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E_1939_Zeitung_Nr.012

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n Automobil-Revue — r 12 Zehn Tage bevor die internationalen Skimeisterschaften ausgetragen wurden, nahm Gisela Reissaus, indem sie eines Morgens den Sportkameraden erklärte: « Hier kann man ja vor Ausländern nicht mehr treten, und das ewige ,very nice' und ,wonderful' geht mir auf die Nerven. Adieu, Kinder, in zehn Tagen seht ihr mich hier wieder, vorher nicht! » Und ein paar Stunden später hatte sie das Dörfchen in einem Seitental erreicht, das sie vor ein paar Jahren unweit des berühmten Wintersportplatzes auf einer Skitour entdeckt hatte, und bezog am Ende des Dorfes in dem kleinen Gasthaus Quartier. Es war herrlich ruhig hier, und die weiten Schneefelder, herrliche Uebungsplätze, dehnten sich fast völlig unberührt rund um den kleinen Ort und hinauf zu den Bergen. Aber bald musste Gisela zu ihrem Bedauern feststellen, dass sie nicht der einzige Gast hier war. Als sie eben wieder von der Höhe herabgesaust kam, stand da auf einmal mitten im Feld wie angewurzelt ein Skifahrer, und Gisela blieb nichts anderes übrig, als einen eleganten Bogen zu machen, wenn sie ihn nicht umfahren wollte. Dem Mann schien der Platz ausserordentlich zu gefallen, denn er blieb solange auf dem gleichen Fleck stehen, bis es Gisela zu dumm wurde und sie aufhörte, zumal auch die Sonne zu sinken begann. Am nächsten Morgen aber wiederholte sich das Spiel. Als Gisela zum Skifeld kam, das ihr besonders für ihre Zwecke geeignet schien, stand der Skifahrer wieder auf dem gleichen Fleck — und Gisela konnte nicht umhin, ihn Stadttheater Fr. abend 10.Febr. Friedenstag/Don Juan (Ab. A12) Sa. abend 11. Febr. Rigoletto, Oper von G. Verdi. SO nacfltn 12 Febr 2)ec Jtdstec wm u Uhr: Abends 8 Uhr, nachmittags 3 Uhr. Lohengrin, mit Horst Taubmann als Gast So. abend 12 Febr. 2O - 16 Uhr: Tanz um Daisy - Ope " rette von V. Reinshagen. Mo. abend 13. Febr. Tanzabend Swaine. Di. abend 14. Febr. Tonhallekonzert. Mi. abend 15. Febr. B-Ab. Zigeunerbaron. Do. abend 16. Febr. Volksvorstellung. Schauspielhaus Abends 8 " r tag nachm. Abendkasse ab 18 Uhr (211 11) Fr. abend 10.Febr. 20 Uhr: Wilhelm Teil. Sa. abend 11. Febr. Bomber für Japan. SO.nachm. 12. Febr. 15 Uhr: Wilhelm Teil. SO. abend 12.Febr. 20 Uhr: Fräulen Dr. med. rence. Von Ursula Ott "7JJIU|Ä|| Empfehlenswerte Unter- L UI ICII haltungs- und Gaststitten Lawühr zwischen Zorn und Lachen zu fragen, als sie neben ihm hielt: « Sind Sie da eigentlich angefroren seit gestern — oder finden Sie, dass es zur Verschönerung der Landschaft beiträgt, wenn Sie hier stehen? » Einen Augenblick schaute der Fremde verdutzt zu ihr herüber, dann antwortete er langsam: « Nein, keines von beiden — aber Sie haben hier gestern so prächtige Bogen gelaufen, dass man davon lernen könnte. Ich wollte gerne wieder zusehen. » (" « Ach, Sie sind Skisäugl... — ich meine —• Anfänger?! Aber nur vom Zusehen lernt man doch nichts! Probieren Sie doch selber einmal.» Und als sie sein Zögern bemerkte, setzte *ie hinzu: « Ich mach' es Ihnen mal vor und helfe Ihnen schon ein bisschen — und wenn es nur ist, damit Sie endlich