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E_1939_Zeitung_Nr.007

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esserter Ausbeuten

esserter Ausbeuten wahrend der Sommermonate zustande gekommen. Seither ist aber •die Leistungskurve in der Produktion wieder erheblich gesunken, so dass als sicher gelten kann, dass der Jahresplan nicht voll zur Durchführung gelangt ist. Wenig verändert war die Oelgewinming in den drei in der Rangordnung nächstfolgenden Ländern: Venezuela, Iran und Niederländisch- Ostindien. Die 27.740.000 t, auf die die venezolanische Produktion zu veranschlagen sind, entsprechen ziemlich genau der gleichen Vorjahresmenge, während für Iran eine leichte Abnahme um etwas über 3% auf rund 10.000.000 t und für Ostindien eine Erhöhung um 1,5% auf 7.300.000 t zu erwarten steht. Aehnlich ist für Irak nur mit einem ganz geringfügigen Rückgang um 1,5% auf 4.250.000 Tonnen zu rechnen. Von den nächstbedeutenden Produktionsländern der westlichen Hemisphäre lassen •die südamerikanischen Oelgebiete von Kolumbien, Trinidad, Argentinien und Peru ebenfalls keine ungewöhnlichen Veränderungen erkennen. Dagegen ist in Kanada eine sprunghafte Vergrösserung der Rohölausbeute um mehr als das Anderthalbfache des Umfangs von 1937 eingetreten. Der 1936 im Turner-Tal in der Provinz Alberta gemachte Oelfund hat sich als reicher erwiesen als es ursprünglich den Anschein hatte und zeigt alle Anzeichen einer Ergiebigkeit, von der sich Kanada für die Zukunft eine namhafte Position unter den ölproduzierenden Ländern versprechen darf. Schon im letzten Jahre wäre die nahe an 1.0O0.000 t heranreichende Förderung erheblich grösser gewesen, wenn es nicht einstweilen noch an wirtschaftlichen Absatzmöglichkeiten für das gewonnene Rohöl gefehlt hätte. Im Nahen und Fernen Osten haben sich insofern interessante Entwicklungen ergeben, als in Britisch-Indien, Britisch-Borneo und Aegypten, sämtlich alte Oelgebiete, die keine allzu grossen Aussichten mehr zu bieten schienen, recht ansehnliche Steigerungen erzielt werden konnten. — Auch Deutschland gelang es 1938, seine Rohölproduktion weiter beträchtlich in die Höhe zu bringen und damit Polen, das seine Förderung diesmal sogar etwas besser halten konnte, zu überflügeln. Erdöl-Weltförderung in 1000 t. Veränderung 1938 1937 in % Vereinigte Staaten 164.740 173.734 — 52 Russland 29.300 28 397 + 3,2 Venezuela 27.740 27 723 — Iran 10.000 10.330 — 3.2 Niederländ.-Ostindien 7.300 7.189 + 1,5 Rumänien 6.600 7.147 — 7,7 Mexiko 4800 6.751 —28,9 Irak 4.250 4.314 — 1,5 Kolumbien 2.980 2.904 + 2,6 Trinidad 2.470 2.253 + 9,6 Argentinien 2.370 2 282 + 3,9 Peru 2.100 2.319 — 9,4 Bahrein 1.150 1.061 + 8,4 Burma 1060 1.083 — 2.1 Britisch-Borneo 895 793 +12,9 Kanada 940 366 +156,8 Gross-Deutschland 625 486 +28,6 Polen 507 501 + 1,2 Britisch-Indien 365 298 +22,5 Japan 360 368 — 2,2 Ecuador 290 280 + 3,6 Aegypten 220 170 +29,4 Andere Länder 300 226 +32,7 Insgesamt 271.362 280.975 — 3,4 Es mag in diesem Zusammenhang interessieren, dass man sich massgebendenorts weder Dieser Ueberblick über die Wdt-Kohölgewinnung des vergangenen Jahres wäre mit dem neu aufgetauchten Projekt einer nicht vollständig, würden wir nicht noch Strassenverbindung nach dem Maderanertal zwei bedeutsame Punkte abschliessend hinzufügen. Einmal die Tatsache, dass die an- Zeit zur Diskussion gestellten Vorschlag einer nach Graubünden noch mit dem in jüngster gegebenen Fördemiengen der meisten wich- Sardonastrasse zu befreunden vermag. Viel- tigeren Ödländer, so z. B. in USA. Venezuela, Iran, Irak, Kolumbien, Bahrein, nicht etwa die tatsächliche Produktivkraft dieser Länder anzeigen, dass in diesen Gebieten vielmehr ein um das Vielfache grösseres Förderpotential vorhanden ist. Zum andern ist Unsere Stellungnahme zur Frage einer Strassenverbindung Glarus—Graubünden ist, wie die in der letzten Nummer der «A. R.» veröffentlichte Einsendung aus Bündner Kreisen zeigt, im Lande Alt Fry Rätien nicht unangefochten geblieben. Um so mehr wird es unsere Leser interessieren, zu erfahren, wie man im Kanton Tessin über unsere Auffassung denkt. Darüber gibt ein uns soeben zugegangenes Schreiben der Vereinigung Glarnerland-Blenio Auskunft, das wir hier in extenso veröffentlichen: < Wir haben in letzter Zeit mit grosser Sympathie alle Publikationen der «Automobil- Revue •» zugunsten der neuen Strasse Glarus- Graubünden gelesen. Den Standpunkt, den Sie darin vertreten haben : dass die Strasse nur nach Massgabe der Bedürfnisse der Landesverteidigung und der allgemeinen schweizerischen Interessen gebaut werden dürfe, weit entfernt von allen kantonalen und regionalen Einflüssen, teilen wir auch ohne weiteres. In unserer Vereinigung hat immer die Meinung geherrscht, dass die Entscheidung in Bern, vom Bundesrat, getroffen werden müsse und nicht von den Kantonen,- weil sonst Gefahr besteht, dass die Strasse überhaupt nie kommen wird. Die Wünsche der Glarner tendieren natürlich nach dem Bau einer Panixerstrasse, währenddem die Tessiner für den Kisten eintreten. Glarner und Tessiner zusammen aber waren bei jeder Versammlung unserer Vereinigung der Ansicht, dass das letzte Wort in Bern gesprochen werden müsse. Ebenso wie man sich im Tessin immer bereit zeigte, zugunsten des Panixers zu verzichten, ebenso erklärten auch die Glarner, zugunsten des Kistens zurücktreten zu wollen, je nach dem Beschluss der Bundesbehörden. Es ist Ihnen wahrscheinlich nicht entgangen, wie die Bündner in letzter Zeit alle, möglichen Projekte diskutieren und sie unter», stützen. Unserer Ansicht nach wächst ,mit diesem Hin und Her die Gefahr, dass die neue Alpenstrasse überhaupt nicht verwirklicht wird. Was Ihren letzten Artikel in der « Automobil-Revue» vom 20. Januar, betitelt « Eine bündnerische Stimme » anbetrifft, so möchte unsere Vereinigung dazu bemerken, dass in dieser Frage, wie bereits erwähnt, alle kantonalen Interessen aus dem Spiel gelassen werden müssen, und dass auch bei der Verwirklichung des Kistenpro-» jektes die Bündner noch immer einen Nutzen haben, indem der Verkehr, der im Sommer über den Gotthard geht, zum Teil nach dem Kisten, d. h. dem Bündner Oberland abgelenkt wird. Und das wäre zweifellos besser als gar nichts.» lernen möchte. Aber er müsste schnell herkommen. » «Ich werd's ihm ausrichten», erwidert Artus Farroll und trennt — klack — die Leitung. Dann schickt er einen Stalljungen mit der Nachricht zu Don Aguillar, der gerade in der Manege mit dem Tiger Romeo Reifensprünge übt, jedoch sofort in seine Garderobe stürzt, um sich zum. Ausgang umzukleiden. Auch Muriel d'Andrade ist damit beschäftigt, sich zu einem Spaziergang fertig zu machen. Sie zieht gerade mittels eines schwarzen Stiftes ihre Augenbrauen nach, als das Hoteltelefon