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E_1939_Zeitung_Nr.017

E_1939_Zeitung_Nr.017

BERN, Dienstag, 28. Februar 1939 1. Salon-Hammer „Nummer 20 Cts. 35. Jahrgang ^ No 17 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISEt Ausgab« A (ohne Versicherung) halbjahrlieh Fr, 5.-, Jthrlleh Fr. 10.— Ausland mit Portozuschlag, wenn nicht postamtlieh abonniert Ausgab* B (mit gew. UnfaUversich.) vierteljährlich Fr. 7.50 Ausgab* C (mit Insassenversicherung) vierteljährlich Fr. 7.50 Erscheint laden DtenUa _ . WSehentHeha Bttlage „Auto-Magazin". Monatlich 1 mal „Oelke liste" REDAKTION u. ADMINISTRATION* Breltenralnstr. 97, Bern Telephon 28.223 - Postcheck III414 - Telecnudm-Adreu«: Autorevue, Ben Geschäftsstelle Zürich: bfiwetistraiu 51. Telephon 89.743 • INS ERTIONS-PREIS: DI* aehttesp«ltene 2 mm hohe Grundzelle oder deren Raum 4a Grossere Inserate nach SpezlaltarU Imeratensehlnss 4 Tage vor Erscheinen der Nummer Verstärkung unserer Landesverteidigung durch Vermehrung der armeetauglichen Lastwagen Unermüdlich hat die «Automobil-Revue» seit Jahren an die Einsicht der zuständigen militärischen Instanzen und zivilen Behörden appelliert und verlangt, dass dem für die Kriegstüchtigkeit unserer Armee so bedeutsamen ausreichenden Bestand qualitativ geeigneter Lastwagen die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werde. Sie liess nichts unversucht, um auch die breite Oeffentlichkeit über die Wichtigkeit des Vorhandenseins einer ausreichenden Anzahl den militärischen Anforderungen entsprechender Lastwagen für unsere Landesverteidigung aufzuklären. Kein Geringerer als der heutige Generalstabschef wies in ihren Spalten nooh als Waffenchef der Kavallerie im Juni 1936 darauf hin, wie die Verhältnisse hinsichtlich Motorisierangsmassnahmen in der Schweiz das genaue Gegenteil derjenigen aller andern Länder darstellen. Lange Zeit, hatte es den Anschein, als verhallten alle Mahnrufe ungehört Selbst die VorstÖsse. einiger Parlamentarier in den eidgenössischen"Rären blieben ohne richtigeResonanz;'Sowohl der Bundesrat als die Mehrzahl' der Volksvertreter ignorierten die in unserer "Motorisierung klaffenden Lücken in stoischer Beharrlichkeit Man sah allen lehrreichen* Beispielen aus neuerer und allerneuester Kriegsgeschichte zum Trotz im Motorfahrzeug nach wie vor aussohliesslich den lästigen Störenfried, der sich in unsere einst durch die Eisenbahnen monopolartig beherrschte schweizerische Verkehrspolitik eingeschlichen. Zwar anerkannte der Bundesrat in den verschiedensten Militärvorlagen durchaus und in vollem Umfange die heutige und künftige Rolle des Motors als Armeetransport- und sogar als Kampfaggregat; Massnahmen zur Gewährleistung eines quantitativ und qualitativ ausreichenden zivilen Motorfahrzeugbestandes, von der sohliesslioh die Durchführung der neuen Truppenordnung nicht zuletzt' abhihg, wurden wiederholt in Aussicht gestellt — doch damit hatte es sein Bewenden! < Dann kamen die März- und Septembertage des vergangenen Jahres. Territoriale Verschiebungen an unsern eigenen Grenzen Hessen die Dinge plötzlich in dringlicherem Licht erscheinen. Die Nervenprobe, welche letzten Herbst die ganze Welt wochenlang in Atem hielt, wurde zur unvergesslichen Mahnung. Jetzt hatte man endlich rundum im Lande begriffen, um was es gehen konnte