aus der Bahn kommen;» Nun glitt auch ein Lächeln über das Gesicht des Mannes — und bald war ein eifriges Ueben im Gange. «Merkwürdig», sagte Gisela, alt sie, die Ski geschultert, dem Dorf zumarschierten, «manchmal stellen Sie sich furchtbar ungeschickt an und manchmal haben Sie so etwas Durchtrainiertes, beinahe Elegantes in Ihren Bewegungen — bei einem Anfänger hab' ich solche Gegensätze eigentlich noch nicht gesehen. » < Ich stehe ja nun auch nicht das erstemal auf den Ski — aber ich habe lange — ausgesetzt. Aber wenn Sie mir weiter so freundlich helfen, werde ich es wohl wieder lernen. Wir laufen freilich nach etwas anderen Methoden. » « Sie sind Amerikaner? » « Ja, das heisst — halb. Warum? » « Sie sprechen ein sehr gutes Deutsch — aber Sie setzen die Worte mitunter ein wenig vorsichtig als müssten Sie überlegen. Aber ich bin froh, dass Sie nicht immer ,very nice' und dergleichen sagen. Davor bin ich nämlich geflohen, um hier in der Einsamkeit für die Wettkämpfe zu trainieren. Aber — hier bin ich augenblicklich zu Hause. Auf Wiedersehen morgen — wenn Sie Lust haben.» « Ich habe mich noch nicht einmal vorgestellt: Miller. Aber fragen Sie jetzt nur nicht, ob ich mit dem bekannten Skiläufer Pitt Miller, der an den Wettkämpfen mitmachen soll, identisch oder verwandt bin. Vor der Frage bin ich nämlich in die Einsamkeit geflüchtet, weil ich sie zu oft hören musste und sie mir auf die Nerven ging », fügte er hinzu, als er Giselas Stutzen bei der Nennung des Namens bemerkte. « Also, auf Wiedersehen morgen. » Es wurden frohe Skitage für die beiden, und Gisela und Peter waren bald gute Kameraden. « Ich weiss nicht, Peter », sagte Gisela eines Tages, «mir scheint, Sie nehmen das Ueben ein bisschen zu leicht — so, als machten Sie sich über das alles lustig. Aber man soll Sport ernst betreiben. Ich meine damit nicht, dass man Rekorde aufstellen muss oder dergleichen, aber auch hier lohnt es sich, seine Kräfte einzuspannen und es zu einer gewissen Meisterschaft zu bringen zu versuchen. » « Ich mache mich gar nicht lustig, Gisela. Und wenn Sie mich weiter so anschnauzen, melde ich mich bei den Skikämpfen, nur damit Sie sehen, dass es mir ernst ist.» « Na, das letzte Argument war ja wenig dazu angetan, mir den Ernst zu beweisen. Sie scheinen nicht zu wissen, was es dazu braucht, um bei solchen Wettkämpfen mitzumachen. Wieviel eiserne Energie und ununterbrochenes Training man braucht » « Doch, Gisela, ich weiss. » Der Mann ist einen Augenblick ernst geworden. «Und ich spiele auch gar nicht so, wie Sie das eben gemeint haben — ich meine es ernst. » « Gisela, endlich, später ging's wohl nicht! » Im Nu haben die Sportkameradinnen und -kameraden Gisela aus dem Zug geholt und mit sich fortgezogen, ohne dass sie Peter noch ein Wort hätte sagen können, und als sie sich noch einmal umwenden kann, sieht sie ihn umringt von einem Haufen seiner Landsleute, die ihn ebenfalls nicht mehr loslassen. Erst als sie, startbereit, auf ihr Signal zur Abfahrt wartet, sieht Gisela Peter wieder — drüben. Lei den Herren — und ebenfalls zur Abfahrt bereit. Einen Augenblick steht Gisela regungslos, entsetzt über die Tollkühnheit des Kameraden — und jäh