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E_1938_Zeitung_Nr.104

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BERN, Mittwoch, 28. Dezember 1938 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 104 'SSS "*°n den Sf/r/N II Zum Neuen Jahr: Mittwinter - Zanbei' Wendezeit, Schicksalszeit f Die Mittwinterzeit, die Zeit des tiefsten Sonnenstandes und der kürzesten Tage wird schon in heidnischer Zeit festlich begangen. Stammt doch die Begehung mehrerer « Heiligen Nächte », deren Brauchtum einen seltsamen Ernst und ein höchst altertümliches Gepräge verrät, nicht erst aus der christlichen Ueberlieferung. Der ursprüngliche Sinn der Bräuche, die sich in den «Zwölften», d. h. in der Zeit zwischen den alten Jahresanfängen: 25. Dezember und 6. Januar, abspielen, hat sich zumeist bis auf den heutigen Tag erhalten. Da gilt es denn, Uebel abzuwehren, sich Segen zu sichern und die Zukunft zu erforschen. Die Wittwinterzeit, besonders aber die Zeit « zwischen den Jahren», erscheint im Volksglauben als gefährlichste Spuk- und Geisterzeit. Unter der Einwirkung der Dunkelheit in der Natur, und des Tiefstandes der Sonne, der Winterstürme und des Wintergrauens, wie auch der vollständigen Erstarrung des Lebens auf Feld und Flur glaubt das naive Volksgemüt an die Entfesselung feindlicher Geister und Sturmgespenster in Form schreckhafter Gestalten, an die noch heute die Schwarmzüge seltsam Vermummter und lärmendes Maskentreiben der Nikolaus-, Weihnachts- und Neujahrszeit erinnern. Gegen die für Haus und Hof, Menschen und Vieh, Wachstum und Gedeihen in gleicher Weise bedrohlichen Geister sucht man sich durch Abwehrzauber zu schützen. Durch lärmvolle Umzüge schreckhaft Vermummter, durch Räuchern mittels geweihter Kräuter sowie durch Auf- oder Anstecken grüner Zweige und brennender Lichter glaubt man den Spuk bannen zu können. Wunder blühen auf in den heiligen Nächten. Zwischen Möglichem und Unmöglichem fallen alle Schranken. Wunderbar und gnadenreich ist vor allem die hochheilige Christnacht: Erlösungsmysterium, Friedenserneuerung zwischen Gott und Welt. Menschheit, Tier- und Pflanzenwelt nehmen Anteil am Gnadengeschenk. Das Wunder zu Kana, in dem sich des Herrn Wundernacht zum erstenmal offenbart, wiederholt sich in der Christnacht. Da werden «alle Wasser Wein, alle Bäume Rosmarien». Tier und Pflanze künden ihre Weihnachtsfreude auf ungewöhnliche Weise. Hat das Vieh einst den Heiland in der Krippe angebetet, so preist es dessen Wiederkunft während der Christmesse mit menschlicher Ausdrucksfähigkeit. Pferd und Esel sinken um Mitternacht in die Knie und lassen das Lob Gottes in Menschenstimme ertönen. Blüte und Frucht zeigen während einer Gnadenstunde die Apfelbäume. Freude über die Heilandsgeburt erweckt den «Winterstern» mitten im weissen Tod zur Blütenpracht. Weihnachtliche Wunderblume ist die «Jericho-Rose» oder Christrose (Nieswurz), die in der Heilsnacht ihre kleinen, blutstropfenähnlichen Blüten als Wahrzeichen der Auferstehung erschliesst. Liebe und Götzendienst sind zwei unzertrennliche Welten. Hätte doch erstere inihrem Uebermass an Glauben und Furcht ganz allein aus sich heraus den Zauber in all seinen Formen geboren, wenn diesem nicht aus so vielen anderen Quellen unerschöpfliche Lebenskraft zugeflossen wäre. So ist es denn naturgemäss vorab das weibliche Geschlecht, das dem Orakelzauber treue Ergebenheit zeigt. Heilszeiten: Wendepunkte im Kreislauf des Jahres sind auserwählte Orakelzeiten. Heil und Segen entsteigen dem Urquell alles Werdens. Uralte Anschauung lässt den Menschen in den Wendezeiten dem Weltgeschehen nähertreten. Ahnung und Weissagung liegen über der heiligen Zeit