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E_1939_Zeitung_Nr.013

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Liste der Aussteller am

Liste der Aussteller am Genfer Salon in alphabetischer Reihenfolge. (Die in Klammern beigefügten Zahlen bedeuten die Standnummern.) A) PERSONENWAGEN: Adler (27), Alfa Romeo (31), Amilear (3), Andi (8), Austin (44), Bentley (29), Bianchi (25), Borg- -ward, Hansa (15), B.M.W. (34), Bugatti (17), Buick (22), Cadillac (20), Chenard & Walcker (49), Chevrolet (10), Chrysler (30), Citroen (1), Belage (13), Delahaye (13), D© Soto (19) D.K.W. (8), Dodge (14), Fiat (5), Ford (7), Graham (47), Hanomag (33), Horch (8), Hotchlciss (3). Hudson (2), Jawa (40), La Licorne (42), Lancia (67), La Salle (20), Lincoln (21), Lincoln Zephyr (23), Maybach (25). M. G. (35), Mercedes-Benz (11), Minerva (43), Morris (26), Opel (12), Packard (28), Peugeot (9), Plymouth (32), Praga (38), Renault (4), Rolls Royce (29), Skoda (37), S.S. Jaguar (24) Studebaker (45), Talbot (41), Tatra (36), Vauxhaü (18), Wanderer (8), Willys (16), Wolseley (46). B) LASTWAGEN : Berna (107), Citroen (101), Metnico, L. Girod (102), Fiat (105). International (108), Mattile (104), Mercedes-Benz (109), Saurer (106), Tempo (103). C) KAROSSERIEN: Carrosserie du Leman S. A. (80), Karosserie Hess (87), Karosserie Langenthai AG. (84), Karosserie Worblaufen (83), Geb. Tüscher & Co. (82), Graber (85), Lauber A. & ses Films (90), Neue Karosserie Gangloff AG. (86), Reinbolth & Christe S.A. (81). D) SPEZIALABTEILUNG: Fapa S.A. (51), Safia (50), TeUlemit (52), Oetiker (48), Automobilpostbüro (PTT), E) MOTOREN; Champion (308). Chris Craft, Evinnide (245), Fichtel &. Sachs AG. (215), Gray (245, 246, 248), Kermath (245), Moteurs MJLG. (270). Sachs, Torpedo (215). F) MOTORRADER UND FAHRRADER: (F = Fahrrad, M = Motorrad.) Alpa F (307), Armstrong. F (311), Avanti, F (307), Ariel. M ((319), B.M.W., M (300), Bianchi, F und M. (309), B.S.A. (302), Condor, F. nnd M. (323), Demont, F (308), D.K.W., M (305), Fichtel & Sachs, F (215), F.N., M (312), Geko (301), Ideale, F (302), Monet & Goyon, F. n. M. (313), Motobeeane (308), Motosacoche, F. n. M. (314), Norton, M (308), Peugeot, F. u. M. (304), Raleigh, F (303), Revillard, F (311), Standard, F (302), Titan, F (317), Triumph (317), Universal, F (302), Universal, M (306), Van Leisen S.A. (302), Walco, F (307), Zündapp, M (321). G) MOTONAUTIK: BAG (247), Champion (308), Chantier Naral de Corsier-Port, Chris Craft (245), Emil Lehmann (246), Evinrude (245), Fichtel & Sachs AG. (215), Gray (245, 246, 248), Kermath (245), Moteurs M.A.G (270), Sachs (215). Yachtwertf Walter Bosch (248). Dazu gesellen sich noch 82 Ausstellerfinnen in den Abteilungen Zubehör- und Einzelteile, Werkzeuge, Garage-Ausrüstung, Oel, Treibstoffe, Sportartikel, technische Literatur. Tourismus, Sport und Camping. Die «Automobil-Revue> hat den Stand Nr. 219 belegt. KLEINE CHRONIK Se non £ vero.