losklirrt. «Ihr Mann ist im Peau d'Ours », sagt eine grobe, fremde Männerstimme. « Er ist mit einem Seemann zusammen. Holen Sie beide so schnell wie möglich dort fort.» Aus. Kein Name. Keine Begrüssung. Nichts. Muriel ist nicht sehr überrascht. Sie kennt diese Art Anrufe und weiss sie einzuschätzen. Mit fliegender Hast beendet sie ihre Toilette und macht sich auf den Weg. Im Vestibül wird sie von Major Law entdeckt. Allein ? Heut am Tage der Ankunft des Gatten ? Sir Andrew fasst neue Hoffnung. In dieser Ehe muss etwas nicht stimmen. Er springt sofort auf, um Muriel zu begrüssen. Seine Freude über das Zusammentreffen ist unverkennbar und auch Muriel merkt, dass sie errötet. «Mistress d'Andrade >, sagt der Major und beugt sich über ihre Hand, «ich bin glücklich, Sie zu sehen. Würden Sie — ich meine, wäre es unbescheiden — falls Sie etwas Zeit hätten —» t Ich habe leider gar keine Zeit», erwk dert die gejagte Muriel mit Bedauern, « ich bin in sehr grosser Eile. Verzeihen Sie.» Der Offizier tritt sofort mit tiefer Verbeugung zurück. Er sieht dabei so betroffen und unglücklich aus, dass er Muriel leidtut. «Das heisst >, schränkt sie ihre frühere Ablehnung schnell ein, «wenn Sie mich begleiten wollen, Major, ich habe eine eilige Fahrt vor,» Sir Andrew ist sofort an ihrer Seite, etwas Besseres könnte ihm gar nicht passieren. Während er ihr in ein rasch herbeigewinktes Auto hilft, spinnt er abseitige Gedanken. — Ob sie etwa auf der Flucht vor ihrem Mann ist ? So etwas kommt vor. Diesem d'Andrade ist allerhand zuzutrauen. — Sir Andrew träumt sich in eine herrliche Beschützerrolle. Aber er wird unsanft daraus geweckt. « Lieber Freund », sagt Muriel, sobald der Wagen angefahren ist, «Sie werden jetzt meinen Mann kennenlernen. Ich muss ihm nämlich eine dringende Nachricht überbringen. » Major Law kommt aus den rosaroten Wolken seiner Traumgebilde etwas mühsam wieder zur Erde. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 24. JANUAR 1939 — N° 7 es von Wichtigkeit, dass auch in 1938 in zahlreichen Ländern neue, vielverheissende Produktionen erschlossen wurden, die in Verbindung mit den bekannten Reserven auf viele Jahre hinaus der Sorge um ihre künftige Oelversorgung entheben. J. P. K. Strassenverbindung Glarus - Graubünden Die Tessiner melden sich zum Wort Nur das Landesinteresse darf den Ausschlag geben. mehr hält man im Bundeshaus an der Auffassung fest, dass im Rahmen der grossen Arbeitsbeschaffungsvorlage, die wie erinnerlich einen 36-MilI.-Kredit für Strassenbauten vorsieht, lediglich die Alternative Kisten- oder Panixerpass in Frage kommt. Dabei steht, ungeachtet der Tatsache, dass sich Graubünden mit Nachdruck für einen weiter östlich gelegenen Uebergang, vor allem für eine Segnesstrasse einsetzt, der Kisten bei den eidgenössischen Behörden nach wie vor im Vordergrund, und zwar aus militärischen Gründen, wie ja überhaupt das ganze Problem in erster Linie unter diesem Gesichtswinkel betrachtet werden muss. Immerhin hat sich der Generalstab, wahrscheinlich auf die bündnerischen Schritte in Bern hin, bereit erklärt, den ganzen Fragenkomplex nochmals in Prüfung zu ziehen. n Kanfonen Um die Herabsetzung der Motorfahrzeugtaxen fmThurgau Botschaft und Abänderungsentwurf des Reglerungsrates eben erschienen. Seit Jahren kehrten im thurgauischen Grossen Rate die Begehren auf Herabsetzung der