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E_1939_Zeitung_Nr.006

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 20. JANUAR 1939 N°6 T«~d* Nofizen Kein Rohpetrol im englischen Boden Seit drei Jahren wurden in England von drei verschiedenen, zu diesem Zweck gegründeten Gesellschaften Petrolbohrungen durchgeführt, die jedoch bisher kein Ergebnis zeitigten. Eine dieser Firmen hat sich jetzt aufgelöst. Wie man vernimmt, wurden in den drei Jahren in England fast 20 Millionen Schweizerfranken für diese Sondierung aufgewendet. Eine ungefähr gleich grosse Summe gaben die britischen Behörden während des Weltkrieges für erfolglose Petrolbohrungen aus. -fw- „Sesam öffne dich!" Einer der Direktoren der «British Broad Casting Co » hat sich eine automatische Garagetorbedienung ausgedacht, die in Funktion tritt, sobald er sich mit dem Wagen der Garage nähert. Die Anlage basiert auf der Tatsache, dass das Zündsystem des Automobils von selbst Radiokurzwellen erzeugt, die vermittels einer einfachen Sendevorrichtung ausgestrahlt und von einem Empfänger in der Garage aufgefangen werden. Dieser schliesst einen elektrischen Kontakt, wodurch ein Elektromagnet unter Strom gesetzt wird, der den Türriegel öffnet, so dass das Tor unter der Wirkung von starken Spiralfedern aufgemacht wird. -b- Der Wagen als Gasschutzkabine In Kensington (England) wurden dieser Tage Versuche gemacht, ob sich normale Personenautomobile als fahrbare Gasschutzkabinen eignen. Mit Hilfe von Isolierband und Gummilösung dichtete man sämtliche Oeffnungen und Spalten gegen das Eindringen von Gas ab. Eine Lufteintrittsöffnung im Wagenvorderteil versah man mit zwei normalen Gasmaskenfiltern. Im Innern nahmen 6 Personen Platz. Zur Erprobung der Gasdichtheit wurde ein starker « Gasangriff » mit Tränengas unternommen, der eine halbe Stunde dauerte. Die eingeschlossenen Insassen wurden jedoch dadurch in keiner Weise belästigt. Sie unterhielten sich vielmehr ungestört während der ganzen Zeit bei den Klängen des Wagenradios. Das so glänzend verlaufene Experiment soll das grösste Interesse der mit dem Luftschutz beauftragten Stellen gefunden haben. -fw- Ein Panzerwagen fährt 180 km/St. Nach amerikanischen Meldungen soll neulich in Rahway (New-Jersey) einer Expertenkommission ein Panzerwagen vorgeführt worden sein, der ganz aussergewöhnliche Leistungen vollbrachte. Er soll auf Strassen eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/St, entwickeln und es im Gelände bei guten Terrainverhältnissen immerhin noch auf die ebenfalls sehr hohe Geschwindgkeit von 125 km/St, bringen. Zur Ausrüstung gehören eine Radio-Sende- und -Empfangsstation, eine Flugabwehrkanone von 37 mm, die imstande ist, minutlich 120 Schuss abzugeben, sowie drei schwere Maschinengewehre. Garage Easinonlatz Bern Rjtzi & Wagner Grösste Garage mit freier Zu- und Wegfahrt Garage-Tag- und Nachtbetrieb Modern eingerichtete Rep ar aturwerkstätte Direkte Fabrikvertrefung für Opel und Opel-Blitz-Lastwagen Oldsmobile Lastwagen 1938 Modell 1938 3,3 T. Nutzlast, 19 PS, geschlossen, 5 PL, 4 T., Stahlkarosserie, grosse 19 PS, mit Fabrikgarantie, Brücke mit Blachengestell, grosser Koffer, Ia. Zu-umständehalbestand, wegen vorgerückter (6 sehr billig Saison zu vorteilhaftem Preis abzugeben. zu verkaufen Garage Falken, X. Stierli & Co., Baar. Tel. 4.12.22. Offerten unter Chiffre 7892 an die Automobil-Revue, Bern. Frostschutzlösung von Zeit zu Zeit kontrollieren Als noch Alkohol als Frostschutzmittel Trumpf war, wusste jeder Fahrer, dass diese leicht verdampfende Beimischung von Zeit zu Zeit ergänzt werden musste. Die heute gebräuchlichen Frostschutzlösungen sind glücklicherweise frei von diesem Uebelstand, da sie