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E_1939_Zeitung_Nr.014

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AÜTÖMÖBlLiREVUE- FREITAG. 17..rEBBÜJm 1939 — N» 14 MERCEDES- BENZ -AUTOMOBIL-A.-G Zürich Basel Bern Lausanne Genf Äigle: F. Laiu Bellinzona: Motta & Biffonl Biel: Walther & Ryser La Chaux-de-Fonds: P. Ruckstuhl Chur: J. Dosch Einsiedeln: St. Waldvogel Flüelen: Freiburg: Guggithal: Langenthai: Locarno: Lugano: H. Sigrist Piller Freres K. Keiser W. I£f Motta & Biffoni Descagni-Ferrari Luzerxrt Neuenburg: Ölten: Reiden! Samen: Solothurn: J. Ottiger R. Lambelet Frey & von Feibert Gebr. Zimmerli Cl. Sidler Schnetz & Cie Schaffhausen: F. Hübsche* Schwyz: W. Kündig St Gallen: A. Germann Thun: de Berti Winterthur: Meier & Eunz

— FHEITAG, 17. FEBBUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE DER MOTOR < Nid mööglich » werden Sie vielleicht mit Grock denken. E r streiken ? Kommt überhaupt nicht auf. Solche schwerwiegende Störungen gehören doch endgültig der Vergangenheit an. Nur einige bemooste Häupter wissen noch davon zu erzählen, wie man einstmals... Derweil summt der Wagen ryhig den Berg hinan, noch etwa 100 m Steigung und wir sind oben. Da ertönt auf einmal ein leises « Wimmern » aus der Motorhaube hervor, das an Lautstärke zunimmt — ruck, wir stehen still. Ueber der «Haube steigt zitternd heisse Luft empor. Anlassen gar nichts zu wollen. Weder mit dem Anlasser noch mit Hilfe der Handkurbel. Der Motor tut keinen « Wank » mehr, lässt sich nicht einmal mehr durchdrehen. Es ist, als ob irgend ein Teil von einer eisernen Faust festgehalten würde, so dass sich das Triebwerk nicht rühren kann. «Angefressen » nennt der Fachmann diesen Zustand, de|r durch Oelmangel, übermässige Forcierung des Motors und all jene Ursachen verschuldet werden kann, die eine Ueberhitzung im Gefolge haben. Ist das Oel zu heiss und daher dünnflüssig wie Wasser oder gelangt zu wenig davon an 4ie Schmierstellen, so überhitzen sich die Reibflächen und ihre Temperatur steigt schliesslich so hoch, dass das Metall teigförmig wird und die Gleitflächen < zusammenbacken ». Ja, das entspricht ungefähr einem Knochenbruch beim Menschen. Da bleibt nichts übrig, als sich abschleppen lassen oder eventuell sachte zu STREIKT Tal zu fahren, ganz, ganz langsam natürlich, stützt sich doch unsere Sicherheit nun allein auf die Wirkung der Bremsen und die sollen sich daher unter keinen Umständen überhitzen. Zum Glück treten solch schwere Schäden verhältnismässig selten auf, und wenn mal der Motor unterwegs abstellt, so braucht auch im Falle einer Überhitzung nicht gleich das Schlimmste befürchtet zu werden. Sollte er sich in heissem Zustand nur mehr schwer durchdrehen lassen, weil vielleicht die Kolben etwas klemmen, so genügen mitunter schon einige Warteminuten, um alles wieder ins Blei zu bringen. Neben diesen leicht zu entdeckenden, mechanischen Störungen hapert's beim plötzlichen Versagen en route — von Anlassschwierigkeiten wollen wir bei dieser vorgerückten Jahreszeit nicht sprechen — manchmal noch an anderer Stelle, nämlich entweder am Versagen der Brennstoffzufuhr oder am Aussetzen der Zündung. Ist am Bnd der Tank leergefahren? Oder hängt die durch öfteres Niesen (Rückschlägen in den Vergaser) und unregelmässigen Lauf sich ankündigende Störung am Aussetzen der Breonstoffpranpe, deren Dichtung oder Membrane yieüeicht defekt geworden ist ? Durch Lösen der Brennstoffleitung am Vergaser und Betätigung des Handhebels an der Pumpe (sofern vorhanden) lässt sich leicht feststellen, ob sie arbeitet (Aufpässen, dass die Dichtungen der Brennstoffleitung nicht verloren gehen.) Liegt Ueberhitztnig vor, : so ; lassen wir auch hier erst ordentlich abkühlen, bevor wir die Brentistoffleitung lösen und die Pumpe erproben. Denn erstens bewahrt uns dies davor, die Finger zu verbrennen und zweitens gibt es eventuell im Brernistoffördersystem entstandenen Blasen aus Benzindampf Gelegenheit, sich wieder zu kondensieren, womit die Störungsursache von selbst beseitigt ist. Es wird zwar vielleicht nachher einer längeren Betätigung des Anlassers bedürfen, bevor der Motor wieder anspringt, weil > die Pumpe erst den verdampften Inhalt der Schwimmerkammer ergänzen imtss, falls nicht durch Handbetätigung naclgeholfen wurde. Aber, wenn er nur schliesslich wieder anläuft! Ueber die Gründe der Ueberhitzung bei diesem kühlen Wetter wollen wir uns gar nicht erst den Kopf zerbrechen — die alte Sache mit dem vergesslicherweise ganz zugedeckten Kühler. Sie wissen schon.