der «Zwölften», da neues Leben geboren wird. Die Zukunft öffnet ihre Tore. Da in den heiligen Losnächten Leid und Freud, Liebe und Streit, Glück und Tod, die in der nächsten Zukunft liegen, sich bei richtig gewähltem Zauber offenbaren, stehen wir vor zahllosen und äusserst mannigfaltigen Versuchen, das Schicksal zu zwingen und aus scheinbaren Zufälligkeiten das sonst unsichtbare Gewebe der Zukunftserscheinungen zu entwirren. Was Wunder, dass die Mädchenwelt die. heilige Schicksalszeit nicht nutzlos verstr.eichen lässt. Hat das weibliche Geschlecht doch mancherlei Zukunftsfragen in Liebesangelegenheiten an das Schicksal zu stellen. Durch.:, allerlei Liebesorakel erhofft- die . Frauenseeje • Antwort auf geheime Herzenswünsche. Im Orakel spricht sich der Erlösungsgedanke aller Weltreligion aus. Erscheinung des Ersehnten, des Bräutigams: das ist die Krone der Orakel-Weisheit. Doch begnügt sich der weibliche Wunsch auch mit der Auskunft über Namen und Beschäftigung des «Zukünftigen». Und wär's schliesslich auch nur ein flüchtiger, scheuer Blick durchs «Schlüsselloch» der Zukunftstüre, der den Anfangsbuchstaben im Namen des Ersehnten preisgibt. Oder ein erlösendes «Ja» auf die Schicksalsfrage. Wie erfindungsreich ist doch die wissbegierige Evas- tochter bei der Schöpfung mannigfaltigsjer Orakelformen. Das schon im alten Griechenland in/den verschiedensten Formen ausgebildete/Losorakel mit dem Entscheid «Ja» oder /Nein» herrscht heute allenthalben in allen Spiel! Aus dem Losorakel entwickelt sich das Buchstabenorakel, dem man schon vor Jahrtausenden huldigt. Schlägt man im Altertum Dichterstellen nach blindem Ungefähr auf, um daraus Gutes oder Schlimmes zu erschliessen, so greift man heute zu Gesangbuch und Bibel. Wasserorakel, Spiegelorakel und Beckenzauber, die schon in der klassischen Mittelmeer-Kultur reiche Pflege finden, stehen noch heute im Dienste einer weitverbreiteten Glaubensschar. Apfelbrechen, Schalenwerfen und Pantoffelschleudern erinnern an den altgermanischen Brauch, aus ausgeworfenen Runenstäben die Zukunft zu enthüllen. In diesen Zauberkreis gehört auch das «Bleigiessen», zu dem das heiratslustige Mädchen greift, um sich Auskunft über den gewünschten Gespons zu verschaffen. Was vermag doch die durch mancherlei Wünsche unterstützte Phantasie einer Evastochter aus den im Wasser sich bildenden Bleiformen herauszulesen. An die Stelle von Blei tritt aber auch die brennende Kerze, wobei dann .die Gestalt der ins Wasser fallenden Wachstrppfen einer Deutung unterzögen" wird. Wie aus, Keilinschriften ersicht- 4«ck ist, kannte schon der babylonische Kulturkreis dieses Orakel in der Form, dass man Ocl ins Wasser tropfen Hess. Erblüht der Barbarazweig, der als 1 Liebesreis am Barbaratage (4. Dezember) in laues Wasser gestellt worden ist, in den Weihenächten, so verspricht dieses Offenbarungswunder Erfüllung heimlicher Liebeshoffnung. , Verborgen sind im Zeitenschosse die hellen und die dunklen Lose. Glückszauber sucht des Schicksals Hände zu lenken an der Jahreswende. Dr. Werner Manz. dr Zur Jahreswende Horch! Der Glocken Festgeläute! Abschied nimmt das alte Jahr, und so bringen sie ihm heute noch die letzten Grüsse dar, rufen ihm mit erz'nen Zungen ihr «Valet!» noch dröhnend zu, bis in nächt'gen Dämmerungen hin es sinkt zur ew'gen Ruh'. Ist das Altjahr nun vergangen und das Jungjahr tritt herein, fragen wir mit leisem Bangen: Wird es wohl das bess're sein? Lässt es auch so manche Fluren, manchen Acker liegen brach? Geht es in des alten Spuren, oder folgt es höhern nach? Horch! Erneute Festgeläute grüssen nun das junge Jahr; und es klingt, als würd 1 uns heute hohe Botschaft offenbar: