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E_1939_Zeitung_Nr.007

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 24. JANUAR 1939 — N° 7 ritzel mit einem entsprechenden Muttergewinde in dieses eingreift, schraubt es sich infolgedessen bei den ersten Umdrehungen der Ankerwelle auf dieser in achsialer Richtung gegen den Anker hin, bis seine Zähne in den Zahnkranz des Schwungrades eingreifen (Fig. 2) und diesen schliesslich antreiben, wenn das Ritzel am Ende seines Weges angelangt ist. (Man könnte einwenden, dass ja das Ritzel auch gegen die Verschiebung in achsialer Richtung durch die Masseträgheit behindert sei. Da diese jedoch viel geringer ist als die Fig. 3. Schnitt durch einen Anlasser mit Bentfix- Einspurvorrichtung. 1 = Klemme, 2 = Bendix- Feder, 3 = Bendix-Ritzel. Trägheit gegenüber der rotierenden Bewegung und zudem die Gewindesteigung nicht allzu gross ist, bewegt sich das Ritzel in Längsrichtung der Welle, d. h. in der Richtung des geringsten Widerstandes.) Kommt der Motor in Gang, so steigert sich seine Drehzahl sofort gegenüber der Anlasstourenzahl, und dadurch wird umgekehrt das Ritzel automatisch zum Ausspuren veranlasst. Unsere Figur 3 zeigt einen Schnitt durch einen Anlasser mit einem Bendix-Rifzelantrieb, wie wir ihn soeben beschrieben. Der einzige Unterschied gegenüber jener Ausführungsform besteht hier darin, dass das Ritzel nicht vom Spindelende her gegen den Anker hin, sondern in umgekehrter Richtung einspurt. Beide Bauarten werden häufig angewandt. Fig. 4. Schnitt durch einen Anlassmotor mit Ueberholkupplung. 1 = Schalter, 2 «= Einrückhebel, 3 = Ritzel, 4 = Ueberholkupplung. Figur 4 endlich stellt einen Anlasser mit einer anderen, ebenfalls oft angetroffenen Einspurvorrichtung dar. Hier wird das Ritzel durch einen Hebel vor der Einschaltung des Anlassstroms in die Verzahnung des Zahnkranzes eingeschoben. Der Fußstartknopf oder der Anker eines auf dem Anlasser angebrachten Elektromagneten besorgen die Betätigung dieses Einrückhebels. Damit beim Anspringen des Motors der Anlasser nicht länger mifgedreht wird, ist in die Anlasserwelle eine Ueberholkupplung eingebaut, die den Anlassanker nach dem Start vom Motor löst, selbst wenn das Ritzel noch eine Zeitlang eingespurt bleibt. Wörterbuch der Kraftfahrt. Von Hans Georges und Dr. Carl Schnauiert, unter Mitarbeit von H. Morgenrot. Mit 335 Abbildungen. 1938. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig. Auslandspreis RM. 3.75. Das vorliegende, reichillustrierte Werk stellt eine Frage 13.701. Rohöl als Frostschutzmittel. Ich hörte kürzlich in einem jener Landgasth&fe, wo sich die Helden der Landstraese zum «Znüni» treffen, folgendes Gespräch: «Ich fahre im Winter immer mit Rohöl als Kühlerfüllung. Mein Patron fährt sogar im Sommer mit Rohölfüllung und behauptet, damit die Kühlertemperatur noch niedriger halten zu können.» Was halten Sie von der Idee, das Rohöl als Frostschutzmittel zu verwenden? Wie hoch ist die Verdampfungstemperatur und welche Gefahren oder Nachteile sind zu gewärtigen? T. W. in Z. Antwort: Wir halten Dieselöl für ungeeignet als Kühlerfüllung. Erstens wird es mit der Zeit die Kühlerschläuche und Gummidichtungen zerstören und zweitens ist seine Verwendung nicht ohne Gefahr, da eich schon bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen brennbare Dämpfe bilden, die sich 'einmal entzünden könnten. Dieselöl enthält auch Bestandteile, die weit unter 100 Grad sieden und sich entsprechend leicht verflüchtigen. Es würde deshalb wohl nötig, Dieselöl