- Die ekligsten Streiche kann uns die Zündung spielen. Unangenehm deshalb, weil das Verständnis für das « Elektrische » eben grundsätzlich nicht überall vorhanden ist. Wie geheimnisvoll, wenn während eines heftigen Regenwetters der Motor plötzlich unerklärlicherweise abstellt. Passiert das dazu noch im Ausland, so müssen da zweifellos « Todesstrahlen » eine Rolle spielen. Dies um so mehr, wenn noch andere auf der gleichen Strecke vom Pech verfolgt sind. Dabei wäre die Abhilfe so einfach gewesen : Verteilerdeckel innen gut austrocknen und weiterfahren. Die Kerzenisolatoren trockneten inzwischen dank der Wärme des Motors von selbst. Vielfach sind die Kerzen heute zudem Bei fieftigtm Regen kann sich Feuchtigkeit im Inntrn des Verteilers niederschlagen. Abhilfe gegen das resultierende Versagen der Zündung durch Austrocknen des abgehobenen Verteilerdeckels auf ti» :*••'•' der Innenseite. Dass gegenwärtig an der Technischen Hochschule Karlsruhe an der Weiterentwicklung des Trilok-Getriebes gearbeitet wird. Es handelt sich hiebet ähnlich wie beim Salerni-Getriebe, das unlängst so viel Staub aufwirbelte, um einen hydraulischen Drehmoment-Wandler. Ein mit dem Trilokgetriebe ausgestatteter Wagen lässt sich vollkommen schaltfrei nur mit Brems- und Gaspedal fahren, da es gleichzeitig auch die Funktion einer weich arbeitenden, hy~ draulischen Kupplung übernimmt Ein indischer Maharadschah habe in Amerika angefragt, ob man ihm einen Wagen bauen könne, der folgende € schweren» Bedingungen zu erfüllen hätte: Er mässte in der Lage sein, seine Hoheit den Maharadschah im Gewicht von 140 kg sowie seine zwei Brüder mit ihren 163 und 175 kg nebst fünfköpfigem Gefolge mit einem Stundenmittel von 110—140 km/SL über beackerte Felder und Elefantenwechsel zu führen. Ob da nicht ein schneller Tank das beste wäre? Dass im vergangenen Jahr aaf synthetischem Weg in Deutschland 1JZ Million Tonnen Benzin erzeugt wurden. Das sind 200.000 Tonnen mehr als im Vorjahr und entspricht ziemlich genau der Hälfte des jährlichen deutschen Benzinbedarfs. Dagegen konnte die synthetische Herstellung von Dieselöl nur von 110.000 auf 150.000 t pro Jahr gesteigert werden, was erst ungefähr 10 Prozent des jährlichen Bedarfs an diesem flüssigen Brennstoff deckt. Eine französische Autobusgesettschaftsei zu einem neuen Prämiensystem für anfallfreies Fahren übergegangen. Danach erhalten Chauffeure, die einen Monat lant keinen Unfall verursachten, jedesmal eine Belohnung von 50 Fr. Fahren sie ein ganzes Jahr ohne den geringsten Unfall, so kommt dazu am Jahresende eine Zusatzprämie von weiteren 400 Fr. — iranzösi' sehen allerdings und nicht etwa guten Schweizerfranken ! Die bodenständige Schweizernrma befordert ihre guten Schweizerprodukte mit dem für unsere Strassenverhältnisse speziell gebauten guten Schweizerlastwagen am SALON GENF Besprechen Sie sich mit uns an der MUSTERMESSE BASEL 3. bis 12. März 1939 18. bis 28. März 1939 Dreifacher Sieg von SOLEX am Rallye von Monte Carlo 1939 von Athen bis Monte Carlo! an Gesamtklassement des Rallye (Equipe Paul-Contet «uf Delahtye JL* in der 2. Kategorie, unter 1500 cem (Equipe Gordini-Scaron) auf Simca8 JL« in der 3. Kategorie, unter 750 cem (Equipe Comelius-Buyze) auf DKW Alle drei Equipen hatten die schwierigste Strecke (Athen-Monte Carlo 3773 km) ausgewihlt Zu den ohnehin schon misslichen Strassenverhälbjissen gesellten sich noch die gegenüber früh«rbedeutend schwierigeren Teilnahmebedingungen. (Durchschnittsgeschwindigkeit der letzten Bergetappe 60 Stkm., Beschleunigungs- und Startprüfung gleich nach der Ankunft, Bergprüfungen etc.) Die Erreichung solcher Leistungen stellte an die Vergaser ganz ungewöhnliche Anforderungen hinsichtlich Kaltstartvermögen, Höchstleistung, Leerlauf u. Beschleunigung. Die Motoren dieser drei Siegerequipen waren alle mit oder besuchen Sie «. SAURER-WERKE ,„**« wo wir Ihnen alles Wissenswerte gerne zeigen und Sie ganz unverbindlich Ober alle Sie interessierenden Transportfragen beraten. AKTIENGESELLSCHAFT ADOLPH SAURER Arbon Basel Morges Zürich : -Vergaser ausgerüstet Dieser dreifache Sieg ist der beste Beweis für die unübertroffene Qualität der SOLEX-Konstruktkra. Montage in Jeder Garage GENERAtAGENTUR FÜR DTE SCHWEIZ: HENRI BACH MANN