Motorfahrzeugtaxen wieder. Im September 1937 richteten der thurgauische Gewerbeverband und die thurgauischen Automobil- und Autogewerbeverbände eine diesbezügliche Motion an das kantonale Polizeidepartement, worin eine Reihe von Taxerleichterungen für bestimmte Fahrzeugkategorien in Vorschlag gebracht wurden. Der Motionär forderte damals die Herabsetzung der Steuer von Wechselnummern von 40 auf ?5 % für den stärkeren Wagen, ferner die Reduktion der Steuer im fünften und den folgenden Jahren auf 150 Fr. bei Wagen bis zu 5 PS, mit Zuschlägen von 10 statt 20 Fr. für jede weitere PS und mit einer Begrenzung auf maximal 300 Fr. Drittens wurde eine Verbilligung der Händlernummern von 250 auf 200 Fr. und endlich die Ermässigung der Taxen für Motorräder verlangt. Die Regierung zeigte damals für diese Begehren keine grosse Begeisterung, da bei Durchführung dem Kanton ein Einnahmenausfall von rund 160.000 Fr. erwachsen wäre. Sie lehnte die Motion ab, doch gaben die Autokreise nicht nach und am 6. Dezember 1937 wurde folgende Motion erheblich erklärt: < Der Regierungsrat ist eingeladen, die geltenden Vorschriften über den Bezug und die Höhe von Motorfahrzeuggebühren einer Prüfung zu unterziehen und dem Grossen Rat Bericht und Antrag über deren Abänderung zu stellen. » In seiner neuesten Botschaft vom 18. Januar 1939 befasst sich der Regierungsrat nun eingehend mit der Motion und stellt darin «Ich freue mich >, stottert er, < ich freue mich natürlich sehr.» Muriel liest ihm das Gegenteil von den Augen ab, doch sie nimmt ihm seine Gefühle durchaus nicht übel. « Er wird in Gesellschaft eines Herrn sein, eigentlich eines Mannes, eines Seemannes. Dieser Seemann soll hier nicht gesehen werden. Aus bestimmten Gründen, ich kann Ihnen das nicht so erklären. Wenn Sie ihm jetzt begegnen sollten, Sir Andrew, dann werden Sie ihn mir zu Gefallen sofort wieder vergessen.» Major Law verspricht das augenblicklich und nachdrücklich. Wenn man bereit ist, für eine Frau alle seine Grundsätze zu vergessen, so kommt es auf einen geheimnisvollen Seemann durchaus nicht an. Trotzdem wundert sich Law im stillen. Was für eigenartige Menschen dieser d'Andrade geschäftlich kennt. Tigerbändiger und Seeleute, die man vergessen muss. Jedenfalls — das steht wohl fest — ist ein solcher Handelsagent kein Mann für eine Frau wie Muriel. Da hält das Auto vor dem « Peau d'Ours >. Wie dieses Haus in dieser Gasse sonderbar aussieht! Eigentlich geradezu lasterhaft. (Fortsetzung folgt.) fest, dass die Einnahmen aus dem Autound Fahrradverkehr immer noch ansteigen, wie folgende Zahlen zeigen : Penonan- Last- •utos wagen motorräder 1910 156 23 63 1920 523 119 218 1930 1936 319 1919 1937 2672 596 1467 1938 (bis Nov.) 2761 551 1370 Tot;i Inkl. Fahrräder Fr. 11.202.— » 108.73140 > 965.666.60 » 1.089.285.60 > 1.124.488.15 Trotzdem im Budget 1939 bereits ein Gebührenausfall von 20.000 bis 25.000 Fr. als Folge dieser Motion einkalkuliert ist, konnte dem Baudepartement ein um netto 20.000 Fr. erhöhter Beitrag für Strassenbauten in Aussicht gestellt werden. Die Durchführung des Strassenprogramms erleidet also keine Störung. Von den vier Begehren wirkt sich die Taxreduktion für Wagen im fünften Jahr am stärksten aus. Die Frage der Erleichterung der Taxen für alte Wagen lehnt der Regierungsrat ab. Einzig 4 Kantone hätten diese Neuerung eingeführt, doch lauten die Berichte