öfter zu ergänzen als Wasser. Wenn die Beobachtung gemacht wurde, dass Dieselöl besser kühlen soll als Wasser, so war möglicherweise das Kühlsystem stark verfettet und wurde durch das Einfüllen des Dieselöls das Fett aufgelöst -b- Prokurist der Ad. Saurer AG. In der Nacht vom 12./13. Januar ist Herr Ingenieur W. Müller, Prokurist der Firma Aktiengesellschaft Adolph Saurer, Arbon, an einem Herzschlag im Alter von erst 43 Jahren gestorben. Gross ist die Lücke, die er in seinen Freundes- und Bekanntenkreisen, sowie in der Firma Saurer zurücklässt, denn er war ein Mann von geradem, aufrichtigem Charakter mit grossen beruflichen Fähigkeiten. In der Firma Saurer war der Verstorbene Leiter des Kundendienstes und wurde in Anerkennung seiner vieljährigen, vorzüglichen Leistungen Ende Dezember 1938 zum Prokuristen ernannt. Der Kontakt, welcher Herr Ing. Müller mit seinen Mitarbeitern und Kunden zu schaffen vermochte, war ein ausserordentlich guter. Er stellte seine grossen Erfahrungen und weitgehenden Kenntnisse im Automobilfach mit Aufopferung und Liebe seiner Firma zur Verfügung, der Kundschaft war er ein wertvoller Ratgeber in allen automobiltechnischen Fragen. Die politischen Umwälzungen, welche in der Tschecho-Slowakei in den letzten Monaten stattfanden, haben auch in den wirtschaftlichen Verhältnissen des Landes tiefgreifende Veränderungen zur Folge gehabt. Die Fabrikation der Schwerindustrie beginnt in den Hintergrund zu treten, dafür wird der Automobilproduktion für Exportzwecke vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt. Es existieren mehrere Fabriken, deren Produkte auch in unserem Lande sehr guten Ruf geniessen. Die grössten davon sind die Skodawerke, die insgesamt ungefähr 60 000 Arbeiter beschäftigen. In den letzten Tagen hat diese Fabrik ihre Beziehungen zu der Schweiz einer Reorganisation unterzogen, in deren Verlauf dje Generalvertretung in die Hände der Firma Baumberger & Forster AG. in Zürich übergegangen ist. Skoda produziert mehrere Typen, darunter hauptsächlich einen Kleinwagen von zirka 1100 ccm (6 HP), der bestechende Fahreigenschaften aufweist. Die Einzelradfederung sichert dem Kleinwagen eine ausgezeichnete Strassenhaltung. Das Fahrgestell ist ein sogenanntes Zentralrohrchassis, wie es, wenn wir uns nicht irren, zuerst von Austro- Daimler auf den Markt gebracht worden ist; die Bremsen sind hydraulisch. Skoda ist auch ein guter Kunde der schweizerischen Industrie, liefert diese doch jährlich für etwa 3 Millionen Franken an das tschechische Werk. b-r. VEREINIGUNG STAATL. GEPR. AUTOFAHRLEHRER Frage 1041. Wer vertritt Morris? Können Sie DER SCHWEIZ (V. A. S.) Art deutschsprachigen Lexikons des Motorfahrwesens dar. Es geht neben der kurzen Erläuterung Bern bekanntgeben? K. in B. mir die Vertreter der Morris-Wagen in Zürich und der gebräuchlichen Fachausdrücke auch auf die Zentralverband. Der Zentralvorstand hat in seiner Sitzung vom 19. Januar bei Anwesenheit sämt- Behebung der verschiedenartigsten Mängel ein und Frage 1042. Wo erhält man Purmorol? Ich bitte ist daher als übersichtliches Nachschlagewerk wertvollmorol. Z. in K. Sie um Bekanntgabe der Bezugsquelle des Pur-licher Vorstandsmitglieder u. a. folgende Beschlüsse gefasst: Zu verkaufen SAURER-Lastwagen 3 Tonnen, gut erhalten, CHEVROLET 1T2 Tonnen, in einwandfreiem Zust., Fr. 1500.— Mod. 1936, Lim., 4plätzig, 2türig, wenig gefahren, zu 6,7) Fr. 2200.— 500 Kilo Nutzlast, Fr. 6000.