geht ihr das Gespräch der letzten Tage durch den Kopf. Und da ist sie auch schon neben ihm « Peter, um Gotteswillen, bist du verrückt, du darfst doch nicht mitmachen. Soviel kannst du doch noch nicht. Du darfst doch dein Leben nicht aufs Spiel setzen, nur um zu zeigen, dass du es ernst meinst mit dem Sport — nur weil ich kürzlich irgend etwas darüber gesagt habe...» Sie merkt nicht, dass ihr die Sorge um den Kame- Kommende Ereignisse I (Aenderungen vorbehalten.) fidelhoden: 11./12. Febr.: XIV. Alpines Sldrennen tun den Gold. Ski vom Hahnenmoos. Xndermttt: 11./13. Febr.: Schweiz. Eisenbahner-Skitag. Jbromi 11. Febr.: Skispringen auf der Plessurschanze. 18. Febr.: Eishockeymatch. Baden b. Zeh.: 16.-21. Febr.: Badener Fastnacht: Verbrennung des Füdliburgers, Umzüge, Bälle, Maskentreiben. Basel: 12. Febr.: Vorführung eines Farben-Skifilms des VBSC (Matinee im Palermo). 15. Febr.: Beethoven-Zyklus der A.M.G. Leitung Hans Münch. Solist: Fr. Hirt, Violine (Musiksaal). Bern: 13./14. Febr.: Symphoniekonzert der Bern. Musücgesellsch. Leitung Dr. Fr. Brun. Solist: Zino Francescatti, Violine (Kasino). 16. u. 18. Febr.: Soldatenliederkonzert der Berner Singstuden'en mit H. Indergand (Aula Hochschu'e) Buch«: 11./12. Febr.: ev. 18.'19. Febr.: 8. Gamperney Ski-Derby. Celerina: 12. Febr.: Grosses Fuorcla-Grischa-Celerina-Abfahrts- • rennen (Jubüäumsrennen des S. C. Trais Fluors». Da.ro«: 12. Febr.: Schüttelreimen (Freeman and Kiggins-Becher). 15. Febr.: Schüttelreimen (Canada Cup). 17. Febr.: Veloskirennen. Engrelberg. 12.Febr.: Eishockeymatch. Einsiedeln: Mitte Febr.: Zentralschweiz. Sldtag. - Staffellauf. Grindelwald: 13. Febr.:. Beginn der Curlingwettspiele (Sackfield Trophäe). 17.-19. Febr.: Wintermeisterschaft der Universität Bern und Triangtilarmatch 'der Universitäten Baael-Bem-Genf. 17. Febr.: Langlauf. Gstaad: Mitte Febr.: Skisprangkonkurrenz. Kan&erategi 15.-28.Febr.; Interessante Skj-und Eillauftreffen. Kloster*i 11. Febr.: Grosses Eisschaulaufen. 12. Febr.: Hockeymatch K.ostersiNürnberg. 17.Febr.: Abfahrtsrennen des Marden-Cmb. Leszerheide: 11.Febr.: Gaste-Abfahrtsrennen. 12. Febr.: Piz Gertrud-Stafette (Kurvereinspreis). 16. Febr.: Abfahrt und Slalom in Lenzerheide-See (Kulm- Preis) 1—«IM: 16.-21. Febr.: Luzerner Fastnacht (Umzüge, Maskenbälle usw.). Malejai 18. Febr.: n. PrBfungsabfahrt um den Goldenen Stern des Kurvereina Maloja. Montana-Vermala: 12. Febr.: Eishockeymatch. Morgias: 12. Febr.: Abfahrtsrennen. Murren:.17.Febr.: Slalomrennen. Pontresina: 12. Febr.: Languard-Riesenslalom für daa «Weisse Wiesel». 18. Febr.: Curlingmatch für den «Jost Cup». Romanshorn: 13. u. 19. ev. 21. Febr.: Grosser Fastnachtumzug. St-Cergne: 14. Febr.: Eisnachtfest. Ste Croix-Les Rasses: 12. Febr.: Internat. Skisprungkortkurrenz San Bemardino: 12. Febr.: Skimeisterschaften der Mesolcina. St. Morits: 12. Febr.: Sprungkonkurrenz um den König F&ruk- Wanderbecher (Olympiaschanze). 14./18. Febr.: «Das Weisse Band von St.Moritz» (Abtahrt- Slalom kombiniert). 16./17. Febr.: Bob-Derby. 