen; so kommt es dann, dass Eingeweihte dort die gleichen Plätze zu einem wesentlich billigeren Preis beziehen können als an der Billetkasse — wo nur die Dummen kaufen. Alle diese Mißstände haben im Publikum heftigen Unwillen hervorgerufen, und man begegnet den Versuchen, die Agenturen auszuschalten oder zumindest ihren Profit auf ein erträgliches Mass herabzusetzen, mit allgemeiner Sympathie. Hollywood — der beste Kunde des Marineministers Wenn das amerikanische Marineministerium beschliesst, eine alte Schiffseinheit abzuwracken, so wird seit einiger Zeit erst einmal bei den Hollywooder Filmproduzenten angefragt, ob vielleicht dort Verwendung für einen bestimmten Typ vorliegt. Diese Massnahme ist durch die Tatsache gerechtfertigt, dass die grossen Filmgesellschaften seit 1936 vom Marinedepartement an «abgelegten» Schiffen gekauft haben: 1 Panzerkreuzer, 4 Torpedobootzerstörer, 1 Minenlegboot, 16 (I) U-Boote, 1 stark veraltetes Flugzeugmutterschiff, zirka 40 Barkassen, eine Anzahl Rettungsboote, ferner mehrere hundert Geschütze, 1 Schwimmdock, 1 Trockendock, sowie unübersehbare Mengen an Zubehör, alten Uniformen und Waffen. Clark Gable nurmehr mit Schnurrbart Wir erinnern uns, dass die grosse Diskussion, die seinerzeit in Amerika um Clark Gables Schnurrbart entbrannt ist, diesen ausgezeichneten Schauspieler zu einem Kompromiss gezwungen hat. Um allen Wünschen gerecht zu werden, trat er abwechselnd mit und ohne Schnurrbart auf. Nun aber hat er sich entschlossen, in Zukunft nicht mehr glattrasiert aufzutreten. Der Pilot von Amelie Earhart Filmberater Der Pilot und Radiotelegraphist der einstmals berühmten Fliegerin Amelie Earhart fungiert heute als technischer Berater für Flugfilme bei der Metro- Goldwyn-Mayer. Kürzlich hat er hier seinen ersten Film gedreht, der unter dem Namen «Werkpilot» bald bei uns aufgeführt werden wird. Clark Gable, Myrna Loy und Spencer Tracy waren die Hauptdarsteller. Ist nun Greta Garbo Frau Stokowski ? Bei ihrer Ankunft in New York sah sich Greta Garbo wieder einmal von einem Riesenschwarm von Reportern umgeben, die vor allem absolut wissen wollten, ob die Göttliche nun mit dem Kapellmeister Stokowski verheiratet ist oder nicht. Aber wie immer, verstand Sie sich auch diesmal den Interviewern geschickt zu entziehen. «Ich bin überzeugt davon, dass es Ihnen nicht entgangen wäre, wenn ich geheiratet hätte>, entgegnete sie diplomatisch und war zu keiner genaueren Auskunft zu bewegen. So muss denn die Welt weiter in bedauerlicher Unwissenheit verharren ... Der erste abendfüllende Film für die amerikanischen Fernseher Die amerikanische National Broadcasting Company hat erstmalig für Amerika das Experiment durchgeführt, einen abendfüllenden Film ungekürzt im Fernsehdienst zu übertragen. Man wählte für diesen Zweck Alexander Kordas Film «The Return of the Scarlet Pimpernel». Die anderthalbstündige Uebertragung wurde in einem Umkreis von über 65 km ausgezeichnet empfangen, so dass mit einer baldigen Wiederholung des Versuchs zu rechnen ist. WILLY & CO. 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