— 75931 ALB. AEPLE, Autos, ST. GALLEN W. Citroen geschlossen, 4 PL, 4 T., Lim., 6/7plätzig, 13 PS, in 9 PS, in Ia. Zustand, tadellosem Zustand, zu neuwertig, mit Schiebedach, Lederpolster, wegen Fr. 2400.— Platzmangel zu sehr vorteilhaftem Preise zu ver-10 St.-PS, Vorderradan- Telephon 35. 7897 Limousine FIAT-Garage, Schaan. kaufen (mit Garantie). 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Hiebei pflegen manche Fahrer unverantwortlicherweise plötzlich einen Haken nach links zu schlagen, um dann den Trottoirrand so hart als möglich zu schneiden. Dies mag zwar ganz rassig aussehen. Die Verkehrssicherheit jedoch wird durch ein solches Verhalten ernstlich gefährdet. Ein nachfolgender Fahrzeugführer muss daraus natürlich schliessen, dass sich sein Vordermann «anders entschlossen hat als sein Winker > und nach links abzubiegen oder links zu parkieren wünscht. Fährt er deshalb ruhig rechts zu, so sieht er sich plötzlich dem nun mit vollem Radeinschlag die Strasse querenden vordem Wagen gegenüber. Um diese Eventualität auf alle Fälle zu vermeiden, sollte daher vor einem derartigen Manöver stets gut Umschau nach andern Fahrzeugen gehalten und die Geschwindigkeit unter allen Umständen stark ermässigt werden. Nur so lassen sich andernfalls unvermeidliche Unfälle verhindern. -b- trieb, Mod. 35/36. SelbsttragendeGanzstahlkarosserie, sehr schöner, sorgfältig gefahrener Wagen, in Zu verkaufen tadellosem Zustand. Seltene Gelegenheit für eveatl an kleinern Wagen zu vertauschen (4-7 Reisenden, da sparsam in Gebrauch, langer Radstand und sehr geräumig. Preis Fr. 2500.-, nur gegen bar. Zu besichtigen bei Auto Aero A.-G., Sihlhölzli-Garage, Stauffacherquai, Telephon 71.370, Zürich. 6,7) 7898 P Limousine, Modell 1933, 32 PS, in ganz tadellosem Zustande, 6-8-Plätzer. Offerten unter Chiffre 7859 an die Automobil-Revue. Bern. Fahrers „...Kurven nach rechts sind eng zu nehmen..." A Ted, Schriftliche Antworten : Zu verkaufen 1 FIAT BALILLA 1 FIAT ARDITA IR5515I *•> 1 FIAT 522 CHRYSLER IMPERIAL edh OCCASION! SAURER-DIESEL, 5—5V 2 T. Zyl., mit direkter Einspritzung, leichter Stahlbrücke, sofort lieferbar, wird zu günstigen Bedingungen abgegeben. Wieviele Niveauübergänge gibt es bei uns? Erraten werden Sie es nicht, vielleicht aber verblüfft aufhorchen, wenn wir Ihnen kund und zu wissen tun, dass es ihrer wohlgezählte 10.782 sind. So zu lesen in der Schweizerischen Eisenbahnstatistik, welche das Eidg. Amt für Verkehr soeben auf Grund der Ergebnisse von 1937 veröffentlicht. Von diesen 10.782 Niveauübergängen sind noch immer 2443 Kreuzungen zwischen Schienenund Strassenverkehr, relativ wenig und doch angesichts des wachsenden Automobilverkehrs noch weit zu viel. Daneben wird die Zahl der Unterführungen mit 2913 angegeben, jene der Strassenüberführungen mit 2913 angegeben, jene der Strassenüberführungen mit 851. Den Bahnen bleibt also auch hier ,noch allerhand zu tun übrig. Anfragen unter Chiffre Z 6399 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. BURKHARDT-AN HÄNGER einfach und doppelt bereift bis 4 Tonnen Nutzlast BURKHARDT & CIE, BURGDORF Karosserie-, Kipper- und Anhängerbau Kastenwagen ßohnübef^än^e A.M* de* Willy Müller f. für 2%—3 Tonnen Nutzlast, wird wegen Anschaffung eines grösseren Wagens sehr günstig abgegeben. Der Wagen ist sofort lieferbar. Anfragen sind zu rieht unt. Chiffre 16678 an die Automobil-Revue, Bern. Industfr d«sva Verbänden 6-7-Plätzer geräumiger, mit breiten Türen, Marke Hillman 6 Zyl., 14 PS, Modell 33, in prima Zustand, sofort abzugeben. Gebr. Marti, Eigerplatz 2, Bern. Telephon 23.941. FORD CABRIOLET Schweizer Karosserie, Ia. Zustand, für nur Fr. 950.- zu verkaufen STEYR A.-G., Zürich 3 Telephon 56.596., Wegen Anschaffg. eines grösseren Wagens sehr günstig abzugeben: (7 FIAT TOPOLINO Von der Gründung einer englischen Gesellschaft, die sich mit der Herstellung von Margarine aus Petrol befassen wird. Dass in Brüssel die Anschaffung von 7 Trolleybussen beschlossen wurde, die eine zum Verschwinden verurteilte Tramlinie ersetzen werden. Russland habe im vergangenen Jahr rund 6000 Automobile ausgeführt, gegen 3000 ein Jahr zuvor. Abnehmer waren vor allem die angrenzenden Staaten. Dass die Akkumulatorfahrzeuge als Verbraucher von inländischer Energie im deutschen Vierjahresplan eine gewisse Rolle spielen. Von einer Autoschule in einem englischen Kindergarten, wo den Kleinen die wichtigsten Kenntnisse der Verkehrsgesetze vermittelt werden. Als « motorisierte» Verkehrsmittel stehen Kinderautomobile mit Pedalantrieb zur Verfügung. Von einem amerikanischen Mechaniker, der sich selbst ein Unterseeboot baute, das von 5 Wagenbatterien angetrieben wird. Er legte damit die Strecke Michigan-City bis Navy-Pier, Chicago, in 11 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,5 km/St, zurück. Dass die Vereinigten Staaten im letzten Winter allein für Schneeräumungsarbeiten auf den Landstrassen 80 Millionen Schweizerfranken auslegen mussten. Hierin sind die den Städten und kleineren Ortschaften erwachsenen Kosten nicht inbegriffen. Es wurden rund 370 000 Kilometer Ueberlandstrasse vom Schnee befreit, wozu man 15 300 Lastwagen, 1360 Traktoren und 3050 Schneeräummaschinen einsetzen musste. Von Projekten zur Gewinnung von alkoholartigem Brennstoff aus Bananen, der in Guinea und an der Elfenbeinküste dem Benzin beigemischt werden soll. 1. Infolge Verhinderung des ordentlichen Zentralsekretärs wird zur Führung der Geschäfte des Zentralsekretariates ad interim bis zur Delegierten Versammlung der Sekretär des Kantonal-Bernischen Verbandes. Ed. Aeberli, Bern, Zeughausgasse 14, Tel. 23.120 (35.373 Privat) ernannt, an den Mitteilungen betr. den Zentralverband zu richten sind. 2. Die Delegiertenversammlung wird auf den 26. März 1939 nach Basel einberufen; nähere Angaben über Zeit und Ort werden später bekanntgegeben. Zur Behandlung kommen die statutarischen Traktanden, einschliesslich Revision der Zentralstatuten. Die Sektionen werden darauf aufmerksam gemacht, dass Anträge für die Delegiertenversammlung bis spätestens Ende Februar einzureichen sind (Art. 15 der Zentralstatuten). Für das Zentralsekretariat: E. Aeberli. GESELLSCHAFT DER MILITÄR-MOTORFAHRER DES KANTONS BERN. Hauptversammlung. Sonntag, den 5. Februar 1939, 9 Uhr, im cBürgerhaus», 1. Stock in Bern. Traktanden: 1. Protokoll der letzten Hauptversammlung; 2. Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Gesellschaftsjahr; 3. Mutationen; 4. Wahl des Vorstandes; 5. Wahl der Rechnungsrevisoren; 6. Abnahme der Jahresrechnung und Dechargeerteilung an den Vorstand; 7. Festsetzung der Jahresbeiträge; 8. Statutenänderung; 9. Tätigkeitsprogramm 1935; 10. Verschiedenes. Nach Schluss der Hauptversammlung, ca. 11 bis 12 Uhr: Lichtbildervortrag von Polizeihauptmann Borer: «Der Verkehrsunfall». Militär-Motorfahrer und Motorradfahrer im Kanton Bern, welche der Gesellschaft noch nicht angehören, sind ebenfalls zur Teilnahme an der Versammlung und zum Beitritt höflich eingeladen. Günstige Gelegenheit! Einige LASTWAGEN für 2, 3, 4 u. 5 T. Nutzlast, zum Teil revidiert, mit Benzin- oder Dieselmotor, werden zu vorteilhaften Bedingungen verkauft. Anfragen unter Chiffre Z 6373 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. 