und wieviel von der Höhe unserer Wehrbereitschaft abhing. Nun standen die Motorisierungsfragen endlich im Mittelpunkt der Diskussion, wurde die Lösung derselben zur ungeduldigen Forderung. Welche Enttäuschung, als dann auf die warnenden Worte von Ständerat Altwegg, auf die präzisen Fragen von Nationalrat Walter hin sich unser Wehrminister hinter dem Vorsteher des Eidg. Post- und Eisenbahridepartementes verschanzte! Und als Bundesrat Minger dann in der einwöchigen Militärsession dieses Jahres lediglich seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass die Motorisierungsvorlage in der Märzsession zur Behandlung gelangen könne, da machte sich in ;iveiten Kreisen berechtigter Unmut bemerkbar. Doch nun ist es soweit: Der Bundesrat hat in seiner Freitagssitzung endlioh den folgenden Entwurf zu einem Bundesbeschluss betr. die Vermehrung der armeetauglichen Motorlastwazen genehmigt: Art 1. «Den Haltern von Motorlasfwafen fchweizertseher Herkunft, welche den vom Bundesrat festzusetzenden Bedingungen entsprechen, werden während-fünf Jahren, vom Ankauf fabrikneuer Wagen an gerechnet, jährliche Beiträge gewährt, die in ihrer Höhe grundsätzlich den nach den Ansitzen des Jahres 1939 auf den betreffenden Fahrzeugtyp entfallenden kantonalen Automobilsteuern entsprechen. Art. 2. Der Bundesrat kann die in Art. 1 vorgesehenen Beiträge für die Halter von gewissen, von ihm zu bestimmenden Arten von Motorlastwagen, deren Vermehrung für die Armee besonders wichtig ist, um einen zusätzlichen Betrag erhöhen. Art 3. Ueber die Gewährung oder Verweigerung der in Art. 1 und 2 vorgesehenen Beitragsleistungen entscheidet nach den vom Bundesrat aufzustellenden Grundsätzen das eidgenössische Militärdepartement endgültig. Art. 4. Dem Bundesrat wird für das Jahr 1939 zur Deckung der aus Art. 1 und 2 sich ergebenden Auslagen ein Kredit von 1.400.000 Fr. bewilligt, der in die Nachtragskredite 1939 I. Serie einzustellen ist. Cp^nfei* Salon FREITAG, DEN 3. MÄRZ: 10.30 Uhr: Am Genfer Hauptbahnhof: Offizieller Empfang von Herrn Bundesrat Pilet-Golaz, der eidgenössischen und kantonalen Behörden, sowie der Gäste, durch die Genfer Behörden und das Organisationskomitee des Salons. Abfahrt der offiziellen Wagenkolonne vom Bahnhof nach dem Ausstellungsgebäude. 11.00 Uhr: Im AussteUunqsgtbäude: Eröffnungs- Zeremonie und offizieller Rundgang zur Besichtigung des Salons. 13.00 Uhr: Eröffnungs-Bankett im Restaurant des Salons. 19 Uhr: Schliessung der Ausstellung. Konzert von 15.30—18 Uhr. SAMSTAG, DEN 4. MÄRZ : 9 Uhr: Oeffnuna (Eintritt Fr. 1.50). Sitzung des Direktionskomitees des A.C.S. Sitzung des «Bureau Permanent International des Consfructeurs d'Automobiles». 10 Uhr: Sitzung des Bureaus des Verwaltungsrates des T.C.S. 14 Uhr: Sitzung des Verwaltungsrates des T.C.S. • 15 Uhr: Zusammenkunft des westschweizerischen Verbandes des Motorfahrer-Offiziere (Konferenzsaal des Salons). Ab 15 Uhr: Ankunft der Teilnehmer an der 2. Schneesternfahrt (Grand-Quai). Eintreffen der Teilnehmer an der «touristischen Zusammenkunft» anlässlich des Genfer Automobil-Salons (Plaine de Plainpalais). Ab 20 Uhr: Diner und Ball unter dem Pafronat der Sektion Genf des A.C.S. (Hotel des Bergues). 23 Uhr: Schliessung der Ausstellung. Konzert von 11.30 bis 12.30. 