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E_1939_Zeitung_Nr.017

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N° 17 — DIENSTAG, 28. FEBRUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE d^ra Unterlassung der Verkehrszeichenabgabe durch einen Radfahrer Ein bundesgerichtlicher «f>« Entscheid. Durch ein Urteil des Bezirksgerichts Willisau wurde ein Autofahrer zu einer Busse von 20 Fr. verurteilt, weil er an einer Kollision mit einem ihm entgegenfahrenden Velofahrer mitschuldig befunden wurde, der unmittelbar vor der Kreuzung mit dem Auto ohne irgend ein Zeichen zu geben, von der rechten Strassenseite nach links abgeschwenkt hatte, um in einen Seitenweg einzufahren. Der Kassationshof des Bundesgerichts hat aber in Qutheissung einer vom Autofahrer eingereichten Nichtigkeitsbeschwerde dieses Urteil aufgehoben, da am Unfall der Velofahrer einzig und allein schuldig sei. Kinder gehören auch in Begleitung Erwachsener nicht auf den Traktor. Anfangs September 1938 fuhr ein 21 jähriger Landwirt mit einem Traktor und einem Anhängerwagen von seinem Grundstück nach Wiesendangen. Dabei gestattete er einem dreijährigen Kinde, seinem Neffen, mitzufahren und ebenfalls auf dem Sitz des Gefährts Platz zu nehmen. Der Bauer hielt mit beiden Händen das Steuerrad, und so bildeten die Arme gewissermassen natürliche Seitenlehnen, so dass das Kind nicht hinunterfallen konnte. Bei einer scharfen Kurve aber war der Lenker genötigt, die Geschwindigkeit stark zu verringern. Er musste deshalb mit einer Hand Hebel unter dem Steuerrad manipulieren. Infolge dieser Verrichtung fiel der natürliche Schutz des Knaben teilweise dahin. Als dann noch plötzlich ein wütender Hund dem Traktor nachsprang, wurde das Kind aufgeregt, verlor das Gleichgewicht und stürzte schliesslich in die Getriebe des Fahrzeugs, wo es so schwere Verletzungen erlitt, dass es nach wenigen Stunden starb. Eine Kette von aussergewöhnlich ungünstigen Umständen hatte den Unfall verursacht, der den unbescholtenen Landwirt um so schwerer traf, weil das Knäblein mit ihm verwandt war und er sehr an ihm gehangen hatte. Auf der andern Seite konnte das Gericht auch nicht an einen Freispruch denken, denn ein kleines Kind auf den Sitz eines holpernden Traktors zu setzen, bedeutet eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Das Bezirksgericht Winterthur hatte den jungen Mann zu einer Geldbusse von 120 Fr. bedingt verurteilt. Gegen dieses Urteil appellierte die Staatsanwaltschaft; das Zürcher Obergericht schloss sich aber der Auffassung der ersten Instanz an, bestätigte das Urteil und erhöhte einzig die Probezeit von einem auf drei Jahre. »tibau Der Panämerican Highway im Werden. Vor 16 Jahren wurde auf einer Konferenz in Santiago der Bau einer panamerikanischen Strasse vorgeschlagen, die sich vom Norden der USA bis nach Argentinien und Chile erstrecken sollte. Heute, stehen davon, wie offizielle Berichte zu melden wissen, bereits 10.000 km in Betrieb und der Ausbau der übrigen Teilstücke schreitet unaufhaltsam weiter, so dass Ende 1941 die 4320 km lange Strecke von Laredo (Texas) bis Panama ihrer Bestimmung übergeben werden können. Schon zu Ende dieses Jahres soll es. allerdings noch mit einigen «Mit der bevorzugten Behandlung, welche das Strassenverkehrsweseh in Deutschland geniesst, hat das Interesse an der Unterbringung ruhender Fahrzeuge bisher nicht Schritt gehalten. Mangel an geeigneten Parkplätzen in der Nähe besonders frequentierter Wohn- und Geschäftsviertel und die ungeregelte; Verteilung der Garagen zeitigten allmählich Mißstände, die die Verkehrssicherheit tu gefährden drohten. Strassen und Plätze wurden als behelfsmässige Garagen so stark in Anspruch genommen, dass bereits der Gedanke aufgetaucht war, für diese dem Interesse der Allgemeinheit widersprechende Sonderbenutzuni der. Strassenfläche eine Gebühr zu erheben. Von diesem Gedanken ist man indessen wieder abgekommen. Die in der neuen Garagenordnung verankerte Regelung zielt darauf ab, die öffentlichen Verkehrsflächen für den fliessenden Verkehr möglichst freizumachen. Deshalb geht sie auch von dem Grundsatz aus, dass Motorfahrzeuge dort, wo sie regelmässig längere Zeit stehen, a u s s e r h a 11) der öffentlichen Verkehrsflächen eingestellt werden müssen. , Sie verlangt für die Unterbringung von Motorfahrzeugen eine so weitgehende Vereinheitlichung, Erleichterung und Verbilligung, wie es mit den Forderungen der Sicherheit, der Schadenvergütung und des Gemeinschaftsfriedens zu vereinbaren ist» Während bisher die Errichtung von Garagen der privaten Initiative Qberlassen blieb, ist sie nunmehr Schwierigkeiten, mSglioh «ein. im Wagen von Panama nach Ottawa in Kanada zu gelangen. Vor der Vollendung stehen die Abschnitte von Mexiko nach Guatemala, von der Stadt San Salvador nach San Miguel im nämlichen Staat sowie das noch fehlende Teüstüci der 