10DGE de Luxe, schwarz, 1938, m. Schon- und Schnellgang, fabrikneu, wird wegen vorgerückter Saison günstig abgegeben. Offerten unter Chiffre 0 30301 AI an Cabrio-Limousine, 5 PS, in absolut einwandfreiem Zustand, wird wegen Abreise Mod. 1937/38, m. Schiebedach, in neuwert. Zustd zu Fr. 1950.— verkauft. Anfragen unter Chiffre Offerten unter Chiffre 7934 an die 16696 an die Automobil-Revue, Bern. 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DIENSTAG, 24. JANUAR 1939 Im Auto durch Japan Von Hans Leuenberger. §»f»iw P"iMiifiiMiffliWMirtr Für einen Kilometer mit der Rikschah zahlte ich In China zehn Rappen, in Japan eineinhalb Franken. In Tokio kosteten mich dagegen drei Kilometer Taxifahrt bloss fünfzig Rappen. Japan zählt zweieinhalb Kilometer Autostrassen auf den Quadratkilometer Oberfläche; China elf Meter. Von hundertfünfzig Anwärtern auf die Fahrbewilligung bestehen in Japan durchschnittlich nur drei die Prüfung. Siebzigmal heisst es dabei rückwärtsund vorwärtsparken, und zwar binnen einer kurzen Zeitspanne, yom Autofahren haben die Prüfungsexperten keinen blauen Dunst; die Hauptden ganzen Wagen zu lüpfen imstande war. Höchstens einige der grössten Werkstätten verfügen darüber, brauchen sie aber kaum. Motoren werden auch in Japan misshandelt wie im übrigen Orient. Man nimmt sie noch allzuleicht für Lebewesen. Und sie sind doch dazu da, dass man sie malträtiert. Autotourismus — jawohl, der wird in Japan gepflegt, allerdings auf eigene Art. Mit einer Gruppe des Automobilclubs von Tokio legten wir an einem Sonntag «programmgemäss» 500 Kilometer zurück, rings um den AUTOMOBIL-REVUE Für 20 Franken ein Velo. Wer keinen «Datsun» besitzt, begnügt sich mit Motor-Dreirädern oder Fahrrädern, wovon alljährlich VA Millionen Stück die 700 Fahrradfabriken des Landes verlassen. Für zwanzig Franken kriegt man immerhin ein richtiggehendes Velo, aber niemand erwartet, dass ein solches Vehikel allen Qualitätsansprüchen genüge. Herumstehende oder -liegende Fahrräder gehören zum Bild einer jeden Strasse und Gasse in Japan. Mit dem Waen schlängelten wir uns immer zwischen diesen 8 ingern durch. Ein Zeitungsträger lässt seinen «Goppel» gemütlich im nächsten Hausgang oder vor der Haustür liegen, erklimmt die Treppen und schmeisst die Zeitungen in Rollenform über die Tische der Bureaus und Restaurants. Das findet er alles furchtbar «smart». Weil er in den amerikanischen Kitschfilmen sieht, «wie man es macht». Einmal wird auch er Millionär, «der als Lausbub begann» ... oder möchte es wenigstens. Zu einem «natürlichen» Bestandteil japanischen Lebens hat sich auch der Autobus entwickelt. Auf kleinsten Inseln gewahrten wir die schneeweissen Wagen, wie sie im «Tempo des Gehetzten» durchs dichte Grün der Teeplantagen glitten, Jängs dem tiefen Blau des Meeres, wir trafen sie in den engen Gässchen der Städte und Dörfer, die sich fast ohne Unterbruch über Hunderte von Kilometern aneinanderreihen. Jeder sucht zuerst zu stoppen, um dem andern das Risiko des haarscharfen Vorbeizirkelns aufzubürden, wobei es um Millimeter geht. Irgendwo in einer Ortschaft streifte ein Autobus einen Radfahrer ganz leicht nur. Aber der Mann nahm die Sache furchtbar ernst, hielt den Wagen an, holte sich den Führer von seinem Sitz, verprügelte ihn und begab sich gemächlich von dannen. Das Recht ist nicht an die Pferdekräfte oder Zylinderzahl des Motors gebunden... Uebrigens hat Japan auch das lärmfreie Fahren