- Unsere Kollegin AAZ weiss folgendes nette Geechichtohen zu erzählen, dessen Schauplatz zwar England bildet, das aber ebensogut in Schottland spielen könnte: Läutete da nächtlicherweile ein Manu einen Arzt aus der Wohnung und fragte ihn, wieviel er für einen Besuch in einem entfernten Londoner Vorort verlangen würde. cEin Pfund und zwei Schilling». Womit der Mann einverstanden war. Also kleidete der Arzt sich an, holte den Wagen aus der Garage und los gings, Richtung London. Am Bestimmmungsort angekommen, zückte der Fremde seinen Beutel: «Hier haben Sie das Fahrgeld». — «Ja — und wo ist denn der Patient?» — «Oh» — sprach der Mann — «den gibt es gar nicht». — ??? — «Die Sache war einfach so; der Taxichauffeur in Ihrer Stadt forderte nämlich zwei Pfund,» Jetzt auch Ladentische für eilige Automobilisten. Nachdem seit längerer Zeit eine Bank in San Francisco glänzende Erfahrungen mit einem Schalter gemacht, an dem Automobilisten vorfahren und, ohne auszusteigen, ihre Geschäfte erledigen können, hat dort nunmehr auch ein Spezialgeschäft AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. FEBRUAR 1939 — N° 13 Anordnung der Stände im Parterre des Genfer Salons. für Haushaltartikel eine Filiale eröffnet, die dem gleichen Prinzip huldigt. Die Automobilistinnen ikönnen unmittelbar am Ladentisch « parken » und werden von einer besonders zahlreichen und gut trainierten Bedienung abgefertigt. Man fährt von einem Tisch zum anderen, wählt aus, macht seine Einkäufe und zahlt an der Kasse beim Ausgang, •wo auch zugleich die Pakete in den Wagen gereicht oder im Gepäckraum verstaut werden. Beanstandet wird von den Kundinnen lediglich, dass die Polizei in dem Verkaufslokal Einbahnverkehr vorgeschrieben hat, so dass man, wenn man etwas einzukaufen vergessen hat, um den ganzen Häuserblock herumfahren muss, um von neuem zum Eingang zu gelangen. London-Kapstadt in 32 Tagen. Ein Rekord, aber mit Hindernissen. Eine Zeitlang sah es ganz und gar nicht danach aus, als ob es den beiden Engländern Symons und Browning beschieden wäre, ihr Vorhaben durchzusetzen und einen neuen Rekord für die Landstrecke von London nach Kapstadt auf die Beine zu stellen. Mitten im dunklen Afrika tat der Wagen auf einer Brücke einen Seitensprung, stürzte 10 m tief ins Fluesbett und bot anschliessend einen bedauernswerten Anblick. Bis er wieder geborgen war, vergingen fünf Tage, und trotzdem haben es die beiden geschafft. Genau 32 Tage nach dem Start in der englischen Kapitale hielten sie ihren Einzug in Kapstadt. Das entspricht bei einer Gesamtdistan» von 16550 km einem Tagesmittel von 518 km. Rechnet man noch den unfreiwilligen Aufenthalt «zufolge» des nicht eben vorgesehenen Bades mit, eo erhöht sich der Durchschnitt pro Tag auf rund 640 km, eine ganz respektable Leistung, besonders da der Wagen nach dem feuchten Zwischenfall, wobei sich als ebenso unerwünschte wie ungemütliche Zuschauer eine Schar von Kaimanen einfand, seine Reise ohne Ueberholung fortsetzte. Bisher stand der Rekord für diesen «trip» auf 40 Tagen. Die erste bombensichere Garage Englands soll dieses Jahr in Birmingham erstehen. Bei einem Fassungsvermögen von 260 Wagen bietet sie im Falle eines Luftangriffs für 3500 Personen Schutz. Selbstverständlich wird sie unterirdisch angelegt, und zwar unter einer bereits bestehenden Markthalle, deren Boden, in Eisenbeton ausgeführt, Brandund kleineren Bomben Widerstand zu bieten vermag. 90 cm dicke Betonmauern gliedern das Innere des Garagenraumes in fünf Abteilungen, die in Kriegszeiten durch Sandsackwälle noch weiter unterteilt werden, um die Wirkung allfälliger Bombendurchschläge zu lokalisieren. Eine Ventilationseinrichtung sorgt nicht nur für Frischluftzufuhr, sondern sie erzeugt auch einen Luftdruck, der etwas höher liegt als der atmosphärische, um das Eindringen von Gasen zu verhindern. Vorgesehen ist im weiteren auch eine Luftfilteranlage. ücher von denen man spricht JEAN FONTENOY Der Tattacnenfoertcnt eines in Scnangtia! lebenden franzötUchenJOHN flausten. Ganzleinen Fr. 5.80, brosch. Fr. 4.50. Der bekannte französische Journalist Jean Fontenoy ichlldert In setnem neuesten Buch seine langjährigen Erlebnisse in Schanghai. Es handelt sich dabei nicht nm das Erinnerungsbuch eines Osiasien-Touristen; Fontenoy enthüllt in seinem Schanghaibuch Dinge und Zusammenhänge, die nur dem Jahrelang dort weilenden Europaer zugingllch sind. Als Chefredakteur des .Journal de Shanghai* und Reporter führender Pariser Zeitungen kam Jean Fontenoy In alle chinesischen Kreise hinein. Er zahlte eine ganze Reihe .echter und laicher Generäle* zu seinen Freunden und Bekannten, er erlebte in ihrer Gesellschaft Jene geheimnisvollen und schicksalsschweren Ereignisse, die «m Lebensnerv des grossen Reiches zehren. Das Buch enthüllt mit beispielloser Offenheit die Moral nnd die Intrigen des femöstlichen Babels. Das Buch ist frei von Jeder politischen Tendenz. Die Politik spielt nur insofern hinein, als die tiefgründigen Zusammenhänge zwischen gewissen politischen Kreisen Chinas und Moskaus aa Interessanten Beispielen f ezelgt werden. Zu verkaufen Chevrolet 1931 4/5plätz. Limous., 4türig, in prima Zustand. 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Er scheut sich auch nicht, die erschütterte Position der Weissen in Asien zu schildern, deren Ursachen aufzudecken und Wege anzudeuten, die zu einer Stärkung der europäischen Machtstellung in neuer Form führen können. Hundertzehn photographische Aufnahmen zeigen gleichzeitig in Bildern Land, Volk und Kultur des durchfahrenen Erdteils, führen uns beim Beginn der Reise auf ungewöhnlicher Route durch Anatolien, Kurdistan, Irak, Indien, Burma, Slam, Indechina, China und Japan. Den interessanten, unterhaltsamen und aufschlussreichen Textkapiteln reihen sich bisher unbekannte und einzigartige Aulnahmen würdig an. 4 Zylinder, 18 PS, erst 23 000 km gefahren, in tadellosem Zustand, komplett, mit 2 Barren. 8093 (13 Aufraffen an Gottfr. Weber, Garage, Wald (Zeh). S? 1 beste HANS LEUENBERGER n. LYDIA OSWALD Seltsames Asien Im Auto von den Alpen zum Gelben Meer VERLAGHALLWA« BERN Jt^> Günstig zu verkaufen ~^t Wegen Abreise zu verkaufen Ca&tiolet Krankenwagen Minerva OPEL OLYMPIA 1938 Oe 100 Durch Jede Buchhandlung zu beziehen 7,5 PS, neuwertig, sorgsam eingefahren, 9000 km The Goodyear Tire

13 — DIENSTAG. 14. FEBRUAR AUTOMOBIL-REVUE Um das Uetliberg-Tunnelproiekt in Zürich. In den letzten Tagen hat in Zürich ein vorläufiges Initiativkomitee die Interessenten zu einer Besprechung des von Arch. Haller ausgearbeiteten Projektes für die Untertunnelung des Uetlibergs nach dein Reppischtal und dem Knonauer Amt eingeladen. Neben siedlungspolitischen Zielen setzt sich der Plan auch die Schaffung eines bombensicheren Zufluchtsortes sowie, auf verkehrspolitischem Gebiet, die Verkürzung der Zufahrt nach Zug und dem Gotthard zum Ziel. In den Kreisen der Zürcher A.G.S.-Sektion machte sich dem Projekt gegenüber jedoch eine sehr starke Skepsis geltend, so dass man sich nicht entsehliessen konnte, der Einladung zu der Besprechung Folge zu leisten, zumal in den Belangen des Strassenverkehrs denn doch eine ganze Menge weit dringenderer Aufgaben der Lösung harren. Auch die städtischen und kantonalen Behörden sollen für das Projekt nicht viel übrig haben und eine ablehnende Haltung einnehmen. Gegen die Disziplinlosigkeit gewisser Rad* fahrer •wendet sich neuerdings auch die Pohzeidirektion des Kantons Uri, nachdem sich schon zuvor die Polizeibehörden anderer Kantone genötigt gesehen hatten, diesen Herrschaften gegenüber schärfere Saiten aufzuziehen. Auch im Urnerland muss festgestellt werden, dass die Radfahrer nur in den seltensten Fällen die gesetzlichen Verkehrsbestimmungen beachten. Als Folge davon, schreibt die Polizeidirektion, habe sich eine starke Zunahme der Verkehrsunfälle eingestellt, selbst die elementarsten Vorschriften der Verkehrsregelung werden dauernd missachtet. Trotzdem Art. 70 der V.O. zum M.F.G. die Radfahrer verpflichtet, bei ungünstigen Strassenverhältnissen hintereinander zu fahren, könne man ständig beobachten, wie zwei oder sogar mehr nebeneinander fahren, wodurch sie sich selbst wie andere gefährden. Die Polizeidirektion ruft deshalb dieser Kategorie von Strassenbenützern die Art. 67 bis 71 der Vollziehungsverordnung zum M.F.G. nochmals in Erinnerung. Sollte diese Mahnung nichts fruchten, so wird sie mit aller Strenge gegen Fehlbare vorgehen! Was im Interesse der Verkehrssicherheit nur zu begrüssen ist. Es geht nun einmal nicht länger an, dass dem Motorfahrzeuglenker jeder Bagatelle wegen eine Busse aufgebrummt wird, währenddem man bei den Sünden einer gewissen Sorte von Radfahrern ein bis zwei Augen zudrückt. Nebenbei bemerkt hat die Urner Presse kürzlich auch einen Mißstand kritisiert, der dem Konto der Bauern belastet werden muss. Abend für Abend fast erlebt man es in Erstfeld, dass sie bei der Ablieferung der Milch in den Sennereien die Gotthardstrasse mit ihren Karren versperren und dadurch nicht nur den Autoverkehr erschweren, sondern auch die Fussgänger in ungemütliche Situationen bringen. Bei einigem guten Willen sollte es den Landwirten aber möglich sein, nach der Milohablieferung die Karren nicht allzulange herumstehen zu lassen, sondern sie an Stellen zu «parkieren», wo sie weniger störend wirken. Mit etwas mehr Rücksicht auf den Strassenverkehr vergäben sie sich bestimmt nichts. Kleine •m Kantonen Nochmals Autohaft in Liquidation. Luzern. Wie in Nr. 9 vom 31. Januar 1939 mitgeteilt, i«t die Rechtsauffassüng und damit der Entscheid über die Gültigkeit der Anteilzeichnungsscheine der Autohaft nicht bei allen Rechtsöffnungsrichtern gleich, so dass es vom Gerichtsstand der Zeichner abhängt, ob sie zur Zahlung verpflichtet werden oder nicht. An sich muss dieser Rechtszustand als sehr unbefriedigend bezeichnet werden. Um nun auch die Zeichner mit für die Autohaft ungünstig