nicht ermutigend. Der gesteigerte Strassenverkehr verlangt Motorwagen in einwandfreiem Zustand; durch bevorzugte Behandlung alter Wagen werde aber das Gegenteil erreicht. Dazu kommt, dass eine fühlbare Taxsenkung für diese alten Wagen, deren Zahl 1937 ca. 400 betrug, einen Ausfall von gegen 200.000 Fr. zur Folge hätte. Der Regierungsrat glaubt jedoch, den andern drei Punkten entsprechen zu können und schlägt deshalb dem Grossen Rat einen Entwurf zu einem Regierungsratsbeschluss vor, in welchem der Zuschlag für Motorräder mit Sozius gestrichen wird. Die Steuer für Wechselnummern wird von 40 auf 25 % ermässigt, Motorwagen mit Holzsrasantrieb befahlen 50 % der normalen Taxe, für die Kollektivfahrzeugbewilligung mit Händlerschild soll die Jahrestaxe 200 Fr. für Motorwagen, 100 Fr. für Traktoren und 50 Fr. für Motorräder betragen. Nach Genehmigung durch den Grossen Rat des Kantons Thurgau wird dieser Beschluss sofort in Kraft treten. B. Genffep S«aS«»n Genfer Salon 1939. Auch dieses Jahr wieder wird die innere Ausgestaltung und Dekoration des Salongebäudes mit verschiedenen Aenderungen aufwarten, ohne dass allerdings die Veranstalter von der Raumeinteilnng, wie sie 1938 neu erstand, abzugehen beabsichtigen. Als Novum gesellt sich links und rechts im Vestibül die Ausstellung des Garagegewerbes und der Tankstationen hinzu, die sich in vollem Betrieb präsentieren werden. Für die Aufmachung des Restaurants auf der Galerie ist man auf der Suche nach einem passenden Motiv. In neuem Gewand dürfte, dem Vernehmen nacji, auch die Ausschmückung der grossen Zufahrtsstraasen vom Bahnhof und von den Quais her dem Besucher entgegentreten. Internat. Auto-Reiseverkehr der Schweiz 1938 Schluss von Seite 1. Damit dürfte dem Autotourismus ein Anteil von etwa 30 % am schweizerischen Fremdenverkehr zukommen. Berücksichtigt man ferner, dass in Deutschland vom 1. Juli 1937 bis 30. Juni 1938 660 000 Einreisen ausländischer Autotouristen gezählt worden sind, so darf sich das Resultat der Schweiz pro 1938 mit 432000 Einreisen daneben doch sehen lassen. Eines aber muss gesagt sein: Es kann noch viel getan werden, um den Internationalen Automobilreiseverkehr der Schweiz zu fördern. Auf die Wege und Mittel dazu haben wir kürzlich in der < Auto-Revue» hingewiesen. Dabei verdient vor allem das Projekt der Schaffung internationaler Benzinbons Beachtung. Rationell durchgeführt, dürfte diese Erleichterung der Einreise ausländischer Autotouristen einen machtvollen Aufschwung verleihen. Unerlässlich erscheint uns im weitern auch eine verstärkte Propaganda bei den ausländischen Automobil-Clubs. Man vergesse nicht, dass die englische Automobil-Association 600 000, der Royal Automobil-Club 300 000, der französische Touring-Club über 400 000, die Vereinigung französischer Automobil-Clubs gegen 300 000, der Deutsche Automobil-Club 200 000 Mitglieder zählen und dass sich deren Mitglieder ihre Ausweise und Reiseprogramme bei ihren Clubs holen. Fast alle europäischen Staaten haben in den letzten zwei Jahren ihren Motorfahrzeugbestand ganz 'beträchtlich erhöht. Tagtäglich gibt es Tausende neuer Automobilisten. Dieses Neuland gilt es vor allem zu beackern. Die politische Situation ist für eine Förderung des Automobilreiseverkehrs nach der Schweiz sehr günstig, auch die Landesschau in Zürich lässt sich propagandistisch vorzüglich auswerten.