eingeführt, diese Erfindung der Finnen, die an Waldesstille gewöhnt waren. Die Autos hupen nicht mehr. Dafür hörnt der chinesische Reisnudeln- Wanderkoch bis spät nach Mitternacht durch alle Gassen. Das stört den dogmatischen Japaner I nicht. Denn ein Küchenwagen ist kein Auto. I Touristikbulletin des A. C. S, Stand der Alpenstrassen am 23. Januar 1939. Durch die starke Föhnlage und die vereinzelten Regenfälle der letzten Tage sind die Hauptstrassen im Mittelland, sowie die meisten Bergstrassen im Jura und in den Voralpen wieder schneefrei geworden. Die Befahrbarkeit der Bergstrassen ist am 23. Januar morgens folgende: Appenzell und Toggenburg: Schneefrei und ohne Ketten befahrbar sind: Hauptstrassen im Appenzellerland, Strasse Urnäsch-Schwägalp, Strasse Wattwil-Wildhaus-Gams (auf Rheintalerseite kleinere Vereisungen gesandet), Rickenstrasse, Hulftegg und Zufahrten nach Weissbad und Amden. Strasse Buchs-Buchserberge m. K. passierbar. Zufahrt in die Flumserberge m. K. ab Flums bis Kurhäuser möglich. Schwyz: Strasse Schindellegi-TLinsiedeln-Oberiberg aufgeweicht, Ketten erforderlich. Sattel o. K. passierbar. Strasse Schwyz-Arth (Bernerhöhe) schneefrei. Ibergeregg und Etzelstrasse sind gesperrt. Glarnerland: Schneefrei sind: Kerenzerbergstrasse und Talstrasse Glarus-Linthal. Zufahrt nach Elm o. K. möglich. Graubünden: Strasse Landquart-Klosters-Davos m. K. ab Küblis befahrbar Zügenstrasse (Davos- Wiesen) unpassierbar. Zufahrt nach Arosa (20 cm Neuschnee) gepfadet, m. K. ab Chur möglich. Albulastrasse mit Ketten offen bis Bergün. Lenzerheide m. K. ab Churwalden befahrbar. Julier (30 cm Neuschnee) gepfadet, m. K. passierbar. Maloja m. K. befahrbar, ebenso Unter- und Oberengadin. Ofenpass m. K. gut passierbar. Zufahrt nach Samnaun Ketten erforderlich. Strasse Thusis-Splügen-Hinterrhein m. K. ab Andeer befahrbar. Zufahrt nach San Bernardino gepfadet und wieder m. K. ab Meßocco möglich. Strasse Flims-Uanz-Disentis schneefrei, Weiterfahrt m. K. bis Sedrun. Lukmanierstrasse m. K. offen bis Curaglia. Innerschweiz: Brünigstrasse fast schneefrei, o. K. passierbar, Mitnahme von Ketten empfohlen. Entlebuch und Emmental Ketten empfehlenswert. Zufahrt nach Engelberg Ketten ratsam ab Grafenort. Strasee Sarnen-Stöckalp m. K. befahrbar. St. Gotthard: Nordseite schneefrei bis Göschenen, Schöllenen unpassierbar; Südseite gepfadet bis Ai- Dieser Blick ist typisch für Tokio. Ein Gewirr von Fabriken und Wohnhäusern. In Japan herrscht Linksverkehr. Fast alle Kreuzungen werden durch Signallichter, geregelt Unten links der fünfkantige Pfeiler ist das Häuschen des Verkehrspolizisten, den man nur selten sieht. Fast nur moderne Autos verkehren in Japan. sache ist ihnen, dass der Fahrschüler die Verkehrsregeln fliessend herunterleiere. Je fliessender und «auswendiger», desto besser. Hat aber einer mal seinen Führerschein, so kümmert er sich nicht mehr um die Vorschriften. Die Polizisten sind ja so selten sichtbarl Sie sitzen in ihren Häuschen .und halten etwa ein Fahrrad' an, auf dass dessen Besitzer von seiner Bremskraft Zeugnis ablege. Denn Bremsen ist das Geheimnis des Verkehrs. So trifft man denn auch nur zwei Bewegungsformen: Rasen und Stoppen. Am beliebtesten ist eine Art Asphalt-Christiania. Der japanische Autofahrer besitzt akrobatische Fähigkeiten; aber nur ungefähr fünf Prozent entfallen auf die Selbstfahrer. Der Rest besteht aus blutjungen Chauffeuren. Meist zu zweit gehen sie den ganzen Tag auf Kundenfang und teilen den Erlös, der gerade zu einem bescheidenen japanischen