entscheidenden Gericht zur Zahlung zu veranlassen, hat diese ein Zirkular versandt mit dem Hin- "weis darauf, dass angesichts der über 70 Rechtsöffnungen, verschiedener Aberkennungsprozess- und Obergerichtsentscheide zugunsten der Autohaft ein •weiteres Prozessieren zwecklos sei und nur den Anwälten und Gerichten zugute komme! Da zur Dekkung der Liquidationskosten gemäss Status per 31. Dezember 1938 nur etwa 50°/o der gezeichneten Beträge erforderlich seien, so Wird der Vorschlag gemacht, gegen Saldo-Quittung 5O°/o einzuzahlen und damit auch die im Wesen einer Genossenschaft liegende Solidaritätspflicht gegenüber den Genossenschaftern zu erfüllen, welche schon bezahlt hätten. Im Hinweis auf die tatsächlich erfolgten Entscheide zugunsten der Autohaft und Verschweigen der zu ihren ungunsten erfolgten Entscheide — besonders •wenn das Gericht am Ort des Empfängers so zu entscheiden pflegt — liegt eine Täuschung des Empfängers. Dazu kommt aber noch folgendes: Die Autohaft hat in verschiedenen Prozessen nachdrücklich darauf verwiesen, dass auch die Zeichnung von Genossenschaftskapital, wie diejenige von Aktienkapital unanfechtbar sei, weil besonders den Gläubigern gegenüber das gezeichnete Kapital erhalten werden müsse. Die Autohaft ist deshalb gar nicht in der Lage, mit 50'/o rechtsoültiq abzumachen. Sollte es z. B doch noch zum Konkurse kommen dann müssten die weitern 50°/o nachbezahlt werden, wenn sie auf einer gf>lti,. welche sich die Fabriken zu diesem ganz besonderen Zweck engagieren und deren Risiken bis jetzt keine Versicherungsgesellschaft zu decken sich bereit gefunden hat, müssen tollkühne Kerle sein, die vor keinem Wagnis zurückschrecken und auch dann nicht mit der Wimper zucken, wenn sie es mit dem Leibhaftigen höchstpersönlich zu tun kriegten. «Die USA von Osten bis Westen und von Norden bis Süden — das ist unser Prüfgelände», so lautet die Devise des Chrysler-Konzerns. Und man muss schon sagen, er hat sich damit was Richtiges ausgesucht, ein Terrain, das unerschöpflich ist an Möglichkeiten, die Wagen künstlichen Unglücksfällen wie natürlichen Hindernissen auszusetzen, etwa dadurch, dass man sie vorerst die steile Mount Wilson-Strasse bei Los Angeles bis auf 3000 m Höhe hinaufjagt — wobei der Luftdruckwechse! eine Prüfung der Leistungsfähigkeit gestattet — um sie anschliessend im Death Valley, einer unterm Meeresspiegel liegenden Sandwüste mit einer irrt Sommer normalen mittäglichen Wärme von 60—70 Grad «auf die Weide zu führen». Bei diesen Premieren notiert der Fahrer aufs Haar genau die Temperaturen der einzelnen Motorbestandteile wie den Oel- und Wasserverbrauch. Tritt hier der Faktor Mensch nicht sonderlich hervor, so ändert sich die Sache allerdings mit dem Moment, da Mr Jimmy Lynch, der Mann mit dem etwas ominösen Namen, im Hauptamt aber Champion- Probefahrer Chryslers r den Wagen in die Kur nimmt. Dieser' wacjhalsiae Bursche ist kraft seines Berufes verpflichtet, -mit der' Gefahr zu spielen, etwa dadurch, dass er im 100-km-Tempo auf der Landstrasse plötzlich das Steuer herumreisst, wobei der Wagen, einen Salto mortale.vollführend, auf das Dach zu stürzen pflegt, denn darin gerade liegt der Zweck der Uebung. Eine andere Repertoire-Nummer besagten Jimmy Lynch's bildet kob, die gewissenhafte KaFsaführung durch Koch Max hervor und winden ihm ein Kränzchen für die Spartendenz, die in der ganzen Geschäftsführung zum Ausdruck kommt. Einstimmig- erteilte ihm denn auch die Generalvensammlung Decharge. nicht ohne ihm gleichzeitig für seine Dienste zu. danken. Unverändert werden die Vereinsgebühren in der bisherigen Höhe beibehalten, nämlich Fr. 2.