noch schwerer verdampfen als Wasser. Trotzdem kann gelegentlich etwas Frostschutzmittel verloren gehen, wenn die Kühlerlösung zum Sieden kommt und durch das Ueberlaufrohr herausgetrieben wird. Ergänzt man dann nur mit Wasser, so nimmt die Kältefestigkeit des Gemisches ab. Auch bei Kühlsystemen, die nach Art vieler amerikanischer Wagen ein Ventil mit Ueberlaufrohr besitzen (siehe Bild), kann bei heftigem Sieden neben Dampf noch Flüssigkeit austreten. Kommt der Kühler öfter zum Kochen, wie das bei älteren Wagen, manchmal aber unbemerkterweise auch bei neuen der Fall ist, wenn man im Winter die Kühlluft zu stark drosselt, so nimmt der Gehalt an Frostschutzmittel allmählich so stark ab, dass ein zuverlässiger Gefrierschutz nicht mehr gewährleistet ist. Es empfiehlt sich daher, bei Wagen, die einer häufigen NachfüUung von Kühlwasser bedürfen, in regelmässigen Abständen auch das spezifische Gewicht utid Tel. 37.777 der Schweiz 500 Einstellplätze TALBOT BABY SPORT des 14 PS, 6 Zyl., Typ 1938, flotter, rassiger Wagen, mit Wilson-Getriebe. — Preis billig. Anfragen unter Chiffre 16690 an die Automobil-Revue, Bern. Fah Limousine, zum Preise evs damit die Kältefestigkeit der Kühlerlösung prüfen zu lassen. Dann kann das Gefrierschutzmittel ergänzt werden, bevor es zu spät dazu ist. -b- Manche Kühlsysteme verfugen über mehr als einen Ablasshahn weil durch einen einzelnen Hahn' nicht immer alles Wasser entfernt werden kann. Ist der Besitzer hierüber nicht orientiert, so kann dies üble Folgen haben, indem beispielsweise nach der Stillegung der im Kühlsystem verbliebene Wasserrest gefriert und den Zyilinderblock sprengt. Es ist daher wichtig, dass man sich vor dem Ablassen des Kühlwassers anhand des Instruktionsbuches genau darüber unterrichtet, ob durch Oeffnen eines einzigen Hahns alles Wasser entfernt werden kann oder ob noch weitere Hähne zu bedienen sind. -b- , Frage 13.700. Schaltschwierigkeiten. Seit Anfang September des Vorjahres bin ich Besitzer eines 2,5-Liter-Wagens mit synchronisiertem Vierganggetriebe. Nun zeigt sich, dass die Synchronisierung nicht mehr richtig arbeitet und das Schalten Schwierigkeiten macht. Ich muss Zwischengas geben, um ohne Kratzen zu schalten. Nachdem ich den Defekt der Vertretung meldete und auf Grund der Garantie Instandstellung verlangte, wurde mir erwidert, dass die Störung durch zu schnelles Schalten hervorgerufen werden. Sehr wahrscheinlich habe eine Nuss angefressen. Diese Darlegung stimmt nicht, weil ich beim Zurückschalten das Schaltmanöver jeweils verlangsamte und bei hohen Geschwindigkeiten als langjähriger Automobilist ohnehin Zwischengas gab. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, um Bekanntgabe Ihrer Ansicht. H. F. in W. Antwort; Ohne Augenschein ist es uns nicht möglich zu sagen, ob die «Nüssen», womit Sie offenbar die Schaltkonusse meinen, angefressen habe. Dies könnte allerdings das Schalten auch erschweren, weil sich dann die beiden Teile der Verzahnungskupplung nicht richtig gegenseitig zueinander einstellen können. Wahrscheinlicher erscheint uns jedoch, dass sich die Stirnseiten der Verzahnungskupplungen etwas abgenützt haben, was sehr wohl von zu raschem Durchschalten herrühren kann. Bei neuen Wagen müssen die Stirnseiten öfter ein wenig nachgearbeitet werden, was vielfach zu den normalen Service-Arbeiten zählt. Darnach schaltet es sich wieder viel leichter. Weiter empfehlen wir den Schalthebel in Zukunft noch etwas langsamer umzulegen. Die Synchronisierwirkung beginnt ja erst nach dem Verlassen der neutralen Stellung des Schalthebels und daher kann ihre Dauer nicht durch besonders langes Verharren in der neutralen Lage, sondern nur durch langsame Betätigung des Hebels verlängert werden, -h- 1938, fabrikneue Limousine, per Zufall zu Fr. 5200.