Reis-Fisch-Gurken-Menu reicht. Die Taxis Tokios rollen ständig und lieben es, tzwecks Benzinersparnis> im Leerlauf auf den mit der Spurweite der Autos genau übereinstimmenden Tramschienen einherzugondeln. Im Regen tat ich einmal einen Quersprung, als ich es auch versuchte. Europäische Fahrgäste ziehen in solchen Fällen vor, im Taxameter mit geschlossenen Augen zu fahren. Denn der Chauffeur kennt keine Gnade. Er lächelt herablassend auf den Aengstling. In Tokio gibt es keine festen Taxi-Tarife. So setzt erst einmal Angebot und Gegengebot ein. Dauert die Geschichte zu lange, so rasen weitere Taxichauffeure heran und bald ist der lieblichste Kuhhandel im Gang. Wenn es regnet, steigen die Preise oft bis aufs Fünffache. Da Japaner meist in Gruppen ausgehen, lohnt sich ein Taxi fast immer, denn man entlöhnt ja den Chauffeur nicht nach der Anzahl der Insassen. Benzin kostet zwanzig Rappen der Liter (also genau gleichviel wie in U. S. A.). Früher stand der Preis auf dreizehn Rappen. Die verschiedenen japanischen Benzin-Marken sind meist Mischungen von fragwürdiger Güte, aber der Automobilist hat die schlechten Tankstellen rasch heraus. Tiefe Bücklinge schmettern aber alle Tankwarte und Wärterinnen in ihren farbigen Kimonos; Was jedoch nicht hindert, dass sie eine unüberwindliche Abneigung gegen den Oel-Einfüllstutzen an den Tag legen, so dass man diese Manipulation selbst besorgt. Zum Reinigen der öligen Hände reicht einem dann das Mädchen ein blütenweisses Handtuch. Alles, was Räder hat zum Rollen, ist in Japan Sportmaschine. Velofahrer sausen avs schmalen Quergassen freihändig mit zehn übereinandergeschichteten Tabletts in die belebten Hauptstrassen und schneiden die Autos in scharfen Ausweichebogen. Kleine und noch kleinere Kinder tummeln sich mit Kindervelos auf den belebtesten Verkehrsadern. Ein ganz besonders beliebtes Spiel ist dabei, auf heranrollende Lastwagen zu starten und sie zum Bremsen zu zwingen. Denn wer wagte es w^Japan, ein Kind auch nur zu streifen, in dem Land, wo Greise im Tram aufstehen, um seiner Majestät, dem Kinde, ihren Platz abzutreten! Eingestauchte Kotflügel sind in Japan vollkommen landesüblich. Sie werden geradezu als normal empfunden. Hinge'gen wenn schon in ganz Asien der Lack glänzen muss, dann natürlich erst recht im Lackland Japan! Unser Wagen hatte unter Wüstenwind und Tropenregen sein strahlendes Aussehen etwas verloren. Das verzieh man uns nicht. Dafür darf der Motor nach Herzenslust klappern. Service wiederum ist ein fast unbekannter Begriff. In der Fünfmillionenstadt Tokio fand ich keinen einzigen Wagenheber, der Vulkan Asama herum. Genau zur festgesetzten Zeit vertilgte man sein Picknick. Anscnliessend Sammlung an zum voraus bestimmten Punkten. Japaner sind Methodiker und schätzen Disziplin über alles. Es ging geradezu militärisch her. Und wenn wir auch gerne noch ein Viertelstündchen in den ziegelroten Azaleengebüschen gedöst und den Rauchschwaden des Mount Asama nachgeträumt hätten — behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein. Mit Vehemenz huldigt Japan der Motorisierung. Was es sich zum unverrückbaren Ziel gesetzt: Japanische Autos auf japanischer Strasse. Das Militär fährt nur noch Autos und Lastwagen einheimischer Herkunft. Jahr für Jahr werden die Fordwerke in Yokohama empfindlicher in der Produktionslimite beschnitten. Der Tag wird kommen, wo sie schliessen müssen. Dazu hat der Staat die ganzen Presswerke für den Dodge 1932 für einen Pappenstiel aufgekauft und lanciert nun den Sechszylinder