— Monätabeitrag für Aktive, inkl. Vereinsorgan, Fr. 12.— Jahresbeitrag für Passive, Fr. 3.— für den NeueintrUt,. Fr. 4.— für die Sterbehilfskasse pro Eintritt und pro Todesfall, Fr. 4.— für das erste Aibzeichen und Fr. 3.— für jedes weitere Abzeichen. Zu erwähnen ist, daes Passivmitglieder keinen Sterbehilfokassebeitrag zu leisten haben, weil sie an dieser Institution nicht genussberechtigt sind. Einstimmig erklärte sich die Versammlung für die weitere Beibehaltung des Vereinsorgans, der «Automobil-Revue», die unserem Wunsche nach vermehrter Berücksichtigung der Berufspraxis durch die Schaffung der «Kleinen Revue» in vollem Umfang Rechnung getragen hat. Bei der Bestellung des Vorstandes ergab sich die Notwendigkeit, einen Nachfolger für den bisherigen Protokollführer zu bestimmen, der eine Wiederwahl ablehnte. Entsprechend dem Antrag des Vorstandes wurde das Amt des Protokollführers unserem Kollegen Wyser Marcel übertragen. Damit gißg der Vorstand in folgender Zusammensetzung aus der Wahl hervor- Präsident: Griesser Ernst; 1. Kassier: Koch Max; Protokollführer: Wyser Marcel; Vizepräsident: Müller Hans; 2. Kassier: Huber Jules; 1. Beisitzer: Kolb Willy; 2. Beisitzer; Gärtner Hans; 1. Revisor- Brupbacher Willy; 2. Revisor- Schedler Ernst;- Hauptevisor: Saxer Jakob; Stellenvermittlung: Präsident Griesser Ernst und Vizepräsident Müller Hans. Nach Erteilung der Genehmigung zum Druck des Jahresprogramms mit Vorstands- und Firmenverzeichnis und nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten schloss der Vorsitzende um 19.05 Uhr den geschäftlichen Teil, worauf sich männiglich den aus der Vereinskasse gespendeten Imbiss munden Hess. Der zweite Teil gehörte froher Geselligkeit im Kreise der Familienangehörigen, wobei auch die Taazlustigen auf die Rechnung kamen. H. G: FREIE BERUFS-CHAUFFEURE ZÜRICH. Dank der guten Vorbereitung der Geschäfte konnte unsere Generalversammlung innert kürzester Zeit abgewickelt werden. Unter Mutationen waren 13 Neuaufnahmen und ein Ausschhiss *u verzeichnen: Die Berichte des Präsidenten, des Kassiers, der Revisoren und der Rechtsschutzkommission fanden verdiente Beachtung und wurden mit Applaus verdankt. Gründe beruflicher Natur veranlassten zwei der bisherigen Vorstandsmitglieder zum Rücktrift. Für das neue Geschäftsjahr wurden folgende Kollegen mit der Leitung betraut: Präsident: Paul Seringer; Vizepräsident: Ernst Streit; Aktuar: Hans Huber; Kassier: Josef Lamy; Beisitzer- Arnold Wächter. Rechtsschutzkommission: Paul Ruch, Hans Huber und Karl Stahl. Entsprechend dem Jahresprogramm nimmt in der Vereinstätigkeit die Wahrung der Berufsinteressen weiterhin den ersten Platz ein. Nächsten Samstag. 