17. Febr.: 9. Kilometer-Lance auf SU. Bad Schuls-Tarasp: 12. Febr.: XXV. JubilSums-Sldrennen des Ski Clubs Schuls. Silvaplanai 12. Febr.: Corvatsch Derby. Solothnxn: 17. Febr.: «Schmutziger Donnerstag»; Närrische Proklamation, Kessleten (Fastnacht). Unterwasser: 11.,12. Febr.: Skitage-Unterwasser. Villais-Cnesiereai 11. Febr.: Slalom (Coupe Muverait). 13.Febr.: Eishockeymatch (Coupe Muveran). Wengen: 12. Febr.: 13. Sturzfreie Wengen-Abfahrt. - Eishockeymatch (Kurverein-Becher). Zürich: 11. Febr.: Theater-Maskenfest des Zürcher Theatervereins (Hotel Baur au Lac). 12. Febr.: HocAstuckli-Oerbv des Neuen Skiclubs Zürich. Internationale musikalische Festwochen 1939 in Lnzexn. Die internationalen musikalischen Festwochen in Luzern werden im Sommer 1939 wiederum von Mitte Juli bis anfangs September zur Durchführung gelangen. Maestro Arturo Toscanini hat seine Mitwirkung nunmehr endgültig zugesagt und wird u. a. das «Requiem» von Verdi in der Jesuitenkirche dirigieren. Das Ende Januar erscheinende Programm der Luzerner Festwochen 1939 wird ausser Toscanini die Namen verschiedener prominenter Solisten und Dirigenten aufweisen und gegenüber 1938 in künstlerischer Hinsicht eine wesentliche Bereicherung erfahren. raden das « Du » eingegeben hat — aber der Mann hört es sofort, und ein Leuchten geht über sein Gesicht. « Doch, Darling, ich darf schon — und — du musst dich nicht sorgen — jetzt ist keine Zeit, später...» « Peter, nicht fahren — bitte ...» In diesem Augenblick weiss Gisela erst, dass sie den frohen Kameraden der Schneetage lieb hat, dass kein anderer Gedanke mehr Raum hat als die Sorge um ihn. « Peter, nicht fahren ...» «Aber, kleines Fräulein, Sie werden doch nicht Pitt Miller vom Mitmachen abhalten wollen ... Los, Pitt, Abfahrt...» Gisela fühlt den raschen, festen Händedruck, sieht die schlanke Gestalt des Mannes davonsausen — beherrscht in jeder Bewegung — meisterhaft — versteht nicht — und hat noch immer den Namen im Ohr; «Pitt Miller?!» « Natürlich, wussten Sie denn nicht, dass das Pitt Miller, der Meister von .Drüben', ist? » Da wird Gisela geholt, ihre Abfahrt kommt. Sie saust über das weisse Feld, Bogen rechts — Bogen links — und weiss von allem nichts. In ihrem Kopf ist ein Chaos, in das sie vergebens Ordnung zu bringen sucht. Und erst der Jubel, der sie begrüsst und ihr sagt, dass sie gut gelaufen ist, weckt sie wieder ein wenig zur Wirklichkeit. Und dann steht plötzlich Peter vor ihr, hat sich rasch und energisch aus dem Kreis seiner Bewunderer gelöst. « Gisela, nicht böse sein, dass ich dir nicht gleich gesagt habe, wer ich bin, dass ich getan habe, als verstände ich nichts vom Skifahren. Du weisst nicht, was man drüben auszuhalten hat, wenn man .berühmt' ist. Ich hatte Sehnsucht nach einem Menschen, der auch in mir den Menschen, den Kameraden sieht. Darum habe ich dir nicht gesagt, wer ich bin. Dafür weiss ich auch nun ganz genau, dass du mich lieb hast — den Peter — nicht den Pitt Miller. Bist du sehr böse, Gila? » Gisela antwortet nicht, aber Peter muss wohl in ihren Augen die Antwort gefunden haben, denn er küsst sie plötzlich inmitten der verblüfften Zuschauer auf den Mund, und zeigt damit, dass der Meister von drüben hier seine Meisterin gefunden hat. unerwarteter Effekt Jim McWüliams, ein bekannter amerikanischer Radiosprecher, kann auch im Privatleben