- zuverkaufen. (6 Schriftliche Anfragen unter Chiffre 7884 an die Automobil-Revue, Bern. Günstig zu verkaufen zwei BERNA-Cars-Alnins Limousine, 6/7 PL, in tadellosem Zustand, in Herrschaftshaus von Chauffeur gefahren, 4 Zyl., 7,84 PS, Modell 1931, Farbe dunkelblau, Koffer, billig abzugeben. — Offerten unter Chiffre 16691 an die (Topolino), 3 PS, Coupe, 2 PL, dunkelblau, Fr. 1400.— 7 Plätze, mit Separation, von wegen mchtgebrauch abzugeben. Offerten unter Chiffre Z 6393 an die Automobil-Revue. Bureau Zürich, wovon der eine mit 4-Zylinder-Dieselmotor und der andere mit 6-Zylinder-Benzinmotor. Es sind dies zwei sehr gut erhaltene Wagen. Anfragen richte man unter Chiffre 16681 an die Automobil-Revue, Bern. (Balilla), 5 PS, 1936, Limousine, 4 PL, 2 Türen, dunkelblau, Fr. 1800.— Lim., 4 PL, 4 Türen, beige, Fr. 2300.— Cabriolet, 4 PL, grau, (Balilla), 6 PS, 1938, Limousine, 4 PL, 4 Türen, dunkelblau, Fr. 3300.— Alie Wagen sind in sehr :utem, abnahmebereitem Zustand. — Verlangen Sie unverbindlicheVorführung. Zeughaus-Garage, Aarau. TeL 2.26.66. Packard OPEL SUPER SIX für 22 Plätze Zu verkaufen 1 CITROEN FIAT 500 FIAT 508 Fr. 2400.— FIAT 508 C Fr. 500.— Automobil-Revue, Bern. VAUXHALL Modell 1937/38 geschlossen, 4 PL, 4 T., 9 PS, in Ia. Zustand, neuwertig, mit Schiebedach, Lederpolster, wegen Platzmangel zu sehr vorteilhaftem Preise zu verkaufen (mit Garantie). Anfragen unter Chiffre 16694 an die Automobil-Revue, Bern. Nur das Te «*«!• WinterSI mit minus 20° Stockpunkt a Fr. —.75 per Liter. Zu den dünnen Winterölen empfiehlt sich ein kleiner Zusatz von reinem kolloidalem Graphit. Kostenpunkt ca. 60Cts. per Füllung. Vergessen Sie nicht, dem Kühlwasser Glyzerin zuzusetzen. Kilo Fr. 1.60. Pro Füllung genügen 3—4 Kilo. Schriftliche Antworten : Frage 1033- Demontierbare Garagen. Können Sie mir Adressen von Lieferfirmen von demontierbaren Autogaragen bekanntgeben? T. in F. Frage 1034. Wer versilbert Scheinwerfer-Reflektoren? Ich bitte Sie um Bekanntgabe einiger Firmen, die das Versilbern von Scheinwerferreflektoren vornehmen. T. in F. Frage 1035. Bitte um Gutachten über Wagen, Marke C. Ich beabsichtige im kommenden Frühjahr eventuell einen Wagen, Marke C, anzuschaffen und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir über die Qualitäten desselben Ihr unparteiisches Gutachten abgeben wollten. J. in T. Frage 1036. Hersteller von Stahlblech-Kabinen. Können Sie mir die Adressen von Firmen für Stahlblech-Kabinen für Lastwagen angeben? S. in S. Frage 1037. Lieferant von Frostschutzmittel «Tertre». Können Sie mir die Adresse des Lieferanten des Frostschutzmittels cTertre» bekanntgeben? K. in W. Frage 1038. Hersteller von kunstlichen Edelsteinen. Können Sie mir Adressen von Herstellern künstlicher Edelsteine angeben? B. in S. Frage 1039. Holzkohlen-Motor. Ich las in der französischen Ausgabe Ihres Blattes, dass demnächt in Deutschland ein Verbrennungsmotor, der mit Holzkohle betrieben werden kann, auf den Markt kommen soll. Können Sie mir darüber nähere Angaben machen? G. in M. Frage 1040. Das neue Spiel «Sportube». Ich ersuche Sie um Angabe der Lieferanten des neuen Spiels «Sportube»» |uv»f. Anfrage 741. Unfallfolgen. Ich hatte im letzten Sommer einen Unfall, über dessen Verlauf und Folgen Ihnen das beigelegte Protokoll meiner Einvernahme nähere Auskunft gibt. Bis jetzt habe ich in der Angelegenheit nichts mehr vernommen. Lediglich aus Papieren, die mir die hiesige Polizei zu lesen gab, als sie nähere Angaben wünschte, konnte ich ersehen, dass mein Unfallgegner B. eine Entschädigung von etwa 100 fr. verlangte. Letzter Tage kommt ganz einfach der Betreibungsbeamte und fordert die Bezahlung einer Rechnung von 485 Fr. Wie habe ich mich in diesem Falle zu verhalten? Sollte ich vielleicht einen Fürsprech nehmen? L. G. in W Antwort: Offenbar sind Sie von dem Verunfallten betrieben worden. Sie müssen gegen die Betreibung sofort Rechtsvorschlag erheben. Der Verunfallte muss dann seine Forderung gerichtlieh, geltend machen. Bei diesem Anlasse kann untersucht werden, ob seine Forderung überhaupt grundsätzlich und der Höhe nach gerechtfertigt ist Sie werden jedenfalls gut tun, sich in dieser Angelegenheit beraten und ihre Interessen vertreten zu lassen. * Die Anschaffung einer Oceasion verdient reiflich erwogen zu werden. Aber nicht nur dahin, ob der Preis angemessen sei, sondern vor allem, ob sich das Fahrzeug für Ihren Betrieb eignet. Dieses «Wägen um den Wagen» wird bedeutend erleichtert, wenn Sie sich zuerst durch ein entsprechendes Kaufgesuch in der «Automobil-Revue» eine Anzahl Offerten verschaffen und daraus nachher das Geeignetsteaussuchen. f\ ö I Ist wahrend des Winters gut genug. Ich offeriere mein 100% pure Pennsylv. Oil S„ edhs 7/ H. SCHWEIZER, BASEL Itelpfad 1 Tel. 25.068

JJO 5 _ FREITAG, 20. JANUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE AKTUELLES Die Treibstoffimporte Im Monat Dezember 1938. Insgesamt wurden im Dezember 140.974 q Benzin eingeführt, was gegenüber der vorjährigen Parallelperiode einer kleinen Erhöhung um 259 q entspricht. Insgesamt sind im Jahre 1938 gegenüber dem Vorjahre nicht weniger als 62.839 q mehr Benzin importiert worden, Diese Mehreinfuhr dürfte mit der Belebung des automobilistischen Fremdenverkehrs, insbesondere aber mit einer vermehrten Vorratshaltung zusammenhängen. Die Petrolimporte für Motorfahrzeuge verzeichnen im Dezember die Höhe von 2758 Q, gegenüber 587 q im Dezember 1937. Während diese Treibstoffkategorie in den ersten 11 Monaten des letzten Jahres gegenüber der vorjährigen Parallelperiode eine Mindereinfuhr von 2386 q aufzuweisen hatte, konnte dieses Manko auf Grund der vermehrten Dezembereinfuhr bis Jahresende auf 215 q reduziert werden. Eine ähnliche Entwicklung verzeichnet die Einfuhr von Petroleum-Surrogaten für den Antrieb von Fahrzeugmotoren. Im Dezember letzten Jahres wurden insgesamt 1107 q importiert, gegenüber 198 q im Dezember 1937, so dass sich für den 12. Berichtsabschnitt des letzten Jahres eine Mehreinfuhr von 908 q ergibt. Insgesamt sind im Verlaufe des ganzen Jahres 1938 1176 q mehr Petroleumsurrogate als 1937 in unser Land eingeführt worden. Die Einfuhr von Mineral- und Teerolen für den Antrieb von Motorfahrzeugen verzeichnet für den Monat Dezember eine Menge von 16.682 q, oder 1689 q mehr als in der entsprechenden Periode des Jahres 1937. Für dans ganze Jahr ergibt die Mehrehnfuhr dieser Brennstoffkategorie eine Menge von nicht weniger als 50.875 q. Aus dieser ImportVermehrung geht die Bedeutung des Schwerverkehrs für unsere Volkswirtschaft hervor, stellt doch diese nicht weniger als 4/5 der Mehreinfuhr von Benzin dar. Eine vorläufige Schätzung der mit den Treibstoffimporten verbundenen finanziellen Abgaben ergibt aus der Benzineinfuhr eine Zolleinnahme von rund 61,1 Mill. Fr. gegenüber 59,2 Mill: Fr. im Jahr 1937, resp. einen Mehrertrag von 1,9 Mill. Fr. Die Einfuhr von Petroleum und Petroleum-Surrogaten entspricht einer Zollabgabe von 240.000 Fr. resp. von 98.000 Fr. Aus der ersten Kategorie resultiert eine fiskalische Mindereinträgnisse der vier Treibstoffkategorien für nähme von 3400 Fr., auf der zweiten eine Mehreinnahme von 19.000 Fr. An Zöllen aus- der Einfuhr von Mineralund Teerölen wurden "1938 2,5 Mill. Fr. gegenüber 1,7 Mill. Fr. im Vorjahre vereinnahmt (+814.000 Fr.), Zusammengerechnet ergeben die Zöllerträgnisse der vier Treibstoffkategorien für 1938 eine Mehreinnahme des Bundesfiskus von 2,7 Mill. Fr. Strassenverbindung Gfarus- Graubünden vor dem Glarner Parlament. Der Landrat spricht sich in erster Linie für eine Strasse von Elm aus, er sagt aber nicht nein zum Kistenprojekt. Wie wir vor einer "Woche berichtet, ging die letzte Sitzung des Glarner Landrates auseinander, ohne sich zu einer bestimmten Stellungnahme zur Frage der Strassenverbindung mit dem Bündner Rheintal aufraffen zu können. Eine Einigung über die von Dr. Hefti vorgeschlagene Resolution kam nicht zustande, trotzdem sich die Diskussion In reichlich breiten Bahnen erging. In der Tagung vom vergangenen Mittwoch nun sind die Würfel gefallen: nach Vornahme einiger Aenderungen an der ursprünglichen Fassung stimmte der Landrat der Resolution zu, wonach er mit Befriedigung davon Kenntnis nimmt, dass der Bundesrat das Projekt einer neuen Bahnverbindung aus dem Kanton jeri in den Kanton Graubünden ablehnt und an seiner Botschaft vom 7. Juni 1938 festhält. Der Landrat rechnet daher bestimmt mit einer Strassenverbindunn aus dem Kanton Glarus nach dem Kanton Graubünden. Aus wirtschaftlichen Erwägungen spricht er sich in erster Linie für eine Verbindung aus dem Raum Elm aus und beauftragt den Regierun?srat, sich in diesem Sinne in Bern einzusetzen. Sollte., eine Strasse aus dem Raum Elm aus höheren Interessen nicht verwirklicht werden können, wohl aber eine Strasse über den Kisten, so lehnt derXandrat auch dieses Projekt nicht ab. Auch im Tale der Linth räumt man somit wirtschaftlichen Ineressen, das heisst dem an sich verständlichen "Wunsch nach "einer Erleichterung der Lage des Sernftales den Vorrang ein, man beharrt aber nicht um jeden Preis darauf, sondern lässt auch die höheren, -will sagen die gesamtschweizerischen Bedürfnisse gelten, sofern sich mit Rücksicht auf sie der Bau einer Kistenstrasse als notwendig erweisen sollte. Ein entschiedenes Nein setzt der Glarner Landrat einzig dem Plan einer neuen Strasse nach dem Bündnerland entgegen, deren Ausgangspunkt nicht im Kanton Glarus liegt und wobei er nach dem heutigen Stand der Dinge nur das Projekt einer Route Maderanertal—Val Rusein im Auge haben kann. Stvsaxxen St Gallen erwartet den Ausbau des Glarner Teilstücks der Walenseestrasse auf 8 m. Zehn Tage nachdem die Aktionskomitees der Kantone Graubünden, Zürich und St- Gallen für eine Walenseestrasse in ihrer Klosterser Resolution den Glamern zu verstehen gegeben hatten, sie vertrauen darauf, dass diese ihren Abschnitt der neuen Durchgangsroute wie St. Gallen auf 8 m. Breite ausbauen werden, ist im Schosse der st. gallischen kantonalen Verkehrskommission eine ähnlich lautende EntSchliessung gefasst worden. Auch sie gibt der Erwartung Ausdruck, «dass der Kanton Glarus den Ausbau der Walenseestrasse innert der vom Bundesrat gestellten Frist durchführe und auch das glarnerische Teilstück auf, eine Breite von 8 m ausbaue. Eine Strassenbreite von nur 6,5 m könnte den Anforderungen einer Durchgangsetrasse mit internationalem Charakter niemals gerecht werden und eine spätere Verbreiterung wäre bei den vielen Kunstbauten kaum mehr möglich. Im« weiteren weist die Resolution darauf hin, dass sich durch die von Glarus angestrebte neue Alpenstrasse nach Graubünden eine Verkehrsableitung vom Gebiet östlich des Glarnerlandes - St. Galler Oberland-Werdenberg — ergebe, die durch einen erstklassigen Ausbau der Walenseestrasse verhindert werden müsse. General Motors-Absatz 1938 um 40 %• gesunken. Der Konjunkturrückgang, in dessen Zeichen die amerikanische Automobilindustrie während des grössten Teils 1938 stand, findet seinen Niederschlag auch in der nach abwärts gerichteten Absatzentwicklung der General Motors. In Zahlen geprägt stellt sie sich so dar, dass der Konzern 1936 und 1937 je rund 1,7 Millionen Wagen an seine Händler verkaufte, während, das Jahr 1938 dieses Rekordniveau auf 935.000 Stück zurücksinken sah. Deutlich spiegeln sich in der nachstehenden Tabelle die Phasen dieses Prozesses: die gewaltige, durch die Unsicherheit der Wirtschaftslage hervorgerufene Schrumpfung, die sich schon 1937 abzuzeichnen begonnen, und der eindrucksvolle Wiederaufschwung im letzten Quartal 1938. Verglichen mit 1937 blieb der Inlandabsatz des Unternehmens im ersten Quartal 1938 um 42%, im zweiten um 59% und im dritten sogar um 72% zurück, um sich dann im letzten Vierteljahr derart gründlich zu erholen, dass er den entsprechenden Vorjahresstand zu überflügeln und dabei bis an die Rekordhöhe von 1936 heranzukommen vermochte. 1. Vierteljahr 2. Vierteljahr 3. Vierteljahr 4. Vierteljahr Inlandabsatz in 1000 Stück 1936 1937 1938 410,3 337,2 196,8 567,9 542.0 222,8 281,9 403.0 113,1 422,5 397,8 402.4 432.295 fremde Motorfahrzeuge haben unsere Grenzen zu kürzerem oder längerem Aufenthalt passiert. Nach den Angaben der von der Oberzolldirektion durchgeführten Statistik sind -während des werden sich erst wieder zwischen den einzelnen I 1938 eine Aenderung erfahren haben. Parallelen Meisterprüfungen für Automechaniker. vergangenen Jahres insgesamt 432.295 ausländische Monaten des laufenden Jahres und den entsprechenden Zeitabschnitten 1938 ziehen lassen. Auch für das Jahr 1939 sind, unsern Informationen zulolge, wieder Meisterprüfungen davon entfallen auf den eigentlichen Strom der Motorfahrzeuge in die Schweiz eingereist. 96.20% für Automechaniker vorgesehen. Ort undTouristik, währenddem, der Grenzverkehr mit 2,28% Zusammenstellung für das Jahr 1938 Datum stehen zwar noch nicht fest, doch und jener der Lastwagen zu 1,52% am Total teilnimmt. Zieht man einen Vergleich zwischen die- Grennarkehr Farnverkshr Nach Zahl und Art der Zolldokumente. spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sen drei' Kategorien des eigentlichen TouristiJcverkehrs und der Gesamtzahl der Einreisen zu vor- Autos wann Abtertlfunt mit: Motos u Matoi Autocars Aotoi Last- Total die Abhaltung im Herbst, wobei man als Ort Bern in Aussicht genommen hat. Der endgültige Entscheid steht indessen noch aus. für die Motorräder eine Quote von 3,67%, für die karte — 7.317 — 174.674 — 181.991 übergehendem Aufenthalt, dann ergibt die Rechnung Prov. Eintritts- Autocars eine solche von 2.63% und für die Personenwagen von 89,90%. Wird lediglich der Fern- Triptyk 1.984 2.994 4.655 44.208 2.757 56.598 Freipass 7.736 2.152 4.276 82.003 3 670 99.837 verkehr als Vergleichsbasis angenommen, so stellt Grenzpassierscheinheft — 2.215 2.457 87.760 120 92.552 Aus den Parlamenten sich das Betreffnis der Motorräder auf 3,81%, die Autocars vereinigen 2,74% auf sich,, dieweil der Kontrollschein 150 1167 — — — 1317 Löwenanteil von 93,45% den Personenwagen gutgeschrieben werden muss. Total 9.870 15.84511.388 388.6456547432.295 Unter den Zolldokumenten, die für den Grenzübertritt verwendet wurden, marschiert die provisorische Eintrittskarte mit 42,10% an der Spitze. s. A. C. 23.09% der Einreisen erfolgten unter Deckung durch den Freipass, das Triptyk steht mit 13,09%, das Tätigkeitsprogramm für den Februar 1930. Grenzpassierscheinheft mit 21,41% und der Kontrollschein mit 0,31% zu Buch. Qranxrtrkthr FirnnrMhr AMarttfinf mit: Mottta. Motor- Auto- Parten«»» Lait. Total Autos rlder ean wagen wagen Prov Eintrittskarte — 93 — 3.723 — 3.81624. Februar: Fancy-Dress im Clublokal. senhausplatz. Abends im Clublokal. Freipass 401 58 47 4.400 250 5.1563. März: Clubabend. Triptyk 130 45 24 2020 81 2.300 Grenzpassierscheinheft — 95 1.847 3 1.864 Total 9.870 15.84511.388 388.645 6.547 432.295 Einen Vergleich mit dem vorhergehenden Jahr lassen die hier aufgeführten Zahlen aus dem einfachen Grunde nicht zu, weil die Grundlagen der Zählung durch die Organe des Zolls auf Anfang \usland 3. Februar: Generalversammlung im Clublokal. 