344 km. welche Nicaragua durchqueren und die Strasse durch Costa Rica, dem die USA bei diesem Werk finanziell unter die Arme gegriffen haben. Auf Panama entfällt eine Länge von 651 km, die fast durchwegs eine Pflasterung erhalten hat. Binnen kurzem dürfte auch die Eröffnung der Verbindung von Caracas (Venezuela) nach Bogota (Kolumbien) erfolgen und bereits hat auch Ekuador von den 1160 km, die seinen «Beitrag» an den Panämerican Hiehway darstellen, mehr als die Hälfte, nämlich 702 km, dem ,,Verkehr 'freigegeben.' Äff den Restslrecken befinden- sich die Arbeiten im Gang und wenn sie programmgemäss zu Ende geführt werden können, • dann darf man damit rechnen, dass sie bis 1941 fahrbar sein werden. ; Was den auf Peru entfallenden Teil der Strasse 'anbelangt, so ist er heute ichon auf vier Fünfteln seiner Ausdehnung zur Vollendung gediehen. Daneben geht es auch in Bolivien vorwärts und Chile hat seine; Aufgabe soweit erfüllt, dass die Strecke zwischen Santiago und der peruanischen Grenze dem Automobil offensteht. Argentinien setzt mit grossen Anstrengungen den Bau der Strasse fort; gegenwärtig nähern sich die Arbeiten der bolivianischen Grenze. Auf dem Gebiete Uruguays setzt sich ..der Panämerican Highway aus zwei Zweig- Die neue deutsche Garagenordnung in weitem Umfangt als obligatorisch erklärt und in ihrer Durchführung der staatlichen Kontrolle untergestellt worden. Wer nämlich Wohnstätten, Betriebs- und Arbeitsstätten oder ähnliche bauliche Anlagen errichtet oder erweitert, hat für die vorhandenen und zu erwartenden Motorfahrzeuge der Bewohner, des Betriebes und der Angestellten Einstellplatz in geeigneter Grosse, Lage und Beschaffenheit samt den notwendigen Zubehöranlagen auf dem Grundstück oder in der Nähe «u schaffen. Bedeutet die neue Ordnung auch einen fühlbaren Eingriff in die privatrechtliche Sphäre, erfordert doch das Interesse der Allgemeinheit die Beseitigung des Park- und Garagenelends, wie es sich namentlich in den nrösseren Städten entwickelt hatte. Im übrigen beschränkt sich die Vorschrift ausdrücklich auf das Verlangen nach E i n - Stellplätzen, die Bie als «utibebaute oder mit Schutzdächern versehene Flächen ausserhalb des öffentlichen Verkehrs» definiert. Nur unter bestimmten Voraussetzungen kann die Baugenehmigungsbehörde des Einstellplatzes die Schaffung einer G a r. a g e verlangen; Mit dem Erlass der Verordnung, die am I. April 1939 in Kraft tritt, kommt man zweifellos dem Ziel näher, genügend Raum für die kurz- und langfristige Unterbringung von Motorfahrzeugen zu schaffen, das Parken auf öffentlichen Strassen und Plätzen einzuschränken. ... Grau. r * i strecken zusammen, die von Montevideo aus nach Rio einerseits und nach Buenos Aires anderseits aasstrahlen und auf denen schon jetzt der Verkehr pulsiert. ^usland Jetzt doch Steuererhöhung für Dieselwagen In Holland. Die Verschiebung der Steuererhöhung für Dieselwagen in Holland war nicht von langer Dauer. Soeben hat nämlich die zweite Kammer dem Gesetzesentwurf zugestimmt, der für die nicht mit Benzin betriebenen Automobile eine Sondersteuer einführt, um die bisher bestehenden Unterschiede in der steuerlichen Behandlung von Fahrzeugen mit Benzin- und mit Dieselmotoren aufzuheben. Immerhin, der ursprüngliche Vorschlag, di« Steueransätze für Dieselwagen mit sofortiger Wirkung zu verdoppeln, erfuhr eine gewisse Milderung insofern, als die neue Steuer im ersten Jahr nur zu 5/8, im zweiten zu 3/4, im dritten zu 7/8 und erst im vierten voll zu entrichten ist. Damit will man den Besitzern von Dieselwagen die Möglichkeit bieten, sich der neue« Steueraera schrittweise anzupassen. 90 % aller amerikanischen Wagenkäufe sind Tauschgeschäfte. Aus einer Statistik des amerikanischen Autohandels geht hervor, dass bei 90,00% aller Käufe von Autos Modell 1939 ältere Modelle in Zahlung gegeben worden sind. In den letzten Jahren ist die Zahl der Altwagen, die den Markt belasten, um durchschnittlich 1 Million jährlich gewachsen; eine «Verstopfung» des Marktes ist jedoch seit* der Kris« von 1932 nicht mehr eingetreten. Auch 1939 hoffen die Händler rund zwei Millionen unterbringen ssu können. Altwagen Glasstreifen zur Erleichterung des Fahrens bei Nacht. Auf einer Länge von 15 Meilen ist in der englischen Grafschaft Essex zur Erhöhung der Fahrsicherheit bei Nacht und bei nebligem Wetter auf den Rändern bestimmter Strassen eine Glasmasse aufgetragen worden. Dadurch soll man vor allem eine' Verbesserung der Sichtbarkeit des Strassenrandes gegenüber der Markierung mit; weisser Farbe erzielt haben. Es handelt sich dabei um ein dauerhaftes, undurchsichtiges Glas, das sich leicht reinigen • lägst und die Eigenschaft besitzt, das Licht stark zu reflektieren. Bereits geht man denn auch darän> eine ganze Reihe weiterer .wichtiger Strassen in Bleicher Weise auszustatten.. 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