ohne Radio nicht sein. Da er sehr viel beruflich unterwegs ist, hat er sich einen kleinen guten Empfänger angeschafft, den er allabendlich neben seinem Bett aufstellt, um sich in Schlaf singen zu lassen. Für die Antenne hat Mc Williams sich ein besonders geniales System ausgedacht, das bis vor kurzem klaglos funktionierte: er befestigt an einem drei Meter langen Draht einen schweren Kleiderbügel, wirft ihn zum Fenster hinaus - und fertig ist die Antenne. Wie gesagt: bis vor einigen Tagen! Jim lag gemütlich in seinem Hotelbett, das Radio stand neben ihm, die Antenne baumelte zum Fenster hinunter - und der Kleiderbügel klopfte, da ziemlich starker Wind herrschte, mit konstanter Bosheit und in regelmässigen Intervallen an das darunter befindliche Fenster, hinter dem ein anderer Hotelgast sich einzuschlafen bemühte. Schliesslich verlor dieser die Geduld, riss das Fenster auf, packte den mysteriöserweise vor seiner Nase baumelnden Kleiderbügel und zerrte mit aller Gewalt daran. Darauf erschien durch das zersplitternde Fenster ganz unerwartet ein Radioapparat, der seinen Schwanengesang jäh abbrach, um ruhmlos tief unten auf dem Pflaster zu enden. WintermetropolederZentralschweiz Februar/März am schönsten Sechs bis acht Stunden Sonne Viele Kilometer gepfadete Wege Das grosse Bahn- and Abfahrtszentrum Drahtseilbahn bis Gerschnialp 1300 m 0. M. Luftseilbahn bis TrQbsee 1800 m 0. M. In 15 Minuten im herrlichsten Hochgebirgswinter. Sportbillette: Engelberg—Trübsee Fr. 2.50 Wochenabonnements zu beliebig vielen Fahrten während sechs aufeinanderfolgenden Werktagen Fr. 14.— Vorzügliche und billige Unterkunft in Jeder Preislage. Verlangen Sie Prospekte. Autostrasse Immer offen Luzern—Engelberg knapp eine Stunde

No 12 Antomobfl-Rmn 3UdaktcPtm, JCäH&tkc, Schauspiele? Der Redaktor. Im Jahre 1908 brachte eine kleine ungarische Provinzzeitung die Nachricht vom plötzlichen Tod Tolstojs. Kaum war die Mitteilung darüber gesetzt und das Blatt druckfertig, als auch schon aus Budapest das Dementi kam. Sorgenvoll kam der Mitarbeiter zum Chef, um zu fragen, ob er die Todesnachricht noch herausnehmen oder durch einen Zusatz ergänzen solle. «Nicht nötig», winkte er ab. «Ich werde es heute beim Nachtmahl im Gasthau3 den Leuten schon sagen.» Was braucht es zum Heiraten? «Haben Sie Ihre drei Töchter etwas Ordentliches lernen lassen, Frau Kluge?» «Je nun, meine Aelteste ist Zahntechnikerin geworden, die zweite arbeitet in einem Büro, bloss die dritte ist zu gar nichts zu gebrauchen, die soll deshalb einmal heiraten.» Ein Wagen, der alles hinter sich lässt. Das Notenbncb. Nareschldn, Schauspieler und Intendant d*s kaiserlichen Theaters in Petersburg, trotz hoher Gag« stets verschuldet, liess eine Sammlung Bonmots drucken und dedizierte das Heftchen seinem hohen Gönner, dem Kaiser Nikolaus I. Darauf liess der Zar «in Buch anfertigen, dessen Seiten aus 100- Rubel-Noten bestanden und das er Nareschldn überreichen liess. Beim nächsten Zusammentreffen mit seinem Intendanten fragte der Kaiser: «Nun, Nareschldn, wie hat dir mein Buch gefallen?» — «Es hat mich so ungemein gefesselt», antwortete der schlaue Günstling», dass ich es nicht erwarten kann, auch