10. Februar: Clubabend. 17. Februar: Ausflug mit den Autos ins Skigebiet. Rendez-vous IVa Uhr auf dem Wai- Protokollauszug aus der Januar-Versammlung. Dem einen Neueintritt, der zu verzeichnen war, standen zwei Austritte und zwei Streichungen gegenüber. Am 2. Februar a. c. findet, veranstaltet von der Interessen- Gemeinschaft Zürich, erstmalig ein Vortragsabend im «Du Pont» statt. Referiert wird über das Thema Benzin: sämtliche Mitglieder des Ch. V. Z. sind hierzu freundlichst eingeladen. Am 5. Februar a. c. findet im üblichen Rahmen die diesjährige Generalversammlung statt. Anträge dazu müssen bis spätestens den 21. Januar a. c. dem Präsidenten eingereicht sein. Unentschuldigtes Fernbleiben wird mit Busse von Fr. 2.— bestraft ' • Zum erstenmal seit Bestehen des Vereine wurde im vergangenen Monat eine Weihnachtsfeier mit Einderbescheruns durchgeführt, welche alle Teilnehmer — und es waren an die hundert — restlos befriedigte. Verschönt wurde der Anläse durch die muntere Schar von 25 Handorgelspielern und -Spielerinnen des Jugendringes von Max Wild; Auch die beiden Filmvorträge unseres Kollegen Taub Ernst: , fanden gute Aufnahme. Desgleichen hörte man noch einige Rezitationen. Und als die Kerzen des Christbaumes angezündet wurden und «Knecht Ruprecht» in den Saal einzog, da erlebten die Erwachsenen manch köstliche Szene, die sie in ihre Jugendzeit zurückversetzte. Rührend war es anzuhören und zu sehen, wie die Kinder, die teils mit zitternder, teils mit froher Stimme ein Verslein vortrugen, das «Päckli» vom Samichlaus entgegennahmen. Den AhechJus« der Feier bildeten einige Weihnachtslieder, gesungen von gross und klein. Anmerkung. Das Vereins-Telephon bei Präsident Griesser Ernst ist nun installiert und trägt die Telephon-Nummer 80.873. H. G. Mit diesem begeisterten Vergleich stellte Direktor Seiz in den festlich geschmückten Räumen der Agence Americaine in Zürich einem geladenen Publikum den Buick 1939 Im Geschäft zwischen Händler und Kunden fanden im vergangenen Jahr 1.001.800 Wagen ihren vor, und man muss schon zugeben, dass keinerlei Abnehmer. Gemessen an den Verkaufsziffem 1937 Wünsche mehr offen bleiben. Wer zur Klasse jener bedeutet das eine Verminderung um 37% und im Unverbesserlichen gehört, die nicht zufrieden sind, Vergleich mit dem Rekordjahr 1936 sogar einen wenn sie nicht noch etwas auszusetzen wissen, dem Ausfall von 42%. Aus dem immerhin nicht ganz bleibt tatsächlich sozusagen nichts anderes übrig, nebensächlichen Unterschied im Absatzrückgang als sich — wie ein Kollege nicht unzutreffend bemerkte — zu dem neuen Modell auch noch beson- zwischen Fabrik und Händler einerseits und Händler-Kunden anderseits erhellt, dass der Konzern dere Gewinde schneiden zu lassen. seine Stocks bei den Vertretern um 66.700 Wagen Aeusserlich kennzeichnet den neuen Buick das reduziert hat, dieweil sie im vorhergehenden Jahr geschmackvolle, besonders windschnittige «Gesicht», eine Zunahme um 85.500 Wagen verzeichneten. bei dem die Kühlschlitze tief heruntergezogen und Der Rollepass den ganzen Winter über geöffnet. Eine weniger ungünstige Wendung nahmen die zum grossen Teil in die mächtigen Kotflügel hinübergewandert sind. Diese Anordnung ist jedoch Auf Verfügung des Touristenamtes von S. Martino Dinge beim Auslandsabsatz, der mit 362.000 Wagen zu 28% am Gesamtumsatz beteiligt