DIENSTAG, 24. JANUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE Sternfahrten 100 Sternfahrer In Monte Carlo. Nur 21 = 17,35 % Ausfälle. Die atmosphärischen Verhältnisse, unter denen die Teilnehmer an der 18. internationalen Automobil-Sternfahrt nach Monte Carlo am letzten Dienstag von Palermo, Athen, Stavanger, Tallinn, Umea, Bukarest und John 0' Groats und am Freitag von Amsterdam aus gestartet sind, blieben bis zum Eintreffen der Konkurrenten an den Gestaden des Mittelmeers am Samstagmittag fast ohne Ausnahme stabil und es herrscht denn auch in bezug auf die gestellten Anforderungen unter den Piloten nur eine Auffassung, dass nämlich kaum je eine Monte-Cario-RaMye vom Wetter so begünstigt war wie gerade dieses. Diese Tatsache spiegelt sich sehr auffällig in der hohen Zahl der am Ziel angekommenen Sternfahrer wieder, haben doch von insgesamt 121 gestarteten Equipen nicht weniger als 100 die Kreuz- und Querfahrt durch den europäischen Kontinent überstanden, wie folgende Zusammenstellung zeigt: Startori am Start am Ziel Ausfälle in % Athen 36 27 25 Palermo 8 6 20 Tallinn 18 16 11 Stavanger 8 4 50 John O'Groats 24 21 12,5 Umea 2 2 — Bukarest 1 1 — Amsterdam 24 23 4 121 100 = 17,35 Samstagmittag um 12.22 Uhr traversierte auf dem Quai de Plaisance in Monte Carlo in Anwesenheit zahlreicher Neugieriger der erste, über und über mit Kot bespritzte, von bärtigen Männern gesteuerte Konkurrentenwagen die Ziellinie. Ohne sich auch nur eine Minute der Ruhe gönnen zu dürfen, hatten die Piloten anschliessend sofort die in der letzten Nummer der «A. R.» geschilderte Klassementsprüfung in Form eines Start- und Beschleunigungs-Wettbewerbes zu erfüllen, wobei im Gegensatz zu früheren Jahren alle Passagiere an Bord bleiben mussten und auch das mitgeführte Gepäck, sowie das übrige «Inventar» im Wagen zu belassen war Bei dieser Konkurrenz, die zusammen mit der auf der letzten Etappe Grenoble—Monte Carlo durchgeführten Geschwindigkeitsprüfung (bei der es ein Tempo von minimal 50 und maximal 60 km/Std. einzuhalten galt) und der Bergprüfungsfahrt vom Montag der Ermittlung des Siegers im Falle von ex-aequos dienen soll, schoss der letztjährige Rallye-Sieger G. Bakker Schut/P. J. Nortier (Holland) auf Ford 3622 ccm mit 25 5/10 Sekunden den Vogel ah. Im übrigen lautet die Rangliste dieser Klassementsprühing für die 20 Erstplacierten wie folgt: 1. Bakker Schut (Ford) 25 5/10Sek. 2a. Paul (Delahaye) 25 8/10 2h. Trevoux (Hotchkiss) 25 8/10 4a. Jouille (Matford) 26 5/10 4b. Mutraerts (Ford) 26 5/10 6. Waleran (Humber) 26 6/10 7. Quinlin (Matford) 27 1/10 8. Van der Hoek (Ford) 27 4/10 9. Vikol (Ford) 27 5/10 10a. Schols (Ford) 27 6/10 10b. Windham (SS Jaguar) 27 6/10 12. Gatsonides (Ford) 27 7/10 13. Miss Lace (Taftot) 28 3/10 14a. Lahaye (Renault) 28 4/10 Die Maserati-Rennmannschaft wird sich für die kommende Saison, wie man uns aus Bologna mitteilt, aus Graf T r o s s i, Luigi V i 11 o r e s i, Franco C o r - tese und Giovanni Roc.co zusammensetzen, denen sowohl die 3-Liter-, wie die 1,5- Liter-Rennwagen anvertraut werden sollen. Ueberraschenderweise findet der Schweizer Armand H u g im Communique der Bologneser Werke mit keinem Wort Erwähnung. Im vergangenen Herbst verlautete bekanntlich offiziell, dass ihn Maserati für das Jahr 1939 als Fabrikfahrer verpflichtet habe. Ueber die Gründe, weshalb Hug von den Konstrukteuren nun doch nicht als Werkpilot genannt wird, herrscht Schweigen, und man wird wohl die Rückkehr des Lausanner Piloten aus Südafrika abwarten müssen, um sie zu erfahren. Die Auto-Union-Rennmannschaft wird zum Training in Monza erwartet Wie die italienische Sportpresse aus Monza berichtet, erwartet man dort auf Ende dieses Monats Rennleiter Dr. Feuereissen mit den Piloten des Auto-Union-Rennstalles zum Training auf dem verbesserten Grand-Prix- Rennwagen mit dem 12-Zylrader-3-Liter- Komipressor-Motor. 14b. Harrop (SS Jaguar) 28 4/10 Sek. 16. Westerman (Ford) 28 5/10 17a. Bellen (Ford) 28 7/10 17b. Lubiensky (Chevrolet) 28 7/10 19. Boddaert (Cadillac) 28 8/10 20. Van Strien (Ford) 28 9/10 Weist so der Holländer auf die beiden nach ihm ex-ae