18. Februar- Verelnshcck beim Passivmitglied Hch. Eichmann, Rest. GoHhardpost, Zürich 3. H. H. DIE MILITÄR . MOTORFAHRER - GESELL- SCHAFT DES KANTONS BERN hielt am 5. Februar, um 9 Uhr, im « Bürgerhaus » in Bern ihre Jahreshauptversammlung ab,.die von ca. 100 Mitgliedern besucht War. Der abtretende Präsident, Courier Barth, konnte in seinem intereßsanten 'Jahresbericht auf eine rege Tätigkeit hinweisen. " .^ „^^echjrhestand ist. auf., 39Ö ^angewachsen.! r *die Janre 1939/40 wurde der V o r s t an d •wie folgt neu bestellt: Präsident: Adj.-Uof. Oesch Hans (Bern); Vizepräsident: Korp. Lack Hans (Bern); Sekretär: Föurier Schaffner Alired (Bern); Protokollführer: Wm. Keusen Fred (Aarberg); Kassier: Feldw. "Claudon Paul (Bern); Beisitzer für Bern-Stadt: Wm. Despond Eduard (Bern), Gefr. Schor Hans '(Bern) und Schneeberg'er Fred (Bern); Seeland: Korp. Käser Fritz (Aarberg); Emmental: Fourief das Anrennen einer Reihe parallellaufender Bahnschienen in Höchstgeschwindigkeit und in der Absicht, die Federn, Felgen; und Achsen auf ihre Widerstandsfähigkeit zu prüfen. Dass bei dieser handfesten Prozedur die Pneus wie Seifenblasen platzep, darüber wundern Sie sich doch nicht?. Wenn Sie aber glauben, es handle sich dabei um Improvisationen, um dem Zufall überlassene Versuche, dann täuschen Sie sich. Die Fabrik weiss genau, was sie will: den Wagen auf Biegen ujid Brechen zu erproben, selbst auf die Möglichkeit hin, dass er dabei wirklich in die Brüche' geht. Gerade diese rücksichtslose Behandlung des Materials erfordert für den Fahrer gewisse Vorsichtsmassnahmen, soweit dabei von «Vorsicht» überhaupt noch die Rede sein kann. Dazu gehört die ..Entfernung sämtlicher Fensterscheiben und aller hervorragenden Teile, gehört weiter das Festschnallen des mit einem Sturzhelm ausgerüsteten Piloten auf dem Führersitz. Für «Qualitätsarbeit» auf diesem Gebiet werden natürlich entsprechend hohe Gagen bezahlt. Eine solche bezieht auch der bei Plymouth in Dien-i sten stehende Versuchsfahrer Georges Teter, mit Beinamen «Lucky», der sich darauf spezialisiert hat, die Wagen der Fabrik in einem hinlänglich komplizierten Hindernislauf auf Herz und Nie^enj zu prüfen. Die Sache beginnt damit, daSs das Auto über eine Reihe von Sprungschanzen «hoppt», um anschliessend einen starken Lattenzaun zu durchbrechen. Dahinter erwartet es ein Prellbock aus Erde. Sofern sich der Wagen hier überschlägt, wie es «eigentlich» vorgesehen ist, rollt er einen Abhang hinunter, worauf dann die einzelnen Bestandteile einer genauen Prüfung unterzogen werden. Hudson verpflichtet sich vorzugsweise Angehörige jener Kategorie von Fahrern, die immer etwas anzurichten pflegen, wenn' sie sich ans Volant setzen, sei es weil sie zu schalten oder zu kuppeln vergessen, zu spät bremsen und Was der Sünden mehr sind. In der Hand eines solchen «Fahrers» sind die schwachen Stellen eines Wagens bald ermittelt. Nach einem anderen System «arbeitet» F o r d { er besitzt eine e'nene, 25 km lange Prüfunqsstrerke, die eine Art Musterkollektion von Geländegattungen der verschiedensten Art darstellt 1 . Wesentlich harmloser nimmt sich daneben der Gebrauch des sog... «ma.gischen Teppichs» aus, einer Schüttel-, Stoss- und Brechvorrichtung, unter deren Zuhilfenahme sich im Laboratorium künstliche Unfälle herbeiführen lassen. l