ist, gegen 21% nicht nur aus reinen Geschmackgründen getroffen,, di Castrozza wird der Rollepass während des ganzen Winters schneefrei gehalten. Stauwindkühlung von besonders grosser Wirkung. im Jahr 1937 und 17% 1936. sondern es verbindet sich damit eine kanalisierte Am Motor ist nichts geändert worden, da diese Automobilerzeugung der hauptsächlichsten Konstruktion sich in allen Teilen völlig bewährt Produktionsländer. hat; auch die Konstruktionsänderungen am Chassis. Akutf€»l*ua*xsSn«l«»n CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Handel tur.« Industrie» Die Sonne glänzt am Firmament! forts für die Inhaber der Vordersitze: Durch seririsere Dimensionierung der Eckpfeiler sowie Vertiefung der Windschutzscheibe ist die Sichtmöglichkeit nach vorn um nicht weniger als 28 Prozent erhöht worden. Hand in Hand damit geht eine entsprechende Anpassung der vorderen Sitzbank, so dass der Führer einen Ausblick nach vorn erhält, wie man ihn bisher wahrscheinlich nur an dem als sogenannter Hochsitzer konstruierten Omnibus kannte, bei welchem der Führersitz neben oder über dem Motor angeordnet ist. Der Schalthebel ist an die Lenksäule gerückt, er arbeitet vollständig mechanisch und seine Handhabung wird durch die Mithilfe von Zugfedern äusserst einfach gestaltet. «Gewichtige» Persönlichkeiten, wir meinen solche von 100 Kilo an aufwärts, werden den so geschaffenen zusätzlichen Komfort angenehm empfinden. Dazu wurde der Fussboden des Wagens 5 Zentimeter tiefer und das Dach dagegen nur 1 cm tiefer gelegt, was vielleicht von der löblichen Gilde der Hutmacher etwas wenieer gerne gesehen wird. Ganz neu ist die Konstruktion der Kuppelung, deren Zusammensetzung von bisher 38 Teilen auf deren neun zusammengeschrumpft ist. Was eine solche Veränderung für die Betriebssicherheit aus^ macht, liegt klar auf der Hand. Sie ist züfdem als sogenannte Membrankuppelung ausgebildet, deren. Funktion sich mit dem elastischen Boden einer Blechkanne vergleichen lässt: Erreicht der durch den Fusshebel ausgeübte Druck einen gewissen Grad, so nimmt die Membranspannung dem Fuss die weitere Arbeit ab und rückt selbsttätig so weich aus bzw. ein, wie dies nur Fahrkünstler zuwege bringen. Eine •weitere Annehmlichkeit liegt darin, dass der Hebel des Richtungszeigers sich auf dem Schalthebel in unmittelbarer Reichweite des Fingers befindet, ohne dass die Hand das Lenkrad loszulassen braucht; zusätzliche Sicherheit liegt in der Anbringung eines Richtungszeigers als Lichtsisnal am Heck des Wagens. Dass mit allen diesen Neuheiten die hochluxuriöse Ausstattun? des Watreninnern Hand in Hand geht, ist selbstverständlich. Eine kurze Probefahrt an der gefürohteten Steigung der alten Zürichbergstrasse ergab, dass dem neuen Modell das rasante Anzugsvermögen und die fabelhafte Steigkraft seines Vorgängers eigen ist. Der Berichterstatter glaubt, keinen Widersnruch befürchten zu müssen, wenn er der Zukunft des Buick 1939 die allerbeste Proenose stellt. 1 Auch der neue OldsTnobile braucht sich neben seinem höher klassierten Bruder nicht in den Schatten zu stellen. Verschiedene Konstruktionsteile, die ihm der Bnick bisher voraus hafte, sind nun >auch auf ihn übergegangen, wie zum Beispiel das Snira'- federtrtiartett. sowie die Schubachse. Auch hier er 1 - freut d«r Wa»en sich einer bedeutenden Vererrösseruner der Sichtmöglichkeit, ebfmso ist die. -Schaltung an die Lp-nVsäule «wandert. Vorn und hinten wurden die Fahreigenscbaften des Chassis durch Radialatabilisatnren verbessert. Der Wntor ist. wie bisher in der Stärke von IS bzw. 18 PS zu haben. ' Beide Wa?en. sowohl Buick als OMsmobile. werden in den "Montagewerkstätten der General-Motors in Biel zusammengesetzt. •• ••- b-r.