16.00 bis 18.30 und von 20.00 bis 23.00 Uhr. SONNTAG, DEN 5. MÄRZ: 9 Uhr: Oeffnung (Eintritt Fr. 1.50). 12 Uhr: Mittagessen der Teilnehmer an der Schneesternfahrt und Preisverteilung (Restaurant des Salons). 19 Uhr: Nachtessen der Teilnehmer an der «tou- \ ristischen Zusammenkunft» und Preisverteilung (Restaurant des Salons). 23 Uhr: Schliessung der .Ausstellung. Konzert von 11.30 bis 12 30, 16.00 bis 18.30 und von 20.00 bis 23.00 Uhr. MONTAG. DEN 6. MÄRZ: Allgemeines Programm 9 Uhr: Oeffnung (Eintritt Fr. 1.50). 9 Uhr: Sitzung der Kommission der amtlichen Automobilexperten der Schweiz (Konferenzsaal des Salons). 12.30 Uhr: Mittagessen im Restaurant des Salons. 10 Uhr: Sitzung der Nationalen Sportkommission des A.C.S. 19 Uhr: Schliessung der Ausstellung. Konzert von 1130 bis 12.30 Uhr und von 16.00 bis 18.30 Uhr. wagen, die innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren seit,dem Inkrafttreten dieses Beschlusses stattfinden. Der Bundesrat erlässt die erforderlichen Vollzugsvorschriften.» Enthält , die bundesrätliche Botschaft zu diesem Gesetzesentwurf auch keine wesentlioh neuen Gesichtspunkte, so ist sie nichtsdestoweniger recht aufschlussreich. Ihre Ausführungen beweisen nämlich, dass an höchster Stelle zur bereits vorhanden gewesenen Erkenntnis der Bedeutung des Motorfahrzeugs für 1 unsere Armee sich nun endlich auch die Ueberzeugüng gesellt, wie bedeutsam darüber hinaus die Wechselbeziehungen zwischen zivilem Motorfahrzeugbestand und Deckung der Armeebedürfnisse eigentlich sind. Wir zitieren auszugsweise: I Das Problem der Ausrüstung unserer Armee mit Motorfahrzeugen bildet für die verantwortlichen militärischen Stellen seit langem eine Quelle ernster Sorgen und hat heute eine Bedeutung erreicht, die tnw zwingt unverzüglich Massnahmen für eine sofortige Ver- 1839 DIENSTAG. DEN 7. MÄRZ: 9 Uhr: Oeffnung (Eintritt Fr. 1.50). Tag der Automobilsektion Genf des T.C.S. 10 Uhr: Sitzung der Sektionssekretlrn des A C S. 12.30 Uhr: Mittagessen des Rotary-Club (Restaurant des Salons). 18.30 Uhr: Preisverteilung des «Pannenbehehunas- Wettbewerbs» der Automobllsektion Genf des T.C.S. (Stand des T.C.S.). 20 Uhr: Nachtessen der Sektion im Salon-Restaurant. 19.30 Uhr: Sitzung des Vorstandes des Westschweizerischen Verbandes der Motorfahrer-Truppen (Konferenzsaal des Salons). 23 Uhr: Schliessung der Ausstellung. Konzert von 11.30 bis 1230. 16.00 bis 18.30 und von 20.00 bis 23.00 Uhr. MITTWOCH. DEN 8. MÄRZ : 9 Uhr; Oeffnunq (Eintritt Fr. 1.50). 10 Uhr: Vorstandssitzung und 11 Uhr: Generalversammlunq der «Schweiz. Syndikalkammer des Automobilhandels und der Garagenlndustrie» (Konferenzsaal des Salons). 12.30. Uhr: Mittagessen im Restaurant des Salons." 19 Uhr: Schliessung der Ausstellung. Konzert von 1130 bis 12.30 Uhr und von 16.00 bis 18.30 Uhr. DONNERSTAG, DEN 9. MÄRZ : 9 Uhr: Oeffnunq (Eintritt Fr. 1.50). 10 Uhr: Jahres-Generalversammlung der «Chambre Syndicale Suisse de l'lndustrle de PA»tomoMle» etc. (Konferenzsaal des Salons). 12.30 Uhr: Mittaoessen im Restaurant des Salons. Ab 13 Uhr: Verbilligter Eintritt für K In der. 60 Rp. Ab 19 Uhr: Abendzuverbilllgt«m Eintritt. 80 Rp. 23 Uhr: Schliessuna der Ausstellung. Konzert von 11.30 bis 1230. 16.00 bis 18.30 und Von 20.00 bis 23.00 Uhr. FREITAG. DEN 10. MÄRZ: 9 Uhr: Oeffnung (Eintritt Fr. 1 50). 11 Uhr: Sitzung des Or