den zweiten Teil des Werkes in den Händen zu halten!» Der Zar lächelte und Nareschldn erhielt am folgenden Tage ein zweites, ebenso kostbares Buch, unter dessen Titelseite aber die Worte standen: «Zweiter und letzter Band!» Kunstkenner. Künstlerehe. Whistler lebte in ständiger Feindschaft mit dem Essayisten Ruskin. Zum Beweis von Ruskins Kennerschaft führte man einmal in einer Gesellschaft Der mannliche Partner einer Künstlerehe kommt wieder mal spät nachts und torkelnd nach Hause. an, dass er alle seine Tage in den Museen verbringe. «Du bist schon wieder total betrunken. Wo warst Darauf Whistler: «Nach diesem Maßstab müsste der du denn?» - «Ich .,. ich wawawar... bei einer Polizeimann, der in der Nationalgalerie Wachtdienst Konkonkon... kurrenz: Wer dadadas... meiste macht, der grösste Kunstkenner der Welt sein.» Biebiebier trinkt...» - «Na, und wer bekam den zweiten Preis?» * • * Dex Gallenstein. * • * Professor Stromeyer machte im Jahre 1846 den ersten Steinschnitt mittels Aetherbetäubung. Als dem Patienten nach der Operation der Stein vorge- •' * • * Sehr glaubhaft «Ihre Küche hat der Maler in zwei Tagen fertiggestellt, und für mein« hat er eine Woche gebraucht!» «Ja, Herr Nachbar, meine Köchin ist auch fünfzig Jahre alt und Ihre achtzehn! > (Karikaturen.) Sie zweifelt noch. «Das Geld möchte ich haben, um dae Sie mich in all den Jahren, in denen Sie bei mir Haushälterin sind, betrogen haben!» — «Ist das nun eine Beleidigung oder ein Heiratsantrag?» (TU Bits) Mit Vorbehalt. Herr Brun sass mit Fräulein Sträub im Kino. Beim Anblick einer Umarmung bemerkte er er: zeigt wurde, sagte der Mann: «Das war einfach grossartig, Herr Professor. Aber wenn ich gewusst «Ach, diese dauernden Liebesszenen finde ich hätte, dass man von der Operation nicht das ge-wirklicringste spürt, dann hätte ich mich gar nicht erst «Na, aber doch wohl bloss im Film!» rief Fräu- bald etwas abgeschmackt!» betäuben lassen!» lein Sträub da aus. Erenzwort-Rätsel Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Einsendetermin: 17. Februar 1939. Liste des richtigen Losungen beider Rätsel: 12 Punkte: J. Aebischer, Merenschwand; A. Bachofen, Glarus; Frau B. Baerlocher, St. Gallen; E. Benz jun., Goldach; M. Bertschmann, Basel; Frl. M. Bossert, Lenzburg; Frau A. Buholzer, Luzern; C. Burgener, Rorschach; Frau M. Canale, Brienz; Frl. M. Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; J. Gustin, Schönenwerd; Frau A. Heusser, St. Gallen; Frau J. Hopf, Bern; Frau Hörn, Bern; Frau R, Kallen, Grenchen; K. Keusen, Biel; A. Kunzle, Wattwil; G. Laepple, Basel; J. Iieimer, Bettlach; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; P. Meier, Bern; J. Nussbaumer, Benzenschwil; C. PonteÜi, Biel; Frau L. Rock, Basel; A.Sommer, Buchs; H. Sommer, Zürich; Frau E. Steinbömer-Feix, Schaan; Frl. M. Vetsch, Buchs; F. Wenger, Bern; FrL E. Winfeler, Glarus. Richtige Lösungen der Denkaufgabe: 8 Punkte: Z. Gribli, Vicosoprano; R. Klein, Schwyz; F. Meier, Zürich; Frau B. Schmid;, Riedt-Erlen; A. Weber. Zürich; G. Wirth, Eglisau. ,. Lösung der Denkaufgabe mit 2 Autos Das erste Auto habe die Geschwindigkeit a, das zweite b. Nun müssen beide Wagen die gleiche Rätsel*i:c:l